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Welt

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Eine Touristenfahrt an die Riviera und nach Barcelona.

Von Dr. Erich Veidl.

icht jedem ist es vergönnt, die Gestade des blauen Mittel­meeres zu einer Zeit aufzusuchen, wo dort das Leben am höchsten wogt; wo großstädtische Vergnügungen und die Wunder des erwachenden Frühlings Annehmlichkeiten in Hülle und Fülle bieten. Manchen wieder schreckt die Kürze seiner freien Zeit, und doch kann man alle Schönheiten der Côte d'Azur auch in raschem Fluge und zu jeder Jahreszeit, selbst im Hochsommer, genießen. Für alle nun, die die Riviera nicht in längerem Aufenthalte mit all seinen Umständlich­keiten, sondern nur als Touristen besuchen wollen, seien die folgenden Zeilen geschrieben, die eine kurze Skizze meiner Außer- Saisonreise" enthalten.

von Wien durchs Pustertal

Die Fahrt ging über Verona Mailand­Turin nach Genua, dann die Küste entlang bis Marseille, hinauf nach Lyon und über Genf- Zürich nach Wien zurück. Nach genußreicher Fahrt durch die Alpen und kurzem Aufent­halte in Verona rastete ich einen Tag in Turin, einer Stadt, die, etwas abseits für den Strom der deutschen Italienfahrer gelegen, gerade auf dieser Reise gut werden fann und einen Besuch durch Schönheiten der Kunst und Natur aufs reichlichste lohnt. In drei Stunden bringt uns dann der diretissimo" nach Genua, wo man wenigstens zwei Tage ver­bringen muß.

Einen für die Stadt, den Hafen, den Campo santo und Castellaccio( Righi), den andern für einen Ausflug nach Nervi an der Levante und zur Villa

Pallavicini in Pegli; entfaltet doch letztere in ihrem un­geheuren Parke alle Wunder des südlichen fast tropischen Pflanzenwuchses. Jetzt weiter nach San Remo. Am Nachmittage eine Fahrt auf der Via della Circonvallazione und ein Gang durch die Stadt. Am sechsten Tage nach Bordighera, wo man bei dreistündigem Aufenthalt Zeit genug hat, per Achse die berühmten Palmenkulturen und

Religiöser Festzug in der Umgegend von Marseille.

an

den Madonnagarten mit den ehrwürdigen Scheffelpalmen zu besuchen. Nun weiter nach Mentone, dessen Prome­naden und malerische Stadt­teile man noch dem­selben Abend genießen kann. Mentone ist auch als Stand­quartier für Monte Carlo zu empfehlen. Verläßt man Mentone um 8 Uhr morgens mit der Straßenbahn, so fann man bis zu der um 10 Uhr erfolgenden Eröffnung der Spielfäle erst die Stadt Monte Carlo besichtigen; denn ich weiß, lieber Leser, daß du eilen wirst, Punkt 10 Uhr dein überflüssiges Geld rasch und schmerzlos im Roulettespiel zu verlieren. Den Mittag verbringen wir in Condamine. Am Nach mittag besuchen wir Monaco mit dem alten Schloß und dem neuen ozeanographischen Institut gegen 4 Uhr bringt uns die Zahnradbahn nach La Turbie hinauf. Abends sind wir, eventuell per Bahn, in Mentone zurück. Der nächste Morgen wird durch einen Aus­flug nach dem Kap Martin

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Ry. 343