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Vorwärts" überliefert habe. Ebenso habe ich die Flug­Schriften des Reichsverbandes und gelegentlich verschiedene Nummern der. Korrespondenz" des Reichsverbandes der Redaktion des Vorwärts" überantwortet.

Ich gebe diese Erklärung ab, um von allen übrigen Beamten des Reichsverbandes jeden Verdacht, daß sie sich einer ähnlichen Handlungsweise schuldig gemacht haben, abzuwälzen. Herr Redakteur R. Fischer hat mir erklärt, baß man sich dafür erkenntlich zeigen werde. Ich habe es jedoch abgelehnt, pefuniäre Vorteile anzunehmen. Als ich Herrn Fischer erklärte, daß ich es nunmehr für richtig halte, aus we ner Tätigkeit im Reichsverband auszuscheiden, gab mir Herr R. Fischer den Rat, noch einige Beit beim Reichsverband zu bleiben. Außer den im Vorwärts" ab­gedruckten Briefen habe ich nur noch einige wenige Briefe aus der Zeit des Wahlkampfes in Darmstadt durchge­schlagen und dem Vorwärts" überliefert.

Berlin, den 23. Juli 1906.

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gez. Ostar Hellmanrn.

Schuhindustrie Ausstellung. Eine große Schuhindustrieausstellung wurde am 22., 23. und 24. Juli in Coffel abgehalten und zwar in den Räumen des

anwalt Rebifion bon der Regierung für diesen Zweck zur Verfügung gestellten Orangerie- Schlosses. Diese Fachausstellung wurde vom wurden die Bentralverband deutscher Schuhwarenhändler veranstaltet. *** In die Falle gegangen. Ein Bureaubeamter

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6 Uhr hinge hatte in legter Beit widerholt die Wahrnehmung machen freier Lauf ge Wohnung während seiner Abwesenheit Geld und Kleinigkeiten order ist abge müssen, daß ihm aus seiner in der Liebigstraße gelegenen

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gestohlen wurden. Troß scharfer Beobachtung war es ihm nicht geglückt, den Langfinger zu erwischen. Da nimmt der Bestohlene die Wach und Schließgesellschaft" zur Hilfe. er plante eine längere Reise, während derer ein Wach­beamter versteckt in der Wohnung der Dinge wartet, die da tommen. Richtig, der Wohnungsinhaber ist noch keine Viertei­funde weg, da schließt jemand die Thür auf und eine im Sause wohnende Frau betritt und durchsucht die ihr nicht gehörenden Sachen. Natürlich hat der Beamte sie dann 25. Juli. fofort gefaßt und der Wohnungsinhaber kam dann auch sehr beabsichtigt, im balb von seiner Scheinreise" aus der Nachbarschaft zurück längere Fahrt und so konnte die Frau regelrecht überführt zur Anzeige gebracht werden. tr. 17, auf Deutscher Dur ft. Bei dem 28. mittelrheinischen zur Renderung Kreisturnfest in Hanau wurden einschließlich Vorfeier ge­betreffend, vom trunken: 275 Heftoliter Hanauer Bier, 138 Heftoliter barisches Bier, 6770 Flaschen Wein, 143 Flaschen Schaum­nerer Just us wein und 28 Heftoliter offener Wein. Der Konsum ist nenorden vierter wesentlich zurückgebl eben hinter dem Konsum bei dem in Justus Koch Hanau im Jahre 1891 abgehaltenen mittelrheinischen Kreis­gemeine Ehren turnfeft.

eg.

Die südwestdeutschen Viehhändlers werden am neten Ber. 5. Auguft in Bingen eine Agitationsversammlung abhalten. 06, nachmittags sollen Verhandlungen über die schädlichen Erscheinungen gesordnung ab: auf dem Gebiete des deutschen Viehhandels gepflogen werden. * Wenn jemand eine Reise tut.... Ein Steinstraße. 3. Bau Mitglied des Mainzer Schüßenvereins hat vor seiner Reise 4. Baugesuch nach München in ein Münchener Blatt einrücken lassen: Baugesuch von Ein fideler Mainzer sucht während des Schüßenfeftes ein gemütliches Heim." Er erhielt nicht weniger als 300 An­Baugesuch von gemütliches Heim." ung des Grund- gebote, zumeist aus weiblicher Hand. Dafür wurde ihm dann aber auch seine goldene Uhr mit der Kette im Werte 8. Erbauung bon mehreren hundert Mart gestohlen. Eperzierplaz

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Otischen Rajerne. Zeichenhalle. und erweiterte nöl.- 16. B

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Postalische Findigkeit. Einen neuen Beweis ihrer Findigkeit erbrachte die Bost wieder dieser Tage in Lampertheim dadurch, daß eine mit der Aufschrift" Stamm: tisch zum Oberlügner in Lampertheim" versehene Ansichts­poftfarte an ihre richtige Adresse glangte.

Stamm­

A Klein Liuden, 24. Juli. Lebensgefährlich ver inglückt ist gestern Abend der 18jährige Arbeiter Weigel und Stellver on hier. Er und noch einige junge Leute wollten an einem terkunftsraumes Beißbindergerüft hinaufflettern. Plößlich brach eine Stange eines Fahrrads and Weigel fiel herunter, dabei schlug er zuerst aufs Dach g eines Fahres Stalles, dann auf das Pflaster der Straße. Man 10 Wafferwerts brachte ihn in die Gießener Klinik. Es wurden mehrere Rippenbrüche und eine schwere Gehirnerschütterung festgestellt. Johann str. tr.- 23. Auf Der Verunglückte ist der Sohn einer Witwe.

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§ Danbringen, 24. Juli. Unser am 15. März ge­ophenwald mit gründeter Verein Kinderfreund" ist in das Vereinsregister Realgymnafiums getragen worden. Bergütung für und erweiterten bon a. Dito

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* Müuchholzhausen, 24. Juli. Goldenes Lehrer­Jubiläum Unser langjähriger erster Lehrer und Draanist

Herr Karl Althaus ist am 3. Auguft ds. Je. 50 Jahre im Schulamte unseres ftillen Dörfleins tätig, und unser Ort rüstet sich, diesen Jubeltag würdig zu begehen. Herr Alt­haus verlebte seine Jugend in Dutenhofen, wo sein Vater auch Lehrer war. Nach Absolvierung des Seminars ward er am 3. August 1856 als Lehrer und Organist in unserem Drte angestellt und hat seit dieser Zeit fein Amt ununter­brochen zum Segen der Gemeinde verwaltet. Aber nicht nur dieser allein galt sein Wirken, auch der weiteren Um­gebung, dem ganzen Kreise suchte er sich nüßlich zu machen; er war als Kassierer des Kreisfriegerverbandes tätig und wirkt zur Zeit noch im Vorstand des Landwirtschaftlichen Verein 8 ( Abteilung Beglar). Möchte ihm noch ein heiterer Lebens­abend beschieden sein.

* Nieder- Saulheim, 24. Juli. In der bekannten Thomas'schen Mühle war dieser Tage eine gerichtliche Mobiliarversteigerung. Fast sämtliches, zum Hausbedarf nicht notwendige Mobiliar fam unter den Hammer.

* Ziegenberg, 24. Juli. Unser Schloßherr Kommerzien­rat R. Passavant, wurde vom König von Preußen in den erblichen Abel stand erhoben.

A Lich, 23. Juli. In Ober- Bessingen stürzte der schon betagte Maurer Schieferstein zwei Stockwerf hoch von einem Neubau in die Tiefe und blieb tot liegen. Er hatte sich den Kopf vollständig zerschmettert.

? Schlitz, 24. Juli. Der Wirteverein Bezirk Schlitz lehnte in seiner Generalversammlung jeden Bieraufschlag ab. Er ist der Meinung, daß die Brauereien den geringen Steueraufschlag selbst tragen fönnen.

?? Lauterbach, 24. Juli. Mit den Ausschachtungs­arbeiten für den Turnhallenbau uns res Turnvereins ift begonnen worden.

* Stodheim, 23. Juli. Die Arbeiten am Bahnbau der Nebenbahn Vilbel- Stockheim schreiten üstig vorwärts. Der 500 Mefer lange Tunnel bei Büdesheim ist vollendet, ebenso sind die Bahnförperbauten auf der Strecke Gronau- Vilbel, wo mit sehr schwierigen Terrain­verhältnissen zu kämpfen war, größtenteils fertiggestellt, fo= daß mit dem Verlegen des Oberbaues bereits begonnen und teilweiser Arbeitszugbetrieb eingerichtet wurde. teilweiser Arbeitszugbetrieb eingerichtet wurde. Die eiserne Brücke über die Nidda ist beinahe fertig. Um einer Gefahr des Dammbruches bei dem alljährlich stattfindenden Hoch­wasser, das die Nidda aus dem oberen Bogelsberg bringt, zu vermeiden, find riesige brückenähnliche Wasserdurchlässe in den Bahndamm eingebaut. Die Jabetriebseßung der Strecke dürfte frühestens im Oktober zu erwarten sein. Hier­mit ist die direkte Verbindung von Frankfurt mit dem an Naturschönheiten in reichem Maße ausgestatteten Vogelsberg hergestellt.

A Friedberg, 24. Juli. Die Honig. Verwertungs­Genossenschaft oberhessischer Imfer hielt gestern hier eine Versammlung ab. Die vorigen Sommer angeregte und gegründete Genossenschaft hat bereits einen guten Anfang zu verzeichnen. Die Hauptversammlung soll im September zu Hungen stattfinden.

Aus dem Gerichts[ aal.

Gießen, 24. Juli 1906. Wegen Betrugs im Rückfall wurde die Witwe des Tag­löhners Christoph Henß zu Gießen zu 3 Monaten und 2 Wochen Gefängnis verurteilt. Sie hat in einem Geschäft auf den Namen eines anderen Kunden Waren erschwindelt. Troß ihres Bestreitens, daß sie die fragliche Person gewesen

ſei, wurde sie für schuldig befunden, da sie wegen Schwindeleien

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bereits bestraft ist. Der Händler Louis Diefenbach zu Echzell und der Fuhrmann Louis Hinkel aus Bisses, die beide in ihren Vermögensverhältnissen zurückgekommen sind, versuchten, sich durch Wechsel Geld zu verschaffen. Sie fanden einen Mann aus Bisses, den sie in seiner An­getrunkenheit veranlaßten, ihnen fünf Blankowechsel zu unter­schreiben, die sie nach und nach mit größeren Beträgen aus. füllten. Dret davon wurden in Umlauf gesezt, sodaß der Mann, der keine Ahnung vom Wechselverkehr hatte und nicht wußte, was er unterschrieben, zur Zahlung von über 3000 Mart angegangen und teilweise auch auf gericht­lichem Wege verurteilt wurde. Diefenbach erhielt wegen Urfundenfälschung 9 Monate und Hinkel wegen Bethülfe dazu 4 Monate Gefängnis. Beiden wurden die Ehren­rechte auf 3 Jahre aberkannt. Der 14jährige Haus­bursche Heinrich Jungermann in Gießen war angeklagt, mit finem noch strafunmündigen Bruder aus dem Keller

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| eines Wirtes Kohlen entwendet zu haben. Er leugnete in der Verhandlung, gewußt zu haben, wo sein Bruder die Kohlen her hatte, weshalb zwecks Aufklärung der Sache Vertagung eintreten mußte. Im Verlaufe der letzten zwet Jahre hat der Gastwirt Bernhard Jamin zu Vilbel mehrere Schweine geschlachtet, ohne sie untersuchen zu lassen, weshalb ihm ein Strofbefehl über 5 Mt. zuging, dessen Einspruch das Schöff ngericht verwarf. Er gab an, das Fleisch nur in seiner Haushaltung verwandt zu haben, weshalb dieses feiner Untersuchung bedurfte. Da Gastwirte sich diesen Vorschriften zu unterwerfen haben, wurde seine Berufung zurückgewiesen.

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Es können eingestellt werden:

3 landw. Arbeiter, 1 landw. Magd, Ziegeleiarbeiter, 3 Schlosser, 2 Wagner, 3 Schreiner, 1 Schuhmacher, 1 Installateur, 2 Glaser, 2 fräftige Arbeiter, 2 jüngere Hausburschen, 1 Fahrbursche, 1 Kutscher, 5 Dienst­mädchen, 3 Lauffrauen, 1 Laufmädchen.

Lehrlinge: 1 Elektromonteur, 1 Schreiner, 1

Kaufmann.

Es suchen Arbeit:

1 Buchbinder, 1 Schreiner, 2 Wasch- nud Puzz­frauen, 1 Flickerin, 1 Heizer, 1 Kaufmann, 1 Haus­oder Bureaudiener, 1 Schreibgehilfe.

Lehrlinge: 1 Schlosser.

Verantwortlich für die politik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen.

Das Haar gehört unzweifelhaft zu den hervorragendſten menschlichen Schönheitsattributen, und leider fangen die Unglüd­Itchen, bei denen der Haarausfall oder Haarschwund begonnen, zu spät an, das Uebel zu bekämpfen. Es ist deshalb notwendig, täalich ein Haarwasser zu gebrauchen, um diesen Uebelstand zu verhindern und um schönes Haar in seiner natürlichen Farbe zu erhalten. Dies wird ganz sicher durch Carboline erzielt. Erhältlich in Drogerien, Parfümerien und Apotheken oder von H. H. Warner& Co., Schäfergasse 10, Frankfurt a. M.

Deffentlicher Dant.

Herrn Franz Wilhelm, Apotheker, I. u. I. Hof­lieferant, Neunkirchen bei Wien, wird unterm 11. August 1897 aus Itona gestrieben:

Ich bin beretts 70 Jahre alt und litt sett 10 Jahren an Gelent- heumatismus, ebenso an Hämorrhoidalfnoten und Isnate letne Hilfe finden. Nur Ihr Wilhelm's antiarthritischer antirheumatischer Bintreinigungster hat mich von meinem Leiden in drei Wochen beständig be­freit. Ich sage Ihnen, sowie der Gräfin, über beren Bericht ich in der Zeitung gelesen, meinen besten Dank." Mit aller Hochachtung Chris.#dermann, entier. Aitona bei Hamburg, Reichenstr. 6. Brets: 1 Palet Mt. 2.-, ½ Paket Mt. 1.-.

Bestandteile: Innere Nußrinbe 56. Wallnusschale 56, Ulmenrinde 75, Franz. Orangenblätter 50, Eryngit blätter 35, Scabtosenblätter 36, Lemusblätter 75, Dimms ftein 1.50, rotes Sanbelholz 75, Barbannawurzel 44, Carurwurzel 3.50, Radic Carlophyil. 3.50, Chinarinde 3.50, Eryngitwurzel 57, Fenchelwurzel( Samen) 75, Gras­tourzel 57, Lapathewurzel 67, Sükholzwurzel 75, Saffa: parillwurzel 35, Fenchel, rim. 3.50, weißen Senf 3.50, Nachtschattenftengel 75.

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