Alle abgebildeten Modelle können leicht im Haufe gefchneidert werden
mit Hilfe von favoritfchnitten.
Zu beziehen durch die hielige Verkaufsitelle: Alex. Salomon& Co., Schulstraße.
Das Reich der Frau.
Außer der Modell- nummer gebe man bei Beftellung von Schnittmustern der Internationalen Schnittmanufaktur zu Dresden- n. 8, 29-31 als Maß an: für Tallen die Hälfte der Oberweite, für Röcke die ganze Hüftweite, die, wie die nebenitehende Abbildung zeigt, zu nehmen find.
11, XIX.
Roßlüm mit Schneiderjacke
Av. 19012.
Unsere Herbstkleidung.
Die längeren und kühleren Abende mahnen uns, an unsere Berbst. toilette zu denken und Umschau zu halten, welche Ueberraschungen die Modekünstler für uns in Bereitschaft haben. Nun, eigentlich sind wir nicht geradezu überrascht", d. h. es werden uns heine so bizarren Dor bilder geboten, wie es in der vorigen Saison der Sall war. Man denke nur an den Hosenrock und an die unterhalb des Knies zugeschnürten Rocke, die mit Recht den Namen„ Bumpelrock" verdienten. Zum Glück bewegt sich dieses Mal alles in soliden Bahnen, obwohl wir eine großze Auswahl in der Sarbe, dem material, Schnitt und der Garnitur unserer Berbstkostüme bemerken. Was das Straßenkostüm anbetrifft, so zeichnet es sich besonders durch Gediegenheit der Stoffe aus, es scheint, als ob die Konfektion es endlich verschmäht, billiges, leicht vertragenes Jeug auf den Markt zu bringen. Wer sich seine Kleider selber anfertigt und die Bausschneiderei dem fertig Gekauften vorzieht, kann ja auch gern
1965
Raftim mit balblanger Jade urit geschweiften englischen fladten v. 1905.
Frauen!
5600
Reformkleid mit Bolero Nr. 5600.
etwas mehr Kosten auf das Material ver. wenden, Ivas fich mit der Zeit in augenschein licher Weise be. zahlt macht. Durch die Ver. schiedenartig. keit der Röcke und Jacken kann jeder seiner Indivi. dualität freien Lauf lassen und das Wort Nietzsches: „ Das Charak teristische des Modernen ist das Indivi. duelle" beherzigen.
Unsere Mo delle zeigen so recht, wie ver. schieden wir die Kleidung, die an und für sich doch denselben Namen Straßen kostüm" trägt, gestalten
und
fie dabei doch
in dem Rahmen
des Soliden und Einfachen halten können. Sür warme Berbsttage
Re
eignet sich das Prinzeß, form und Em. pirekleid auch ohne Mantel oder Jacke gut als Straßen. kostüm, natür. lich unter Bin zufügung eines hübschen Pelzkragens oder einer sonstigen Ergänzung der Straßentoilette.
Bei dem aus Rock und Jackett be. stehenden An. zug dürfen wir auch die Bluse nicht uner. wähnt lassen, sie ist und bleibt ein unentbehr. liches Requisit unserer Kleidung und namentlich des Kostüms. Gerade jetzt wieder ist ihr die liebevollste Aufmerksamkeit zuteil geworden, denn nur Lust und Liebe zur Sache konnten diese unendlich vielen Abstufungen erstehen lassen, die alle unter dem Sammelnamen Bluse" zusammengefaßt werden und für Schnitt, Stoff und Ausstattung den weitesten Spielraum gestatten. Man behäkelt, man bestickt, man bemalt sie und das letztere besonders, seit wir in der Schablonenmalerei die wirklich echten, waschbaren Belios. farben verwenden, die in der Wäsche sogar häufig noch schöner werden. An einigen kleinen Gegenständen, wie an Gürteln, Jabot und Pompadour bringen wir eine Probe dieser interessanten Arbeit, die sich auf die vielseitigste Art für Garderobe, Decken, Vorhänge, Kissen und sonstige Gebrauchsgegenstände verwenden läßt.
Beschreibung der Bilder.
B. G.
3wei Straßentoftime. Das erste Kostüm r. 19012 zeichnet sich durch die vornehme Schneiderjacke aus, der sich die Garnitur des Rockes entsprechend anschliefzt. Das Modell wurde aus prunefarbenem Tuch gearbeitet, die sich kreuzenden Garniturteile am Rock und an der Jache jedoch aus fchwarzem Sammet gefertigt. Die mit englischen Nähten eingerichteten Dorderteile der Jacke zeigen einen doppelreihigen Knopfschluß. Kragen und Revers wurden aus dem Tuchstoff gearbeitet, können jedoch auch aus dem Sammet gefertigt werden. Der Rock hat durchgehende Vorder und Binterbahn, und die Garniturteile find wie die der Jacke mit nöpfen besetzt, denn Knöpfe bilden einen beliebten Auspatz für moderne Kostüme. Der Schmitt
dis Jacketts ist unter Nr. 19012 in 40, 42, 44, 46, 48, 50, 52, 54, 56 cm halber Oberweite zu beziehen für 60 Pf., der des Rockes unter Nr. 3244 in 96, 100, 104, 108, 112, 116, 125 cm Büftweite für 80 Pf.
Das Straßenfostüm Nr. 1965 ist aus blaugrün kariertem Wollstoff gearbeitet, von dem sich der dunkelblaue Sammet. kragen vorteilhaft abhebt. Sehr schick wirkt die geschweifte Linie an den Vorderteilen, mit der die Rückenteile, sowie Vorder und interbahn des Roches harmonieren. Bei diesem treten angeschnittene Patten auf die in Salten gelegten Seitenbahnen. Die mit dem dunkelblauen Sammet überzogenen nöpfe heben sich durch angefügte Soutacheschlingen vorteilhaft ab. Die Jacke ist unter Nr. 1965 in 42, 44, 46, 48 cm halber Oberweite für 70 Pf. zu beziehen; der Schnitt des Rockes unter Nr. 3206 in 96, 100, 108, 116, 125 cm Süftweite für 80 Pf. Doppelreihige Sadjade mit langem Schalkragen r. 1979. Gelbbraun melierter Diagonalstoff, dunkelbrauner Sammet und große, braunpolierte Bolzknöpfe bilden das Material zu der bequemen Jacke. Der lange Schalkragen und die breite Blende am unteren Rand sind aus dem abstechenden Sammet gefertigt. Der von der Schulter ausgehende und bis zur Brusthöhe reichende Ausnäher verleiht der Jacke eine besonders gute Sorm. An den langen, enganliegenden Aermeln sehen wir die Manschette durch zwei Stepplinien. geformt. Der Schnitt ist unter nr. 1979 in 40, 42, 44, 46, 48, 50 cm halber Oberweite für 60 Pf. vorrätig.
6428
Nr. 6428.
Reformmtleid mit Bolero Nr. 5600. Dieses Reformkleid entbehrt so ganz den Beigeschmack des Sack artignachlässigen, das viele noch mit dem Begriff, Reformkleid" verbinden; es präsentiert sich vielmehr infolge des guten Schnitts und der sorgfältig gewählten Ausstattung als durchaus schlank und fließend. Der schwarze Tuchstoff wird an den
1979
Doppelreihige Sadjade ar. 1979.
weißen Ringen wurde als material zu dem modernen Pompadour verwandt. Schablone und Schnitt sind unter S. 81 für 75 Pf. erhältlich.
Jabot mit Schablonenmalerei S. 104. Sür schlichte
Blusen und
Taillen bildet das Jabot eine schicke Ergänzung. Es kann aus leichtem Waschstoff oder Waschseide ge fertigt und mit dezenten Sarben, die bei jedem Kleid passen, be. malt werden. Schnitt nebst fer. tiger Schablone find für 50 Pf. zu beziehen. Es fei nochmals be. merkt, daß alle genamten Scha. blonen nicht nur zu den beschriebe nen Gegenständen, fondern auch zu anderen Arbeiten benutzt werden können und daß die verwandten Sarben durchaus waschecht find.
Beachtet, lefet und abonniert die Empfeblt bei den Geschäftsleuten die
Schrägschließende Bluse v. 6428.
Seitenbahnen mit hüb. schen Soutachestreifen besetzt. Durch zwei Längsreihen Spitzen erscheint der breite, viereckige Ausschnitt aus weißem Tüll schmäler, wodurch der aus schwarzer Spitze geformte Rollerbesatz sehr apart wirkt. Volle Siguren werden durch dieses Kleid entschieden schlanker erscheinen, womit natürlich nicht gesagt werden soll, daß es nicht auch für Schlanke passend ist. Der Schnitt ist erhältlich unter nr. 5600 in 44, 48, 52, 56, 60 cm halber Oberweite für 1,25 m. Das Soutachemuster, das jede Dame selber ausführen kann, ift zu beziehen unter Пr. 31 238 zum Preise von 1,20 m.
Schrägschließende Bluse nr. 6428. Schwarzer Popeline mit feinen cerisefarbenen Seidenstreifen und dazu passende Seide, sowie weißer Spitzenstoff wurden zu dieser hübschen Bluse verwandt. Um nicht durch die an den angeschnittenen Kimonoärmeln laufenden Querstreifen der sonst in Längs streifen gehaltenen Bluse die schlanke Sorm zu beeinträchtigen, find den Aermeln Besatzteile aufgesetzt, die die Querlinien durchschneiden. Seide begrenzt als Vorstoß diese Besatzteile und mit gleicher Seide sind auch die Knöpfe überzogen. Der ebenfalls aus Seide gefertigte schmale Umlegekragen fetzt fich als einseitiger Revers fort. Während das linke Vorderteil bis zur Mitte reicht, greift das rechte zu schrägem Schluß über, wodurch ein einseitiger Latz entsteht, der aus dem Spitzenstoff geformt wird. Stehkragen und hohe Aermel manschetten sind ebenfalls aus Spitzenstoff gearbeitet. Ein aus der cerisefarbenen Seide hergestellter aparter Gürtel mit seitlichen, langen Schärpen schließt sich einheitlich dem Ganzen an. Der Schnitt zu dieser Bluse ist zu beziehen unter Ir. 6428 in 44, 46, 48, 50, 52, 54 cm halber Oberweite für 60 Pf.
Wer es liebt, seiner Kleidung eine persönliche note zu geben, wird es vermeiden, die sogenannte Stapelware für fic zu benutzen, sondern es vorziehen, seine Kleidungsstücke indivi Sueller zu gestalten. Zu diesem 3wecke empfiehlt es sich, auch die Schablonenmalerei zu berücksichtigen, die wir an nach folgenden Gegenständen angewandt sehen.
Der Gürtel S. 16 ist aus loser, weißzer Seide, die nach der Bemalung mit steifer Einlage und Sutter versehen wurde, ge arbeitet. In mattrosa und hellgrün gehalten, treten die Ornamente auf dem weißen Grund leuchtend hervor, ohne jedoch auffallend zu wirken. Die fertige Schablone ist unter S. 16 für 50 Pf. zu ziehen und auch für Blusen, Schürzen, Decken u. a. zu verwenden. Der Gürtel S. 17 ist aus losem Leinen mit entsprechendem Sutter gearbeitet und mittels der fertigen Schablone in hellbraun und heliotrop gemalt. Die Schablone ist unter S. 17 für 60 Pf. zu beziehen.
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Pompadour S. st. Bellblaue Waschseide und dasselbe Material im dunkleren Ton als Sutter, sowie dazu passendes Band nebst
3wet Gürtel mit Schablonenmalerei S. 10, 8. 17.
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Pompadour mit Schablonenmates&
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Jabot mit Schablonemmato
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