Einzelbild herunterladen

Deutscher Reichstag.

Die dritte Lesung der Wertzuwachssteuer. Zu Beginn der Stzung vom Dienstag sette Präsident Graf v. Schwerin das Haus von dem Hinscheiden des Abg. Singer( Soz.) in Kenntnis, der seit 27 Jahren dem Reichs­tage angehört hat. Das Andenken des Verstorbenen wurde In der üblichen Weise geehrt Im Laufe der Sitzung nah­men die Parteiführer wie der Präsident Gelegenheit, dem Vorsitzenden der sozialdemokratischen Partet, dem Abg. Be­bel persönlich ihr Beileid kundzugeben.

Es folgte sodann die dritte Lesung des Wertzuwachs: Steuergesetzes, zu dem wieder viele Anträge vorlagen. Ein Kompromißantrag verschiedener Parteien zeigte jedoch, daß inzwischen eine Einigung erfolgt ist, und eröffnete so dte Aussicht auf das endliche Zustandekommen dieser schicksals­reichen Vorlage. Allerdings wurde von diesem Antrage ein wesentlicher Differenzpunkt von nicht zu unterschäßen­der staatsrechtlicher Bedeutung nicht betroffen: die in zwei­ter Lesung abgelehnte Steuerfreiheit der Landesfürsten, die dagegen in einem fonservativen Antrage von neuem bean= tragt wurde. In der Generaldebatte, in der zunächst der freifonservative Abg. Arendt für sich persönlich noch einmal

Ehrentages noch eine besondere Weihe erhalten. Ueberall in deutschen Landen, wie in fernen Erdteilen, wo Deutsche sich an diesem Tage festlich vereint haben, hat man der Errungenschaften jener großen Zeit freudig und dank­bar gedacht. Aus allen Kundgebungen Itebevoller Anhänglichkeit, welche mir in großer Anzahl von nah und fern zugingen ist mir die Freude an dem geeinten deutschen Vaterland und das Gelöbnis entgegengeflungen, das Erbe unserer Väter zu erhalten und zu be= wahren. Im Vertrauen auf diese Gesinnung hoffe Ich zuversichtlich, daß es unter Gottes Schutz auch in Zukunft gelingen wird, das durch die Einmütigkeit der deutschen Fürsten und Stämme geschaffene und in den verflossenen vier Jahrzehnten kräftig geförderte Werk im frtedlichen Wettbewerb mit den anderen Kulturstaaten weiter zu festigem und auszubauen zum Segen des teuren Vater­landes. Allen denen, welche Meiner an Meinem Geburts­tage mit freundlichen Glückwünschen und frommer Für­bitte gedacht, oder Mir ihre treue Teilnahme schriftlich und telegraphisch fundgegeben haben, spreche Ich auf diesem Wege meinen wärmsten Dank aus Ich ersuche Sie, diesen Erlaß alsbald zur öffentlichen Kenntnis zu bringen."

feiner pessimistischen Auffassung über den Wert des Gesetzes Singers Tod und die sozialdemokratische Partei.

Ausdruck verlieh, drückte der Abg. Südekum namens der Sozialdemokraten seine Verwunderung über das Kompro­miß aus, das er als einen Erfolg der Rechten darstellte, und lehnte das ganze Gesetz ab. Reichsschahsekretär Wermuth wies noch einmal auf die mit dem Gesetz im Zusammenhang stehenden wichtigen, die ganze Finanzgesetzgebahrung der nächsten Jahre bedingenden Materien hin und betonte da­bei hinsichtlich der Veteranen, daß die Regierung sich für verpflichtet halte, wenn das Gesetz abgefertigt werde, ihnen die Beträge zuzuwenden, die im Etat für sie in Aussicht genommen seien. Eine Abhängigkeit dieser Zuwendungen vom Ertrage dieses Gesezes trete nicht ein. Von den Red­nern der Kompromißparteien, dem Abg. Röside( kons.), Enno( f. V.) und Weber( ntl.) wurden allgemeinere Aus­führungen gemacht, die selbstverständlich sich im Sinne der Ausführungen des Staatssekretärs hielten. Es kam da­rin auch zum Ausdruck, daß der ländliche Besitz nicht etwa bevorzugt ist.

Die Debatte über den kritischsten Punkt, die

Steuerfreiheit der Landesfürsten,

leitete Staatssekretär Wermuth mit einer großzügig ange­Iegten, auf vom Reichskanzler inzwischen eingeholte Rechts­gutachten sich stützende Rede ein. Er schied vor allem das vermögensrechtliche Interesse der Fürsten aus, behandelte die Frage von der staatsrechtlichen Seite und bezeichnete es als logische Konsequenz der Steuerfreiheit der Bundesfür­sten, auch in diesem Punkte die durch die Reichsver­fassung unangetastete persönliche Souveränität der Landes­herren nicht zu verletzen. Er verwies darauf, daß im Aus­lamde die Gesetzgebung diese Vorrechte anerkenne; beson­ders ist im englischen Wertzuwachssteuergesetz die Steuer­freiheit ausdrücklich vorgesehen. Es müßte, so erklärte der Staatssekretär zum Schluß, wenn die Zivilliste nach Ver­äußerung eines Grundstückes um die Steuer verringert würde, die Zivilliste um die gleiche Summe in bar erhöht werden, so daß die Steuer schließlich dem Staate zur Last siele. Verschiedene Parteien fürchten, daß die Steuerfrei­heit der Fürsten agitatorisch ausgebeutet werden wird. Das könne nur durch einen Mißbrauch geschehen, dem wir mit aller Energie entgegentreten würden.

Abg. Neumann- Hofer( f. Vp.) hält es für einen staats­rechtlichen Fehler, die Fürsten von der Steuer freizulassen. Abg. Göhre( Sozd.) erklärte, die Landesfürsten hätten besser getan. freiwillig auf die Steuer zu verzichten. Abg. Zehn­tex( 3.) hofft, daß seine Partei einstimmig dem konservati­ven Antrag auf Steuerfreiheit der Landesfürsten zustimmen werde. Abg. Weber( ntl.) erklärte, der überwiegende Teil seiner Fraktion werde wie in der zweiten Lesung gegen die Steuerbefreiung stimmen. Abg. Dove( f. Vp.) bittet eben­falls, an diesem Beschlusse festzuhalten

Der Vorsitzende der sozialdemokratischen Parteileitung und Führer der Sozialdemokratte Paul Singer ist, wie gemeldet, am Dienstag im 67. Lebensjahre in Berlin ges storben. Singer litt an Arterienverfaltung und einer Lun­genentzündung, die das schon geschwächte Herz sehr stark in Anspruch nahm. Von dieser Herzmuskeischwäche konnte sich Singer nicht mehr erholen. Das Bewußtsein war in den letzten Tagen häufig getrübt, feit Dienstag früh aber ganz geschwunden. Die Beerdigung soll, einem Wunsche des Verstorbenen zufolge, in Friedrichsfelde stattfinden.

In der bürgerlichen Presse wird die Frage aufgeworfen, wer Singers Nachfolger werden und welchen Einfluß sein Tod auf die sozialdemokratische Partei haben wird. Der Hann. Cour." sagt: Singers Tod bedeutet für die So­zialdemokratie weit mehr als den Verlust eines einzelnen Mannes. Wer weiß, vielleicht fann er für sie zum Wende­punkt, zur Epoche werden. Mit Liebknechts Tod kamen die Revisionisten auf, es wäre möglich, daß Singers Tod ein erster Anfang ihres Sieges würde. Er war ihr gefährlich­ster Gegner."

In namentlicher Abstimmung wurde der konservative Antrag auf Steuerbefreiung der Landesfürsten mit 166 ge= gen 138 Stimmen bei 17 Stimmenthaltungen angenommen. Dafür stimmten die Konservativen, die Reichspartei, das Zentrum und von den Nationalliberalen die Abg. Paasche, Beck Heidelberg, Everling, v. Schubert, Vogel, Wölzl und Sagemann. Die Polen enthielten sich der Stimmen. Die Stenerfreiheit des Landesfürsten ist also wiederhergestellt. Abg. Neumann- Hofer( Voltsp.) beantragt einen Zu satz, wenach durch Landesgesetz Ausnahmen von der Steuer­freiheit der Landesfürsten zugunsten der Gemeinde gemacht werden können. Schaßsekretär Wermuth erklärte, daß er feine Bedenken gegen den Antrag habe. Der Antrag wurde Sarauf fast einstimmung angenommen.

Der Dank des Kaisers.

Der Reichsanzeiger" veröffentlicht folgenden, an den Reichsfanzler gerichteten, vom 30. Januar datierten kaiser= lichen Erlaß:

rücht zutreffend sei, daß der Gouverneur seinen Abschied neh men wolle. Der Staatssekretär bestätigte dieses Gerücht und fügte hinzu, daß die Nachfolgerfrage deswegen etwas schwierig sei, weil das Gouverneurgehalt im vorigen Jahre um 20 Prozent gekürzt sei. Ein nationalliberaler Abge­ordneter führte aus, daß nach seinen persönlichen Wahrneh­mungen der Gehaltsabstrich besser unterblieben wäre. Es erscheine richtig, die gestrichenen 10 000 M wieder einzu­sezen. Der Staatssekretär und der Vertreter des Reichs­schazamts standen der Anregung sympathisch gegenüber. Auch ein konservativer Redner hatte die Erhöhung des Gouverneurgehaltes auf den alten Sah befürwortet. Das Zentrum und die Sozialdemokratie waren für Beibehal­tung der Streichung der 10 000 M. Bei der Abstimmung wurde der Antrag auf Wiederherstellung des Gouverneur­gehaltes in der früheren Höhe( 50 000 M) mit 13 gegen 11 Stimmen abgelehnt.

Die Leipziger Neuesten Nachr." urteilen: Singer ist der offizielle Führer der Partei gewesen, einer der anderen wird jetzt an seine Stelle treten. Aber diese anderen tragen doch, selbst an seinem Maße gemessen, den Stempel des Epigonentums; wie Grillenberger und Lieb­knecht und dereinst auch Bebel schwerlich einen vollgültigen Ersatz finden können, so auch Singer, dessen Persönlichkeit zuletzt das stärkste Ferment für die auseinanderstrebenden Richtungen war. Im Temperament, im Raffinement der Taktif, in fühler Gelassenheit, kommt ihm vielleicht Wolf­gang Heine gleich, aber dieser Mann gehört zu den Ver­fehmten des Radikalismus. So leuchtet als Stern Jakobs nur Ledebour am Himmel der Genossen, wenn man nicht einen der kleinen Götter als Kompromißkandidaten voischickt. Dann aber wird die Partei es noch in verstärk­tem Maße spüren, was sie an Singer verlor."

Mit herzlicher Freude habe Ich auch an Meinem dies­jährigen Geburtstage erfahren dürfen, wie sehr mir alle deutschfühlenden Herzen im Vaterlande zugetan sind. Durch die Erinnerung an die vor vierzig Jahren erfolgte Be­gründung des Deutschen Reiches hat die Feier Meines

Der Famillenschmuck der Wallutjeffs.

Kriminalroman von Freifrau G. v. Schlippenbach. Nachdruck verboten.)

21)

Wie, wenn das Unglück ihren Liebling treffen sollte? Wenn der kräftige, blühende Knabe erkrankte und dahin­frechte, wenn das Kind am Ende gar starb? Schaudernd barg die junge Mutter das blasse Antlitz in den Händen.

Wer Singers Nachfolger in der Parteileitung wird? so fragt die Magdeb. 3 tg.", und sie antwortet Auf dem letzten Magdeburger Parteitag hat sich der Stuttgarter Verlagsbuchhändler Heinrich Die als Verhandlungsleiter in schwierigsten Situationen bewährt. Wenn die Sozial­demokratie überhaupt eine süddeutsche Spiße erhalten kann, würde dieser wohl der geeignetste Nachfolger sein."

Die Tägl. Rundschau" sagt kurz: Es ist Führer­dämmerung in der deutschen Sozialdemokratie. Wem soll man den Stab der Herrschaft in die Hand drücken? Denn bekanntlich wird nirgends monarchischer regtert, als hter."

Rundschau vom Cage.

Politisches.

Die Reichstagskommission für die Gewerbenovelle faßte am Dienstag zur Frage des Fortbildungsunterrichts auf volksparteilichen Antrag einen Beschluß, und zwar mit 12 gegen 10 Stimmen, der erheblich über die Vorschläge der Regierung hinausgeht. Der Regierungsentwurf enthält über die Einführung des Fortbildungsunterrichts über­haupt eine nur fakultative Bestimmung. Demgegenüber wurde beschlossen, daß in Gemeinden mit mehr als 10 000 Einwohnern der Fortbildungsunterricht eingeführt werden muß. Soweit sich in kleineren Städten ein Bedürfnis heraus­stellt, soll die Landeszentralbehörde auch hier die Errichtung von Fortbildungsschulen anordnen können.

Die Reichstagsfommission für den Kolonial- und Kon­sular- Gerichtshof hob gestern mit Rücksicht auf das von der Regierung ausgesprochene Unannehmbar ihren Beschluß er­ster Lesung, wonach Hamburg zum Sitz des Gerichtshofes gemacht werden sollte, auf, und bestimmte mit sieben gegen sechs Stimmen bei einer Stimmenthaltung als Siz Berlin.

Ueber den Termin der nächsten Reichstagswahlen herrscht noch immer völliges Dunkel. Der Münchener Ma­gistrat hat nun den Beschluß gefaßt, durch den bayerischen Städtetag bei der Staatsregierung vorstellig zu werden, daß diese bei der Reichsregierung Schritte unternimmt, damit ste den Termin für die Reichstagswahlen auf spätestens Ende September oder Anfang Oktober festsetze mit Rücksicht auf die Ende November beziehungsweise anfangs Dezember in Bayern stattfindenden Gemeindewahlen. Einem in Berliner parlamentarischen Kreisen zirkulierenden Gerücht zufolge soll übrigens der Reichskanzler neuerdings beabsich­tigen, die Wahlen erst im Februar 1912 stattfinden zu lassen und zwar soll bereits ein bestimmtes Februardatum als Wahltermin genannt sein.

Marias Mutter, Lisaweta Borissowna Lobanoff, war gleich nach Jegors Abreise zu ihrer Tochter gezogen. Sie suchte sie zu beruhigen. Die alte Dame war die Witwe eines Generals, der sich im Türkenkriege ausgezeichnet hatte. Sie selbst war eine energische Frau, der die Furcht etwas Unbekanntes war. Außer Maria, ihrer einzigen Tochter, hatte sie fünf Söhne gehabt, die sie nach dem frühen Tode ihres Mannes zu tüchtigen Männern erzogen und mit fester Hand geleitet hatte. Die Fürstin Lisaweta und Maria waren zu grundverschieden, um sich nicht in­nerlich fremd zu bleiben. Erst als das junge Mädchen Jegor Wallutjeff heiratete, als sie zu ihrer Schwieger­mutter in das Verhältnis einer Tochter trat, lernte sie das fennen, was sie zu Hause cft entbehrt hatte; Liebe und Verständnis ihres innersten Denkens und Fühlens. Anastasia Pawlowna war eine edle, gute Frau, so daß alle, die mit ihr in nähere Berührung tamen, sielieben und bewundern lernten. Maria besaß eine an Schwär­merei grenzende Zuneigung für die alte Dame, und nun war si: gestorben, allein in einem fremden Land. Nie mehr würden die milden Augen ihre Kinder sehen, ihr Enkelchen sollte nicht mehr den Segen der Großmutter empfangen. Mit welchem Stolz und Glück hatte Maria an den Tag gedacht, an dem sie das schöne, starke Kind Anastasia Pawlowna entgegentragen würde, den Erben des alten gräflichen Namens der Wallutjeff.

Mit banger Sehnsucht erwartete die junge Frau den ersten Brief ihres Mannes aus Luzern, der das düstere Geheimnis aufklären sollte. Und als Jeaors Zeilen an­

-

Kleine Nachrichten.

Eine reiche Stiftung ist der Stadt München zugefallen. Sie hat von den Rentnersehegatten Franz und Fannt Hoffmann aus Anlaß ihre bevorstehenden silbernen Hoch­zeit 250 000 für Fürsorgeanstalten erhalten.

Der bevorstehende Rücktritt des Gouverneurs von Kiautschou, Truppel, kam in der gestrigen Sitzung de rBud­getfommission zur Sprache. Dabei fiel auch einiges Licht auf die Gründe, die den verdienten Beamten zu seinem Ent­schluß bestimmt haben dürften. Ein Kommissionsmitglied richtete die Anfrage an die Marineverwaltung, ob das Ge­

Ein großer Bergabrutsch entstand gestern auf der rhei­nischen Zeche Osterfeld. Unter den Gesteinsmassen wurden vier Arbeiter begraben. Nach sechsstündigen Rettungs­arbeiten gelang es, zwei Bergleute als Leichen, einen lebensgefährlich Verletzten und den vierten unversehrt zu bergen.

langten, als Maria die näheren Umstände des Mordes gelesen, sank sie schluchzend in die Knie:

,,, Gott, so ist es wahr," meinte sie erschüttert, der Familienschmuck ist gestohlen, nun kommt das Unglück über unser Haus!"

Ein großer Felssturz wird von der Küste bei Dover ge­meldet. In der Nacht zum Dienstag lösten sich ungeheuere Massen von den Felswänden, die Hunderte von Fuß hoch aus der See emporstreben, und stürzen in die Tiefe, wo sie wie ein mächtiger Wall dicht vor dem Wrack der gestrandeten Preußen" liegen.

Aber Marußja( Maria), wie kann man denn so mutlos sein!" rief Lisaweta Borissowna, in das Zimmer tretend ,,, wirklich, ich schäme mich Deiner. Sollte man glauben, daß Dein Vater der tapfere Soldat war, der die Türfen bei Plewna schlug.

Die Vulkanausbrüche auf den Philippinen dauern fort. Mehrere Eingeborenendörfer sind zerstört. Die Zahl der Toten beträgt etwa 400.

Furchtbare Schneestürme werden aus ganz Südrußland und von der Küste des Schwarzen Meeres gemeldet, durch welche der Bahnverkehr gestört wird. Zum Teil mußte der Verkehr eingestellt werden. Der Schiffsverkehr mit Odessa hat aufgehört. Einige Züge sind im Schnee stecken geblieben.

Ach, Mamascha, was hat das mit meinem Kummer zu tun?" sagte Maria, indem sie das tränenüberströmte Gesicht erhob, Du verstehst mich nicht," fügte sie leiser hinzu.

flagten getreten.

Ver

in Darn

heren wen G Gigenicha

bis Mär

zu drei

Ein Arteilt.

Wrat aug

antworte

einwandf daß dady

ein Bein

zur Folg

vorragen

ihren 1 er durch fahrlänig de desha Verhand

Unierschleise von einer Million Mark find, wie fich jetzt herausstellt, im Laufe des vorigen Jahres bei der Bant­firma Richard Landsberger in Berlin gemacht worden. Die interschleife wurden, wie die Voss. 3tg." meldet, von et­nem Angestellten begangen, dessen Prokura schon vor eini­ger Zeit gelöscht worden ist. Schwierigkeiten der Firma sind damit nicht verbundent.

Ja, ich verstehe es nicht, daß ein vernünftiger, ge­bildeter Mensch sich so dem Aberglauben hingibt und vom Besitz einer Sache Glück oder Unglück abhängig macht," entgegnete Lisaweta Borissowna mit ungeduldigem Ach­selzucken, laß mich doch Jegors Brief lesen."

,, Da ist er," sagte Gräfin Wallutjeff.

Eine Familientragödie hat sich gestern nacht in einem Hause der Stolpestraße in Berlin abgespielt. Dort wohnte die 46jährige Hebamme Marwiß mit ihrer Tochter. Lettere war schon längere Zeit verlobt und der Bräutigam hatte jetzt die Verlobung rückgängig gemacht. Aus Gram darüber haben sich die beiden Frauen durch Leuchtgas vergiftet.

Die Rektorswitwe Paula Herberich, die, wie berichte, ihren Mann nach einem Streit erschossen hatte und dafür zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden ist, legte feine Revision gegen das Urteil ein, das jetzt rechtskräftig geworden ist. Sie wurde nach der Gefangenanstalt Eischach transportiert.

Sie erhob sich von ihren Knien und trat still an das Fenster, den Vorhang ein wenig zur Seite schiebend. Es hatte in der Nacht stark geschneit. In blendendem Weiß lag die Kaiserstadt da. Die Newa vor dem Palast war schon lange zugefroren; jetzt benutzten Fußgänger und Schlitten die feste Eisdede, um nach Wassili- Ostrowo zu kommen. I nder Mitte des Flusses war ein Schloß aus Eisblöcken erbaut, am Abend erleuchteten bunte elektrische Lampen diesen Feenpalast, der dann in märchenhafter Schönheit prangte.

Eine schwere Vergiftungskatastrophe ereignete sich in Vils in Tirol. Gin italienischer Arbeiter, der mit drei Söhnen in Vils eintraf, um Arbeit zu nehmen, machte in der Stuve, in der die vier Unterfommen gefunden hat= ten, da ein Ofen fehlte, ein offenes Holzfeuer an. Darauf legte er Steinkohlen, damit die Wärme anhalte. Als man früh die Leute wecken wollte, fand man sie alle vier tot vor. Durch Kohlengase waren sie erstickt.

,, Run, Jegor hat alle Schritte getan, um dem Raub­mörder auf die Spur zu kommen," sagte Fürstin Lobanoff trocken, nachdem sie den Brief gelesen, Du wirst sehen, daß ihr bald wieder in den Besit des Schmudes gelangt, diese Detektins leisten das Unmöglichste, beruhige Dich, Marußia."

Lisaweta Borisowna schlak, ihre Tochter in die Arme

Aus den Berichtssälen.

Im Essener Meineidsprozeß gegen Schröder und Ge­nossen wurde am Dienstag die Vernehmung der Ange=

und füßte sie. Sie liebte ja ihr Kind, wenn auch nicht ganz so innig wie die Söhne, die ihrem Herzen näher standen.

Ich möchte nach Walkowo, um meiner geliebten Schwiegermutter die letzte Ehre zu erweisen," sagte Ma­ria Nikolajewna.

Das ist selbstverständlich, mein Kind," versezte die Fürstin, es ist Deine Pflicht. Was würde die Welt dazu sagen, wenn Du es unterließest? Du wirst ja durch Jegor hören, wann er mit der Leiche in Walkowa eintrifft. Dann hast Du noch Zeit genug, von hier abzureisen; Deine Kammerzofe und der Diener Fedor müssen Dich begleiten."

Und Du wirst so lange hier bleiben, Mamascha? Unser Söhnchen darf nicht ganz den fremden Leuten über­lassen sein," bat die Gräfin Wallutjeff.

Ja, wenn es Dich beruhigt, mein Täubchen, obgleich ich eigentlich zu Deinem Bruder Sergei wollte," entgeg= nete die Fürstin mit leichtem Bedauern in der tiefen, fast männlichen Stimme.

Das kannst Du, sobald Jegor und ich wieder in Petersburg sind, Mamascha. Es tut mir leid, daß Du ein Opfer für uns bringen sollst."

Laß es gut sein, Marußia," antwortete Lisaweta Borissowna ,,, ich bin eine Mutter, die nicht an sich selbst denkt, sondern nur an ihre Kinder." Maria seufzte leise.

Das

Die Heil

recht felt

nach geh

Daß jie

maat, ich

Von ein

zu berich

start besi Gestalt

dem Mär

lafen gej

maste, d

In den

jobald es

lungfudhe

roße P

allen Me

Tod in A

nach Ehre

beißen m

weiter pr

ipielender

Frauen i

des Heils Sie imme Beilunge

Ja, zehn Mal an die Söhne, dann erst an mich," dachte sie traurig. Jegor Mallutjeff meldete seiner Frau den Tag seiner Abreise aus Luzern. Er hatte alles Geschäftliche erledigt, hatte Clairon abreisen sehen und sich mit den Schweizer Behörden verständigt. Es blieb ihm jetzt nur noch die heilige Pflicht, die Neberreste seiner geliebten Mutter in die Heimat zu bringen. Den ersten Brief des Geheimpofizisten aus Toulon mit der verabredeten Chiffre 3. 3.empfing Graf Wallutjeff noch in Luzern.(&. f.)

Propagar

Tolit

Aus Lon

Meldung

Resming

Jesnaja

sortium

fchen Be

ameritan

3 errich

Morgen

ziehungs

bauschule

Zeichnun

gen will

Konjorti landwirti

Drnd stehende

vor etwa jcheint jet World M

en über

anzugebe

Sei cleft

ze, die a

fortzuroll

unterlage

trijche Le

Papier e

Tag war

war die

weit gedi

ruden f aber er

foweit a werden f

Maschine

nes, das

zum Im jedenjalls der Papi

dem neu

Shriftia widelten

dern dief

mafchine dem imp

Drndt h

Untergri

durch de

des als

des Papi

hervorges

in Farbe

ten Phot

jür den

iwärze,

fange bei

Pruden Arbeitsfy

das bishe

bei nener

tet werde

Drudpapi

Irijchen S

dig fie fo

men entie

Die bauptitad

lich fürz

einzig in eln" und

bon jo vi

aber wirt

glieder

Augustoil

ren. Sie

und Gr

Heiden.

Und wie

gewaltige allerdings

zählt, tit

gespannt

tennen,

Orient,

Ben hold