Einzelbild herunterladen

schenmengen gefüllt. Inzwischen besetzten die Garden mit umflorten Fahnen und gedämpften Trommeln die Straße, welche für die Prozession bestimmt war. Ihre Scharlach­uniformen standen in lebhaftem Gegensatz zu dem Schwarz der in Trauerkleidung gehüllten Menge. Die Scharlach= reihe der Truppen erstreckte sich bis zum Ende von White­hall, wo das Dunkelblau von tausend Seeleuten den Ueber­gang zu dem Schwarz der Menge bildete. Selbst die Aerm­ſten trugen tiefe Trauer. Um 11 Uhr 3 Min. begann das Trauergeläute der großen Glocke Big Ben" auf dem Turm von Westminster und verkündete den Abmarsch des Trauer­zuges vom Palast. Der Lafette mit dem Sarge und der königlichen Standarte folgte König Georg allein, dann seine Söhne und in weiteren Reihen die Fürstlichkeiten. In Wa­gen folgten die fürstlichen Damen, darunter die Königin Alexandra, die Königin Mary, die Kaiserin- Mutter von

Rußland und die Königin von Norwegen. Der Erzbischof von Canterbury empfing den Sarg an der Westminster Hall und geleitete ihn zum Katafalt, wonach der Gedächtnis= gottesdienst begann. In seiner Trauerrede wies der Erz­bischof von Canterbury auf die Verdienste König Eduards für das britische Reich hin. Nach Schluß des Gottesdien­stes fniete die Königin Alexandra in stillem Gebet am Sarge nieder. Dann hob der König sie auf und führte sie und die Kaiſerin- Mutter hinaus. Die Leidtragenden fuh­ren dann nach dem Palast.

Lokales.

Gießen, 19. Mai 1910. ** Der Großherzog hat am 14. Mai dem Pfarrverwalter Gustav Len z- Rohrbach, Dekanat Büdin­gen, die evangelische Pfarrstelle daselbst übertragen.

-P- Erweiterung des Fernsprechnetes. Zum unbeschränkten Sprechverkehr mit Gießen sind neuer­dings folgende Orte zugelassen worden: Celle, Bad Oeyn­hausen, Gerstungen, Ringleben( Kr. Erfurt), Roßla( Harz), Rudolstadt, Ruhla, Saargemünd, Schlotheim, Steinhude, Botternheim, Wilhelmshaven und Zella St. Blasii. * Evangelischer Bund. Der hessische Haupt­verein des Ev. Bundes wird seine diesjährige Landes=

versammlung, die ursprünglich für Mitte September in Aus­sicht genommen war, bereits am 10. und 11. Juli in Mainz abhalten.

* Konferenz. In der in unserer Stadt am 26. Mai tagenden theologischen Konferenz werden sprechen Di rektor D. Kno d t= Herborn über Die Bedeutung des Cal­rinismus für die protestantische Welt im Lichte der neuen Forschung" und Prof. Dr. Schoel l- Friedberg über Die Unterscheidung zwischen Glauben und Theologie in ihrer praktischen Anwendung und Bedeutung." Die übrigen Punkte der Tagesordnung betreffen geschäftliche Angelegen heiten.

* Verlosung. Der Oberhessische Bienenzüchter­verein beabsichtigt, mit der am 17. und 18. Juli lf. Is. in Schotten stattfindenden 49. Wanderversammlung eine Verlosung von Bienen und vienenwirtschaftlichen Geräten und Erzeugnissen zu verbinden. Das Großh. Ministerium hat die Erlaubnis zur Veranstaltung dieser Verlosung un

Nachmittags herrschte in der Westminster Hall feier= liches Schweigen. Der Sarg ruht auf dem Katafalt unter einer reich verbrämten Atlasdecke. An seinen vier Ecken stehen königliche Leibgardisten, die Hellebarde in der Hand. Zu Häupten der Bahre haben vier Gentlemen at Arms" Aufstellung genommen. Zu beiden Seiten des Sarges hal ten zwei Offiziere der Grenadiergarde mit gezogenem Säter der Bedingung erteilt, daß bis zu 2500 Lose, zu 50 bel die Wache. Zu Füßen steht ein Offizier des indischen Ghurfa- Regiments, das des verewigten Königs eingebore nes Leibregiment war. Am Kopfende des Sarges brennen in vier Kandelabern 16 große Kerzen. Nur ein einziger| Tagelöhner freiwillig in den Tod gegangen sei, hat sich Lorbeertranz schmückt den Sarg. Sonst ist von Blumen nur der prächtige Kranz des Deutschen Kaisers zurückgeblie­ben, der an einem der vielen Denkmäler in der Halle nie­dergelegt ist. Von 4 Uhr an begann der Vorübergang des Publitums, das in Reihen bis zu je vier und vier zuge­lassen wurde.

Genderung des Tabaksteuergesetzes..

Kurz vor der Vertagung des Reichstages wurde noch eine Aenderung im Tabatsteuergesetze angenommen, die für die deutsche Tabalindustrie von einschneidender Be­deutung ist. Bisher wurde nämlich für die Beglaubigung ausländischer Fatturen vom Konsulat in Holland, wo die Sumatratabafverfäufe stattfinden, eine nicht unbedeutenae Beglaubigungsgebühr erhoben. Nun trat wie­derholt die Südd. Tabatztg." dafür ein, daß diese Be= glaubigungen gebührenfrei erfolgen sollen, da die Tabatindustriellen, besonders die kleineren, hierdurch erheb= lich geschädigt würden.

Der Reichstag beriet darüber, nachdem ein Antrag in diesem Sinne eingebracht worden war und nahm denselben mit großer Majorität an, so daß also fürderhin die Be­glaubigungen stets gebührenfrei erfolgen werden.

Reichstagserfahwahl in Friedberg- Büdingen.

Im Wahlkampf um Friedberg- Büdingen sprachen Pro­fessor van Calker und Generalsekretär Breithaupt auch in Bad- Nauheim. Wenn hier die Versammlung, entsprechend dem Charakter des Badeortes, nicht so start wie in Fried­berg besucht war, so ließ doch die Stimmung keinen Zwei­fel darüber aufkommen, daß die nationalliberale Kandida= tur auch hier vollen Beifall gefunden hat. Führende Her­ren der Fortschrittlichen Volkspartei im Wahlkreise em­pfahlen sehr warm die Kandidatur von Calfer und forder= ten ihre Anhänger zu entschlossener Unterstüßung auf. Nach den bislang eingelaufenen Stimmungsberichten sieht auch die ländliche Bevölkerung zu einem nicht unerheblichen Bruchteil dem Auftreten des Professor van Calfer mit un­geduld entgegen. Die Stärke des Bundes der Landwirte ist keineswegs eine so große, wie die bündlerischen Agita= toren und Zeitungen es glauben machen wollen. Das Be­zirkskomitee des Zentrums wird heute abend in Friedberg zusammentreten und sich über seine Stellung zu der Wahl schlüssig machen. Am nächsten Sonntag hält das Zentrum, ebenfalls in Friedberg, einen Parteitag in Oberhessen ab, auf dem der Reichstagsabgeordnete Erzberger- Berlin und der Landtagsabgeordnete Justizrat Dr. Schmitt- Mainz spre­chen werden. Zum Wahlkommissar für die am 14. Juni stattfindende Ersatzwahl ist vom Gr. Staatsministerium Kreisrat Schliephake in Friedberg bestellt worden.

41)

Die Freundinnen.

Originalroman von Irene v. Hellmuth. ( Nachdruck verboten.)

Ich hätte bloß zu gehorchen?" rief Sylvia schneidend. Weil Du es so wünschest, soll ich mein ganzes Lebensglück zum Opfer bringen? Kannst Du das verlangen? Ich sche schon, Leon hat Dich zu meinen Ungunsten beeinflußt und Du bist zu erregt, um alles ruhig zu erwägen und zu besprechen. Morgen hoffe ich, läßt sich die Sache leichter erledigen. Am Nachmittag kommt mein Verlobter, Dich um meine Hand zu bitten.-- Lieber Vater", hier schlug die Stimme des Mädchens in völlige Weichheit um,- fol­gen muß ich dem Manne meiner Wahl! Aber ich tue es nicht gerne ohne Deinen Segen! Und Du betrügst Dich selbst um einen freundlichen, zufriedenen Lebensabend, wenn Du uns Hindernisse in den Weg wirfst. Hermann hatte es so gut mit Dir gemeint! Du sollst Deines Lebens wie­der froh werden, deshalb segne unseren Bund und laß uns glücklich sein!"

Sie hob bittend die gefaltenen Hände zu dem Vater empor. Es klang so innig, dies Flehen. Aber der starre Sinn des tief verbitterten Mannes ließ sich nicht erweichen. Ein kurzes energisches: Niemals!" war seine ganze Ant­wort.

Sylvia verließ das Zimmer. Ihre Fassung wollte nicht standhalten. Aufschluchend sank sie in ihrem Stübchen auf den nächster Stuhl und weinte bitterlich. Sie sehnte sich nach einem teilnehmenden Herzen, dem sie ihr Leid klagen fönnte.

Mutter, Mutter," flüsterte sie, weshalb mußtest Du so früh von mir gehen? Wenn ich mich doch an Deiner Brust ausweinen dürfte, wie sehne ich mich nach Dir!"

Sie holte das Bild der früh Verstorbenen von der Wand und betrachtete lange das feine Gesicht.

IX.

Am anderen Morgen fühlte sich Sylvias Vater so matt und angegriffen, daß er sein Lager nicht verlassen konnte. Er wollte weder essen noch trinken.

Pfg. das Stück ausgegeben werden dürfen. Zugleich wurde der Vertrieb der Lose in der Provinz Oberhessen gestattet. * Vom Tage. Die Vermutung, daß der vermißte

nun bestätigt. Die Leiche des Verschwundenen wurde vor­gestern aus der Lahn geländet.

* Kurzschluß. Im städtischen Elektrizitätswert ereignete sich ein Kurzschluß, der zu der Verlegung eines Arbeiters führte und den Betrieb etwa ½ Stunde lang un­terbrach.

* Der Zug des Todes. Im Monat April for= derte der Tod in Gießen im ganzen 68 Opfer, von denen 25 auf die von auswärts stammenden Kranten entfielen. 14 der Gestorbenen hatten das 15. Jahr noch nicht über­schritten.

* Prügelei. Zwei dem Arbeiterstand angehörige Bewohner eines Gebäudes am Kanzleiberg gerieten am Dienstag nachmittag in einen Wortwechsel, der schließlich zu Tätlichkeiten ausartete. Der eine der beiden Streitsüchtigen trug hierbei eine Verlegung am Auge davon und mußte die Klinit aussuchen.

Aus Hessen und Nachbargebiet.

* Großen Linden. Mit dem Bau eines Volks­bades hat unser Städtchen begonnen. Großen- Linden ist wohl die erste Stadt seiner Größen, die ein Volksbad er­hält.

* Bad Nauheim, 18. Mai. Eine im Nauhei­mer Kurleben bekannte Persönlichkeit, der Portier des Kur­hauses Karl van Eiff, ist mit Beginn der diesjährigen Sai­son nach 46jähriger Dienstzeit in den Ruhestand ge= treten. Von der furfürstlich hessischen Regierung 1864 in den Dienst genommen, ging er 1866 bei dem Uebergang diese Dienste über. des Amtes Nauheim in großherzoglich hessischen Besit in

* Friedberg, 18. Mai. Beim Fensterputzen war das Dienstmädchen eines Drogisten aus dem zweiten Stock auf die Straße gestürzt. Das Mädchen ist im Krankenhaus gestorben.

* Stammheim. Der wegen Wilderns im Arrest­hause zu Altenſtadt internierte 69 Jahre alte Landwirt K. Roth aus Ober- Florstadt hat sich im Gefängnis mit einer Schnur erhängt.

* Lauterbach, 18. Mai. Schwer verunglückt ist ein Radfahrer aus Rirfeld am Fuchsküppel. Er verlor auf steiler Straße die Herrschaft übers Rad, rannte gegen einen Baum und blieb wie leblos liegen. Er wurde ins hiesige

Krankenhaus gefahren.

* Ulrich stein. Samstag Nachmittag zog ein sehr schweres Gewitter über unsere Gegend. Ein falker Blizz= schlag traf hier den Schornstein des Gesellschaftsbackhauses und ein anderer eine im Orte stehende Linde.

* Helpersheim. Hier schlug der Blizz in das Wohnhaus des Drechslermeisters Karl Hohmann 2. Im Augenblick stand das ganze Gebäude in Flammen. Es

Das kommt von den vielen Aufregungen, die ich mit meiren Kindern habe," stöhnte er.

Sylvia blickte besorgt in das blasse Gesicht des Kranken. Sie hoffte, er würde gegen Mittag aufstehen. Doch er rührte sich nicht. Was sollte werden, wenn Hermann kam?

Lieber Vater," bat sie, möchtest Du nicht den Besuch empfangen. von dem ich Dir gestern sprach?"

Er machte eine abwehrende Handbewegung. Wozu? Das gibt nur neuen Aerger und den vertrage ich nicht. Mein Entschluß wird nicht geändert werden. Leon kann der Besuch ebensogut empfangen wie ich. Ich habe meinem Sohn die Ermächtigung gegeben, dem Herrn in mei­nem Namen ein unwiderrufliches Nein" auszusprechen. Ich denke, das genügt. Du kannst nun tun, was Du willst!"

Sylvia stand mit gefalteten Händen am Fenster. Aber sie sagte kein Wort mehr. Ste wußte, es würde doch ver­gebens sein. Ihr war so bang. Sie wollte auf Hermann warten, ihm sagen, daß Zeit und Stunde gerade jetzt schlecht gewählt sei für sein Vorhaben. Wenn sie ihn bat, wartete er gewiß noch einige Zeit. Sie bemerkte wohl, daß auch Leon nicht von seinem Posten wich. Unbeweglich stand er auf der Passe, die Hände in den Hosentaschen.

Etwas nach zwölf Uhr fuhr ein Wager vor. Sylvia fühlte ein mächtiges Herzklopfen. Sie wollte hinabeilen, den Geliebten zur Umkehr zu bewegen. Da rief sie die Stimme des Vaters in das Nebenzimmer. Als sie wieder hereinkam, trat eben Walter über die Schwelle. Einige Sekunden nur stand er unbeweglich und wortlos Leon gegen= über, der mit hämischem, spöttischem Lächeln den Eingetre­tenen musterte. Doch der Blick, den Hermann auf den Bru­der warf, sagte Sylvia genug. Sie wußte nun, daß thre Ahnung sie nicht betrogen hatte und fühlte einen schmerzen den Stich im Herzen. Rasch und entschlossen tret fie auf Hermann zu und die Hand auf seinen Arm legend, sagte sie möglichst ruhig und unbefangen: Papa ist leider etwas unwohl, es ist ihm deshalb nicht möglich, Dich heute zu em= pfangen. Du wirst Geduld haben müssen."

Die Hand zitterte ihr heftig, sie fonnte es nicht hindern. Hermann blickte forschend und besorgt in ihr bleiches Gesicht.

Was ist Dir, Sylvia?" fragte er. Du bist so erregt. Es ist Hoffentlich nicht schlimm mit Deinem Papa? Wenn

brannte das Haus nebst Stallung und Scheunen vollfa dig nieder. Nur einige Kleidungsstücke tonnten die wohner retten, sonst ist alles ein Raub der Flammen Eine auffliegende Feuergarbe zündete im Dachstuhl des it worden. Außer den Gebäuden soll nichts versichert s der Straße liegenden alten Schulhauses. Der Brand for jedoch sofort erstickt werden.

Der Bismard

* Aus dem Vogelsberg. turm auf dem Taufstein geht seiner Vollendung gegen. Nachdem am verflossenen Donnerstag die Abnah des massiven Baues mit Plattform und Feuerschale di den Zentralausschuß des Vogelsberger Höhenklubs statge funden hat, wird die Einweihung am Samstag, den Juni, bestimmt erfolgen. Die am folgenden Tage in Gr benhain stattfindende Hauptversammlung des Vogelsberg Höhenflubs wird aus allen Teilen des Landes voraussic lich sehr zahlreich besucht werden.

* Krofdorf. Beim letzten Unwetter wurde da Wartehaus an unserer Station vollständig zerstört. Nich als eine eichene Bank war stehen geblieben.

Hofes wird in der Weise betrieben, daß auf dem linter * Wezlar. Die Erweiterung unseres Bahn Lahnuzer nach Gießen zu ein besonderer Rangierbahnho angelegt, und das jezige Bahnhofsgelände südlich vom Empfangsgebäude ausschließlich für die Einrichtung des Ort güterbahnhofs in Anspruch genommen werden soll. Nieder- Saulheim. Der Landwirt Heinri Brückner wurde in seinem Weinberg vom Blitz erschlagen beendet. Es wurde mit den Firmen, mit denen bisher * Darmstadt. Der hiesige Möbelschreinerstreit noch kein Vertrag zustande gekommen war, ein solcher as geschlossen und die Arbeit in vollem Umfange wieder auf genommen.

Cin

diel erläßt die Staatsanwaltschaft ein Ausschreiben, na * Darmstadt, 18. Mai. Zum Mord in Dom welchem als Täter nach den neuesten Ermittelungen Landstreicher im Alter von 30-40 Jahren in Betracht aus dem Kreise Bensheim, stammen. Es fann aber aus kommt. Dieser Unbekannte soll aus der Nähe von Worm sein, daß er identisch ist mit einem gewissen Wihl. Rühl, Bäcker aus Oberhessen, oder einem gewissen Joh. Winkler Schlosser aus Büchesberg bei Bamberg, geboren am 20. Juli 1873.

Obernburg a. M., 18. Mai. Eine große Hee resschau hessischer und bayerischer Kriegervereine findet hier am 19. Juni statt. An diesem Tage wird das neue Krie gerdenkmal in feierlicher Weise enthüllt.

* Marburg, 18. Mai. Im Vordergrunde der Be trachtungen steht jetzt hier wieder der seit Jahren besteh ende Plan, anstelle der Pferdebahn eine elettrische Straßenbahn, die Nord und Süd der Stadt mit einander verbinden soll, treten zu lassen. Die Kommission, welche die Vorarbeiten führt, hat eine Berechnung aufge stellt, nach welcher die durch eine Anleihe aufzubringenden Kosten der Anlage rund 300 000 mr. betragen. Es wird mit einer Einnahme von 59 400 Mt. und einer Ausgabe von 55 230 Mt. gerechnet. In aller Kürze soll die dies bezügliche Vorlage den städtischen Körperschaften zugehen.

* Kassel. Durch einen Blitzschlag geriet der Kirchturm des Stadtteils Kirchditmold in Brand und wurde zerstört. In dem Nebenhaus wurde ein Mann erschlagen.

* Erbach im Rheingau, 18. Mai. Prinz Fr. Wilhelm von Preußen, der auf seinem hiesigen Schloffe mit großem Gefolge Aufenthalt nahm, mußte wegen Er­tranfung seines zufünftigen Schwiegervaters, des Prinzen von Ratibor, plötzlich wieder abreisen.

Aus aller Welt.

* Berlin, 18. Mai. Die deutschen Landesversich erungsanstalten traten hier zusammen, um zu der Reichs versicherungsordnung Stellung zu nehmen. Die Versamm ung genehmigte die Beschlüsse des Elferausschusses beschloß, unverzüglich dem Reichstage Abänderungsvorschläge zu unterbreiten.

und

Berlin. In der Prozeßangelegenheit des Reichs tagsabgeordneten Bruhn ist den Beteiligten die Anklage schrift zugestellt worden. Sie umfaßt 46 Seiten. Ange sen Bruder, der Epedient Baul Bruhn, der Redakteur der flagt sind der Reichstagsabgeordnete Wilhelm Bruhn, des " Wahrheit", Weber, und ein Redakteur in Steglit. " Berlin, 18. Mai. Der Präsident der Duma, Gutschkow, erhielt einen Protest von 60 Mitgliedern des ebenso einen Protest der Stettiner Handelskammer. Deutschen Reichstages gegen die Entrechting Finlands, Die | Duma beabsichtigt, derartige Proteste unberücksichtigt lassen. zu

* Dresden. In Sachsen werden gegenwärtig Ver handlungen vorbereitet, um den bürgerlichen Liberalismus für die Reichstagswahlen fester zusammen zu fassen. Die Entscheidung über die Stellungnahme zu den Kandidaten

Du es wünschest, werde ich warten und in einigen Tagen wiederkommen."

Leon würdigte er keines Blickes mehr. Doch dieser trat jezt ganz nahe an ihn heran. In seinen Augen flammt ein Strahl tödlichen Hasses auf.

" Das Wiederkommen können Sie sich sparen, mein Herr," rief er zornig. Es ist doch vergebens! Und wenn Sie noch so oft anfragen werden, Sie werden immer die selbe Antwort erhalten. Sie lautet nein", und wird immer so lauten. Merken Sie sich das gefälligst. Sie sparen sich nur Unannehmlichkeiten!"

Hermann trat einen Schritt zurüd.

Mein Herr," begann er dann ruhig, mit welchen Rechte mischen Sie sich in eine Angelegenheit, die Sie doch wenig fümmern kann. Ich habe Sie nicht gefragt! Von Ihnen will ich keine Antwort haben."

,, Mit welchem Rechte?" zischte Leon. Mein Vater hat mich beauftragt, Ihnen in seinem Namen zu antworten. Sie werden meine Schwester nicht heiraten!"

Wollen Sie mich vielleicht daran hindern?" G3 flang ein unverkennbarer Hohn aus Siefe: Worter. Das brachte Leon noch mehr auf. Vielleicht!"

" Ah, da wäre ich aber neugierig. Ich begreife nur nicht, wie ich zu der Ehre komme, von Ihnen in folcher Weise gehaßt zu werden. Sie fürchten vielleicht, ich könnte etwas ausplaudern? Seien Sie ruhig! Ich werde es nicht tun, um Ihrer Schwester willen nicht!"

Bah", machte Leon verächtlich, ich verstehe Sie ntcht mein Herr!"

,, Sie verstehen mich sehr wohl." Nein," schrie Leon außer sich. Ich sah Sie heute gum erstenmal." Hermann lachte spöttisch.

Ach, das ist aber höchst merkwürdig. Wie kommt es denn, daß Sie mich schon so hassen?"

Ich hasse Sie!- Ja!" gestand Leon. Aber dund ist ein anderer, als Sie anzunehmen scheinen. Ich Sie weil sie sich in eine altablige Familie drängen wollen. well Sie Ihre Augen zu meiner Schwester erheben. Ich suche nur zu verhindern, daß Sylvia Ihre Frau wird. Denn da wäre ein Schandfleck auf unserer Ehre!"( Fortsetzung folgt)

liegt bei einzelnen auf dieser

freundliche Entgegent legung de die Fortie gegentomm * B Grajen 3 Stadt Br erfucht, V finden fo

Schiffe zu

* 6 Induftrielle das Waffer brilhnten i Sperren. aus dieser * 90 sen Tager Liberale, 7 Katalo

Sti

S

nisch

Mäd

Rom

fam

b18

Beg

die

mit

Büg

groß

yen

Syl

Det

Ben

дебе

te

pet

Beb

nich

fam

28,

ande

Man

Feigl

otter

en