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dem anderen den schützenden Liegeplatz, steuert hinaus in die schmutzigen Wasser der Jade.

Wenige Leute nur schauen den sich bald im Dunkel verlierenden Booten nach. Die Abfahrt der Flottille ist streng geheim gehalten. Der Signalmaat mit seinen Gä­sten, die den ablegenden Fahrzeugen beim Loswerfen der Trosse behilflich waren, ziehen sich vor dem vom Him­mel rieselnden Naß schutzsuchend in die Halle zurück. Dort stehen einige Zivilisten, eingehüllt in Regenmäntel. Einer von ihnen nähert sich dem Unteroffizier. Bigarre gefällig?"

"

Gine Unterhaltung entspinnt sich.

Wohin geht die Reise?" Der Zivilist deutet mit

der Hand in der Richtung, in der die Unterseeboote jadeabwärts steuern.

Weiß nicht," antwortete der Maat.

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Na na, jedenfalls doch hinaus. Warum wurde in der Stadt nichts bekannt. Ist ein, besonderer Schlag ge­plant?"

Der Maat verhält sich ablehnend.

Wirklich keine blasse Ahnung. Glauben Sie, mir meldet die Station untertänigst, welchen Befehl die Flot­tille erhält?

Der andere lächelt. Nein-- das nicht, das wohl weniger. Aber ich dachte, Sie würden wohl Be­scheid wissen. Stehen Sie doch hier nicht umsonst, ha= ben doch wohl sicher was von den Besatzungen gehört?" Und wenn schon, meinen Sie, ich dürfte es sagen?" Na- nichts für ungut, Sie verſchloſſenes Grab. Jch will es Ihnen verraten. Sie sollen hinaus, dem Feind entgegen. Versuchen, ob noch was zu ma­chen ist. Ich bin neugierig, ob's ihnen gefingt. Ich wünschte es. Wer täts nicht! Aber, ob sie das Ge­schäft so gut verstehen werden, wie der Feind? Herr gott, es wäre zu schön,--- zu schön, um daran zu glauben! Wenn ihnen nun endlich mal heimgezahlt würde, wenn wir nun endlich mal einen Er­folg hätten!

Ich will Ihnen sagen, ich habe auch mal bei der Marine gedient. Es ist schon lange her,- Vor 40 Jahren.- Da war's so ähnlich, als wir hier nicht aus der Jade herauskonnten, weil die Franzosen mit ihrer überstarken Flotte vor dem Mauseloch lagen. Verzweifelt sind wir damals.-- In wahnwitziger Wut ballten sich unsere Fäuste. Wie oft hieß es, Feuer vorholen", und dann jubelten alle, , hurra, nun geht's hinaus, endlich endlich!" Dann gondelten wir bis zur Schilligreede, suchten den Hori­

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kehrten wieder um und gingen zurück auf unsere Ankerplätze. Man konnte sich nicht mehr am Lande sehen lassen vor Scham, glauben Sie es mir. Die Armee eilte von Sieg zu Sieg und wir verbrachten unsere Zeit untätig mit Geschützexerzieren und ähnlichem Kram. Das Geschäft verleitete mir damals den Marinedienst. Nun kann ich es den Kameraden nachfühlen. Aber so viel Pech), wie jetzt, gibt es ja gar nicht.-- Wer hätte das gedacht, fast unsere ganze Flotte haben diese unterseeischen Teufel uns schon geraubt!"-

Der Maat nickte. Er wurde durch die mitteilsame Natur des Zivilisten gesprächiger gestimmt.

Ja, es ist eine Erzschande. Sie haben recht. Aber warten Sie ab. Mir sagt ein Gefühl, von heut ab tritt eine Aenderung ein. Nicht umsonst wurde auf al­len Werften so fieberhaft gearbeitet. Denken Sie doch, daß allein hier auf der Wilhelmshavener Werft acht Unterseeboote in Zeit von wenigen Monaten fertigge­stellt und erprobt wurden. Tag und Nacht waren die Besatzungen tätig. Fix sind die Kerle, ich habe es oft

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mit angesehen. Im stärksten Strom hier an der Mole manövrierten sie mit ihren Fahrzeugen unter Wasser, daß man glauben sollte, es wären Torpedoboote."

Interessiert lauschte der andere. So tüchtig sind un­sere Unterseebootsbesatzungen? Da gäbe es ja einen

Hoffnungsstrahl. Sie meinen also, endlich wird sich das Blatt zu unseren Gunsten wenden?"

Wer kann das wissen? Aber ich denke, gelingt es unseren Booten, den Feind zu fassen, dann bekommt er tüchtig eins ausgewischt."

Fast zu schön, um daran zu glauben--- aber -- Die da nun wir wollen das Beste Hofsen. hinunter schwimmen, die sind ja unseres Vaterlandes letzte Rettung

Fortsetzung folgt.

*) Den vorstehenden, hochinteressanten Artikel ent­nehmen wir mit Genehmigung der durch die Heraus­gabe patriotischer Bücher bekannten Verlagsfirma Wil­helm Köhler, Minden i. Westf., dem soeben erschienenen Buche Untersee boote an die Front", von Submare, 188 Seiten Text, Preis Mt. 2, durch jede Buchhandlung zu beziehen. Der Herausgeber ist einer der bekanntesten Marine- Offiziere, seine hohe Stellung in der Marine zwingt ihn jedoch, dieses besonders auch in Frankreich und England Aussehen er­regende Buch, welches gerade jetzt in dieser politisch be­wegten Zeit das größte Aufsehen erregen wird, unter Pseudonym erscheinen zu lassen.

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Das Eleonorenheim der Großh. Zentrale für Mutter- und Säuglingsfürsorge( Mütter- u. Säug­lingsheim), Darmstadt, Heinheimerstraße 21, begann am 1. Juni 1911 seine Tätigkeit. Von der sonst üb­lichen Eröffnungsfeier hat man abgesehen. Bis zum 15. Oktober haben 9 Mütter mit 388 Verpflegungstagen mit ihren Säuglingen Aufnahme gefunden, außerdem 25 Säuglinge mit 835 Verpflegungstagen. Der Grund zur Aufnahme dieser Kinder war in 6 Fällen Tod der Mutter, in 7 Fällen schwere Erkrankung der Mutter, in 3 Fällen Tod des Vaters, in 8 Fällen schlechte Pflege­

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stellen, in denen die Kinder nicht gelassen werden konn­ten. Von den 34 Aufnahmen waren 23 eheliche und 11 uneheliche Kinder.

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Oberhessisches Damenheim. Der Schriftführer des Vereins, Professor Mittermaier, schrieb uns: Der Gedanke, in Gießen ein Heim für alleinstehende Damen der gebildeten Stände zu gründen, hat zwar selbstverständlich!- auch Gegner gefun­den. Aber er ist doch bei erneuter Erwägung für richtig und für wichtig genug angesehen worden, so daß im Sommer dieses Jahres schon ein Verein unter dem Na­men Oberhessisches Damenheim" gegründet wurde. Die­ser erlangte durch den Eintrag ins Gießener Vereinsre­gister die juristische Persönlichkeit und kann daher Ver­mögen aller Art erwerben. Er hat auch jetzt schon meh­rere recht erfreuliche Stiftungen und Geschenke annehmen können und eine ansehnliche Mitgliederzahl gewonnen. Unter der Leitung seines Vorsitzenden, des Direktors der Bezirkssparkasse, H. Döring, geht er energisch auf sein Ziel los, in Gießen ein Damenheim für Ober­hessen zu gründen. Es gibt eben doch auch in Ober= hessen wohl eine nicht kleine Zahl von Damen, denen die bisherigen Möglichkeiten, dauernd oder vorübergeh­end behaglichen Aufenthalt zu finden, nicht genügen. Aus einer sehr großen Reihe von Städten aller Art lie­gen schon genügend Erfahrungen über solche Gründun­gen vor. Ueberall bewähren sie sich, und so darf auch der Oberhessische Verein hoffnungsvoll vorwärts schauen.

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Jugendpflege. Der Rhein- Mainische Ver­band für Volksbildung veranstaltete Mitte November eine Fachversammlung" zur Beratung derjenigen Fra­gen, die mit der Erziehung und Fortbildung der nicht mehr schulpflichtigen Jugend zusammenhängen. Vertre­ten waren außer den ständig mit dem Verband in Füh­lung stehenden Bildungsorganisationen der Mittelrhein­kreis der deutschen Turnerschaft und mehrere ihm zuge­hörige Gauverbände und Einzelvereine, der Frankfurter Verein Jugendwohl", die evangelische Jugendhelferver­einigung für Hessen, der evangelische Wartburgverein in Offenbach a. M., der katholische Lehrerinnenverein, der jüdische Verein Monte fiore", der Jugendbildungsaus­schuß der sozialdemokratischen Partei und andere Ver­eine. Bei aller Verschiedenheit der politischen und reli­giösen Stellung der an der Beratung beteiligten Perso­nen, stellte sich doch als gemeinsam heraus einmal das pädagogische Ziel: Heranbildung tüchtiger, charakterfester und ideal gesinnter Persönlichkeiten, und zweitens eine

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