Ausgabe 
1.4.1911 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

u.

pine

tief

fiel

chuf Leipzig

Glanz

st Stoun's 1904

länzend

ine

Fährte tur.

ich.

en tige, bor Bare, lie Tifte fret

gers,

Weftfal öner

Dogge

erfuß

im.

-Mafiau gu

ot

er.

Mainz.

äus- Ge

männli

im Mat

Vereinig Tartusge

gemeinde;

en männ­

d.

6. Paf

Versamm gemeinde; ten weib

am Lan­nst Beichte hannesge arrer jeder

he Rollefte ter über­

enso wird

ngelischen

Uhr: Ge

Debetes.

Beicht.

der Bet

union.

rauf feier

Or ift Fa

n.

Gießener Zeitung

( Neueste Nachrichten)

Bezugspreis 50 Pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen

oierteljährlich 1,50 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweig­ausgabestellen vierteljährlich 1,20 Mf. Erscheint jeden Werktag früh.- Die Illustr. Weltrundschau" Redaktion: liegt alle 14 Tage einmal gratis bei. Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H.

-

Nr. 78.( 1. Blatt.)

Schwarz- Grün.

Schwarz- Grün soll es sein, das Band, an welchem die neue Kriegsdenkmünze zu tragen ist, die der neue Kriegsminister Berteaux beschaffen will. Was die Farben Schwarz- Grün besagen sollen, kann sich jedes Kind sagen. Trauer und Hoffnung zugleich sollen sie zum Ausdruck bringen. Was sagt nun Berta v. Sutt­ner, was sagen all' unsere anderen Friedensschwärmer? Ein schöner Traum ist dahin. Es wär zu schön gewesen, es hat nicht sollen sein. Sonst liegt uns nichts ferner als Spott, aber hier ist er am Plazze! Diese Friedens­schwärmer kennen nicht die wirklichen Verhältnisse. Wohl ist das französische Volk, besonders das Landvolk, fried­liebend. Aber es ist auch leicht mit fortzureißen von den Hezzadvokaten in Paris. Und von welcher Gesinnung diese gegen uns erfüllt sind, das zeigen uns die Farben Schwarz- Grün, die sie für das Band der neuen Kriegs­denkmünze ausgesucht. Kein Volk in Europa gibt's, welches so wie die Franzosen den Kriegsruhm liebt. Einer ihrer eignen Dichter singt von seinem Volke:

Und weil es denn Geklirr von Waffen liebt, von blanken

Und Trommelschlag und Pulverdampf, Gabst Du, Napoleon, den Erdball ihm zur Rennbahn ohne Schranken,

" Zum Tagewerke Kampf auf Kampf. Kein Volk in Europa ist so empfindlich wie die Fran­30sen, wenn es durch Niederlagen in seiner militärischen Ehre verletzt wird. Das wissen die Machthaber in Pa­ris. Darum tun sie alles, was sie können, das Volk, das friedliebende, immer wieder an die Trauer der Na­tion von 1870 und 1871 zu erinnern, und die natio­nale Hoffnung zu beleben. Daher: Schwarz- Grün!

er­

Und nicht bloß sind es die Machthaber. In Frank reich sind alle Gebildeten von Revanche- Gedanken füllt. Auch heute noch. Bei uns ist die gebildete Welt vielfach weltbürgerlich angetränkelt, auch heute noch! In Frankreich hörte und hört man die vornehmsten Ver­treter der Wissenschaft Hezreden gegen Deutschland hal­ten. So hörte Schreiber dieses den berühmten Forscher Pa ste ur seinerzeit bei einer Preisverteilung die be­rühmten Worte sprechen: Immer muß Frankreich seine Augen nach der Ostgrenze gerichtet halten. Solche Leute imponieren doch ganz anders, als der deutsche" Schrift­steller Hesse- Wartegg, der allerdings von Geburt De sterreicher ist, der sich jetzt nicht schämt, aufs eifrigste die französische Beschönigung der Mißhandlungen in der Fremdenlegion gutzuheißen und damit das Wohlgefal­len der französischen Blätter, sogar des offiziösen Temps" erlangt hat. So etwas kann wirklich nur einem deut­schen Gelehrten passieren, einem Franzosen und Eng­länder gewiß nicht.

Hätten wir national gesinnten Deutschen nicht schon längst gewußt, wie wir mit Frankreich daran sind, jetzt wüßten wir es ganz bestimmt. Delcassee und Berteaux sind die führenden Geister im Ministerium Monis; be­zeichnender Weise der Marineminister und der Kriegs­minister. Diese beiden sind die Männer, die die Lage Halten wir unser Pulver in Frankreich beherrschen. trocken! Das lehrt uns das schwarz- grüne Band neuen Kriegsdenkmünze der Franzosen.

-

Germanicus.

Aus Stadt und Cand.

Gießen, den 1. April 1911.

der

* Gießen, 1. April. Der Großherzog hat den außerordentlichen Professor bei der medizinischen Faful­tät der Landesuniversität Dr. med. K. v. Eicken zum ordentlichen Professor an dieser Fakultät ernannt.

Gießen, 1. April. Nach einer Verfügung des Justizministeriums tritt vom 1. April ab eine Herab­setzung der Gebühren der Gerichtsvollzieher für amtliche

Zustellungen in Kraft. In den Städten Darmstadt, Of fenbach, Gießen, Mainz und Worms werden die bisherigen Gebühren der Gerichtsvollzieher von 40 auf 24 Pfg., von 30 auf 18 Pfg. und von 25 auf 15 Pfg. herabgesetzt. Bei den Gerichtsvollziehern in den übrigen Orten der Provinzen Starkenburg und Rheinhessen er­mäßigen sich die Gebühren von 40 auf 30, von 30 auf 22 und von 25 auf 18 Pfg.

-m Gießen. Der Stadtverordnete Grünewald be­fonte in der Sitzung der Stadtverordneten, daß man gegen die Schaffung einer neuen Universität, wie sie in Frankfurt geplant sei, nichts einwenden könne, zumal die Gießener Universität durch diese Neugründung weder in Threr Existenz, noch in ihrer Blüte bedroht werde. Die Mainzer Jour." verbreitete Nachricht, daß im Gie­Bener Stadtrat geäußert worden sei, eine neue Fabrik

vom

der Großherzoglichen Bürgermeisterei

des Großherzoglichen Polizei- Amtes Behörden Oberhessens sowie vieler anderer Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.)

Samstag den 1. April 1911

sei der Stadt mehr wert, als die ganze Universität, sei völlig aus der Luft gegriffen. Nicht einmal dem Sinne nach sei eine solche Aeußerung gefallen, wie überhaupt Gießen für seine Universität bis jetzt die allergrößten Opfer stets gebracht hat.

*

Gießen, 1. April. Der hessische Anwaltsverein ernannte den ältesten hessischen Rechtsanwalt, Geheimen Justizrat Theophil Ba ist, anläßlich seines Rücktritts in den Ruhestand zum Ehrenmitglied. Baist, der jetzt im 85. Lebensjahre steht, ist seit 1854 in Gießen als Rechts­anwalt tätig.

-n- Gießen, 1. April. Der erst vor kurzem hier ins Leben getretene Naturheilverein hatte für gestern abend im Hotel Schütz einen Vortragsabend ver­anstaltet für den Dr. med. Bachem aus Frankfurt a. M. als Redner gewonnen war. Der Referent behan­delte das Thema: Die Naturheilbewegung, was sie er­reicht hat und noch erreichen will." An vielen Beispie­len aus der Praxis zeigte der Redner die Vorteile der Naturheilkunde gegenüber der Medizin. In die aufge­legten Listen zeichneten sich eine Anzahl Personen als Mitglieder ein.

r Werdorf, 1. April. Der Kriegerverein feiert sein Stiftungsfest am 2. und 3. Juli.

== Ulm( Kr. Wetzlar), 1. April. Der ehemalige, jetzt völlig erblindete Musketier Fr. Schöndorf hatte am 20. Dezember 1909 dem Reichstag eine Petition ein­gereicht, in der er die Anerkennung seines Anspruchs auf Militärinvalidenrente beantrage. Die Petitionskom­mission verhandelte darüber und beschloß, über den An­trag zur Tagesordnung überzugehen, da Petent den Instanzenzug nicht erschöpft habe und auch nicht erwie­sen sei, daß das Leiden infolge des Militärdienstes ein­getreten sei. Daraufhin hat Petent nachträglich den Instanzenzug erschöpft und legt nunmehr eine neue Ein­gabe vor. In derselben bittet er nochmals um 3uer fennung der Rente. Die Kommission des Reichstages für Petitionen hat nun beantragt: Der Reichstag wolle beschließen: die Petition des Friedrich Schöndorf dem Herrn Reichskanzler zur Erwägung zu überweisen, ob bem Petenten aus Billigkeitsgründen eine Unterstützung gewährt werden kann, über die Forderung des Peten­ten selbst auf zuerkennung einer Militärrente, jedoch zur Tagesordnung überzugehen.

eine

* Niedershausen. Kürzlich tagte hier Versammlung von Interessenten des beabsichtigten Bahn­baues Löhnberg- Niedershausen- Obershausen- Nenderoth= Beilstein- Herborn. Es wurde ein Komitee gewählt, wel­ches die Förderung dieser Linie energisch betreiben soll.

*

Wiesbaden. Die Milchhändler von hier und Umgegend haben beschlossen, falls sich ein Zusam­mengehen mit den Frankfurter Milchhändlern beim Be­zug der dänischen Milch nicht erreichen lasse, den Pro­duzenten den Preis von 17 Pfg. zu bezahlen, ohne eine Preiserhöhung von den Konsumenten zu fordern. Sollte jedoch die Einigung mit Frankfurt erfolgen, so werden Milch mehr abnehmen. die Wiesbadener Händler ihren Lieferanten länger feine

*

Frankfurt. Das 2jährige Söhnchen. eines

Schneidermeisters stürzte in einen Zuber heißen Wassers und erlitt so schwere Brandwunden, daß das Kind nach

wenigen Stunden starb.

Darmstadt. Im Großherzogtum ist anstatt des früheren Lehrermangels jetzt eine erhebliche Ueber fern Lehrerbildungsanstalten zur Entlassung gefomme

füllung im Lehrerberufe eingetreten. Die jetzt an un­

nen Schulamtskandidaten können vorläufig nicht alle zur Anstellung kommen.

Darmstadt, 1. April. Im Anschluß an die Kammersizung hielten die größeren Fraktionen noch ver­

trauliche Besprechungen über ihre Stellungnahme zu den Abänderungsbeschlüssen der Erſten Kammer in Betreff

der Wahlrechtsvorlage, des Gemeindeumlagengesetzes 2c.

Tagesordnung des am Dienstag wieder zusammentre ab. Die Wahlrechtsvorlage steht als Punkt 1 auf der

Fahren Sie

SUPERIOR

RAD

musterhaft in Bau u Ausstattung, grösste Stabilität, vorteilhafteste Preislage! Fordern Sie illustrierte Preisliste auch über Nähmaschinen Haushaltungsgegenstände, Waffen, Uhren, Musikwaren, sowie sonstige o Radfahrer-Bedarfsartikel.gratis u. franko.

HANS HARTMANN A: G.EISENACH 5 GROSSTES FAHRRADHAUS MITTEL- U.SÜDDEUTSCHLA

( Gießener Tageblatt)

Anzeigenpreis 15 Pfg.

die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs­zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H.

Telephon: Nr. 362.

23. Jahrg.

tenden Plenums der Zweiten Kammer; das Gemeinde­umlagengesetz aber wird die Kammer vor Ostern wohl nicht mehr beschäftigen.

Hanau. Die Handelskammer stimmte dem Ge­setzentwurf wegen Einführung obligatorischer Fortbil­dungsschulen in Gemeinden mit über 10 000 Einwoh­nern zu und empfahl, auch körperliche Uebungen in den Lehrplan mit aufzunehmen.

*

Landau. Staatlich geprüfte Blizableitersetz­erin", diesen Titel führt als erste Dame Frau Lina Hornbach. Sie ist Inhaberin eines Dachdeckungs­und Blitzableitergeschäfts und unterzog sich in der Kgl. Kreisoberrealschule in Kaiserslautern einem Blizableiter­fursus.

== Erbach, 1. April. Nicht bestätigt wurde vom hiesigen Kreisamt der zum Beigeordneten gewählte Mau­rermeister Schwinn in Lützel- Wiebelsbach, da Schwinn Anhänger der sozialdemokratischen Partei ist.

Ohne Nahrung kein Gedeihen! Wer viel und angestrengt arbeiten muß, dabei aber nicht genügend zu essen und zu trinken hat, wird bald elend zugrunde gehen.

Ganz ähnlich verhält es sich mit unseren Ackerkulturen. Wenn dieselben uns reiche Ernten bringen sollen, müs­sen wir sie entsprechend füttern, d. h. wir müssen sie fräftig düngen. Düngen wir unsere Felder nicht reich­lich, so werden die Ernten sehr bald immer unbefriedi­gender ausfallen. In richtiger Weise ausgeführte starke Düngungen verlohnen sich dagegen stets sehr gut. So düngte z. B. Herr Gutsbesitzer Hermann A bicht in Leubsdorf( Thüringen) einen Teil seines Kartof­felfeldes doppelt so stark mit Thomasmehl als wie das übrige Feld; nämlich mit 1000 Kg. pro Hektar. Die Kali- und Stickstoffgabe war dagegen auf beiden Tei­Ten gleich stark. Lediglich durch die Verdoppelung der Thomasmehlgabe, die pro Hektar nur einen Mehrauf­wand von rund 26 Mt. verursachte, wurden auf die­sem Teil vom Hektar über 1000 Kg. Kartoffeln im Werte von etwa 50-60 Mt. mehr geerntet, als wie bei der nur halb so starken Düngung.

Schwächezustände,

Unluft zur Arbeit,

Mangel an Energie.

Dieser Zustand beruht auf ei­nem mangelhaft genährten Kör­per in dessen Blut die nötigen­Bestandteile fehlen; es liegt häu­fig ein Mangel an roten Blut­förperchen vor, welche unbedingt notwendig sind, um sich kräftig und frisch zu fühlen. Ein her­vorragendes Mittel zur Hebung der Körperiräfte besitzt der Arz­neischah in Leciferrin, welches die Hauptbestandteile des Blu­tes und der Nerveusubstanz ent­hält und auch sehr günstig auf wirkt, sowie den Appetit hebt.( 213) die Verdauung und Assimilation

Preis der Flasche M. 3;

enthält Dvo- Lecithin 0.5. Eisen als Eisenoxydhydrat an Buder gebunden 0.75, aro­matische Bestandteile in Cognac und Alkohol 40.0, Rest bestilliertes Wasser.

In allen Apotheken erhält- lich, ganz sicher von: Universitäts- Apotheke, Gießen und Engel- Apotheke in Frank­furt a. Main.