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Der Gesundheitszustand des Papstes hat sich be deutend gebessert. Leibarzt Dr. Lapponi fand den Papst gestern völlig fieberfrei, sodaß der Empfang englischer Bilges stattfinden fonnte.

Soziales Leben.

X Streit der Straßenbahner in Budapest. Gestern find die Führer und Kondufteure der elektrischen Straßen und Vizinalbahnen in den Ausstand getreten. Die Ausständigen, deren Zahl etwa 6000 beträgt, verließen ihre Wagen auf der Strecke und zogen in das Stadtwäldchen, wo fie ein Streit lager aufschlagen. Die Forderungen der Ausständigen be stehen in dem Verlangen nach Buschlägen für Nachtdienste sowie Dienstfreiheit an jedem 6. Tag. Ferner fordern fie die Einführung eines neuen Systems für die Pensionierung und Krankenkassen und ein unabhängiges Disziplinargericht,

× Streik in der Pfeifenindustrie von St. Clande. Ju etwa 50 Pfeifenfabriken find etwa 3000 Arbeiter in den Aus Stand getreten. Der Grund ist darin zu suchen, daß die Arbeitgeber am 2. November die Arbeiter auszusperren beabsichtigten.

Unfchuldig verurteilt?

§ München, 25. Oktober. Bum zweitenmal steht die frühere Stiftsoberin Elise, bon Heusler vor den Geschworenen. Als am 8. März 1903 das Berdikt der Geschworenen sie des versuchten Gift­mordes, begangen an der Dienstmagd Minna Wagner, schuldig sprach, damals erhoben sich schon warnende Stimmen, die an der Grenze des Greiſenalters stehende Frau nicht auf den ziemlich unsicheren Beweis durch Indizien hin ins Zuchthaus zu schicken. Die schweren Tore der Strafanstalt waren längst hinter der Verurteilten zugefallen, die Freunde der ehemaligen Stiftsoberin ruhten aber nicht, heute dürfen sie über den ersten Erfolg quittieren: der Prozeß wider Frau von Heusler nahm zum zweitenmal seinen Anfang.

Mehr als 100 Zeugen sind zu dieser Verhandlung, die 3. 8. die Sensation von München darstellt, erschienen, unter ihnen auch der Staatsminister Freiherr von Feiligsch. Von Der Ladung der Prinzessin Maria de la Pas, die zu den Gönnerinnen der Angeklagten gehörte, ist Abstand ge­nommen worden. Kurz vor Beginn der Verhandlung erschien die Angeklagte in Begleitung ihres Verteidigers Dr. v. Pann­wiz im Verhandlungssaale.

Die Hauptzeugin des ersten Prozesses, die Minna Wagner, ist inzwischen verstorben, und die Sektion ihrer Leiche gib: der Verteidigung eine neue Basis. Das Sektionsergebnis erweckt nämlich den Anschein, daß bei der Wagner nicht, wie es früher hieß, sogar eine zweite Salzsäurevergiftung statt­gefunden hätte, sondern daß überhaupt feine Salzsäurever­giftung vorgelegen habe. Die Speiseröhre wies nicht die geringsten Aegungsspuren auf. Es würden demnach die Brechanfälle, unter denen die Wagner gerade während der borigen Verhandlung so stark litt, und welche das größte Mitleid mit dem anscheinend dem Hungertode preisgegebenen armen Opfer hervorriefen, simuliert gewesen sein. Die Ver­teidigung beabsichtigt auch, einen umfangreichen Beweis dafür anzutreten, daß die Wagner im Krankenhause ihrer Heimatsstadt Feuchtwangen, während sie am Tage Brechanfälle hatte, nachts heimlich die schwersten Nahrungsmittel wie Würste, Selchwaren usw., die sie sich einschmuggeln ließ, ver­zehrt hat. Diese Erörterung des Geisteszustandes der ver: storbenen Minna Wagner, der auch nachgesagt wird, daß sie in ihren letzten Lebensjahren start tobsüchtig war, wird zu einem kleinen psychiatrischen Kongreß führen. Es sind 13 medizinische Sachverständige geladen, darunter einige unserer namhaftesten Psychiater.

von einer Rangiermaschine bei einer Kreuzung angefahren. Der Anprall war so heftig, daß die Maschine zur Seite flog. Etwa zehn Wagen sind beschädigt. Der Schaffner Hizemann wurde schwer, ein Bremser des Güterzuges leichter verletzt.

Im Gefängnis irrfiuuig geworden. Die wegen Er. mordung des Eigentümers Sykora in Wien zum Tode ver urteilte, später aber zu lebenslänglichem schweren Kerfer be gnadigte Frau Franziska Klein, wird demnächst auf Gerichts­beschluß behuf Beobachtung ihres Geisteszustandes nach dem Inquifitenhospital des Landesgerichts in Wien gebracht werden, da fich während der Haft Spuren von Geistesstörung bei ihr bemerkbar gemacht haben. Sollten die gerichtlichen Psychiater Frau Klein für tatsächlich geistesfrank erklären, so würde ihre zeitige Internierung in eine Frrenanstalt zu er folgen haben.

Die Angeklagte, die heute im 58. Lebensjahr steht, ist seit der vorigen Verhandlung starf gealtert, die Spuren des 2/2 jährigen Aufenthaltes im Zuchthause sind auf ihrem Ge: fichte unverkennbar. Sie ist sehr schlicht gekleidet und bricht wiederholt in Tränen aus, während sie in der vorigen Ver= handlung eine bewundernswerte Ruhe und Energie zeigte. Nach Erledigung der Personalfragen und nachdem die ganze Vergiftungsaffäre nochmals in aller Ausführlichkeit durchbesprochen worden war, entgegnet die Angeklagte auf die Frage des Vorsitzenden, ob sie der Wagner Salzsäure in die Tasse getan, fest und bestimmt: Nein, ich bin un= schuldig". Sie spricht die Vermutung aus, die Wagner habe sich selbst Salzsäure in den Kaffee gegossen, um ihr einen Possen zu spielen. Die Angeklagte meint, sie sei das Opfer eines Dienstbotenfomplotts geworden und nennt als eines der Mädchen eine gewisse Loß, die einmal geäußert habe, fie die Loz sei so rachsüchtig, daß sie es fertig brächte, jemand ins Zuchthaus zu bringen. Frau von Heusler stellt auch ganz entschieden in Abrede, jemals

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Ueberfall im Coupé. In der Nähe der russischen Station 8werinła wurden zwei Damen, welche allein im Damencoupé reisten, von zwei Männern, die auf einer fleinen Station eingestiegen waren, unter Todesdrohungen ihres Schmuck im Werte von 10 000 Rubeln und ihres Bargeldes im Betrage von 1000 Rubeln beraubt. Die Räuber sprangen sodann aus dem Zuge.

unziemliche Aeußerungen über die Protektorin des Stifts, die Prinzessin Leopold Ferdinand getan zu haben. Nachdem noch einige Fragen über die Verpflegung der Stiftsiniassen ihre Erledigung gefunden hatten, wurde die Vernehmung der An­geflagten geschlossen.

Nah und fern.

Ein Zug ins Wasser gestürzt. Ein Personenzug, welcher auf einer Brüde bei Wayn im Staate Indiana hielt, wurde von einem Güterzuge angefahren. Ein Pulmann. wagen wurde zerstört, verschiedene Güterwagen stürzten in das Wasser. Zehn Reisende wurden schwer verletzt, mehrere Personen werden vermißt. Man befürchtet, daß fie ers trunken find.

Das Schicksal der Prinzessin Monica Pia, der Tochter der Gräfin Montignoso, dürfte entschieden sein. Die Prinzessin wird nicht an den Hof nach Dresden gebracht, sondern dem Drden der englischen Frauen übergeben werden, aus deren Kloster sie wohl niemals wieder ins Leben zurücktreten wird.

Ein schweres Brandunglück hat sich in Kansas City ereignet. Gestern früh brach im Gebäude der Handelskammer Feuer aus, durch das der Bau zerstört wurde. Von den die oberen Stodwerte bewohnenden 200 Mietern, die, als der Brand anfing, noch schliefen, find nach den Schäßungen der Feuerwehr über 20 ums Leben getommen und etwa 50 durch das Feuer verlegt.

In den Armen des Geliebten beging das Dienstmädchen Klara Friese in Berlin Selbstmord durch Erschießen. Die Friese war eine sehr exzentrische Person, die an der Treue ihres Bräutigams, eines Schuhmachers zweifelte und ihn fortgesetzt mit Eifersuchtsszenen quälte. Aus einem hinter. lassenen Briefe geht hervor, daß fie beabsichtigt hatte, erst ihn und dann fich zu töten. Sie hatte aber wohl diesen Plan aufgegeben und sich bei ihrem Bräutigam erschossen, nach. dem sie darauf bestanden hatte, über Nacht bei ihm zn bleiben.

Zum Fall Köpenid. Die von der Stadt Köpenid für die Ergreifung des Kassenräubers ausgesezte Belohnung wurde von 500 auf 1000 M. erhöht. Die im ganzen aus, geschriebene Belohnung beträgt jegt also 3000 m.

Gemeinsam in der Tod. In Potsdam hat der 82 jährige Rentier Steinde seine 80 Jahre alte Gattin und sodann sich selbst getötet. Ein hinterlassenes Schreiben der Lebensmüden gibt zunehmende förperliche und geistige Schwäche beider als Beweggrund zu der traurigen Tat an und enthäll die ausdrückliche Versicherung der Ehefrau, daß fie mit ihrer Tötung einverstanden sei.

Schwerer Bahnunfall. Als ein Güterzug nach Braun schweig den Bahnbof Hannover verlassete. wurde a

+ Warnung für Austernesser. In Holland und im Aus­lande sind Erkrankungen nach dem Genuß holländischer Austern vorgekommen. Die Regierung hat sofort eine strenge Unter­suchung angeordnet. Die holländischen Behörden warnen vor dem Genuß holländischer Austern, welche nicht den amt lichen Stempel tragen.

Einbruch in ein Gerichtsgebände. In die Gerichts­vollzieherei des Gerichts in Zweibrüden wurde nachts ein Einbruch verübt. Da der Kassenschrank den Künsten der Diebe widerstand, öffneten diese die Pulte der Angestellten und durchsuchten fie, jedoch ohne besonderen Erfolg. Schließ lich scheinen sich die Diebe an den vorhandenen Akten zu rächen versucht zu haben, indem sie etwa 45 Zivilaftenstücke die ganze nächste Sizung sowie mehrere Lollstreckungs­aften an sich nahmen und auch sonstige Bureaugegenstände umberschleuderten. Auf dem Rückwege haben die Täter an­scheinend verschiedene Aktenstücke verloren, die am Morgen vor dem Justizgebäude aufgefunden wurden. Die frechen Eindringlinge, die zweifellos mit den Dertlichkeiten der Bureaus sehr vertraut waren, formten noch nicht ermittelt

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werden.

bunte Tages- Chronik.

Berlin, 25. Oktober. Gestern mittag öffnete der Fahr. stuhlführer Prochnow im dritten Stockwerk des Grundstücs Französischestraße 39 die Tür zum Fahrstuhlschacht, um den Fahrstuhl zu besteigen. Er übersah dabei, daß sich der Fahr­stuhl noch in der vierten Etage befand und stürzte in den Schacht hinab, wo er mit gebrochenem Genid tot liegen blieb.

Cokales.

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** Der Großherzog hat dem Forstwart der Kom munalforstwartei Nidda, Louis Liehr zu Nidda, aus Anlaß seiner Versehung in den Ruhestand, den Charakter als Förster" verliehen.- In den Ruhestand wurde ver. fetzt am 13. Oftober der Lehrer an der Gemeindeschule zu Maar, Georg Heinrich Riz auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom 1. November 1906 an, und ihm aus diesem Anlaß die Krone zum Silbernen Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.

Kornatowo, 25. Oktober. Gestern abend wurde auf dem Chausseeübergange in der Nähe des Bahnhofes Stolno ein mit Kartoffeln beladenes einspänniges Fuhrwert vom Zuge 636 überfahren. Der Eigentümer des Wagens, der 70jährige Altbesitzer Jakob Knop aus Kulm, wurde getötet, der Wagen zertrümmert, das Pferd blieb unverletzt.

Erfurt, 25. Oktober. Der Mörder Erich Salbey, der seine Braut erschoß, ist, entsprechend dem psychiatrischen Gut­achten, als gemeingefährlich irrsinnig für dauernd in eine Frrenanstalt überführt worden.

trogen.

fo foll die Differ alt werden, da das jade betrachte, ben laufus fprad fid Heinrich Binn& Biehmarkt zu Oftober ftattgefundener Rindoieh, 527 am 13. und 14. N Rramermartt. Das große De 7 in Breslau findet fatt. Die Gänge 12 000 Buhörer auf biefelbe beläuft sich Mufit find bis zu dungsausschuß forber geber ift der Turnerisches Turnhalle der Frant aft der Beiter von Fra Turnerife Borfi Bufammentuanft habe

* Auszeichnung. Die Kaiserin und Königin hat der Fürstin Karl zu Solms- Hohensolms- Lich in Lich das goldene Frauen Verdienstkreuz zu verleihen geruht.

§ Abg. Dr. Glässing hat bei der Zweiten Kammer beantragt, daß Großh. Regierung vor Erledigung der Revision der allgemeinen Bauordnung der Kammer eine Vorlage zugehen lassen wolle, durch welche als Ergänzung der allgemeinen Bauordnung eine öffentlich rechtliche Sicherung baugeseßlicher Borschriften, baupolizeilicher Auf­lagen und baupolizeilicher Erklärungen herbeigeführt wird.

Mannheim, 25. Dktober. In Neckarau verursachten gestern nacht etwa 80 Burschen einen Tumult, indem sie auf Sem Markt mit Revolvern schossen. Die Polizei mußte eben­falls von der Waffe Gebrauch machen, ehe sie 13 der Erze­denten verhaften fonnte. Ein Schuhmann ist leicht verlegt. Weitere Verhaftungen stehen bevor.

Wien, 25. Oktober. Bei Station Marchegg stieß heute 4 Uhr morgens ein Güterzug mit einem Güterzug infolge vorzeitiger Freigabe des Semaphors zusammen; ein Bremser wurde getötet, ein Postkondukteur leicht verletzt, das Geleise wurde gesperrt.

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* Ergänzungswahlen für den Gesellenausschuß der Gießen wurde als Mitglied gewählt: Schreiner Heinrich Männche und als dessen Ersaßmann Schneider Wilhelm Huthmann beide zu Gießen.

Handwerkskammer haben fürzlich stattgefunden. Im Bezirt rilungen find vorgefeh

Rostow a. Don, 25. Oftober. Zwischen den Stationen Tschelbaß und Beisong stieß ein Personenzug mit einem Güterzug zusammen. Eine Reisende und ein Bahnbeamter wurden getötet, zwei Reisende und mehrere Bahnbeamte verlegt.

Kunst und Wiffenfchaft.

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Spende. Der die norddeutschen Bundesstaaten

nden.

Grünberg. Der b

umfassende Deutsche Kriegerbund hat, wie die Kyffhäuser dit Rindeleh Hart, mit Rorrespondenz mitteilt, am 22. Dft., dem Geburtstage der hren. Der Rindvichmar Kaiserin, 46000 Mt. für Unterstüßungen an hilfsbedürftige reinraffige Stüde,

Witwen verstorbener Kameraden bewilligt.

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§ Der Rhein- Main- Gastwirte Verband hat affe, erzielten 200 S an die Zweite Kammer eine Eingabe betreffend den Klein jelben Biebschlages bis gründung heißt es: Der Flaschenbierhandel und auch der beh, Deffen ungeachtet g Kleinverkauf von Wein, welch' letterer häufig in Gemüses, Spezerei- und anderen Läden recht schwunghaft betrieben werde, sei weder mit einer dennenswerten Steuer belaftet noch brauche dafür ein Stempel entrichtet zu werden. Der Bezahlt wurden für Flaschenbierhandel sei den Wirtschaften dadurch überlegen, 40-45, befte 50­daß er seinen Absaz direkt in den Wohnungen, auf Baus ir lofteten per Baar 8 stellen, in Fabritbetrieben 2c. fiade, während die Birte dine 100-130. warten müssen, his Gäfte fämen. Der Flaschenbierhandel Linzenbach, 25. Ott sei auch insofern günftiger gestellt, als er im Gegensatz zum gate Fortschritte. A Birte gewerbe nicht durch hohe Mieten bezw. Berzinsung mulhouses bis in di fostspieliger Häuser und vielfach ganz bedeutender Ausgaben or befanntlich, wie für Personal 2c. belastet sei. Mit Rücksicht darauf, daß die haliger verschieben Regierung in aller Kürze einen Entwurf zur Abänderungen von Rinzenbach, bo des Urkundenstempel- Gefeßes vom 12. August 1899 der Rammer vorlegen will, soll die Vorstellung des Rhein- Main Gastwirte- Verbandes vorläufig für erledigt erklärt werden. * Gewerbevereine und Gewerbeschieds. gerichte. Schon verschiedentlich ist auf Versammlungen von Ortsgewerbevereinen die Frage behandelt worden, ob nicht zur Schlichtung gewerblicher Streitigkeiten ständige Schiedsgerichte durch die Gewerbevereine eingerichtet werden fönnten in der Weise, wie es bei Innungen möglich ist. Czteren steht nämlich eine derartige Befugnis auf Grund des§ 81 b, 8iffer 4 der Gewerbeordnung zu. Die Frage bezüglich der Verleihung eines ähnlichen Rechts an die Orts gewerbevereine wird verneint werden müssen, da die Gewerbe ordnung keine Grundlage für den Erlaß einer solchen An- hrte Kinderzahl, habe ordnung bietet. Die Biele, die von den Ortsgewerbevereinen führt, der unserem Orte bei ihren Wünschen verfolgt werden, lassen sich jedoch auf Groß- Eidhen, 25. D Grund des Gewerbegerichtsgef. zes erreichen, schreibt die des Grundbuchs " Darmst. 8tg." Die interessierten Vereine werben am bir de Gemartung Groß G zweckmäßignen bei den zuständigen Kreisämtern die Errichtungen 1. Robbr. 1906 1 von Gewerbegerichten für die betreffenden Reise oder Teile Derselben anregen. Die Kreisämter sind bereits durch frühere ministerielle Berfügung angeser, der Errichtung solcheren. Ein junger Man Gerichte ihre besondere Aufmertsamkeit zu schenken und sie werden den Wünschen der Gewerbetreibenden sicher ent sprechen, sobald man ihnen die Notwendigkeit solcher Berichte nachweist.

L. Die Berliner Universität für Russen gesperrt! Nachdem bereits seit einiger Zeit den ausländischen und namentlich den russischen Studenten Schwierigkeiten bei der Aufnahme in die Universitätsmatritel gemacht wurden, ist jetzt plöglich eine ministerielle Verfügung ergangen, wonach russische Staats­angehörige bis auf weiteres in Berlin nicht immatrikuliert werden dürfen. Man erwartet in eingeweihten Kreisen die Aufhebung der Sperre schon in etwa 14 Tagen; bis dahin sollen neue Aufnahmebestimmungen für Ausländer aus­gearbeitet werden, die eine schärfere Kontrolle ermöglichen sollen.

R. Schutz der Züge. Der Ingenieur Segri, welcher bei der Simplonbahn angestellt ist, hat eine wichtige Erfindung gemacht, welche es gestattet, die Eisenbahnzüge mit dem Telegraphennez ohne besondere Vermittelung in Verbindung zu bringen.

O. Carnegie als Wohltäter Leipzigs. Mit dem 1. Oftober nächsten Jahres wird an der Leipziger Universität ein Seminar. für Kultur- und Universalgeschichte ins Leben treten. Nach früheren deutschen Zuwendungen hat jetzt Herr Andrew Carnegie, der bekannte amerikanische Mäcen und Millionär, Herrn Professor Lamprecht für die Bibliothek dieses Seminars 5000 Marf zur Verfügung gestellt.

* Die Bevölkerung des Großherzogtum

sich der inmitten des Gemeinde faufte deffen blazerlich wohl noch gut e men im Laufe der Jahre an qulzwecken beibeha im Juli 1867 der Ho dal ruhte, einstürzte, und des Unterrichts ei und in beiden Fällen auf edgesezt werden mußte. ein Shulhause bis mindezimmer die zur dallase eingerichtet. A

Ringbolabanien. Rampoteng ift eine m began dieser Sache ins Be Busbach, 25. Dlto Llage eines Rlärbeder Bad Nauheim, 25. Groberzog hat, wie

Hessen. Nach den endgültigen Ergebnissen der Volkszählung reiherrn Wilhelm von E vom 1. Dezember 1905 beläuft sich die Bevölkerung des heim mit Birtung

Großherzogtums auf 1209 175 Personen, und zwar 604 078 männlichen und 605 097 weiblichen Geschlechts.

Die Bu

herr von Stard ist e

bate minifters Julius b

nahme seit dem 1 D.3mber 1900 beträgt 46 308 männliche Suni 1859, steht alfo und 43 888 weibliche Personen, zusammen 90196= 8,06 Stard war Rittmeiste

Prozent der Bevölkerung vom Jahr 1900. Die Einwohner zahlen der einzelnen Kreise sind folgende, wobei die in den Klammern beigefügten Zahlen die Zunahme seit 1900 be deuten: Darmstadt 128 661( 15720), Bensbeim 61208

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er Rittmeifter ima 15 in Sagenau, am

( 5292), Dieburg 59 640( 4262), Erbach 47 707( 1124), Regiment zum M

Stard dem Stabe de 9 in Straßburg u und feit 1893 mit Se Marburg, 24. D Rabenau ging fi en aus Marburg üb Laasphe, 25. Of heiterhaft der Eisenw find zum größte derer Teil ausgefperit nb ferenzen und Be

Groß Gerau 56 072( 5274), Heppenheim 48 708( 2539). Offenbach 141 000( 20 187), Steßen 88476( 6560), Alsfelb 36 908( 628), Büdingen 40 587( 1555), Friedberg 74 425 ( 4752), Lauterbach 29 316( 508), Schotten 27 044( 795), Manz 151 377( 13017), Aly 40 565( 820), Bingen 42 282( 1825), Oppenheim 46 979( 600), Borm 88221 ( 4828). Der kleinste Kreis ist also Schotten, der größte Offenbach. Er ist mehr als fünfmal so groß wie der Streis Schotten. Die Städte mit mehr als 10000 Einwohnern sind: Mainz mit 91 179 Einwohnern( die Zunahme feit 1900 ft 6928= 8,22 Prozent der Bevölkerung von 1900), Darmstadt 83 123( 10 742 14,84 Prozent). Offenbach 59 765( 9297) 18,42 Prozent), Worms 43 841( 3136) 7,70 Prozent) und ießen 28769( 3278= 12,86 Prozent).

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§ Dachdecker Carlé soll, so wird uns mitgeteilt, heute von Butzbach nach hier in die psychatrische Kitni trar& portiert worden sein. * Bismarckturm auf dem Taufstein. Unter verschiedenen Angeboten auf die Bauausführung des Bismard­turme befand sich auch ein solches des Baugeschäftes Heinrid Winn& Cie. in Gießen. Dasselbe will den Turm zum Vorschlagepreis ausführen, sollte sich aber herausstellen, daß die Arbeiten unter dem Voranschlag ausgeführt werden

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