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Sobeide, ( Schluß.) Vöslau. Von Peter Altenberg. Sorma und Shaw. Von S. J.- Solneß in München. Von Lion Feuchtwanger. Das Königsberger Stadtthea­ter. Von Jakob Scheret.

Die älteste Turmuhr dürfte nach einer Mitteilung des Buch für Alle" die Uhr der Kathe drale von Petersborough in England sein. Im Jahre 1320 wurde das Werk vollendet, und noch heute versieht die alte Uhr getreulich ihren Dienst. Sie ist die Arbeit eines Mönchs. Das Werk ist übrigens sehr einfach gearbeitet. Der Gang wird durch zwei 300 Pfund schwere Bleigewichte ge­regelt, die an einem 90 Meter langen Seil herabhängen, das sich um eine Holzrolle aufwickelt. Sie schlägt die Stun den an den großen Kirchenglocken; dann dröhnt ein 72 Psd. schwerer Hammer gegen die gewaltigen Glockenwände. Das Gangwerf und das Schlagwert sind sehr einfach und sinn­reich durch die kurze Schnur verbunden. Die alte Uhr be­sitzt übrigens keinen Stundenzeiger. Trotz des einfachen Werkes und der rohen Arbeit hat die ehrwürdige Turmuhr sechs Jahrhunderte lang getreulich ihre Pflicht erfüllt.

So sollst Du schneidern!" Dieser bezeich= nende Titel des soeben im Verlag der Internationalen Schnittmanufaktur, Dresden, erschienenen Werkes( Preis 2 Mart) deutet darauf hin, daß darin nach gründlicher Er­fahrung und bester Ueberzeugung ein leichter und zweck= mäßiger Lehrgang der Schneiderei zusammengestellt ist, mit dessen Hilfe jede Dame und jedes junge Mädchen gründlich schneidern lernen kann.

Ueber Kinder und Backfisch moden orientiert man sich am schnellsten und besten durch den Be­zug des soeben erschienenen" Jugend- Moden- Al­bum und reichhaltigen Wäsche buche 3", das zum Preise von nur 50 Pfg.( franto durch die Post 60 Pig.) erhältlich, einen umfassenden Ueberblick über alle Erschein­ungen auf dem Gebiete der Kindermode und der Wäsche bietet. Für die Mütter und Selbstschneiderei eine Hilfs= quelle von unschäßbarem Wert.

Das Aprilheft der Arena" bringt zur Eröffnung der Brüsseler Weltausstellung eine hübsche Schilderung der Vorarbeiten, des waldigen Geländes der Cambreabtei und alles dessen, was die Ausstellungsbummler an Wundern der Natur, Kunst und Technik dort zu sehen bekommen. Die Illustrationen zeigen uns die vornehme Architektur, die E. v. Seidl für die deutsche Abteilung geschaffen hat. Wie man die Vogelstimmen unterscheiden lernt, erzählt P. Wedemeyer, Alte und neue Tänze bespricht Ostar Bie in einem Essai, der in der gefälligen Art dieses Autors die großen Pro­bleme menschlicher Freude aufrollt. Die hundertste Wieder­fehr von Napoleons Hochzeitstag wird in einem reich illu­strierten Artikel von Wilhelm Mießner gefeiert. Noch man­ches andere recht Lehrreiche enthält das Heft, fürwahr eine bunte Reihe des Interessanten aus aller Welt und Zeit un­ter dem Gesichtswinkel des modernen Menschen betrachtet. - Die im Verlage von E. Grieser in Frankfurt a. M. erscheinende und von G. Volk herausgegebene Auf= wärts Bücherei" bringt als neueste Veröffentlichung ein Heftchen über Kometen und Meteor e", in dem der auch als Redner über astronomische Fragen durch ganz Deutschland bekannte Prediger Karl Voigt aus Offen bach in ansprechender und gemeinverständlicher Weise alles sagt, was jedermann über die genannte Materie wissen sollte. Insbesondere geht der Verfasser auch auf die jetzt so viel erörterte Frage der Möglichkeit des Zusammen stoßes eines Kometen mit der Erde ein. Neben anderem ist dem Halleyschen Kometen, dessen Erscheinen in Kürze be­vorsteht, ein besonderes Kapitel gewidmet. Zahlreiche 9 bildungen erläutern den Tert. Das Büchlein umfaßt 31 Seiten und kostet bei sehr schöner Ausstattung nur 15 Pfg. Es ist durch alle Buchhandlungen und besseren Kolporteure, sowie durch den Verlag direkt zu beziehen.

Führer durch den Braut stand. Ein Rat­geber für Eltern und Verlobte von Rechtsanwalt Dr. Ru­dolph. 6. Band von:" Im Kampf ums Dasein", Praktische Bibliothek. Verlag von Hermann Schneider Nachf., Pößneck. Preis 1 Mt. Das Buch befaßt sich mit den fonventio nellen und geseßlichen Regeln für Verlobte unter besonderer Berücksichtigung der Konfession und verschiedenen kirchlichen Gebräuche, sowie aller in Betracht kommenden gesetzlichen Normen.

Dilettantismus und Kunst. Ueber das Wesen dieser Liebhaberkunst sowie über deren Ausführung gibt ein soeben im Verlag der Internationalen Schnittma nufaktur, Dresden, erschienenes Werk betitelt Die Sch a= blonen Malerei"( Preis Mt. 1.-) Aufschluß. Das selbe enthält über 100 Muster. Kissen, Decken, Behänge, Fächer, Gürtel, Schals, Kragen, Blusen, Röcke, Kleider für Kinder und Erwachsene sind in wenigen Stunden mit Hülfe der Schablonen unter Anwendung der waschechten Helios farben zu bemalen. Die neuartige Hauskunft, die in dem Werfchen genau beschrieben ist, wird sicher überall viel Freude bereiten.

nen.

31)

Geld verdie Vermögen erwerben Eine Zusammenstellung von 300 Erwerbsmöglich=

Die Freundinnen.

Originalroman von Irene v. Hellmuth.

( Nachdruck verboten.)

So oft nun Sylvia fich anschickte, hinauszugehen, hob der Vater, der jess wieder im Lehnstuhl saß, den Kopf und fragte: Wo willst Du din?"

Da das Mädchen des Lügens ungewohnt, schon einige­mal fichtlich in Verlegenbet: geraten war, schöpfte der Alte Verdacht und wußte ein Entweichen des Mädchens geschickt zu verhindern. Er wollte dann gewöhnlich die Zeitung vorgelesen haben oder brauchte eine Taffe Tee- kurz ein Vorwand war rasch gefunden. So mürrisch und un­freundlich der Befehl auch erteilt wurde, er bannte Sylvia ans Zimmer. Sie wagte dann nicht, dem Vater zu wider­sprechen. Und gerade jetzt fam Maja so selten. Was mochte nur mit der Freundin vorgegangen sein? Ste war so felt­sam verändert. Ihre frühere Munterfeit schien völlig ge= sawunden zu sein. Sie zeigte sich wortfarg und verschlossen, empfindlich und launisch. Ihre Sitmme schlug oft unver­jehens um. Vor einigen Tagen, als die Freundinnen zu= sammen einen fleinen Spaziergang machten und ihnen bei der alten Mühle Herr v. Brandt begegnete, war das Be­nehmen Majas besonders eigentümlich und auffällig.

Lilly jauchzte, machte sich von der Hand ihres Vaters los und lief zu der geliebten Tante" hin. Das gab sonst immer ein lautes, fröhliches Gelächter. Diesmal aber schien Maja ihren kleinen Liebling taum zu beachten und Herrn von Brandt sah sie gar nicht an. Der lettere machte eben­falls ein furchtbar grimmiges Gesicht und preßte die Lippen so sest aufeinander, als wollte er gewaltsam jedes freund­liche Wort zurückdrängen. Und als Lilly sie so traurig ansah und fragte: Tante Maja, hast Du mich nicht mehr lieb? Warum fommst Du denn gar nicht mehr zu mir?" da hob Maja die Kleine ungestüm auf den Arm, preßte fie an sich, füßte sie hastig auf beide Wangen und stellte sie rasch auf den Boden, ohne ein Wort zu sagen.

Sylvia sah deutlich, daß ihr funkelnde Tränen in den Augen standen. Als sie sich aber zum Gehen wandte und die Freundin so teilnahmsvoll fragte: Weshalb weinst Du denn, Maja?", da lachte sie wieder so laut und gezwungen

keiten in Stadt und Land mit und ohne Kapital. Von 2. Frieden- Gould. 8.- 10. Auflage, Preis 2 Mt.( Porto 20 Pfg.). Verlag Emil Abigt, Wiesbaden. Es ist eine Tat­sache, daß noch viel Geld auf der Straße liegt", d. h. daß es noch viele Möglichkeiten gibt, sein Einkommen auf reellem Wege zu vergrößern. Ein Rezept zum Reichwerden gibt es nicht. Die Mehrzahl der Millionäre haben sich aus ganz kleinen Anfängen emporgearbeitet und Fleiß, Spar­samkeit und Intelligenz, richtiges Ausnußen aller sich bie­tenden Gelegenheiten zum Geldverdienen ist das Geheimnis ihres Erfolges. Das vorliegende Buch hat in seiner eng­lischen Originalausgabe in England und Amerika in mehr als 200 000 Eremplaren rasch Verbreitung gefunden. Wenn wir auch nicht alle die Vorschläge und Winke gutheißen tönnen, so bietet das Buch doch eine große Menge wert­voler Anregungen, die jedermann ohne große Mühe in bare Münze umsehen kann.

Fälschung von Edelsteinen. Die Kunst, Edelsteine zu fälschen, ist eine äußerst verbreitete und ge­fährliche, wie Geheimrat Prof. Dr. Adolf Miethe von der Technischen Hochschule in Charlottenburg in einem äußerst fesselnden und lehrreichen Aufsaße über die Gewinnuna und Verarbeitung der Edelmineralien und Schmucksteine" erörtert, den Hans Krämer in den soeben erschienenen Lie­ferungen 98-100 seines illustrierten, populärwissenschaft= lichen Monumentalwertes Der Mensch und die Er de"( Deutsches Verlagshaus Bong u. Co., Berlin W. 57, Lieferung 60 Pfg.) veröffentlicht. Geheimrat Miethe legt hier nicht nur die einzelnen Methoden der Edelstein­fälschung dar, sondern er zeigt auch die Mittel, durch die man sie erkennen und sich vor dem Ankauf minderwertiger Fabrikate schüßen kann. Diese Ausführungen verdienen um so größeres Interesse, als sie von einem Manne herrüh­ren der gerade auf diesem Gebiete in theoretischer u. prat­tischer Hinsicht als eine unserer ersten Autoritäten zu be­trachten ist. Seine Darlegungen werden durch eine Fülle wertvoller Illustrationen veranschaulicht.

Deutsche Rundschau für Geographie und Statistik. Unter Mitwirkung hervorragender Fach­männer herausgegeben von Prof. Dr. Fr. Umlauft. 32. Jahrgang 1909-1910.( A. Hartlebens Verlag in Wien, jährlich 12 Hefte zu 1.15 Mt. Pränumeration inkl. Franko­Zusendung 13.50 Mt.) Das soeben erschienene 8. Heft des 32. Jahrganges hat u. a. folgenden Inhalt: Ein Bild aus dem Memeldelta. Das arabische Algier. Das chinesische Fischereiwesen. Der amerikanische Nordwesten. Die Natuna­inseln.

- Das Neueste der Moden bietet in überaus reicher Auswahl bei überraschender Preiswürdigkeit( nur 70 Pfg. franto) das neu erschienene Favorit- Mo de n- Album der Internationalen Schnittmanufaktur, Dresden N. 8. Welcher Bedarf an Kleidung für Groß und Klein auch vorliegen mag, auf allen Gebieten wird dieses mit höchst gediegenem Geschmack ausgestattete Modenbuch guten Rat erteilen und für die praktische Anfertigung die rechte Hilfe leisten können, denn für alle Modelle sind zur bequemen Selbstanfertigung die beliebten Favoritschnitte erhältlich.

Die Schaubühne", Wochenschrift für die ge­samten Interessen des Theaters, herausgegeben von Sieg­fried Jacobsohn, enthält in der 18. Nummer ihres, sechsten Jahrganges u. a: Björnstjerne Björnson. Von Hermann Bang. Letztes Bekenntnis. Von Peter Altenberg. Friedrich Freksas Sumurun" in den Kammerspielen. Von S. J. Wiener Hofoper( Julius Bittners Musikant"). Von Paul Stefan. Probenummern gratis durch alle Buchhandlungen, Postanstalten, sowie durch den Verlag E. Reiß, Berlin W. 62, Wichmannstraße 8a.

Moſchäftliches

- Schnell fertig ist die bisher so mühselige Ar­beit der Hauswäsche, wenn zu deren Reinigung das voll­fommen selbsttätige Waschmittel" Persil" benutzt wird. Während früher der so sehr gefürchtete Waschtag sich end­los in die Länge zog, ist die Besorgung der Hauswäsche heute unter Benutzung von Persil die reine Spielerei. Man tut das erforderliche Quantum Persil in den mit Wasser gefüllten Waschiessel, legt die Wäsche hinein und fäßt sie etwa eine Viertel- bis halbe Stunde lang kochen. Darauf bleibt die Wäsche einige Stunden, am besten über Nacht, stehen und wird dann mit warmem Wasser qut aus­gespült. Die Wäsche ist dann, ohne daß sie durch Reiben, Bürsten oder sonstwie bearbeitet wird, blütenweiß gewor den und besitzt den frischen Geruch der Rasenbleiche. Dabei gestaltet sich der Gebrauch dieses einzig dastehenden, ab­solut selbsttätigen Waschmittels durch die hierbei erzielte Ersparnis an Zeit und Arbeit, sowie durch Fortfall aller sonstigen Zutaten, geringeren Gebrauch von Feuerung 2c. außerordentlich billig. Für die völlige Unschädlichkeit und Gefahrlosigkeit leisten die Fabriken( Henkel u. Co., Düssel­dorf) weitgehendste Garantie!

auf, daß Herr v. Brandt sich noch einmal kopfschüttelnd umwandte. So trieb Maja es immer in der letzten Zeit; einmal himmelhoch jauchsend, dann wieder zu Tode be= trübt.

Aber glücklich war sie nicht, das merkte man an den Augen, die sonst so strahlend heiter in die Welt sahen, als wäre das ganze Leben nur ein einziger Sonnentag; jetzt konnte man bei ihrem Anblick fast immer an heimlich ver­gossene Tränen glauben.

Auch Majas Vater entging es nicht, daß sein Töchter­chen verändert war. Er machte sich Sorgen Majas wegen und grübelte darüber nach, was dem Kinde wohl fehlen konnte. Von ihr selbst war rein nichts herauszubringen. Daß sie die geliebte Freundin jetzt so stark vernachlässigte, war schon ein schlimmes Zeichen. Sollten sich die beiden vielleicht gezankt haben? Doch Herr Ferdinand Reinau er­innerte sich, so weit er zurück denken konnte, an teinen Streit zwischen den Mädchen. Er nahm sein Töchterchen scharf ins Verhör. Aber sie lachte ihn aus und versicherte, ihr fehle nichts. Doch des Vaters Bedenken vermochte sie damit nicht zu zerstreuen. Er schüttelte den Kopf. Das war seine fröhliche, harmlose Maja nicht mehr, er merkte plötzlich, daß sie fein Kind mehr war.

Maja liebte es. vor dem Mittagessen kleine einsame Spaziergänge in die nähere Umgebung der Stadt zu ma­chen. Von einem solchen heimkehrend, eilte sie die Straße hinunter, denn es hatte bereits 1 Uhr geschlagen, und sie wußte, daß Papa es nicht liebte, wenn sie länger ausblieb, da er gewohnt war, punkt 1 hr die Hauptmahlzeit ein­zunehmen. Im Vorbeigehen faufte sie noch rasch bei der alten Südfrüchtenhändlerin, die tagtäglich bei jedem Wetter an der Ecke saß, ein paar Orangen. Die Alte, mit der Maja schon als Kind gut Freund gewesen war, tauschte noch einige gleichgiltige Worte mit der jungen Dame, als gerade ein Herr die Händlerin anredete: Sagen Sie mal, in dem Hause dort links, wo die Laterne ist, wohnte doch Hauptmann von Schuettwitz? Ist der nun ausgezogen, weil auf dem Schild neben der Glocke ein anderer Name ver­zeichnet ist?"

Maja war bei Nennung des Namens aufmerksam ge­worden. Sie betrachtete den Ankömmling genauer. Der

Kirchliche Nachrichten für Gießen.

Evangelische Gemeinde.

Sonntag Eraudi, den 8. Mai. Gottesdienst.

In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Matthäusgemeinde.

Vermittags Uhr: Pfarrassistent Hanstein. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst.

Pfarrer Schwabe. Nachmittags 2 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe.

Am 1. Pfingstfeiertag wird Beichte und heiliges Abend­mahl für die Matthäus- und Markusgemeinde im Haupt. gottesdienst gehalten werden. Anmeldung dazu wird vor her bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

In der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer.

Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Lukasgemeinde. Vormittags 9% Uhr: Professor D. Schian. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannes Ge meinde. Pfarrer Ausfeld. Abends 8 Uhr im Johannessa al: Versammlung u Bibelbesprechung.

Am 2. Pfingstfeiertag findet Beichte und heil. Abend­mahl für die Lutas und Johannesgemeinde statt.

Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde

erbeten.

Am 1. Pfingstfeiertag wird die Kollekte für die Hess. Lutherstiftung erhoben werden.

Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Geboren e.

April 26. Taglöhner Gotthilf Höß ein Sohn, Hans Lud­wig Gotthilf.

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26. Oberleutnant Adolf Wehrheim eine Tochter, Erita Elisabethe Ida Hermine.

27. Händler Friedrich Jakob Becker eine Tochter, Er­nestine Karoline.

28. Zementarbeiter Heinrich Lenz ein Sohn, Andreas.

30. Hilfsheizer Theodor Lehrmund eine Tochter, Wil­helmine.

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27. Schuhmacher Heinrich Wilhelmi ein Sohn, Hein­rich August.

Die dies Meistertitels Beit vom 2 fuche um erforderliche

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zuzahlen. zulegen.

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Mai 1. Former Ludwig Ott eine Tochter, Ottilie Marga­rete.

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4. Lokomotivheizer Ernst Heinrich Karl ein Sohn. 5. Bergwerksarbeiter Heinrich Weber ein Sohn. Aufgebote.

April 30. Johann Wilhelm Möller, Former in Lollar, mit Anna Elisabeth Klobes in Lendorf. Mai 3. Wilhelm Heß, Schneider,

beide in Gießen.

mit Katharine Euler,

3. Wilhelm Valentin Stohr, Gärtner in Gießen, mit Karoline Bager in Laubach.

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3. Johann Georg Reiß, Landbriefträger in Nieder­Ohmen, mit Luise Aumann in Londorf.

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3. Philipp Rühl, Kellner in Marburg, mit Lina Möhl in Gießen.

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4. Julius Aulmann, Metzger, mit Katharine Schmidt, beide in Gießen.

Eheschließungen.

April 30. Wilhelm Sparr, Eisendreher, mit Marie Wehn,

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beide in Gießen.

30. Wilhelm Zipp, Masseur, mit Jda Voigt, beide in Gießen.

4. Gustav Holzigel, Schuhmann,

beide in Gießen.

Gestorbene.

mit Marie Ruhl,

April 29. Elisabeth Wasserschleben, geb. Gail, 62 Jahr alt. 30. Therese Birnbaum, geb. Groppe, 66 Jahre alt. 30. Minna Alfer, 51 Jahre alt.

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Mai 2. Elise Schmehl, geb. Wettlaufer, 56 Jahre alt. 3. Helene Leinweber, 4 Monate alt.

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3. August Wieber, Superintendent i. P., 76 Jahre alt.

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6. Paul Scheibe, Schriftseßer, 37 Jahre alt.

Darmstädter Möbel

die eben bei feineren Ausstattungen fast durchgängig gekauft merden erhalten Sie direkt v. d. Fabrik v. Ludwig Stritzinger, Möbelfabrik, Darmstadt, Heinrichstr. 67. 150 Zimmer- Einrichtungen.110fähr. Garantie. Fernruf 1441 Katalog gratis. Kein Kaufzwang.

Ueberrock, wohl ehemals modern, hing ichlotternd um die schmalen Schultern und hatte bereits viel von fetner frühe ren Farbe verloren. Der stetfe. graue tlahut war etwas nach hinten geschoben. Der hohe Stehfragen, zwar nicht tadellos wet, doch von neuem Schnitt, war etwas zu weit die Krawatte mochte ebenfalls schon eine längere Dienstzeit hinter sich haben: alles in allem: man merkte der Erschei nung des Mannes das vergebliche Bestreben nach möglich ster Eleganz an. Das Gesicht war auffallend blaß und schmal, die Augen zeigten einen unruhig fladernden Blick

Je mehr Maja diese Züge ſtudierte, desto bekannter kamen sie ihr vor. Mit einem Male stieg vor ihren Augen das Bild eines hochgewachsenen, aufgeschossenen Knaben

empor.

Sie war ja damals noch ein kleines Mädchen gewesen, aber sie erinnerte sich doch in diesem Augenblid an alle Einzelheiten. Es blieb ihr kaum mehr ein Zweifel darüber, wen sie vor sich hatte. Die röritch blonden Haare, die schmale, spitze Naie, die etwas abitehenden Ohren- alles paßte genau. Es war kein unschönes Gesicht und die Achn­lichkeit mit Sylvia war unverkennbar.

" Leon von Schmettwit?" fragte Maja leise und schüch tern. Sie sind es?"

Der Angeredete fuhr hastig herum, er hatte das junge Mädchen anfangs gar nicht beachtet.

" Allerdings." rief er überrascht und faßte Maja so scharf ins Auge, daß diese errötete. Aber, mein Fräulein ich fann mir gar nicht denken, woher Sie mich fernen, tch bin doch hier ganz fremd geworden?"

Hätten Sie nicht den Namen Schmettwit" genannt, ich wäre an Ihnen vorüber gegangen, ohne eine Ahnung wer Sie sind," entgegenete die junge Dame lachend, aber den Namen trägt meine teuerste Freundin übrigens erinnern Sie sich der kleinen Maja Reinau nicht mehr? Sie neckten mich doch immer, als wir beide noch Kinder waren!"

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