Einzelbild herunterladen

Deutscher Reichstag.

das

Die Tagesordnug der Montagsfizung war auf einen Gefeßentwurf von etwas entfernt liegendem Inhalt und auf Petitionen beschränkt. Ersterer betrifft die bei dem obersten Landesgericht in Bayern einzulegenden Revisionen in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten. Seine Einbringung entspricht einem Antrage, den Bayern im Bundesrat ge= stellt hat. Es handelt sich darum, daß das bayerische Landes­recht vor dem Reichsgericht nicht revisibel ist, daß Reichsgericht aber in vielen Prozessen, die Reichsrecht und Landesrecht berühren, über das Landesrecht mitentscheiden muß. Daraus ergaben sich Schwierigkeiten zwischen den beiden obersten Gerichtshöfen, die der Entwurf durch eine Abgrenzung threr Zuständigkeiten beheben will. Nachdem Staatssekretar Lisco Sinn und Bedeutung der Vorschriften erläutert und die Annahme empfohlen hatte, wurde nach furzer Debatte die Vorlage in erster und gleich darauf in zweiter Lesung angenommen.

fertiggestellt worden, und wird in den nächsten Tagen Ge­genstand von Besprechungen der beteiligten Ministerien ein. Dem preußischen Landtage wird er erst in der näch­Sten Session zugehen.

Die liberalen Einigungsverhandlungen in der Rhein­provinz sind noch nicht zum Abschluß gelangt. Sie scheinen vielmehr in ein Stadium gelangt zu sein, das Beinen glüd­lichen Ausgang verheißt. Von seiten der fortschrittlichen Volkspartei wird der Befürchtung Ausdruck gegeben, daß es angesichts des Verhaltens der nationalliberalen Partei zu einem Balt nicht kommen könne, während diese den Fort­schrittlern vorwirft, daß deren Sonderkandidaturen in Wetzlar- Altenkirchen und in Kreuznach in nationalliberalen Kreisen derart verschnupft haben, daß es fraglich erscheint, ob ein Zusammengehen förderlich sei.

Eine Konferenz rheinisch- westfälischer linksliberaler Arbeiter, die am Sonntag in Düsseldorf stattfand ,,, bedauert auf das Lebhafteste, daß von den linksliberalen Parteien bisher nicht ein einziger linksliberaler Arbeiterführer in einem aussichtsreichen Reichstagswahlkreise als Kandidat aufgestellt worden ist. Die linksliberalen Parteien können bei Verharren auf diesem Standpunkte ernsthaft auf die Mitarbeit der linksliberalen Arbeiter bei den kommen­den Reichstagswahlen nicht rechnen. Sie warnt die Par­teileitungen, auf dem bisherigen Standpunkt zu beharren."

Dann folgten Petitionen. Die Besprechung einer sol­chen des Wirkl. Geheimen Kriegrats Uhlenbrock in Friede­nau, die schon im Mai 1910 den Reichstag beschäftigt hatte, leitete Kriegsminister v. Heeringen mit einer längeren Re­de ein. Er wies aftenmäßig nach, daß die Burdispositions= stellung im Jahre 1900 wegen dessen Unfähigkeit, Mangel an Juitiative und Urteilslosigkeit zu Recht und schonend erfolgt sei und daß die von ihm geforderten Organisations­gesetzesänderungen feine Aussicht auf Verwirklichung ha­ben fönnen. Nachdem noch verschiedene Redner zu diefer Sache gesprochen hatten, wurde die Debatte nach dem Vor­schlage der Kommission erledigt. Um erst einmal aufzu­räumen, wurden von der mehrere Seiten füllenden Tages­ordnung alle die Petitionen, zu denen Wortmeldungen nicht vorlagen, vorweggenommen, und dann vertiefte man sich in das dankbare Thema der Müßlichkeit oder Schädlichkeit bes Impf zwanges. Dazu lagen neben dem Komissions­antrag nicht weniger als fünf ander Anträge vor, die eine Revision des Impfgesetzes fordern, aber noch ehe man auch nur über die Begründungsreden hinausgekommen war, machte ein Schlußantrag allen weiteren Debatten ein Gnde, und man vertagte sich, nicht ohne den guten Willen, bei nächster Gelegenheit die Beratung der Petition fortzusetzen. Ob freilich dieser gute Wille in die Tat sich umsetzen wird, ist nach den Erfahrungen früherer Jahre mehr als zweifelhaft, und es ist nicht unmöglich, daß die Petenten, die seit dem Jahre 1908 auf Antwort warten, dem Reichstag ihre Be­titionen noch einmal unverändert wieder einreichen können.

Die sinkende Geburtsziffer Deutschlands.

Woche dort zu verwellen und dafür den Besuch Siziliens aufzugeben.

Im ungarischen Parlamentsausschuß gab Graf Aehren­thal am Montag eine ausführliche Darlegung der auswär­tigen Lage. Den Frieden Europas bezeichnete er als zur­zeit gesichert.

Zwei bekannte Berliner Künstler, das Mitglied des Königlichen Schauspielhauses Professor Heinrich Oberlän­der und der Bildhauer Professor Emil Sundrieser, find am Montag nach längerem Leiden gestorben.

Große Kälte und heftige Schneefälle haben die persische Hauptstadt Teheran von allem Verkehr abgeschnitten. Koh­len und Holz gehen schon aus, auch die Lebensmittel sind sehr teuer geworden. Die Bevölkerung leidet fehr, piele Menschen sind erfroren. Seit Jahrzehnten ist kein so har­fer Schreefall und solche Kälte dagewesen.

Die russische Reichsduma hat am Montag ihre Arbeiten wieder aufgenommen und nahm ohne Debatte einen Antrag an, in der Abendsizung vom 1. Februar die Frage an die Regierung zu richten, welche Maßnahmen ergriffen worden seien, um der Best in Sibirien und im ganzen Reich ent­gegenzuwirken.

Ein Postanweisungsschwindler gefährlichster Art war­de in Hannover festgenomen. Es ist ein ehemaliger Post­assistent, der die Postämter in Frankfurt a. M. und Berlin durch geschicktes Einschmuggeln von gefälschten Postan­weisungen um erhebliche Beträge geschädigt hat. Seit fur­zer Zeit hielt er sich in Hannover auf.

Ungetreue Beamte. Wie aus Barmen gemeldet wird, flüchtete der Verkehrsinspektor des Bahnhofs Ronsdorf der Barmer Bergbahn, Bander, nach Unterschlagung von 15 000 M. In Landsberg a. Lech wurde der Obersekre tär Busch vom Amtsgerichte seines Dienstes enthoben, da er erhebliche Sumen amtlicher Gelder veruntreut hatte.

Zerschung im französischen Heer. Einer der Führer der geeinigten Sozialisten Frankreichs hielt in Bordeaux in einer sozialistischen Versammlung eine Rede, in der er un­ter anderem sagte: Wir werden an der Armee, die die letzte Hoffnung der Bourgeoiste bildet, unschätzbaren Bei­stand finden. Es gibt Offiziere, die nicht mehr die Rolle von Verteidigern der eisernen Kassen" spielen wollen. Zahlreiche Soldaten erinnern sich daran, daß sie Proletarier sind. Die Bourgeoisie kann nicht mehr auf die ganze Ar­mee rechnen." Ganz so schlimm dürfte es wohl noch nicht sein, wenn auch die Tatsache besteht, daß der Geist des Hee­res stark gelitten hat.

Seit einigen Jahren mehren sich, so schreibt die Teut­sche Boifswirtschaftl. Korresp.", die Betrachtungen über die ziemlich schnell finfende Geburtsziffer Deutschlands. Inner­halb des Zeitraumes von 1860-80 fanden in Preußen, in dem die Ziffern der Bevölkerungsbewegung fast genau die aleichen sind, wie die des ganzen Reiches, auf 1000 Lebende durchschnittlich je 40 Geburtent statt. 1881--95 auch noch 39, Ferner von 1896-1900 immer noch 38; von da ab aber ist dies: Zahl bis 1909 auf 33 gefunken. In den gleichen Zeit­römen betrug die Sterbeziffer 29, 26, 22 und 18 v. T. * auf das Jahr. Es betrug mithin die natürliche Be­veferungszunahme in den angegebenen drei Zeiträumen 1000 Einwohner und für das Jahr 11, 13, 16 und für 9 immer noch 15. Während also bis 1900 trotz der auch s schon langsam sinkenden Geburtsziffer die Volks­" name infolge der günstigeren Sterblichkeit immer stär­* wurde, ist sie seither im Sinfen. Freilich ist dies Sin ein sehr langsames. da der Ausfall durch die minder ichen Geburten bisher immer noch durch eine weitere dämmung der Sterblichkeit fast wett gemacht werden

*

Founte.

Im Gerichtssaale vom Schlage getroffen wurde der Justizrat Golinski in Waldenburg, während er einen Ter­min wahrnahm. Er war sofort tot.

Ein Bettlerfönig". In Homel in Rußland wurde der sogenannte Bettlerkönig David Kotschmel verhaftet. Er hatte in vielen Provinzstädten Bettlerschulen und Organt­fationen eingerichtet und besaß in verschiedenen Städten 20 angetraute Frauen, die er unter Venußung falscher Doku­mente geheiratet hat.

Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich unweit der Bahnstation Schwadowitz bei Trautenau t. B. Ein vom Bahnhof zurückkehrender Omnibus, der dicht besetzt war und einem anderen Fuhrwerk ausweichen wollte, stürzte infolge Scheuens der Pferde in einen Bach und wurde voll­ständig zertrümmert. Vier Personen wurden lebensgefähr= lich, vier andere leichter verletzt.

Vom spanischen Königshofe hatte sich ein Pariser Blatt über London melden lassen, daß die Königin von Spanien, die bekanntlich eine englische Prinzessin ist, die Absicht habe, sich von ihrem Gemahl scheiden zu lassen, da ste sich von die­sem vernachlässigt fühle. Die Neue Preußische Correspon­denz" kann auf Grund einer an unterrichteter spanischer Stelle eingehollen Erkundigung die Mitteilung machen, daß die Gerüchte von einer Scheidung des spanischen Königs­paares durchaus unbegründet sind. Das Einvernehmen zwischen dem König Alfons und der Königin Victoria soll jederzeit cin ungetrübtes sein.

In den Industriestädten ist die Geburtshäufig= i weitaus am größten. Sie betrug z. B. im Jahre 1908 bei einem Reichsdurchschnitt von 33% auf das Tausend in Barbed( Rheinprov.) 52, in Gelsenkirchen 50%, in Ober­Hansen( Sibciuld) 47%, in Bochum 47, in Königshütte 46, in leiwis 42%, in Dortmund, Duisburg und Ludwigs­bafen a. R6 je 41 vom Tausend. Wenn hierbei auch der cünstige Altersausbau der Industriestädte eine Rolle spielen meg. to fommt doch auch ganz wesentlich die reichliche Ver= dieustaciegenheit in ihmen und die dadurch herbeigeführte Möglichkeit zu rechtzeitigem Heiraten in Betracht. Wo der eigentliche Grund für den Rückgang der Geburtenzahl liegt, sehen wir sehr schnell, wenn wir einen Blick auf die Städte mit ausnahmsweise geringen Geburtsziffern werfen. Es find dies( 1908) Wiesbaden mit 23, Wilmersdorf, Char­lottenburg und Schöneberg mit je 21 und Potsdam mit 18% vom Tausend; mit einem Wort also die reichen Städte. Der alte Satz, daß ein Steigen des Wohlstandes über einen gewissen Grad hinaus die Geburtsziffer herab­trüdt, hat sich also wieder einmal bestätigt.

Rundschau vom Cage.

Politisches.

Beschützte russische Schußmänner. Wegen der in letzter Zeit in Russisch- Polen und an der schlesisch- russischen Grenze vorgekommenen überaus zahlreichen Morde und Rauban­fälle ist russischerseits beschlossen worden, die Zahl der Po­lizeibeamten bedeutend zu verstärken und, soweit möglich, jedem Schußmann einen oder mehrere Soldaten als Schutz beizugesellem.

glaubte dem egen die fiel cides. Am tem voraufg Jabre 1889 5 fatte, zu we fbrigen Ange fhs Monater je drei Jal affigen Falfd Tas jebige gericht Hamm e des Pub angeklagten beufe fab, ba Heldstagswah proflamiert m Climmen als

Bei einem Stubenbrande erstickt sind in dem Dorfe Schepanowo bei Gnesen vier Kinder eines Arbeiterche­paares im Alter von ein bis fünf Jahren. Die Eltern hatten die Wohnung beim Weggange abgeschlossen, sodaß die Kleinen elend umfommen mußten.

Ein 82jähriger Invalidenhausinsasse in Mainz stieß sich in der vergangenen Nacht vor dem Hause seiner Frau, von der er sett 35 Jahren getrennt lebte, ein Messer in die Brust. Er wurde in hoffnungslosem Zustande ins Kran= kenhaus gebracht.

Der portugiesische Wahlgesehentwurf hat den Minister­rat in Lissabon beschäftigt. Nach dem vorliegenden Ent­wurf soll das Proportionalwahlsystem zur Anwendung kom­men und die Stimmabgabe nicht obligatorisch sein. In den Provinzen Lissabon und Porto sollen alle lese- und schreib­fundigen Bürger das Wahlrecht erhalten, wofern sie am 1. April 1911 das 21. Lebenszahr erreicht haben und in die letzte Wahlliste eingetragen sind. Nicht wahlberechtigt wä­ren aktive Soldaten, Leute, die Armenunterstügung erhal­ten, Verurteilte, Entmündigte und Bankrotteure. Wahl­berechtigt sollen alle Lese- und Schreibkundigen sein, aus­genommen aktive Militärs, Beamte, Mönche irgend einer religiösen Gemeinschaft, Personen, die durch Vertrag an den Staat gebunden sind. Zahl und Ausdehnung der Wahlkrei­se ist noch nicht festgesetzt worden; nur für Lissabon und Por­to sind zwei Wahlkreise in Aussicht genommen, von denen jeder acht Abgeordnete entsendet. Jeder andere Wahlkreis soll vier Abgeordnete wählen.

Der Entwurf eines Barzellierungsgesezes, der u. a. auch Maßnahmen zur Verhütung der Güterschlächterei tref= fen wird, ist im preußischen Landwirtschaftsministerium

Der Familienschmuck der Wallutfeffs.

201

Roman von Baronin G. v. Schlippenbach. ( Nachdruck verboten.) ,, Meyer trug eine Tasche aus rotem Leder an einem Riemen um die Echulter; niemals habe ich ihn ohne diese Tasche gesehen. Wahrscheinlich mußte sie etwas sehr Wert­volles enthalten."

Fragten Sie nicht gleich am Anfang, als Sie die Persönlichkeit Meyers feststellten, nach seinem Aussehen?"

Aus den Gerichtssälen.

Der Meineidsprozeß Schröder und Genossen. Unter ge­waltigem Andrange des Publifums begann Montag früh vor dem Schwurgericht in Essen das Wiederaufnahmever= fahren in dem großen Meineidsprozeß Schröder und Ge­noffen. Nahezu 16 Jahre sind verstrichen, seit das Drama des Raiserdelegierten und seiner Schicksalsgenossen weit über die Grenzen des rheinisch- westfälischen Industriege= btets hinaus die gesamte deutsche Deffentlichkeit beschäftigte. Heute, da es nach langen Kämpfen gelungen tit. den ganzen Prozeß noch einmal aufzurollen, und die Angeklagten, die inzwischen ihre schweren Zuchthausstrafen abgebüßt haben, Gelegenheit nehmen wollen, den damaligen Wahrspruch der Essener Geschworenen als einen Fehlspruch zu bezeichnen, tst das Interesse an der Sache fast noch größer. Einige da= mals Verareilte sind inzwischen gestorben. Auch von den über 100 Zeugen, die seinerzeit vernommen worden sind, fehlen mehrere, da sie teils mit dem Tode abgegangen, leils Spurlos verschwunden sind. Vor allem fehlt der vielge= nannte Gendarm Münter, auf dessen Aussage hin in der Hauptsache die Verurteilung erfolgte, und dessen späteres Verhalten schließlich die Wiederaufnahme des Verfahrens herbeiführte, da er in seiner späteren Stellung als Berlin­Schöneberger Magistratsbeamter Leute zum Meineibe ver leitet haben soll und der Wert seiner Reugenschaft dadurch erschüttert erscheint. Gegenstand der Verhandlung ist, um es kurz zu rekapitulieren, eine Versammlung des Gewerk­vereins christlicher Bergarbeiter in Bankau bei Herne. in der die zu der angekündigten freien Aussprache erschiene­nen Sozialdemokraten von dem Versammlungsleiter, dem jezigen Zentrumsabgeordneten im preußischen Landtage, August Brust. hinausgewiesen wurden. Als die Leute, un­ter denen sich die sieben Angeklagten befanden, am Saal­etugange ihr Eintrittsgeld zurückverlangten. geriet Schrö­der mit dem Gendarm Münter aneinander und will bet dieser Gelegenheit zweimal von Münter gestoßen und zu Boden geworfen worden sein. Dieser Vorfall wurde dann in der sozialdemokratischen Bergarbeiterzeitung" gefchil­dert, worauf Münter Klage wegen Beleidigung erhob. In diesem Prozeß beschworen die sieben Angeklagten. daß Min= ter gegen Schröder tätlich geworden sei. Das Gericht aber

Als Generalgouverneur von Kanada hat der König von England die Ernennung des Herzogs von Connaught bestätigt. Der Herzog übernimmt das Amt, das sich vor­behaltlich weiterer Verlängerung über eine Zeit von zwei Jahre erstreckt, im September dieses Jahres. Dem Re­gierungsdefret wird aber sogleich hinzugefügt, daß die Amts­zeit unter Umständen verlängert werden wird. Der Herzog wird von der Herzogin nach Kanada begleitet.

;, Nein, das hätte auffallen können; der Steward er­wähnte selbst jolgendes: der Reisende habe einen langen schwarzen Schnurr- und Knebelbart gehabt; sein Haupt­haar sei von derselben Farbe, und sehr tief in die Stirn getämmt. Einma hube Bergmann den Hut, einen grauen Calabreser, abgenommen, do habe der Wind sein Haar fortgeweht. Der Eteward, der zufällig in seiner Nähe war, bemerkte eine dreieckige Narbe auf der Stirn. Gleich darauf habe Bergmann den Hut aufgesetzt und sei in die Kabine gegangen."

Kleine Nachrichten.

Die deutsche Kronprinzessin ist von ihrem Aufenthalt in Kairo so befriedigt, daß sie sich entschlossen hat, noch eine

den nächsten Tagen in der Zeitung nach dem Stern. Es fand sich nichts, folglich waren Jims Nachforschungen ohne Erfolg geblieben.

..Es besteht kein Zweifel, daß der Raubmörder hier gelandet ist," sagte shite nachdenklich. Mein Plan ist nun der: Wenn Sie ihn gefunden haben, werde ich eine Bekanntschaft mit Meyer herbeiführen; ich muß sein Ver­trauen gewinnen, um ihn zu entlarven. Nach meinen Voraussetzungen wird er versuchen, auch hier seine Geld­mittel auf irgend eine Art zu vermehren. Dabei wird er faum auf ehrlichen Erwerb bedacht sein, und wenn er nicht vorher in unsere alle geht, wird er sicher bei an­derer Gelegenheit der Gerechtigkeit in die Hände ge­raten."

Bei der Ausdehnung der Stadt und den zahllosen Hotels ist es allerdings schwer, schon jetzt Auskunft zu er­halten," sagte sich White, und er suchte sich zu trösten, daß er bald das verabredete Zeichen finden werde.

White verabschiedete sich nach einigen weiteren Ver­haltungsmaßregeln von Jim Knight, der erst nach ihm auf die Straß hinaustrat.

Am Sonntag um 3 Uhr nachmittags fuhr der junge Schweizer nach Rose- Cottage hinüber. Er sehnte sich da= nach, Mabel Lionel wieder zu sehen. Der Tag war son­nig und für die späte Jahreszeit warm zu nennen. Bald lag die Riesenstadt mit ihrem Lärm hinter Robert White. Gemächlich rauchend lehnte er in den Polstern des Wa­gens; seine Gedanken beschäftigten sich mit der reizenden Amerikanerin. Liebte er sie? Diese Frage drängte sich ihm auf, und er hoffte, heute Gewißheit darüber zu er­langen. Der Weg führte durch Anlagen und Gärten. Zahlreiche elegante Villen lagen rechts und links von Ziersträuchern und hohen Bäumen umgeben. Jetzt wa­ren sie entlaubt, aber im Sommer mußten sie köstlichen Schatten spenden.

Ja den Gasthof zum Sternenbanner" zurückgekehrt, schrieb White an den Grafen über alles, was sich zuge­tragen, seit er in Neuŋorf war. Vergeblich suchte er in

Rose- Cottage Sire," sagte der Kutscher und fuhr im Bogen vor ein Rokokoschlößchen, das etwas zurüd in der Reihe der übrigen Villen lag. Vor der Tür stand eine Frauengestalt, ein großer Neufundländer lag ne­ben ihr.

ganz erschreckt aus. was ist Ihnen denn? Kommen Sie, wir haben einige gute Freunde bei uns."

..Millkommen!" rief Miß Lionels Stimme fröhlich, ,, ich habe Sie heute erwartet."

fplitterung ab Sentrumsfand

88 000 und Betiwut aus Kupferdr geflagte war Darlehustaffe 88 000 lart burch Nennwe bracht hat. D

Damit führte sie den Gast in die Villa und stellte ihn den Bekannten vor. Der Fremde, der zum erstenmal in diesen Kreis trat, fühlte sich schnell heimisch. Man kam ihm sehr freundlich entgegen und lud ihn sogleich zu ver­schiedenen Veranstaltungen ein. White sagte sich, daß er durch die Bekanntschaft mit Mabel leicht in der vorneh­men Gesellschaft von Neuyork festen Fuß fassen würde. Nach einem auserlesenen Festmahl mit den teuersten Weinen begab man sich in das Musikzimmer, da wurde musiziert und geplaudert.

Sie cilte auf der jungen Mann zu und hielt ihm mit einem freudigen Lächeln beide Hände entgegen. White schoß alles Blut zum Herzen. Ja, er liebte die reiche Er­bin, das erkannte er jetzt flar und deutlich. So rede­gewandt er sonst war, heute fehlten ihm die Worte. In tiefer Bewegung preßte er die feinen Finger der zarten Frauenhand fast allzu stark, und er geriet noch mehr in Berwirrung, als sie sagte:

,, Sie tun mir ia weh, Mr. White! Sie sehen heute

Durch der

einer Landsm Baller Univer

in tnieender Lippen waren diedenen Me angenommen: befallen und fragen, den er Die veri Aber den Verb närstoditer D Million Dolla der die junge Die Polizei n pliglichen Ber tem freilich h nigt denten, d Monate hindu and glauben a reits einmal genwärtig in aigts zu tun Wohl das

Rose- Cottage zeugte von dem Reichtum seiner Be­sigerinnen. Die Einrichtung war bei aller Kostbarkeit sehr geschmackvoll, und viele gute Gemälde und Kunstge­genstände schmückten die Zimmer. Mrs. Lionel und ihre Tochter waren bemüht, ihre Gäste angenehm zu unterhal­ten; ihre zugleich herzliche und dabei vornehme Art fiel White angenehm auf.

Sie werden recht bald wiederkommen," sagte Mabel beim Abschiede, dann sind wir allein und ich zeige Ih= nen den Garten, das Treibhaus und mein Reitpferd Kommen Sie Donnerstag um 1 Uhr zum Lunch." Erfreut versprach, es der Geheimpolizist dann ver= abschiedete er sich und fuhr zur Stadt zurück.

VI.

Seit dem Tode Anastasia Pawlownas, Gräfin Wal­Tutjeff, und seit dem Diebstahl des Familienschmudes hatte sich tiefe Schwermut Maria Nikolajewnas bemäch­tigt. Die junge, mit einer lebhaften Phantasie begabte Frau wa: überzeugt. daß die alte Sage sich bewahrheiten mußte, und daß ihr und ihrem bisher so glücklichen Hause Unheil drche. Die Vorhänge im gräflichen Palast wa­ren herabgelassen, niemand wurde empfangen. Den gan= zen Tag wanderte Maria durch die Zimmerflucht, oder saß an der Wiege ihres Söhnchens mit ängstlichen Augen set­nen Schlummer hütend. ( Fortsetzung folgt.)

bei Berlin er den. Das Ri Don 2 030 000 Töchterschule, und drei Gem jo vicler Schu Gedante maßg nigt durch Ei behinderten G bäuden umge

ker für die K fich der Schulg räume, neun

logie, vier 3e

mer, 14 Dien jol später geb ein Arbeits­bildungsjoule

der Gemeindes Die für Gemin

Bu leid für K

10. gedacht ist.

Das Seil

mit der allzu her Tiefe ihre Mid auf ihre Seffnung schöp

bis da lautete geben. riel a aciunden, und

id in allen

Soifer. Sa Derden! Die tungstur erfo

pifeln und Berfahren ha

ten Diden vo

berrät eine f leine Anstren

Willen ist vo lant werde

in einer Cuti

Briser Afade beteht in ein

Manage der gen Gebrauch g des Körp

Eine gepr meiitischen B

i eigentümli

Die Sohn ein

le Jahren ge

aten; er fonn die Erlau

do fich nun ro diefe wil

in der Mairie

zur Verfü bleb, weigerte

ming zur Hei ie andere

Funten vor d direchtmäßig date vor Ge

Bozeß führen

Blizei eifrig

mitter.

Brieflich Barenpaares,

Mafern er

Berung.

en Kranten

breitet. D

es Großfürft

den Geb