* Gibraltar, 10. Oftober. Die Jacht„ Amelia" ist, nachdem König Manuel und die übrigen Mitglieder der töniglichen Familie sich ausgeschifft hatten, nach Lissabon abgegangen, da sie Staatseigentum ist. Zur Verabschiedung waren Offiziere und Mannschaften angetreten. Man erwartet die Ankunft des italienischen Kriegsschiffes, welches die Königin- Witwe Maria und den Herzog von Oporto wahrscheinlich nach Italien bringen wird.
* London, 10. Oft. Wie die Blätter melden, werden Vorbereitungen getroffen, um das Schloß Woodnorto ( Grafschaft Worcester), die Residenz des Herzogs von Orleans, für die Aufnahme des Königs Manuel und die Königin Amelia herzurichten.
* Paris, 10. Ott. Aus Madrid wird gerüchtweise gemeldet, daß die Königin Amalie die Absicht habe, in Lillamanrigue bei Sevilla sich niederzulassen, wo ihre Mutter, die Gräfin von Paris, den größten Teil des Jahres weilt.
Zum Barenbesuch in Friedberg.
ver=
nahme des Etellennachweises durch die Landarbeiter, welche von den obigen 56 Stellen allein 36 besetzten
* Gekauft wurde von Weißbindermeister Schmidt und Schreinermeister Hoin ein im Besitz der Stadt Gießen befindliches Grundstück an der Stephanstraße. Der Preis stellte sich für den Quadratmeter auf 20 Mark.
* Gigentumswechsel. Das Haus Kreuzplatz 9 ging für 56000 Mark in den Besitz des Drogisten von Scheidt über.
tt Stadttheater. Die Novität des heutigen Abends, das dreiaftige Lustspiel„ Der große Name" von Leon und Feld ist im bergangenen Sommer in Frankfurt zum ersten Male aufgeführt worden und steht seitdem dort auf dem Spielplan. Die Frankfurter Zeitungen fonstatierten damals einmütig die geradezu begeisterte Aufnahme, die das Werk bei dem Publikum fand und in der Tat erweist das Stück sich überall als eines der mit seiner Mischung mit heitern und ernsten Szenen, mit seinem teilweise aparten Milieu burg gemacht, wo der Tee genommen wurde. Die Rücken spielt in der sich als eine der wirkſamſteu es spielt in Musikerfreisen und der letzte Aft führt direkt Erscheinungen der letzten Jahre. In Hauptrollen sind beschäftigt die Herren God, Batof, Mary und Gühne und die Damen Engel, Koch, Frl. Scholz und Frau Bühne.
Am Freitag waren zur Mittagstafel geladen: Fürst Urussow, russischer Botschafter in Wien, und der Kaiserl. Russische Ministerresident Baron von Knorring, Erzellenz. Nach Tisch wurde eine Ausfahrt nach dem Kloster Arns-
fahrt erfolgte über Lich, Garbenteich, Lang- Göns.
Am Sonntag traf der Zar gegen 10% Uhr im Kraftwagen in Homburg v. d. H. ein, um dem Gottesdienst in der russischen Kirche beizuwohnen. Am Portal der Kirche wurde der Monarch, der sich in Begleitung seiner beiden Töchter befand, von der Kronprinzessin von Griechenland und deren ältesten Sohn empfangen. Nach Beendigung des Gottesdienstes begab sich der Zar mit der Kronprinzessin und anderen Fürstlichkeiten nach Schloß Friedrichshof, wo er gegen 12 Uhr eintraf. In einiger Entfernung folgte das Polizeiauto mit je einem russischen, französischen und Frantfurter Kriminalpolizeibeamten. Am Schloßportal erfolgte die Begrüßung der fürstlichen Gäste. Bald nach der Anfunft machten diese in Begleitung des Prinzenpaares Friedrich Karl von Hessen einen Spaziergang auf der durch den Wald, einem Ausläufer des Alttönigs, emporführenden Kaiserin Friedrich- Chaussee. Um 1 Uhr fand Frühstücksta fel auf Schloß Friedrichshof statt, an welcher nur die fürstlichen Familienmitglieder teilnahmen. Nach aufgehobener Tafel verabschiedeten sich die fürstlichen Besucher in herzlicher Weise und um halb 3 Uhr erfolgte die Rückfahrt nach Schloß Friedberg. Die Stadt Cronberg hatte einen präch= tigen Strauß Chrysanthemen für die Zarin überreichen lassen.
Das Besinden der Großherzogin ist in fortschreitender Besserung begriffen.
Zar und Großherzog dürften wohl noch im Laufe dieses Monats nach Mainz kommen, um das neue Heim des naturgeschichtlichen Museums in der Reichklarakirche einzuweihen.
in
-
Die Hessische Städte- u. Gemeindeordnung. und Lumpenfortierereien inbezug auf die Eß- und Umtlei
der
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„ Zieht hinaus, ihr Wogen, zum Rheinesstrand, Zieht hinaus, ins schöne, ins deutsche Land!" so mächtig, daß man den Eindruck noch lange behalten wird. Nicht minder kraftvoll kam das letzte Lied„ Am Rhein ist Leben“ vom hiesigen Komponisten Lehrer Geller, zum Vortrag, das, da es sehr gefallen hatte, zweimal gesunwechslungsreich und interessant zusammengestellt, gen werden mußte. Das ganze Programm war so ab= daß auch die anderen Stimmen sehr gut zur Geltung tamen. Das Vereinsmitglied A. Winkelhate hat mit seinem Spiellied: " Lieschen, was fällt dir ein" eine allerliebste Komposition geschaffen, die es wahrlich verdient, weit in den Landen gesungen zu werden. Ich möchte behaupten, daß es bald ein allgemeines Volkslied ſein wird. Lobenswert ist es, daß neben einigen schweren Chören, wie z. B.„ Der fahrtere volkstümliche Lieder zum Vortrag tamen. Immer und ende Scolar" von Hegar,„ Isis" von Mozart, auch leich immer wieder erfreuen gerade solche das tunstliebende Publifum, wenn sie wie hier frisch und eindrucksvoll gesungen werden. Innsbruck, ich muß dich lassen" von Jüngst und „ Schlaf Kindlein" von Silcher verfehlten darum ihre Wirtung nicht. Neben den Männerchören hat das Vereins- Quartett mit seinen Sologesängen rauschenden Beifall geerntet. Alte wohlbekannte herrliche Lieder waren es, die die Herren Beckedorf, Winkelhake, Mester und Schrader harburtstag in diesem Jahre weit und breit gefeiert wurde, monisch sein erklingen ließen.„ Die Kapelle" von Kreuzer, " In einem fühlen Grunde" von Silcher, dessen 100. Ge„ Ich hört ein Vöglein pfeifen", das" Polnische Mailied" ( wieder gut von Winkelhake komponiert)," Die schöne Schäferin" vom Wiesbadener Musikdirektor Spangenberg und " Mein Schäßelein", sehr nett von Attenhofer gesetzt, all diesen Liedern zuzuhören, wird man nicht müde. Das feine reine Tenorsolo des Herrn Beckedorf:
-p Gewerbliche Revisionen 1910. In den Monaten Juli, August und September wurden in GieBen revidiert: 6 Petroleumlager, auf Grund der polizeilich gestellten Bedingungen und der Verordnung vom 30. Mai 1904. Die Backsteinbrennereien, bezüglich Beschäftig= ungszeit der jugendlichen Arbeiter auf Grund der Verordnung vom 21. Februar 1910, in einem Falle wurde wegen zu früher Beschäftigung Anzeige erhoben. Biographen und Kinemathographen. 81 Verkaufsstellen, in denen Margarine, Margarinekäse oder Kunstspeisefett gewerbs mäßig vernuft wird, auf Grund des Gesezes vom 15. Juni 1897. Obst- und Backwarenverkauf auf Privatpläßen Sonntagsnachmittags nach Ladenschluß. Verschiedene Benzinund Benzollager auf Grund der gestellten Bedingungen. Die Dampfmolkerei inbezug auf Beschäftigung von Arbeiterinnen nach der Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 4. Juni 1910. Die Borstenzurichtereien inbezug auf ausländische Ware auf Grund der Bekanntmachung vom 22. Oktober 1902. Die Trödler auf Grund der Verordnung vom 2. August 1899. Die Siggelegenheit für Bedienstete in den offenen Verkaufsstellen auf Grund der Bethnntmachung vom 28. November 1900. In einem Falle war nicht für genügende Sibgelegenheit gesorgt, wurde jedoch inzwischen erledigt. Die Mineralwasserfabriken inbezug auf Einrichtung und Beschaffenheit der Gerätschaften auf Grund des Nahrungsmittelgesetes vom 14. Mai 1879. Fellhandlungen deräume der Arbeiter nach§ 120 b und d der Gewerbeordnung. Dampftesselanlage der Hassia- Pneumatikwerke auf Grund der gestellten Bedingungen. Die Petroleumtankanlage und Tankwagen der Amerikanischen Petroleums- Gesellschaft und die sonstigen hier aufgestellten Petroleum Tankwagen inbezug auf die polizeilich gestellten Bedingungen. Die Zigarrenfabriken inbezug auf den Aushang über die Beschäftigung der jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen vom 1. Januar 1910; außerdem bezüglich Arbeitseinstellungen auf Grund der Abänderung des Tabatsteuergesetzes. Die Fruchteishändler inbezug auf Reinlichkeit der Geräte und des Materials. Die Gast- und Schantwirtschaften bezüglich Beschäftigung des fremden Personals, Einhaltung und Eintrag der Ruhezeiten in das zu führende Buch auf Grund der Verordnung vom 25. Jan. 1902. Die hiesigen und auswärtigen Brothändler und Bäcker auf Gewicht des Brotes und auf Namenszeichen nach der Polizeiverordnung vom 27. Juni 1907. Gegen einen hiesigen Bäcker wurde Anzeige erhoben, weil auf sämtlichem Brot das Namenszeichen fehlte. 61 Fabrikanten und Handlungen, welche Essigessenz führen und in den Verkehr bringen, auf Grund der Verordnung, betr. den Verkehr mit Essig= säure( auch Essigessenz) vom 14. Juli 1908. Die hier in Betrieb befindlichen Dampfdreschmaschinen. Die Steinbrüche inbezug auf Lagerung von Sprengstoffen nach den Be- tanntmachungen vom 30. August 1884 und 5. Aug. 1904 sowie der Verordnung den Verkehr mit Sprengstoffen betr. vom 21. Dezember 1893. 69 Milchhändler auf spezifisches Gewicht der Milch, Reinlichkeit der Gefäße und Wagen. Bei einem Händler wurde die Milch bezüglich des Gewichtes beanstandet. Eine Probe wurde demi chemischen Untersuchungsamt übergeben, welches Wasserzusatz feststellte. Anzeige gegen den Beschuldigten wurde erhoben wegen Vergehens gegen das Nahrungsmittelgeseß. Nahrungsmittelkontrolle u. s. w. Es wurden 40 Nahrungsmittel- und Genußmittelproben sowie Verbrauchsgegenständen( Emaillefochtöpse) erhoben und dem chemischen Untersuchungsamt übergeben. Bei den Nahrungsmitteln wurden keine Anstände vorgefunden. Die Emailletöpse wurden beanstandet. Anzeige wegen Vergehen gegen das Nahrungsmittelgesetz wurde erhoben.
Die Zweite Kammer wird sich bei ihrem demnächstigen Zusammentritt bekanntlich mit der Reform der Landgemeindeordnung zu beschäftigen haben. Dieser Teil Verwaltungsgeseße, deren Nichtzustandekommen bereits auf der letzten Tagung des Landtages bedauert wurde, konnte in einem Sonderausschuß soweit verabschiedet werden, daß die nunmehrige endgiltige Verabschiedung im Plenum der Zweiten Kammer bevorsteht. Die neuen Bestimmungen su chen den veränderten Verhältnissen und Bedürfnissen, mentlich der Landgemeinden, nach Möglichkeit gerecht zu werden; immerhin haben die Beschlüsse des Gesetzgebungsausschusses allgemeine Zustimmung nicht gefunden. In einer Eingabe des Lampertsheimer Ortsvorstandes wird eine Abänderung dahin verlangt, daß die obligatorische Einführung der Stätteordnung statt bei einer Seelenzahl von 10 000 erst bei 15 000 eintritt. Ein weiterer Wunsch geht dahin, daß die Bürgermeister in den Landgemeinden mit über 3000 Einwohner für die Folge nicht mehr von der Gesamtbevölkerung, sondern von dem Ortsvorstand gewählt werden. Seit Jahrzehnten geben die Bürgermeisterwahlen zu den größten Mißständen Veranlassung. Vielfach suchen die Bewerber, wenn auch durch Mittelspersonen, durch Gewährung von Freibier und Gastereien die Wähler zu gewinnen. Namentlich in den letzten Jahren mehrten sich daher die Beschwerden über die unglaublichsten Ausschreitungen, welche die Bürgermeisterwahlen im Gefolge haben. Nach Tausenden belaufen sich oft die Wahlkosten, welche einzelne Bewerber aus ihrer Tasche zu tragen haben und mancher Landbürgermeister hat seine Wahl recht teuer zu bezahlen, während auf der anderen Seite das Ehrenamt des Bürgermeisters recht geringe Einfünfte liefert. Daß diese Zustände die wirtschaftlichen Interessen der Gemeinden im Hohen Maße schädigen, liegt auf der Hand und schon öfters wurde deshalb der Wunsch laut, die Wahl der Landbürgermeister wie in den Städten in die Hände der Gemeindevertreter zu legen, auch aus dem weiteren Grunde, um den Erwählten unabhängiger von den herrschenden Ortsparteien zu machen. Die Erfüllung dieses Wunsches entzieht allerdings auf der anderen Seite der Bürgerschaft ein von Alters her bestehendes Wahlrecht und stößt diesem Grunde auf Widerspruch.
Lokales.
aus
Gießeu, 11. Oktober 1910.
** Uebertragen wurden dem Assistenzveterinärarzt Karl Blume- Homberg a. D. die Dienstgeschäfte des Kreisveterinäramts Grünberg und dem praktischen Veterinärarzt Dr. Karl Seiß- Groß- Felda die Assistenzveterinärarztstelle in Homberg a. D.
** In den Ruhestand versetzt wurden der Lehrer an der Gemeindeschule zu Garbenteich, Heinrich Völsing und der Lehrer an der Gemeindeschule zu Schwarz, Kreis Alsfeld, Heinrich Walther.
* Parlamentarisches. Der ersten Kammer der Stände ging folgende Drucksache zu: Vorstellung des Vororts des Hessischen Handelskammertages, den Entwurf eines Gesetzes über die Gemeindeumlagen betreffend.
* Provinzialausschuß. Samstag, den 15. Oftober 1910, vormittags 9 Uhr beginnend, findet eine Situng des Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen mit folgender Tages- Ordnung statt: 1. Teilung der gemeinschaftlichen Gemarkung Ober- und Nieder- Rosbach. 2. Klage der Gewerkschaft„ Luse und Ilsdorf" gegen den Landwirt Karl Reiß zu Stockhausen wegen Enteignung von Gelände gemäß Artikel 131 des Berggesetzes.
*
Das Konzert
die
" Komm mit, tomm bald,
Komm mit mir in den Wald,
Da schwebst du über Raum und Zeit In einem Traum von Seligkeit!"
Anschluß an
Schule auch
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Frankfurt a. D Friedberg, die gen Reichsbant, buch, welche gl Treppe zufamme fie möchte Hilfe Stelle wurden Stand des Fab hielt. Dann m Hofe der Reich ner auf seiner * Darm
ftiz- und höher zehn Kandidate aus Starkenburg * Fran schäftsführenden teldeutsche des waren u. Dr. Breite Geh. Rat F Ufinger- Gi Vorsitzende feftit M. den Mitglie erhöht habe. Au Tagesordnung fo Ausbaues der bindung mit de im Verbandsgel Provinzialdiretti Vertreter der K in der Provinz die endgültige schluß nahe. J tritt der Verbar
in dem Lied„ Elfenlocken im Walde" von W. Bünte darf nicht unerwähnt bleiben, der Sänger hat eine Gleichmäßigkeit, die allgemeine Bewunderung fand. Herr Taegener erfreute durch einige meisterhaft gespielte Vorträge am Flügel; die peinlichste Stille, die herrliche Akustik und solch eine Musik, wer wird da nicht den stürmenden und drängenden Alltagsgedanken entrückt. Darum Dank dem Hannoverschen Lehrergesangverein, dem wir eine fröhliche, ehrenvolle Rheinfahrt und glückliche Heimkehr wünschen.
Zur
* Taunus- Klub. Am Sonntag, 16. Oktober, nachm. 1½ Uhr, findet in Oberursel im Gasthaus Rose"( Vorstadt Nr. 27) die 28. ordentliche General- Bersammlung des„ Gesamt- Taunus- Klubs" statt.
bis
** Einen Ausflug nach Steßen unternahm am Sonntag der Verkehrs- und Wanderverein zu Butzbach. Dant dem günstigen Wetter waren alle Teilnehmer von der Fahrt, bei welcher neben den Sehenswürdigkeiten von Gießen auch das Kloster Schiffenberg besucht wurde, auf das beste befriedigt.
* Eine Anzahl von jungen Brieftauben ließ kürzlich der Gießener Brieftauben Club in dem über 100 Kilometer entfernten Northeim aufsteigen. Die Tierchen erreichten Gießen nach einem nahezu 31 ftündigen Fluge. Den ersten der ausgefeßten Preise erhtelt eine Taube von Karl Schomber Gießen.
* Warnung. In Gießen treibt sich gegenwärtig ein Mann umber, welcher sich im Besitz von falschen Geldstücken befindet, worauf unsere Leser aufmerksam gemacht ſeten. o
des Hannover'schen Lehrer- Gesangvereins am letzten Sonntag in der neuen Universitäts- Aula war in den weitesten Kreisen unserer Stadt und der Provinz von allen, die guten Gesang pflegen und lieben, mit großer Spannung erwartet worden. Sänger aus dem Norden, aus dem Lande, wo man das sp mit scharfem Atzent ausdrucksvoll zu sprechen gewohnt ist, hier in Gießen zu hören, war bisher eine Seltenheit. Man hat hier mehr Fühlung mit den süddeutschen Sängern; in größeren Konzerten sind die Frankfurter uns schon bekannt, bei größeren Sänger- Bundesfesten oder bei Gesangwettstreiten treten zumeist solche aus dem Rheinland, aus Hessen- Nassau, Rheinhessen, Bayern und Baden in Konkurrenz. Dankbar ist man darum, daß der Hannover'sche Lehrergesangverein auf seiner Fahri nach Frankfurt a. M., Mainz, Wiesbaden, Rüdesheim- Bingen und Koblenz hier seinen ersten Aufenthalt genommen und ein Konzert veranstaltete, das von Anfang zu Ende den größten Beifall gefunden hat. Mächtig schollen die Akkorde dieses über 100 Mann starken Chores, sicher und rein kamen die einzelnen Lieder aus den Kehlen der Sänger, welche der Dirigent E. Taegener so meisterhaft führte. Der Gr. Musikdirektor Schmidt- Friedberg, ein sanges, sagte auf dem letzten Bundesfest des Lahntalsän alter ergrauter Praktiker auf dem Gebiete des Männergegerbundes, daß ein Männergesangverein in erster Linie gute Bässe haben muß, dann kann er auf diese etwas gutes aufbauen und an größere Werke vertrauensvoll sich heranmachen. Diese Worte treffen auf den Hannoverschen LehrerGesangverein voll und ganz zu. Ein starker, feingestimmschen Chor„ Kaiser Karl in der Johannisnacht" entfalteten schön beieinander gefunden wird; in dem schweren Hegarsich dieselben bei der Stelle:
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* Die Herberge zur Heimat vermittelte in dem September 79 Stellen, von denen 56 auf die unter 1. und 2. Baß gehört ihm an, wie er sehr selten so gelernten Arbeiter entfielen. Ganz besonders start war infolge der Kartoffel- und Rübenernte die Inanspruch
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Aus Hessen und Nachbargebiet.
c- Rodheim a. d. Bieber, 10. Oktober( Schulweihe). Scharenweise strömten die Bewohner von Rodheim nnd Umgegend am heutigen Nachmittag herbet, um der Weihe der neuen Schule beizuwohnen. Das heutige Schulfest wird als ein Markstein in der Geschichte unseres Dorfes bezeichnet werden müssen, denn endlich steht das große Werk aufs beste bollendet da, das unter der umsichtigen Leitung unseres Kreisbaumeisters Achenbach nach nahezu zweijähriger Bauzeit von geschickten Handwerksmeistern geschaffen wurde.
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Lehrstellenvermit fürsorgevereinigu tel- und Kleinst von den öffen fönne. In der der Verband ei versucht werden, zuziehen. Des Bereitstellung Jahresbericht Arbeitsnachweise Korporationen. schloß die Sigu * Welc bildung hatte, bis 5. Oktober ten und religiö der brennenden von deren Lösu seres Volfsleber Arbeiter, 19 Le
Als Vertreter der Staatsbehörden waren Regierungspräsident Dr. von Meister Wiesbaden und Landrat Dr. Daniels Biedenkopf erschienen. Kreisschulinspektor Dömel hatte auch sämtliche Lehrer des Bezirks eingeladen, wie auch viele Geistliche erschienen waren. Unter Posaunenschall: Die Himmel rühmen" und dem Gemeindegesang:" Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren" wurde die erhebende Feter eingeleitet. Lehrer Heyman erwähnte neu zunächst die Geschichte des alten Schulhauses, das in der dritten Septemberwoche von der Bildfläche verschwunden und ehemals dem adeligen Geschlecht von Mühlheim gehört habe. Steuerempfänger Bernbeck hat dasselbe 1848 der Gemeinde verkauft; es hat somit 62 Jahre als Schulhaus gedient. Er forderte zum Schlusse die Schuljugend auf, ihren Dank in Dienst und Liebe zu beweisen. Nach dem Gefang zweier Stophen von Ach bleib mit deiner Gnade" hielt Pfarrer Dömel die eigentliche Wetherede. Ausgehend von der ältesten Geschichte Rodheims, wo hier nur ein Lehrer gewirkt, set der Oct seit einem Jahrhundert mächtig emporgeftiegen, daß er jetzt zu ersten des Kreises zu rechnen set. Ec pries es als einen glücklichen Gedanken unserer Gemeindevertretung, daß man den neuen Schulbau an der Stätte der alten Schule errichtet habe und forderte Lehrer und Schüler zur ernsten Arbeit, zur Gottesfurcht, Vaterlandsliebe und Pflichttreue auf. Nach dem erhebenden Schülergefang: Ich und mein Haus, wir sind bereit" erfolgte die Schlüsselübergabe; von der Hand des Kreisbaumeisters ging derselbe an den Bürgermeister, Landrat, Regierungsmungen an den ersten Lehrer über. Nach dem dieser präsidenten, Kreisschulinspektor mit entsprechenden Widdie Pforten geöffnet, strömte Jung und Alt in die neuen großen Räume ein. Die Schüler nahmen zum erstenmal auf den von der Frankentaler Schulbauffabrik A. Lickroth gelieferten Bänken Platz und empfing jedes Kind eine Brezel. Der große stattliche Bau überragt alle Gebäude des Dorfes und ist für 4 Klassen mit entsprechenden Lehrerwohnungen eingerichtet. Im
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nicht eine einze nehmer zu eine Arbeit boten di Gelegenheit, sich teile frei, als fühlen. Alle m besonderen Dan
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