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Prämie. Er der 1. Klaffe mit einem Ersatzlos Berausgefomme as thm jetzt einen so ansehnlichen Gewinn gebrant.

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auf einem Ozeansegler. grauenhaft pho ische Geschichte wird aus Belle- Isle ( Neufundland) meldet. Dort war der große franzö fifche Segler mette" mit einer Ladung Zucker aus Emarang in angekommen. Vor der Neede gab das Schiff durognale zu erkennen, daß eine heftige Epidemie an wüte. Das Schiff wurde in den Ha= fen geschafft it bort begab sich der Lazarettarzt an Bord. Ein fdlicher Anblick bot sich seinem Auge. Bon der Befat von 15 Mann lagen 3 tot auf dem Berdeck, 10 m schwer frank oder bewußtlos, und mur 2 Schiffsjum waren noch bet Kräften. Das ganze Schiff war bei von einem wilden Schwarm von Ratten. Es me gleich eine Untersuchung eingeleitet und festgestellt, es fich weder um Best noch um Cho­lera, noch umgelbe Fieber handeln konnte. Ver­mutlich liegt Bert vor. Die Kranken sind aus­geschifft und in azarett gebracht worden. Das Schiff wird desinfizte

Storbnt aard. Eine schwere Fahrt machte der deutsche Segler money" durch, der von San Juan del Sur in Na nach Hamburg unterwegs war. Das Schiff fai seiner Ankunft in San Juan del Sur( auch Gre an der Westküste von Nikaragua) sehr schwierige ältnisse für die Beschaffung frischer Nahrungsmitter und fast vom Tage der Abfahrt an mußte die 2 ng Salzfleisch genießen. Bald stellte fich unter der nschaft Skorbut ein. Das Schiff blieb hundertfe Tage auf See. Als gestern das Schiff in Falmeintraf, mußten sieben Mann nach dem Seemanna tal in Plymouth gebracht werden. Der Boyki Des Pilsener Bieres in Deutschland hat den Bilfen rauereien bereits ganz erheblichen finanziellen Sm gebracht. Es sind daher Bestre­bungen im Gafe Bierverteuerung wieder aufzu heben. Währe Oktober 1910 31 185 Hektoliter

Bier in Fässer eingeführt wur nur 22 217 Het toliter entsprid schließlich Bilfe reichisch- ungarti nat November Heftoliter. In Bilsener Biere trinker die Ste Ein Kind In Breslau fft bem ein im i gefallen ist. A

Desterreich- Ungarn in Deutschland waren es im Ottober dieses Jahres

was einem Minus von 8968 Het. Sn Betracht kommt hier fast aus­Ster, die Einfuhr anderer öster Stere tit fast gleich Null. Im Mo g der Minderabsatz über 15 000 ampfe gegen die Verteuerung des den demnach die deutschen Bier­bleiben.

Diener feiner Mutter ermordet. weres Verbrechen verübt worden, alter stehendes Mädchen zum Opfer mnabend abend brach ein Schlaf­zimmerbrand iner Wohnung der Witwe des Amts­richters Haman ber Fischergaffe aus. Die elffährige erfrankte Tocht Erika Haman wurde mit schweren Kopfwunden belos aus dem brennenden Bett ge­borgen, starb alon in derselben Nacht. Ursprüng­Itch wurde augummen, die Kopfwunden jeten bet Fluchtversuchen

em Brand durch Aufschlagen auf bte Bettfante, e den. Diese Annahme erschütterte alsbald die Auf ng etnes blutigen Hammers. Nach eingehender Un ung gestand der 15jährige Diener der Famille Sa namens Erich Nenner, den Erika bäufig geneckt he daß er das Mädchen aus Rache da­fitr ermordet hat unf Hammerschläge habe er Erifa auf den Kopf vest und dann das Bett, um die Spu­ren feines Berleens zu verwischen, angezündet.

Lustiges von Theater. Das Wiener Extrablatt" notiert folgende Theatergeschichtchen: Ein junger Schauspieler von Deutschen Voltstheater" sandte dem Direktor, Herrn effe, folgendes ärztliche Zeugnis: Mein Patient, N. N., ist nicht in der Lage, seine Künstlerische Tät auszuritsen. Dr. X. Y." Sterauf erhielt der Patieon der Direktion folgende Buschrift: Sehr geehrter Was in dem Attest bescheinigt wird, ist une Bekannt."

Mill äre als Politifor.

In welchem ae sich der öffentliche und private Wohlstand im Den Reiche allmählich gesteigert hat, davon kann man aus dem fürzlich erschienenem und dem Leser aus zer Erwähnung bereit bekannten

von Rudolf Martin überzeugen. es uns auch, daß die glitcklichen ermögen, deren Höhe durch eine

" Buch der Minto Unter anderem Eigentümer vor mehr als sechsst Zahl ausgedrückt werden muß, auch unter den fern start vertreten sind. So sind die drei ersten erzahler Preußens, Legationsrat a. D. Dr. Gusta upp v. Bohlen u. Halbach, dessen Gemahlin ein 19 af 187 Millionen Mark geschätztes Vermögen und enkommen von 17 Millionen Mart bat, First Henker Donnersmarck, mit 177 Millionen Mart Vermögen 12 Millionen Mark Einkommen, sowie der Herzom Ujest mit 151 Millionen Mart Vermögen und illtonen Mark Einkommen, Mit­glieder des preu n Herrenhauses, in dessen Mitte fich auch noch einze Reihe weiterer Millionäre be= findet.

113. Kapitel.

Es scheint ausgeschlossen," sagte Herr von Bardekow, der merrn von Scharffenstein und Asses­for Mallmiz tin suchungszimmer war, es scheint Können ganz ausgeschloffenß wir in diesem Majewskt wirk lich den Haupttätt

Sine scheuß­

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Sache von

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schwerer Junge,

faßt haben. Er ist ja freilich ein ifte seiner Verbrechen, für die er bereits gebütßt haft eine recht stattliche Anzahl von Einbrüchen und stählen auf; aber es sind immer folche gewesen, eenen niemals Menschenleben in Frage gekommen Mit einer fast gewissenhaft zu nennenden Scheut dem Aeußersten, was ein Mensch

nem blauen gangen."

Person zu an Schuld auf laaden kann, aus dem Wege ge= te er hinzu: wandte Herr von arffenstein ein.

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Aber der Mehlt ihm doch gewiß nicht dazu," ,, Das ist wahr ist jedoch so unglaublich es - nicht fro Grundsäßen. Und dazu gehört auch der, daß ma ten Menschen töten dürfe. Man fteht hier einmal Einfluß des tn der Kindhett Er­altige Wirkung fürs ganze Leben on thm wurde nämlich seinerzeit tochen, und es hat sich settdem ein egen fedes Vergießen von Men­bet ihm eingeprägt."

lebten, das eine ausübt. Ein On auf der Landstraß grenzenloser Abfd fchenblut unauslö

,, Dann wund Diebstählen zurüc wurde doch wohl

,, Nein, das m aus Eifersucht."

mich nur, daß er nicht auch vor ft. Denn jener ermordete Onkel beraubt?"

cht der Fall. Es war ein Mord

" Schade!" sagallmit. Sonst hätten wir viel= Ietcht aus unt anerzogenem Widerwillen gegen Beraubung einen recher wentger auf der Welt." wurden durch den eintretenden er Fortführung ihres Gespräches

Die dret Her Kommissar Welde

Der Herzog von Ujest tst zugleich Mitglied des Reichstages, und zwar dessen reichstes Mitglied. An zweifer Stelle steht hier der Herzog von Arenberg auf Schloß Nordkirchen im Regierungsbezirk Münster. Er versteuerte 1908 ein Vermögen von 59 Millionen Mark und ein Einkommen von 2,6 Millionen Mark, das in­zwischen noch beträchtlich gestiegen ist. Vielleicht ist der ausländische, besonders der belgische Besitz des Herzogs aber noch größer als der in Preußen gelegene und versteuerfe. Sein preußisches Vermögen besteht nicht nur in ausgedehntem Grundbesitz, sondern auch in sehr wertvollem Bergreal. Unmittelbar nach dem Herzog von Arenberg marschierte 1908 der inzwischen verstorbene Reichstagspräsident Graf Franz v. Ballestrem, auf Plawniowitz im Regierungsbezirk Oppeln mit einem Vermögen von 56 Millionen Mark und einem Einkom men von 2 bis 3 Millionen Mark. Zu den reichsten Mitgliedern des Reichstages gehören gegenwärtig der Wirkliche Geheime Rat Dr. Willt v. Dirksen auf Grö­dißberg im Regierungsbezirk Liegnitz, der greife Po­lenführer Fürst Ferdinand Radziwill auf Schloß An­tonin bet Posen, dessen Vermögen 16 bis 17 Millionen Mark und dessen Einkommen 600 000 Mart beträgt, und der Fürst Haßfeldt, Herzog zu Trachenberg, mit einem Vermögen von 15 bis 16 Millionen Mark und einem Einkommen von 560 000 Mart, fowie der Frei­herr v. Gamp- Massaunen, der mit einem Vermögen vont 11 bis 12 Millionen Mark und einem Einkommen von 610 000 Markt der höchstbesteuerte Landbewohner im Regterungsbezirk Königsberg tst. Herr v. Gamp ist ein Schwager des durch seine gemeinnützigen Stiftungen großen Stiles bekannten Geheimrates v. Böttinger, Mitgliedes des preußischen Herrenhauses aus Aller­höchstem Vertrauen. Beide sind Schwiegersöhne des Begründers der Elberfelder Farbenfabrik, vormals Fr. Bayer, der Höchstbesteuerte in Elberfeld mit einem Ver­mögen, das 1908 13 bis 14 Millionen Mark betrug, und einem Einkommen, das 1908 710 000 Mart, im Jahre 1909 aber, infolge ungewöhnlich hoher Dividende, auf 1 200 000 Mart laglert wurde und im Jahre 1910 auf 745 000 Marf zurücksant.

Die Diplomatie ist, wie man weiß, in allen Län­dern eine kostspielige arriere. So treffen wir im diplomatischen Korps des Deutschen Reiches manchen Namen, der die Vorstellung von Millionen erweckt. Der reichste deutsche Diplomat dürfte der Attachee Albert v. Goldschmidt- Rothschild, von der Botschaft in London mit einem Vermögen von 38 Millionen Mark und einem Einkommen von 1 600 000 Mart sein. Von den preußischen Ministern darf der Landwirtschaftsminister Freiherr Klemens v. Schorlemer als der bei weitem reichste gelten. Seine Gemahlin, Freifrau Maria von Schorlemer, geborene Puricelli aus Trier, erbte erst in diesem Jahre noch einen erheblichen Teil vom Besize thres Onkels, des Kommerzienrates Karl Puricellt, der im Jahre 1908 ein Vermögen von 11 bts 12 Millionen Mark und ein Einkommen von 510 000 Mart sein eigen nannte und der höchstbesteuerte Landbewohner im Re­gterungsbezirk Koblenz war.

Die glücklichste Hand in der Anhäufung eines gro­Ben Vermögens hatte jedoch, so versichert Martin, Fürst Otto v. Bismarck, der erste Kanzler des Deutschen Ret­ches. Würde die teßt seinem Entel gehörende Fidelkom­mißherrschaft Schwarzenbeck, die Fürst Bismark als Kriegsdotation nach dem Feldzuge gegen Frankreich er­warb und die 7385 Heftar groß tst, von der nahen Stadt Hamburg angekauft und parzelltert, wie Berlin es vor einigen Jahren mit dem Fideikommiffe Buch tat, fo müßte der Erlös mehr als 100 Millionen Mart be­tragen. Ist die Schäßung richtig, so hätte der größte deutsche Politiker auch, gewissermaßen nebenbet, das größte Vermögen geschaffen, das femals in Deutschland von einem einzelnen ins Leben gerufen wurde.

Ein politischer Senfationsproz B.

Ein grausames politisches Verbrechen rief im Ot­tober 1910 in Kalifornien großen Aufruhr hervor: Durch einen Dynamitanschlag wurde das Gebäude der Bet= tung Times" in Los Angeles in die Luft gesprengt, wobet 22 nichtorganisierte Arbetter den Tod fanden.

Die Arbeitgeber gaben sich damals die größte Mühe, die Anstifter des Attentats, die man in Sozta­listenfreisen vermutete, zu ermitteln, der Gemeinderat von Los Angeles setzte 150 000 Mart, der kalifornische Staat 80 000 Mark Belohnung für ihre Ergretfung aus; doch anfangs war alle Mithe vergeblich. Endlich gelang es dem Detektiv Burns, gegen die als leidenschaftliche Sozialisten bekannten Brüder Macnamara so belasten­des Material zu sammeln, daß ste verhaftet und ange­flagt werden konnten. Die Sozialdemokratte Nordame= ritas tat aber wieder alles, um die Befretung der beiden Verhafteten durchzusetzen. In zahlreichen Versammlun= gen wurde die öffentliche Meinung bearbeitet und man fammelte nicht weniger als zwei Millionen Mark zur Ermittelung von Zeugen usw.

Vor wenigen Tagen hat nun der Prozeß eine über­raschende Wendung genommen, indem dte Brüder Mac= namara selbst eingestanden, das Attentat begangen zu haben. Einer der belden Brüder erklärte in seinem Ge­

unterbrochen, der bereits am vorhergehenden Abend die Festnahme der gesuchten Freundin Majewskis gemeldet hatte.

,, Wie machten Sie die Person ausfindig?" fragte thn der Untersuchungsrichter mit einem wohlwollenden Blick, der bet Herrn von Bardekom ein deutliches Miß­behagen auslöste.

,, Nichts leichter als das," verfette Weide vergnügt. Durch meine Nachforschungen hatte ich herausgefunden, daß die Gesuchte keine andere sein könne als ein sehr gewandtes und bis jetzt noch unbestraftes Mädchen, das wegen der Unschuldsmiene und Unbestraftheit den Spitznamen die fromme Helene" führt. Aber sie war nirgends aufzuspüren. Da tam mir die Meldung, daß fene Dame, die einen Hundertmartschein gewechselt hatte, gelbblonde Haare habe, zu Hilfe. Ich wußte, daß fie viel Sport betreibt, sich gern bet Segelpartien be­teiligt und eine ausgezeichnete Radlerin ist. Jetzt im Winter mußte sie sich wohl auf dem Etse tummeln, und so entdeckte ich sie schließlich auf der Eisbahn im Tier­garten. Trotz der gefärbten Haare und Augenbrauen erkannte ich sie fofort. Mein Physiognomiengedächtnis hat mich noch nte tm Stiche gelassen."

" Gut! Gut!" sagte Scharffenstein zweimal mit be­sonderer Betonung, was aus seinem Munde soviel wte eine hervorragende Belobigung war. Man führe He­lene Brandt vor!" gebot er dann dem auf ein Klingel­zeichen eintretenden Schußmann.

Die Verhaftete benahm sich ziemlich unbefangen und wollte sogleich das Wort ergreifen. Man merkte es thr an, daß sie keine allzu große Hochachtung vor der wohl­löblichen Obrigkeit befaß.

" Bitte, nehmen Ste Platz!" fagte Scharffenstein mit ironischem Entgegenkommen. Sie sind geborene Schle= flerin, nicht wahr?"

" Jawohl, ich bin in Beuthen geboren, aber tn Po­

ständnis, daß er nicht beabsichtigt hätte, trgend Jemand zu töten, das Uhrwerk der Höllenmaschine set so ge­stellt gewesen, daß die Explosion hätte erfolgen mitsfen, nachdem sämtliche Arbeiter das Gebäude verlassen hät ten. Leider set das Uhrwert zu frith abgelaufeit. Auch set das Unglück nicht so groß geworden, wenn nicht die Gasleitung geplakt wäre, wodurch viele Arbeiter getötet wurden.

Dieses Geständnis macht in Amerika ungeheure Sensation, und da man nun einen Anschlag der Sozial­demokraten zur Befreiung der Britder befürchtet, so werden umfassende Vorsichtsmaßnahmen getroffeit. Fünf bewaffnete Wächter stehen vor den beiden ellen, welche die Brüder Macnamara bergen, das Gebäude selbst wird von Militärabteilungen bewacht. Der Ge­heimpolizist Burns erklärte, daß noch andere sozialde­mokratische Fithrer in den nächsten Tagen als mitschul­dig verhaftet würden. Das Urteil im Prozeß soll am 15. Dezember gefällt werden.

Rußland und die Dardanellen.

Rußland hat fegt, wie aus Konstantinopel gemel det wird, zu den schon einige Zeit erwarteten Schritte ausgeholt und der Pforte eine Note überreicht, in der es flipp und klar die Forderung auf freie Durchfahrt der russischen Schwarzen Meerflotte durch die Meer­engen des Bosporus und der Dardanellen erhebt und verlangt, daß den Kriegsflotten der anderen Mächte der Zugang zu den Meerengen auch weiterhin verwehrt werde. Das russische Verlangen steht im Widerspruch zu den Pariser und Berliner Verträgen und der Lon Boner Konvention von 1871, in denen das Prinzip der Schließung der Meerengen für alle Kriegsflotten in Friedenszeiten ausdrücklich statuiert und dem Sultan nur für besondere Fälle das Recht, Ausnahmen zu gestatten, eingeräumt wird. In Kreifen der Pfort wird über die Angelegenheit durchaus Stillschweigen beobachtet. Nach sicheren Informationen hat die Pforte beschlossen, die russische Forderung auf Deff­nung der Dardanellen zurückzuweisen, da sonst Ruß­land eine prädominierende Stellung in Konstantinopel gesichert sei.

Ein Scharmützel an der türkisch- russischen Grenze.

Der türkische Kommissar der Gegend von Bejesid an der türkisch- russischen Grenze meldet, daß es bet der Ortschaft Mossun zwischen türkischen und russischen Truppen zu einem Zusammenstoß gekommen set, der großen Umfang annahm und bis zum frühen Morgen andauerte. Auf beiden Seiten traten die Kommandan= ten dazwischen, denen es gelang, die Einstellung des Feuers zu bewirken. Ein fürkischer Soldat wurde ge=" tötet, ein zweiter verletzt. Der türkische Kommandant verlangte Verstärkungen..

Flieger für Tripolis gesucht.

Die Pariser Flug- Fachzeitung Aerophile" veröf­fentlicht ein großes Inserat, worin Flieger für Ein­decker zum Militärdienst im Auslande gesucht werden. Die Flieger haben einen Kontrakt auf vier Monate ab= zuschließen und erhalten, wenn sie eigene Flugzeuge besitzen, monatlich 6000 Frcs., wenn ihnen jedoch Flug­maschinen erst angeschafft werden müssen, nur 2000 Fres. Alle Reparaturen im Laufe der Dienstzeit er= folgen fosten: 08. Im Falle des Verlustes oder der Vernichtung der Flugmaschinen erhalten die Flieger den vollen Wert zurückerstattet. Jeder Flieger, der nicht sofort in die fremde, nicht genannte Armee ein­gereiht wird, aber sich zu ihrer Verfügung halten muß, erhält am Tage seiner Einberufung eine Prämie von 500 Fres. Ferner wird allen Fliegern, die in den Dienst der betreffenden Armee treten, die Hin- und Rückreise vergütet. Die Meldung zum Eintritt hat bei einer internationalen holländischen Gesellschaft Avta­tor" zu erfolgen. In Pariser militärischen Streifen will man nun wissen, daß hinter diesem Inserat, das noch eine Menge non Einzelbetten bringt, die türkisch e Regierung stecke, die auf diese Weise eine Anzahl von Fliegern für Tripolis zu erhalten hoffe.

Persisches Ultimatum an Rußland.

Die Perser sind in der Verteidigung ihrer Selb­ständigkeit zum Aeußersten entschlossen. Die nationale Begeisterund ist so gewaltig und die Erbitterung über Rußlands Vorgehen so groß, daß sich Persien zu einem ultimatum an Rußland entschlossen hat. Darüber mel­det der Draft:

London, 6. Dezember. Die Morningpost" mel­det aus Teheran: Persien hat gestern an Rußland ein Ultimatum gerichtet, in dem verlangt wird, daß die russischen Truppen nicht über Kaspin unweit der rus­sischen Grenze vorrücken und daß Rußland sich ver­pflichtet, feine weitere Detachterung von Truppen an der Grenze vorzunehmen. Wenn die Forderungen nicht binnen 36 Stunden erfüllt werden, werde Persien die Offenfine ergreifen.

Troß diefer energischen Kundgebung wird Persien letzten Endes doch nichts anderes übrig bleiben, als gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Denn Ruß­land wird seine Ziele, unbekümmert um diese persische Drohung, weiter verfolgen.

sen aufgewachsen, wo mein Vater Obersteuereinnehmer war."

Leben Ihre Eltern noch?"

" Nein, sie sind beide tot. Ich war die einzige Loch­ter." Ste stockte.

Bitte, fahren Sie in Ihrer Lebensbeschreibung fort!" forderte der Untersuchungsrichter. Ich hoffe, Ste werden feine dunklen Punkte in Ihrem Leben haben, die. Ste verheimlichen müssen."

-

" Durchaus nicht," sagte sie selbstbewußt. Ich habe einen guten Unterricht genossen und wurde schließlich Erzieherin bet einem polnischen Grafen. Mein Vater war damals schon gestorben, meine Mutter folgte ihm bald nach, und so stard ich ganz allein in der Welt da. Ich hatte eine angenehme Stellung- aber die gnädige Frau wurde ohne Grund eifersüchtig auf mich, und ich mußte den Dienst verlassen. Von dort kam ich in der­selben Eigenschaft nach Danzig zu einer deutschen Fa­mille, wo es mir nicht besser erging. Der sechzehnjäh­rige Sohn eines Gesandtschaftsattachees, bet dem ich en­gagtert war, erschoß sich meinetwegen

" Weshalb?"

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Er verfolgte mich mit Anträgen, und ich wles ihit

Weide lächelte. Verzeihen Sie, Fräulein, diefer Fall ist mir bereits bekannt. Er soll wesentlich anderer Art sein, als ste ihn darzustellen beltebten. Ste waren dem Jungen Mann gegenüber durchaus nicht wie ein Eiszapfen, sondern verführten ihn zu allerlet törichten Ausgaben, um sich puzen und schmücken zu können. Der erzentrische junge Mensch griff dann zuletzt, als Sie ihn bet der Entdeckung des Verhältnisses durch seinen Vater dreist verleugneten, ja sogar anklagten, aus Verzweif lung zur Pistole-"

( Fortsetzung folgt.)