Einzelbild herunterladen

it 1910 reise.

üdtots

ug

.1,15 1,2

110 1,2

1,05 1,1

1,00 1,1 bon über 5

bler berabfol Für Anfuhe Bentner bered martung Gir

den Betrag 3tc.

en Stofs gewä men wird. B

fe in caft.

verk Gießen

Oberheiie

und Vorratsh alienhandlung an d. Exp. d.

rzustellen

ke Kornblume bandlung Wilhel arenhandlungen

ite neueite Brob mittel im Handel

enfte Röstart, nachb gereinigt und geldi

ffen wird im Gege len, voller Sprea

ein Getränk für An ähnliches Getränt

Magenleidenden, fo Liebling werden.

ngel

Geschäft

Telephon 828 Einrichtungen.

- einfache lack. öbelu.Matratze

eren alter Polster streng reeller fach

- Polstermöbel

adt Gießen

werden: hreiner, 1 Bl und Stallbu

t, 1 Glaser. rer, 2 Buchbi teure, 1 Sattle

enmacher, 8 W fchinist, 3 Schlo fchen u. Auslau

6 Bug- und Lau

chen, 1 Bügleri

in.

en Wochenmartie fo eisch per Pfd. 80

isch gef. p. Bfb. per Pfb.

elich ber Bfb

86­

60

p.100 Silo 7.00­

per Ctr.

6.00­

per Std. 0.20­

Der Pfund

Bfb.

03.12-0

Bfb. 00.15-0

Stud

0.50­

Liter

0 Std.

2.00

bis 1 Uhr nachmi

bie Beginn der M

unden der Marktjeit

Gießen, Selterswes

Gießener Zeitung

Bezugspreis 40 Pfg. monatlich

-

( Neueste Nachrichten)

vorauszahlbar, vierteljährlich 1,20 Mr., durch die Post 1,50 Mt. frei ins Haus. Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Zwei Extrabeilagen: Humoristische Blätter" und die Neue Lesehalle", liegen wöchentlich einmal gratis bei. Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Telephon: Nr. 362.

Nr. 110.

Enthält alle amfl. Bekanntmachungen

der Großherzoglichen Bürgermeisterei

des Großherzoglichen Polizei Amfes Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83.

sowie vieler anderer

Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( Albin Klein).

Donnerstag, 18. August 1910

( Gießener Tageblatt)

Anzeigenpreis 15 Pfg.

die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs­zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Telephon: Nr. 362.

Amtliche Bekanntmachungen.

Grummetgras- Versteigerung der Stadt|

Gieken.

Samstag, 20., Montag, 22. und Dienstag, 23. August 1910 soll das Grummetgras von den städti­Wiesen meistbietend versteigert werden und zwar:

Samstag, 20. August:

a) nachmittags 4 Uhr an Ort und Stelle von der frü­her Pascoe'schen Wiese, bei der Aktienbrauerei und in der Stephansmark.

Montag, 22. August:

a) vormittags 9 Uhr bei dem Schlachthof von den Wie­sen im Neustädterfeld und bei dem Elektrizitätswert;

b) vormittags Uhr an Ort und Stelle von den Wieseckböschungen;

c) vormittags 10% Uhr in der Restauration von Mel­chior Schäfer Witwe in der Kaiser- Allee von den Wiesen im Heegstrauch und im Rußland;

d) vormittags 11% Uhr an Ort und Stelle vom Fried­hof am Nahrungsberg;

e) nachmittags 2 Uhr im Philosophenwald von den Wie­sen am Fürstenbrunnen im Wiesecktal, von den Hospital­wiesen in der Gemarkung Wieseck.

f) nachmittags 5 Uhr an Ort und Stelle von den Wie­sen in der Schwarzlach.

Dienstag, 23. August:

a) vormittags 9 Uhr an Ort und Stelle von den Och­senwiesen, einer Hospitalwiese, von den Wiesen im Stol­zenmorgen, Utersbrunnen und Altentisch;

b) nachmittags 3 Uhr an Ort und Stelle von den Wie­sen in der Gemarkung Rödgen;

c) nachmittags Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Großen- Buseck;

Dionville- Mars- la- Tour.

Ein Gang über das Schlachtfeld vom 16. August 1870 von Albrecht Wilhe I m.

In sonniger Morgenfrühe eines Augusttages durch das prangende Meßer Land

Rasch eilt der Eisenbahnzug, den wir in Metz bestiegen haben, nach Südwesten der Mosel zu. Von stolzer Höhe grüßt aus weiter Ferne über das Moseltal die starke Veste Friedrich Karl, der ehemalige St. Quentin, an seinen Fuß geschmiegt die freundlichen weißen Häuser des Weinortes Sch, bekannt durch den guten Tropfen, den seine Reben­hänge liefern.

Bald ist Noveant, das Ziel unserer Bahnfahrt erreicht, und in leichtem Gespann geht es weiter nach dem Städt­

chen Gorze, das wir zum Ausgangspunkt einer Wanderung

über die Schlachtfelder von Vionville- Mars- la- Tour wählt haben.

Von hier

ge=

August 3. Wisitat am Morgen jenes denkwürdigen 16.

30

un­

Armeekorps ihren behenden Vormarsch gegen die französische Uebermacht an, um ter schweren Verlusten aus ihren hartnäckig verteidigten Stellungen im Bois de St. Arnould und bei Flavigny auf Rezonville zurückzudrängen.

Auf der Höhe vor Flavigny gemahnt das adlergekrönte Monument der 5. Division an die Heldentaten der Bran­denburgischen Regimenter, an das viele Blut, das diese Fluren getrunken.

Weit fliegt der Blick über die heute so lachenden Ge­filde, die fich zu unseren Füßen breiten. Dort zur Linken das stattliche Dorf Vionville, die niedrigen Häuser eng zu­sammengedrängt, dicht vor uns Flavigny und rechts dahin ter Rezonville. Namen stolzester Erinnerung für unser Heer, für unser ganzes deutsches Volk!

Im Geiste sehen wir die Felder ringsum zerstampft von der entfesselten Kriegsfurie, ſehen grauweiße Feßen Pulverdampfes in dichten Schwaden die Landschaft verhül­len, unaufhörlich durchzuckt von grellen Blitzen... Wie eine Vision hebt sich das grandiose Bild der männermor­denden Schlacht aus dem weitgespannden Rahmen der von dunklen Waldrändern umsäumten Hügellandſchaft. alte

Unten in der Senkung das weiße Band ist die Heerstraße von Meß nach Verdun. Diesen Weg der fran aße von zösischen Rheinarmee zu verlegen, ihr den Rückzug zur Maas abzuschneiden, die Vereinigung Bazaines mit Mac Mahon um jeden Preis zu verhindern, war die schwere Aufgabe der Truppen des Prinzen Friedrich Karl.

Hart westlich der Allee, die von der Höhe hinunter= führt nach Vionville, bezeichnet ein Denkstein die Stelle, von wo aus der ritterliche Prinz die Schlacht am Nach= mittag geleitet hat.

Die Zusammenkunft ist am 20. August an der Eisen! bahnbrücke im Zug der Klinikstraße, am 22. August bei dem Schlachthof und am 23. August bei den Ochsenwiesen.

Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegen­den Gemeinden werden ersucht, Vorstehendes in ihrer Ge­meinde bekannt machen zu lassen.

Gite ßen, den 13. August 1910. Großh. Bürgermeisterei Gießen.

Mecum.

Bekanntmachung.

Verpachtung einer städtischen Bleiche be treffend.

Die bisher an Wilhelm Pimper Witwe verpachtet ge= wesene als Bleiche benützte städtische Wiese an der Lahn nächst der Rodheimerstraße mit den darauf stehenden von der Stadt erworbenen Gebäuden soll

Samstag, den 20. August d. J., nachmittags 3 Uhr,

im Bürgermeistereigebäude auf die Dauer von 5 Jahren vom 1. Oktober 1910 ab anderweit verpachtet werden. Gießen, den 11. August 1910.

Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum.

Bekanntmachung.

Die unterm 15. Juli 1910 angeordnete Sperre Der Südanlage zwischen Bleichstraße und Selterstor wird hier­mit aufgehoben.

Gießen, den 13. August 1910.

Großherzogliches Polizeiamt.

Gebhardt.

In der Nähe treffen wir auf die Denkmäler der Trup-, penteile, die diesen Teil des Gefechtsfeldes mit ihrem Blut gedüngt haben.

Ueber die weite Fläche verstreut steht Kreuz an Kreuz. Hier schlummern die Helden, Freund und Feind im Grabe vereint, wie sie der furchtbare Eisen und Bleihagel nieder­gemäht: Brandenburger, Niedersachsen, Ostfriesen, Westfalen und Franzosen.

Die den Fernblick begrenzenden Gehölze zu unserer Rechten, die Bois de Vionville, de St. Arnould, und des Ognons haben gegen Abend des Schlachttages die opfer vollen Kämpfe hessischer Infanterie, schlesischer Grenadiere, Hohenzollern- Füsiliere, Thüringer und Westfalen gegen die Garden Bourbakis gesehen, nachdem sie vorher stundenlang größter Bravour verteidigt worden waren. von den brandenburgischen Leibgrenadieren und Jägern mit

Am Grunde der Talmulde, durch welche die große Heer­straße Mez- Verdun streicht, werden wir an die herrlichsten Waffentaten schneidigen, preußischen Reitergeistes erinnert: die Attacken der Brigaden Bredow und Redern. Nördlich Rezonville, hart an einer altrömischen Kunststraße, die wohl auch schon anderthalb Jahrtausende früher Zeuge von fräf= tigen deutschen Hieben gewesen sein wird, haben einige der beteiligten Regimenter, Zietenhusaren, Schleswig- Holstein­sche Husaren, Bismarckfürassiere und Altmärker Ulanen, ihren Gefallenen Ehrenmonumente errichtet.

Wir lenken jetzt die Schritte Vionville zu, dem Ort, auf dessen Namen die Schlacht getauft ist. Halben Weges, südlich der Chaussee Rezonville- Vionville, liegt Flavigny. Alle diese Ortschaften, in denen sich während der 40 Jahre seit dem Kriege nicht viel verändert hat, sind charakteristisch durch ihre feste Bauart. Mauer drängt sich an Mauer, Haus an Haus.

ge

So waren sie wesentliche Stüßpunkte der französischen Ausstellung, und stundenlang ist um ihren Besiz heiß stritten worden, wobei die Regimenter der 6. Division des 3. Armeekorps sich unvergänglichen Lorbeer gepflückt haben. Zu beiden Seiten der Straße reihen sich die Denkmäler der beteiligten Truppenteile, dazwischen zahlreiche Einzel- und Massengräber.

In den Ruhm, hier am linken Flügel der preußischen Schlachtstellung die Durchschnittsversuche der Divisionen Can­roberts und Leboeufs vereitelt zu haben, teilen sich mit den Brandenburgern die Oldenburger und Oftsriesen, deren hel­denmütige Verteidigung der Büsche von Trouville, nord­westlich Vionville, unvergessen bleiben wird. Das Olden= burger Denkmal hat seinen Platz an der Südostecke dez Wäldchens gefunden.

21. Jahrg.

Bekanntmachung.

Die unterm 9. Juli 1910 angeordnete Sperre der Schloß­gasse wird hiermit aufgehoben.

Gießen, den 13. August 1910.

Großherzogl. Polizeiamt.

Gebhardt.

Betanntmachung

Die unterm 9. Juli 1910 angeordnete Sperre der Brand­gasse wird hiermit aufgehoben.

Gießen, den 13. August 1910.

Großherzogliches Polizeiam t.

Gebhardt.

Bekanntmachung.

In den Wagen der städt. Straßenbahn wurden in der chen gefunden: 1 Paar Handschuhe, 2 Herrenschirme, 1 Da­Zeit vom 22. Juli bis 14. August d. J. nachstehende Sa menschirm.

Die Gegenstände können auf unserem Bureau, Westan­anlage 51, in Empfang genommen werden. Gießen, den 15. August 1910. Elektrizitätswert und Straßenbahn der Stadt Gießen. J. V.: Sch mi zz.

Bekanntmachung.

Wegen Vornahme von Kabelarbeiten wird am Don nerstag, den 18. August, in der Ludwigstraße, von Bleichstraße bis Wilhelmstraße, und in der Liebigstraße, von Frankfurterstraße an; sowie am Freitag, den 19. A u- gust, in der Goethestraße, von Südanlage bis Ludwigstr. und in der Löberstraße, von morgens 8 Uhr bis nachmit tags 3 Uhr das Kabel ausgeschaltet und die Stromliefer­ung unterbrochen, was wir den anliegenden Konsumenten hiermit zur Kenntnis bringen.

Gießen, den 15. August 1910.

Elektrizitätswerk und Straßenbahn der Stadt Gießen. J. V.: Sch mi b.

noveraner, Braunschweiger und Thüringer an diesen Käm­diesen Kämpfen glorreichen Anteil genommen.

Unsere Wanderung nach Westen fortseßend, überschrei­ten wir die heutige französische Grenze und sehen nach fur­zem Marsch die Häuser von Mars- la- Tour vor uns austau­chen. Eine wehmütige Erinnerung ist es, die sich an diesen Ort knüpft: Das Drama der Brigade Wedell.

2600 wadere Söhne Westfalens wurden Blutzeugen des heroischen Sturmangriffs dieser Brigade; fünf preußische ge= gen fünfundzwanzig französische Bataillone! Eine steilab= fallende Schlucht brachte den Angriff dicht am Feinde zum Scheitern, und nur die opfermutige Attacke der Gardedra­goner vermochte die zerschossenen Regimenter vor der völli­gen Vernichtung durch die fünffache Uebermacht zu retten.

Aber diese Scharte ist noch am Abend der Schlacht gründlich ausgeweßt worden, durch den, bei Bruville un­weit von Mars- la- Tour erfochtenen, glänzenden Sieg der Kavallerie- Brigade Barby über fünf französische Reiter- Re­gimenter. Das war der größte und schönste Reiterkampf im ganzen Kriege, als die hannoverschen Königsulanen und Dragoner zusammen mit den westfälischen Kürassieren und den Oldenburger Dragonern die stolze Gardelavallerie des dritten Bonaparte zu Paaren trieben.

Mars- la- Tour birgt übrigens in seinen Mauern eine sehenswerte Sammlung von Schlachtreliquien, und ein schönes Dentmal, das die Trauer Frankreichs um seine in den Kämpfen am 16. August gefallenen Söhne ergreifend zum Ausdruck bringt. Auf dem Kirchhof des Ortes sind da­mals viele wackere Krieger zur letzten Ruhe bestattet wor­den.

Mit diesem ernsten Eindruck wollen wir von den er= innerungsreichen Stätten einer großen Zeit Abschied neh­

men.

11150

Heute, am 40. Gedenktage der Schlacht, werden Tau­sende deutscher Veteranen ihre Schritte nach den Schauplä­Ben der ewig denkwürdigen Kämpfe von Vionville- Mars­la- Tour lenten, um an den Kriegergräbern und Dentmä­lern die heilige Pflicht tameradschaftlicher Pietät zu üben. Lebend oder tot sie alle haben es wahrlich ver­dient, daß das Vaterland ihrer ehrend und in steter Dant­barkeit gedenkft. aus dins but string of

Veteranen- Appell bei Meh.

Mehr als 12 000 Kriegerveteranen hatten ihre Teil­nahme zugesagt zu den am Sonntag begonnenen und bis heute währenden Gedenkfeierlichkeiten aus Anlaß der 40. Wiederkehr des Jahrestages der Schlachten um Mez. In den Kasernen fanden Tausende Unterkunft und Verpflegung. Im späteren Verlauf der Schlacht haben auch noch Teile Mehrere Sonderzüge waren auf den nach den Schlachtfel­dern führenden Eisenbahnlinien eingelegt worden zur Be­I der 20. Division des 10. Armeekorps, Westfalen, Südhan- wältigung des Massenandranges. In aller Frühe begann