Deutscher Reichstag.
Am Dienstag dasselbe Bild wie am Tage vorher, erst eine Fülle von abschließender Kleinarbeit der sterbende Reichstag hat bis zuletzt reichlich Arbett- bann eine große Debatte, nur nicht so stürmisch wie am Montag. Den Anfang bildeten wieder Petitionen, Rechnungssachen, kleinere Gesetze, das Hausarbeitsgesetz, die Aenderung von Paragraph 114 a der Gewerbeordnung und die Aufhebung des Hilfskassengesetzes. Länger htelf der letzte Abschluß des Privatbeamtenversicherungsge setzes auf, bet dem u. a. noch ein Antrag Schulz( Rp.) angenommen wurde, als Ersazkassen zuzulassen Verficherungseinrichtungen, die vor dem 5. 12. 1911( statt 15. Oftober 1911) bestanden. Die Gesamtabstimmung ergab einstimmige Annahme. Noch eine Petition, dann Schluß für eine halbe Stunde, nachher Marokko.
Die neue Marokkodebatte.
wenige. Einer ging nach dem anderen, langsam, be= dächtigen Schritts, feiner frohen Herzens. Was wird die Wahl bringen? sann jeder in seinem Innern. Nur ganz wenige starfe Seelen schwangen fich zu einer Art Galgenhumor auf. Sie ließen absichtlich irgend einen Gegenstand im Kasten tegen, und sagten so leicht hin: Ach, den hebe ich mir hier auf, bis ich im Februar wiederkomme! Ob sich das Schicksal betrügen lassen wird? Herzliche Glückwünsche geben die Fraktionsdiener den Scheidenden mit auf den Weg... Einer nach dem anderen ist verschwunden. Da öffnet sich noch einmal die Tür. Ein Professor, der sich besonders für Rechnungssachen interessierte, erscheint auf der Treppe. Er ist der legte, er weilte, so lange es nur anging, im Wallotbau. Jezt drehen die Diener aber schon die Lichter aus. Seine Augen find rot. Er blickt immer und immer wieder nach dem Reichshause zurück. Er möchte so gerne noch Abgeordneter bleiben, aber seine eigenen Partetfreunde haben ihn nicht mehr aufgestellt. Sein Wahlfreis ist einer befreundeten Bartet abgetreten worden.
Rundschau oom Cage.
Politisches.
Der Kaiser hat sich am Dienstag nachmittag von Bleß im Sonderzuge nach Breslau begeben. Dort begab er sich sofort mit Gefolge im Automobil zum Offtzierskafino des Leibkürassier- Regiments Großer Kurfürst, Schlesisches Nr. 1, wo er das Abendessen einnahm. Vom Kaiser Wilhelmplaz durch die Kürassterstraße bis zur Kaserne bildete das Kurassier- Regiment Spalter. Der Kaiser wurde auf dem ganzen Wege von einer großen Menschenmenge mit Hochrufen begrüßt.
Die
Lindequiste Bosten bleibt zunächst unbesetzt. Berliner„ Germania" teilt mit, daß das Staatssekretariat im Reichskolonialamt vor den Wahlen nicht mehr besetzt werden wird. Alle Nachrichten über einzelne in Aussicht genommene Persönlichkeiten entbehren des tatsächlichen Hintergrundes und sind müßige Kombina= tionen.
Es handelte sich um die bekannten verfassungsrechtItchen Anträge vom Zentrum, Nationalliberalen und Fortschrittliche Volkspartet. Der Reichskanzler hob in feiner Rede noch einmal hervor: Die Zurückhaltung der Regierung fet nötig gewesen, sonst wäre man bek der Erregung des französischen Volkes nicht zur Einigung gelangt. Hätte er freilich voraus gewußt, daß auch die englischen Minister- wenn auch in durchaus versöhnlichem Ton jetzt öffentlich Stellung nehmen würden zu unsern Kommissionsverhandlungen, so hätte er nicht so lange geschmiegen. Das vielberedete Schweigen aber vom 4.- 21. Juli, das Deutschland von England vorgeworfen werde, sei beiderseitig gewesen, allerdings bann durch eine Kundgebung eines englischen Ministers unterbrochen worden, die ihrerseits erst recht Erregung geschaffen habe. Besorgnisse über die deutschen Absichfen fonnte England nicht gut haben, da es mti Frankreich im intimen Meinungsaustausch stand! Uebrigens habe es dem Vorgehen Frankreichs und Spantens ge= genüber keine Besorgnisse gehabt! Hätte man aber auch hur unserer ausdrücklichen Erklärung vom 1. Jult in England mehr geglaubt, so wäre die Spannung vermieden worden. Unser Ziel berührte keine englischen Interessen und England habe denn auch amtlich uns beim Abschluß der Verhandlungen seine Befriedigung ausgedrückt. Wi hätten den Wunsch nach guten Be= ziehungen zu England, erwarteten aber von der englischen Regierung positive Betätigung desselben Wunfches. England verlangt Rücksicht, wo seine Interessen in Frage fämen, dasselbe verlangten aber auch wir, es fet uns indeffen nicht immer zugestanden worden. Jezt gelte es für uns, die nationale Stimmung in Deutschland als gute Frucht der bedrohlichen vergangenen Monate festzuhalten; um start nach außen zu bleiben, möchten wir die Einigkeit in allen großen nationalen Fragen bewahren! Aus dem Hause sprachen Graf Westarp( Konf.), Bebel( Soz.), Baffermann( NI.), Schrader( Fr. Vp.), Fürst Hakfeldt( Reichspartet) und Lattmann( Wirtsch. Vaa.) Alle Redner verzichteten darauf, fetzt noch lange Reden zu halten, fie begnügten ich vielmehr, mit Ausnahme des Abgeordneten Bebel, festzustellen, daß sie ihre Ansichten über den Gang der Marokkoverhandlungen zwar nicht geändert haben, daß ie aber mit der Haltung der Regierung, wie sie jest der Kanzler festgelegt hat, einverstanden sind. Damit ist der Boden berettet fitr ein besseres gegenseitiges Verständnis in der Zukunft, und dazu mag die fast einstimmig gegen 5 konservative Abgeordnete erfolgte Annahme der Aenderung des Schußgebietsge= febes, die für die Zukunft ähnliche Verträge der Zutimmung des Reichstages unterstellt, das ihrige bet= tragen.
Der Schluß.
Dann sentte sich langsam der Vorhang. Abschiedsworte der Dant des Hauses und der Kanzler holte aus der roten Mappe die mit dem kaiserlichen Infiegel gezeichnete allerhöchste Botschaft hervor, die die Reichslagssession am 5. Dezember schließt. Kräftig erklang, während die Sozialdemokraten fluchtartig den Saal verIteßen, das Kaiserhoch, und unter allfeltigem Abschiednehmen leerte sich langsam der Saal.
Reichstagsabschied.
Fenersbrunst im Krönungslager in Delhi. Das große Zelt, in dem der englische König die indischen testen bet feiner Aufunft empfangen wollte, iſt durch eine Feuersbrunst zerstört worden. Das Zelt ist unerfeßlich wegen der Pracht seiner Dekorationen. Dies ist die zweite Feuersbrunst in dem Krönungslager. Die Entstehungsursache ist unbekannt. Die Vernichtung des Zeltes wird das ganze Programm in Indien beeinflussen.
Zum Präsidenten der neu zu bildenden Reichsver= ficherungsanstalt für Privatangestellte ist der Köln. 3tg." zufolge Geheimrat Beckmann aus dem Reichsamt des Innern ernannt worden. Zum Vorsitzenden des Schiedsgerichtshofes foll Geheimrat Koch aus dem Reichsamt des Innern ernannt werden. Das Versicherungsamt soll am 1. Januar 1913 in einem Berliner Vorort errichtet werden.
Der angebliche deutsche Spion. Der als Spion in Portsmouth verhaftete angebliche Kapitän der deutschen Handelsmarine Heinrich Große ist tdentisch mit einem Abenteurer Große, der vor einem Vierteljahr die Berfiner Gerichte beschäftigte. Erst im September hatte er sich vor einer Berliner Straffammer wegen Betruges, Heiratsschwindels und Unterschlagung zu verantwor ten und wurde wegen Unterschlagung zu einem Monat Gefängnis verurteilt. Er hat eine höchst abenteuerliche Vergangenheit und ist niemals Offizier der KriegsHandelsmarine gewesen.
Gouverneur Gleim ist nicht verstimmt. Der„ Berl. Börsencourier" versichert, daß die Meldung der„ Voss. 3tg." über eine Verstimmung des Gouverneurs Gleim von Kamerun wegen des Kongoabkommens unzutreffend set. Gouverneur Gleim befindet sich auf dem Wege nach Deutschland, um hier an den Beratungen über die Verwaltung in dem neuen Gebietszuwachs Kameruns teilzunehmen
Ein Gasometer in die Lnft geflogen. In Borsigwald bei Berlin ist Dienstag nachmittag in dem Fabrikgebäude der Firma Mindaus, Eismaschinen- Aktiengesellschaft, ein Gasometer, der etwa 800 Kubikmeter faßte, durch eine Explosion in die Luft geflogen und in fich zusammengestürzt. Verletzt wurde niemand. Die Explosion wurde anscheinend durch einen Funken hervorgerufen.
Eine Friedensrede Greys. Der englische Staatssekretär des Auswärtigen Sir Edward Grey erflärte in einer Rede in Portsmouth, wenn Frankreich und Deutschland thre Streitfragen hinsichtlich Marokkos geschlichtet hätten, so würde ein solches Resultat eine wohltätige Wirkung auch auf die englisch- deutschen Beziehungen haben.
Sie find gegangen! Das Reichshaus tst leer. Scheuerfrauen tummeln sich, wo man sich eben noch politische Boshetten an den Kopf warf. Die Reichsboten pon 1907 find nicht mehr. Es waren trübe Augenblicke, diese letten Tage der scheidenden M. d. N.". Augenblicke voll böser Ahnungen und wehmütiger Erinnerun gen. Gar mancher ging feuchten Auges noch einmal durch alle Räume, Säle und Sälchen. Leise zitterte seine Hand, als er zum letzten Male den bronzenen Zigarrenanzünder in Tätigkeit setzte, ditfter stellte er in der Bibliothek das letzte Wert, in dem er eben noch geblät tert, in das hohe Regal zurück. Ein westdeutscher Oberlehrer von der Rechten, der gar keine Aussicht hat, wtebergewählt zu werden, schluchzte sogar laut auf, als er seinen Schubkasten leeren mußte. Mit einem heiteren Lächeln zogen nur die von dannen, die freiwillig auf ein neues Mandat verzichtet haben und deren find nicht
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Aus Eifersucht.
Roman von Mar Hoffmann.
( Nachdruck verboten.)
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Folgenschwere Pulvererplosion. In einer Fabrik für Feuerwerkskörper in Rosario auf den Philippinen erfolgte eine furchtbare Bulverexplosion, durch welche ein Gebäude eingeäschert wurde. Fünfzehn Personen fanden dabei den Tod, mehrere wurden schwer verletzt. Die Verhandlungen zwischen den Metallindus striellen und dem Metallarbeiterverbande in Berlin dauerten gestern bis spät abends. Die Arbeitgeber haben eine Reihe weiterer Zugeständnisse gemacht, von deren Annahme durch die streifenden Former es abhängen wird, ob der Streif beendet und damit die Aussperrung aufgehoben wird.
Ueber Rußlands Absichten in Perften heißt es in Londoner Meldungen: Rußland set auf alle Fälle entschlossen, den abgesezten Schah Mohammed Alt wieder auf den Thron zu bringen. Von dieser Absicht werde man sich in Petersburg durch nichts abbringen lassen. Der Erschah befindet sich gegenwärtig in Asterabad, wo er die Entwickelung der Dinge abwartet. Man glaubt in der türkischen Hauptstadt, daß Rußland und Großbritannien nunmehr ein Protektorat über Persien errichten werden, ungefähr in der Art, wie das Frankreich und Spanien über Marokko zu tun gedenken.,
„ Ich wäre nicht abgeneigt, Herr von Prizelwit," fagte sie herablaffend.
Die Revolutionäre in China haben fett in Nanfing thr Hauptquartier aufgeschlagen. Unter den Führerit ist es zu Streitigkeiten darüber gekommen, wer den Oberbefehl übernehmen soll. Viele Personen sind infolge des Verdachtes, zu den Kaiserlichen zit gehören, enthauptet oder erschossen worden.
,, Besten Dank, gnädiges Fräulein! Dann schlage tch vor, wir setzen uns in das nächste Auto, das wir finden und fahren erst zur Sakuska nach einer hübschen Bar."
,, Angenommen!" rief Müller und zehn Minuten später fuhren alle dret die Linden entlang.
Kleine Nachrichten.
Aus den Gerichtssälen.
Ueber einen unglaublichen Fall von Kurpfuscheret wird aus Sachsen berichtet. In dem Dorfe Hohendorf wirkt schon seit langer Zeit ein Maurer als Wunderdoktor, der trotz einer Bestrafung wegen Betrugs und troß der maßlosesten Schwindeleten, die er sich offenkundig in der Ausübung seines sogenannten Heligewerbes zu Schulden kommen läßt, doch in weiten Kretsen der Landbevölkerung im Rufe eines überaus erfolgreichen Heil künstlers steht und dementsprechend das Vertrauen in tener Gegend im weitesten Umfange ge= nießt. Kürzlich hatten nun Verwandte einer getstesfranken Frau diesen Wunderdoktor herbeigerufen, um ste von ihrer geistigen Umnachtung zu befreten. Der Wunderdofter verfehlte nicht, zit versichern. daß er ge= rade für solche Leiden im Besiz überaus wirksamer Mittel wäre. Daraufhin wurde ihm dann die Behand= lung der Frau übertragen. Diese bestand zunächst darin, daß der Patientin die Haare vom Kopfe abgeschnit ten wurden. Dann nahm der Heilkünstler zwet schwarze Hennen, denen er bet lebendigem Leibe die Bauchie dern ausrupfte und dann den Bauch aufschnitt, sodaß Ste Därme heraustraten. Darauf band er zunächst eins der Hühner der Frau noch lebend auf den Kopf. 9 etwa einer halben Stunde war die Henne verendet und nunmehr wurde die zweite in der gleichen Weise aut den Kopf der Irrsinnigen festgebunden. Während dieser Prozedur kam ein Verwandter der Frau hinzu und machte dem Unfug ein Ende, indem er das Huyn tötete. Der Wunderdoktor aber wurde dem Gericht übergeben. Und da wir in Deutschland nicht im Besitz eines Kurpfuschergesetzes sind, war das Gericht nur in der Lage, den Gauner wegen Tierquäleret zu bestrafen. Daß er hierbei mit einer Strafe von 4 Wochen Haft davonkami, wird man lebhaft bedauern müssen.
Kaiserspende für die Ueberschwemmten in Blumenan. Der Kaiser spendete zugunsten der durch die Ueberschwemmung in Südbrafilten Geschädigten 10 000
Mark.
Die Diphtheritisepidemie in Berlin ist dauernd im Wachsen. Wöchentlich werden amtlich 250 bts 260 Fälle angemeldet, die durchweg schwerer als gewöhnlich sind. Die Evidemte grassiert besonders in den nördlichen und nordöstlichen Stadtteilen.
Ste hatten es nicht bemerkt, daß schon seit geraumer Bett ein großer, kräftiger Herr auf der einen Brücke, von der man die unten hindurchsausenden Paare bewundern konnte, gestanden und die Augen nicht von der gelbblonden Dame verwandt hatte. Jetzt fuhr dieser Berr in einem Automobil hinter ihnen her und betrat gleich nach ihnen die Bar, wo sie bereits Platz genom men hatten.
234 franzöfifche Armeeflugzeuge. Einen sehr umfangreichen aviatischen Bart wird die französische Heeresverwaltung erhalten. Von dem von der Kammer kürzlich bewilligten Kredit wird die franzöfifche Armee im kommenden Jahre 234 Flugzeuge zur Verfügung haben.
Die Dame hatte das enganschließende Pelzjackett und die kleldsame Belzmüße abgelegt und als sie nun In bloßem Kopf und dunkelblauer Bluse dasaß, erkannte fle der nachgefolgte Herr jedenfalls noch besser als vorher. Er nickte befriedigt vor sich hin und trat dann zu dem Wirt, dem er einige Worte zuflüsterte.
Brizzelwitz hatte während der Zeit den Oberkellner herbetgewinkt und eine große Platte bestellt. Bringen Ste lauter hübsche Kosthäppchen, Kaviar, Hummer und solche Chosen. Sie wissen ta!"
Der Wirt zog die Augenbrauen hoch.„ Hter in meinem Lokal? Ist mir sehr unangenehm, Herr Kommissar."
Seten Sie unbesorgt! Ich werde die Sache so unauffällta wie möglich machen."
Der Mann int Frack verneigte sich und Prizelwitz rief ihm noch nach:„ Natürlich auch eine Flasche Roederer, aber etwas plöglich!"
Da trat der fremde Herr an die drei fröhlichen Menschen heran, sagte zu der Dame gewandt:„ Helene Brandt, Sie sind verhaftet, kommen Ste mit mir!"
Affeffor Müller blickte erschrocken auf, und Prizelwig reckte sich entrüstet gerade:" Herr, sind Sie des Deutbels? Was fällt Ihnen denn ein? Die Dame heißt Hedwig von Below."
Vermischtes.
Der Kaiser als Bate. Die traditionell engen Bes ztehungen zwischen dem Monarchen und dem GardeJäger- Bataillon in Potsdam finden test in der Uebernahme der Batenstelle beim ersten Sohn des Kommandeurs wiederum ihren Ausdruck. Dem Oberst leutnant Grafen Conrad Finck von Finckenstein, der sich im Voriahre vermählte, wurde am 1. November der erste Sohn geboren, und der Katser hat sich berett erklärt, die Batenstelle zu übernehmen. Die Taufe findet am 12. Dezember im Heim des Regimentskommandeurs in Anwesenheit des Kaifers, der auch den Namen des Täuflings bestimmen wird, statt.
Regen Sie sich, bitte, nicht unnüß auf, metu, Herr!" versetzte der andere.„ Mein Name ist Weide, Kriminalkommnissar. Diese Dame hat Ihnen einen falschen Namen angegeben und wird mir sofort folgen. Ste weiß, weshalb."
Die Dame stieß einen schrillen Schret aus und ftel in Ohnmacht. Prizelwit wollte weiter den Kavalier spielen.„ Aber Ste sehen doch,“ fing er an.
Der glückliche Gewinner der Prämte von 300 000 Mart, die am Sonnabend nachmittag auf das Los Nr. 175 467 neben dem Gewinne von 3000 M. in der letzten tehung der 5. Klasse der Preußischen Staatslotterte ftel, ist der Fleischermeister Albert Tietz in Berlin. Meister Tiek spielte allein, wie die Allgem. Fleischer3tg." mitteilt, das ganze Los und erhält somit die ganze
,, Ste verstellt sich," erklärte Welde mit unerschütt= terlicher Ruhe. Er besprizte sie mit Eiswasser aus dent bereits herbeigebrachten Settkühler, und sie schlug auch bald die Augen auf.
Wo bin ich?" frug fie erschöpft. Weide lächelte.
Weder im Beatricenheim, noch in der Villa Marleben, mein Fräulein, sondern in einem Lokal, von dem Sie mir nach dem Polizeipräsidium folgen werden."
hinaus, daß Weide Mühe hatte, an threr Seite zu blet ben. Er hatte seinen Wagen draußen halten lassen, und als Prizelwitz und Müller sich von ihrer Ueberraschung allmählich wieder erholt hatten, fuhr Weide mit der Verhafteten bereits in rasendem Tempo davon.
„ Dann nur schnell," sagte ste entschlossen.„ Es ist zweifellos ein Irrtum, der sich sofort aufklären wird. Leben Sie wohl, meine Herren!"
Ste ergriff Jackett und Velamütze und schritt so etlta
,, Was war das?" fragte Prizelwiß naiv. Können Ste mir das erklären, Iteber Müller?"
Der Assessor fragte sich hinterm Ohr.„ Eine scheußItche Geschichte! Da sind wir reingefallen. Sie fennen doch aus den Erzählungen von Mallmit die Sache von der Villa Marleben und der falschen Diakonissin?" „ Sollte ste das etwa gewesen sein?" " Freilich! Scheint eine ganz raffinierte Person zu fein. Seien Ste froh, daß Sie noch so mit einem blauen Auge davongekommen sind. Ich glaube, die hätte sie ge= hörig hoch genommen." Und bewundernd setzte er hinzu: " Wte famos sie doch schließlich noch ihren Abgang gedetchselt hat!"
Den Rittergutsbesitzer und Leutnant der Reserve überrieselte es bei dem Gedanken an den Mord. Wetter noch einmal! Das hätte eine eklige Affäre werden
tönnen.
„ Cieber Müller," sagte er mit matter Stimme ,,, mtr ist ganz schwach bei diesent Ereignis geworden. So eine hübsche Larve, etne wahrhaft vornehme Erscheinung, und doch hätte einen das Mädel in des Teufels Küche bringen können. Worauf soll man sich denn da in aller Welt noch verlassen? Der Appetit ist mir gänzlich vergangen, übernehmen Sie nur die Prepelet, ich werde mich heute an den Sorgenbrecher halten und mir vor Aerger einen andudeln."
her Famille S ufig genect Er ermordet h auf den Kopf i ren feines Ver Luftiges vo mollert folgend Schauspieler vo Streftor, Herr Mein Patient, Einstlerische Tä
Und während Assessor Müller sich voll Sachkenntnts über die Delikatessen Hermachte, stürzte er als EinIettung zu seinem erhabenen Vorsatze eine volle Schale Champagner binunter.
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In welcher Bohlstand im von fann man
am Lefer aus Puch der Min Enter anderem Eigentümer vo wehr als sechs ich unter den
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D. Dr. Gust leemahlin ein 1 Leermögen und at, Fürst Henfe art Vermögen wie der Herz ermögen und
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