Einzelbild herunterladen

D Ausführung des Einschnittes an einem Tunnel der deutsch- ostafrikanischen Zentralbahn.

D

4+

Bezug

vorauszahlbar, 1,50 M. frei Donnerstags Humoristisch liegen möcher Seltersweg& nicht verlan

Nr. 55. Amtlich

Am Mont werden im Sta

1909 gefundene Verfteigerung am ungsfüde, Möbe

Die Arm

Gießen,

Der in der jammlung jejige ßen für das

Ende März 191 tätswertes Stadterwe des Gas- un liegen nach Bo -Zimmer 15 vom 9. März bracht, daß Ein Gießen, wird dies mit Frist bei uns

Groß

Vergebun Die Chaus Mittwoch hinter dem ne öffentlich vergeb gen während de Angebote a teftens bis zu

Zuschlags Gieße

mit entspreche

Die Liefe Mittw öffentlich verge gen während

festigung der

Angebote auf

ftens bis zur

entsprechender

Zuschlag Gieß

Die deutsch- oftafrikanische Zentralbahn. Von den neuen Eisenbahnanlagen in Deutſch- Oſtafrika, die gegenwärtig im Bau begriffen sind, nimmt die sogenannte Zentralbahn, welche die Hauptstadt Dar- es- Salam unserer dortigen Kolonie und ihren Hafen mit dem Seengebiet im Innern verbindet und zu einer Hauptver kehrsader zwischen dem Herzen des Schutzgebietes und der Meeresküste werden soll, das größte Interesse in An spruch.

Diese Bahn wird, ihrer Länge nach mit 700 Kilometern ( gleich der Entfernung Kiel- München) in. der Luftlinie gemessen und nach ihrem Anlagekapital einschließlich der Bauzinsen( 80,9 Millionen Mark), die größte deutsche Kolonialbahn werden, dem Wesen nach nicht mehr eine Stichbahn, sondern eine Ueberlandbahn von großer wirt­schaftlicher Bedeutung. Sie verbindet den besten Hafen der Kolonie mit ihrer wichtigsten Binnenstadt Tabora und durchdringt das ganze mittlere Gebiet von Osten nach Westen. Durch die Erschließung des reichen und ent­wickelungsfähigen Bezirkes von Unjamwest wird die Möglichkeit gewonnen, den starken Bedarf des Küsten­gebietes an Reis und Körnerfrüchten aus den eigenen Beständen des Landes zu decken und dadurch Hungers­nöten vorzubeugen. Durch die Freimachung zahlreicher Arbeiter, die bisher für den Karawanenbetrieb verwendet werden mußten, wird dem gesteigerten Bedarfe der Plan­tagen an Arbeitskräften wirksam abgeholfen. Durch den Bahnbau werden ferner die Pflanzungen und Anlagen der Eingeborenen längs der Bahn ertragsfähig gemacht und dadurch die Ein- und Ausfuhr des Schutzgebietes gesteigert. Durch die Bahntransporte wird insbesondere der Anbau und die Verwertung der Baumwolle wesentlich erleichtert, und die Viehzucht, der Viehhandel im Inlande und die Viehausfuhr erheblich gefördert.

Auch in politischer Beziehung hat die Zentralbahn eine Bedeutung, weil sie bei Konflikten mit den kolonialen Nachbarn ein wirksames Mittel zur Erhaltung des Schutzgebietes ist, die Verwaltung der Kolonie erleichtert und mit der Zeit eine Verminderung der Schutztruppe ermöglicht.

Die Bahnlinie folgt im wesentlichen dem Zuge der großen Karawanenstraße Morogoro- Kilossa- Mpapua­Kilimatinde- Tabora. Die Geleisspitze der Bahn war

Mitte November 1909 einige sechzig Kilometer über Kilossa hinaus vorgerückt, durchschnittlich betrug die Leistung einer Woche 8,4 Kilometer. Die Baufirma hofft, daß der Fortschritt im Geleisstrecken bis zum Beginn der Regen­zeit monatlich mindestens 20 Kilometer betragen wird. Die schon früher vollendete Strecke Morogoro- Kilossa ist im Juni 1909 provisorisch in Betrieb gesetzt worden. Täglich verkehrt zunächst in jeder Richtung ein Personen­zug, der Personen in 2. Klasse( Weiße) und 4. Klasse ( Farbige) sowie Gepäckfracht und Frachtgut befördert. Die Fahrt dauert von Morogoro nach Kilossa( 81 kilom.) fünf Stunden und zurück, zu Tal, 3 Stunden 50 Min., hält also eine sehr gemächliche Geschwindigkeit inne.

Die Gesamtlänge der ostafrikanischen Zentralbahn wird Bei 700 Kilometer nach ihrer Fertigstellung betragen. Morogoro auf 500 Meter Höhe beginnend, erreicht sie in der Landschaft Dudoma auf 1190 Meter Meereshöhe den Ostrand des großen ostafrikanischen Grabens und fällt bis zu seiner Sohle auf 840 Meter herab. Die von dem neuen Schienenwege durchschnittenen Landschaften sind zum großen Teil gut bevölkert. 90 Kilometer hinter Morogoro erreicht die Bahn Kilossa, eine Kornkammer und ein aussichtsvolles Baumwolleland in der fruchtbaren Landschaft Usagara. Tabora, eine Stadt von 40 000 Ein­wohnern, ist Durchgangsstation für den wichtigen, nach Muansa gerichteten Ausfuhrhandel und hat durch den Verkehr mit dem Kongostaate lebhaften Aufschwung ge­nommen. Da der Bahn als einer Ueberlandbahn, mit deren Verlängerung zum Tanganykasee nach Udjidje am Viktoriasee gerechnet werden muß, voraussichtlich große und schwere Frachten zufallen werden, so ist bei dem Oberbau auf die Einführung eines Raddruckes von 5 statt, wie bisher, 3-4 Tonnen Rücksicht genommen. Hierdurch läßt sich die Leistungsfähigkeit der Bahn und die Wirtschaftlichkeit des Betriebes wesentlich steigern. Mit Rücksicht auf die Schwierigkeit einer sorgfältigen Bahnunterhaltung im Schutzgebiete, wo gut ausgebildete Arbeitskräfte nur schwer zu haben sind, ist eine solche Herstellung des Oberbaues gewählt, die eine möglichst sichere Lage des Geleises auf die Dauer gewährleistet und dabei die weitestgehende Einschränkung der Unterhaltungs­arbeiten zuläßt.

Faßt man den aus dem Bau und aus dem Betriebe der ostafrikanischen Zentralbahn sich ergebenden Nutzen sür die Entwickelung und die Kolonisation des Schutz gebietes unter den verschiedensten Gesichtspunkten zu­sammen, so wird die Hauptbedeutung derselben auf wirt­schaftlichem Gebiete zu suchen sein, und zwar ist es namentlich ein Zweig desselben, der durch dieforlys mittel verstärkte Anregung 21 Gals und Gewinnung der reichen natürlichen Schätze des Landes erfahren wird. Es ist dies die Plantagenkultur. Der erleichterte Warentransport wird dazu beitragen, die Produktion und den Absatz der Plantagen- Erzeugnisse zu heben, indem durch denselben die eingeborene Bevölkerung in viel höherem Maß als bisher zur Mitarbeit an dem dem Boden abzugewinnenden natürlichen Reichtum des Landes veranlaßt werden wird.

v. Str.

Vortrages kann demnach für die Bewertung durch den Preisrichter in Frage kommen. Wenn es nun auch dieser Seite hin über jeden Zweifel arften zu Hause ihre lerisch geleitete Vereine my heißt in diesem Falle: mit der Volkslieder stilaer der Anwendung der Vortragsmittel,

Qorrid

singen, die die Natur des Volksgesanges erheischt, so liegt doch sofort eine Gefahr nahe, wenn ein Preissingen vor der Tür steht, daß nämlich einer vollendeten Leistung wegen eine Menge Nuancen in das Volkslied hineingetragen Man weiß, daß werden, die ihm seine Eigenart rauben. es dann gilt, einen bis aufs kleinste ausgearbeiteten, tadellosen Gesang zu bieten, und man muß des Preises wegen auf die Schlichtheit der Volksgesänge verzichten. Daß wirklich auch nur ein einziger der Vereine, die in Frankfurt miteinander gekämpft haben, dort

D

Brückenbaustelle an der neuen deutsch- ostafrikanischen Zentralbahn.

Volkslied und Wettgesang.

te großen deutschen Männergesangvereine ſollten im edlen Wettkampf um den Preis des deutschen Kaisers ihre Kräfte messen, und das volkstümliche Lied sollte den Gewinn davon haben. So war's wenigstens die Absicht. Ob in der Tat einer der in Frankfurt beteiligten Vereine, künstlerisch genommen, für sich einen Nutzen davongetragen hat, der dem außergewöhnlichen Aufwande an Fleiß, Zeit und Geld einigermaßen entspricht, mag außer Betracht bleiben, fest steht aber, daß dem volkstümlichen Gesang dabei trotz aller guten Absichten mit den Wettstreiten weder bisher in irgendeiner Weise gedient worden ist, noch Sie haben innerlich überhaupt gedient werden kann.

nun einmal gar nichts miteinander gemein, der schlichte, ohne alle Absicht auf Wirkung entstandene Volksgesang und der Wettkampf mit seiner Aufbietung aller Kräfte und mit seinem Herausstellen der eigenen Vorzüge. Beim Wett­singen muß notwendig alles auf die Wirkung hin ange­legt werden, muß die Aufmerksamkeit in erster Linie auf das Virtuose, auf die Ueberwindung der musikalischen und rein gesangtechnischen Schwierigkeiten gerichtet sein.

Dem Volksliede aber ist das alles fremd. Es kennt ja solche Hindernisse gar nicht, und ganz von selbst versteht sich, daß Sänger, wie etwa der Cölner Männergesangverein, die Berliner Lehrersänger oder irgendeine andere der großen Vereinigungen, die sich mit um die Kaiserkette bewarben, in jeder Hinsicht und ohne Tadel den schlichten Volks­weisen gerecht zu werden vermögen. Einzig die Art des

Fühlung mit dem Volksgesange gewonnen habe, ist im Ernste schwerlich anzunehmen. Weil sich sehr viele aus guten Gründen hüteten, das schüchterne Volkslied in die Reihe anspruchsvoller Chorkompositionen zu drängen, ver­zichten sie deswegen zu Hause noch lange nicht auf die Auch wäre es eine arge Pflege dieses Kunstzweiges. Täuschung, wenn man annehmen wollte, daß die großen, künstlerisch geleiteten Chorvereinigungen der Großstädte jemals in der alleinigen oder auch nur hauptsächlichen Beschäftigung mit dem Volksgesange Befriedigung zu finden vermöchten. Für die Entwicklung der Kunst würde das sogar bedouerlich sein und ganz denselben Rückschritt bedeuten, wie wenn es etwa einem unserer leistungsfähigen Orchester plötzlich einfallen würde, seine Aufgabe vor­wiegend in der Wiedergabe von Volkstänzen zu erblicken.

Nein, gerade die kleinen Vereine müssen zu der Em­kenntnis gebracht werden, daß es unkünstlerisch und nutz­los zugleich ist, die Kräfte an Aufgaben zu verschwenden, deren Lösung ihnen verschlossen ist; sie sollten mit allem Nachdruck darauf hingewiesen werden, welche Fülle von Werten im Volksgesange verborgen liegen. Das kann aber nicht in Frankfurt geschehen, denn gerade die kleinen Vereine werden ja dort nicht zugelassen. Die Tagespresse und die öffentliche Kritik finden da ein Arbeitsfeld, das zu bebauen um so rühmlicher ist, als die Erkenntnisfrüchte bekanntlich nirgend so spärlich reifen, wie in kleinen Ver­einen, denen mit wohlmeinender Absicht die Grenzen ihres künstlerischen Könnens gezeigt und abgesteckt werden. DBK Arthur Liebscher, Dresden.

Ver

Die Schl

Digung länga

XXIX

Mitth öffentlich be gen währen Einsicht offe lich, sind st

ichen Bahnh

schlossen und einzureichen. Zuschlag

Gieße

Der

Der Vori Baugewerbe wir angesichts

5

gefamte wirtsc Die im le nehmen: des Deutschen Vertretern der Verhandlungen das als Grun in Geltung tr

leider zu einer

ber v. s. sta tragsmuster- Ent

sprochen, die herige Vertrags

würje waren h Beschlüsse des

tember 1908. durch diese vor

Schlechterung de worden. Eben November führ

und örtlichen