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Während Prinzessin Viktoria Luise mit dem Täufling auf dem Arm zum Altar trat, brausten die feierlichen Klänge des Chorals: Du Hirte Israels" über die Taufgesellschaft bahin. Oberhofprediger Dr. Dryander führte zum Schluß seiner Taufrede, der auf Wunsch des Kronprinzen der Vers: Ich will dich ſegnen und du sollst ein Segen sein!" untergelegt waren, ungefähr aus:
,, Wer vom Licht durchleuchtet ist, strömt Licht aus. Ein Gesegneter wird zum Segen. Du sollst ein Segen sein, spricht der Herr. Ein Segen für das hohe Elternpaar, ein Segen für das gesamte Königshaus, dessen fürbittende Liebe sein jüngstes Glied mit seinen Gebeten umgeben und leiten wird, damit es die Verantwortung tragen kann, die eine glorreiche Geschichte und die Erinnerung großer Ahnen ihm auflegt. Ein Segen für das Vaterland, das auf diese Stunde schaut und das seine Fürsten dadurch ehrt, daß es Großes von ihnen erwartet.
Bei Beginn der Taufhandlung überreichte Prinzessin Viktoria Luise den Täufling der Großherzogin- Mutter von Mecklenburg- Schwerin. Im Moment der Taufe übernahm ihn die Kaiserin. Beim Vaterunser legten die Paten und ihre Vertreter die Hände auf ihn. Nach Schluß des Taufattes mit Gebet und Segen übergab die Kaiserin ihren Enkel der Prinzessin Vittoria Luise, welche ihn wiederum der Kronprinzessin überreichte. Das Kaiserpaar und die Fürstlichkeiten brachten der Kronprinzessin ihre Glückwünsche dar. Im Anschluß hierun begab sich die Kronprinzessin in den angrenzenden Salon jenseits der Taufkapelle. Das Kaiserpaar folgte. Die Kronprinzessin nahm auf einem Sessel Plaz, neben dem ein Himmelbettchen in Weiß mit blaßblauen Schleifen für den Täufling aufgestellt war. Die Kronprinzessin nahm nun eine Defiliercour der Trauzeugen ab. Hinter den Herren des Vortritts defilierten die Botschafter, das diplomatische Korps, dann die sämtlichen inländischen Damen, der Reichskanzler, die Ritter des Schwarzen Adlerordens und alle anderen Anwesenden, auch das Gefolge.
Nach Beendigung der Defiltercour begann im Marmorfaal die Galatafel; während des Mahles erhob sich der Kaiser zu folgendem Trinkspruch: Ich trinke au die Gesundheit des Täuflings. Seine Königliche Hoheit Prinz Wilhelm von Preußen hurra!" Nach der Galatafel hielt das kaiserliche Paar im Tanzsaal Cercle. Die Kronprinzessin hatte mit dem Prinzensohn nach der Cour das Neue Palais verlassen.
König Eduard von England hat als Patengeschenk einen funstvoll gravierten, mit den Wappen der britischen und preu Bischen königlichen Familien geschmückten silbernen Becher ges stiftet. Als Widmung sind in den Becher eingraviert, in englischer Sprache: Dem Prinzen Friedrich Wilhelm Franz Joseph Christian von Preußen von seinem Paten und Ur großontel Eduard R. I.
Deer und flotte.
Nene Fahnen für das schlesische Armeekorps. Der Kaiser bollzog gestern im Zeughause zu Berlin die seierliche Nage= lung und Weihe von 28 neuen Fahnen und Standarien des Pionier- Bataillons 2, der Regimenter 10, 11, 22, 23, 38, 51, 62, 63, des Leib- Kürassier- Regiments Nr. 1, des Ulanen- Regiments von Kayler 2 und des schlesischen Pionier- Bataillons 6. Bu der Feier erschienen außerdem die Kaiserin, der Kronprinz, bie Kronprinzessin von Griechenland, Großfürst Wladimir, Erzherzog Joseph, der Herzog von Genua und sämtliche in Berlin anwesenden Prinzen und Prinzessinnen des königlichen Hauses und die Generalität. Die Weihe vollzog der evangelische Militär- Oberpfarrer des Gardekorps Goens in Gegenwart bes katholischen Militär- Oberpfarrers Romunde. Der Kaiser schlug den ersten Nagel ein, es folgte die Kaiserin, der Kronprinz, der auch für den jüngst geboren Prinzen Wilhelm einen Nagel einschlug, dann die weiteren Prinzen und Prinzessinnen, bie fremden Fürstlichkeiten usw. bis zu den Leutnants und Unteroffizieren der betreffenden Truppenteile. Die hohen Herrschaften wurden bei der An- und Abfahrt vom Publikum lebhaft begrüßt.
Soziales Leben.
× Achtuhr- Ladenschlnß in Kiel. Die Regierung ordnete bie Einführung des Achtuhr- Ladenschlusses am 1. September an. × Ausschreitung beim Berliner Kohlenarbeiterstreik. Ein Arbeitswilliger stach einen Streitposten infolge eines ent: tandenen Streites mit dem Dolch nieder. Der Zustand des Verlegten ist sehr bedenklich.
X Zusammenstoß zwischen Streikenden und Arbeitswilligen. In Wien tam es zwischen aus Ungarn ankommenden neu aufgenommenen Arbeitern und Streifenden der Fabrik End linger zu einem blutigen Zusammenstoß. Die Ankommenden wurden mit Steinwürfen empfangen, so daß die Wache ein. schreiten mußte. 27 Personen wurden verlegt, darunter eine schwer.
X Streitbewegung im böhmischen Kohlenrevier. Der Bergarbeiterstreit im Durer Revier nimmt bedrohlicher Charakter an. Bei dem Nelsonschacht schossen Streikende au Arbeitswillige mit Revolvern. Die Gendarmerie nahm zahl reiche Verhaftungen vor. Gestern sind fünf neue Schächte der Amalia und Emeranzeche in den Streik getreten.,
Nab und fern.
† Wagenschmiere als Butter. Appetitliche Zustände scheinen in der Zentralmolkerei Suenna bei Eisenach zu herrschen. Die Gendarmerie fand bei einer Untersuchung Ges fäße mit ranzigem Fett und einer Wagenschmiere ähnlichen Masse. Außerdem wurden zum allgemeinen Erstaunen Frachtbriefe über große Mengen von Margarine gefunden, die in der Molkerei verarbeitet wurden. Der Besizer der Molkerei ist verschwunden.
† Mit dem Gerüst in die Tiefe. Zwölf Arbeiter, die im Innenraum des neuen Schillertheaters in Charlottenburg mit Puzzarbeiten beschäftigt waren, stürzten infolge Zusammenbruches des Gerüstes aus einer Höhe von 20 Metern ab. Sechs konnten sich noch im letzten Augenblick retten, von den übrigen wurde der Spanner Dittmann lebensgefährlich, fünf Mann leicht verletzt.
† 3n stark geschnürt. Auf der Fahrt von Berlin nach Rheinsberg wurde im Eisenbahnfupee die Frau Laura Schmelzer bon einem heftigen Unwohlsein befallen, sodaß sie in Löwenberg in den Wagen getragen werden mußte. Auf der Weiterfahrt verstarb sie. Die Ursache des Todes war zu starkes Schnüren.
† Gefühnt. Im Hofe des Beuthener Gerichtsgefängnisses wurde gestern früh der Arbeiter Johann Rziksa hingerichtet, der am 29. April 1905 den Hüttenwächter Richter erschoß, als dieser ihm und drei, bisher unbekannten Komplizen, bei einem Einbruch in den Weg trat. Der Delinquent leugnete die Tat bis zum letzten Augenblic.
† Diebstahl im Museum. Aus dem großherzoglichen Sammelgebäude in Karlsruhe wurde mittels Nachschlüssels ein Goldschmuck, aus einem Grabhügel stammend, im Werte bon 1500 bis 2000 Mark entwendet. Es handelt sich um einen Halsring aus hellfarbigem Goldblech im Gewicht von 160 Gramm und einem Armring aus dünnem verbogenen Goldblech im Gewicht von 14 Gramm. Von den Tätern fehlt noch jede Spur.
† Jm Siel erstickt. Bei einer Sielgrabung im Hamburger Stadtteil Eilbek stürzte eine Seitenwand ein und begrub den in dem 2/2 Meter tiefen Schacht allein befindlichen Mechanikergehilfen Redegeld, dessen Kollege sich auf furze Zeit entfernt hatte, um einen Lötofen herbeizuholen. Der Verunglückte konnte nur als Leiche ausgegraben werden.
† Ein Güterzag aufgefahren. Im Bahnhof Curve ist der Güterzug 6390 auf mehrere im Gleis 5 stehende Wagen aufgefahren. Etwa 14 bis 16 Wagen sind vollständig zertrümmert. Menschen sind nicht verlegt. Der Sachschaden ist erheblich.
† Zum Krüppel geworden. Auf dem Lahmeyerwerk in Frankfurt a. M. wollte der Dachdeckermeister Luz seinen Arbeitern, die mit Reparaturen auf dem Dache beschäftigt waren, Anordnungen geben und streckte dabei den Arm zum Fenster hinaus. Im selben Augenblick wurde der dicht am Fenster vorbeiführende Laufkran in Bewegung gesetzt. Der Kran erfaßte den Arm und schnitt ihn oberhalb des Ellenbogens ab.
† General von Kriegshammer auf der Jagd erschossen. Ein Budapester Blatt will aus Hoffreisen erfahren haben, daß der Tod des jüngst verstorbenen früheren Kriegsministers Generals Kriegshammer durch einen Jagdunfall veranlaßt wurde. Gelegentlich der Hofjagd am 27. Juli, welcher der Kaiser, Herzog Leopold von Bayern und dessen zwei Söhne, Georg und Konrad, sowie mehrere Erzherzöge und Aristotraten beiwohnten, soll ein Schuß des Prinzen Georg den neben ihm stehenden General getroffen haben. An den Folgen der Wunde soll der General verstorben sein. † Neue Erdbeben in Chile. In Tacna( Chile) und Arica find heftige Erdstöße, die sich bis zur Grenze von Peru erstreckten, verspürt worden. Die Panif ist unbeschreiblich, die Bevölkerung nächtigt auf den öffentlichen Plägen. Der erste Stoß währte 30 Sekunden.
Bunte Tages- Chronik.
Essen, 30. August. Auf Zeche Mont Cenis" geriet ein mit 36 Bergleuten besetzter Förderkorb in Sumpf. Sämtliche Arbeiter erlitten Verlegungen, davon drei schwere.
Kassel, 30. August. Der Landwirt Limper in Willingen erschlug auf der Heimkehr vom Kriegerfest den Zimmermeister Wilke mit einem Holzscheit.
Mülheim a. Rhein, 30. August. Theaterdirektor Karl, der hier mit seiner Truppe gastierte, stürzte anf der Bühne von einer Leiter und zerschmetterte sich den Schädel, so daß er alsbald verstarb.
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Caub, 30. August. Der Hauptfurm und auch das kleine Türmchen der Pfalz", die vor einiger Zeit durch Blitzschlag und nachfolgenden Brand beschädigt wurden, sind nunmehr wiederhergestellt.
Breslan, 29. August. Durch falsche Weichenstellung stießen auf dem Wachtplatz zwei Straßenbahnzüge zusammen. Mehrere Personen wurden schwer verlegt, einige anscheinend innerlich.
Regensburg, 30. August. Der Oberarzt des hiesigen Garnisonlazaretts, Dr. v. Scheven operierte einem Soldaten ein Furunfel. Der Patient bewegte sich währenddessen plötzlich, und der Arzt stieß sich dadurch das Messer tief in die linke Hand, die ihm infolge Blutvergiftung abgenommen werden mußte.
Lucca, 29. August. In den Wäldern der Gemeinde Borga a Mozzana brach Feuer aus, das bereits 20 Quadratfilometer erfaßte. Die Behörden begaben sich an Ort und Stelle.
Kunst und Wiffenfchaft.
Su. Esperanto- Kongreß in Genf. Die Anhänger der Welt. Sprache ,, Esperanto" die z. B. schon von über 1 Million Menschen der ganzen Welt in Wort und Schrift gebraucht wird, haben sich, vertreten durch 500 Delegierte, in Genf zusammengefunden. In einer längeren Rede sprach Zamenhof- Warschau bon der Neutralität vet neuen Sprache und konstatierte deren große Fortschritte in der ganzen Welt. Nachher sprachen Lemaire- Belgien, Beaufort- Frankfurt, Kuhne- Böhmen, BendigsDänemark, Miß Shefer- London, Guinard- Spanien, NaumannRußland, Renard- Genf, Atanazow- Bulgarien, Care- Paris ( über Esperanto bei den Blinden), Bicknele und Frau Rosa Junk- Italien, Michaux und Bayol- Paris.- Bei dieser Gelegenheit wollen wir in Kürze einige Aufschlüsse über die neue Weltsprache Esperanto geben. Esperanto tennt nur 17 furze Regeln, ist daher sehr schnell zu erlernen. Die Aussprache ist streng phonetisch, d. H. jeder Buchstabe wird so gesprochen, mie er geschrieben wird, ausgenommen z, das wie ein weiches sgesprochen wird. Der beſtimmte Artikel für alle Geschlechter, Ein- und Mehrzahl ist la'; einen unbestimmten Artikel gibt es nicht( wie im Griechischen). Jedes Wort erkennt man an der Endung: Jedes Hauptwort endet auf o', jedes Eigenschaftswort auf a', jedes Umstandswort auf e', z. B. la patro der Vater, patra väterlich,( adj.) patre( adv.) väterlich, auch säterliche Weise. Die Mehrzahl bildet man durch Anhängung eines j', das mit dem vorhergehenden Bokal in eine Silbe verschmilzt: z. B. la patroj die Väter( sprich of wie in Tolstoj') ic.
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Aus dem Gerichtsfaal.
§ Der Streit um den Obersten- Titel, den Oberst Gädke mun schon durch zwei Instanzen durchgefochten hat, wird am 5. Oktober das Kammergericht beschäftigen. Das Schöffen gericht hat Oberst Gädtke bekanntlich von der auf Grund einer Selbſtanzeige erhobenen Anklage wegen unberechtigter Führung des Obersten- Titels freigesprochen. Zu dem gleichen Resultat führte die Verhandlung vor der Berufungsstra lammer. Gegen letzteres Urteil hat der Oberstaatsanwalt Dr. Jsenbiel Revision bei der in diesem Falle höchsten Instanz, bem Kammergericht, eingelegt. Der Oberstaatsanwalt führt in seiner Revisionsbegründung aus, daß das Urteil der Straf lammer rechtsirrtümlich und deshalb aus juristischen Erwägungen aufzuheben sei.
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Von Belfaft nach Dublin.
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Die fleifsiglte und die luftigfte Stadt Irlands. Geldverdienen ist Barole. Ein Zentrum der Handelswelt. Behntausend Schiffsbauer.- Leinwand und Tabak.- 150 Millionen Steuern." Bastards des Nordens." Leere Taschen.
Tugend der Trägheit.
Ri. Belfast, im August.
Die
Das Gr. Minifter langelegenheiten, hat unterftellten Organe gemeinen Deutfcher Fund hervorgehob Bert darauf lege, Der Direktor der b ar Regierungsrat ter bon 66 Jahren Auf der gefterr
Die Sommerreifenden, welche alljährlich vom Kontinent sich auch diesmal in der Mehrzahl den Küsten Englands und den schottischen Inseln zu. Nur wenige ließen es sich bei. fallen, das grüne Irland zu besuchen und doch findet sich auch im vernachlässigten Erin viel Merkwürdiges und Inter. essantes. Namentlich im Norden. Es bildet einen bemerkens. werten und glänzenden Gegensatz zum Westen des Landes.
über den Kanal nach den britischen Inseln kommen, wandten Shulen des Lan
in Gailfhen Fe
Hier im Norden sind die Leute überaus fleißig und Beiter aus der arbeitssam. Ein emsiges Hasten und Treiben in der Haupt. ben. Als Vert stadt Belfast, to make much money"( viel Geld zu ver. Borner der Ueber darnach zu leben. Arbeit, Geld, kalte Berechnung steht faft Vielleicht werd dienen, ist das Motto, und ein jeder ist ernstlich bestrebt, cum and Branddi
auf dem Gesicht eines jesen geschrieben. Es ist phänomenal зи beobachten, mit welcher rapiden Geschwindigkeit
ich das durch und
1660 besaß Belfast
und
ge nabere Mitteilung
Das uns heute
durch moderne Belfast entwidelt. ptember in Bie
lung läßt darauf
Hugenotten zugesellten, trugen dazu bei, die Stadt aus ihren bar einen glänzende
nur fünf Straßen. Schottische englische Emigranten, denen fich später die Uranfängen zu vergrößern, sodaß nun durch unablässiges Ar beiten zwischen zwei Jahrhunderten, die Stadt den Rang als das Zentrum der kommerziellen Welt der britischen Inseln hat. Von einem Ende zum andern zeigt Belfast seinen wahren Charakter: neu und fleißig. Der größte Schiffsbauhof der Welt zieht sich hier am Wasser entlang. Die berühmten Werke von Harland und Wolff, Herr Wolff ist ein Deutscher,
n, follen die Herren,
ften Kynologifer
Die
zur Verteil
einnimmt, und etne Bevölkerung von über 360000 aufzuweisen gehegten Erwartung
aber allen unferen Le
ingend empfehlen und i enden Unternehmens
beschäftigen über 10000 Arbeiter, während eine andere Schiffe Fundliche Hunde auszufte baugesellschaft auch mehr als 4000 Männern Arbeit gibt. Das eut werden.
staunenswerteste aber ist die weltbekannte ungeheure Leinwand Fabrikation, deren Ursprung darin zu suchen ist, daß das Klima
Biehmartt zu Auguft flattgefun
und der Erdboden Nord- Irlands dem Wachstum des Flachses 91 Stud Rindvieh überaus günstig ist. Eine große Fabrik in Belfast besitzt über at findet am 10.
57 000 Spindeln, 1000 Webstühle, woraus man sich ein Bild
* Der auch in Bie
machen kann von der emsigen Tätigkeit, die hier herrschen tren Tage auch fer die Tabaksfabrikation, wobei bemerkenswert ist, daß eine affurter Stadttheaters
muß. Ein anderer Erwerbszweig von großer Wichtigkeit ist
( 150 000 000 Mark) Steuern an die Behörde zahlt.
Die Bevölkerung im Norden Irlands ist feine rein irische, sondern eine Mischung von Fren, Engländern und Schotten. Der Accent der englischen Sprache hat darunter sehr gelitten, da die rielen verschiedenen Dialekte der Eng länder, Schotten und Fren ein Mischmasch ergeben, das oft selbst für einen Eingeborenen äußerst schwierig zu verstehen ist.
Mit Verachtung und Stolz spricht der Irländer des Oftens, deſſen Hauptstadt Dublin, die Residenzstadt Irlands ist, von den" Bastards des Nordens", die keine Irländer sind. Hier im Osten, in Dublin, leb: die vornehmste Welt der Insel, deren Hauptaufgabe im Gegensatz zu der arbeits samen, gelderwerbenden Bevölkerung des Nordens darin besteht, sich das Leben so angenehin wie möglich zu machen und viel Geld auszugeben. Vergnügen ist ihre Devise. Sie lachen über die in Belfast auf jede Art und Weise Geld zu verdienen suchenden Arbeitssamen, während die Belfaster zu den Dublinern sagen: Ja, Ihr habt die Hände in der Tasche und nichts darin, wir aber haben die Hände aus der Tasche, die Tasche wohl ge füllt mit Geld und die Hände voll Arbeit." Von diesem Jubelieren abgesehen ist der Irländer liebenswert als Mensch. Er ist noch einer von den wenigen in der Welt, der sich seine Jdeale bewahrt hat, dem sein Jdeal mehr ist als Geld und Besitztum, der sich zurückträumt in bessere Zeiten, und ein friedlich- schönes Leben herbeyehnt und oft auch führt. Das ist der Charakterzug des Irländers, der aber bei vielen zur Faulheit ausgeartet ist, wofür folgendes fleine Gespräch charakteristisch ist, das ich neulich mit einer Dame hatte. Ge fragt, warum man im Westen Irlands so faul und im Nor den so fleißig sei, gab sie mir zur Antwort: ,, D, dort im Norden, das sind keine Fren, die meisten dort sind schottisch und die arbeiten. Die Fren find träge.". Und drastisch sezte sie hinzu:„ Ich liebe die Schotten nicht."
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Vermischtes.
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= Eine feltene Briefmarke. Briefmarkensammler, die in ihrer Sammlung eine Marke von Neapolis vom Jahre 1846 mit dem dazu gehörigen Briefumschlag die Marke ist auf gedruckt befizzen, können jezt ein gutes Geschäft machen. Ein reicher Amerikaner ist nämlich bereit, für diese Marke 200 000 Mart zu geben. Die Marke ist rund und hat in der Mitte einen Adler mit ausgebreitetem Flügel, der im Schnabel einen Delbaumzweig hält. Die seltenste Marke, die man bis jetzt kannte, war eine 2 Pence- Marke von der Insel Mauritius, die sich im Berliner Postmuseum befindet und mit 36 000 Mark bezahlt worden ist. Eine andere Marke von Mauritius( 1 Penny) hat der Prinz von Wales mil 28 000 Mark bezahlt.
=
Hochsaison für Taschendiebe. In Bern und in der gesamten Schweiz wimmelt es z. B. von Taschendieben, kein Tag vergeht, ohne daß die Zahl der Bestohlenen sich vers mehrt. Die Fledderer haben in den letzten Tagen einem jungen indischen Radscha, der inkognito von Genf nach Zürich reiste, im Abteil erster Klasse einige Tausend Franks in Schweizer Noten und einen Sched von 3000 str. ab genommen, dessen Verwertung ihnen allerdings Schwierig keiten bereiten dürfte. Nicht besser erging es einem Mitgliede der italienischen Königsfamilie, dem auf dem Dampfschiff zwischen Montreux und Duchy 1500 Frants in Banknoten und eine Kassette mit Geschmeide gestohlen wurde. Ebenfalls auf dem Genfersee ist ein Desterreicher um 400 Franks er leichtert worden, und ein englisches Pärchen, das sich auf der Hochzeitsreise befand, wurde in Montreux derart_ausges plündert, daß es seine Fahrt unterbrechen und die Ankunft neuer Gelder abwarten mußte.
=
Bum Scharfrichter von Dänemark gewählt wurde ein B7jähriger Polizist aus Slagelse namens Christensen. Au bem Lande geboren, erlernte er das Schlächtergewerbe und brachte es beim Militär bis zum Unteroffizier. Seine Vor gesezten hatten ihm die besten Empfehlungen zu dem Scharf richterposten ausgestellt. In Slagelse erfreut sich der ruhige Friedliche und besonnene Mann großer Beliebtheit, doch ist es trotzdem zweifelhaft, ob er seine Stelle als Polizist wird be halten können, da der Anblick eines Scharfrichters natur gemäß unheimliche Empfindungen in den Kreisen von Slagelses friedlicher Bürgerschaft hervorrufen muß.
Stabithea
Thalia Theater fein F Die am 21. 1. E
sammlung des Deutsche gden dort gemachten en besondere Vorlesun enge einzurichten abgele ** Die Stadtverordne aiger Zeit beſchloſſen, di er der Mainzer Bolt ibnethoden zur Behand fases wurden die güler dem genannte unterricht zugeführt. dawajen Einrichtung er aufnunternd ausgefall argen Faftitution als am ist die erfte deutsch robt. Die Einrichtung handlung der mit Schieft " Sozialdemokr gewichtiger Gegner i
em Boden erwachsen, aus dem fie ihre beste Hier ist mit de dratischer Vereine und behauptung der Sozia bearbeiterpartei sei, zu Bahl der in den afierten Arbeiter auf things in den fog. ft en rund 1 Million
die Mehrzahl der Fahne, fo find die, immerhin eine sehr ** Die Klagen üb mischen Briefwechsel, nsdeutsch ges nicht verftummen. joandelslammern fich
Barden annehmen und Berlage des Allgeme senen Breisschrift ichen Stil von den Chungen und unnötigen Anregung dazu hat
, die mit dem reinbarung getroffe Luftarungsdrift bei
Breife von 7 Big. E Erhohlungsh te. Auf dem in arbandstag mate ftadt die inter fan Landwirtschaftlicher
ben bei Großh. Biebe
Bäume zu mieten, Benojenjhaftsbeamte A Wildfrieg iz haft treibenden Beb fte Bewegung im Ga wiederum zu Heiger
wirte 16 Big. und t em. Die Ugitation Log& abgeordneten
en Landwirten.
boyfottiert werden. Soner Her wird prophezeit.
en diefes u. a. dara
Tad noch immer verein


