Einzelbild herunterladen

T

e

t

M

1

F

te

tt

Fir

It

It

m

te

It=

18

er

te.

08

en

ne

30

50%

im

bes

ald

eint­

alts

twa

ing

Serr

hier

ben

Ver­

nten

fetn

mme

racht

баз

goto

Coten

folls

genen

ter.

Die ausgleichende Gerechtigkelt. Das Wiener Er trablatt" erzählt folgendes nette Geschichtchen: In einem eleganten Hause in einem südwestlichen Bezirke wohnen zmet Sünstler: im Zwischengeschoß ein Schauspieler, in ber ersten Etage ein Hofmusiker. Im 8wischengeschoß pflegt der finderlose Mime bis in den späten Mittag hinein zu schlafen. In der ersten Etage bildet sich ein Talent in aller Stille: die jugendliche Tochter des Mu­fiters übt nämlich stundenlang Stalen. Im Zwischenge­schoß pflegt man oft bis lange nach Mitternacht mit gut= ten Freunden zu pokulieren. In der ersten Etage ist schon nach 10 Uhr abends ein gutes Gewissen das beste Ruhekissen. Im zwischengeschoß war fürzlich bis zum Morgengrauen große Gesellschaft, verschärft durch Ge­fangsvorträge. In der ersten Etage revanchierte man fich tags darauf durch einige derbe Tänze, die vom ge= famten Dienstpersonal ausgeführt wurden. Im Erdge schoß erzitterten die Wände und der Schauspieler und feine Frau wälzten sich ruhelos in den Kissen herum. Endlich sprang der ergrimmte Mann aus dem Bette, Itef zum Schreibtisch, verfaßte ein Billet und schickte es dem Nachbar im ersten Stock. Es dauerte nicht lange und die Antwort fam zurück. Die hat fa Schiller g'schrieben, die hat fa Goethe dicht".... Nun, bittere Beschwerde beim Hausherrn. Der mehrfach verstockte Binspascha albt feinen Bescheid. In seiner Vertretung erscheint der Inspektor und verkündet das Urteil: Der Schauspieler im Zwischengeschoß wurde um dreihundert Kronen der Hofmusiker im ersten Stock um zweihundert Kronen gesteigert! Das nennt man ausgleichende Gerechtigkeit!

Schwere Rechenaufgabe. Wie man der Voss. 3tg." aus Stettin schreibt, erhielt ein Lehrer in Rummelsburg t. Pomm. voit dem Vater eines Schülers folgenden Brief: Wollen Sie fünftig meinem Sohne, bitte, leich­tere Hausaufgaben geben. Dieser Tage hatten Sie ihm folgende Aufgabe gestellt: Wenn drei Achtel Bier 48 Flaschen füllen, wie viele Flaschen werden von fünf Achteln gefüllt? Wir haben den ganzen Abend ver­sucht, das herauszufinden; es war aber unmöglich. Mein Sohn weinte und wollte den nächsten Tag nicht zur Schule gehen. Ich mußte also fünf chtel Bier faufen, und dann haben wir uns viele Flaschen von sehr ver­schiedener Größe geliehen. Wir haben sie gefit, und mein Sohn hat die Zahl als Antwort aufgeschrieben. Ich weiß nicht. ob sie richtig ist, da wir beim Umgießen etwas Bier verschiittet haben. PS. Bitte, das nächste Mal mit Waffer rechnen zu lassen, da ich nicht mehr Bier kaufen kann." Die böse Schule!

Kummer. A.: Ich wollte, ich hätte Zahnschmerzen!" B.: Warum denn dieser Wunsch?"- A.: Ach, ich habe soviel anderen Kummer, daß ich den mal für einé Weile vergessen möchte."

Lynchgericht an einem Weiken.

Ein neuer Rassenkrieg ist im amerikanischen Staate Arkansas ausgebrochen, und ein blutiger Lynchmord gab am Mittwoch das Signal zu einer wilden Neger­verfolgung in der Stadt Dumas. Diesmal war es aber fein Neger, sondern ein weißer Mann, ein alter Herr von 67 Jahren, der die Wut der Menge entfachte und schließlich dem Richter Lynch zum Opfer fiel. Der alte Malpaß hatte in jungen Jahren eine Negerin ge­heiratet und war zusammen mit seinen Mulattensöhnen fn Verdacht gekommen, heimlich Branntwein an die Neger zu verkaufen. Der Sheriff von Dumas, Preston, und sein Stellvertreter Steil begaben sich zu der abseits der Stadt liegenden Wohnung des Alten, um eine Haussuchung und Verhaftung vorzunehmen. Das Haus blieb geschlossen und ein wildes Ge= mehrfeuer empfing die Beamten, wobet die schwarze Gemahlin des Verdächtigen und ihre Söhne eifrig die Flinten führten. Der Sheriff Preston fant fofort tot aut Boden, Stett suchte feine Mission alleinzut Ende zu füh= ren, wurde aber ebenfalls nt te dergeschossen As die Nachricht in die Stadt fam, eilten sofort nene Be­amte herbet und näherten sich vorsichtig dem Hause. Hier war alles still geworden; als man die Tür einschlug, fand man den alten Malpaß schmer verwundet und mit einem Schuffe im Schenker in seinem Blute am Boden Itegen. met seiner Söhne lagen tot daneben. Die Fraut aber und der dritte Sohn maren verschwunden. Man überführte den Gefangenen ins Untersuchungsgefängnis. Am nächsten Morgen ver­fammelte sich eine mittent de Boltsmasse vor der Anstalt, forderte Einlaß, zertrümmerte dann die Türen, drana in die Relle des Alten und schleppte dent vom Wundfieber befallenen Gefangenen zu dem großen Was­ferreservoir. Vergebens flehte der Gefangene um Gnade, ein Strick wurde um seinen Sals gemorfen, ein paar Minuten später nendelte der zuckende Körper über dem Wasser und wurde von Revolverfugeln durchI= chert. Dann begann eine Razzia unter den in der Stadt lebenden Negern, die gezwungen wurden, auf der Stelle die Gegend zu verlassen; bold ritten bewaffnete Trunys von weißen Männern aus der Stadt, um auch im met­teren Umkreise die schmarze Bevölkerung aus Wohnstätten zit vertreiben.

ihren

" Wo ist übrigens das Testament?" Auch das ist, wie ich gesehen habe, verschwunden." Wer sollte ein Interesse daran haben?" " Das kann ich nicht sagen. Ich befinde mich erst fett acht Tagen wieder in Deutschland und war vier Jahre abwesend in Amerika."

,, Woher wurde das Geld geholt?"

Von der Hauptkasse der Dresdner Bant." " So melden Sie sofort, Herr Kommissar, daß die betreffenden Papiere gesperrt und die Nummern ge­nannt werden."

Der Kommissar ellte zum Telephon, und Herr von Scharffenstein fuhr in seiner bündigen, bestimmten Art fort, dem Assessor das Protokoll zu diktieren.

Und nun, Herr von Marleben", sagte er, als er bamit fertig war, muß ich Ihnen noch eine etwas hettle Sache mitteilen. Sie wissen, daß die Leiche der Ermordeten obduziert werden muß. Sie wird in kürze= fter Frist abgeholt werden. Aber auch die Sektion Ihres verstorbenen Herrn Vaters halte ich für unbe­dingt notwendig. So peinlich es für mich ist, ich muß

Seten Ste unbesorgt!" ftet Friz ein. Ich teile durchaus nicht die Ansicht der Leute, die die Sezierung etnes Abgeschiedenen als etwas Entwethendes oder gar Schimpfliches ansehen. Es wäre im Interesse der Wissenschaft zu wünschen, daß soviel Menschen wie nur möglich, und zwar besonders solche, deren Lebenslauf man genau kennt, thren Körper nach ihrem Ableben zur Verfügung stellen. Manches unschäzbare Material tönnte auf diese Weise zusammengestellt werden. Also laffen Ste nur immerhin die betden Letchen abholen!"

tm

Tetter,

aufend

oten,

баз

e fo=

bin!"

Carotte

möchte

Fran

Der Untersuchungsrichter drückte ihm ernst dte Hand. Ste sind ein Mann! Man merkt, daß Sie in Amerikas Schule gewesen sind und falsche Sentimenta­Ittät abgestreift haben. Wir werden uns tch muß für Ste wohl fagen, letder!- noch öfter sehen. Für

-

Folgenschwerer Dammbrum.

Eine furchtbare Ueberschwemmungsfatastrophe hat fich am Sonnabend in dem Orte Austin im nordameri tanischen Staate Arkansas ereignet. Es barst ein Müh­lendamm und ungeheure Wassermassen wälzten sich in den Ort. Sämtliche 300 Säufer des Ortes wurden bis auf sechs von den Fluten weggeschwemmt. Zwei­tausend Menschen sind umgekommen. Sie liegen unter den Trümmern begraben. Diese gerieten in Brand, so daß viele der Umgekommenen verbrannt sind. Der Draht meldet uns heute folgende Einzelheiten über die Katastrophe: Aus allen Richtungen sind Hilf= züge nach Austin abgegangen. Der hochgelegene Müh= lendamm an dem Stapelplaß einer Bauholzgesellschaft ist plötzlich geborsten, worauf sich Millionen von Gal­lonen Wasser, die dort aufgestaut waren, auf den un­terhalb des Dammes im Tale gelegenen Ort Austin niederwälzten. Sämtliche Häuser wurden mit den Be­wohnerr weggeschwemmt oder zerstört. Die Trümmer­haufen find in Brand geraten. Viele Bewohner ret­feten sich auf Hügel, doch wird die Zahl der Umgekom­menen auf über 2000 angegeben. Sechzig Leichen, in der Mehrzahl von Frauen und Kindern, sind bereits geborgen. Der Wasserschwall ist über den Ort aus et­ner Entfernung von nur einer halben englischen Meile Hereingebrochen.

Die leßten Nachrichten über die Katastrophe.

Nach den letzten Berichten sind bei dem Damm­bruch in Austin 400 Personen umgekommen und eine große Anzahl verlegt. Der Ort ist jetzt eine grauen­hafte Trümmerstätte. Die Flutwelle hat große Gebäude eine halbe Meile weit fortgerissen. Das nachfolgende Feuer machte eine Rettung unmöglich. Die ganze Nacht hindurch ertönten Hilferufe und Schmerzens­schreie der unter den brennenden Trümmern liegenden Verwundeten. Augenzeugen erzählen, daß die Flut= melle sich mit Bligesschnelle und furchtbarem Getöse Heranwälzte, Verwirrung und Entsetzen verbreitend. Steinhäuser stürzten wie Kartenhäuser zusammen.

Der Kampf um Tripolis.

Die Würfel sind gefallen, der Appell an die Waffen tst erfolgt. Die italienische Regierung hat der Türkei den Krieg erklärt und bereits gestern die Blockade von Tripolis vollzogen. Die italienische Flotte ist vor Tri­polis versammelt und vielleicht ist es inzwischen schon zu den ersten Zusammenstößen gekommen. Der Krieg ist da und wann und wo er enden und ob er zu loka­lisieren sein wird, steht bei den Göttern. Italien wollte allem Anschein nach den Krieg unter allen Umständen und hat deshalb seine letzte Note in einer Form gehal­ten, auf die ein Staat, der überhaupt noch Selbstach= tung besitzt, nicht anders als ablehnend antworten fonnte. Dazu ist die Frist von 24 Stunden so kurz be­messen gewesen, daß fede Vermittlung von vornherein ausgeschlossen sein mußte. Man glaubt offenbar in Rom, den Steg sicher in der Tasche zu haben und schenkt sich deshalb jede Rücksicht auf den schwächeren Gegner. Aber vielleicht werden Jtalten schwere Täuschungen be= rettet, denn ein schwacher Gegner ist die Türket keines­wegs.

Unbestätigte Gerüchte.

Nach einer in Paris vorliegenden Athener Mel­dung soll die griechische Regterung die Mobilisierung threr gesamten Armee angeordnet haben. Von amtlt= cher Stelle wird die Meldung dementiert. In Ham= bura wurde Sonntag früh durch Anschlag die Nachricht verbreitet, daß das österreichtsch- ungarische Generalfon fitlat Mitteilung gemacht habe von einer Mobilisierung in Defterreich- Ungarn. Das österreichisch- ungarische Ge­neralfonfulat hat demgegenüber dem Wolfffchen Tele­graphenbureau sofort erklärt, daß diese Nachricht den Tatsachen nicht entspricht, und daß ihm von einer Mo­bilisierung in Desterreich- Ungarn nicht das Geringste bekannt ist.

Die Handelsschiffahrt stockt.

Wie von italienischer Seite versichert wird, kreuzen mehrere türkische Torpedoboote auf dem Adriatischen Meere und bedrohen die Dampfer, die die Adria zu durchqueren oder an der Küste von Dalmatien, Mon= tenegro und Epirus entlang zu fahren suchen; die Han­delsschiffahrt Stockt. Eine apulische Schiffahrtsgesellschaft hat die italienische Reglerung gebeten, einigen ihrer Schiffe Kriegsschiffe zur Begleitung betzugeben, da sie Kenntnis davon erhalten habe, daß türkische Torpedo­boote im tonischen Meer Jagd auf Schiffe italienischer Kaufleute machten.

Die Türket min bis zur Erschöpfung kämpfen.

Trotz des türkischen Ministerwechsels wird von Re­gierungssette mitgeteilt, daß in der prinzipiellen Hal­tung der Türket in der Tripolisaffäre sich nichts geän­dert hat. Die titrfische Regierung wird in Tripolis um ihr Recht und thr Ansehen bis zur Grichöpfung fämpfen. Man erwartet fedoch, daß die Mächte eingreifen und mettere Angriffe auf die Souveränität der Türkei auch In Trivolis verhindern werden.

Die türkische Negterung versichert, daß keine Ge:

heute aber: Gott befohlen! Sie sehen etwas erschöpft auts. Salten Sie den Kopf aufrecht! Nehmen Ste das betrübende Schicksal mit jener Ergebenheit hin, die uns dem unabänderlichen Geschehnis gegenüber zukommt, und denken Sie daran, daß wir machen und daß der Verbrecher seiner wohlverdienten Strafe nicht entgehen wird!"

Er bat den Kommissar um setne Begleitung tm Automobil, und dieser Iteß die beiden Polizisten zur Bewachung der abgeschlossenen Räume bis zur Ab­holung der Leichen zurück.

Fritz begleitete die vier Herren bis an das Gitter­for. 8 ste eben in den Wagen gestiegen waren, kam ein Tagameter herbeigeeilt, dem eine elegante, schlanke Junge Dame entstieg.

Mallmitz verbeugte sich im Rücksitz, während das Gefährt eine Schwenkung machte, und grüßte, seinen Zylinderhut lüftend, auffallend höflich diese Dame, wo­für sie mit einem kaum merklichen Nelgen des Kopfes dankte.

8. Kapitel.

Kennst Du diesen Herrn, Itebe Feltcta?" fragte Friz, als er an der Seite der dunkelgeleideten Dame langsam den Stetustufen der Seitenveranda zuschritt.

Ja, flüchtig. Doch das nachher. Weshalb rtefst Du mich so bestimmt hierher? Ist das schon gefürchtete Ereignis eingetreten?"

Mehr als das! Ich wage faum, es Dir mtt­zuteilen."

,, Aber ich bitte Dich! Erfahren muß ich es fa doch, also dann lieber so schnell als möglich."

Frizz berichtete, während er ste nach den oberen

fahr für das türkische Geschwader, welches Betrut ver laffen hat, vorliegt und daß alle Maßnahmen getroffen worden sind, damit dieses Geschwader unbeschädigt t die türkischen Gewässer einlaufen kann. 12 Kohlen­dampfer find beauftragt, diese Flotte an einer unbekann ten Stelle mit Heizmaterial zu verproviantieren.

Die Kriegsbegeisterung in Italien.

Dem italienischen Kriegsminister liegen tausende von Gesuchen von Offizieren und Unteroffizieren vor, die an dem tripolitanischen Feldzug tellnehmen möch= ten. Außerdem baten in allen Regimentern, die zur Verstärkung des Erpeditionskorps bestimmt sind, dte Offiziere so zahlreich um Berücksichtigung, daß eine Auswahl durch das Los stattfinden mußte. Bei den Truppen, die zur Teilnahme an der Expedition bestimmt sind, kam es zu enthusiastischen Kundgebungen.

Eine Kundgebung für Deutschland in Rom. Sonnabend abend fam es in Rom während einer Musikaufführung zu einer Massenkundgebung für Deutschland. Nach der Aufführung marschierte ein gro ßer Zug nach der deutschen Botschaft und brachte dort unter Rufen Es lebe der Kaiser! Es lebe Deutschland" eine herzliche Kundgebung dar.

Ein Seegefecht an der Kleinasiatischen Küste. Konstantinovel, 2. Oktober. Der Walt von Ja­nina meldet von gestern: 3met itlienische Banzerschiffe bombardierten aus der Ferne die türkischen Torpedo­boote im Hafen von Reschadie, wobei ein Torpedoboot beschädigt wurde. Die italienischen Kriegsschiffe liefen sodann in den Hafen ein, feuerten gegen die Stadt und beschädiaten einige Gebäude leicht. Dann bohrten sie die Torpedoboote in Grund, worauf sie den Hafen ver­Iteßen. Die italienische Flotte lief auch den Hafen von Murto an und nahm dort den Hafenkapitän und dret Barkenführer gefangen.

Das Bombardement von Brevesa.

Sonntag mittag 2% Uhr wurde Prevesa nach schwe= rem Bombardement eingenommen. Viele Gebäude sind zerstört. Eine große Anzahl Einwohner ist getötet. 1600 Italiener befeßten die Stadt. Türkischerseits sind 10 Bataillone gegen sie abaegangen. Der Kampf hat be= reits begonnen. Zum Kommandanten des Feldzuges in Albanien wurde der aus dem albanischen Aufstand bekannte Dichawid Pascha ernannt.

Konstantinopel, 2. Oktober. In Prevesa sind 2 Bataillone türkischer Truppen aus Luros eingetrof­fen. Ein Zusammenstoß mit den Italienern steht be=

vor.

Weitere Drahtmeldungen vom Kriegsschauplake. Athen, 2. Oktober. Das türkische Torpedoboot, das am Sonnabend in der Nähe von Prevesa vor den Schiffen des italienischen Geschwaders flüchtete ind auf den Strand lief, ist vollständig verloren. Der Kapitän tst getötet und acht Mann sind ertrunken. Rom, 2. Oftober. Die italienische Regierung erklärte die Blockade der Küste von Tripolis und Kyre­natka von der tunesischen Küste bis zur ägyptischen Grenze.

Die erzbereite" französische Kriegsmarine. Paris, 2. Oktober. Bei einer Revision des Vizeadmirals Bellun einige Tage nach der Katastrophe der Liberté" auf dem Panzer Patrie" wurde der Be­fazzung der Befehl erteilt, die zur Unterwasserseßung der Pulverkammer dienenden Vorrichtungen in Betrieb zu setzen. Von 38 Schleusen funktionierten 26 nicht. Der Admiral erklärt in seinem Bericht, wenn ein Brand auf der Patrie" ausgebrochen wäre, wäre eine Kata­strophe nicht zu vermeiden gewesen.

Die kampffustigen Mazedonier.

Sofia, 2. Oktober. Mehrere ehemalige Banden­führer aus Mazedonien organisierten eine Freiwilligen­Tegion zum Kampfe gegen die Türket. Ste beabsichtigen, morgen dem italienischen Gesandten ihre Dienste an­zubieten. Der türkische Appell an die Mächte. Konstantinopel, 2. Oftober. Auf die türkische Zirkularnote an die Großmächte ist bisher keine Ant­wort eingelaufen. Wie verlautet, wird der Ministerrat die ganze Nacht versammelt bleiben, um die Antwort abzuwarten.

Drabinachrichten und Demestes.

Die Marokkoverbandlungen vor dem Ministerrat. O Paris, 2. Oktober. Heute vormittag ist der Kabinettsrat zusammengetreten, um sich mit den deutsch- französischen Verhandlungen zu beschäftigen. Ein englischer Dreimaster gestrandet.

Om Bliffingen, 2. Oftober. Ein englischer Dretma­ster ist in der Nähe von West Capelle gestrandet. Zehn Mann der Befaßung ertranfen.

Der Dampfer Kronprinz Friedrich August" wieder flott.

Hamburg, 2. Oftober. Der deutsche Dampfer Kronprinz Friedrich August", der gestern bei Boulogne auf Grund gertet, ist heute früh ohne fremde Hilfe wieder flott geworden und kann seine Ausreise nach Neuyork fortsetzen.

Zimmern begleitete, ausführlich über das Ereignis die­ses Morgens.

Miß Molesworth hörte aufmerksam zu, ohne daß sich auf ihrem schönen, regelmäßigen Antlitz ein Zeichen threr starken inneren Erregung kenntlich gemacht hätte, und ließ sich dann auf einen Sessel nieder.

Schrecklich!" erklärte sie, als er seinen Bericht be­endet hatte. Aber es hilft nichts, ich muß die Toten fehen."

Wie?" rief Friz erschrocken. Das ist ja ganz un­möglich!"

,, Es gibt nichts unmögliches. Es ist das einzige Mal, wo ich Deine Angehörigen sehen kann, wegen des Kranheitszustandes Deines Vaters wurde mein Besuch immer wieder aufgeschoben, und dieses einzige Mal sollte ich mir entgehen lassen?"

" Du mußt, Itede Felica!"

Auf threr marmorweißen Stirn, von der sich die tlefschwarzen Haare scharf abhoben, erschienen zwet fletne senkrechte Fältchen. Ich will es!" erklärte ste etgensinnig.

"

Und ich will es nicht!" versette er fest. Es wäre geradezu eine Sünde, wenn ich Dir Gelegenheit geben würde, Dir diesen graustgen Anblick einzuprägen. Für folche Eindrücke ist Deine Seele nicht geschaffen."

Ste zog dte schöngeschweiften vollen Lippen schmollend nach vorn," Oh, wir Amerikanerinnen fürch= ten uns nicht vor starken Erregungen. Wir haben stählerne Nerven!"

" Mag sein, Itebe Faltcta. Aber ich appelltere an Dein ästethisches Gefühl. Wenn Du das nicht ganz vera leugnen willst, mußt Du Dich intr fügen."

( Fortsetzung folgt.)