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Lied Am Rhein

Anschluß an unsere Wasserleitung fehlen in der neuen Schule auch Damp heizung und Badeeinrichtung nicht. Ueber dem großen Eingangsportal steht das Erbauungs:

Geller, zum jahr 1910 mit der Widmung:

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B. Der jahr ozart, auch leich n. Immer und ftliebende Bub

,, Den Alten zur Ehre, Den Jungen zur Lebre."

* Friedberg. Eine Untersuchungstommission in Sachen Werner Wingeß, bestehend aus dem Geh. Justizrat Landgerichtsrat Wehner, Oberstaatsanwalt Lang und Polizeikommissar Weiß, traf gestern aus Gießen hier ein. Als Zeugen waren geladen Bankdirektor Mayer aus Frankfurt a. M., der frühere Direktor der Reichsbant in Friedberg, die Frau des Reichsbanklassenboten der hiesi gen Reichsbant, Frau Lange, sowie die Büglerin E. Hain­buch, welche gleich nach der Tat mit Wingeß auf der Treppe zusammentras, und welcher der Verbrecher zuries,

avoll gejungen sie möchte Hilfe holen, es sei etwas passiert. An Ort und

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das Bereins= Den Beifall ge waren es, die Schrader har Deffen 100. Ge

Stelle wurden genaue Messungen vorgenommen, so von dem Stand des Fahrrades, das die beiden übrigen Bomben ent­hielt. Dann wurde auch die Höhe der Mauer vor dem Hofe der Reichsbant nach der Hospitalstraße zu, die Wer­ner auf seiner Flucht übersprang, gemessen.

von Kreuzer, ftiz- und höheren Verwaltungsdienst unterzogen sich acht­

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* Darmstadt. Der Staatsprüfung für den Ju zehn Kandidaten, von denen 8 aus Rheinhessen und je 5 aus Startenburg und Oberhessen stammten.

* Frankfurt a. M. In der Sitzung des ge­schäftsführenden Ausschusses( Unterfommission) des Mit­teldeutschen Arbeits nachweisverban des waren u. a. anwesend: Provinzialdirektor Geheimerat Dr. Breiter t- Mainz, Vorsitzender, Provinzialdirektor Geh. Rat Fe y- Darmstadt und Provinzialdirektor Dr. Usinger Gießen. Mit besonderer Genugtuung konnte der Vorsitzende feststellen, daß die Handelskammer Frankfurt a. M. den Mitgliedsbeitrag für Verbandszwecke auf 300 Mt. erhöht habe. Aus den Gegenständen der sehr reichhaltigen Tagesordnung seien besonders hervorgehoben: die Frage des Ausbaues der Organisation des Arbeitsnachweises in Ver­bindung mit den Verpflegungsstationen. Dieser Frage wird im Verbandsgebiet die allergrößte Beachtung geschenkt. Die Provinzialdirektionen Gießen und Mainz beabsichtigen Vertreter der Kreise und Städte in der Frage zu hören; in der Provinz Startenburg sind die Verhandlungen über Ab­die endgültige Regelung des Arbeitsnachweises dem schluß nahe. In der Frage der Lehrstellenvermittlung ver­tritt der Verband den Standpunkt, daß in Großstädten die Lehrstellenvermittlung zweckmäßig von besonderen Jugend­fürsorgevereinigungen geleitet wird, daß dagegen in Mit­tel- und Kleinstädten die Lehrstellenvermittlung mit Nußen von den öffentlichen Arbeitsnachweisen gepflegt werden könne. In der Frage des Stellenvermittlergeseßes nimmt der Verband eine abwartende Haltung ein; vorläufig soll versucht werden, die Stellenvermittler zur Statistik heran­zuziehen. Des weiteren wurde Beschluß gefaßt über die Bereitstellung von Mitteln für Arbeitsnachweise, für den Jahresbericht des Verbandes, Organisation der kleineren Arbeitsnachweise, den Verkehr mit anderen Verbänden und Korporationen. Eine Reihe geschäftlicher Mitteilungen be= schloß die Situng.

hriger Bauzeit ffen wurde. en Regierungs­und Landrat eisichulinspektor 8 Bezirks ein­chienen waren. men" und dem den mächtigen Feier eingeleitet.

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und ehemals gehört habe. 1848 der Ge als Schulhaus Shuljugend auf Seweifen Nad

bleib mit deiner liche Weiherede.

Nodheims, wo

* We& I a r. Der Rhein- Mainische Verband f. Volts­bildung hatte, wie gemeldet, für die Zeit vom 25. Sept. bis 5. Oktober Angehörige der verschiedensten Berufsschich­ten und religiösen und politischen Gruppen zur Beratung der brennenden Fragen der Voltserziehung, Voltsbildung, von deren Lösung zu einem guten Teil die Gesundung un­seres Volfslebens abhängt, nach Weblar eingeladen. 19 Arbeiter, 19 Lehrer und andere Schulmänner, 4 Pfarrer, 3 Schriftsteller, 2 Studenten, 6 Angehörige anderer freier Berufe, und 11 Frauen waren seinem Rufe gefolgt eine Beteiligung, die die Erwartung weit übertraf. Troß ge­legentlichem heftigem Aufeinanderplaten der verschiedenen Meinungen verband die aufrichtige Liebe zum Volkein Begriff, unter dem immer die Nation in ihrer Gesamtheit, nicht eine einzelne Klasse verstanden wurde nehmer zu einer freundschaftlichen Gemeinschaft. Neben der Arbeit boten die gemeinsamen Mahlzeiten, Ausflüge usw. Gelegenheit, sich einmal von der Fessel der Standesvorur­teile frei, als Mensch unter gleichstrebenden Menschen fühlen. Alle waren zugleich Empfangende und Gebende; besonderen Dant erntete der bekannte Sozialpädagoge Pro­fessor Natorp aus Marburg, dessen Vorträge über Pesta= lozzis Gedanken zur Voltserziehung das Gerippe darstell= ten, an das sich die übrigen Verhandlungen angliederten. Jeder, der die Weßlarer Tage miterlebt hat, hat wohl reiche Anregung mitgenommen für das große Wert der Boltserziehung, das allen am Herzen lag.

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* Mainz. Im überfüllten Saal im Heilig Geist" hielt hier Direktor Knobloch einen Vortrag über Ziele und Tätigkeit" des Hansabundes", welcher lebhafte Zustimmung fand.

Stadttheater Gießen.

Sonntag, den 9. Oktober.

Wenn der junge Wein blüht." Lustspiel von Björnstjerne Björnson.

Heute nachmittag brachte das Stadttheater das letzte Werf Björnstjerne Björnsons Wenn der junge Wein blüht"

Det feit einem daß er jetzt zu les es als einen ertretung, daß ätte der alten er und Schüler Vaterlandsliebe Jenden Schüler bereit" erfolgte Preisbaumeifters cat, Regierungs­prechenden Wid

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zur Aufführung, das bekanntlich in dem verflossenen Winter zum ersten Male in Gießen gegeben wurde und dank seiner Das Stück führt nun zwar die Bezeichnung Lustspiel", ist Bühnenwirksamkeit recht oft auf dem Spielplan wiederkehrte. aber seinem ganzen Inhalt nach weit cher mit dem Aus drud Tragikomödie" zu bezeichnen. So wirkt das Eheun­glück der ältesten Tochter Arvits zweifellos tragisch. Anstatt aber nun auf die überströmende Lebensfreude der Familie Arvit einen Schatten zu werfen, wird die Heimkehr der Tochter fast garnicht beachtet. Tragikomödie! Ein zweiter Fehler des Stückes liegt in der aus dem Gefühl der Ein­samfeit entstandenen Entfernung Arvits, dessen Empfang seitens der Familie bei seiner reumütigen Wiederkehr sen­timental und fomisch, also so unaufrichtig wie möglich wirkt. Der größte Vorzug des Werkes ist wohl die ihm innewoh­nende Schlagkraft, welche uns Björnstjerne als Meister in den Bühnenkenntnissen zeigt und die auch in dem verflos­senen Winter dem Stück zu zahlreichen Erfolgen verhalf. Wenn nun die heutige Wiederholung nur vor wenigen zu schauern über die Bühne ging, so erklärt sich dies wohl daraus, daß seitens der Direktion bezüglich der oftmaligen Wiederkehr des Werkes bereits zu viel des Guten getan wurde, da schließlich auch die bühnenwirksamsten Stücke im Laufe der Zeit ihre Schlagkraft einbüßen.

Die Regie hatte an dem Wert leider große Striche vor­genommen, aber im allgemeinen für eine gute Inszenier­ung gesorgt. Die Rollen der Alberta und Helena Arvit hat­ten in Fränzi Koch und Charlotte Hill gute Vertreter gefunden. Nicht minder hervorragend war das Spiel Curt Gühnes als Probst Hall. In Hilde Engel( Alvide Hall hat das Theater eine nicht zu unterschäßende Kraft gewonnen, welche auch größeren Anforderungen gewachsen sein dürfte. Olga Nietzschmann eignete sich wohl we­niger als älteste Tochter Arvits. Hermann Bat of, wel­cher den Wilhelm Arvit gab, wußte den Ton des jovialen Alten glücklich zu treffen und auch Elly Gühne( Frau Arvik) war mit Erfolg bemüht, ihrer Rolle gerecht werden. Im Verein mit den guten Leistungen der übrigen Mitwirkenden gestaltete sich die Aufführung nach jeder Seite hin befriedigend, und auch die Zuschauer spendeten nach jedem Aufzug Beifall.

Der Verschwender.

Zaubermärchen in 10 Bildern von F. Raimund. Musit von Konrad Kreuter.

Gühne und Hermann Norden gute Vertreter gefun­den. Rudolf Goll als Julius v. Flottwell löste gleich- falls mit vielem Geschick seine Aufgabe, während Lore Scholz ihre Rolle als altes Weib insofern etwas ver­fehlte, als ihre Stimme hier wohl zu jugendlich frisch Klang, anstatt schrill zu sein. Von den übrigen Darstellern verdie nen noch Otto Schwarz( Chevalier Dumont) und die Kinder Valentins ehrenvolle Erwähnung, welch lettere mehr­mals auf offener Bühne seitens des gut besetzten Hauses Beifall ernteten. Lissy Hegermanns auf dem Fest bei von Flottwell gesungenen Canzone und Arie aus" Fi­garos Hochzeit" wurde mit viel Empfindung vorgetragen. | Die bei derselben Gelegenheit von den Gästen getanzte Ma­zurfa- Quadrille war gleichfalls gut einstudiert. Die musita­lische Leitung, welche in den Händen des Dirigenten Frib Hollfeld lag, tat ihr Möglichstes, dem Wert zu einer vollendeten Wirkung zu verhelfen.

Aus aller Welt.

* Berlin. Die Reichswertzuwachssteuer ist zurzeit wieder Gegenstand von Besprechungen im Reichsschabamt. Kürzlich wurden Vertreter der Landwirtschaft über die in ihren Kreisen aufgetretenen Zweifel und Wünsche inbezug auf die Steuer gehört. Demnächst soll auch das Gutachten anderer Kreise eingeholt werden. Die Auswahl dieser Sach­verständigen ist unter tunlichster Berücksichtigung der ver­schiedenen Teile des Reichs getroffen worden.

( Ende gut, alles gut. Fritz Theile gewann am Sonntag beim Kehraus in Steglitz auch das letzte Dau­errennen über 100 Kilometer. Er nahm vom Start ab die Führung und verbesserte von 20 Kilometer ab sämtliche Bahnrekords. Interessant ist, daß Theile vor 5 Jahren bei Eröffnung der jetzt zum Abbruch geweihten Bahn auch daz erste dort abgehaltene Fliegerrennen gewann. Zweiter in dem obenerwähnten Rennen zu um den großen Herbstpreis wurde Fr. Huybrechts vor Schipte, Guignard u. a. Huy­brecht fährt wie der Europameister Theile Brennabor. ( Berlin- Dresden- Berlin, eine 400 Kilometer lange Radfernfahrt, und die 50 Kilometer lange Straßenfahrt Berlin- Heidekrug- Berlin wurden am letzten Sonntag auf der Marke Brennabor gewonnen.

Am Abend ging heute unter Mitwirkung der Kapelle des Kaiser- Regiments Ferdinand Raimunds, des Meisters des Volksstückes," Verschwender" über die Bühne, zu dem der Romantiker Kreuzer, dessen Name in dem Nachtlager von Granada" fortlebt, eine stimmungsvolle Musik geschrie­ben hat. Der Inhalt des Werkes ist kurz folgender: Der reiche Edelmann v. Flottwell liebt ein einfaches Landmäd­chen, hinter der sich die Fee Cheristane verbirgt, welche diese Zuneigung erwidert, aber auf ein Gebot der Feenkönigin hin wieder in ihr Zauberreich zurückkehren muß. Sie er weist sich jedoch dem Geliebten, dessen Eltern sie reich ge­macht und dessen Verschwendungssucht sie kennt, dankbar, indem sie ihm in ihrem dienstbaren Geist Azur einen Schuß­geist zurseite stellt, der in der Gestalt eines bettelnden Grei­

les zahlreiche milde Gaben von dem Edelmann erhält. Die Jahre verfließen. Ein Zufall führt dem Adligen die Toch ter des Präsidenten von Klugheim in das Haus, deren Schönheit in ihm eine innige Liebe erwachen läßt, welche auch Gegenliebe findet. Der Präsident hat jedoch die Hand seiner Tochter schon dem Baron Flitterstein versprochen, dessen Eifersucht bei einer Festlichkeit in dem Schlosse Flott­wells einen Zweikampf mit dem Hausherrn heraufbeschwört. Da dieser mit der Verwundung des Barons endet, ist Flott­well genötigt, in das Ausland und zwar nach England zu fliehen, wohin ihn die Tochter des Präsidenten begleitet. Dort ist dem Edelmann das Glück jedoch nicht hold. Er verliert durch gewagte Spekulationen den größten Teil sei­nes Vermögens und schließlich auf einer Reise nach dem Süden auch Weib und Kind, um nach 20 Jahren als 50­jähriger Mann bettelarm in seine Heimat zurückzukehren. Hier erscheint ihm auf steiler Höhe der Geist Azur wieder, um Flottwell mit den eigenen milden Gaben zu beschen­ken, die im Laufe der Zeit eine stattliche Summe gewor­den waren. Diesen Stoff beleben zahlreiche Einzelgesänge und Duette, während ein sonniger Volkshumor über allen Auftritten schwebt, damit dem Werk den Charakter des ech­ten Volksstückes gebend, in welchem Raimund bekanntlich seine Meisterwerke geschaffen hat.

Der Verschwender" stellt infolge des raschen Wechsels des Schauplatzes der Handlung an die Regie feine geringen Ansprüche, doch wußte Hermann Batofs umsichtige Leitung allen Anforderungen gerecht zu werden. Dafür, daß der Empfangssaal gleichzeitig als Tanzsaal in dem Schlosse ei­nes Millionärs dienen muß, das doch eine Flucht von Zim­mern enthält, ist wohl weniger die Regie als der Dichter verantwortlich zu machen. Es würde sich jedoch empfohlen haben, das Zimmer für diesen doppelten Zweck entsprech­end auszustatten und zum Beispiel Teppiche auf den Bo­den 2c. zu legen, welche von den Dienern vor Beginn des Tanzes nur hätten entfernt zu werden brauchen.

Von den Spielern befriedigten in erster Linie Char­lotte Hill( Kammermädchen Rosa), Fränzi Koch( Fee Cheristane) und Rolf Gunolt( Geist Azur) durch ihre prächtigen Leistungen. Auch die Rollen des Kammerdie­ners Wolf und des Bedienten Valentin hatten in Curt

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