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,, Kommen Sie und halten Sie das Ruder!" kommanSierte Halten Sie ordentlich fest!" Mast und Taue. ihm aufgetragen war, und Ole kappte ,, So," sagte er, während er m nahm, das wird die letzte Reise der auch wohl unsere letzte werden."
Ruder Platz
" Was das Boot betrifft," äußerte der Kaufmann, so sollen Sie sich, wenn wir lebend an Land kommen, nicht zu beklagen haben. Aber das tun wir nicht das tun und Luise!" wir nicht. Ach, Gott! Ach, Gott! Meine arme Frau
" Ja," sagte Ole, und meine arme Mutter und Luise!"
Da fuhr Groth zusammen. Plötzlich wurde es ihm klar, wie es mit Ole Kliim und seiner Tochter stand. " Ole," sagte er, liebt ihr euch?"
Der Schiffer antwortete nicht, und Groth konnte sein Gesicht nicht mehr sehen. Dazu war es schon zu dunkel. Der Wind hatte sich gelegt, das Meer stand aber noch in voller Bewegung und das Boot schoß mit den schäumenden Wogen dahin.
" Dies hier wird ein Ende mit Schrecken nehmen," sagte der Kaufmann, wir kommen sicher nicht lebend
davon."
Ole beugte sich über den Bootsrand und horchte. " Was ist das?" fragte der andere.
Wenn mich nicht alles täuscht, so haben wir die „ Seehundsruh" unmittelbar vor uns. Vielleicht glückt es uns, dort aufzulaufen und uns nach der Sandbank hinaufzuretten." Ole Kliim steuerte der Brandung zu. Plötzlich gab es einen fürchterlichen Stoß und eine See stürzte über sie dahin und durchweichte die beiden Männer. Unter ihnen stieß und scharrte der Kiel des plötzlich fest. Boots über Sand und Steine dahin. Dann saß es
Es war wirklich die Sandbank.
Ole Kliim kannte sie ganz genau. Er war hier oft auf Jagd nach Wildgänsen und Seehunden gewesen. " Jetzt müssen Sie mir Schritt für Schritt folgen," sagte er, wir haben noch ein kleines Stück zu waten!" Sie knöpften beide ihre Röcke fest zu, sprangen aus dem Boot und wateten zur Sandbank hinauf.
" Gott im Himmel sei gelobt!" sagte der Kaufmann, als er festen Boden unter sich fühlte.
" Ja, so weit wären wir jetzt," sagte Ole," hier müssen wir die Nacht bleiben. Wir wollen nur hoffen, daß morgen ein Schiff kommt und uns aufnimmt."
Ich bin bis auf die Haut durchnäßt," sagte der sind!" Kaufmann, aber- Gott sei Dank, daß wir gerettet
Ole bückte sich und ging einige Male um die Bank herum.„ Soweit ich beurteilen kann," sagte er, so sind wir noch nicht ganz außer Gefahr. Das Wasser steigt, und bei Hochwasser pflegt die ganze Bank überschwemmt zu werden. Wir werden also mehrere Stunden im Wasser herumwaten müssen. Und dazu kommt noch, daß man bei der Finsternis nichts sehen kann.'
Wohl eine halbe Stunde mochten die beiden Schiff brüchigen so auf der Sandbank umhergewandert sein. Der Wind hatte sich gelegt, das Wasser stieg aber unaufhörlich. Das Boot, das im Sande festsaß, wippte und rollte und war beinahe voll Wasser.
Der Kaufmann zitterte vor Kälte. " Hören Sie", sagte Ole Kliim,„ dies hier halten Sie nicht mehr lange aus! Mein altes Boot wird aber nie wieder ein brauchbares Fahrzeug werden. Dagegen kann es uns, ehe es ganz aus dieser Welt scheidet, in anderer Weise einen guten Dienst tun."
" Ja, ich glaube auch, daß ich hier vor Kälte zugrunde gehe," sagte Groth zähneklappernd.
Nun, dann muß etwas geschehen," erklärte Ole be= stimmt. Damit watete er zu seinem Boot hinüber und schaffte alles, was sich darin an losem Holz, Tauwerk und brennbaren Stoffen befand, in den aus dem Wasser emvorragenden Bordersteven, um das ganze in Brand
zu stecken. Im Laufe weniger Minuten war das alte Fischerfahrzeug ein einziges, großes, weithin leuchtendes Flammenzeichen. Kurz darauf stand Ole wieder an des andern Seite.
,, Aber, um Himmels willen, was bezwecken Sie nur damit?" fragte Groth voller Erstaunen über das gewaltige Suer, das die finstere Nacht erhellte.
„ Ich beabsichtige mats weiter, als Hülfe herbeizurufen. Meine Mutter schläft diese Nacht sicher nicht, und vielleicht wird es einer andern ebenso ergehen. Jedenfalls wird der eine oder andere auf der Insel das Feuer sehen, und man wird uns Hülfe bringen.'"
Am äußersten Ende des Dorfes, nach dem Meer hinaus, lag Ole Kliims Haus. Alle wußten, daß Ole in der Hafenstadt war, keiner sorgte sich aber seinerhalb. Nur seine alte Mutter war unruhig. Sie war den lieben langen Tag jeden Augenblick oben auf der Höhe gewesen und hatte auf das Meer hinausgeschaut. Und als es Nacht wurde, hatte sich ihre Angst derartig gesteigert, daß sie es im Hause nicht aushalten konnte. Immer wieder und wieder trieb es sie hinaus. Somit war sie die erste gewesen, die das seltsame Feuer draußen auf dem Meere gesehen hatte.
Schnell hatte sie einige Nachbarn geweckt, und diese hatten ein Boot bemannt, das mit kräftigen Ruderschlägen dem Feuerschein zusteuerte. Nach und nach war das ganze Fischerdorf lebendig geworden. Der eine hatte den andern geweckt, und alle waren sie nach der Mole hinausgewandert, um sich das unerklärliche Feuer anzusehen und die Rückkehr des ausgegangenen Bootes abzuwarten. Was mochte es bringen?
Inzwischen war wohl eine gute Stunde vergangen. Da erschollen draußen Ruderschläge, und kurz darauf tauchten die Umrisse des heimkehrenden Bootes auf. Als es an dem mit Menschen dicht besetzten Molenkopf vorbeiglitt, rief die kräftige Stimme des Hafenmeisters, der sah, daß sich in dem Fahrzeug außer den vier Ruderern noch zwei Personen befanden: Wen bringt ihr?"
Sofort folgte auch die Antwort aus dem Boot: " Die Kliim und Kaufmann Groth!"
Ole Kliim und Kaufmann Groth! Diese Namen gingen wie ein Lauffeuer von Mund zu Mund, und alles stürzte der Landungsstelle zu, wo schon zur Begrüßung zwei Frauen standen, denen die übrigen mit einer gewissen Ehrerbietung Platz machten. Es waren Oles Mutter und Luise Groth.
Kaum hatte das Boot angelegt, als auch die beiden Geretteten heraussprangen und die erste herzliche, aber kurze Begrüßung stattfand. Denn sie froren beide in ihren nassen Kleidern zu sehr, um sich auf der Brücke länger als nötig aufzuhalten. Ole trennte sich von dem Kaufmann und seiner Geliebten mit dem Versprechen, daß er am nächsten Morgen zum Frühstück kommen wolle. Dies geschah auch. Und schon am selben Abend wußte das ganze Fischerdorf nicht nur, daß Vater Groth seinen Segen zu dem Bunde der Liebenden gegeben hatte, sondern daß Ole Kliim demnächst als Teilhaber in die alte Firma Peter Groth u. Sohn eintreten würde.
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Goldene Worte.
es Menschen größter Stolz muß der sein, irgendwo unentbehrlich zu werden. Guzkow.
Das Leben gleicht einem Buche: Toren durchblättern es flüchtig, der Weise liest es mit Bedacht, weil er weiß, daß er es nur einmal lesen kann.
Jean Paul.
Das ist die wahre Natur des Heims: es ist ein Ort des Friedens; die Zuflucht nicht nur vor aller Verletzung, sondern vor allem Schrecken, allem Zweifel, aller Spaltung. Ruskin.
Ein paar sonnige Tage oder Wochen leuchten in der Erinnerung fort und werfen ihren Glanz auch auf den überstandenen Regen und Nebel. Friedrich von Bodenstedt. Auf Treue ruht des ganzen Lebens Bau. Raupach
Єine glückliche Fahrt.
Von Julius Rönne.( frei nach dem Dänischen.)
s war an einem Frühlingstag mit frischer Luft und starker Brise. Drinnen am äußersten Bollwerk der kleinen Hafenstadt lag zwischen größeren und kleineren Fahrzeugen ein altes Halbdeckboot. Es stampfte und zerrte an seinen Tauen, die es festhielten, wiegte sich und stieß gegen das Bollwerk, daß es stöhnte und ächzte, während die Masttaue sich unter dem Druck des Stürmes bogen.
Das Deck und die Schiffsseiten waren blank geputzt und gescheuert, hier und da verriet aber eine hängengebliebene Fischschuppe, welchem Zweck das Fahrzeug
diente.
Drinnen in der Kajüte unter dem Halbdeck war der Besitzer des Boots, Ole Kliim, damit beschäftigt, einige lose Gegenstände zu befestigen, die sonst bei dem ständigen Rollen des Boots hin- und hergeschleudert würden. Ole Kliim war klein und hager. Er hatte meerblaue Augen und dunkelblondes Haar. Sein nur aus einigen dünnen, ungleich langen Strähnen bestehender Bart war rötlich- braun. Seine Kleidung hatte, mit Ausnahme der hohen Schaftstiefeln, nichts ausgesprochen Seemännisches.
Ole Kliim gehörte nicht zu denen, die viel sprechen. Auf dem Meer war er ein Wagehals sondergleichen. Das Wetter mochte sein, wie es wollte, immer ging er mit seinem Boot hinaus, und nie versäumte er den Tag, den er einmal zur Ausfahrt bestimmt hatte. Die Leute schüttelten oft den Kopf. Bisher war zwar alles gut gegangen. Eines Tages würde es aber anders kommen. Zu Hause auf der kleinen Insel, wenige Meilen von der Küste, fand seine Mutter keine Ruhe, wenn Ole im Sturm draußen auf hoher See war, und dasselbe war mit einer anderen auf der Insel der Fall, mit der Tochter des Kaufmanns Groth, der schönen Luise.
Jetzt lag Ole Kliim also mit seinem Boot im Hafen. Er hatte seine Ladung verkauft, das Geld dafür bekommen und sein Fahrzeug von neuem mit einer ganzen Menge verschiedener Gegenstände beladen, die er nach Hause mitbringen sollte. Denn Ole Kliim war nicht nur Schiffer, sondern auch der Kommissionär und Vertrauensmann der Inselbewohner, die ihm oft die eigenartigsten Besorgungen übertrugen. Die eigent lichen Handelswaren wurden dagegen meistens mit einem Küstendampfer befördert, der wöchentlich mehrmals die Insel anlief.
Der Sturm heulte und zerrte im Tauwerk. Ole Kliim richtete sich auf und blickte zum Molenkopf hinaus, wo der aus dem Meer kommende Sturm die eine weißschäumende Woge nach der andern an Land wälzte.
Nein, heute war es draußen doch zu toll!
In diesem Augenblick näherte sich ihm, eben aus der Stadt kommend, ein mit Mühe gegen den Wind ankämpfender Mann, der seinen Hut krampfhaft mit der einen Hand festhielt. Nach einer kurzen Begrüßung sagte er:
Ich hörte, daß Sie hier sind. Gehen Sie heute noch aus?"
" Vielleicht gegen Abend, wenn der Wind sich legt." Rönnen Sie nicht gleich fahren? Ich fürchte mich nicht vor dem Wetter."
EHB
" Ich bin früher oft bei solchem Sturm draußen gewesen. Indessen tue ich es nicht mehr, wenn es nicht durchaus notwendig ist."
" Ich muß aber noch heute zurück. Ich kam gestern mit dem Dampfer und wollte morgen mit ihm nach Hause fahren. Aber nach den Abschlüssen, die ich hier gemacht habe, ist es für mich von der allergrößten Bedeutung, daß ich noch heute wieder nach Hause zurückkehre. Selbstredend zahle ich Ihnen eine Vergütung.
Der Schiffer antwortete nicht, dachte sich aber das seine. Der Mann, der dort oben stand und ihn um einen Dienst bat, war Luisens Vater, der Kaufmann Groth. Die Leute sprachen davon, daß Ole und die Tochter des Kaufmanns sich einig seien, aber keiner konnte etwas Bestimmtes sagen. Ole wußte, daß Vater Groth gegen die Partie war, und deshalb hatte er nie mit ihm darüber gesprochen.
" Aun," fragte der Kaufmann, segeln wir?" Ole blickte auf." Ja, in einer Viertelstunde."
Der Kaufmann Groth holte schnell seine sieben Sachen, und gerade eine Viertelstunde später setzte Ole Kliim Segel und stach, zum größten Erstaunen der Leute am Hafen, in See. Es schien fast, als habe der Sturm nachgelassen. Kaum waren sie aber aus dem Schutz der nahen Landspitze heraus, als Ole Kliim sich sagte, daß er einen harten Kampf vor sich habe. Jedenfalls war hier die äußerste Vorsicht geboten. Deshalb machte er, während er hinten am Ruder saß, das Segel auch nicht fest, sondern behielt die Schote in der Hand, um sie, wenn der Druck des Windes zu stark wurde, jeden Augenblick loslassen zu können. In der Mitte des Boots, am Mast, saß der Kaufmann und hielt sich fest. Es war auch notwendig. Denn das kleine Fahrzeug wurde gewaltsam hin- und hergeschleudert und verschwand oft ganz zwischen den Wogen.
Die kleine Insel, das Ziel ihrer Fahrt, lag einige Meilen südlich von der kleinen Hafenstadt, und da der Wind südlich war, konnte Dle Kliim nur mit Mühe vorwärts kreuzen. Die Wogen schlugen immer und immer wieder über das Boot weg, und wenn sie zu viel Wasser zurückließen, mußte der Kaufmann es mit der Kelle herausschöpfen. Vom Großsegel hatte Ole Kliim nur ein ganz kleines Stück stehen lassen. Der Sturm pfiff und rüttelte an Mast und Tauwerk, und es krachte im Boot. Aber noch hielt es.
Reiner sprach ein Wort. Nur hin und wieder gab der Schiffer seinem Passagier einen kurzen Auftrag. So mochten sie schon mehrere Stunden draußen gewesen sein. Inzwischen fing es an, dunkel zu werden, und der Sturm schien etwas nachzulassen. Unter gewöhnlichen Umständen hätten zwei bis drei Stunden für die ganze Fahrt genügt, ja, Ole hatte den Weg schon in kürzerer Zeit zurückgelegt. Heute waren sie aber erst bis zur Hälfte gekommen und befanden sich jetzt in der Nähe einer kleinen Sandbank, die sich zwischen dem Hafenplatz und der Insel aus dem Meer erhebt, und die die Seeleute„ Seehundsruhe" nennen.
Da brach der Mast unter der Wucht eines plötzlichen, starken Windstoßes und fiel mit Segel und Tauwerk über Bord, und das Boot drehte sich im selben Augenblick nach dem Wind. ( Fortsetzung auf Seite 6.)


