Einzelbild herunterladen

svg svg

: นว กัน ปุ 39 at java po aquam anv шagalu }}}} plaq upalang Qun lalinit gun qul 11tup130 1andost tuating qun tallng phu 31g 12 quan

( posts лalлo upo

de last gun qo

Ասկ

gnu

མཁ

ལས་ འལ་

u

изди

изшия

Bunulogo วน

()

o UoA

gges

-86

+3

Du

" Sicher," sagte er, ohne recht hinzusehen. wolltest dir doch eine neue Bluse kaufen zu Ostern, ich hatte dir doch das Geld dazu gegeben."

Sie nickte rasch.

" Ja... wollt ich! Aber Gretchen brauchte so nötig ein Kleid, und den beiden Kleinen habe ich neue Jäckchen kaufen müssen, und Kurt' ne Mütze". Ach so!" sagte Werner nur. Er starrte das lächelnde Frauenantlitz an und dachte: die Augen passen nicht zu dem lachenden Mund. Die Augen sehen ganz rot und müde aus, meine hübsche Frau wird alt vor der Zeit."

Seine schöne Osterstimmung von vorhin wollte sonder= barerweise gar nicht standhalten.

,, Komm schlafen!" sagte er nach einer Weile ganz unvermittelt und herrisch. Die ewige Näherei macht mich nervös. Kannste morgen früh auch noch fertig machen."

Sie schüttelte den Kopf. Er merkte, wie sie sich ge­waltsam zusammennahm, um gerade zu sitzen und die Augen aufzuhalten.

Ich bin noch gar nicht müde. Lange dauert's nicht mehr... Geh' nur immer, ich komme bald nach!" Er gähnte mächtig.

Die Frühlingsluft liegt mir in allen Knochen, dir

auch, Lenchen?"

Sie nickte.

" Das ist gesund, Werner... Frühling macht wieder stark...

Er lag schon im Bett, hatte die Augen zugemacht und dachte immer noch an diese Worte.

Frühling macht wieder stark."

Was hatte Lenchen eigentlich damit gemeint? Hielt sie ihn nicht für kräftig genug?

und horchte dabei nach der Nebenstube. Er dehnte und streckte sich behaglich in den Kissen

Ein Weilchen wartete er noch. Die Uhr mischte sich mit gleichmäßigem Ticktack in die Atemzüge der Kinder, es war ein so großer Friede um ihn her, wenn nur das Bett neben seinem nicht leer gewesen

wäre.

" Lenchen!" rief er endlich.

Sie antwortete nicht. Zum Kuckuck noch mal, sie mußte doch längst mit ihrer Näherei fertig sein, ob das alte Kleid noch Spitzen hatte oder keine

Leise kleidete sich Werner an, schlich zur Stubentür, die nur angelehnt war, und blickte hinaus.

Ja, sie saß immer noch und arbeitete. Der blonde Kopf war noch ebenso tief gesenkt, nur das rote Kleid lag nicht mehr auf ihrem Schoß. Etwas Seidiges, Lichtes mit blanken Knöpfen hatte sie in der Hand, auf dem sie

E

mit bunten Fäden Blümchen hineinstickte, eins immer neben das andere.

Werner stieß die Tür auf und trat näher. ,, Sie schrie erschreckt auf, versuchte, das seidene Etwas unter dem Tisch zu verstecken, und wurde dunkelrot. Was.., was machst du denn da noch?"

Er stand jetzt dicht vor ihr und zog aus ihren wider­strebenden Fingern die Arbeit heraus.

Eine Herrenweste, eine wundervolle, fast fertig gestickte Herrenweste mit tiefem, modernem Ausschnitt und schönen Blanken Knöpfen.

Das Blut stieg ihm flammend ins Gesicht. " Die... soll die für mich sein?"

Sie nickte und hatte Tränen in den Augen.

,, Ich wollte sie dir doch morgen verstecken als Oster­ei... du wünschtest dir doch lange schon so eine .. nun hast du mir die ganze Freude ver­

nun

dorben!"

Er schüttelte den Kopf. " Das wollte ich nicht, Lenchen. Du sollst dich nur nicht mehr länger abquälen!"

Er schwieg, weil es ihm so seltsam riß und zuckte im Herzen. Die müden Augen seines Weibes sah er an, den blassen Mund und die schmalen, gebeugten Schultern. Und er? Hatte er keine Osterfreude für die fleißige Mutter seiner vier Kleinen?

Seine Finger, die die lichtgraue Seidenweste hin und her schoben, hoben sich. Zuerst umspannten sie das Frauenantlitz und zogen es nahe an seins.

Hörst du? Zwölf Uhr schlägt's. Ist ja schon Ostern, Lenchen. Ich durfte also mein Osterei schon sehen Racker du! Willst du deins auch schon gleich jetzt haben?"

Sie zitterte in seinem Arm. So hatte er lange, lange nicht mit ihr gesprochen, so weich, so warm... Und sie schrak ganz verstört zurück, als er plötzlich einen funkel­nagelneuen Hundertmarkschein in der Hand hielt und ihr in die Finger drückte.

" Da.

dein Osterei, Lenchen! Es reicht zum neuen

Kleid für dich, zum Osterkuchen, zu der Aufwärterin für eine gute Zeit... ich glaube, es fällt sogar noch was ab für' ne Flasche Rotwein zum Fest.... meinste, es reicht?"

Sie verstand ihn nicht.

" Woher... hast du denn das?"

" Vom Chef... Osterbescherung, Lenchen!"

Da hielt sie ihn auch fest.

Es reicht noch für viel mehr, Werner. Für dich und mich zum Glücklichsein."

Und sie küßten sich, als müßten sie die ganzen hundert Mark in Küssen anlegen...

Ostervorzeit.

inen eigenartigen Palmsonntag gebrauch fand ich in Sonders­hausen, der Residenz Schwarzburg- Sondershausens, und in dem ihm benachbarten Dörfchen Jecha. An dem genannten Tage haben, Spielbälle zum Fenster hinauswerfen, die von der zahl­müssen dort die Ehepaare, die im verflossenen Jahre geheiratet werden. Manch einer erringt sich 6 bis 7 Bälle und zieht freude­reich vor den Fenstern angesammelten Kinderwelt aufgefangen strahlend von einem Fenster zum anderen. Jungen und Mädchen führen das ganze Jahr über genau Buch über die Zahl der ge­schlossenen Ehen und kennen auch diejenigen Neuvermählten, die nicht in Sondershausen und Jecha, sondern an anderen Orten zum Traualtare schritten, hier aber dann ihren Wohnsitz auf­geschlagen haben. Wollen diese keine Bälle werfen, was der Jugend aber immer das liebste ist, müssen sie ganze Waschkörbe voll Brezeln austeilen.

In Jecha kommt neben den Bällen noch ein anderes, noch seltsameres Geschenk in Betracht. Dort hängen die Neuvermählten auch die Nadelkissen an die Außenseite des Fensters, oft so viele, daß es ganz schwarz verhangen erscheint, und der beste Kletterer ist es hier, der die meisten erwirbt, denn auch diese Kissen sind wie die Bälle für die Dorfjugend bestimmt. Von diesen Nadel­

kissen sind immer sechs zu einer eigentümlichen Form zusammen­gefügt. Aus alten, bunten Flicken hergestellt, mit Sand gefüllt, jedes viereckig, bilden sie ein Kreuz, die Nadeln, für die das Kissen bestimmt ist, deuten auf die Dornenkrone.

Sehr hübsch ist in Jecha auch am Osterabend der Umzug der Jugend durch Dorf und Feld. Tagelang vorher kleben Burschen und Mädchen bunte Lampions, die sie an Stangen befestigen. Am Ostersonntag abends, wenn von den Bergen die Osterfeuer grüßen, geht es in fröhlichem Zuge mit brennenden Fackeln und jenen Lampions hinaus auf das Feld. Das Dorf selbst ist wie ausgestorben, nur Kranke und die allerhinfälligsten Greise bleiben zurück. Auf dem Felde werden Lieder gesungen, Spiele gespielt, und man belustigt sich mit allerlei Scherzen.

Ein seltsamer Frühjahrsbrauch findet sich auch in Glogau in Schlesien. Dort wird an einem Sonntag vor Ostern eine Stroh­puppe an ein Seil gebunden und von jungen Burschen durch die Stadt geschleift. Einige gehen hinterher, hauen die Puppe mit Stecken und singen dazu:

" Der Leisk ist tot, der frißt kein Brot."

Diesen Leisk schleppen sie nun an die Oder und werfen ihn hinein, immer dasselbe Lied singend. Hier ist offenbar

Seine Zulage.

Ofterskizze von Elfe Krafft.

as Bureau des Eisenwaren- Engrosgeschäfts Sändler& Co. wurde am Ostersonnabend bereits um 6 Uhr geschlossen.

Werner Behrens, der Buchhalter, schob aufatmend das dicke Kontorbuch zurück, ordnete Federn, Bleistifte und Papiere auf seinem Pult und blinzelte nach der Uhr über dem Aktenschrank, als die Tür geöffnet wurde.

Der Chef kam. Den hatte Werner gar nicht mehr erwartet. Kurz vor Kontorschluß, am Ostersonnabend der Gewaltige war doch sonst nicht so arbeitseifrig oder voll Ausdauer! Er lächelte sogar, der hagere, alte Mann. Sah seinem jungen, breitschultrigen Angestellten in das hübsche Gesicht und hüstelte, als könne er nicht recht heraus mit der Sprache.

" Zum Kuckuck," dachte Werner sofort, der will was, was er nicht gewohnt ist." Er verbeugte sich und lächelte ebenfalls.

" Schön Wetter draußen," meinte der Chef, jehn jewiß morgen mit der ganzen Familie raus, was? So' ne Osterpartie bringt en ersten Sommerradau über die Berliner."

" Ich, ich weiß es noch nicht", murmelte Werner er­staunt vor so viel Gemütlichkeit des Gestrengen. Auch hörte er sechs schlagen, und dachte: wenn er nicht bald geht, wird der heutige lange Feierabend wieder mal verkürzt.

Nein, der Chef ging noch nicht. Er drehte den Kopf nach der Richtung, woher Glockentöne durch das geöffnete Fenster kamen, und zog ein geknifftes, blaues Papier aus der Westentasche.

" Jawoll, das is nu so", berlinerte er weiter. Ostern kost weiter nischt wie Jeld! Lachen Se nich, Herr Behrens! Was der Staat kann, kann ich erst recht! 100 Mark kriejen jawoll de Berliner Beamten als Teuerungszulage? Sollen Se auch haben!.... Reden Se nich, sonst tut's mir wieder leid hinterher!.... Nehmen Se, und tun Se sich was an,... Mann! Fröhlche Ostern!"

" Fröhl... che Ostern", echote Werner er= schrocken, indem er das blaue Papier anstarrte, als hätte er so was noch nie gesehen. Es lag auf dem grünen Tuch seines Schreibpultes, die Tür hatte sich hinter dem Chef schon wieder geschlossen, und nur das Osterläuten war noch im Zimmer und ein verirrter, letzter Sonnenstreifen, der blaß und schmal und zuckend das Geld streifte.

Werner griff zu und fühlte zugleich eine rasende Freude.

Hundert Mark... ganz unverhofft und unabhängig von seinem Monatsgehalt bare hundert Mark wie lange hatte er die nicht mehr so schrankenlos zur Verfügung gehabt!

" D", sagte er ganz laut und sah sich so scheu um, als könne der Chef die großmütig gespendete Zulage wieder holen. Er hatte einen ganz heißen Kopf bekommen. Er konnte nicht anders, er mußte pfeifen vor Glück.

In seinem Portemonnaie war ein verschwiegenes Seiten­fach, dessen Schloß kein Mensch aufzuknipsen verstand wie er. Dahinein legte er den funkelnagelneuen Schein. Den Kniff verstand selbst seine Frau nicht, also konnte kein unberufenes Auge seinen Reservefonds ergründen.

Wie ein Sieger schloß Werner das Kontor heute ab. Auf der Straße trug er den Kopf so hoch, als müßte er alle die hastenden Menschen überragen, als wäre das alles nur kleines, armes Volk gegen ihn. Vor dem ersten Herrengarderobengeschäft blieb er stehen. So einen braunen, englischen Frühjahrsanzug, so einen, wie er da im Schaufenster stand, würde er sich gleich nächste Woche vom Schneider anfertigen lassen. Das war ja selbstverständlich! Nicht mehr mit dem blauen, blank gewordenen Sonntagsrock umherlaufen! Nein, nicht mehr die verwaschenen, hellen Westen vom vorigen Sommer

Werner mußte sich mit Gewalt von dem Schau fenster losreißen. Am liebsten hätte er sich sofort so einen fertigen Anzug zu Ostern gekauft. Aber dann saß er nicht so tipp- topp wie nach der Figur gearbeitet. lieber ein paar Tage warten!

Am zweiten Feiertage war der große Kegelausflug mit den Freunden. Denen wollte er's aber mal zeigen, welche noblen Passionen er, im Grunde genommen, be­saß. Eine Bowle würde er in Wannsee schmeißen, mit Sekt; Mund und Augen sollte die Bande aufreißen vor Staunen, wie er auftrat. Nicht mehr sich hänseln lassen von den andern..." Deine Olle drückt woll' n Daumen drauf" oder" Der braucht seine Moneten, um jedes Jahr taufen zu lassen"... Nein, er würde den Großmäulern mal zeigen, daß er auch Geld für sich und die Freunde besaß, daß er nicht den ganzen Verdienst hinzugeben brauchte für Frau und Kinder.

Ihm wurde noch heißer plötzlich. Warum denn, Frau und Kinder brauchten das Geld nicht nee! Lenchen hatte ja erst neulich zu ihm gesagt, sie käme sehr gut aus diesen Monat, und dem Aeltesten hatte sie sogar von seinem alten Sommermantel einen pracht vollen Osteranzug genäht. Lenchen brauchte gar nichts von der Zulage zu wissen. Die Frauen reden dann immer gleich dazwischen, als ob ihnen das Geld ge­hörte. Bloß nicht!... Er hatte sich in den sechs Jahren seiner Ehe genug für die Familie gequält, alles hatte er hingegeben, mit dem bescheidensten Taschengelde war er ausgekommen, also hatte er diese 100 Mark redlich verdient, er konnte sich mal selber dafür etwas antun, was ihm Vergnügen machte.

Beinahe hätte er einen Luftsprung gemacht vor Wonne. Das war gerade vor einem Konfitürengeschäft. Hinter dem Schaufenster nickte ein Riesenosterhase mit dem Kopfe, so daß Werner vergnügt wieder nickte. " Ja, ja, alter Bursche, diesmal habe ich auch meine Freude an deiner Osterbescherung!"

Sein Blick wanderte über die ganze Zuckerherrlichkeit, und das Leuchten verstärkte sich in des Mannes Antlig. Die Kinder... natürlich... die sollten diesmal