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ME. Zur Verhütung der Genicstarre- Ausbreitung hat Professor Escherich- Wien ein Mittel erfunden, bei dessen praftischer Erprobung in Wiener Kinderspitalen recht bemerkens. terte Resultate erzielt wurden. Es handelt sich um eine braunrote Flüssigkeit, die ein proteolytisches Enzym, ein Nuklease" darstellt, d. h. ein Produft, das aus Bakterien hergestellt wird und im allgemeinen nur die Eigenschaft hat, das Protoplasma derjenigen Batterien zu zerstören, aus denen es hergestellt ist. Das hier in Anwendung gezogene Produkt, die Pyochanase, vermag auch andere, als diesen Bazillus zu auf den Nasenschleim einwirten lassen, und es gelang dadurch, die Genicstarrebazillen wirklich zu töten. Es soll damit vor allem das weitere Nachdringen der gefährlichen Bakterien und Als Mittel gegen die ausgebrochene Krankheit in den Rückenmartsfanal gebracht, hat sich dagegen die Pyochanase noch nicht bewährt.
m Aufbau seiner zerstören. Man hat nun diese Pyocyanase durch Einspritzung
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RN. Jm Ballon zum Nordpol. Fortgesezt finden von der Däneninsel aus Probeflüge mit dem Wellmannschen Ballon statt, die, abgesehen von fleineren Unfällen, glücklich berliefen. Trotzdem denft Wellmann nicht daran, in diesem
jeden Vormittag Jahre die Fahrt anzutreten, und zwar, weil das Paceis
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Aus dem Gerichtsfaal.
§ Die Revision des Landgerichtsrats Blumenberg verworfen. Das Reichsgericht hat die Revision des ehemaligen Landgerichtsrates Blumenberg verworfen, der nach teilweiser
Ererzierpla ufhebung des ersten Urteils, das auf fünf Jahre Gefängnis
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lautete, vom Landgericht Beuthen D./S. wegen Amtsvergebens usw. zu einer Gesamtstrafe von vier Jahren neun Monaten Gefängnis verurteilt worden war.
§ Verurteilungen wegen Landfriedensbruch. In dem zu Sarlsruhe verhandelten Prozeß wegen Landfriedensbruchs gegen eine Anzahl Bewohner von Elchesheim bei Rastatt, die im Mai d. J. aus Parteinahme für einen katholischen GeistTichen Feindseligkeiten gegen den Elchesheimer Hauptlehrer b. Roth begangen hatten, wurden vier Angeklagte zu je drei Monaten Gefängnis, einer zu vier Monaten und zwei ites Mittagesse Bochen und ein anderer zu vier Wochen Gefängnis verurteilt; ein Angeflagter wurde freigesprochen.
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Tagen fünf Tausendmarkscheine. Die Firma setzte 1000 Mart Belohnung für den Wiederbringer und 500 Mark für denjenigen aus, der über den Verbleib der Banknoten etwas angeben fönnte. Jetzt sind nun die fünf Tausendmarkscheine dem Bankhause wieder zurückgegeben. Ein Kind hat die Scheine gefunden und mit den schönen Bildern" gespielt, Es seine Tante den Wert des Fundes erkannte. Das Kind sowie die Tante erhielten jetzt je 500 Mart Belohnung. Der Verlierer, der unter dem Verdacht der Unterschlagung verhaftet worden war, wurde sofort auf freien Fuß g- setzt.
Lokales.
** Ernannt wurde der Regierungsbauführer Ludwig Vogt aus Bußbach zum R gierungsbaumeister.- Erledigt: Die
mit einem evangel schen Lehrer zu beseßende ehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hemmen, im Kreise Lauterbach. Mit der Stelle ist D.ganisten- und
behandeln lassen, Leordienst verbunden.
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* Großh. Regierungsblatt Nr. 18., ausgegeben am Benede im Wein 23. August, enthält u a. eine Bekanntmachung, die Vr längerung des von dem Bahnhof Dornheim der Nebenbahn des Schuhpußens Friedberg- Hungen nach dem Germaniabrunnen führenden unschlußgeleises bis zum Schwalheimer Sauerbrunnnen
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betreffend.
tarten Geschlechts n ausübt, niede Et sachverständige * Von der Truppenschau wird aus Mainz geein ganzes he Schauspiel zu beschrieben: Samstag- Morgen 8 Uhr traf der Kaser mit Gefolge im Sonderzug beim Bahnwärterhaus 39 der Strecke dem Automobil. Mainz Alzey ein. Auf der Haltestelle waren anwesend: Bernhard haben Der Großherzog von Hess r, Prinz und Peinzessin Friedrich nach dem Ho Karl von Hessen, der kommandierende General d 8 18. Armee. cht, der besonders forps, v. Eichhorn, der Gouverneur von Mainz, Generalaften bei bobe leutnant v. Voigt und der Provinzialdirektor von Rheinfind in Mailand hessen, Freiherrn von Gagern. Der Kaiser und der Mönche lenti Großherzog begrüßten und füßten sich sehr herzlich. Der jede Schwierigh Raiser trug die Uniform seines Infanterieregiments Nr. 116, der Großherzog die Uniform seines Infanteri regiments Nr. 115. Nachdem der Kaiser zu Pferde gestiegen bar, begann auf dem Großen Sand die Besichtigung des sten Dragonerregiments. Heran schloß sich eine größere Gefechtsübung, deren Aufgabe General v. Eichhorn gestellt hatte. Sie wurde im wesentlichen von der 41. Infanteriebrigade, bestehend aus den Regimen ern 87 und 88 unter dem Kommando des Generalmajors Kunze ausgeführt, wobet nach dem neuen Exerzierceglement verfahren wurde. e. Auf dem Trieb stürzte vorige Woche Major von Wunsch vom 1. Bat. des hiesigen Kaiser worden. Die helilhelm- Regiment gelegentlich einer Gefechtsübung. Er zog sich Verlegung am Kopfe zu und konnte infolgedessen nicht an der Truppenschau auf dem Sand bet Mainz am Samstag teilnehmen. Das 1. Bat. führte dort Major von Loerbrocks vor.
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** Wohlverdiente Belohnung. Gelegentlich der Truppenschau in Mainz ereignete sich, wie wir erfahren, ein tiefergreifender Att vor der Front unsers 116. Regiments. Seine Majestät der Kaiser kam vor dem Parademarsch mit fein er ganzen Suite vor die Front des Regiments geritten und ließ die Musketiere Steiner und Rühl, beide der 11. Rompagnie des Regiments angehöhrig, welche Die wir bor furzem berichteten, eine Frau mit tige ner bensgefahr vor dem Ertrinken retteten, vor= treten. Seine Majestät übergab den beiden braven Leuten it huldvollen Worten der Anerkennung die preuß she Ret tungemedaille und drückte beiden die Hand. Unvergeßlich bird nicht nur den beiden so hoch ausgezeichneten Musketteren, fondern dem ganzen Regiment dieser ergreifende Moment bleiben und die Worte Sr. Majestät:„ Ich freue mich ganz besonders, daß Ihr es gerade seid von Weinem Regiment."
Die Gewerbeschule
Gießen nimmt am ** Gestern wurden auf der Rennbahn bei der Hardt in Gegenwart einer stottlichen Zuschauermenge die Rennen um den Großen Preis von Gießen ausgefahren. Nach der Defiliertour, in der sämtliche Streiter sich dem Publitum präsentierten, starteten H F. Vendredi- Kairo, Ludwig Fröhlich Frankfurt und Georg Drescher- Mainz zum ersten Lauf um den großen Preis. Das Zeichen zur Abfahrt erfolgte; die Rämpfer fuhren langsam an und hefteten sich dann an ihre Führungsmaschinen. Als erster ging der schwarze Afrika- Reister Vendredi mit 3 Punkten durchs Ziel. Ihm folgten der Europa Meister Drescher mit 2 und Fröhlich, der neue Stern, mit 1 P. Bei dem 2. Lauf über 10000 Meter trat Vendredi wiederum mit 3. P. an die Ep ße, während Fröblich mit 2 und Drescher mit 1 P de Piäße wechselten. Einige Augenblicke überrahm Fröhlich sogar die Führung, die er aber gegen den Neger, der an seinen Schrittmacher angeschmiedet schien, nicht behaupten tonnte. Der Kampf war shr interessant. Die pannung des Publikums steigerte sich aber noch mehr, als der Start zum Endlauf über 20 000 Meter erfolgte. Drescher gab den Kampf nach mehreren Runden auf, während Vendredi und Fröhlich bartnäckig miteinander stritten. Mit voller Kraft stieß der N ger vor und nahm seinem Gegner mehrere Runden ab. Vendredi durchfuhr die 20 Kilometer in 20 Minuten, also mit derselben Geschwindigkeit, mit der ein Rennpferd die Bahn durcheilt Nach Schluß des Rennens wurde der Sieger mit einem Lorbeerkranz geschmückt. Beim Ehrenpreisfahren wurde Kronenberg Gießen erster, Boller- Gießen zweiter, Andrae- Wiesbaden dritter und LauerGießen 4. Sehr interessant war auch das Mannschaftsfahren, das in einem fog. Verfolgungsmatch über 2000 m zwischen der„ Germania" Gießen und dem Radfahrerverein Wezlar ausgetragen wurde. Den Siegespreis trug die Germania" davon, die die Strecke in 4 Min., 2135 Sef. zurücklegte. Den Schluß der Rennen bildete ein Motormatch mit 18pferdigen Maschinen zwischen SeidenspinnerMainz und Wohn- Mainz, aus dem Seidenspinner als Sieger hervorging.
29. Ottober ihren Unterricht auf.
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*** Die Gießener Ferienkolonie in Weiters= heim erfreut sich besten Wohlbefindens; alle haben sich recht gut herausgemacht. Vergangene Woche wurden die Kinder gewogen, wobei es sich ergab, daß fast bei allen ein Mehrgewicht von 21/ 2-3 Pfund tonstatiert wurde; ein Kind hat sogar 61/2 Pfund zugenommen. Der verstorbene Rentier Büdina hat mit dieser seiner Stiftung, von deren Zinsen die Unterhaltungskosten der Ferienkolonie bestritten werden, große Freude in viele unbemittelte Familien gebracht. Wie wir hören, wird im nächsten Jahre die Zahl der Kolonisten um etwas noch erhöht, da der Zinseitrag aus der Stiftung höher sein soll als die Unterhaltungetoften ausmachen.
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** Wie uns der Turnverein Krofdorf mitteilt, bat si auf seine Reklamation herausgestellt, daß auf dem wusterriege( ain Barren) des Krofdorfer Turnvereins an 60jährigen Stiftungsfeste des Turnvereins Gießen die 9. Stelle rangierte mit 19,17 P. und nicht wie berichtet wurde mit 15,33 P. an 30. Stelle.
die Modelle der deutschen Kriegsschiffe gezeigt. Der *** Gegenwärtig werden in der Neustadt zu Gießen Besuch der Ausstellung ist zu empfehlen.
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** Die„ Volkswacht", das wöchentlich zwei Mal erscheinende Organ des hessischen Bauernbundes, wird bald ihr Escheinen einstellen. An ihrer Stelle soll eine Tages Beitung am gleichen Verlagsorte Friedberg gründet worden, deren spätere Aufgabe mit sein soll, auch in anderen Aceisen und Provinzen Propaganda für die Partei zu machen. Dem Vernehmen nach sind für das neue Unternehmen, das eine G. m. b. H. wird, bereits größere Beträge gezeichnet. Am gestrigen Sonntag hat zu Friedberg in stattgefunden, welche sich mit der N ugründung befaßte. den Drei Schwerter" schon eine größere Versammlung findenden Reichstagswahlen sein?- D. R.) ( Sollte das nicht schon ein Vorläufer für die 1908 statt
Man sieht also, bei dem Geist des Fortschritts wohnt immer noch ganz dicht der Aberolaube. ( Buzb. 8tg.)
§ Nieder- Wöllstadt, 25. August. Denunziant. Durch eine anonyme Anzeige war der auf der hiefigen Molkerei beschäftigte Gehilfe Willi Naumann eines Raubmordes- zichtigt worden. Nach Ermutelungen der Staatsanwaltschaft Giehen hat sich aber seine Schuldlosigkeit herausgest: Ut. Hoffentlich trifft den gemeinen Denunzianten die verdiente Strafe.
* Bad Nauheim, 26. Auguft. Ein Schwindler treibt fit einigen Wochen in der Gegend von Darmstadt und Nauheim sein Wesen, indem er sich als Inhaber balo dieser, bald jener großen Firma, insbesondere von Tabakfirmer, aus ibt und die Rechnungen der jeweiligen Firmen einzufassiteren sucht, was ihm in einigen Fällen Luch gelungen iſt.
* Bad- Nauheim, 20 August. In der abgelaufenen Woche sind 1114 Surgäfte angekommen. Die Gesamtfrequenz beträgt bis zum 23. August 24 441 Pesonen, wi von an genanntem Tage noch 5085 ortsanwesend waren. Täder wurden bis zum legten Donnerstag 318 037 abgegeben.
§ Alsfeld, 26. Auguft. Durch unser fommunalpolishes Leben geht gegenwärtig ein lebhafter Bug, gilt es doch zur bevorstehenden Bügermeisterwahi Kandidaten zu nominteren, da unser bisheriger Bürgermeister Arnold mit Rücksicht auf sein hohes Alter eine Wiederwahl abgelehnt hat. Als Kandidaten kommen bis jetzt der Kreisstraßenmeister Braun und der Landwirt Karl Arnold in Betracht.
* Sel genstadt. Zum Lustmord. Man schreibt aus Seligenstadt: Die Nachricht, daß Frizz Taut, der jüngst in schaff nburg über den Mord an Frieda Weih eingehende Erzählungen machte, verhaftet sei, bestätigt sich nicht. Ueberhaupt tommt er als Mö der kaum in Betracht. Bis jezt sind sieben Unschuldige festgehalten und noch immer zeigt sic feine Spur von dem Täter. Seit der Bluttat sind fast drei Wochen verstrichen.
* Mainz Der Kellner Clauter aus Monzernheim, der hier auf der Straße die 25jährige Tochter des Militärarresthausverwalters Hoffmann erschossen hat, wurde zur Beobachtung seines Geisteszustandes der Universitätsklimt in Gießen überwiesen.
* Darmstadt, 26. Auguft. 42 Jahre im Zuchthause weilt der i Bt 60 Jahre alte Taglöhner Corinian Schmidt von Unter- Schönmattenwag, der anfangs 1864 durch den damaligen Assisenhof der Provinz Startenburg wegen Raubmordes zum Tode verurteilt wurde- cine Strafe, die die Gnade des Landesherrn in lebenslängl ches Buchthaus umwandelte. Schon mehrmals hat Schmitt verlucht, einen Straferlaß zu erreichen. Er leugnete fortges Bt Seine Schuld.
Neueste Nachrichten.
Das Attentat auf Stolypin.
C.B. Petersburg, 25 August. Heute Nachmittag um 3 Uhr erfolgte gelegentlich des Empfanges beim Ministerpräsidenten Stolypin in dessen V.la auf der Apothekerinsel eine Explosion.
Weitere Meldungen besagen:
C.B. Petersburg, 26. August. Der Anschlag auf den Ministerpräsidenten erfolgte während des Empfanges in der Villa Stolypins. Ungefähr um 4 Uhr nachmittags fuhr eine Kutsche vor dem Portal der Villa bor, in der vier Personen sagen, zwei in Zivilkleidung, zwei in ausländischer Uniform. Die Fremden begaben sich in die Pförtnerstube, wobei einer der Uniformierten das Sprenggeschoß im Helm verborgen hielt, während er den Helm in den Händen hielt. Plötzlich entglitt ihm die Bombe und fiel zu Boden. Die Wiriung war furchtbar, die Erplosion geradezu verheerend. Sämtliche in der Pförtnerstube anwesenden Personen, die vier Attentäter ebenfalls, wurden getötet. Im Wohnzimmer töteten Sprengstücke den Generalmajor Samjatin und den Hofmeister Woronin. Die 25jährige Tochter Stolypins wurde im oberen Stockwerk schwer verletzt. Beide Beine müssen ihr amputiert werde:. Ein kleiner Sohn des Ministers erlitt einen Beinbruch. Stolypin selbst blieb unversehrt. Die ganze Hinterwand des Gebäudes ist vernichtet. Alle an der
1 Rodheim, 27. August. Die Kirchweih am geftrigen Tage war verhältnismäßig gut besucht. Das Wetter hatte viele Verwandte und Bekannte aus der Umgegend herbeigeleckt- nur von Gießen fehlte der Zu Front des Hauses postierten Schuhleute und Detektives drang. Wäre es nicht im Interesse des Ortes selbst, wenn diese Kirchweih diese Kirchweih zumal Rodheim ja schöne Lage und Bahnverbindung hat genügend befant gemacht würde?
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find tot, ebenso der Kutscher, der die Attentäter gefahren. Im Hause waren über 50 Personen anwesend, man zählte sofort 28 Tote und 22 schwer oder leicht Verlegte. Das Gebäude ist nur noch ein Trümmerhaufen, in dem Polizei und Feuerwehr nach den Leichenteilen suchen, da einzelne Personen ganz zerrissen wurden. Der Eindruck in Petersburg ist unbeschreiblich.
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Dienstag, Nacht, am Tage wärmer, schwache, veränderliche Wind. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarie.)
* Langsdorf, 26. Aug. Bürgermeister Köhler ist bei der geftrigen Bürgermeisterwahl seinem Gegner unterlegen. Von 184 abgegebenen Stimmen hat er nicht ein Drittel nur 55 auf sich vereinigt, während Beigeordnete Schiel 129 Stimmen betam. Köhlers Stern ist in seiner eigenen Gemeinde im Erbleichen; vielleicht hat er selbst mit dazn beigetragen. Sein origineller Aufruf, den man nicht für ernſt nahm und von deſſen Veröffent. den 28. Auguft. Meist heiter und trocken, nach fühler lichung ihn seine Freunde abrieten, hat das Gegenteil gezeitigt von dem, was Köhler damit bezweckte. Die Partei Schiele führte mehr begreiflichere Gründe für die Nichtwiederwahl Köhlers ins Feld, z. B. seien die Gemeindesteuern, die früher nur 1500 Mt. ausmachten, um das sechsfache gestiegen, demgegenüber aber das Gemeindevermögen fleiner geworden. Mag sich Bürgermeister Köhler in das Unvermeidliche fügen, er hat noch so viele Nebenämter, daß es wohl ihn selbst später freuen wird. wenn er mehr dem einen oder dem anderen, das er hat, sich widmen kann. ( Anm. der Red: Wir halten es für nicht gut, daß zu viele Aemter von einer Person verwaltet werden.)
§ Oberbiel, 25. Auguft. Gestern Nacht brach in der Hofraite des Landwirts Wilh. Log ein Schadenfeuer aus, das eine mit Futtermitteln gefüllte Scheune und einen Stall einäscherte.
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Butzbach, 26. August. Nummer 13. Wie an sovielen Pägen ist es auch dem hiesigem Poftamt ergangen: feiner der an die Fernsprechstelle angeschlossenen Teilnehmer wollte die Nr. 13 haben und so fehlt diese ominöse Nr. ganz.
Verantwortlich für die Politik und den Inseratense 1 Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beile in Gießen.
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entbehrlich, um die Kopfhaut rein zu erhalten, einen Carboline, das Beste für die Haare- schönen, reichen und zarten Haarwuchs zu sichern und das Ausfallen zu verhüten. Zu haben in Drogerien Apotheken und Parfümerien oder direkt von H. H. Warner& Co., Schäfergasse 10, Frankfurt a. M.
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hervorragend bewährt bei Darmkatarrh, Brechdurchfall etc.
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