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Totengräbern kommen wären. Als ich kurz hernach zu Ihrer Eminenz kam, fragten Sie mich, wie mir die vorgeschlagene Arzenei bekommen sei. Ich antwortete: Wenn ich nicht wüßte, was es gewesen sei, und daß Ew. Eminenz mein sonderbarer großer Patron sei, so hätte ich gedacht, Sie hätten mir und meiner Frau vergeben wollen, denn wir sind zu sterben krank darauf geworden. Ihre Eminenz lachten und sagten: Sie müssen
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Etwas vom Tabakkauen. Das heute bei uns nur in den unteren Ständen übliche Tabakkauen vulgo" priemen"( vom niederländischen Priem", das eigentlich Pfläumchen" bedeutet,) war im 17. Jahrhundert auch in besseren Kreisen durchaus nicht unbekannt. Das bezeugt eine Schrift des vor 300 Jahren, am 1. März 1610 zu Gießen geborenen, heute noch in der Literaturgeschichte als Satiriker wohlbekannten Joh. Balthasar Schupp, der auf der Kanzel und unter der Kanzel oft mit Spott und Humor wider die sittlichen Gebrechen und Sonſtigen Schäden der Zeit freimütig kämpfte, 1648 zu Münster die Friedenspredigt hielt und 1661 als Pastor zu Hamburg starb. Hier, wo er mancherlei Anfechtungen zu bestehen hatte, schrieb er, an Leumund, Ampt und Leben" schmählich angegriffen, 1659 eine abgenötigte Ehrenerklä rung", darin er sich auch gegen den ungerechtfertigten Vorwurf des" Tabaksauffens" verteidigte. Mit dem Ausdruck" Tabaktrinken", wie auch der Tabak selbst ein ,, Getränk" genannt wurde, bezeichnete man damals beide Arten des Gebrauches, das Rauchen und das mit Vorliebe geübte Rauen des Tabaks. Aus dieser Ehrenerklärung erfahren wir, daß Schupp das Tabakkauen von Sr. Eminenz dem Legaten Salvius gegen Flüsse und Gichter" angeraten worden war. Er erzählt:„ Ich dachte, ich wollte dieses Mitlel auch gebrauchen, und als Ihre Eminenz Abschied genommen hatte, schickte ich hin und ließ Tabak holen und überredete meine selige Hausfrau, daß sie auch ein Stück in den Mund nehmen wollte. Allein wir wurden beide so krank davon, als ob wir aus den
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Abgetrumpft.
Berliner: Ja, ja, die Sachsen, die machen alles Weiche hart und alles Harte weich." Sachse:" Und die Berliner alles Kleene groß und alles Große kleen!"
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es drei oder viermal versuchen, bis sich die Natur daran gewöhnt. Ich wollte es zum andern Mal versuchen, aber es ging mir wie zuvor, und ich habe seit der Zeit einen Ekel vor dem Tabak gehabt, daß ich ihn nicht riechen kann. Gleichwohl muß ich hören, daß ich ein Tabaksäuffer sei."- In einem alten Kräuterbuche von 1656 heißt es: Der Tabak macht niesen und schlaffen, reinigt Gaumen und Haupt, vertreibt die Schmerzen und Müdigkeit, stillet das Zahnweh, behütet den Menschen vor der Pest, verjaget die Läuse, heilet den Grind, Brand, alte Geschwüre, Schaden und Wunden." Trotzdem wüteten nach dem Vorgange des englischen Königs Jakob I. in manchen Gegenden Geistlichkeit und Obrigkeit gegen die„ Tabakstrinker". Es wurden Bücher geschrieben, Predigten gehalten gegen die, die ihren Mund zum ,, Rauchfange des Satans" machten. In Bern wurde sogar 1661 einer Tafel, die die zehn Gebote enthielt, hinter dem Verbote vom Ehebruche das Gebot Du sollst nicht rauchen" beigefügt.
Gedankensplitter.
Eine Frau, die ihrem will, kriegt er bald über.
Manne in allem über sein
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Entwicklungsrätsel.
Unsere Rätselecke
Aus„ Tulpe" soll ,, Nelke" entwickelt werden mit zwei Zwischenstufen. Je des Wort ist aus dem vorhergehenden zu entwickeln durch Umwandlung zweier Buchstaben, deren Stelle nebenstehend durch Ausrufzeichen an gedeutet ist.
Anagramm.
Von jedem Wort ist durch Umstellung der Buchstaben ein neues Hauptwort zu bilden. Die Anfangsbuchstaben der neuen Wörter müssen im Zusammenhang gelesen den Titelhelden eines Schiller'schen Dramas
Versteckrätsel.
Es ist ein Sinnspruch zu suchen, dessen einzelne Silben der Reihe nach versteckt sind in nachstehenden Wörtern ohne Rücksicht auf deren Silbenteilung.
Eisenbahn, Hafermehl, Ehrsucht, Ohnmacht, Staubtuch, Schundroman, Erblindung.
Dort ist das Eine, das Andre ist hier Zu sehn an mir und auch an dir. Das Ganze, durch Industrie bekannt, Ist eine Stadt im westfälischen Land.
Magisches Quadrat.
alter Gott.
Musikstück.
Gebirgsstock in
8 Bindemittel.[ Schweiz.
Die vier wagerechten Reihen sind gleichlautend mit den vier senkrechten. Nachdruck der Rätsel und Aufgaben verboten. Die Auflösungen erfolgen in der nächst. Nummer. Auflösungen der Rätsel und Aufgaben in voriger Nummer.
Bilderrätsel: Rumänische Trachten. Buchstabenrätsel: Wale, Wall, Wali, Wald.
Pyramide:
Kreuzscharade.
1-2 vielfverfolgtes Tier
Wange, Silen, Ulanen, Mahl Streich, Ampel, Saum, Al:: tar, Leim, Helm, Insel.::
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3-4 Befestigungsmitttel
1-4 Naturereignis
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3--2 Körperteil
2-4 Teil von Schiffen Scherzscharade.
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Verantwortlicher Redakteur: Paul Dschmann, Verlag und Druck des Christlichen Zeitschriftenvereins, Berlin SW. 68, Alte Jakobstr. 129.
No. 23.
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Beilage zur Gießener Zeitung.
Für Abonnenten der Gießener Zeitung kostenfreie Lieferung. Expedition: Seltersweg 83. Verlag Albin Klein.
Schwarzwälderin.
Nach vem Gemälde von W. Hasemann.
1910.
Das Land ibrer Träume.
Von Hedda v. Schmid- Rielemann.
Con klein auf hatte Dora Krüger ein ausgesprochenes Maltalent besessen, aber ihre Eltern waren zu unbemittelt, um die Tochter aus bilden zu lassen. Dann starben beide rasch nacheinander, und die damals achtzehnjährige Dora kam zu Verwandten ins Haus, die in einer Provinzialhauptstadt lebten. Hier bot sich dem jungen Mädchen Gelegenheit, einige Malstunden zu nehmen.
Die Verwandten, Durchschnittsmenschen ohne jede Spur idealen Strebens, fanden es praktisch, daß Dora sich die nötigen Kenntnisse erwarb, um durch Porzellan- und Fächermalerei einigen Verdienst zu haben. Sie konnten nicht begreifen, daß Doras Sinn nach Höherem stand.
" Sich nach der Decke strecken, ist das Gescheidteste, was man im Leben tun kann", so lautete der Wahlspruch dieser glücklichen Leute, die nichts Besseres von ihrem Dasein begehrten und es auch nicht zu würdigen verstanden hätten.
Das Land der Sonne, Italien, kennen zu lernen, diese Sehnsucht wuchs täglich mehr und mehr in Dora.
Italien mit seinen blauen Seen, Olivenhainen und Denkmälern großer Vergangenheit, die Wiege der Kunst, dieses Land zu schauen, sich in seinem Licht zu baden, war der Traum ihrer Nächte, der sehnlichste Gedanke ihrer Tage.
Doch der Norden mit seinen Fichtenwäldern, seinen langen, schneedurchwehten Wintern und kurzen Sommern war ihre Heimat, und sie war arm, hatte also fürs Erste keine Aussicht, ins Land ihrer Träume zu gelangen.
,, Ich bin ja noch so jung", tröstete sie sich, so Gott will, liegen viele Lebensjahre vor mir, in denen ich durch meine bescheidene Kunstfertigkeit so viel erwerben kann, um Italien, überhaupt den Süden zu bereisen. Dort wird mir das Verständnis für echte Kunst aufgehen. Darben und knausern will ich, um es zu ermöglichen, dort weiter zu lernen und zu streben, bis ich das mir gesteckte Ziel erreicht habe!"
Die Verwandten schalten Dora überspannt, wenn sie von ihren Plänen erzählte; so sprach sie denn selten davon und spann im Stillen


