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Burengeneral Cronje gestorben.

Der frithere Burengeneral Piet Cronie ist im Alter von 73 Jahren auf seiner Farm Makemsvles im Distrikt Klerksdorp in Südafrika gestorben. Die hinterlassene Wit­we, seine zweite Frau, ist eine Deutsche.

Rundschau vom Cage.

Politisches.

Des Kaisers Mittelmeerreise. Wie der Preß- Tele­graph" erfährt, wird der Kaiser bereits Ende dieses Mo­nats in Begleitung des Oberhofmarschalls Grafen zu Eu­lenburg seine Korfureise antreten. Es schweben mit der Bahnverwaltung zurzeit Verhandlungen wegen Einstel lung eines Sonderzuges nach Genua; von dort dürfte der Monarch voraussichtlich auf der Hohenzollern" seine Reise fortsetzen.

Eine faiserliche Kabinettsorder über die Besichtigun­gen in der Armee bestimmt, daß diese Besichtigungen nicht gar zu häufig vorgenommen werden sollen und daß den Regiments- und Bataillonsfommandeuren von den höhe: ren Vorgesetzten bei der Handhabung der Besichtigungen fleinerer Verbände nicht zu viel dreingeredet werden solle. Das wesentlichste moralische Moment der neuen Kabi­nettsorder dürfte auf dem Nachdruck ruhen, mit dem betont wird, daß den Bataillons- und Regimentsführern die Jni­tiative nicht durch allzu viel Beschränkungen von oben her gelschwächt werden möge.

Mit dem: General Cronje is eine interessante Persön­Itchkeit de salten Transvaalstates, die zurzeit des letzten Burenkrieges in aller Leute Mund war, aus dem Leben geschieden. Oft wurde er mit Stolz der Löwe von d- afrita" gemannt, obwohl er den Ruhmestitel eines un­besiegbaren Freiheitshelden nicht verdient hat. Schon in früher Jugend ha ter sich unter Leitung seines Vaters, der sich als Kommandant im Burenkriege während der sechziger Jahre große Verdienste erwarb, zu einem tüchtigen Soldaten ausgebildet und frühzeitig die Würde eines Kom= mandanten erlangt. Als sich die Buren im Jahre 1880 ge= gen die Engländer erhoben, brachte er diesen mit seiner Truppe bei Potchefstroom die erste Niederlage bei. Seit den Siegen von Maiuba und Doorn'oop( 1880) war er neben Joubert und General Smit der populärste Truppenführer feines Heimatlandes. Ihm gelang es 1896, den Einfall Ja­mesons bei Krügersdorp zum Stehen zu bringen, aber sein eigenmächtiger Abschluß der Kapitulation mit dem engli­schen Oberst Willoughby fand bei seinen Landsleuten vielen Tadel. Nichtsdestoweniger wurde ihm beim Ausbruch des Burenfrieges im Jahre 1899 mit dem Kommando über ein Korps von 6000 Mann eine wichtige Rolle übertragen. Nach mancherlei Erfolgen, und siegreichen Kämpfen am Modder­fluß( 28. November) und Magersfontein( 11. Dezember 1899) gegen die Engländer unter Lord Methuen, mußte er fich vor dem General French zurückziehen und bei Paarde­berg am 27. Februar 1901 mit 4300 Mann ergeben. An die­fer Niederlage der Buren, die ihrer Sache den schwersten Schaden zufügte, trägt Piet Cronje zum größten Teil selbst die Schuld. Cronje selbst mußte mit seiner Frau in die Gefangenschaft nach der Insel Helena gehen, von wo er erst nach dem Friedensschluß in die Heimat zurückkehren konnte. Arm, wie er war, verschmähte er es im Jahre 1904 nicht, das Anerbleten eines amerikanischen Unternehmers anzu­nehmen und auf der Weltausstellung zu St. Louis mit einer Mietstruppe die Freiheitskämpfe seines Volkes, an denen er selbst Anteil hatte, szenisch darzustellen. Doch blieb der materielle Erfolg aus; denn das Interesse für den Helden von Paardeberg hielt nicht stand. Stark enttäuscht fehrte Cronje mit seiner zweiten Frau, die er als Witwe des deutschen Burengenerals Sterzinger in St. Louis kennen gelernt hatte, auf seine Farm in Transvaal zurück. Dort ist er jetzt, Hochbetagt, gestorben. Von Person war er ein echter Bure, rauh, bäuerisch und derb, aber auch ein Mann von Hefer, puritanischer Frömmigkeit, im Guten und Bösen ein echtes Kind seines südafrikanischen Volksstammes

Nachklänge zum Schröder- Prozeß.

die Polizisten, die zur Hilfe herbeieilten, wurde von den Kameraden des Mörders ebenfalls geschossen, wobei zwet Polizisten getötet wurden.

Zu der Annahme des Zuwachssteuergesetzes durch den Reichstag wird halbamtlich geschrieben: Für die gedeih­liche Entfaltung der neuen Abgabe wie überhaupt des ganzen ihm zugrunde liegenden gesetzgeberischen Gedan­fens ist von wesentlicher Bedeutung, daß es nunmehr ge= lingt, die Ausführungs- und Veranlagungsbestimmungen den Bedürfnissen des wirtschaftlichen Lebens anzupassen. Hierfür mit allen Mitteln zu sorgen, ist die besondere Pflicht der Reichsverwaltung. Sie rechnet dabei auf die Mitwirkung der Gemeinden, die auf diesem Gebiete be= reits Erfahrungen besitzen. Aber auch die Mitarbeit von Interessenten des Grundstücksmarktes ist erwünscht und unentbehrlich. Es muß das allseitige Bestreben sein, un­nötige Weiterungen, besonders auch Prozesse, durch ge= schickte Handhabung aus dem Wege zu räumen.

Das Essener Landgericht hat auf Antrag des Verteidi gers im Schröderprozeß, Dr. Niemeyer, bereits die Ent­fchädigungspflicht des Staates für die im Wiederaufnahme­verfahren freigesprochenen fünf Bergleute anerkannt, sowohl hinsichtlich der damals erlittenen Untersuchungshaft als der unschuldig verbüßten Zuchthausstrafe. Die Freige= sprochenen werden nunmehr ihrerseits Entschädig= ungsforderungen in bestimmter Höhe stellen. In der Zwischenzeit verstorbenen( Gräfe und Imberg) ha= ben feine Angehörigen, die ihrerseits Entschädigungsan­sprüche hätten geltend machen können.

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Wie eine Berliner Nachrichtenstelle verbreitet, beabsich= tigt die sozialdemokratische Partei, die soeben freigesproche= nen Bergleute Schröder und Genossen, mit Ausnahme von Meyer, der körperlich gebrochen ist, als Reichstags= kandidaten in Zentrumswahlkreisen des rheinisch- west­fälischen Industriebezirks aufzustellen. Ludwig Schröder wird, wie im Jahre 1899, im Wahlkreis Essen kandidieren, der jetzt vom Zentrum vertreten wird.

Eisenbahnschaffner beim Minister.

Kleine Nachrichten.

Der Kaiser und der blinde Straßenhändler. Als der Kaiser am Sonnabend vormittag um zehn Uhr auf seinem gewohnten Spaziergange die Linden passierte, begegnete ihm ein alter blinder Straßenhändler, der von seiner Frau geführt wurde. Der Kaiser winkte die alten Leutchen zu sich heran und ließ ihnen durch seinen Adjutanten ein Geld. geschenk überreichen.

Die Ermittelungen über den Zigarrenschmuggel an der deutsch- holländischen Grenze haben ergeben, daß er sett etwa Jahren betrieben worden ist, und zwar von einer gut organisierten Bande. Die eingeschmuggelten Zigarren

Heeresverwaltung und Aviatik. Prinz Heinrich von Preußen besichtigte am Freitag die Anlagen des Militär­flugplages in Döberitz, worauf die Unterbringung der Ap­parate und diese selbst eingehend erläutert wurden. So­dann führten die Offiziere der Fliegerabteilung, die voll­zählig zur Stelle waren, einzeln und zu zweien eine An­zahl von Flügen aus, die ausgezeichnet gelangen. Prinz Heinrich äußerte sich außerordentlich anerkennend über die Leistungen. Im kommenden Frühjahr sollen etwa 50 Of= fiziere für die Ausbildung als Piloten abkommandiert werden.

wurden nach allen Städten des Niederrheins versandt. In Krefeld wurden in den letzten Tagen allein 135 000 Bigar­ren beschlagnahmt. Die Untersuchung geht weiter.

Die Maul- und Klauenseuche dehnt sich am Niederrhein außerordentlich schnell aus. In letzter Bett wurde sie in zahlreichen Orten der Kreise Kempen, Moers, Gladbach­Land, und Grevenbroich festgestellt. Jetzt hat sie auch auf den Kreis Erkelenz übergegriffen. Sie brach im städtischen Schlachthofe in Erkelenz aus, sodaß dort infolge behördlicher Anordnung der gesamte Schweinebestand sofort abgeschlach­tet wurde.

Ein großer Felssturz ereignete sich Sonntag morgen zwischen den Stationen Müden und Carden der Moselbahn. Losgelöste Teile des Gerüstes fielen auf das Bergglets und führten die Entgleisung der Lokomotive eines Personen zuges und Sperrung beider Gleise herbet. Der Lokomotiv­führer wurde leicht verletzt, die Maschine stark beschädigt.

Sozialdemokratische Wahlrechtsversammlungen fanden am Sonntag vormittag in Braunschweig statt. Nach Schluß derselben sammelte sich eine nach Tausenden zählende Menschenmenge, die die Straßen unter Hochrufen auf das allgemeine Wahlrecht durchzog. Am Bohlweg, an dem das Schloß liegt, staute sich die Menge, wurde aber bald von berittenen Schuhleuten zerstreut, ohne daß es zu Zu­sammenstößen kam. Auch vor der Wohnung des Staats­ministers Dr. v. Otto sammelte sich die Menge, doch wurde auch hier die Ansammlung von der Polizei schnell auseinander getrieben. Verletzungen sind nicht vorge­kommen.

Mehrere Schaffner hatten vor einigen Tagen eine län­gere Audienz bei dem Minister der öffentlichen Arbeiten von Breitenbach, in der sie die Klagen des Fahrpersonals liber die Schmälerung ihrer Nebenbezüge vorbrachten. Bekanntlich sind die Kilometergelder nach Maßgabe des so= genannten Frankfurter Systems in Stundengelder umge­wandelt worden. Ministerialdirektor Offenberg gab einen Rückblick über die Entstehung der Nebengebühren und be­tonte, diese seien lediglich Reisekosten. Es sei höchst angerecht, wenn ein Beamter monatlich gegen 100 Mark, der andere völlig gleichgestellte dagegen nur 20 bis 25 Mark verdiene. Daher sei die gerechtere Art der Verteilung durch Bewährung von Stundengeldern gewählt worden. Dabei habe der Eisenbahnfiskus nicht nur nichts verdient, sondern im Gegenteil weit mehr Ausgaben. Schließ= lich wurde den Schaffnern eine nochmalige wohlwollende Prüfung ihrer Angelegenheit zugesichert, und sie wurden gleichzeitig ersucht, dahin zu wirken, daß ungerechtfertigte Angriffe unterbleiben. Die Stundengeldersätze werden vor­aussichtlich ab 1. April erhöht werden.

Der Familienschmuck der Wallutfeffs.

Kriminalroman von Freifran G. v. Schlippenbach. ( Nachdruck verboten.)

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Wilde Kaninchen, die sich seit einigen Jahren in nächster Umgebung der Stadt Ulm bemerkbar gemacht, haben sich in einer solchen Weise vermehrt, daß sie zur wahren Plage ge­worden sind und enormen Schaden anrichten. Jetzt sollen' gemeinsame Vernichtungsmaßregeln getroffen werden. Die Schädlinge sollen mit Schwefelfohlenstoff aus der Welt ge­schafft werden.

78 nationalliberale Reichstagskandidaten. Wie aus einer Aufstellung der Nat.- Lib. Korr." hervorgeht, hat die nationalliberale Partei für die bevorstehenden Reichstags­wahlen bisher 78 Kandidaten aufgestellt.

Eine fünfzehnköpfige Diebesbande wurde von der Rix­dorfer Kriminalpolizei festgenommen. Es handelt sich durchweg um jugendliche Burschen im Alter von 17 bis 20 Jahren, die zum Teil bei ihren Eltern wohnen, aber ar­beitsschen sind und sich herumtrieben. Sie stahlen, was ih nen in die Hände kam, und hatten es besonders auf den' Raub von Fahrrädern abgesehen.

Zum Thema Papst und Modernisteneid läßt sich der Berl. Lok.- Anz." aus Rom melden: Als der Papst von der Kundgebung der Professoren der theologischen Fakultät in Münster hörte, sagte er zu seiner Umgebung, man sehe daraus, welcher Geist hochmütiger Widersetzlichkeit in deut­schen Professorenkreisen zu finden sei. Er werde aber, wie einst Bonifatius, die Art an den deutschen Giftbaum Tegen.

Es sind Sparen eines Hundes," beruhigte sie Jegor. Aber er wußte es besser. Sein scharfes Jägerauge hatte erkannt, daß ein Wolf hier gewesen sein mußte, und zwar ein ungewöhnlich großer. So tamen die Bestien sogar zu dem stillen Platz, der die Toten barg. Ihre scharfe Wit­terung führte sie her.

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Von einer Maschine enthauptet. Auf dem pommerschen Gute Röglin wollte der Maschinist Schneider eine Repara tur on einer Strohpresse vornehmen. Zu diesem Zweck troch er in die Maschine, welche sich, als der Mann unter den Messern lag, in Bewegung setzte. Der Maschinist wur­de enthauptet.

Große Kavalleriemanöver werden, wie verlautet, in diesem Jahre in Galizien stattfinden, zu denen auch der deutsche Kaiser Einladung erhalten haben soll. An den Manövern werden auch Maschinengewehrabteilungen, Te­legraphenabteilungen, Lenkballons, Aeroplane und Auto­mobile teilnehmen.

Die Sonne war inzwischen untergegangen, rasch trat die Dämmerung ein. Noch einen letzten Abschiedsblid warf der Sohn auf die Gräber der Eltern, dann schloß er leise die Tür in dem starken, eisernen Gitter.

Trauriges Los. Ein Bettler der in mehreren Orten vergebens um Nahrung gebettelt hatte, fiel vor Entkräftung bei Bündorf in der Nähe von Merseburg in einen Bach.) Man sand ihn und schaffte ihn ins Krankenhaus, wo er starb.

Die Parlamentswahlen in Portugal sind jetzt endgül­tig auf den 2. April festgesetzt worden. Ihr Verlauf und ihr Ausgang werden besser als alle Darlegungen und Ver­sicherungen zeigen, wie weit die republikanische Regierung das Volk hinter sich hat.

Wieder fleg der eiserne Schlitten dahin. Es war fast dunkel, aber der Mond stand voll und rund am Himmel. Jegor, urt des Himmels willen, was ist das?" rief plötzlich Maria entsetzt.

3ur Linken ließ sich ein tiefer, grollender Ton hören; andere antworteten. Durch das Unterholz kam es ange= stürmt; dürre Aeste knackten, der Schnee stäubte unter eiligen Füßen.

Ein dritter Bockenfall wurde in Duisburg fonstatiert. Eine ältere Frau erkrankte und wurde in das Isolierhaus geschafft.

Raffinierte Betrügereien hat die Buchhalterin eines Cölner Kaffeeengrosgeschäftes ausgeführt. Sie hat durch gefälschte Schecks die Firma um über 25 000 M geschädigt.. Jetzt sitzt sie hinter Schloß und Riegel.

Ein politisches Attentat auf den persischen Finanz­minister meldet die Deutsche Kabelgramm- Gesellschaft" aus Teheran. Sonnabend nachmittag wurde der Finanz­minister Sani ed Dauleh, als er im Wagen vom Parla­ment zurückkehrte, dicht vor seinem Hause erschossen. Auf

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Wie viele sind es?" fragte Wallutjeff.

Eine gesunde Gegend. In zwei Gemeinden des fran zösischen Departements Lozere ist vom 1. Januar bis let­ten Dezember vorigen Jahres fein einziger Todesfall vor­gekommen; dagegen hat sich die Zahl der Geburten gegen 1909 sehr vermehrt. Die Bewohner beider Dörfer sind sehr stolz auf den Beweis ihrer gesunden Lebensweise.

, 3wei, nun drei Wölfe; ein großer ist voran," stam­melte Maria mit vor Angst zitternder Stimme.

Vergiftungen durch Kaffee sind in Schottland vorge­tommen. Bei einer Abendgesellschaft, die ein Mr. Hutcht­son in Dalkeith( Schottland) sechzehn Bekannten gab, ers frankten mehrere Personen nach dem Genuß von Kaffee.' Der Gastgeber und sein Verwandter starben unter gräß­lichen Schmerzen. Seine Frau und fein Sohn liegen schwer frank darnieder, ebenso einige der Gäste. Die Per­sonen, die von dem Kaffee nicht getrunken haben, sind ge­sund geblieben.

Nimm die Leine, da, ich muß die Hände frei haben!" Die schwachen, bebenden Finger der jungen Frau grif­fen nach den Zügeln.

Trotz seines männlichen Mutes erblaßte der Graf. Er hieb auf das Pferd ein; der Renner stürmte weiter. ,, Sei ruhig- fürchte nichts, ich bin bei Dir," tam es mühsam von den Lippen Wallutjeffs. Er hatte die Gefahr erkannt; er wußte, daß er und sein geliebtes Weib in höchster Not waren. Nicht ein Wolf, nein, meh­rere Wölfe verfolgten den Schlitten. Jegor fühlte nach der Waffe und rückte den Totschläger zurecht. Er war ent­schlossen, sein und Marias Leben teuer zu verkaufen. Wenn es ihnen gelang, das Schloß vor ihren Verfolgern zu er= reichen, so waren sie gerettet. Halb bewußtlos vor Angst lehnte die Gräfin neben ihrem Mann.

Jegor hatte sich umgekehrt er gab einen Schuß ab. Ein Wutgeheul antwortete; der Schuß hatte zwar gut getroffen, doch der Riesenwcls nicht erheblich verlegt. Mit erneuter Schnelligkeit setzte das Untier seine Ver­folgung fort; die Entfernung zwischen ihm und dem Schit­ten wurde fleiner und feiner.

,, Laß meinen Arm los!" schrie er, sonst ist's um uns geschehen." Sie gehorchte: scheu blickte sie sich um.

Auf einer Eisscholle ins Meer getrieben wurden an der, finnischen Küste 253 Fischer. Es sind sofort einige Rettungs­boote abgegangen, doch ist man um das Schicksal der Fischer, sehr besorgt.

Der Zügel war den eiskalten Händen Marias ent­glitten, der Traber verwickelte sich darin und stürzte. Es kam herangeschnauft näher, immer näher. Jegor gab noch zurei Schüsse ab.-

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Ein Wolf überschlug sich und blieb liegen.

Von einem Eingeborenenaufstand auf der Sundainset Billiton berichten in Amsterdam eingetroffene Depeschen. Danach wurde der Ort Tandiveng- Bandan von Eingebo­renen überfallen und niedergebrannt. Der dortige Leiter, der Billitongesellschaft, die Hauptsächlich Zinn produziert," wurde ermordet.

Aber es schien, als habe das wilde Geheul auch noch andere herbeigelokt. Von vorn sprang eine langgestreďte einem zottigen Hunde gleichende Gestalt über den Graben auf das sich in den Zügeln vergeblich zum Aufstehen be­mühende ferd.

Vermischtes.

Der hungrige Oberlandesgerichtsrat. Wir lesen in der Frankf. 3tg.": Dem Hunger fann niemand gebieten, so dachte am Donnerstag ein Mitglied des dritten Zivil senats des Oberlandesgerichts und begann während des Plädoyers eines Resttsanwaltes an seinem Frühstücks­

Besinnungslos im Schlitten zusammengebrochen lag Maria Nikolajewna. Der Totschläger ihres Mannes sauste wuchtig auf den Kopf eines Wolfes nieder.

Ueber die grausige Szene goß der Mond sein silber­helles Licht.

Plötzlich ertönten laute menschliche Stimmen. Mit seiner letzten Kraft gab der Graf noch zwei Schüsse auf seine wil den Verfolger ab.

Hilfe, Hilfe!" schrie er mit Aufwand seiner ganzen Stimme.

Da folgten nod) weitere Schüsse; sie verscheuchten die Wölfe. Drei von ihnen blieben auf dem Schnee liegen. Der treue Kutscher Ossip und ein Stallknecht waren ih rem Herrn entgegengefahren und kamen gerade zur rech ten Zeit. Einige Augenblicke noch, und es wäre zu spät gewesen. Der edle Traber lag verblutend auf dem Wege, ein Wolf hatte ihm die Kehle durchbissen. Noch ein mark­erschütterndes Stöhnen stieß das edle Tier aus, dann machte die Kugel Ossips seinem Leben ein Ende. Der Kutscher hob zunächst Maria in den großen, zweispänni gen Schlitten, den er mitgebracht hatte. Sie war noch immer bewußtlos. Können Sie sich aufrecht halten, Je­gor Alexejewitsch?" fragte Ossip. Soll ich Sie stützen?" Wallutjeff biß die Zähne aufeinander. Silf mir, Ossip," bat er, die Bestie hat mir übel mitgespielt."

Der riesige Wolf, den der wuchtige Schlag des Blei­fnopfes getroffen hatte, hatte vorher den Arm Wallutjeffs gepackt. Der Graf stieß einen Schmerzensschrei aus; durch den Pelz fühlte er die Zähne der Bestie in sein Fleisch dringen. War denn keine Hilfe nahe. Sollten Maria und er den grausigen Tod finden, sollten sie von den Wöl­fen zerrissen werden?"

Blitzschnell kreuzte ein Gedanke das Hirn Jegors, der Gedanke an die unheilvolle Prophezeiung, die sich an den Familienschmuck knüpfte. Sollte sie sich so schnell erfüllen?

Der Stallinecht ergriff die Zügel und fuhr nach Wal­fowa zurück. Ossip suchte Maria aus ihrer tiefen Ohn= macht zu erwecken. Er hielt sie in den Armen und rieb ihre Stirne mit Schnee; dabei liefen dem alten Diener die Tränen über das bärtige Gesicht. ,, So wache doch auf, meine Herrin," flehte er, es ist doch alles gut, der alte Ossip läßt Dir fein Leid geschehen." Langsam fehrte der jungen Frau das Bewußtsein wieder. Sie sah sich scheu um, dann brach sie in haltloses Weinen aus und schmiegte sich fest an ihren Gatten. Du bist verwundet," rief sie, als sie die Schlinge bemerkte, in der Jegor den Arm auf Ossips Geheiß zur Schonung trug.

Nicht der Rede wert, nur eine Schramme," entgeg nete Jegor Wallutjeff. ,, Die alte Sage erfüllt sich," stammelte Maria toten. ( Forts. fo)

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