Ausgabe 
28.7.1906 Erstes Blatt
 
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Nr. 175

Erstes Blatt.

Rebaktion und Haupt- Expedition: Gießen, Seltersweg 83

fernsprechanschluß No. 362.

Samstag, den 28 Juli 1906.

Boke

aus dem

4. Jahrgang

Gratisbeilage: Oberheffische Familienzeitung( 3x wöchentl.)

Fernsprechanschluß Nr. 362.

Ohm- und Feldalhaf Ohm- und

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( Oberheshscher Beobachter)

Auflösung.

[ Politische Wochenschan.]

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In der politischen wie in der übrigen Welt beobachten wir ein ewiges Werden und Vergehen. Die bestehenden Dinge drängen ihrer Auflösung entgegen, doch nur um neuen Bebilden Platz zu machen, und die neuen Gebilde wird zu Ihrer Zeit das gleiche Schicksal erreichen. So bietet sich in ber Regel beides zugleich dem Auge dar: die Auflösung und bie Erneuerung. Zwanzig Jahre kaum ist es her, daß Frankreich und Rußland zu einem Zweibund fich zusammenfanden. Es war eine merkwürdige Paarung. Auf ber einen Seite der starre Vertreter des selbstherrlichen Regiments", der sich bereit fand, stehend das Sturmlied der Revolution, die Marseillaise, anzuhören dessen Absingung er im übrigen in seinen Landen bei schwerer Strafe verbot auf der anderen Seite die demokratische Republik, die Ihre reichen Geldmittel dem Barismus zur Verfügung stellte und dem Selbstherrscher aller Reußen auf den Wink der Augen zu jedem Dienst gewärtig war. Das Bündnis bes teht der Form nach noch heute. In Wirklichkeit ist es der Auflösung verfallen. Und nicht die japanischen Siege, nicht die revolutionären Vorkommnisse in Rußland haben es zerstört, die Auflösung ist von Frankreich ausgegangen. Die russische Verbrüderung weckte in Frankreich einen antirepubli­lanischen Geist, es entstand eine antirepublikanische Partei, die fich naturgemäß an die vorhandenen monarchistischen Gruppen angliederte und die Republik zu erwürgen offensichtlich be­strebt war. Selbstverständlich erkannten die Republikaner die ihnen drohende Gefahr und rangen im zähen Kampfe die Widersacher zu Boden. Die jüngsten Präsidentschafts- und Deputiertenwahlen haben die Entscheidung gebracht. Das " Bündnis" blieb äußerlich unangetastet. Und doch war es unbewußt schon zur Auflösung gebracht.

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Ein Zufall vielleicht war es mehr als ein Zufall hat es gefügt, daß hiermit zeitlich die Auflösung der Affaire Dreyfus zusammenfiel. Man hat gesagt, daß der Fall Dreyfus ein Juſtizirrtum war, daß solche Irrtümer häufig borkommen, und daß kein Grund vorläge, von diesem Irrtum mehr als von anderen zu reden! Damit geht man an der Hauptsache vorbei. Selbstverständlich kommen Juſtizirrtümer alle Tage vor, denn selbst die scharfsinnigsten Richter sind wie alle Menschen dem Irrtum unterworfen, wie ein altes Wort sagt: Der Bruder des Scharfsinns ist der Irrtum. Hier aber war fein Jrrtum begangen, sondern man hatte geflissentlich das Recht gebeugt, man hatte durch Fälschungen und Mein­eide die Verurteilung eines Unschuldigen erzwungen, und gleichzeitig das mögliche getan, durch Ignorierung eines un­anfechtbaren Zeugnisses einen mächtigen Monarchen und in ihm sein ganzes Volk zu beleidigen. Das alles zielte nicht blos auf den unglücklichen Hauptmann Dreyfus, der nur ein einzelnes Opfer war, sondern auf noch ganz andere Personen und Dinge. Ein unerhörter Frevel nicht an dem Hauptmann Dreyfus, sondern an der Kulturwelt und ihrem Frieden war begangen worden. Deshalb ist auch die Auflösung der Affaire" im Sinne einer Wiederherstellung der Gerechtigkeit eine Kultur­tat, die allgemein freudig begrüßt wird.

Die Auflösung der russischen Reichsduma durch den Zaren und die Anfündigung ihrer Neuwahl erst nach sieben Monaten ist ein Ereignis von folgenreicher Be­deutung. Durch diese Auflösung will die den Zaren augen­blicklich leitende Großfürstenpartei dem russischen Volk die ihr im vorigen Jahre zuerkannte Mündigkeit wieder nehmen. Das kann vorübergehend gelingen, es tann aber auch die Auflösung aller staatlichen und sozialen Autorität in Rußland einleiten. Daß der Auflösung der Duma die falsche Aus­Streuung von einem beabsichtigten deutschen und österreichischen Einmarsch in die russisch- polnischen Grenzgebiete voraus­gegangen ist, gibt zu denken. Auch wird die Erklärung nicht bergessen werden, die die Mitglieder der Duma von Wieborg aus abgegeben haben, daß sie jede ohne Zustimmung der Duma aufgenommene Anleihe als nichtig und unverbindlich betrachten werden.

Friedens=

Die interparlamentarische fonferenz in London hat sich unter lebhaften Sympathie­fundgebungen für die aufgelöste russische Duma getrennt. Der englische Ministerpräsident hat für die russische Volksver­tretung mit einer Entschiedenheit Partei genommen, der programmatische Bedeutung für die fünftige Haltung Eng­lands gegenüber der russischen Regierung nicht abgesprochen werden kann. Das englisch- russische Abkommen hinsichtlich der in Asien zu befolgenden Politik einer freundschaftlichen Ab­grenzung der Einflußsphären ist dadurch recht sehr in Frage gestellt.

Die fortgesetten Bandenkämpfe in Bulgarien lassen erkennen, daß man in diesem Balkanstaat, und wohl nicht in diesem allein, mit einer nahen Auflösung der europäischen Türkei rechnet. Es scheint aber, als griffe damit Fürst Ferdi­nand in gewohnter Ungeduld den Ereignissen weit vor. Er würde sich wahrscheinlich zu größerer Vorsicht veranlaßt fühlen, wennn nicht Oesterreich- Ungarn an einer auswärtigen Aftion jetzt mehr als je behindert wäre. In beiden Reichs­hälften der habsburgischen Sonarchie dauert der Unfriede an, der jedes weniger durch Alter geeinigte Land schon längst zur Auflösung geführt hätte.

Lokalanzeiger

für die Kreise Alsfeld, Grünberg und Schotten.

Der Operettenkrieg in Südamerika ist durch einen Friedensschluß zur See zu Ende gebracht worden. Es war hohe Zeit, wenn nicht der panamerikanische Kongreß in Rio de Janeiro durch friegführende Staaten beschickt werden sollte. Das hätte eine Auflösung noch vor Beginn bedeutet.

Im Deutschen Reich haben mehrfach Ersatzwahlen aum Reichstau stattaetunden. Rersvlitterung der bürgerlichen

Parteien überall. Der Sozialismus ist der Writte, der sich freut. Die Erscheinung ist leider nicht neu; aber sie ist jetzt besonders betrüblich, da fie der Sozialdemokratie nach manchem Rückgang und nach mancher Niederlage frische Aufmunternng bringt. Die Zeiteinteilung der Kräfte innerhalb der bürger­lichen Parteien, die sich weigern, auch nur vorübergehend zur Bekämpfung eines gemeinsamen Gegners fest zusammenzustehen, tommt einer Auflösung gleich.

Die Reformen in Rußland.

Aus Petersburg wird gemeldet, daß der gar die Do nänenverwaltung beauftragt habe, eine Vorlage behufs Fest­tellung derjenigen Kronländereien auszuarbeiten, die zur Ver­eilung an landarme Banern geeignet seien. Mit dieser Ver­fügung habe der Zar die Bahn für praktische Hilfe in der Agrarfrage eröffnet. Für die nächste Zeit seien Aktionen der Regierung zu erwarten, die von gleichem Geiste erfüllt sein werden.

Diese Maßregel wäre der erste Schritt auf der Bahn einer ebenso bedeutsamen wie großen Reform und das beste, ja das einzige Mittel, die Bauernbevölkerung zu beschwichtigen. Kadetten- Minister.

=

Eine nicht minder wichtige Reform hat der neue Minister­präsident Stolypin zur Beruhigung der städtischen Bevölkerung in Angriff genommen; die Erneuerung des Beamten­förpers, damit die Mißwirtschaft in der Verwaltung ein Ende nehme und der Groll gegen die Organe der Regierung aufhöre, zumindest aber sich mindere. Gekrönt werden soll aber diese Aktion der Reformen durch die Berufung liberal benkender Politiker in das Ministerium, und es gewinnt den Anschein, als wenn Stolypin mit diesen Versuchen mehr Glück haben sollte, wie sein Vorgänger im Amte. Aus Petersburg wird darüber gemeldet:

Die Mitglieder der bisherigen Duma, Gntschkow ans Moskau, sowie Fürst Lwoff- Tula und Fürft Lwoff- Saratow, die dem rechten Flügel der Kadetten- Partei angehörten, find zum Eintritt in das Kabinett Stolypin geneigt. Wie es heißt, würde Gutschkow das Bortefeuille des Handels, Lwoff- Tula die Justiz oder die Reichs­tontrolle, Lwoff- Saratow den Ackerbau übernehmen. Doch machen bie genannten Politiker ihren Eintritt in das Kabinett von der Bedingung abhängig, daß die Hälfte der Portefeuilles Nicht­bureaukraten anvertraut werde.

Die liberalen und radikalen Parteien stehen der Reform­Aftion sympathisch gegenüber und nehmen von Kundgebungen gegen die Regierung einstweilen Abstand. Am Ende hat Graf Witte recht, der in Aix- les- Bains, wo er zur Kur weilt, einem Interviewer versichert hat, der Zar habe diesmal in Stolypin den richtigen Mann an die Spize des Ministeriums gesezt....

Wird die Armee standhalten?

Troß der fortschreitenden Beruhigung ist diese Frage gerechtfertigt, besonders da die Arbeiterpartei sich jezt in einem Manifest an das Heer wenden will. Die Soldaten sollen aufgefordert werden, im Falle eines Zusammen­stoßes der Revolutionäre mit den Organen der Regierung nicht auf das Volk zu schießen.

In Verbindung mit diesem Appell an die Armee ist eine Enthüllung beachtenswert, die den ehemaligen Duma­abgeordneten Aladjin zum Urheber hat. Dieser Führer der Arbeiterpartei weilt jezt in London, um einer ihm drohenden Verhaftung zu entgehen. Ueber die Aussichten seiner Partei befragt, erklärte er, daß sie im Falle eines Aufstands auf die Unterstützung durch das Heer rechnen dürfe. Er sei noch vor wenigen Jahren selbst Offizier gewesen und in enger Fühlung mit dem Heer geblieben.

,, Viele Kommandeure haben uns ihr Ehrenwort verpfändet, daß sie mit den von ihnen befehligten Truppen für die Nation, niemals aber gegen die Nation kämpfen werden."

Wenn diese Behauptung mehr ist als Großsprecheret, dann hätte Aladjin doch sicher den seinen Plänen und An­schauungen geneigten hohen Offizieren einen recht schlechten Dienst geleistet dadurch, daß er sie offen der Absicht der Felonie bezichtigt!

Weiter wird gemeldet:

Petersburg, 27. Juli. Die 6 Reichsratsmitglieder, welche ihr Mandat niedergelegt haben, erklären ihren Entschluß mit der Unmöglichkeit, Rußland ohne die Reichsduma auf den Weg richtiger Entwicklung zu führen. Sie beschuldigen die Regierung des Staatsstreichs.

Warschan, 26. Juli. Vierzig bewaffnete Revolutionäre überfielen einen Personenzug zwischen den Stationen Celestynom und Otwort, erschossen einen Gensdarmerie- Interoffizier und raubten 15 000 Rubel.- Zwei als Spizel verdächtige Bassanten wurden vor der Kunstausstellung erschossen. Moskau, 26. Juli. Die Polizei entdeckte hier eine Bombenfabrik. Sechs Personen, die sich während der Haus­suchung in der Wohnung aufhielten, wurden verhaftet.

Helsingfors, 27. Juli. Gestern Nachmittag traten die Schußleute in den Ausstand. Sie wurden sofort entlassen. Freiwillige saus der Bürgerschaft übernahmen es, die Ruhe in der Stadt aufrecht zu erhalten.

Woronesch, 27. Juli. In hiesiger Gegend verüben auf­ständische Bauern viele Schreckenstaten, indem sie von Gut zu Gut ziehen und plündern, brennen und morden.

Politische Rundfchau.

Deutfches Reich.

* Die Kämpfe in Südwestafrika scheinen endlos zu sein. Wiederum haben unsere Truppen eine Anzahl braver Leute

( Bote aus Oberhessen)

verloren, ohne daß es gelang der Hottentotten, die aus dem Hinterhalt feuerten, habhaft zu werden. Ein Gefecht fand in den Ovanjebergen bei Uhabis statt, ein zweites bei Garunarub südwestlich von Keetmanshoop. In beiden Fällen hielten die Angreifer nicht stand, sondern entwischten vor den anrückenden deutschen Truppen in die Berge. Es fielen bei den Kämpfen Oberleutnant Barlach, früher im Füsilier- Regiment Nr. 86, Reiter Voß aus Emden; Leutnant Block und zwei Reiter wurden schwer, Leutnant Schwink und ein Reiter leicht ver­wundet. Die Verfolgung der Hottentotten wird fortgesetzt.

* In parlamentarischen Kreisen rechnet man noch immer mit einer neuen Flottenvorlage und es heißt, daß einflußreiche Personen die Zustimmung des Kaisers zu einer solchen Vor­lage eifrigst herbeizuführen suchen. Allerdings verhehlt man sich nicht, daß das Geld für neue Flottenbauten kaum anders, als durch die Ausdehnung der Reichs- Erbschaftssteuer auf Kinder und Ehegatten aufgebracht werden könnte.

* Die Vorarbeiten für den neuen Zivilpensions- Gesetz­entwurf find auf der Grundlage begonnen worden, daß die Reichsbeamten mit den Militärpersonen bis zum 30. Dienst­jahre gleichgestellt werden, mit diesem Zeitpunkt also zwei Drittel ihres Gehalts als Pension bekommen sollen. Vom 30. Dienstjahre ab aber soll der Pensionssaß sich nicht um 1/60, sondern nur um 1/100 aufwärts bewegen, so daß die Reichsbeamten den Höchstsatz der Pension( dreiviertel des Ge­halts) erst mit dem 40. Dienſtjahre, wie bisher, erreichen würden, während die Militärpersonen den Höchstsaz jezt schon mit 35 Dienstjahren erreichen.

* In Erfurt list Donnerstag die Güterfahrplankonferenz zusammengetreten, an der mehr als 100 Vertreter der deutschen Eisenbahnverwaltungen teilnahmen. Die Beratungen be­zwecken die Herbeiführung einer größeren Beschleunigung im Güterverkehr auf den deutschen Bahnen. Diese Beschleunigung wird hauptsächlich in einer schnelleren Durchführung von Güterzügen zwischen Nord- und Süddeutschland bestehen. frankreich.

** Unter dem Einfluß der Trennungsgesetze ergeht sich die Regierung in merkwürdigen Kleinlichkeiten gegen die kirch­lichen Gemeinschaften. Für eine große Pilgerfahrt von Alais nach Lourdes hatte die Eisenbahngesellschaft die übliche Prets­ermäßigung bewilligt; die Regierung verweigerte aber ihre Genehmigung. Daraufhin ist die Pilgerfahrt abbestellt worden. In einem früheren Falle hatte die Regierung auf Vor­stellungen von Abgeordneten hin nachgegeben.

England.

** Die Pläne der Heeresverwaltung über die Ver­ringerung der Rüstungen erregen lebhaften Widerspruch tr Japan! Es werden in der Presse des ostasiatischen Ver­bündeten Englands Zweifel darüber geäußert, ob die beab­sichtigte Verminderung der Ausgaben für das Heer ohne Schmälerung der militärischen Leistungsfähigkeit des Landes durchführbar ist. Speziell gibt sich, auch mit Rücksicht auf die Stellung Indiens, bezüglich dessen Japan eine schwere Verantwortung auf sich genommen habe, Unbehagen wegen der erwähnten Pläne fund.

Afrika.

** Die Unsicherheit in Marokko nimmt zu und dürfte bald ein Eingreifen der Mächte veranlassen. Bei Melilla wurde die spanische Bark ,, Manuela", von Chaffarines kommend, bon marokkanischen Piraten an einem Küstenriffe angegriffen. Diese Seeräuberei wird nachgerade zu einer Gefahr für die internationale Schiffahrt!

Dof und Gefellschaft.

Eins der bekanntesten Mitglieder der Pariser Gefell. schaft, Prinz Murat, ist bei einer Automobiltour durch Deutschland tödlich verunglückt. Als der Prinz die Strecke Waldsassen- Mitterteich befuhr, verlor der Chauffeur plötzlich die Führung, und das Automobil schlug um. Prinz Murat stürzte so unglücklich, daß der Tod sofort eintrat. Der Ver. unglückte hatte die Absicht, seine Gemahlin, die zurzeit in Karlsbad zur Kur weilt, zu besuchen.

Deer und flotte.

Der Methusalem unter den deutschen Schiffen. Das ätteste deutsche Linienschiff, der ehrwürdige König Wilhelm, wird nach kaiserlicher Bestimmung als Ererzier- und Wohn­schiff für die Schiffsjungen dienen. Es wurde 1865 für die Pforte auf Stapel gelegt und 1869 vollendet. Als König Wilhelm lief es vom Stapel und ging in den Besitz des Norddeutschen Bundes über. Ter König Wilhelm erhält statt seiner alten Geschüße moderne Schnellfeuerfanonen. Da das Schiff seegehend Raum für 750 Offiziere und Mannschaften hatte, wird es bequem 850 Schiffsjungen aufnehmen können.

Soziales Leben.

× Jüdische Kolonisation in Palästina. In den letzten Monaten ist eine große Anzahl jüdischer Einwanderer aus Rußland und Rumänien in Palästina eingetroffen. Man schäßt ihre Zahl auf 5000. Die Einwohner haben sich haupt= sächlich in der Nähe der Städte Ramleh und Lydda nieder­gelassen. Fast das ganze fruchtbare Land ist bereits in Händen der neuen Ansiedler, die es mit großem Geschick und viel Fleiß bearbeiten.

× Aussperrung im Kölner Baugewerbe. Die organisirten Arbeitgeber im Dachdecker- und Klempnergewerbe zu Köln sperrten sämtliche Arbeiter dieser Branchen aus und forderten die Arbeitswilligen auf sich im Bureau ihrer Organisation zu melden. Die Streifenden umftellten das Bureau. sodaß nie­