Rubel Obligationen, die zum Teil der russischen Staatsbanl gehören. Die realisierbarea Attiva beziffern sich auf nur 131 000 Rubel. Neben den Erzessen aus politischen Motiven zeigt sich die zunehmende Verwilderung be sonders in dem überall eniporschießenden Räuberunwesen. In Odessa wurde am hellen Mittag ein Zeitungskontor von acht Banditen überfallen und ausgeraubt. Fünf bis an die Zehen bewaffnete Individuen knebelten in einem nach Rostow gehenden Postzuge einen StationskassenEinnehmer und entfamen ungehindert mit einer Beute von über 20 000 Rubeln. Die Polizei? Sie fahndet auf politische Verbrecher oder ist selber nicht taftfest. Das traditionelle Bestechungswesen hat sich während der Unruhen noch weiter ausgewachsen, obwohl man dies faum für möglich gehalten hätte. Das stärkste in dieser Beziehung wird zurzeit wohl in Warschau geleistet. Dort arbeitet, wie zuverlässige Berichte behaupten, die politische Polizei mit einer Gesellschaft von Denunzianten zusammen. Diese zeigen Söhne und Töchter wohlhabender Eltern wegen erdichteter Vergehen an. Die Beschuldigten werden verhaftet und nur gegen Zahlung großer Summen den geängstigten Eltern wieder ausgeliefert.
Auf diese Weise wurden viele Tausende erpreßt. Eine Anzahl Bürger richtete eine Beschwerde nach hier an das Ministerium. Es kam der Befehl, der Sache auf den Grund zu gehen. Die Anführer der Denunzianten wurden verhaftet, und man will wissen, daß ihren Protektoren bei der Polizei nicht gut zu mute sein soll, obwohl gegen die bloßgestellten Beamten nichts unternommen worden ist. Ja, es wird offen die Ansicht ausgesprochen, der Unfug solle gänzlich vertuscht werden. Deprimierend haben ferner die neuerlichen Veröffentlichungen des Professors Dserow über die mangelhafte und betrügerische Kontrolle bei den Lieferungen für den Fiskus gewirkt. Er bringt unzählige Beispiele von direkten Unterschlagungen, gesezwidrigen Begünstigungen und Vernachlässigungen ein, durch die Betrüger und Abenteurer die russischen Finanzen und das Vertrauen zum staatlichen Regiment ruinieren.
Verwirrung, Rüdgang, Desorganisation auf allen Gebieten, das ist die Signatur der Gegenwart. Wird die Zu kunst Besseres bringen? Die Vorzeichen sind trübe, sehr trübe.
Soziales Leben.
XTenerungszulage für staatliche Arbeiter. Das Fürsten tum Schwarzburg- Sondershausen bewilligte allen in Staats: betrieben beschäftigten Arbeitern einmalige, außerordentliche Teuerungszuschüsse.
X 50 000 Mark für invalide Arbeiter, Witwen und Waisen. Die Danziger Waggonfabrik hat zur Unterstützung ihrer invalide gewordenen Arbeiter sowie von deren Witwen und Waisen eine Stiftung errichtet und dieser zunächst ein Rapital von 50 000 Mart überwiesen.
× Der Konflikt zwischen Reedern und Offizieren der Handelsmarine in Hamburg. Der Verein deutscher Kapitäne und Offiziere der Handelsmarine in Hamburg teilt mit, daß bisher wegen Verweigerung der von den Reedereien verlangten Unterschrift des Reverses zum Austritt aus dem Verein 71 Kapitäne und Offiziere gemaßregelt wurden. Eine Bersammlung der Offiziere beschloß, die Zurückga'e der abgeforderten Revers- Unterschriften, die mit der Ehre der Kapitäne und Offiziere nicht vereinbar seien, zu erbitten. Die Offiziere der Levante- Linie haben einstimmig beschlossen, die Unterzeichnung des Reverses abzulehnen und die Wieder einstellung der gemaßregelten Offiziere zu verlangen.
Das Eisenbahnunglück in Schottland.
Die furchtbare Katastrophe, die sich in Schottland, be Dundee ereignet hat, hat 16 Tote und 37 Verwundete ali Opfer gefordert. Die Zahl der Betroffenen ist darum so groß weil die Züge infolge des Festtagsverkehrs stärker als sons besetzt waren; namentlich die letzten Wagen des Personen: zuges waren überfüllt. Von den Verwundeten dürften nod mehrere die Fahrt mit dem Leben bezahlen, da der scharfe Frost die Verlegungen noch schwerer machte.
Aerzte waren, da das Unglück an einer ziemlich öden Stelle passierte, auch nicht zur Stelle, erst nach einiger Zeit lamen Aerzte und zwei Krankenpflegerinnen aus Arbroath. Die Pflegerinnen arbeiteten heldenmütig und retteten viek Verlegte. Gegen Abend schaffte man die Verletzten ins Hospital zu Arbroath. Ein Extrazug brachte einen Teil der Verwundeten nach Dundee.
Einzelheiten.
und der Winter tritt dort mit besonderer Heftigkeit auf; in diesem schneereichen Jahre ist die Gefahr für Eisenbahnzüge noch größer als sonst.
Wie sollen Eisenbahnkatastrophen verhütet werden? Diese Frage wird angesichts des Unglücks vor Arbroath wieder dringend werden, da auch diese Katastrophe durch mangelhafte Signalgebung hervorgerufen worden ist. Die Einfahrtssignale waren durch den Schneefall gestört worden und funktionierten nicht, weshalb der erste Zug auf der Strecke hielt, da für ihn fein Freifahrtsignal gegeben war. Der auf demselben Gleise nachfolgende Schnellzug konnte diesen Umstand des dichten Schneefalles wegen nicht be: merfen. Es fehlt also unbedingt an einer Einrichtung, die den nachkommenden Zügen die Strecke sperrt, wenn ein Vor: zug aus irgend einem Grunde auf der Strecke halten muß. Ein solches Signalsystem ist auf der Berliner Untergrundbahn eingeführt, wo sich die Züge auf elektrischem Wege nach rüdwärts blockieren. Katastrophen, wie die bei Elliott werden nur vermieden werden können, wenn diese Art der Siguali fierung auf allen Bahnen eingeführt ist oder wenn die Züge burch transportable, vielleicht drahtlose Telephone sich nach por- und rückwärts verständigen können.
Nab und fern.
† Aus der Haft entlassen. Der Schlosser Riemer in Essen a. R., welcher unter dem dringenden Verdachte der Gr. mordung der Engl" nderin Miß Lake verhaftet worden war, ist nach dreimonatiger Untersuchungshaft auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wieder auf freien Fuß gefeßt worden, da nicht erwiesen ist, daß er die Bluttat verübt hat oder daran irgendwie beteiligt gewesen ist.
† Von einem Kesseldeckel erschlagen wurde in der Fabri von Pintsch in Fürstenwalde der Arbeiter Pohle. Zwei Arbeiter waren damit beschäftigt, mittels elektrischen Krahnes einen mehrere Zentner schweren eisernen Deckel eines Regene rators hochzuheben. Dabei riß eine eiserne Kette, der schwere, in der Luft schwebende Deckel stürzte herab und traf der gerade darunter weggehenden Pohle auf den Kopf, ihm die Schädeldecke zertrümmernd. Der Arme war sofort tot.
Wie jetzt bekannt wird, ist der Zusammenstoß durch den Schneefall verursacht worden. Der Schnee blieb in den Eisen: bahnsignalen stecken, sodaß die Scheiben nicht funktionierten. Dichter Nebel und der fallende Schnee bewirkten, daß das Nichtfunktionieren der Signale den Beamten verborgen blieb. Der anfahrende Personenzug blieb daher auf der Strecke stehen, um zu warten, bis das Signal die Bahn frei zeigte. Das Signal aber bewegte sich nicht. Inzwischen fuhr der Schnellzug von rückwärts in den Personenzug hinein. Der Schnellzug hatte eine Geschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde und zerschmetterte die rückwärtigen Waggons des Personenzuges. Diese waren mit Passagieren überfüllt. Viele Verlegungen sind tödlich; dem Parlamentsmitglied Black sind beide Beine gebrochen. Die Lokomotive des Schnellzuges überschlug sich und blieb völlig zerschmettert liegen. Der Lokomotivführer entkam wie durch ein Wunder. Er wurde in die Luft ge= schleudert und fiel dann auf tiefen weichen Schnee, sodaß er mit einer leichten Erschütterung davonkam. Er vermochte fich noch an der Hilfeleistung zu beteiligen. Dagegen wurde der Heizer der Maschine getötet. Das Jammern der Verletzten mar herzzerreißend. Einzelne verstümmelte Passagiere und menschliche Glieder wurden auf den Fahrsteig des Bahnhofs geschleudert. Lange erleuchteten nur hier und da wenige Laternen der Bahnbeamten den Schauplatz. Die Verwundeten litten stark unter der Kälte, denn der eiskalte Sturm vermehrte ihre Schmerzen. Nach mühevoller Arbeit wurden die Verwundeten in Sicherheit gebracht.
Der Schauplatz des Unglücks
+ Eine verhängnisvolle Berwechslung. In einem Geschäft in Oberbrügge verlangte ein Kunde ein Glas Branntwein Da der Inhaber sehr beschäftigt war, bat er den Kunden sich selbst einzuschenken. Dieser vergriff sich in der Flasche und nahm statt der Branntweinflasche eine mit Salmial gefüllte Flasche, aus der er sich das Glas füllte und es leerte. Schon nach 15 Minuten starb der im Alter von etwc 60 Jahren stehende Mann.
† Schreckenstaten der Mafia. Sechs Italiener wurden in einer Miets kaserne in New- Orleans nachts schlafend über: fallen, ermordet, in Stücke zerschnitten, mit Petroleum be: gossen und angezündet. Glücklicherweise gelang es, das Feuer zu löschen, worauf die schauerliche Entdeckung folgte. Offenbar ist die Mafia die Urheberin der Schandtat. Die Polizei glaubt, daß die Tat durch eine größere Bande ausgeführt
war die kleine Station Elliott in der schottischen Grafschaft Forfar, in der Nähe von Arbroath. Gerade in dieser Gegend haben sich bereits öfter Eisenbahnunfälle ereignet, da die Sicherheitsvorrichtungen auf den dortigen Bahnen den Gefahren in jenem Terrain durchaus nicht entsprechen. Südlich von Arbroath liegt auch die Taybrücke, die am 20. Dezember 1879 bei furchtbarem Sturm unter einem Eisenbahnzuge zusammenstürzte, wobei 200 Personen den Tod fanden. Die Katastrophe war die furchtbarste seit Bestehen der Eisenbahnen überhaupt. Die Brücke, die 3286 Meter weit über den Firth of Tay führt und 85 Bogen hat, ist 1887 neugebaut worden. Die ganze Gegend von Abroath aus nach Norden ist gebirgia
murde.
Bunte Tages- Chronik.
Chemnitz, 29. Dezember. Auf dem Friedensschacht"& Delsnitz stürzten die zwei Förderleute Borrmann und Meie mit dem Bremsgestell 28 Meter tief in den Bremsschach hinab. Beide waren sofort tot.
Hillesheim( Eifel), 29. Dezember. Gestern ist hier zun ersten Mal seit 1888 wieder ein Wolf gesehen worden.
London, 29. Dezember. Alle Personen, die sich an Bor des gescheiterten japanischen Paketdampfers Awamaru be fanden, haben glücklich an Land gebracht werden können.
Chambery( Dep. Savoyen), 29. Dezember. Das gesamb Personal des Hospizes vom kleinen St. Bernhard sowie ein Postbote wurden wegen Schmuggels entlassen. Die gericht liche Untersuchung ist eingeleitet.
* Ernennung. Finanzaspirant Frank, zur Zet bei der Hess. Landeshypothekenbank zu Darmstadt b schäftigt, ist zum Verwalter des Fürstlichen Rentam Braunfels mit dem Titel„ Rentmeister" ernannt worden Mit Frank wird der zweite Hessische Finanzaspirant die Fürstlich Braunfelssche Verwaltung übertreten, auch der seit 1894 dieser Verwaltung angehörende Kammersekretär Jodel die Prüfung für die mittlerer Stellen im Finanzfach in Hessen bestanden hat.
Barcelona, 29. Dezember. Bei Manresa wurde ein Haut durch einen Felssturz zertrümmert; hierbei wurden drei Personen getötet und drei lebensgefährlich verlegt.
Hus dem Gerichtsfaal.
* In der Zeit vom 13. Februar bis 25. Mär findet unter Leitung des Professors Hölscher eir staatlicher Zeichenfurjus für hessische Volfe schullehrer statt. Aus jedem hessischen Kreise beteiliger sich zwei Lehrer.
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** Weihnachtsfeier im Offizierforpa Erst heute erfahren wir, daß unser Offizierforps it diesem Jahre eine ganz besonders feftliche Weihnachts feter in den Räumen des Kasinos in Anwesenheit zahlreicher Gäste und Freunde aus der Stadt und um gegend begangen hat. Wie alljährlich wurde auch dieses Mal der Abend mit einer Verlosung eingeleitet, an welche fich mehrere sehr gelungene Aufführungen anschlossen, in denen sich die Hauptleute Stoettschau und Schroeder sowie die Leutnants Jebens, Tamm, Heßler, Koch und Fehr. der Goltz sowie noch andre als mimische und gesangliche Talente von erfreulicher Frische erwiesen. Eine besondere Bedeutung erhielt die Feier noch dadurch, daß Herr Oberst von Lindenau dem Offizierkorps in feierlicher Weise das Bild des verstorbenen Prinzen Alexander von Hessen, welcher 46 Jahre lang zweiter Inhaber unseres Regiments war, übergab. Oberst von Lindenau schilderte in längerer Rede das tatenteiche, wechselbolle Leben des Prinzen, dessen Soldatenlaufbahn in russischen Diensten im Rautasus begann. Dort nahm er tätigen Anteil an den Kämpfen gegen Schampl. Als diese beendet, trat er in die österreichischen Reihen. Der Tag von Montebello sieht ihn als tapferen Brigade- General, der von Solferino als tatt äftigen Divisionskommandeur. Von reichem Ruhme umft ahlt fehrt er in die Heimat zurück, wo ihndas einmütige Vertrauen der Süddeutschen an die Spize des 8. Bundeskorps stellt. Zwar unterliegt er bei Laufach, Fronhofen, Aschaffen burg und Tauberbischofsheim dem Genie eines Auguft bon Goeben, aber in aufopfernder Hingabe hat er auch 1866 des schwierigen Führeramts gewaltet. Das Porträt ist nach den in Darmstadt befindlichen Bildnissen der Familie Battenberg von Frau Onden in Gießen vor treiflich in Del ausgeführt worden. Es stellt den Prinzen als Regimentschef in seinen besten Lebensjahren dar, wie alle, die den Prinzen noch im Leben gekannt haben, einstimmig versichern, sehr lebensgetreu. Das Bild ist auch technisch meisterhaft ausgeführt und erweckte in seiner Vollendung als ein lang gehegter Wunsch des Offizierkorps am Festabend stürmischen Jubel, der aud in einer besonderen Obation für die vortreffliche Malerin seinen Ausdruck fand.
§ Die Schulden der Prinzessin Luise von Coburg bildeten ben Gegenstand einer Gerichtsverhandlung vor dem Wiener Gericht, in der Prinzessin Luise verurteilt wurde, zunächst 55 000 Franks an den Gutsbefizer Grafen Festetitsch zu zahlen. Jestetitsch borgte der Prinzessin im Oktober 1905 100 000 Frant gegen vier Bons zu 25 000. Als die Prinzessin im Januar 1906 nicht zahlte, verllagte Festetitsch die säumige Schuldnerin. Die Prinzessin erwiderte mit der Einwendung wegen Wuchers. Die Prinzessin gibt zu, von Festetitsch 55 000 Frants erhalten zu haben, und glaubte, sie müsse dafür die vier Bons geben, 35 000 Frants behauptet Festetitsch dem Mattachich gegeben zu haben, den Rest behielt er für Verzugszinsen zurück. Betreffs der 35 000 Frants dauert der Prozeß fort.
Kunst und Wiffenfchaft.
J. Auf der Suche nach dem Nordpol. Der befannie Nordpolforscher Peary wird sich im nächsten Sommer auf eine neue Expedition zur Erforschung des Pols begeben. Er wird dann versuchen, mit seinem Schiff dem 83. Breitengrade so nahe wie möglich zu kommen. Seine Schlittenfahrt zum Pol wird in etwas mehr nordwestlicher Richtung geben als bei seiner früheren Reise. Er glaubt nach den Meeres: strömungen annehmen zu dürfen, daß im Nordwesten zwischen Grant- Land und dem Pol sich eine Insel befindet, und er möchte den Versuch machen, diese zu erreichen, da er auf dem festen Landeis schneller voranzukommen hofft als auf dem bielfach zerklüfteten Meereis.
Coxales.
Lollar. Be bad wurde berba del Landwirts M Rasenelaboge und Donners Se Rafauische Kle Hade aus dem S Dillenburg Den bier hat in 8
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S, Am vergangenen Samstag hielt im Hotel„ Ein horn" die Gießener Freiwillige Feuerwehr ihre Weihnachtsfeier, verbunden mit leberreichung von Diplomen und Dienstauszeichnuugen für 20, 15- und 10jährige Dienstzeit ab. Herr Brandinspektor Wiegandt begrüßte im Namen der Freiwilligen Feuerwehr die erschienenen Ehrenmitglieder, Gäste und Vertreter von Stadt und Regierung, und knüpfte den Wunsch daran, daß auch Herr Regierungsrat Langermann der hiesigen arterquäle Wehr so entgegen fomme, wie es sein Vorgänger, Herr Regierungsrat Wagner getan. Nachdem die ver schiedenen Vertreter ihren Dank für die Einladung aus. gesprochen hatten, begann die Uebecreichung der Diplome und Dienstauszeichnungen.
* Der Großherzog empfing am 29. Dezember den Stadtverordneten 26 allenfels von Gießen.
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genigen, welche lede ohne geb oder 2. wenden, bere Tab, mit allere besondere die bem Falle bebu Bulbigen Anzeige Gießen, de
Stadt überreichte Herr Branddirektor Traber den Mitgliedern Greb, Friedrich Schneider, Sch. wieler, Philipp Wild und Franz Zimmermann die von der Stadt ge stifteten Diplome füc 15jährige Dienstzeit. Im Namen des Verbandes Hess. Feuerwehren verteilte dann Heren, Brandinspeftoc Wigandt die mehreren Mitgliedern ver liebenen Auszeichnungen( Schnüre) für 20- und 10jährige Dienstzeit. Es erhielten Auszeichnungen für 20 und 10jährige Dienstzeit die Mitgliede Faber, walter und Schwan, für 10jährige Dienstzeit die Mitglieder Frizz Appel, Peter Berg, H Herbert, A Lehr, W. Nees, W. Sommerlad und T. Urbach. Dann be gann die eigentliche Weihnachtsfeier, bestehend in Verlosung und Mufit- Vorträgen. Zum Schluß hielt ein Tänzchen die Mitglieder und Gäste noch lange bei sammen.
* Ernannt wurden vom Großherzog der Oberlehrer an der Realschule zu Alsfeld Ludwig Ploch zum Oberlehrer am Seminar für Volsschullehrerinnen zu Darmstadt und der Oberlehrer an der Realschule zu Gernsheim Philipp Rupp zum Oberlehrer an der Realschule zu Alsfeld; verliehen wurde dem Polizeifommissär Ludwig Bräunig zu Offenbach der Charakter als Polizeirat.
*** Zu einer schönen Familienfeier gestaltete fich das gestern Abend im Neuen Saalbau" gehaltene Weihnachtsfest des evangelischen Arbeiters bereins. Trotzdem die Zeit schon ein wenig bor gerückt, hatte es doch einen ganz guten Besuch gefunden. Da es dem Vorfigenden, Pfarrer Euler, infolge Un wohlseins leider nicht vergönnt war, an der Feter teil zunehmen, so hielt Herr Nitsert die Ansprache. Die Musit spielte und der Gemischte Choc und der Damen chor sangen die schlichten stimmungsvollen Weihnachts lieber, die uns von Ingend auf so bekannt und traut find. Sie taten auch dieses Mal wieder ihre Wirkung, denn der Beifall des Saales war allgemein. Tiefen Eindrud machte eine von Herrn Schuft vorgetragene Deflamation, die in fnapper Novellenform die An nahme eines armen verwaisten Mädchens seitens einer reichen Dame, deren Kind am Weihnachtsabend auf der Totenbahre liegt, darstellt. Mit Beifall reich bedacht wurde auch das zweiteilige Theaterstück Tannenbaum", das eine tiefe Poesie birgt, in dem Aufbau aber leider zu wünschen übrig läßt. Man geht ja gewöhnlich an den Stücken der Liebhaberbühne fcitiflos vorüber, weil sie durchweg nichtssagend find,
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