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nen Hornhaut entsprechende Schicht entfernt, die Hunde­hornhaut aufgesetzt und mit ganz feiner Seide befestigt. Dte zurückgeklappten Hautteile werden wieder vorge­schoben und ebenfalls vernäht. Die Verwachsung dauert dann nur wenige Tage, während welcher Zeit das Auge durch eine Glasumhüllung in der richtigen Lage ge­halten wird.

Die Promotionen zum Doktor- Ingenieur an den preußischen Technischen Hochschulen sind, wie nach der Frantf. 3tg." aus einer foeben erfolgten Veröffent­lichung hervorgeht, geradezu glänzend ausgefallen. Es famen 51 Hörer in Betracht. Von diesen bestanden allein sechzehn, also beinahe ein Drittel mit Auszeich nung" und dretundzwanzig mit gut". Ohne Prädikat bestanden nur zwölf.

Aus den Gerichtssälen.

Wegen betrügerischen Bankerotts wurde ein Dres­dener Geschäftsführer, der als Konkursschuldner im vortgen Jahre eine ihm an einen Bekannten zustehende Forderung von zwölf Mart verschwiegen hatte, vom Schwurgericht zu drei Monaten Gefängnis verurteilt.

Ein freigesprochener Mörder. Wegen Ermordung seines eigenen Kindes hatte sich dieser Tage vor dem Schwurgericht in Bremen Franz Locker, ein gebürtiger Desterreicher zu verantworten. Der 26 Jahre alte An­geklagte hatte sich am 30. September v. J., mit einem Belle bewaffnet, in die Wohnung seiner Braut, der Ar­betterin Werner, begeben und hatte dort sein dret Jahre altes Kind durch Beilhiebe getötet. Nach dem Gutachten der ärztlichen Sachverständigen ist der Angeklagte ein Mensch, der dauernd als geistig minderwertig anzu fehen ist. Die Geschworenen verneinten die auf Mord und auf Totschlag lautenden Schuldfragen, worauf Freisprechung erfolgte.

Vermischtes.

Der verschwundene Landgerichtsdirektor. Sett mehr als vierzehn Tagen ist der Landgerichtsdirektor Fret­Herr v. Harsdorf aus Nürnberg, der in Kissingen zur Kur weilte, spurlos verschwunden. Der als retcher Mann bekannte und sehr kurzsichtige Herr hatte am 17. Junt unter Mitnahme einer bedeutenden Geldsumme, einer goldenen Uhr und seiner Pretiosen seine Woh­nung in Kissingen verlassen. Am 20. Junt machte seine Hauswirtin dem städtischen Boltzetamte Mitteilung von dem Verschwinden thres Mieters, doch die Polizet muß wohl anfangs der Sache keine Bedeutung beigelegt ha= ben, denn erst am 28. Junt benachrichtigte sie dte Staatsanwaltschaft und die Gendarmerie. Diese suchte zwar mit Hilfe zahlreicher Schulkinder die Wälder und Gebüsche ab, Iteß auch durch Fischer und Bauern die Saale und ihre Ufer durchforschen, jedoch vergeblich. Es ist nicht ausgeschlossen, daß den an Blutwallungen nach dem Kopfe leidenden Herrn auf einem Spazter­gange an entlegener Stelle ein Schlaganfall betroffen hat, doch glauben auch viele, daß er das Opfer eines Verbrechens geworden set.

Der alljährliche große Ausmarsch der Berliner Ferienkolonisten setzte Frettag früh mit voller Kraft ein. Im ganzen haben vom Stettiner Bahnhof 1696 Knaben und Mädchen Berlin verlassen, um nach Pom­mern Mecklenburg und Rügen in die Ferienkolonien zu gehen. Wettere Transporte erfolgen in den nächsten Tagen von den verschiedenen Berliner Bahnhöfen. Im ganzen werden diesmal 5325 Kinder nach den Ferien­folonien geschickt. Dabet ist zu berücksichtigen, daß diese Ziffer nur den dritten Tetl aller derjenigen darstellt, die angemeldet sind, aber aus Mangel an verfügbaren Mitteln zurückgewiesen werden mußten.

Gin ungebetener Gast auf dem Bierabend des Kat­serlichen Jachtklubs. Am Bterabend des Kaiserlichen Jachtklubs in Eckernförde nahm auch ein sportfreund= licher Schneidergeselle teil, der versehentlich Zutritt zu dem reservierten Raum gefunden hatte, obwohl er feinen Klubanzug trug. Er unterhtelt sich lebhaft mit den übrigen Gästen über sportliche Ereignisse und ließ sich Essen und Trinken gutschmecken. Schließlich stel er dadurch auf, daß er sich wiederholt erhob, um den Kaiser besser sehen zu können. Als er sogar, um seine ver­meintliche Beche an den Oberkellner zu bezahlen, mehr­mals laut rief: Ober zahlen" wurde er von einigen Klubmitgliedern in ein Nebenzimmer gerufen, wo seine Bersonalien polizeilich festgestellt wurden. Sein Ange­bot, Speise und Trank selbst zu bezahlen, weil er ge= glaubt habe, die Festlichkett set eine öffentliche gewesen, wurde abgelehnt. Auf die Aufforderung fortzugehen, entfernte sich der Schneidergeselle noch mit den Worten, er könne jetzt seinen Freundeskreisen erzählen, er set Gast des Kaiserlichen Jachtklubs gewesen.

Reklame für die Seligkeit. Großes Aufsehen er­regte kürzlich in Berlin in den belebtesten Straßen der Stadt eine schwarze Droschke mit einem in ttefes Schwarz gekleideten Kutscher auf dem Bock und einer ebenfalls tief schwarz gehaltenen älteren Dame, die eine Serviette schwenkte. Auf der Serviette stand in großen schwarzen Buchstaben: Also hat Gott dte Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren seten, sondern das ewige Leben haben." Anfangs bewegte sich, wie in der Voss. 3tg." zu lesen ist, die Fuhre langsam durch die Straße. Wenn dann der Wagen über die Geletse der Straßen­bahn humpelte oder unversehens still halten mußte, gab es einen Ruck und die Dame flog mit einem Plumps aus ihrer überragenden graziösen Haltung auf den Sitz zurück und die Leute lachten oder schimpften über die geschmacklose Reklame nach Heilsarmee- oder amerika­utscher Manier. Als sich die Plumpse häuften, zog es der weibliche Apostel vor, sich niederzusehen und lieber von Zeit zu Zeit halten zu lassen. Dann schwenkte sie wieder ihre Serviette, rechts und links, rückwärts und vorwärts bis endlich ein gründlicher Nassauer" der Schaustellung ein Ende bereitete und die Dame vor dem Regen die Flagge einzog.

Rassenhaß auf dem Kirchhof. Wie Daily Mail" aus Hartford, der Hauptstadt im Staate Connecticut berichtet, beschloß dort eine Versammlung, in der die reichsten und ältesten Familien der Stadt vertreten wa­ren, an den Stadtrat dte kategorische Aufforderung zu richten, schleunigst Sorge zu tragen, daß die Leiche eines Negers, der vor kurzem beerdigt worden, ausgegraben und von dem Kirchhof entfernt wird, auf dem sett vie­len Jahren die reichsten und angesehensten Bürger thre legte Ruhestätte gefunden. Der Neger Cheitla Stanton rettete seinerzett seinem Herrn, dem Staatssekretär der

Marine Gideon Wales, den die Mörder Lincoins und des Kriegsministers gleichfalls als Opfer ausersehen hatten, das Leben, und die Familie Wales hatte den freuen Diener, der hochbetagt in diesen Tagen starb, mit allem Pomp in ihrer eigenen Familiengruft bei­setzen lassen. Die Hartforder wollen aber auch diesen Ausnahmefall nicht gelten lassen, und drohen, die Lei­chen ihrer Familienangehörigen von dem Kirchhof ent= fernen zu lassen, falls ihrem Ersuchen um Exhumierung der Leiche des Farbigen nicht entsprochen werden sollte.

Wegen Wohnungskündigung in den Tod gegan= gen. In einem der letzten Häuser von Wien, im Lieb­hardstal, hat sich eine ergreifende Tragödie abgespielt. Im dritten Stock des Hauses Odoakergasse 13 wohnte der Kutscher Rudolf Klemisch mit seiner Frau und ih­rem einzigen Kinde, etnem siebenjährigen Sohn. Das Ehepaar wohnte dort schon fünf Jahre. Wegen einer Kazze wurde der Familie die Wohnung gekündigt. Ste konnte nun infolge der Wiener Wohnungsnot keine andere passende finden und beschloß daher, in der alten Wohnung zu bleiben. Von setten des Hausbesitzers wurde infolgedessen, ein wie es im Wiener Deutsch heißt, Delogierungsantrag gestellt. Als der Hauseigen­tümer dann mit der Kommission vor der Wohnung der Familie Klemisch erschien, wurde die Tür trop wieder­holten Klopfens und Läutens nicht geöffnet. Plötzlich hörte man einen Schrei, das klirren von Fensterschet­ben und einen dumpfen Fall. Frau Klemisch hatte sich aus dem Fenster auf die Straße gestürzt, wo sie tot liegen blieb. Nun wurde die Wohnung gewaltsam ge= öffnet. Neben dem offenen Fenster stand bleich und zitternd der Knabe. Auf die Türe des Kleiderschrankes hatte Frau Klemisch in großer Schrift mit Kreide ge­schrieben: Wegen Deloschierung in den Tod!" und da­runter stand von der Hand des Kindes geschrieben: Ich sterbe mit der Mutter!" Dieselben fünf Worte: Wegen Deloschterung in den Tod", hatte Frau Klemisch auch auf die Platte und auf alle Laden des alten Kommoden­fastens geschrieben. Der Knabe erzählte, daß die Mutter thm zuerst angetragen habe, auf den Kasten zu schret­ben: Ich sterbe mit der Mutter", dann habe sie ver­sucht, thn mit sich in die Tiefe zu stürzen. Er habe sich jedoch losgerissen und bloß gesehen, wie die Mutter vom Fensterbrett verschwand.

Aus dem Reiche der Technik.

Der größte Aquädukt der Welt. In Apulten in Süditalien wird zurzeit an einem Aquädukt gebaut, der nach seiner fürs Jahr 1914 angefeßten Vollendung der größte sein wird, der seit Römerzetten ausgeführt wurde. Er sammelt die in der Gemeinde Caposele ent­springenden Duellen, um sie 212 Kilometer weit durch das Land zu führen. 79% tlometer läuft er auf Ga­Ierien. Es mündet in thn das ganze Bewässerungsnetz der Provinzen Foggia, Bart und Lecce, das zusammen eine Ausdehnung von 2510 Kilometern hat. Italtens südliche Provinzen, die setther Jahr für Jahr unter den schrecklichsten Wasserkalamitäten zu leiden hatten, werden durch den großen Aquädukt reichlich versorgt werden; die dret Provinzen, die eine Einwohnerzahl von zwet Millionen haben, werden täglich auf 100 Liter pro Kopf rechnen können; abgesehen davon hofft man noch 275 Millionen Liter im Jahr für andere Zwecke zur Verfügung zu haben, vor allem zur Erzeu­gung von elektrischer Energie und zu weiteren großen Bewässerungsanlagen. Der Aquädukt, der Neuyork mit Wasser versorgt und bisher die größte aller derartigen Anlagen war, ist nicht halb so lang als dieser apulische, und der Aquadukt des Sertno, der Neavel sein Lebens­element zuführt, erreicht nur den vierten Teil der Länge des großen füditalienischen, dessen Kosten 125 Millionen Lire betragen werden.

3ft das Sterben schmerzhaft?

In einer englischen medizinischen Reitschrift unter­fitcht ein Mitarbeiter die Frage, woher die den meisten Menschen ttes innewohnende Furcht vor dem Sterben tommt; für ihre Beantwortung begnügt er sich nicht mit dem Schlagwort des Selbsterhaltungstriebes oder dem Goetheschen Ausspruch von der füßen Gewohn­heit zu leben". Er geht von der Annahme aus, daß diese Furcht von Vorstellungen herrührt, die wir in früher Jugend samt der Gespensterangst und manchem anderen Aberglauben durch Erwachsene eingeimpft er­halten haben, die entweder selbst an die Schmerzhaftig­tett des Sterbens glauben oder sich der Erweckung der Todesfurcht zum Zwecke der physischen Einschüchterung bedienen, und sucht den Nachweis zu erbringen, daß das Sterben ein rein vegetativer Aft ist, der dem schmerzlosen Verwelten einer Blume gleicht. Der Em­pfindlichkeitsgrad der Körperzellen und speztell der Ge­fühlsnerven stehe in bestimmter Abhängigkeit von der Unversehrtheit der sensorischen Nerven und jede das all­gemeine Wohlbefinden des einzelnen mindernde Etn­wirkung führe durch den lähmenden Einfluß der sich anhäufenden Kohlensäure dazu, daß die Nervenknoten thre Reizbarkeit verlören und die der Schmerzempftn­dung äquivalenten Erregungen in den Bahnen der Nervenfasern nicht mehr gehtrnwärts wetter paſſteren Iteßen, so daß im Gehirn das Bewußtsein oder gar ein schmerzhaftes Gefühl des Sterbens gar nicht mehr zur Vorstellung komme und höchstens die Empfindung übrig bleibe wie man sie beim Einschlafen hat. Man könne dte Empfindung in diesen Momenten auch mit dem Ge­fühle eines durch Opium und andere narkottsche Mittel Eingeschläferten vergleichen, bet dem die Gehirntätig­felt so tief herabgesezt set, daß eben dadurch selbst das Schmerzgefühl während des Vollzugs einer ftef eingret­fenden Operation ausgeschaltet fet. Als Beweise hier­für werden auch die in der Narkose vorgenommenen Vivisektionen, die Zeugnisse von für tot gehaltenen und die Aeußerungen von Sterbenden angeführt, die auf Anruf noch über ihren Zustand Auskunft geben fonnten. Es werden ferner eine Reihe von berühmten Männern zitiert, die sichtlich ohne Schmerzempfindung verstarben, und es wird schließlich auf das Betspiel der meisten kleinen Kinder verwiesen, die lächelnd wte beim Einschlafen aus dem Leben scheiden.

Die hier furz wiedergegebene Theorie wird sicher nicht ohne Widerspruch bleiben, obgleich sie in sehr vie Ien, vielleicht den meisten Fällen zutrifft. Schließlich tommt es auch nicht auf den einzelnen Moment des Sterbens. sondern auf das an, was ihm in kürzerer oder längerer Dauer vorangegangen ist, auch die na­gende Sorge um ltebe Angehörige und körperliche und feeltsche Qutalen, und man braucht in dieser Hinsicht nur an Goethe zu erinnern, der zwar schmerzlos ge= storben ist, aber am Tage vor seinem Tode doch lange, qualvolle Stunden gräßlicher Todesangst und Unruhe durchfämpfen mußte.

Die letzten Etappen des Rundflugs.

Nur noch zwet Etappen des deutschen Rundfluges um den B. 3.- Preis der Litfte" stehen bevor. Nach dem gestrigen Ruhetag in Nordhausen ist heute, Fret tag, die Strecke Nordhausen Halberstadt, resp. der direkte Harzflug zurückzulegen. Nach einem weiteren Ruhetag in Halberstadt folgt dann auf der 203 Kilometer langen Strecke Halberstadt- Berlin am Sonntag das Finale.

Ueber das Ergebnis des heutigen Flugtages mel­det der Draht:

Halberstadt, 7. Jult. Büchner ist mit Leutnant Steffen um 4,52 Uhr hier eingetroffen. Noelle, der um 4,25 Uhr von Nordhausen aufgestiegen war und bei Haffelfelde eine Notlandung vorgenommen hatte, ist um 6,16 Uhr hier eingetroffen. Die Ueberfliegung des Harzes einschließlich der Landung in Hasselfelde be= anspruchte nur 1 Stunde 24 Minuten. Latisch ist unt 8,15 Uhr, Vollmöller etwas später eingetroffen.

Nordhausen, 7. Jult. Winczfers stieß beim Aufstieg gegen das Flugzeug von König, wodurch beide Apparate beschädigt wurden. Die Flieger werden abends zum Ueberharzflug starten. Hanuschkes Appa­rat wurde bei der Landung ebenfalls beschädigt.

Drabtnachrichten und Deuestes.

Die Nordlandfahrt des Kaisers. Stavanger, 7. Jult. Der Kaiser, der gestern nachmittag 2 Uhr hier eingetroffen war. besichtigte abends die Stadt. Die Weiterfahrt nach Bergen er­folgt voraussichtlich beute abend 9 Uhr.

Ein russisches Dorf abgebrannt. Petersburg, 7. Jult. In dem Dorfe Dmi trjawskoje im Gouvernement Petropalowsk brach Feuer aus, welches an hundert Häuser vollständig ein­äscherte. Die Bauern schöpften Verdacht, daß der Brand angelegt worden set und fielen über die Verdächtigen her. Es kam zu einem heftigen Kampf, in dessen Verlauf zehn Personen getötet und viele verwundet wurden. Mehrere Gendarmen mußten einschretten, um die Rube und Ordnung wieder herzustellen. 64 Verhaftungen wurden vorgenommen.

Bennruhigende Nachrichten aus Portugal. Madrid, 7. Juli. Die Nachrichten aus Lissabon lauten beunruhigend. Ein Reisender erzählt, in Lissa­bon herrsche große Erregung. Nach den nördlichen Garnisonen wurden Verstärkungen entsandt.

Die Hize in Nordamerika.

Neuyork, 7. Jult. Die Hize war gestern vor­mittag weniger fühlbar, weil die Luftfeuchtigkeit etwas fant. Später war sie wieder schlimmer. Als einige Tiefbahnzüge infolge eines Stromzuführungsdefekts ins Stocken gerteten, wurden zahlreiche Passagiere vor Size ohnmächtig. Aus Boston wird gemeldet, daß die meisten Fabriken in Neuengland geschlossen seien. Ein Zirkus verlor 60 Pferde sett Beginn der Hitze. In Montreal sind in drei Tagen über 200 Kinder unter fünf Jahren infolge der Sitze gestorben.

Handel und Verkehr.

Frankfurt, 7. Juli. Viehmarktpreise vom 6. Jult: Preise für 1 Zentner Kälber: a) Doppellender, feinste Mast( Lebendgewicht) M ( Schlachtgewicht) M.­

b) feinste Mast( Vollmilchmast) und beste Saugfälber ( Lebendgewicht) M. 60-64,( Schlachtgewicht) M. 100 bis 107, c) mittlere Mast- und beste Saugfälber( Lebend­gewicht) M. 54-59,( Schlachtgewicht) M. 92-100, d) ge= ringere Saugkälber( Lebendgewicht) M. 48 bis 53, ( Schlachtgewicht) M. 81–90. Schweine: a) vollfleischige Schweine von 80 bis 100 Kilogr. Lebendgewicht( Le­bendgewicht) M. 47-49,( Schlachtgewicht) M. 61-63, 6) vollfleischige Schweine unter 80 Kilogr. Lebendgewicht ( Lebendgewicht) M. 47-49,( Schlachtgewicht) M. 60 bis 62, c) vollfleischige Schweine von 100-120 Kilogr. Le­bendgewicht( Lebendgewicht) M. 46-48,( Schlachtgew.) M. 60-62, 6) vollfleischige Schweine von 120-150 Silo­gramm Lebendgewicht( Lebendgewicht) M. 46-48, ( Schlachtgewicht) M. 58-60.

Berliner Getreide und Stahtvlehmarkt.

In der am 5. Jult beendeten Berichtswoche ist die Haltung des Berliner Getreidemarktes für alle Artifel fest geblieben. Vom Auslande lauteten die Nachrich­ten über das noch auf dem Felde stehende Getreide teilweise ungünstiger. In Deutschland macht sich der Mangel an Vorräten wetter empfindlich geltend und veranlaßt Zunahme der Käufe ausländischen Getreides. Andere Konsumländer, namentlich Frankreich, sind da­gegen zurückhaltender geworden, und daher hat die deutsche Nachfrage faum anregend für Wetzen auf dem Weltmarkte gewirkt. Roggen ist von Rußland, schließ­lich allerdings nur unter Bewilligung höherer Preis­forderungen, reichlich zu haben. Der Jultpreis von Weizen ist hauptsächlich infolge von Deckungen von 208 auf 214 Mort aeftienen. In dieser Aufwärtsbewe= gung kommt die Knappheit an Ware zum Ausdruck. Spätere Termine haben sich um 3 Mart besser gestellt. Roggen hat 1 bis 2% Mart gewonnen, wobei noch zu bemerken ist, daß der Jultpreis am wenigsten sich er­höht hat. Safer stteg 2 bis 3 Mart auf die unbefriedi­aenden heimischen Ernteaussichten und die Festigkeit Nordrußlands. Der ungünstige Saatenstandsbericht hat nur für Wetzen ein weiteres Anziehen bewirkt. Mais besserte sich erheblich auf die verschlechtertent Ernteaussichten Nordamerikas. Am letzten Tage der Berichtswoche stellten sich die Preise für Lieferung im September wie folgt: Weizen 202.00 Mart, Roggen 169,25 Mart, Hafer 165,75 Mart, Mats 145,50 Mart. Preise des städtischen Schlachtvteh= Marktes. 1. Ochsen: a) vollfleischtge, ausgemästete höchsten Schlachtwertes, ungejocht 83-86 M., b) funge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 78-84 M., c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 72-77 M. 2. Bullen: a) vollfleischige, ausge­wachsene höchsten Schlachtwertes 73-78 M., b) voll­fletschtge jüngere 71-76 M., c) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 70-74 M. 3. ärfen und ühe: a) vollfleischiae, ausgemästete Färsen höchsten Schlacht­mertes 70-73 M., b) vollfletschige ausgemästete ühe höchsten Schlachtwertes, bis zu 7 Jahren 67-72 M., c) ältere ausgemästete und wenta gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 62-67 M., d) mäßia genährte Kühe und Färfen 57-62 M., e) gering genährte Kühe und Färsen is 62.4. f) gerina nenährtes uronich( resser) M. 4. Kälber: a) Doppellender feinster Mast 107 Bis 136. 6) fetnite Mastfälber 92-100 M, c) mittlere Mast- und beste Sautafälber 81-90 M., d) geringere Mast- und aute Saugfälber 77-84 M. e) geringe Saug= fälber 55-67 M. 5. Schafe: a) Maftlämmer und füin­gere Maithammer 86 bis 92 M., b) ältere Masthammel, aeringere Mastlämmer und gut genährte junge Schafe 80-84 M., c) mäßig genährte Sammel und Schafe 68 613 81 M. 6. Schweine: a) Fettschweine über 3 Rentner Lebendgewicht 57 M. b) vollfleischige Schweine 240 bis 300 Pfund 55--57... c) vollfleischige 200 bis 240 fund 54-57 M., 6) vollfleischige Schweine 160 bis 200 fund 52 bis 56 M., e) vollfleischtge Schwetne unter 160 Pfund 50-52 M., f) Gauen 50-51 M.