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Drachen. Wir wollen nicht erzählen von den Un, men aus alter sagenhafter Vorzeit, mit denen fühne ter fämpften, auch nicht von ,, unliebenswürdigen" Frauen, wenig galante Ehemänner in schmählicher Uebertreibung Nein, unser Interesse gilt den usdrachen" nennen. Bierdrachen, den bunten Windvögeln, die vom Herbstwind äht, stolz in luftige Höhen entschweben. Unten auf den Epppelfeldern tummelt sich, mit blizenden Augen und ge­itten Wangen unsere Schuljugend, deren liebster Sport das Cachensteigen schon seit alter Zeit ist. Meistenteils ist dieser Segler der Lüfte" selbst gefertigt, mit mehr oder weniger Chick. Bange Sorgen verursacht die Frage der Schnur, de Bindfadens, denn wenn davon nicht genügend vorhanden lann der Drachen kaum sehr hoch steigen, und dann mts unseren Jungen keinen Spaß. Auf die papierene Vorder­ein Gesicht größtenteils in Busch- Manier Libe wird

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Den langherabhängenden Schwanz ziert eine bunte Quaste, and so ausgestattet, stellt der selbstverfertigte Drachen ein Kunstverk dar, dessen Schöpfer mit gerechtem Stolz und Ver­tung auf den Altersgenossen niederblickt, der nur einen Ge­Lauften" hat. Leider hat aber das Drachensteigen auch seine Chattenseiten und angebracht ist es, an dieser Stelle darauf Sinzurveisen. Das Leitseil, sowie der Schweif des Ungeheuers benwickeln sich nämlich erfahrungsgemäß nicht selten in Telephon- und Telegraphendrähte und können hier sofort Be­

Jm preußitriebsstörungen bewirken. Da so etwas aber nach dem Geseke Es find bewerben. Es sind daher alle Knaben, die jetzt mit Drachen the intenſive ver geahndet wird, so kann die Sache recht unangenehm Hinausziehen, elterlicherseits zu größter Vorsicht in dieser Beziehung anzuhalten!

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Das Dorf der Biedermänner. An der österreichischen

hotlaufs, 5. Grenze liegt ein Dorf Nagy- Marton, von dem weiß man he; 6. eine ziele zu berichten, aber nur Schlechtes. Um ar zu machen eine Unwel in welchem Rufe die Einwohner von Nagy- Marton- Matters­lauf, Schne Dori ſtehen, seien einige Anekdoten wiedergegeben: Ein liche Anordna Mattersdorfer wird viel damit gehänselt, daß in seiner

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Seimat fein ehrlicher Mensch ist. Er protestiert dagegen, und auf das Anfinnen des Spötters, ihm einen einzigen Namen gu nennen, antwortete er sogleich: Einen ehrlichen Menschen? warten Sie Sofort werde ich einen nennen! Warten Sie

jagen Sie übrigens, muß es gerade ein Mattersdorfer Fein? Ein anderes Scherzwort sagt, daß die Mattersdorfer, venn fie auf den Gräbern ihrer Eltern ihre Andacht ver­richten wollen, Leitern mitnehmen müssen, weil die meisten

Ritt abfolvi besaß Ene On 1000 Mehrer Vorahnen auf luftigen Höhen unfreiwillig ins Jenseits expediert wurden. Ein dritter Scherz warnt alle Besucher Des lieblichen Dorfes davor, den Bewohnern Nagy- Martons Die Uhr zu zeigen, denn ,, kaum haben sie auf die Uhr gesehen, So feblen schon fünf Minuten".

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* Der Großherzog empfing am 29. August den Oberlehrer Weißbarth von Laubach; zum Vortrag den Staatsminister Ewald, den Finanzminister Gnauth, den Bräsidenten des Ministeriums des Innern Braun.

Bieder bermo t. Pauline t hatte sie gam in Meri die Polizei Der Großherzog hat den Wahlen des evangelischen das ſeinige farrers Valentin Schrimpf zu Buzzbach zum Dekan und auf die ha evangelischen Pfarrers Wilhelm Wahl zu Beienheim zum ei und fand Etellvertreter des Defans des Defanats Friedberg die Be­er Hand. aber diese, brätigung erteilt. Der Ortsrid

Auszeichnung. Der Großherzog hat den erließ die uste tieren Steiner und Rühl im Kaiser Wilhelm­Regiment Nr. 116 die Rettungsmedaille verliehen.

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Die Wahlen zur Landwirtschaftskammer annte Million eidet an Aust das Großherzogtum Hessen werden voraussichtlich am Heilung von 10. September statifinden. Der Bund der Landwirte will bereits über ter allen Umständen den Grafen Oriola zum Präsi­Der Millicenten der Landwirtschaftskammer gewählt sehen. Von dieser ralien zugute werden deshalb alle Anstrengungen gemacht, um in en einzelnen Wahlbezirken Bundesmitglieder in die Kammer einem Sohn, einzubringen, die zum Grafen Oriola stehen. In von seinen eineren und mittleren bäuerlichen Kreisen herrscht, wie man nitteilt, Mißstimmung darüber, daß von Seiten des 28undes der Landwirte in Vertrauensmännerversammlungen, neue minifteri Wie bisweilen nur von 4( wie in Buzbach), höchstens 15 beim 60 jährig Mitgliedern besucht waren, vom Bund der Landwirte Kandi­its anläßlig aten oftroyiert wurden, die nicht die Sympathien der Wähler nicht gebeiben.ehr Freunde scheint unter den Bauern der mals ein organisatorisch bewährte Geh. Regierungsrat Haas zu atstaffe geben. Jedenfalls sind in den Wahlkreisen Höchst i. D.

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ig- Michelstadt, Büdingen- Altenstadt, Vilbel, Gedern, azbach, Noda- Echzel und Herbstein- Ulrichstein Gegen­Tandidaten gegen die Bundeskandidaten aufgestellt worden. Kampf dürfte also um den Grafen Oriola und den ten und Köimrat Ha as entbrenner. Die Fraktion des Bauern­Der andere des im hessischen Landtage steht fast einstimmig auf Heerde des Geiten des eheimrats Ha a s.

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* Von der Bibliothek der Landes Univer­ität wurden im letzten Jahre auf länger als 4 Lage 0225 Bände entstehen. Bis zu 4 Tagen wurden gar 334030 Bände benutzt. Von außerhalb Gießen wurden 1382

de gelichen. Durch Vermittelung der Bibliothek wurden on der Hofbibliothek in Darmstadt 909 Bände bezogen und

trohs; fein iften und Archivalien. Die Zahl der Lether betrug im und feine 8mmerſemeſt 912 und im Wintersemester 994. Innerhalb er Bibliothef wurden. was sich aber nicht genau feststellen Dit, 171 828 Stück benutzt. In Summa mußten 27 839 angsscheine erledigt werden. Vermehrt wurde die ibliothef um 6848 Nummern.

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Jufolge der großen Manövertransporte und Her dadurch bedingten bedeutenden Inanspruchnahme aller

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* Volksbildung. Wie auf der letzten Jahres­versammlung des Rhein- Mainischen Verbandes für Volts. vorlesungen und verwandte Bestrebungen mitgeteilt wurde, umschließt dieser 100 förperschaftliche Mitglieder mit etwa 600 indirekt angeschlossenen Vereinen und 400 persönliche Mitglieder aus den verschiedensten Ständen und Berufs. arten. Die einzelnen Vereine und Ausschüsse suchten durch gemeinverständliche Vorträge, Volksunterhaltungs Abende, heimatfundliche Führungen, Bibliotheken und auf jede Sonstige zweckdienliche Weise den geistigen Stand weiterer Volkskreise zu fördern. Die Verbandsleitung unterstützt u. a. auch die Vereine und Octe durch Abgabe von Wander­bibliotheken aus den Mitteln der Schillerspende und macht ihren persönlichen Mitgliedern wertvolle literarische Neu­erscheinungen leihweise unentgeltlich zugänglich. Im legten halben Jahre sind 30 Dite mit 2000 guten, größtenteils neuen Büchern unterstützt worden.

* Das weiße Kreuz im roten Feld. Das Notenkreuz Zeichen ist gefeßlich geschüßt und darf nur mit landespolizenicher Genehmigung geführt werden. Auch die Eine Anzahl Führung ähnlicher Zeichen ist verboten. Offenbacher Drogisten benußte nun ein weißes Kreuz auf rotem Felde als Reflamezeichen für verschiedene Gegenstände. Sie erhielten Strafbefehle, aber das Schöffengericht spcach sie frei. Die Darmstädter Straftammer bestätigte das Urteil.

* Beherzigenswerte Worte für solche, die bei jeder Kleinigkeit zum Gericht laufen, sagte jüngst Amts­richter Dr. Krause zu Ecfurt: Ein einfichtsvoller Mensch vergibt sich in seiner Ehre durchaus nichts, wenn er, nachdem er einen Fehler begangen, diesen einsehend zu dem Beleidigten geht und um Verzeihung bittet. Der Gegner soll die Hand zur Versöhnung dann auch bieten und vermeiden, daß die Sache vor Gericht zum Austrag kommt."

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*' m Herrn Kreisrat seiner." Ein gelungenes Stückchen, das sich bei der Berdigung des Doerhauptes in einem hessischen Dorfe fürzlich abspielte, wird viel belacht. Am Grabe des verdienstvollen Bürgermeisters, der mehreren Vereinen angehörte, legten die verschiedenen Präsidenten, Gemeinderäte 2c. Kränze nieder. Auch der Kreisrat hatte dem Verstorbenen das letzte Geleit gegeben und einen Kranz mitgebracht, den die Dienstmagt des Bürgermeisters im Leichenzuge trug. Nachdem die verschiedenen Herren ihre Kränze niedergelegt hattten, der Kreisrat aber feine Anstalten hierzu traf, trat das Mädchen kurz entschlossen vor, hielt den Kranz in die Höhe und sprach mit lauter Stimme: ' m Herrn Kreisrat seiner!" ( Buzzb. 8tg.)

* Gurkensalat und Wasser vertragen sich nicht. Die ernste Wahrheit dieser Borte mußte dieser Tage die Familie eines Gerichtsbeamten in Sonneberg er­fahren, deren 12jährige blühende Tochter infolge Genuß von Gurkensalat und einer größeren Quantität Wasser nach furzem schwerem Krantenlager gestorben ist. Dieser ist schon der zweite traurige Fall, der in diefem Sommer bekannt wird. Man übe doch ja Vorfiht.

sp. Sportliges. Der diesjährige Weltmeister Darragon wurde im 50 km- Rennen zu Treptow- Berlin von Adolf Schulze, Zehlendorf, auf Bcennabor geschlagen. Er endete auf den dritten Plaz.

Krofdorf, 29. August. Bezüglich der Wahl eines Kirmesortes für nächsten Sonntag fommt man nicht in Verlegenheit, wenn man bedenkt, daß von der äußersten Grenze des Kreises Marburg( Salzböden und Ddenhausen) bis vor den Toren der Stadt Wetzlar( Garbenheim) zum Tanze aufgespielt wird. Ein Heer von Musikern ist auf­geboten und auch die übrigen charakteristischen Merkmale werden nicht fehlen, sodaß die Kirmesgäste voll befriedigt werden dürften.

* Groß- Rechtenbach. Bomben Unsinn. Ein merkwürdiger Fund ist in der vorigen Woche in hiesiger Gemarkung in einem an der Straße nach Lüzelinden gelegenen Erbsenacker gemacht worden. Auf fraglichem Grundstück wurden 2 etwa 10 Bentimeter hohe und halb so breite verlötete Blechbüchsen in der Art von Konservenbüchsen entdeckt, die in kurzer Entfernung von einander aufrecht standen. Die eine war et.oas durchgerostet und ihr Inhalt feucht geworden, sodaß die von dem Finder, dem Besizer des ackers, bewerkstelligte Deffrung ohne Zwischenfall verlief. Die Büchse enthielt Kugeln des Gewehrmodells 88, Bleistücke uno eine braune Mass, deren Charakter noch nicht festgestellt ist. Die andere unversehrte Büchse ließ der Finder uneröffnet und lieferte beide Stücke dem hiesigen Bürgermeisteramte ein. Wie der Wezl. Anz" hört, ist der Staatsanwaltschaft Mitteilung gemacht worden.

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* Lauterbach. Während sich die Mehrzahl der hiesigen Bewohner auf dem Hainigfest befand, brach gegen 6 Uhr in dem Anwesen des Töpfers Bauer Feuer aus. Das Vieh fonnte gerettet werden, nur ein paar Schweine wurden| vom Feuer derart ergriffen, daß sie getötet werden mußten. Auch einige Stallhasen tamen um.

**§ Herbstein, 29. Auguft. Das Grundbuch für die Gemartung Vaitshain ist vom 15. September an ais angelegt anzusehen.

* Dieburg, 29. Aug. Ein gefährlicher Bursche ist der 15jährig 3oangszögling Sisnowsty aus Mainz. E: war in der Zwangserziehungsanstalt in Klein- Zimmern und zwar in der Schusteret untergebracht. Er wugte sich eine Flasche Spiritus und Stretchhölzer zu verschaffen und zündete die Schreinerwerkstatt daselbst an. Während des

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aften, auch für die in Sonderzügen, in der Zeit vom 5. This 30. September nicht gewährt.

Die evangelische Landessynode wird vor­fichtlich Mitte Oftober in Darmstadt zu eimer zweitägigen ung zusammentreten. Den Anlaß hierzu bildet die tig ftellung der Neubauten des Oberkonsistoriums in der Balbftraße, mit welchen auch der Bau eines Sigungssaales Er die Verhandlungen der Synode verbunden wurde. In en Berhandlungen dürfte auch der Fall Korell zur Be­prung und endgültigen Erledigung gebracht werden.

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* Marburg, 29. Auguft. Sel 6 st mord. In Laasphe hat gestern ein Liebespaar, der Anstreicher Geiß aus Bieden­kopf und ein Mädchen mit Namen Blucke, Selbstmord durch Erschießen begangen.

s. Biedenkopf, 29. Auguft. Umfangreiche Vorbereitungen an Ställen und Hallen mußten für die vom 2. bis 5. Sept. hierselbst stattfindende landwirtschaftliche Ausstellung getroffen werden. Beträgt doch die Zahl der zur Aus­stellung angemeldeten Vogelsberger Rinder allein 306, hierzu fommt noch eine Anzahl Fahrochsen, ca. 30 Pferde, eine größere Anzahl Schweine sowie 30 Biegen, die größtenteils dem Sahnenschlag angehören. Besonders interessant verspricht diesmal die aus allen Teilen Deutschlands beschickte Geflügel­ausstellung( 101 Stämme) zu werden. Ferner werden in größeren Glasbassins sämtliche Fischgattungen unserer Hinter­länder Gewässer, Eder und Lahn zur Schau gestellt. Aber auch Sammlungen von Schädeln jagdbarer Säugetiere und Vögel, sowie Sammlungen von Eiern, Schnecken und Muscheln wird der Naturfreund hier vorfinden. Sodann wird für unsere Landleute von besonderer Gelehrung die Saatgutausstellung der Universität Gießen sein. Den Haupt­anziehungspunkt des Festes bildet aber der für Dienstag ( 4. Sept.) mittags 1 Uhr geplante Feftzug, welcher in 4 Abteilungen nicht weniger als 62 Gruppen aufweisen wird. Fraulfurt, 29. August. Zum Fall Pintu 8. Das von Peter Pintus eingelegte Gnadengesuch, dahingehend, die gegen ihn erfannte zweijährige Zuchthausstrafe in eine gleichlange Gefängnisstrafe zu verwandeln, ist abschlägig be­schieden worden.

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* Frankfurt. Infolge des Bieraufschlags haben die sozialdemokratische Partei und die Gewerkschaften die Aufforderung erlassen, jeglichen Biergenuß einzustellen, auch alle Geschäfte zu meiden, in denen Bier verkauft wird. Muß das aber eine Wonne für Guttempler sein!

* Gonsenheim. Der Stamm Becker." Die Be­wohner von Gonsenheim sind ein Volt, das Becker heißt," so schrieb ein fürzlich in Mainz auf einer Informationsreise anwesender Franzose in sein Tagebuch. Der gute Mann hat sehr recht mit dem, was er meint. Nach dem Adreß­buch sind nämlich gegenwärtig nicht weniger als 202 Haus­haltungsvorstände mit dem Namen Becker in unserer Ge­meinde ansässig. Rechnet man nun durchschnittlich jede Familie dieses Namens zu sechs Personen, so beherbergt unsere Gemeinde gegenwärtig 1200 Personen mit dem Namen Becker, das sind 20 Prozent der einheimischen Bevölkerung. Aus diesem Grunde ist es auch begreiflich, daß der Franzose zu seiner Entdeckung fam.

* Aus Kurhessen, 29. August. Entgegen allen Et­wartungen zeigt sich die feit vorgestern eröffnete Hühnerjagd recht ergiebig. Die Ketten sind stark und zahlreich.

Literarisches.

Tier Pantomimen im Mönchstloster zu Hemis in Tibet werden alljährlich zweimal aufgeführt anläßlich der Wallfahrten, welche die Bevölkerung im Umtreise von mehr als hundert Meilen nach diesem buddhistischen Klofter unternimmt, das in der Nähe von Kaschmir an der großen, Indien mit China verbindenden Karawanenstraße liegt. Eine solche interessante, zweifellos auf jahrtausend alter Ueberlieferung beruhende Tierpantomime zu sehen, ist bet dem bekannten Fanatismus der Buddho priester für den Europäer fast eine Unmöglichkeit; dennoch ist dies einem französischen Reisenden unter der schüßenden Verkleidung als tibetanischer Wallfahrer gelungen, und eine farbenprächtige Darstellung einer solchen religiösen Partomine veröffentlichte das neue, populär- wissentliche Brachtwerk von Hans Kraemer Der Mensch und die Erde"( Deutsches Verlagshaus Bong& Co., Berlin W. 57), von dem bis jetzt mehrere Lieferungen( 60 Pfa.) zur Ausgabe gelangt sind. Julius Hart feßt in der 3. Lieferung seine geiftvolle, gründliche Bissenschaftlichkeit mit gemeinverständlicher Darstellungsweise in glücklichster Weise verbindende Abhandlung über Tier­fultus und Tierfabel" fort, die ein ganz neues Licht auf viele bisher unverständlich gebliebene mystische Vorgänge und Anschauungen bei den Natur- und zum Teil auch bei den KultureBöltern wirft.

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Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Freitag, 31. August. Heiter und trocken, Morgens stellen­weise Rebel, noch etwas wärmer, mäßige südiche Winde.

( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.)

Arbeitsnachweis der Stadt Gießen.

Es können eingestellt werden:

1 landw. Knecht, 6 landw. Arbeiter, 1 landw. Magd, 3 Schlosser, 1 Schmied, 10 Schreiner, 1 Lackierer, 1 Waschfrau, 1 Putzfrau, 3 Glaser, 1 Anstreicher, Erd­arbeiter, 1 Küchenmädchen, 2 Dienstmädchen, 3 Lauf­frauen, 2 Laufmädchen, 2 Stutscher."

Lehrlinge: 3 Schlosser, 1 Elektromonteur, 1 Schreiner, 1 Kellner gegen Vergütung. Es suchen Arbeit:

1 Schweizer, 1 Maschinist oder Heizer, 2 Wasch­und Putzfrauen, 1 Flickerin, 1 Kaufmann, 1 Auslaufer, 1 Lagerarbeiter, 2 Lauffrauen, 1 Kassier- oder' Bureau­diener, 1 Bureaugehilfe.

Verantwortlich für die Politik und den Inseratente l Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen.

entkommen. Ja Mainz wurde er wieder festgenommen und nach Klein- Zimmern zurückgebracht. Dort verweigerte man dem Verbrecher die Aufnahme, sodaß er nach Mainz ins Nervenschwäche, Schreckhaftigkeit, Erregtheit, G.fängnis kam. Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit werden erfolgreich be­Marburg. Ein interessanter Fund wurde in der Um- seitigt durch Dr. Rays Nerbol, eine neue wissenschaft­gebung von Neustadt gemacht. Beim Arbeiten in einer liche Erfindung zur Bekämpfung aller Nervenleiden. Lehmgrube wurde ein 1/2 Meter langer Mammutszahn, Es enthält: Kaliforn. Haferertraft 50, Fenchel 20, leicht gekrümmt wie ein Säbel, bloßgelegt. Leider wurde Anis 20, Pomeranzen 20, Baldrianertraft 20,@lyzer n der Zahn in zwei Stücke zerbrochen, deren Bruchstellen ein 30, Bucker 30, Bromkalium, Bromnatrium, Brom­schönes Weiß zeigten. ammonium je 10) zu haben in den Apotheken.