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Eine vornehme Büßerin. In Chicago wurde dieser Tage eine einfache Frau, die sich Mrs. Katharine Porter nannte und als Dienstmädchen bei einer Familie lebte, von einem Automobil überfahren und sofort getötet. Groß war die Ueberraschung, als sich bei der Totenschau ergab, daß die angebliche Mrs. Porter in Wahrheit Mrs. Katharine Edgar gewesen ist, einst eine Frau von feltener Schönheit und hoher sozialer Stellung, die ge­fchiedene Gattin des Stahlmagnaten und Multimillio­närs Edgar in St. Louis. Vor wenigen Jahren noch hatte sie im Ueberfluß gelebt, war eine anerkannte Füh rerin des Gesellschaftslebens in der Stadt gewesen und hatte die glänzendste Rolle gespielt, als plötzlich die Welt durch den Scheidungsprozeß überrascht wurde, den thr Gatte gegen sie anstrengte und in dem sie schuldig befunden wurde; ihr Kind wurde dem Vater zugespro­chen. Unmittelbar danach war Mrs. Edgar verschwun­den, und es war nirgends eine Spur von ihr zu ent­becken, bis jetzt nach dem gewaltsamen Tode des Dienst­mädchens in Chicago die Wahrheit ans Licht fam. Ihre Dienstherrin erklärte, daß sie immer ein gutes Dienst= mädchen gewesen wäre und fich besonders dadurch aus­gezeichnet hätte, daß sie fast mie auszugehen wünschte; wenn sie es aber tat, so verhüllte sie ihr Gesicht mit bichten Schletern. Niemals empfing sie Besuch; sie war schweigsam und ihre Seele schien von einem schweren Kummer belastet. Man nimmt an, daß sie es freiwillig auf sich genommen hat, Dienstmädchen zu werden.

Eine Meineid G. m. b. 5.". Unter dem Namen Minerva" hatte sich in Zabrze. Oberschlesien, eine Ge­fellschaft von Eideshelfern gebildet, die bereits seit län­gerer Zeit ihr Unwefen trieb. Endlich gelang es, einige Mitglieder der Gesellschaft ausfindig zu machen, so daß ein Untersuchungsverfahren eingeleitet werden konnte. Dieses ist jetzt beendet. Die Verhandlung wird nach den Gerichtsferien in einer außerordentlichen Schwurge­richtsperiode in Gleiwit stattfinden. Die Rahl der An­geklagten beträgt 25, die Zahl der Straffälle mehr als 100. Die Meineide wurden in Zivilprozessen ge= schworen.

Durch einen Müdensttä getötet. Ein tödlicher Un­Alücksfall, der zu größter Vorsicht mahnt, wird aus Weißensee bet Berlin berichtet. Ein 40jähriger Ma­schinenmeister wurde vor einigen Tagen auf dem Helm­weg von seiner Arbeitsstätte von einer Mitce gestochen. Er legte der geringfügigen Verlegung keine Bedeutung bet und tratte, als sich ein starker Juckreiz einstellte, die betreffende Stelle mit den Fingernägeln. Schon nach

zwet Tagen stellten sich aber so heftige Schmerzen ein, daß er einen Arzt zu Nate zog. Dieser stellte Blutver­giftung fest und ließ den Mann nach dem Krankenhause bringen. Troßdem dort sofort eine Operation vorge­nommen wurde, starb er gestern nacht unter furchtbaren Qualen.

Ein schreckliches Antomobilunglüc ereignete sich gestern morgen in der Nähe von Marseille. Ein Mith­lenbestter namens Pinatel unternahm mit einem jung­verheirateten Ehepaar und einem siebenjährigen Kna­ben eine Automobilfahrt. Plößlich fuhr das Auto in­folge falscher Steuerung gegen einen Stein und stürzte in einen Kanal. Die beiden Herren wurden sofort ge­tötet, dte Frau und das Kind ertranten. Die Leiche des Kindes wurde 4 tlometer von der Unfallstelle gelandet, während die der Frau noch nicht aufgefunden werden fonnte.

Dynamitattentat auf eine Bergmannsfamilie. Ein Dynamitattentat wurde in Bryrow bet Kattowitz ver­fibt. In der Parterrewohnung eines Hauses wohnt dort der Grubenhäuer Krziza mit seiner Familie. We­gen des warmen Wetters wurden nachts die Fenster offen gehalten. Dies benutzten zwet Feinde des Krziza zit einem gemeinen Racheaft. Ste warfen eine Dyna­mitpatrone in das Zimmer, durch deren Erplosion zwet Kinder des Krziza sehr schwer verletzt wurden. Das Mobiliar wurde zum größten Teil zerstört und das Haus schwer beschädigt. Als Täter wurden zwei Gru­benhäuer verhaftet..

Eine geständige Mörderin. Nach 12tägiger Haft hat die Ehefrau des Zimmerpolters Joseph in Schwerta Im Riesengebirge nunmehr eingestanden, thre Schwie­germutter, die 84 Jahre alte Frau Joseph, im Walde ermordet zu haben. Streitigkeiten über Hypothekengel­der der Greisin sind die Veranlassung zu der mit bestt­alischer Roheit ausgeführten Mordtat gewesen. Beim Lokaltermine schilderte die Mörderin genau den Her­gang der Tat. Danach hat sie zuerst versucht, thr Opfer mit einem Strick zu erwürgen. Als thr dies infolge der heftigen Gegenwehr der Greisin nicht gelang, ergriff sie einen faustdicken Stein und zertrümmerte diefer damit den Schädel. Nach der Tat ging die Mörderin äußerlich ganz ruhig nach Hause und bereitete den bet ihr woh­nenden Sommerfrischlern den Nachmittagskaffee. Nach­mittags ging sie abermals in den Wald und kehrte mit der Nachricht zurück, daß ihre Schwiegermutter ermor­det worden set. Die Entdeckung der Mörderin ist in der

Der hübsche, braune Mädchenkopf war tief gesenkt. " Darf ich Sie etwas fragen, wenn mein Stück Er­folg hat?" Wie aus weiter Ferne schlug seine Stimme an ihr Ohr.

Sie nickte bloß, sie konnte nicht sprechen. Da hob er ihr Köpfchen auf und seine Augen versenkten sich in die Evas, bittend, heischend.

Das waren seltsame Tage, die jetzt folgten. Eva wandelte wie im Traume daher, so wie es in Chamissos Lied heißt:

As wie im Traume schwanken Trunken die Sinne mir,

AM meine Herzgedanken

Sind nur bet dir."

Lina schalt, daß die Schwester alles verkehrt machte, die Mutter allein verstand thr Kind, sie hatte die Liebe der beiden jungen Menschen erraten. Sie wußte Evas Geheimnis und alles über E. Norden.

Sie sahen Hammer wenig in dieser Zeit vor der Aufführung des Stückes, er hatte zu viel mit den Pro­ben zu tun.

Am letzten Tage brachte er dret Eintrittskarten zur Erstaufführung. Fräulein Eva," bat er, halten Sie mir den Daumen, das Glück meines Lebens hängt vom morgigen Abend ab."- Und nun sizzen Frau Groten­bach, Eva und Adam im dichtgefüllten kgl. Schauspiel­Hause und mit ihnen lauschen die Vielen dem Flügel­rauschen des Genies. Das Stück hat einen durchschla= genden Erfolg, es erhält alle in atemloser Spannung, die edle Sprache retßt die Hörer hin, beim Fallen des Vorhanges braust ein stürmischer Applaus durch das Haus und man ruft begeistert des Verfassers Namen.

" Hammer, Hammer", so klingt es immer lauter. Er tritt an die Rampe, vornehm und interessant, im Frackanzug, er ist sehr bleich und seine Augen sehen

Hauptsache auf die Verfolgung der Spur durch die bet- play dieses Brandes find die mächtigen Kiefern- und den Görlizer Polizeihunde zurückzuführen, die beide genau denselben Weg angaben, den die Mörderin nach der Tat genommen hatte.

Eine Walfischschule. Wie man bei der Zusammen­rottung anderer Tiere von Rudeln spricht, so nennt man das gemeinsame Auftreten einer großen Menge von Walen eine Schule. Woher dieser Ausdruck fommt und wer ihn zuerst gebraucht hat, ist nicht mehr bekannt. Von allen Vertretern der Wale findet sich keiner so häufig in großen Schulen zusammen wie der sogenannte Grind­wal, der zu der Familie der Delphine gehört, aber im­merhin eine Länge bis zu 7 Metern erreicht. Gelegent­lich find Schulen bis zu 1000 Stück und mehr gesehen worden. Während aber andere Tiere, wenn sie in großen Herden sich zusammentun, eine besondere Wach­famfeit ausüben, geraten diese Walfischschulen oft in Gefahr und Schaden, indem sie in großen Mengen stran den und so auf dem Trockenen zu Grunde gehen. Ver­hältnismäßig häufig sind solche Vorkommnisse an den Küsten von Schottland und den nördlich davon gele­genen Inselgruppen gewesen. Jetzt ist wieder einmal eine Schule von 50-60 Stück im nördlichen Atlanti­schen Ozean gestrandet, aber weiter im Süden, an der englischen Küste von Cornwall, bei der Hafenstadt Pen­zance. Die Flut machte zwar eine Anzahl der schon aufs Trockene gefeßten Tiere wieder frei, die übrigen verendeten aber teils von selbst auf dem Strande, teils wurden sie erschossen. Gestrandete Wale gelten in Eng= land als Krongut, und in diesem Fall wurde von der Regierung dem großen Naturgeschichtlichen Museum in London gestattet, sich von dem Funde auszusuchen, was es brauchen könnte. Ginige felette merden jetzt an Ort und Stelle präpariert, desgleichen Weichteile zu Studienzwecken. Eine angenehme Arbeit kann das ge= rade nicht sein, und ein tüchtiger Schnupfen ist dabet jedenfalls eine Gottesgabe. Der längste der gestran= deten Grindwale hat die Länge von 7% Metern.

Ein harter Dienst.

Ueberanstrengte Eisenbahner.

Der Tägl. Rdsch." wird geschrieben: Wenige Tage vor dem Eisenbahnunglück bei Niedergörsdorf habe tch bet Jüterbog, im D- Zuge von Dresden her kommend, mit einem Schaffner ein Gespräch geführt. Der Mann erzählte mir von dem zurzeit ungeheuer schweren Dienst, den er und seine Mitfahrer, Lokomotivführer und Heizer einbegriffen, auf den sächsischen Haupt­strecken zu leisten hätten. Täglich 15 bis 16 Stunden Dienst, mit einer fleinen Pause bei der Ankunft in Ber­Itn, die aber durch notwendige Arbeiten, wie Türen­schließen, Meldungen usw. noch geschmälert, manchmal völlig aufgebraucht wird. Dabei kaum die Möglichkeit, in dieser Zeit Nahrung zu sich zu nehmen oder bef der starken Size etwas Kühles zu trinken. Außerdem auch faum Sitzgelegenheit, da die für die Beamten bestimm= ten Plätze in den D- Rügen meist vom Publikum bei der herrschenden Ueberfüllung belegt wären. Nur alle 11 Tage einen Ruhetag, der auch noch ab und zu besetzt würde.

Meine Frage, ob denn dadurch nicht die Sicherheit der Züge beeinträchtigt werde, bejahte der Schaffner und fitate hinzu, das Publikum wisse glück­Itcherweise nicht, in welcher Gefahr es sich befände. Auch die Streckenarbetter hätten einen sehr schweren, langen und schlecht bezahlten Dienst. König Friedrich August habe sich zwar infognito persönlich von diesen Verhältnissen überzeugt, habe auch sicher den besten Willen, die niederen Beamten beffer zu stellen; aber bet dem jetzt herrschenden Sparsystem, durch wel­ches man Ueberschüsse auf Kosten der Sicherheit des Ver­kehrs und des Wohles der Unterbeamten erziele, indem man zu wenig Bugpersonal einstelle, set eine Besserung in Sachsen nicht zu erhoffen. Die preußtschen Ver­hältnisse feten wesentlich besser, bet meltem am besten die elfaß- lothringischen, weil diese Beamten dt­rett vom Reiche abhingen.

Ich bemerke, daß der Beamte ganz ruhig, ohne jede Erbitterung, von seinem harten Dienste sprach. Er be­flagte eigentlich nur, daß das Familienleben gänzlich zerstört werde. Ob nicht die ueberanstrengung, der die Beamten sächsischer Bütge bet der furchtbaren Size und den ungenügenden Maßregeln für ihre Kör­perpflege unterliegen, dazu betgetragen hat, das un­glück herbetzuführen? Ein so über alles Maß ange­spannter Lokomotivführer und der wohl noch mehr über­bürdete Heizer können nicht immer rechtzeitig eine falsche Weichenstellung bemerken. Es ist ein wahres Wunder, daß keine Reisenden tödlich verunglückt sind.

Gewaltiger Waldbrand in Tirol.

In der Nähe des bekannten Tiroler Bahnknoten­punktes Franzensfeste ist, wie schon gemeldet, ein Wald­brand ausgebrochen, der eine für europäische Begriffe erschreckende Ausdehnung angenommen hat. Der Schaut­

die Eine unter allen, jene weißgekleidete, geliebte Mäd­chengestalt im Vordergrund der Loge.

Eva weiß, daß sie ihn heute nicht mehr sehen wird, aber morgen, morgen wird er fene Frage an sie rich­ten, vor der sie bangt und nach der sie sich dennoch heiß fehnt. Sie wußte später nicht, ob sie geschlafen hatte, ob sie wachte, ein helles Licht strahlte vor ihr und thr Herz pochte seltg.

Und wieder hält der Mann die zitternde Mädchen­hand, er sagt ihr, daß er sie Itebt, daß er auf den Trüm­mern seines toten Glückes ein neues aufbauen möchte, eines, das ihn für gewesene trübe Tage schadlos hält.

,, Auch ich habe gelitten", sagt Eva ,,, wissen Sie, daß tch verlobt war?"

Ja, ich hörte es, und die Feder E. Nordens hat es mir verraten," fügte er hinzu.

So wissen Ste?" fragte Eva.

" Daß Eva Grotenbach und E. Norden ein und die­selbe Person ist, ja mun weiß ich es," jubelte Hammer und erklärt den Zusammenhang.

,, Bekomme ich nun meine Antwort?" fragte er zum

Schluß.

Eva hält ihm ihre Hände hin.

Ms Eva Kurt schickte, um Hammer zum Kaffee zu rufen, trat das verlobte Paar Arm in Arm auf sie zu. Mutting!" rief Kurt, was soll das heißen? Die Eva ist, glaube ich"

Mein liebes Bräutchen mit ihrer gütigen Erlaub­nis, Frau Mama," ergänzte Hammer.

Machen Sie mein Kind glücklich, lieber Sohn und Gott segne euren Bund," sagte Frau Grotenbach sehr bewegt.

Auch Lina wünschte herzlich Glück.

Wen liebst Du eigentlich, Benno?" neckte Eva schelinisch, E. Norden oder mich?"

Fichtenbestände, die sich von der historischen Sachsen­flemme über das Nordgebirge an dem ebenfalls ge­schichtlich berühmten Dorfe Spinges vorüber bis nach Mühlbach und Vals ziehen. Durch die Unvrsichtig fett weter Holzarbeiter, die am 2. August im Walde ihr Mittagessen fochten und dann das Feuer auszulöschen vergaßen, ist der furchtbare Brand zum Ausbruche gekommen. Ein lebhafter Wind verschleppte die brennenden Zweige, und trieb so das Feuer mit großer Schnelligkeit an der Berglehne vorwärts, so daß der Brand in dem durch die Size ausgedörrten und noch dazu sonnseitigen Walde binnen fürzester Frist eine äußerst bedrohliche Entwickelung nahm.

Nachts scheint der ganze, fast 1500 Meter hohe Berg­zug zu glühen, nur auf dem Kamme schlagen wirkliche Flammengarben, die etwa 50 Meter hoch sein mögen, in die Lüfte auf; sonst bedeckt eine gleichmäßige dunkle Röte die Abhänge. Bei Tage verdecken die mächtigen Rauchschwaden das Feuer, umso unbeimlicher aber ist der Regen von verkohlten und teilweise noch glimmen den Fichtennadeln, die bis zu einer Entferung von 25 Kilometern in ungeheurer Menge niederfallen. Da= durch sind die Häuser der Ortschaften Oberau, Mitte= wald, Franzensfeste, Spinges, Mühlbach und Brigen in Feuersgefahr. Während der Nacht werden die Stroh­und Schindeldächer auf Anordnung der Behörden mehr­mals mit Wasser übergossen. Der Riesenbrand, der be= reits sechs Quadratkilometer Hochwald fahl gelegt hat, dauert nun schon drei Tage. 2000 Soldaten wur­den vom Kommando der Festung Franzensfeste damit beauftragt, ganze Streifen Waldes umzu= hauen, um so eine weitere Ausdehnung des Feuers womöglich zu verhindern. Allein die größten Anstren­gungen der Mannschaften und Offiziere erwiesen sich in dem felsigen, schwer zugänglichen Gelände als aus­sichtslos. Der Wind trägt die brennenden Aeste über den Militärfordon hinweg und zündet wetter rückwärts wieder, so daß die Soldaten mehrfach zwischen die Flam­men gerieten und an ihre eigene Rettung denken muß­ten. Auch tamen ganze Lawinen von glühenden Steinmassen herabgerollt. Der im Walde stehende Munitionsturm mit 2000 Kilogramm Dynamit und an­deren Explosivstoffen mußte unter Wasser gesetzt werden, weil zu seiner Räumung keine Zeit mehr blieb. Das am Waldrande liegende Dörfchen Oberau fonnte nur durch die größten Anstrengungen gerettet werden, in= dem die Feuerwehr ununterbrochen alle Dächer mit Wasser überschüttete( zum Teil vom Kirchturme aus), während das Militär im äraften Rauch sämtliche in der Nähe stehenden Bäume niederhieb.

In der Festung Franzensfeste hat das 36. Infan­terteregiment Bereitschaft, um sofort als Reservemann­schaft verwendet werden zu können. Die prächtige Berg­villa des Malers Professor Defregger ist vom Feuer umgeben und gilt für verloren. Menschenleben sind bis jetzt, so viel man weiß, nicht verloren gegangen, doch verlautet gerüchtweise, daß mehrere Soldaten vermißt werden. Touristen und andere Unbeteiligte wagten sich mehrfach in das Brandgebiet und mußten vom Militär und von den Feuerwehren tells aus den Flammen ge= rettet, teils mit Gewalt vertrieben werden. Sollte der Brand das Valser Tal überschreiten, so ist das präch= tige, etwa 30 Kilometer lange Hochwaldaebiet des Tau­fers wahrscheinlich verloren, denn die Wälder find von der Size ausgetrocknet und brennen wie Stroh. Aber auch ein Dutzend Ortschaften kommt dann in die größte Gefahr. An alle Garnisonstädte Ttrols wurde um Hilfe telegraphtert.

Drabtnachrichten und neuestes.

Ein Opfer des Straßenverkehrs.

Berlin, 7. August. Vor dem Hause Greifs walderstraße 154 wurde ein vierjähriges Mädchen, das dort spielte und in eine andere Straße laufen wollte, von der Straßenbahn überfahren und tödlich verletzt. Es starb bald nach seiner Einlieferung ins Kranken­haus.

Verheerendes Schadenfener auf einem pommerscher Rittergute.

Zinnowik, 7. August. Gestern mittag 12 Uhr brach auf dem Ritteraute Krummin bet Binnowitz Feuer durch Selbstentzündung des Schafdingers aus. Die Feuerwehren von Zinnowiß und Wolgast ellten zur Löschung des Brandes herbet. Sieben Wirtschafts­gebäude brannten nieder. 800 Schafe und 200 Schweine sind in den Flammen umgekommen.

Neuer Brand in Konstantinopel. Konstantinopel, 7. August. Bei einem Brande, der gestern abend auf der asiatischen Seite von Non­stantinopel, in Kadiköy, ausbrach, wurden außer eini­gen 30 Häusern eine der größten und ältesten Schulen der Türket, das Kloster, die Stapelle und die sehr wert­volle Bibliothet ein Raub der Flammen.

,, Euch beide in einer Person, die schöne Seele tm schönen Körper, mein Lieb."

,, Dann bin ich zufrieden," sagte Eva und ein strah­lendes Lächeln verklärte thr retzendes Gesicht.

Elftes Kapitel.

In Lachsdtenen.

Die Hochzeit Evas und Hammers fand schon Ende Mai statt, well Frau Grotenbach im Junt zu ihrer Tochter Klara reisen wollte, um ihr erstes Enkelkind bet Rosens zu erwarten. Oldens tamen aus Hannover zur Hochzeit, die freundlichen, alten Leute hatten Eva immer sehr gern gehabt und dieses Mal waren sie mit threr Wahl einverstanden. Sie erzählten Frau Groten= bach, daß ihr Schwiegersohn als Redakteur und Schrift­steller eine angesehene Stellung innehabe, seine Arbei­ten würden gut bezahlt und er nähme auch gesellschaft­lich eine hervorragende Rolle ein.

An einem herrlichen Mattage flogen die Neuver­mählten auf der Hochzeitsreise in die weite Welt. Es ging nach dem Süden, dem Lande der Poesie und der Kunst, Hammers waren beide fähig, alles mit Ver­ständnis zu genießen.

Alfred kam auf acht Tage, um den neuen Schwager kennen zu lernen und seine Schwester an ihrem Ehren­tage zur Kirche zu geletten.

Hammer, der ganz allein stand, schloß sich warm an die Verwandten seiner Frau an; er sagte ihr:

,, Alles gibst Du mir, eine so Itebe Mutter, Brit­der und Schwestern, Dich selbst, meine Eva und damit die Heimat, die mir so lange fehlte."

( Fortfehung folgt.)