Die Studien des Kronprinzen.
Gegenüber einigen kritischen Zeitungsbemerkungen. die die Reise des Kronprinzen und die angeblich vernachlässigten Studien betreffen, wird uns von unterrichteter Seite folgendes mitgeteilt:
Es werden hier und da Stimmen laut, daß der Kronprinz auf seiner Reise zu wenig Studien mache, da die Telegramme mitfahrender Zeitungsberichterstatter in der Hauptsache Jagd- und Sportereignisse zu melden wissen. Die Auffassung, die sich auf derartig dürftige Mitteilungen aufbaut, ist nicht nur ungerecht, sondern sie geht auch von ganz faschen Voraussetzungen aus. Alle Mitteilungen, die schon jetzt über die Kronprinzenreise in die Presse dringen fönnen, können sich naturgemäß nur auf rein äußerliche Ereig= nisse beziehen, die jedem Mitreisenden ins Auge fallen, und die durch den prägnanten Umriß einen abgerundeten Inhalt für ein kurzes Telegramm ergeben.
ist leicht möglich, daß die Parteien überrascht werden. Viel wird die Entscheidung abhängen von dem Verlauf der Schlußsession. In manchen Regierungskreisen ist man der Ueberzeugung, daß es taktisch zweckmäßig ist, die Reichstagswahlen im späten Frühjahr stattfinden zu lassen, damit der Reichstag noch zu Anfang des Sommers zu einer turzen Session zusammentreten kann, und dann eine längere Pause eintritt, in der die Parteien vor Beginn der Herbstsession zur Ruhe kommen können. Man hält es für bedenklich, daß der nächste Reichstag alsbald unter dem frischen Eindruce des Wahlkampfes zu größerer Tätigkeit einberufen werde.. solle.
Die Art der Studien, soweit sie in dem furzem Zeitraum weniger Tage möglich gewesen sind, die Erweiterung des Gesichtskreises, die Kenntnis fremder Menschen und Erdteile, die ersten großen Eindrücke eines Weltverkehrs, furz, die Erweiterung der Kenntnis aller für den künftigen Herrscher eines großen Reiches durchaus notwendigen Dinge. lassen sich von außenstehenden Männern weder erkennen noch abschätzen. Wenn man einsichtsvoll ist, und alles von einer höher gelegenen Warte aus betrachtet, wird man sagen müssen, daß diese Fragen. die auch bei privaten Weltreisenden einen Hauptmoment ihrer Kenntniserweiterung bilden, vom Kronprinzen selbst jetzt noch nicht richtig verarbeitet und abgeschätzt sein können.
Eine große Reihe von Auszeichnungen, die an Polizeioffiziere und Schuyleute verliehen worden sind, die wäh= rend der Moabiter Unruhen Dienst getan haben, wird im „ Reichsanzeiger" veröffentlicht.
Die Nachfolgerschaft des deutschen Botschafters in Totio. Die ,, Nordd. Allg. 3tg." schreibt:„ Eine Berliner Zeitungskorrespondenz bezeichnet als den Nachfolger des Botschafters Frh. Mumm v. Schwarzenstein den Gesandten von Treutler. Diese Angabe ist unzutreffend. Wir hatten da= von von Anfang an teine Notiz genommen, weil uns befannt war, daß Herr von Treutler zunächst auf seinen bisherigen Posten zurückkehren wird. Für den Botschafterposten in Tokio soll bereits eine andere Persönlichkeit in Aussicht genommen sein."
Was ein positives Studium anbetrifft, so muß bemerkt werden, daß der Kronprinz tatsächlich schon jetzt von den deutschen Konsuln und anderen amtlichen Stellen über die Verhältnisse der Deutschen im Auslande, über ihre Beziehungen zu den Herrenvölkern, über Umfang des Handels und des Verkehrs, sowie über diplomatische und militärische Fragen eingehender unterrichtet worden ist. Aber selbst wenn man diese sachlichen und positiven Studienmomente ganz beiseite läßt, erscheinen die kritischen Stimmen durchaus unberechtigt. Bei dem zukünftigen Herrscher eines Staates ist der Eindruck, den er persönlich auf fremde Völfer macht, durchaus nicht belanglos und gehört gewissermaßen auch zu einer Abteilung der Studienreise, die ja von den Kritikern schon mehrfach fatalogisiert und in bestimmte Fächer eingeteilt worden ist. Bisher scheint dieser Teil der Reise nicht erfolglos. Diese Punkte sind die Hauptsache. Antimilitaristische Flugblätter in Baden.
schleudert. Ein Student erlitt einen Schädelbruch und starb sofort, drei weitere Personen wurden schwer verletzt.
Einer, der den Hungertod sterben wollte. Aus Furcht vor einer geringfügigen Strafe schloß sich vor einigen Tagen ein Hausdiener in Magdeburg in den Keller des Hauses ein, um Hungers zu sterben. In hilflosem Zustande wurde er bewußtlos aufgefunden und dem Krankenhause zuge= führt, wo er sich bald wieder völlig erholte.
Gouverneur a. D. v. Schuckmann Bruhns Gegenkandidat? Wie gemeldet wird, beschlossen die Konservativen im Wahlkreis Arnswalde- Friedeberg den Gouver neur a. D. von Schuckmann als Reichstagskandidaten aufzustellen. Der Wahlkreis wird bekanntlich durch Herrn Bruhn, den Herausgeber der Wahrheit“, vertreten, der auch sicher wieder kandidieren wird. Der Wahlkampf verspricht also dort sehr spannend zu werden.
Gewaltige Stürme wüten seit mehreren Tagen in Triest. Zahlreiche Personen in der Stadt wurden durch den Orkan zu Boden geschleudert. 13 Personen wurden mit schweren Verletzungen, zumeist Knochenbrüchen, ins Spital gebracht. Auch von verschiedenen Orten Oberitaliens wird starfer Schneefall gemeldet, der zahlreiche Verkehrsstörun= gen zur Folge hatte.
Die Wahlen zum Präsidium des Hansabundes haben folgendes einstimmige Ergebnis gehabt: 3u Präsidenten wurden gewählt Geheimer Justizrat Professor Dr. Rießer, Landrat a. D. Roetger, Ehrenobermeister Richt sen., zu Vizepräsidenten Kaufmann Rudolf Crasemann- Hamburg, Fabrikbesitzer Dr. Albert Steche- Leipzig, Ingenieur HirthCannstatt. Zum Vorsitzenden des Präsidiums wurde Ge-= heimrat Nießer, zu seinem Stellvertreter Landrat a. D. Roetger gewählt.
Schneeverwehungen riefen in der Po- Ebene schwere Störungen hervor. Viele Orte sind vom Zugverkehr abgeschnitten. Die Verbindung Mailand- Bologna- Florenz war unterbrochen. 150 Reisende lagen 20 Stunden lang im ungeheizten Schnellzuge ohne Nahrung fest.
Umfangreichen Unterschlagungen ist man auf der Güterabfertigungsstelle Blittersdorf bei Saarbrücken auf die Spur gekommen. Der Vorsteher ist seit einigen Tagen flüchtig.
Die Lage im Ruhrgebiete ist wieder einmal beunruhigend. Da am nächsten Sonntag etwa 100 Belegschaftsversammlungen im gesamten Industrierevier stattfinden sollen, so ist zu befürchten, daß es auf einzelnen Zechen zu übereilten Schritten fommen wird. Der christliche Bergarbeiterverband gibt in öffentlicher Erklärung bekannt, daß er es ablehne, den Belegschaftsversammlungen bei Lohnbewegungen die Organisationen bindende Beschlüsse zuzugestehen.
Jm Bezirke des 14. Armeekorps sind, wie gemeldet, in den Kasernen verschiedene Flugblätter eingeschmuggelt worden, in denen den Soldaten zugemutet wird, am Kaifersgeburtstage den Gehorsam zu verweigern und den Parademarsch nicht mitzumachen.„ Rache für 1849 und 1866, das Volk steht auf unserer Seite!" Weiter ist in den Flugblättern ausgeführt: Für Offiziere und Unteroffiziere seien infolge der allgemeinen Teuerungen die Löhnungen erhöht worden, selbst Kaiser Wilhelm habe zweieinhalb Millionen erhalten. Nur für die Musketiere, die nur ererzieren und beten sollten, sei nichts übrig. Vom Reichstanzler und Reichstage sei nichts zu erwarten, man müsse den Gehorsam verweigern und die Herrschaft der Hohenzollern abschütteln." In den einzelnen Garnisonen ist man eifrig bemüht, die Urheber des Flugblattes aufzuspüren, weshalb überall Stuben- und Spindrevisionen stattfinden. Die Vermutung, daß es sich um sozialdemokratische Solbaten handele, die nach dem Weihnachtsurlaub diese Blätter in die Kasernen einführten, gibt der sozialdemokratischen Presse Veranlassung, diese Unterstellung zurückzuweisen, wobei sogar behauptet wird, daß es sich um einen ,, plumpen Schurkenstreich" handele, der von„ Werkzeugen des Reichsverbandes" oder einer anderen Korporation, die die Sozialdemokratie ausrotten wolle, unternommen worden sei. An amtlicher Stelle in Berlin ist der badischen Flugblattgeschichte aber jedenfalls besondere Aufmerksamfeit beigemessen worden, denn der Kriegsminister hat, wie es heißt, dem Kaiser persönlich Vortrag darüber erstattet und weiter angeordnet, daß nachgeforscht werde, ob auch in anderen Armeekorps ähnliche Flugblätter zur VerteiTung gelangt seien. Gegen die unbekannten Verfasser des Standalösen Aufrufes ist auch bereits ein staatsanwalt= liches Einschreiter erfolgt.
doplo Rundschau vom Cage. Politisches.
Ein Mord aus heroischen Motiven beging in einer Sommerfrische unweit Paris ein 15jähriger Schlosserlehr= ling, indem er den Liebhaber seiner Mutter, einen Gärtner, mit einem Beil erschlug. Der Bursche erklärte, daß er den Mord begangen habe, weil er es nicht mehr mit ansehen konnte, wie der Mann seine Mutter mishandelt habe.
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Die Londoner Anarchisten. Nach einer Meldung aus Neuvork sind die beiden von der Londoner Polizei bei dem Straßenkampf am Dienstag erschossenen Anarchisten der Neuyorker Polizei wohl bekannt. Es sollen internationale Ginbrecher sein, die u. a. in Neuyork im März v. J. ein Juweliergeschäft ausplünderten. Die Diebe wurden damals gefaßt und verhaftet, aber schließlich gegen eine Kaution von 160 000 Mark freigelassen. Sie sind dann aus Amerika verschwunden.
Keine Berechtigungen für die Mittelschulen. Das preußische Kultusministerium hat die Verleihung des Rechtes zum Einjährig- Freiwilligendienst an die Mittelschulen abgelehnt. Maßgebend für die ablehnende Haltung der Regierung scheint vor allem der Grund zu sein, daß durch Zulassung der Mittelschüler zur Einjährig- Freiwilligenprüfung die Zahl der Freiwilligen noch um ein Bedeutendes vermehrt werden würde.
Ueber der Termin für die nächsten Reichstagswahlen wird in der Presse weiter orafelt. Gewisses über den Wahltermin weiß natürlich niemand. Wie sich die ,, Köln. Volkszeitung" neuerdings aus Berlin berichten läßt, lehnt es der Reichskanzler mit Entschiedenheit ab, irgend einen festen Zeitpunt. für die Reichstagswahlen zu bestimmen. Er behält sich in dieser Hinsicht völlig freie Hand vor. Es
Die schwarze Roszika.
Das Erdbeben in Turkestan ist, Meldungen aus Mosfau zufolge, eine furchtbare Katastrophe. Die Stadt Prschemalsk sei vom Erdboden verschwunden, an ihrer Stelle habe sich ein See gebildet. Die Telegraphenleitungen seien Erdstöße größtenteils zerstört. In Taschkent dauern die fort.
Um Abdul Hamids Millionen. Der türkische Kriegsminister sandte dem Ersultan durch einen Offizier das Dofument, welches Abdul Hamid unterschreiben muß, damit seine Depots bei der Deutschen Reichsbank von der Regierund erhoben werden können. Das Dokument, das der Exsultan bisher noch nicht unterschrieb, soll durch den türfischen Botschafter in Berlin bei der Reichsbank präsen= tiert werden.
Ungarische Dorfgeschichte von Adolf Stark. ( Schluß.) ( Nachdruck verboten.) Noszika dachte nur an die Gefahr, in welcher der Beliebte schwebte. Sie flog mehr als sie ging den Abhang
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Wissenschaft, Kunst und Literatur.
Ein vertikaler Kompaß. Aus Neunork wird berichtet, daß Alexander Ges einen vertikalen Kompaß erfunden hat, der gleichzeitig die Zeit angibt. Der Kompaß, der namentlich für die Luftschiffahrt von unschätzbarem Nutzen sein dürfte, bricht vollständig mit der Art, die seit zweitausend Jahren von Seefahrern benutzt wurde. Der Erfinder hat Thomas Edison und William R. Hearst, den amerikanischen Zeitungskönig", für seine Erfindung interessiert. Er ist sicher, daß mit der Benutzung seines Kompasses Flügen über weite Seestrecken und bet leichtem Nebel keine bedenklichen Hindernisse mehr im Wege stehen werden.
Die österreichische Kabinettstrise hat sich verschärft. Die Prager Ausgleichsverhandlungen sind abgebrochen und das Kabinett Bienerth wird sich in kürzester Frist als Beamtenkabinett neu konstruieren. Bis zum letzten Augenblich hat sich Bienerth die Möglichkeit offengehalten, ein parlamentarisches Ministerium zu bilden. Da aber Deutsche und Tschechen in Prag sich nicht verständigen konnten, hätte diesem die parlamentarische Grundlage gefehlt.
Am Fuße einer mächtigen Tanne sah sie deutlich eine Vännergestalt ausgestrect am Boden liegen, halb verBraben unter einer dunklen Masse. Mit geschwungener Fet eilte sie darauf zu. Aber sie brauchte nicht einBugreifen. Janko, der sie von weitem gesehen, jauchzte ihr schon entgegen. Seine Kugel hatte das Tier sicher getroffen, aus nächster Nähe, denn der Bär war underutet dicht neben ihm aufgetaucht. Noch im Todeskampfe hatte das Tier den Jäger niedergerissen.
Roszika half den schweren Leichnam beiseite wälzen. Janko war unverlegt, doch sein Fuß war durch die darauf gestürzte Masse start gequetscht, so daß er, von seiner Braut gestüßt, nur mühsam vorwärts fam.
Kleine Nachrichten.
Stimmbandlähmung durch Elektrizität geheilt. Straubing hatte ein vom Lehrer beim Abschreiben ertappter Schüler vor Schrecken die Stimme verloren. Nachdem er im Straubinger Krankenhaus zehn Tage lang vergeblich behandelt worden war, ist die Stimmbandlähmung nunmehr in Ingolstadt auf elektrischem Wege behoben worden.
Das kleinste Dorf in Deutschland ist trotz einer Bevölkerungszunahme von rund hundert Prozent seit der letten Volkszählung Dürrerbach im Odenwald. Bei der vorletzten Volkszählung hatte es zwei, bei der letzten vier Einwohner aufzuweisen.
Ein schweres Rodelunglück hat sich in Oberbayern er= eignet. Auf der Rodelbahn in Garmisch geriet gestern ein mit vier Herren und einer Dame besetzter Schlitten an einer Kurve aus der Bahn, stürzte einen steilen Abhang hinunter und wurde mit voller Wucht gegen eine Buche ge
So hatten fie etwa fünfzig Schritte talabwärts gemacht, als plößlich zu ihrer Linken das Gehölz krachte und ein zweiter Bär auf der Bildfläche erschien. Niemand batte von dem Vorhandensein zweier Tiere Kenntnis gehabt; daß die Einbrüche in derselben Nacht oft an weit entfernten Orten erfolgten, das hatten die Bauern in ihrer abergläubischen Weise gedeutet. Die Lage war furchtbar. Jankos Flinte war nicht geladen, und das Beil hatte Roszika am Latorte zurückgelaffen. Instinktiv warfen sich beide zu Boden und hielten den Atem an. Die Ansicht, baß der Bär Tote nicht angreife, ist überall auch in den Karpathen allgemein verbreitet.
unbekümmert um die Folgen, auf und flog zu der Stelle hin, wo das Beil lag.
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Zu den Unterschlagungen bei der Spar- und Leihtasse in Geesthacht, worüber wir gestern berichteten, wird noch gemeldet: Der verhaftete Vorsitzende Schweigmann der Spar- und Reihtasse in Geesthacht genoß bei den vorsich= tigen Geschäftsleuten ein unbegrenztes Vertrauen. Die Unterschlagungen gehen bis zum Jahre 1904 zurück und erreichen den für ländliche Verhältnisse ganz enormen Betrag von 180 000 Mart. Für den 13. Januar ist eine Generalversammlung einberufen, die darüber entscheiden soll, ob die sechs Aufsichtsratsmitglieder für die Fehlbeträge mit ihrem Privatvermögen zu haften haben. Jedenfalls haben 48 Mitglieder. die mit je 2000 Mart hafteten und außerdem je 300 Mark einzahlten, ihr Geld verloren. Die in Hannover befindliche Direktion wird die ungefähre Restsumme von 100 000 Mart vor der Hand übernehmen, um für den einstweiligen Verlust Deckung zu schaffen. Echweigemann besaß in Geesthacht ein gutgehendes La= dengeschäft, das von der Kasse weiter betrieben wird.
Das plöbliche Auftauchen der menschlichen Gestalt mochte die Bärin- denn es war das Weibchen des Ges töteten, wie sich später zeigte erschreckt haben. Sie pacte Janko mit dem mächtigen Gebisse bei den Kleidern und begann in wiegendem Trab davonzulaufen. Eine wilde Jagd folgte. Das blizende Beil in der Rechten flog Roszika dem Tiere nach. Wohl 10 Minuten und länger ging es so über den schneebedeckten Waldboden dahin. Dann änderte das Tier plößlich seine Taktik. E3 ließ den Körper Jankos fallen, machte kehrt und erwartete die Verfolgerin.
Das Tier fam heran, begann den ausgestreckten Beib Jankos zu beschnuppern und mit den Pfoten hin und her au wälzen. Inzwischen arbeitete das Hirn Roszikas Reberhaft. Sie hatte nur einen Gedanken: die Art. Etwa 10 Schritte troch sie auf dem Boden bin, dann sprang fie
Roszita erzählte später, daß in diesem Augenblick feine Spur von Furcht in ihrem Herzen war. Ihre Gedanken waren klar und scharf. Ein Ausspruch des alten Dorfschäfers fiel ihr ein, daß der Schädel der Bären steinhart sei und selbst für eine Flintenkugel undurchdringlich. Wolle man sie töten, so müsse man sie zwischen die Augen treffen.
Sie blieb stehen und, den linken Fuß vorgestreckt, das Beil mit beiden Händen hochschwingend, erwartete fie den Gegner. Als das Tier ganz nahe war, schlug ste mit aller Wucht zu, gerade zwischen die Augen; dann sprang fie beiseite. Wie vom Blige gefällt, stürzte die Bestie nieder.
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Die Leiden eines Fremdenlegionärs. Von dem französischen Kriegsgericht in Udjda in Ostmarckfo wurden gestern verschiedene Soldaten der Fremdenlegion wegen Desertion, Komplott und Veruntreuung staatlicher Ausrüstungsgegenstände zu Gefängnisstrafen von fünf bis zwanzig Jahren und zum Aufenthaltsverbot von gleicher Dauer verurteilt. Dabei tam auch der Fall eines Soldaten Heel Eilheim zur Sprache, der nach den Aussagen des Angeklagten besonders dramatisch war. Eilheim, anscheinend ein Deutscher, fakte im August dieses
Janko und Roszifa waren die Helden des Tages. Da sie zwei Bären erlegt hatten, wurde die Belohnung verdoppelt. Der Gutsherr spendete den gleichen Betrag, und als er von der Armut und dem Herzensroman der beiden erfuhr, gab er ihnen die Gutsschenfe in Pacht. Die Bauern der ganzen Umgegend, von einem Alp befreit, ließen es sich angelegen sein, die schöne Roszika aus zustatten, als wäre sie die reichste Bauerntochter, und die Bärenschenke, wie das Heim des jungen Paares noch heute heißt, ist das beliebteste Wirtshaus der ganzen Gegend, dem es nie an Gästen fehlt.
Alter und Geschlecht bei Erkrankungen.
Eine interessante Statistik über die Häufigkeit von Erfrankungen bei den beiden Geschlechtern und in den verschiedenen Altersstufen veröffentlicht der Glasgower Arzt Andrew auf Grund eines an 42 603 Kranken innerhalb der letzten zehn Jahre gesammelten Materials. Die größere Zahl der Erkrankten gehört dem männlichen Geschlecht an, nämlich 61 Prozent. Erkrankungen der Lunge treten bei den Männern bedeutend häufiger auf als bei den Frauen, und zwar in dem Verhältnis von% zu%. Unter den von einer akuten Lungenentzündung Befallenen befanden sich 82 Prozent Männer, unter den Lungenschwindsüchtigen 67 Prozent, unter den an Bronchitis Erkrankten 71 Prozent, unter den von Rippenfell- und eitriger Brustfellentzündung Ergriffenen waren 74 Prozent Männer. Die Zahl der cr= frankten Frauen überwog nur bei den an Asthma Leidenden, von denen 64 Prozent aufs weibliche Geschlecht kamen. Die größte Zahl von Krankheiten der Lunge wurde zwischen 20 und 30 Jahren festgestellt. In dieser Altersperiode wurden die meisten Fälle von akuter Lungenentzündung beobachtet und auch die Fälle von akuter Rippenfellentzündung waren häufiger als in irgend einem anderen Alter. Auch Lungenentzündung trat in der Zeit vom 20. bis 30. Jahre häufiger auf als in allen anderen Jahrzehnten des Lebens. Ebenso Asthma. Die vorherrschende Krankheit während des 40. bis 50. Jahres war chronische Bronchitis; auch akute Lungenentzündung trat in dieser Zeit häufiger auf als vorher; doch läßt sich dann im höheren Alter ein beständiges Sinfen dieser Krankheit konstatieren ebenso bei derLungentuberkulose. Nächst den Lungenkrankheiten kamen diekrankheiten des Magens, die vier Prozent der Gesamterkrankungen ausmachten. Sie traten bei Frauen häufiger auf als bei Männern, und zwar im Verhältnis von% zu%. Die größte Zahl der magenkranken Frauen, nämlich 90 Prozent, litt an Magengeschwüren; die größte Anzahl fand sich in der letzten Zeit zwischen 20 und 30 Jahren. Unter den 42 603 Fällen befanden sich 1474 Erkrankungen des Herzens, zu denen die Männer ein größeres Kontingent stellten als die Frauen. Auch Erkrankungen der Blutgefäße waren betin männlichen Geschlecht häufiger als beim weiblichen.
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