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am Sonntag die Schmückung der Massengräber und Dent mäler auf der Ostseite von Met. Der Vertreter des Kai­sers, Feldmarschall Graf häseler ergriff das Wort. In furzen Säßen, denen man die Ergriffenheit anmerkte, hieß der greise Heerführer die Veteranen willkommen und überbrachte die Grüße des Kaisers. Die Inhaber des Ei­fernen Kreuzes, wohl hunderte an der Zahl, traten darauf in die Umfriedigung des Denkmals, um den Gräbern der hier gefallenen Kameraden ihre Huldigung zu erweisen. Dann ordneten sich die Veteranen nach den Armeekorps, bei denen sie dereinst standen und zogen gemeinschaftlich auf die Hähe La Plancette, wo die berühmte Totenallee ihrem Anfang nimmt, in der die erbittersten Kämpfe dieses Schlachttages stattgefunden haben. Hier hielt ein General­stabsoffizier einen Vortrag über die Schlacht von Colombey­Neuilly. Um 3 Uhr nachmittags vereinigten sich die Ve­teranen zu einer weiteren, nicht weniger eindrucksvollen Feier am Denkmal des ersten Armeekorps bei Noisseville. Professor Lückstedt hielt die Festrede, in der er auf die Bedeutung jener großen Zeit hinwies. Graf Häfeler unter hielt sich mit jeder Veteranengruppe und wurde von der zahlreichen Menge stürmisch begrüßt. Montag mittag um 3 Uhr eröffnete Bürgermeister Böhmer die Gedenkfeier am Denkmai des 42. Regiments in Gravelotte. Er führte in seiner Rede u. a. aus, daß sie, die sie berufen seien, des Reiches blutdurchtränkten Grenzen Landesgeschäfte verwalten, durch nichts sich beeinflussen ließen, und nur im Sinne der nationalen dee wirten würden. Fort mit der Schwäche und Weichheit, vorwärts für Kaiser und Reich!" so schloß der Redner. Es sprachen noch ein Angehöriger des 42. Regiments und ein Veteran. Anwesend waren u. a. der Bezirkspräsident, der Bürgermeister, der Kreisdirektor, der Kriegsminister, und der kommandierende General. An die Feier schloß sich wie alljährlich ein großes Volksfest, dem tausende beiwohnten.

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und

geschlossen, bis die Justizbehörde die Ursache des Brandunglücks durch die Untersuchung klar gestellt hat.

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Die Archive der englischen Ausstellung sind gerettet, dage­gen sind die kostbaren Antiquitäten des Kensington- Museums und viele Schäße aus Privatbesitz verloren. Die englische Abteilung beabsichtigt, eine Schadenersazklagege gen den belgischen Ausstellungsausschuß anzustrengen. Zwei Angestellte der Menagerie Bostock, die in Alt- Brüssel untergebracht war, werden vermißt. Nach dem offiziellen Bericht des Kommissars der französischen Abteilung, Capsal, sind von der französischen Ausstellung nur die Ga­lerie für Nahrungsmittel und der Pavillon der Stadt Paris zerstört worden. Der gesamte Versicherungsschäden in der Brüsseler Weltausstellung wird von den Londoner Versich erungsgesellschaften auf nicht mehr als 10 Millionen schäßt. Eine genaue Angabe der Versicherungssumme iſt schwer zu ermitteln, da fast alle Firmen ihre Schaustücke besonders bei verschiedenen Gesellschaften versichert haben. Die deutsche Abteilung ist, wie der Reichskommissar mit= teilt, entgegen irrig verbreiteten Nachrichten in vollem Um­fange unversehrt geblieben. Der Sicherheitsdienst der deut­schen Abteilung hat durchaus funktioniert. Im übrigen ist das Feuerrisiko der gesamten Baulichkeiten von dem Syn­dikat der deutschen Feuerversicherungsgesellschaften gedeckt. In gleicher Weise haben die deutschen Feuerversicherungs­gesellschaften, sowie eine Reihe englischer Gesellschaften das Feuerrisiko der sämtlichen deutschen Ausstellungsgegenstände übernommen. In wenigen Tagen werden die Trümmer, die zurzeit die Avenue Solgosch bedecken, beseitigt sein, so daß die Hauptzugangsstraße zur deutschen Abteilung bald wieder dem Verkehr geöffnet sein wird.

Während die meisten Veteranen am Dienstag in aller Frühe mit Ertrazügen, in Wagen und Autos von Meß nach Mars- la- Tour fuhren, hatten andere besonders Interessierte sich auf dem Schlachtfelde bei Gorze, Vionville und Rezon ville bersammelt. Es fanden nacheinander am Weißen Hause, am Denkmal der 5. Division, am Prinz Friedrich Karl- Stein, am Denkmal der 12. Infanterie- Brigade am Denkmal der Bredow- Brigade kurze Gedenkseiern statt, denen Graf Häseler, der Bürgermeister, der Bezirkspräsident und der Kriegsminister von Heeringen beiwohnten. Weit stärkere Beteiligung als diese Feier fand diejenige jenseits der Grenze bei Mars- la- Tour. Punkt 12 Uhr eröffnete der Präsident der Souvenir francais mit einer Ansprache die Feier. Nach ihm sprach ein ehemaliger Minister über das Historische des Denkmals. Ganz besonders stark war das Militär aus Nanch und Verdun vertreten. Mittwoch um 8 Uhr morgens hatten sich einige Tausende Veteranen und Nichtkombattanten auf der Esplanade am Kaiser Wilhelms­Denfmal in Metz versammelt, wo ein furzer Festgottesdienst abgehalten wurde. Nach der Feier begaben sich viele Ve­teranen auf die Schlachtfelder, andere benutzten den Nach­mittag zu einem Ausflug nach Nancy und dem anderen öst­lichen Frankreich.

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Brüssel, 17. Aug. Das Militär verließ gestern die Ausstellung, deren sämtliche Abteilungen von heute ab wie­der besichtigt werden konnten. Belgien will seine Ausstell­ung rekonstruieren und die neue Ausstellung im Pavillon für zeitliche Ausstellungen unterbringen, wo 6000 Quadrat meter zur Verfügung stehen.

Die Kaiserparade in Mainz.

Mainz, 16. Aug. 1910.

der

und das übrige Gefolge an der Spitze der Fahnenkompag­nie vom Mombacher Tore aus nach dem Großherzoglichen Palais. Im Vestibül wurde der Kaiser vom Oberbürger­meister Dr. Göttelmann namens der Stadt begrüßt, Kaiser dankte lebhaft. Dann wurde im großen Saale das Festmahl eingenommen. Nach dem Diner reiste der Kaiser nebst Gefolge per Automobil nach Cronberg.

Der Brand der Brüsseler Weltausstellung. erfahren hatte, unter dem Salut der Geſchüße ein. Die Be­

Brüssel, 16. Aug. Der gestrige Zudrang zur Aus­stellung war noch viel größer als bisher. Die französischen Pavillons blieben zum Zeichen der Trauergeschlossen. Von den verbrannten Dokumenten der Jury befanden sich Duplikate in den Händen des Generaldirektors, sodaß die Aussteller die ihnen zuerkannten Diplome und Aus= zeichnungen dennoch erhalten werden.- Ueber 30 Diebe wurden gestern verhaftet. Aus verschiedenen Abteilungen werden dreiste Diebstähle gemeldet, und zwar sind meist die wertvollsten Gegenstände gestohlen worden. Aus Frankreich und Süddeutschland sind zahlreiche Kondolenztelegramme Gestern abend 6 beim Ausstellungskomitee eingetroffen. Uhr wurde die Ausstellung auf behördlichen Befehl solange

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Gerichtet.

Familienroman von Franz Wichmann.

6. Kapitel.

Als Klara das Wohnzimmer wieder betrat, warf sie sich auf das Sofa und stützte den Kopf in die Hände.

,, Sie gehen alle," sprach sie vor sich hin, ohne mir Adieu zu sagen, und lassen mich allein! Es ist wahr, ich will es so. Es ist auch das beste!"

Entschlossen die Anwandlung sentimentaler Schwäche von sich abschüttelnd, sprang sie auf und trat an das Fenster.

Drunten auf der Straße sah sie eben noch die Ihren vor­übergehen. Ein wehmütig- bitteres Lächeln umspielte ihren Mund.

Lokales.

Gießen, 18. August 1910. * Für die Gießener Ferienkolonie wur­den bereits 15 Mädchen von dem Schularzt ausgewählt. Auch diesmal wieder ist Homberg a. D. zum Ferienaufent­halt bestimmt worden. Die Schülerinnen stehen unter Leit ung der Lehrerinnen Korell und Decker.

* Die Frau in der Klinit. In der Kinder­Poliklinik des Prof. Dr. Köppe ist nun auch eine Dame, nämlich Frl. Dr. med. Ruth Plöger aus Berlin gebür tig, als Assistenzärztin tätig.

* Vom Tage. Einem hiesigen Burschen wurden seitens eines Offiziers 120 Mt. mit dem Auftrag einge= händigt, diese Summe zwei Haferlieferanten in Kleinlinden zuzustellen. Der Bursche beglich aber nur die Forderung eines der beiden Lieferanten, den Rest des Geldes behielt er für sich zurück, um sich dafür einen vergnügten Tag zu machen. Das hierdurch bedingte außergewöhnlich lange Aus­bleiben des Boten veranlaßte den Offizier, nach ihm suchen zu lassen. Erst am anderen Tage wurde der Bursche einem Nachbardorse entdeckt, wo er in einer Gastwirtschaft das Geld bis auf den letzten Pfennig ausgegeben hatte.

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Genuffe unreifen lle aus den verschi benen Perfonen inf rantien, sogar ihr beim ertranften in ger als 7 Person päter auch noch mußten teilweise me finden. !!! Vorsicht! then Presse auf d nijchen Schabfchwi rden ist, häufen fic mer wieder Leute m Opfer fallen. A zelner Schwindlerb nt, in den meisten en Untersuchungen brer der Bande f fälligkeiten eine F glich machen. G Eingehen auf fo mt werden. Die Dieb in letzter Zeit brend ihres Aufen en des D- Zugwag

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100 400 Me­

Distus- Meister­

3.

* Der Gießener Sportverein erzielte auf dem Verbandsfest des Westdeutschen Spielverbandes in Mün­chen- Gladbach einen schönen Erfolg. Durch sein Mitglied No Il fonnte der Verein einen 1., zwei 2. und einen 3. Preis erobern. Die einzelnen Wettkämpfe verliefen folgen­dermaßen: 100 Meter- Rennen: 1. No II 11.8, 2. Richards ( Dortm. F.C.), 3. Junter( F. C. M.- Gladbach). Meter- Meisterschaft: 1. Weifer 11.2 Sef. schaft: Rheindorf( Duisb. Spielv.) 35.5 Mtr. ter- Rennen: 1. Richards( Dortm. F. C.) 55.8 Sefunden. 400 Meter- Meisterschaft: 1. Dr. Trieloff 53.2 Set.Hoch­sprung: 1. Kuse( Union- Düss.) 1.60, 2. Noll 1.55, 400 Meter Stafette Leitter( Union- Düss.) 1.55 Meter. ( Silberkranz des Oberpräsidenten der Rheinprovinz): Preu­Ben- Duisburg 46.8 Sef.- Hürdenlauf: 1. Spuck( Duisb. Spielv.) 17 Set. Dreifampf( Silberkranz des Oberpräs. von Westfalen): 1. Weicker 10, 2. Noll, 3. Jugendorn Punkte. 1500 Meter- Meisterschaft: 1. Sanß( Dortm. F. C.) 4: 21.4. 3000 Meter- Stafette: 1. Dortmunder F. C. 8: 59.2. 800 Meter- Junioren: 1. Silva( Kölner B. Stabhochsprung: 1. Fedde( Elberf. T. G.) 3.15 Mtr., 2. Jahn Viktoria Gladbach 3.10 Metr., 3. Noll 2,98 Mtr. 1600 Meter- Stafette: Dortmunder F. C. 3:52. 1000 Meter- Stafette: Preußen Duisburg 2:02. im Mannschaftslaufen: 1. Gladbach F. C. 35 Punkte. Beste Gesamtleistung in den Meisterschaften( Preis des Kul­tusministeriums): Preußen- Duisburg 22 Puntte.

C.) 2:08.

1000

* Der Bau der Kleebachtalbahn, der seit längerer Zeit geplant ist, scheint nun nicht mehr allzulange auf sich warten zu lassen, da die Vorarbeiten in der letzten Zeit rüstig fortgeschritten sind. Wie bereits mitgeteilt, wird die Stadt zu dem Bau einen entsprechenden Zuschuß leisten, dern vielmehr in Gießen mündet, was vorläufig noch frag­Fußlich erscheint. Hoffentlich gelingt es den Bemühungen der Gießener Stadtverwaltung, die Angelegenheit zu einem für Gießen gedeihlichen Abschluß zu bringen.

* Unfall. Gestern vormittag um die 9. Stunde fam ein Mann namens Georg Nesseldreher, gebürtig aus Heuchelheim, am Lindenplatz durch eigenes Verschulden un ter die elektrische Straßenbahn. Außer einem Bruch des rechten Armes trug der Verletzte noch erhebliche Hautab schürfungen am Kopfe davon. Mitglieder der Sanitätsko­lonne brachten den Bedauernswerten mittelst Krantenwagen nach der Klinik.

Die Mehrzahl der Gebäude tragen festlichen Flaggen­und Blumenschmuck. Reich geschmückt sind die Feststraßen. Der Großherzog und die Großherzogin trafen gestern Nachmittag von Schloß Wolfsgarten kommend, hier ein. Heute herrschte von früh an ein gewaltiger Zuzug von Fremden. Besonders die Wiesbadener Kurgäste fanden sich zahlreich ein, ebenso viele Landbewohner. Kurz vor 8 Uhr lief der kaiserliche Sonderzug am Bahnwärterhäuschen 39, das mit Blumen und Teppichen eine hübsche Ausschmückung grüßung zwischen Kaiser, Großherzog und Großherzogin war eine herzliche. Der Kaiser bestieg nach der Ankunft sein Pferd und ritt im Galopp nach dem großen Sande. Zur Truppenschau waren eingetroffen: die Infanterie- Regi-| falls die Bahn nicht nach Dutenhofen eingeführt wird, son­menter 80, 81, 87, 88, 115, 116, 117, Dragoner- Regimen­ter 6 und 24, Feldartillerie- Regimenter 27 und 63, artillerieregiment 3, Pionierbataillon 21 und 25, Unter= offizierschule Biebrich, sowie sämtliche Divisions- und Bri­gadestäbe des Korps. Es fand sofort ein Ererzieren des Dragonerregiments 24 statt, an das sich gegen 9 Uhr eine Gefechtsübung anschloß. Die Kritik des Kaisers war ein­gehend und gründlich und dauerte lange genug, um den Truppen die Aufstellung zur Parade vor dem Kaiser zu er möglichen. Der Parademarsch aller Truppen fand unter dem Kommando des Kommandeurs Generalleutnant v. S ch of t statt. Kurz nach 1 Uhr riften der Kaiser, der Großherzog der Gardine, um heimlich seine weiteren Schritte zu beob­achten. Ihre Schrecken, ihre Bestürzung wuchsen mit jeder Sekunde. Der Gefürchtete und doch Ersehnte fam quer über die Straße auf das Vorderhaus zu. Jetzt trat er in den Hof und ( Gerichtet 25 Nr. 8.) Jesus Maria," schrie Klara auf ,,, er öffnet die Tür!" Was wollte er nur? Es wohnte da unten ja niemand. Jetzt kam er die Treppe herauf. Sie verging fast vor Angst. Den Vater fonnte er doch nicht suchen, seinen Feind. Kam er zu ihr? Aber nein, das durfte nicht sein! Sie wollte das Zimmer verriegeln, doch es war schon zu spät. Nur an die Tür eilte sie noch, um sie wenigstens zuzuhalten. Sie hatte es ja dem Vater versprochen, nicht wieder mit Hellborn zu sprechen, und wenn er nun erführe, daß sie ihn doch wieder gesprochen hatte-

Es ist Heuchelei von ihm, ich weiß es," fuhr sie fort, laut zu denken, nicht ihr zulieb, des Geldes wegen tut er's! D, Gott, daß es so weit mit ihm kommen mußte! Aber dieser Herr von Hohlen und die anderen, es sind die bösen Geister, die ihn verführen! Wenn er einen andern Umgang hätte, mit einem wahren Mann wie Hellborn, aber nein," unterbrach sie ihr Selbstgespräch, ich will gar nicht daran denken, es ist ein Unglück dabei. An jenem Tage, da ich mit ihm sprach, habe ich das goldene Herz verloren. Wenn der Vater es bemerkte! Er glaubt, es hänge noch an der Schnur, die ich um den Hals trage!"

Sie öffnete das Fenster und lehnte sich ein wenig hinaus. Rönnte ich ihn nicht auch sehen?" fuhr es ihr durch den Sinn. In der Union findet sein Vortrag statt, nicht sechs Häuser von hier, das große Gebäude mit dem Säuleneingang, das man von hier aus sehen kann."

Sie blickte nach der Uhr. Es war noch viel zu früh. ,, Ach, wenn ich hinüberfliegen könnte, ein paar Minuten," sann sie weiter, eine Viertelstunde nur, niemand würde mich vermissen und ich könnte ihn hören, seine Stimme!"

Jäh stockte ihr Gedankengang.

Mein Gott, was ist denn das?" flüsterte sie. Steht dort vor dem Hause"- sie beugte sich rasch aus dem Fenster, zog sich aber ebenso rasch mit ganz roten Wangen wieder zurück,

,, die Gestalter ist es, Hellborn! Er blickt hierher, und jetzt- jetzt geht er, o, wie schade, geht! Nein, Herr im Himmel, er kommt hierher, ja, er ist es wirklich, und, mein Gott, er grüßt mich!"

Sie konnte nicht anders. An allen Gliedern bebend, mußte sie seinen Gruß vom Fenster herab erwidern. Dann aber wich sie verschüchtert vom Fenster hinweg und verbara sich binter

Allein, alle Kraft, mit der sie sich wappnete, erlahmte, als sie von draußen eine tiefe Stimme ihren Namen sprechen hörte: Fräulein Reiner!"

Ihre Hände sanken herab.

,, Herein!" kam es zitternd, unwillkürlich über ihre Lippen. Die Tür wurde langsam geöffnet und, in einen langen, grauen Mantel gehüllt, das bärtige Gesicht von einem breiten Strohhut überschattet, trat Hellborn, einen derben Stock in der Hand, über die Schwelle.

Glauben Sie nicht, Fräulein Reiner," begann er, daß ich Ihr Alleinsein

Wie, Sie wissen?" unterbrach das Mädchen ihn, noch mehr erschrocken, Sie wußten- und konnten dennoch hier

Eindringen, wollen Sie sagen!" fiel er ihr ins Wort. ,, Eben darum, weil ich anders nicht konnte! Und ich habe lange auf diesen Augenblick gewartet, ich wollte-"

Da er noch immer an der Tür stehen geblieben war, suchte Klara ihm den Weg in das Zimmer zu verwehren.

,, Aber, mein Gott," sagte sie, so bedenken Sie doch- Hellborn ließ sie nicht aussprechen:

Ich wollte nichts Unrechtes, gewiß nicht. Vertrauen Sie mir so wenig? Nur zu Ihrem Eigentum wollte ich Ihnen wieder verhelfen!"

,, Zu meinem Eigentum?" fragte sie verwundert. Ja, haben Sie nichts vermißt," fragte Hellborn dagegen, ,, seit jenem Tage, im Steinbruch bei Grünwald?" Mein goldenes Herz?"

Ich fand es unlängst erst, durch Zufall, bei einer Reparatur einer vermorschten Stelle, unter dem Boden meiner baufälligen Hütte. Es konnte nur Ihnen gehören!"

Klara vergaß es, ihm noch länger den Weg ins Zimmer zu verwehren; in lebhafter Erregung trat sie Hellborn näher. Und Sie bringen es mir? D, tausend, tausend Dank!

Ich hatte keine Ahnung, wo ich es verloren haben konnte. Nur, daß es an jenem Tage geschah, wußte ich, und lebte in steter Angst, daß mein Vater es vermissen und mich danach fragen würde. Er schenkte es mir, als ich noch ein Kind war." Hellborn suchte in seinem Gewande:

,, So bin ich noch zu rechter Zeit gekommen!" Ich hatte schon lange die Hoffnung aufgegeben, es wieder­zuerhalten," fuhr Klara fort, nachdem so lange Zeit darüber verflossen war!"

,, Machen Sie mir deshalb keinen Vorwurf!" bat er mil seiner tiefen, ruhigen Stimme. Wie sollte ich es Ihnen zu tommen lassen, ohne daß es Ihr Verräter geworden wäre? Ich weiß ia, Ihr Vater haßt mich! Und ich sah Sie nie mehr allein!"

Und dennoch, heute, hier in der Stadt wagten Sie es- Weil ich wußte, daß Sie allein feien!" entgegnete er einfach.

,, Sie sahen meine Mutter, meinen Bruder fortgehen und da, nicht wahr, vermuteten Sie, daß-"

Hellborn neigte bejahend das von langem, frei herab hängendem Blondhaar umwallte Haupt.

fenbahndireffionen anlaßt und empfe de durch Anschließe Diebstahl zu sich ihrend der Zeit de ten. Kleineres H hachteln und dergle jigjien in eigener

Ich hatte auch zuvor im Vorübergehen Ihren Vater im Wirtshaus fizen sehen!" ergänzte er. ,, D, wie danke ich Ihnen!" sagte Klara von neuem im herzlichen Tone. Ich hatte Mut und Vertrauen verloren, seit mir das goldene Andenken fehlte. Es war mir wie ein Talisman!"

Inzwischen hatte Hellborn das Gesuchte hervorgezogen und hielt es, den kleinen, blizenden Gegenstand eine Weile be trachtend, in der Hand.

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Wie können Sie so sprechen? Mut und Vertrauen vers

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- ein Menschenleben so jung und gesund wie Sie!" D, das genügt nicht allein zum Dasein, es braucht noch vieles," seufzte das Mädchen.

,, Licht und Luft und Freiheit!" ergänzte er. Nicht wahr, das sind auch Ihre Gedanken?"

,, Und Arbeit, Bewegung," fiel sie ein, alles, was einem hier abgeht in der Stadt!"

,, Sie werden mir glauben, daß ich Sie begreife," sagte er freundlich.

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Pächtern der am affer überschwemmt ijen a cht na d vollständiger V reiviertelvernichtun brespachtverträge Taration des S Grasernte( Gru Schäßung zu C ird bemerkt, daß iderstattung der P lischen Wiejenver atauf hingewiefen hider nicht haftet. wasser dieses ajung, eines Br * Kirch- G nerent Mission na ge Sommerwetter, alten, hatte viele

Ja, ja, Sie freilich!" Sie wurde über ihre eigenen Worte verlegen. Aber nehmen Sie doch Plah, Herr Hellborn!" fagte sie rasch. Hellborn machte keine Miene, der Aufforderung Folge zu leisten.

Ich will wieder gehen, ich möchte Sie nicht weiter stören Sie sind allein

( Fortsetzung folgt.)

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