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Nr. 46
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er gehört
2. Jeder K
auch solch Zeugs suchen. Nicht bloß gefärbte Hühnereier, nein... sie hatten ja so einen reichen Vater!
Als Werner nach Hause kam, hielt er die weiße Tüte vorsichtig auf dem Rücken versteckt, schloß leise die Korridortür auf und versteckte sein süßes Paket auf dem Kleiderschrank, wo die Kinder nicht herankamen. Und dann stürmte es auch schon wie die wilde Jagd auf ihn zu. " Papa".. Und das Kleinste, das schon in seinem Wagen
lag, krähte in der
Stube, so gut es ging, mit. Werner schnüffelte in der Luft herum, als
müsse ihn ein ganz besonders feiner Kuchenduft heute in seinem
Heim emp= fangen.
nur
Er roch aber Seifenwasser. Und in der Küche lag seine Frau
auf den Knien und Scheuerte den Fußboden.
„ Lenchen!" rief er ärgerlich, weil sie ihm nicht wie sonst entgegengekommen
war.
Die junge Frau Schreckte empor, wischte sich die ins Gesicht ge= fallenen, blonden
Haarsträh
nen mit
Nun
Sie war aufgestanden, hatte sich die Hände abge
trocknet und die Küchenmöbel wieder gerade gerückt. Ihr vom Bücken rot gewordenes Gesicht bekam langsam wieder die gewohnte weiße Farbe.
„ Die Frauen. nehmen jetzt schon dreißig Pfennig für die Stunde", stotterte sie vor seinen seltsamen Augen. ,, Kleinigkeit", meinte er leichthin im Vollbesitz seines großen Reichtums.
Zur Kirche. Nach dem Gemälde von S. Glücklich.
Osterwunder.
Fun steigt das Osterwunder wieder Auf goldnen Schwingen erdenwärts, Die Lerche schmettert ihre Lieder
Der Erde ins erstarrte Herz.
An schwarzen Aesten zarte Sprossen, Auf braunen Schollen Veilchen blau, Von Wolkenstlber übergossen Eilts Bächlein wieder durch die Au.
Und was in kalten Winterbanden Gefesselt und gebunden lag, 3st selig lächelnd auferstanden
Am sonnenhellen Ostertag.
Nun in das jubelnde Frohlocken
Der jungen grünen Frühlingspracht
nasser Hand zurück und wurde rot. Du bist schon da,... ich habe dich beim Scheuern gar nicht schließen hören."
Er blieb in der Küchentür stehen und sah sie bei nahe wie enttäuscht an. Sie paßte gar nicht in seine festliche Stimmung hinein... Das alte, blaue Hauskleid war geflickt, die Schürze verschossen und die Schuhe unter dem Rocksaum ausgetreten. Ihm war das nie so aufgefallen wie heute. Und noch nicht einmal mit dem Reinmachen war sie fertig.
„ Warum machst du denn das ganz allein?" fragte er nörgelnd. Ich habe dir doch gesagt, du solltest dir eine Aufwartefrau nehmen."
s.e Norland
Erklingen laut die Osterglocken: ,, Erwacht, ihr Menschen all! Erwacht!" Bedrücktes Herz, o komm und bete: Willkommen, schönster Osterschein!" Mach hoch das Tor, damit er trete Verklärt in deinen Frühling ein!
So wie Maria durft begegnen
Im Garten ihm im Osterlicht,
Wird dich dein Heiland heute segnen
Mit seinem Gnadenangesicht.
Dann kniest du dankend vor ihm nieder. Halleluja! Und auferstehn
Wirst du, mein Herz, und freudig wieder Mit Jesus an dein Tagwerk gehn.
M. Lankau.
Nach
dem
Abendessen, als die Kinder schliefen, saß er noch am Tisch, las die
Zeitung und wartete, daß
seine Frau,
die ihm ge= genüber saß, bald mit ihrer Näherei aufhören würde. Er war müde und
dachte sich gleich hinzulegen.
Sie
blickte aber
gar nicht
ge=
auf. Sie
hielt den
hellen Kopf
tief ge=
senkt, hatte
einen Berg alter Seidenflicken und Spitzenreste vor sich liegen, probierte und stichelte und probierte an dem alten Sonntagskleide her
um.
„ Was machst du denn da?" fragte Werner schließlich, als sie ein
mal leise seufzte. Sie lächelte. „ Ach, Werner,... is doch schwer, was Gescheites rauszukriegen, wenn man nicht schneidern gelernt hat. Ich wollte mir die Bluse hier zu Ostern etwas moder= nisieren, die Aermel habe ich schon weiter gemacht, unten abgeschnitten,... sind jetzt halblang... steh mal,... aber"..
" Aber?" fragte er, als sie stockte.
Sie sah ihn mutig an.
" Der Stoff reißt an allen Ecken und Enden. Sieh mal... hier am Kragen, meinste, da kann ich die Seide hier zu verwenden und vielleicht das Stück Spitze?"
Er ist auferstanden!
Nach dem Gemälde von A. Zick.
Wad
Wach
Aus
Und
Begin
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5
Und
Wach
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Auf
Gießen


