Oefterreich- Ungarn.
** Zu blutigen Zusammenstößen zwischen Deutschen und Tschechen kam es in Graez( Dest.- Schlesien) gelegentlich eines Demonstrationsausfluges der tschechischen Sofolvereine. Die deutschen Vereine suchten den in Nationaltracht einmarschierenden Sokolisten den Zutritt zu verwehren und demolierten den Festplay. Darüber fam es zu einem wütenden Kampfe. Bei der Heimfahrt wurden die Züge der Deutschen bon den Tschechen bombardiert und deutsche Frauen und Kinder verletzt. Die Zahl der Verletzten ist noch nicht feſtgestellt, sie wird auf 60 angegeben. Militär räumte schließlich Sie Straßen, sodaß nachts die Ruhe wiederhergestellt war. frankreich.
** Wie die Blätter melden, hat Major Dreyfus einen dreimonatigen Urlaub erhalten, den er in der Schweiz vers bringen wird. Es scheint der übliche Urlaub zu sein, der der Pensionierung vorausgeht.
Amerika.
** Der panamerikanische Kongreß wurde Montag in Rio de Janeiro eröffnet. Es find Vertreter aller südamerikanischen Republiken mit Ausnahme von Venezuela, Haiti und San Domingo erschienen. Rio Branco leitete die Sizung und hielt die Begrüßungsansprache. In einer vorbereitenden Versammlung wählte der Kongreß den brasilianischen Gesandten bei den Vereinigten Staaten von Nordamerika, Nabuco, zum Präsidenten und beschloß eine Dankesadresse an Präsident Roosevelt und Präsident Porfirio Diaz für ihre Vermittelung zwischen Guatemala, Salvador und Honduras zu richten.
Dof und Gesellschaft.
In Amsterdam ist das Gerücht verbreitet, die Königin Wilhelmine der Niederlande sei in Schloß Loc borzeitig entbunden worden.
*** In Gegenwart des Kaisers fand im Fjord von Molde eine Segel- und Ruder- Regatta statt, die von den Kuttern und Gigs der deutschen Kriegsschiffe veranstaltet war. Der Kaiser nahm an Bord der Hamburg" die Verteilung der Preise vor.
Deer und flotte.
Denkmal auf den Schlachtfeldern von Jena und Anerstedt. Auf den Friedhöfen zu Jena und Auerstedt sind dieser Tage in aller Stille die Grundsteine zu den Erinnerungsdenkmälern Für die in diesen Schlachten gefallenen Krieger gelegt worden. Die Einweihung der Grabdenkmäler soll am 14. Oftober, dem 100 jährigen Jahrestage der Schlachten, verbunden mit einem Feldgottesdienst auf beiden Schlachtfeldern, stattfinden. Der Kaiser wird zu der Feier die Generalfeldmarschälle Graf v. Haeseler und v. Hahnke entsenden.
Ein gewaltiger Fund. Fischer fanden in der Kieler Bucht das 40 000 Kilogramm schwere Steuerruder, das das Linienschiff„ Elsaß" vor 1/2 Jahren bei einer beschleunigten Probefahrt verlor. Um die„ Elsaß" schnell wieder kriegsbereit zu machen, mußte die damals noch unvollendete Preußen" ihr fertiggestelltes Ruder an das Schwesterschiff abgeben. Werfts dampfer sind abgegangen, um die Bergung zu versuchen.
Soziales Leben.
× Sperre der Budapester Mühlen? Der Budapester Ungarische Mühlenverein beriet über den Ausstand der Mühlenarbeiter und beschloß, den Arbeitern mitzuteilen, die Mühlen seien geneigt, den Arbeitslohn für die Sonntagsarbeit um 50 Prozent zu erhöhen. Wenn die Arbeiter dieses Bugeständnis nicht annähmen, seien sämtliche Budapester Mühlen gezwungen, ihren Betrieb vom 25. Juli ab, vollständig einzustellen.
Nab und Fern.
† Ferdinand von Saars t. Der bekannte österreichische Dichter Ferdinand von Saar hat in seiner Wohnung in Döbling bei Wien seinem Leben durch Erschießen ein jähes Ende bereitet. Das Motiv der Tat ist in einem langwierigen Beiden des Bedauernswerten zu suchen.
† Das Fleisch wird billiger- in Augsburg. Dort haber bie Schlächter den Preis für das Kalbfleisch von 72 Pfennig ruf 56 Pfennig für das Pfund heruntergesetzt, und zwar fün Fleisch von Kälbern erster Qualität. Zur Nachahmung bringend empfohlen!
+ Von einer Deichsel aufgeschlitt. Auf der Stralauer traße in Berlin wurde der Versicherungsbeamte Keller aué Kirdorf, als er auf einer Straßenbahn stand, von einer Wagendeichsel aufgespießt. Der Wagen tam aus einer Haus. einfahrt heraus, seine Deichsel drang dem Verunglückten in ben Leib, ihn buchstäblich aufschlizend. Der Zustand des so schwer Verletzten ist hoffnungslos.
Ihre
† Ein Rabenvater. Der Arbeiter Eichler aus Rirdor hat seine beiden sechs- und neunjährigen Knaben fortgesetzt in der brutalften Weise mißhandelt. Die unglücklichen Kinder varen halb verhungert und machten schon auf den ersten Blick den Eindruck elender, tranfhafter Geschöpfe. Körper sind über und über mit Wunden und blutunter laufenen Striemen bedeckt. Auf den Köpfen der beiden Knaben wurden mehrere offene, noch blutende Wunden fest gestellt. Die Stiefmutter wurde, wenn sie die Kinder schützen wollte, selbst unmenschlich geschlagen. Die armen Kinder wurden in einem städtischen Waisenhause untergebracht, und Jegen den bestialischen Vater Strafanzeige erstattet.
† Konkurs eines Vorschuß- Vereins. Einen geradezu fandalösen Konkurs hat der Vorschuß- Verein in Jülchen jemacht. Eine für diesen Monat in Aussicht gestellte Ab. chlagsverteilung kann nicht stattfinden, da nur 62 000 Marl erfügbar sind, wogegen sich die Passiva auf 1 100 000 Mari belaufen. Viele Mitglieder haben den Offenbarungseid jeleistet, gegen fünfzig ist das Zwangsvollstreckungsverfahren, jegen die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrated las Verfahren wegen Konkurs- Vergehen eingeleitet.
† Raubanfall. Als der Schlosser Werler aus Adlershof n der Nacht von Köpenik nach Hause ging und einen Richti veg durch die Kölnische Heide benutzte, wurde er dort von wei wildaussehenden, mit Knütteln und Messern bewaffneten Bestalten, überfallen. Sie nahmen dem Schlosser sein Porte: nonnaie mit 10,40 m. Inhalt ab und verschwanden dann in Dunkel des Waldes.
† Verhaftete Diebe. Der Arbeiter Hahne und der Reisend Lastning wurden in Leipzig festgenommen, als sie prößere Mengen Goldsachen verfaufen wollten. Diese stammen ms Diek rahlen her, die in Berlin verübt wurden.
† n Schacht ertränkt. In einem mit Wasser gefüllten Echte in der Nähe von Hagen wurde die Leiche eines ieit
Monatsfrist vermißten Dienstmädchens aufgefunden. Die Leida hatte vier Schüsse im Kopf.
† Dem irdischen Richter entzogen hat sich der Raubmörder Greie, der am 12. Juni auf der Landstraße bei Paunsdorf einen Handwerksburschen ermordet und beraubt hatte. Er wurde in Unterfreienstädt, Bezirf Merseburg, von einem Zimmermann erkannt und durch benachrichtigte Gendarmen verfolgt. Im Augenblick der Verhaftung beging der Ver. folgte Selbstmord.
† Der schlafende Mörder. Eicben polnische Arbeiter überfielen und erstachen den Bergmann Liebau in Kleinfurra( Bezirk Halle a. S.) im Schlaf. Der Mörder wurde mit dem blutigen Messer in der Hand verhaftet; er war neben seinem Opfer eingeschlafen.
† Der Rächer seiner Ehre. Der Adjunkt Schmidt in Germersheim, der Direktor der dortigen Volksbank, traf beim Nachhausekommen vom Kirchgange seine Frau in Gesellschaft eines Leutnants vom 17. bayerischen Infanterie- Regiment an. Schmidt schoß seiner Frau eine Kugel durch den Kopf, er stellte sich dann selbst der Polizei.
† in Nanbmord. In einer Grube bei Gladbach wurde eire gut gekleidete männliche Leiche gefunden, die Schußwunden und benetzungen des Schädels, die von Hammerschlägen herrälen, aufweist. Alle Anzeichen deuten auf einen Raub mord hin.
† Ein Boots- Unglüd. Bei einer Gewitterboe fenterte in der Bismarschen Bucht ein Boot, in dem der Unteroffizier W. Tesienom, zwei Sergeanten und drei Einjährig- Freiwillige des 2. uillons des 90. Füselier- Regiments eine Segel partic unternahmen. Von den Verunglückien konnten füns durch den userfahrenden Postdampfer„ Poel" und durch ein Fischerbet gerettet werden. Der Unteroffizier Tessenow ertrant.
† Vier Kinder verschüttet. In Mittellerbach in der Pfalz wurden vier in einer Sandgrube spielende Kinder verschüttet. Zwei davon sind tot, die zwei anderen schwer verletzt.
† Von Mörderhand gefallen. In ihrem Bureau in Warschau wurden die beiden Vertreter der Berliner Firma Weller am hellen Tage durch Revolverschüsse getötet. Da das auf dem Tische liegende Geld und auch die wertorden Uhren der Ermordeten, Ingenieur Loewenstamm und Stonto rist Stambulke, nicht entwendet waren, kann es sich nicht um einen Raubmord handeln. Um die Politik haben sich die beiden Ermordeten nicht gefümmert, die Motive zu dieser Tat bedürfen also der Aufklärung.
+ Mordtaten in Kurland. In der Nähe von Tagah wurde der Baron Heinrich von Campenhausen auf dem Zelde er. mordet gefunden. Er ist ein älterer Bruder des Parons Campenhausen Stolben, der im Mai ermord. wurde.
† Das bestohlene Ministerium. Im fersen Finanz ministerium in Belgrad find Punzirmatrizen im Werte von 40 000 Francs abhanden gekommen. Der Diebstahl ist um so auffallender, als die Matrizen in der Hauptkasse des Finanz ministeriums unter doppelter Sperre verwahrt worden waren.
† In den See gestürzt. Bei Spokane in Nordamerika entgleisten infolge eines Schienendefektes die Lokomotive und zwei Wagen des Nord- Blizzzuges und stürzten über das Geländer in den Diamantsee. Elf Personen sind dabei ums Leben gekommen.
† Einsturz eines Hotels. In South Framingham in Massachusetts stürzte der Neubau eines Hotels ein. Fünfzig Personen wurden unter den Trümmern begraven. Behn Personen wurden getötet, dreißig schwer verleẞt
Die„, Boruffia"-Katastrophe.
( Sonder- Bericht.)
§ Dortmund, 24. Jult.
Rieine Ursachen, große Wirkungen; ein Grubenarbeiter tieß aus Unachtsamkeit eine Grubenlampe um, dadurch entstand auf der Zeche Borussia" der große Brand, der 39 Bergleuten den Tod in den Flammen oder durch Ersticken brachte.
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Vor der Straffammer des hiesigen Landgerichts steht unter der Anklage der Körperverlegung mit Todeserfolg der Betriebsführer Rüther, dem man die Schuld an dem Unglück zur Last legt Das Unglück selbst entstand auf der fünften Sohle der Zeche dadurch, daß mehrere Bergarbeiter am Füll ort einen großen Stapel Holz beiseite schaffen mußten, um für die leeren Wagen Platz zu machen. Bei dieser Gelegenheit warf ein Arbeiter, der seine Aufmerksamkeit dem herunterkommenden Förderkorb zuwandte, versehentlich ein Stüd Holz gegen eine Petroleumlampe, die dadurch umfiel. Der Brand griff rasend schnell um sich, die Belegschaft suchte schleunigst durch den einzigen Schacht( ein zweiter, moderner war erst im Bau) nach oben zu gelangen. Aber ein Teil aus den entfernter gelegenen Revieren erreichte den Ausgang nicht mehr, obwohl von den Bergleuten zehn Stunden lang unter Hintanseßung des eigenen Lebens an der Rettung der Kameraden gearbeitet wurde. 39 Bergleute, darunter 18 Familienväter verschlang das wütende Element. Das war um so schrecklicher, als es nur gelang, 14 Leichen sofort zu bergen, 25 blieben in der Grube. Erst um Oſtern dieses Jahres wurden eine Anzahl Gebeine Verunglückter gefunden und dann unter riesiger Beteiligung der Bevölkerung zu Grabe getragen.
Ein Jahr dauerte die Untersuchung und nun glaubt man in dem Angeklagten Rüther den für die Katastrophe Verantwortlichen gefunden zu haben. In den Kreisen der Bergarbeiter hat das Unglück neben tiefer Trauer um den Verlust so vieler Kameraden auch einen Entrüstungssturm hervorge rufen. Es wurden Stimmen laut, die ähnlich wie bei der Katastrophe von Courrières auch in diesem Falle die Ursache des Unglücks ungenügenden Sicherheitsvorrichtungen zur Lait legten. Als Häuptmängel wurde in Fachkreisen die fast garz fehlende, zum mindesten aber nicht genügende Berieselung der Strecken angegeben, und in zweiter Linie das Dulden von nicht genügend gesicherten Lampen an einer Arbeitsstätte, wo trockenes Holz gestapelt lag. Der Angeflagte Rüther, der sich mit großer Keckheit verteidigt, gibt zu, die vorgeschriebene Berieselung unterlassen zu haben; er habe sie nicht für nötig gehalten, weil an dem Füllort, wo das Feuer ausbrach, fein Kohlenstaub gewesen sei. Die Unglückslampe hat sich in einem sehr mangelhaften Zustande befunden und war ohne Scheiben. Der Verhandlung wird von allen Kreisen weitgehendstes Interesse entgegen= gebracht, ist doch das Unglück auch am 8. Februar im Reidstage besprochen worden und hai Handelsminister Delbrück ein rücksichtsloses Vorgehen auch gegen etwaige Mitschuldige aus der preußischen Bergwerksverwaltung angefündigt. Wither bestätigt auf Befragen des Sachverständigen, Bergassessors Randebrock, daß die Wetteriüttung auf, Borussia"
beraltet, ja, geradezu richt und ganz zwed. Io gewesen sei. Bergwerksdirektor Niederstein, der bald nach Bekanntwerden des Unglückes nach der Borussia" geeilt war, lobte die von dem Angeklagten Rüther getroffenen Rettungsmaßregeln und ihn selbst als energischen, umsichtigen Lei er, der Rettungsversuche. Der 17 jährige Arbeiter Karl Thi mann, welcher die Lampe umstieß, die den Brand verursachte, bekundete, daß auf der Grube stets sich Wassermangel bemerkbar gemacht habe; als der Brand im Entstehen mar, wollte Thiemann einige Eimer Wasser haben, doch ehe dicse çe olt wurden, war ein Verweilen an der Brandstätte schon unmöglich geworden. Wenn Hydranten in genügender Anzahl dagewesen wären, so hätte das anfangs geringfügige Feuer leicht bewältigt werden fönnen.
Borwärts" überlie hriften des Reicher Mammern bero Ribaltion des Bor Ich gebe biefe Beamten des Reichs ciner ähnlichen Har abuwalzen. Herr& bag man fich dafür
Auch die Aussagen der anderen Zeugen und Sachver ständigen lassen erkennen, daß auf der Zeche Borussia" nicht alles so war, wie es sein sollte und daß aus diesem Grunde alle gegen die Bergwerksverwaltung erhobenen Vorwürfe nur zu berechtigt sind. Ohne die Nachlässigkeit in der Beobachtung der fundamentalsten Sicherheitsmaßregeln hätten wir in Deutschland fein zweites Courrieres erleben brauchen. A. S.
Aus dem Gerichtsfaal
§ Revision im Prozeß Zander. Nachdem bereits der Ver. teidiger des Major von Zander sich bei dem Schwurgerichts urteil nicht beruhigte, hat nun auch der Staatsanwalt Revision eingelegt.
jedoch abgelehnt, pe Herrn Fifcher erflä Salte, aus we ner T 61 gab mir Herr R. Reichsverband zu gebrudten Briefen b aus der Zeit bes
hlagen und bem Berlin, den 23
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Shuhindu Chuhinduftrieaus ftell Coffel abgehalten on der Regierung fi Orangerie Schloffes. Bentralverband deutfa ** In die Fa batte in legter Beit miffen, daß ihm aus Bopnung während fein gestohlen wurden. Tro sicht geglüdt, den Lang Befohlene die Wach ir plante eine längere mter verftedt in der mmen. Richtig, der nde weg, ba fließt
§ Soldaten als Raubmörder. In Posen wurden die beiden Musketiere Rosinski und Geppert, die einen polnischen Landwirt ermordet und beraubt haben, früh 6 Uhr hinge richtet. Das Gnadengesuch der beiden Raubmörder ist abge lehnt worden und so wurde der Gerechtigkeit freier Lauf ge lassen. Vor nicht allzu langer Zeit machte Rosinsky durch einen verwegen ausgeführten Fluchtversuch von fich reden. Rosinsky befreite sich von seiner Fesselung, gelangte durch ein in die Diele seiner 3.lle gebrochenes Loch in eine nichtbewohnte und daher unverschlossene Zelle, und von da ins Freie. Nach 2 Tagen wurde der Ausbrecher von einem Fleischermeister erkannt und wieder eingeliefert.
Lokales.
aufe wohnende Frau
25. Juli.
** Landgraf Alexander von Hessen beabsichtigt, im Oktober Deutschland zu verlassen und eine längere Fahrt nach Indien zu unternehmen.
Das Großh. Regierungsblatt Nr. 17, ausgegeben am 26. Juli, enthält das Gesetz zur Aenderung des Gesetzes, die Feld bereinigung betreffend, vom 28. September 1887.
** Verliehen wurde dem Stadtkämmerer Just us Werner zu Weglar der Königliche Kronenorden vierter Klasse und dem pensionierten Oberbriefträger Just us Koch zu Eudorf bisher Frankfurt a. M. das Allgemeine Ehrenzeichen.
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** Die Gießener Stadtverordneten Ver sammlung hält Freitag, den 27. Juli 1906, nachmittags 4 Uhr eine Sigung mit nachstehender Tagesordnung ab: 1. Baugesuch des Jakob Horn für die Steinstraße. 2. Baugesuch von Weidig für den Seltersweg. 3. Baugesuch von Dennighoff für die Sonnerstr. 4. Baugesuch von Leichtweiß für die Sonnenstr. 5. Baugesuch von Rothenberger für den Neuenweg. 6. Baugesuch von Bender für die Oftanlage. 7. Entwässerung des Grundstücks von Dr. Zinßer an der Goethestr. 8. Erbauung einer Gerwerbeschule.- 9. Vergrößerung des Exerzterplag: 8. 10. Ueberlassung der früheren Festhalle der Aftienbrauerei an den Berein Hundesport. 11. Einführung der Wasserleitung in das Diestzimmer des Friedhofsaufsehers am Rodtberg. 12. Entwässerung der städtischen Raserne. 13. Entwässerung der israelitischen Leichenhalle. 14. Vergebung von Arbeiten für die höhere und erweiterte Mädchenschule. 15. Lieferung von Fußbodenöl.- 16. Be schaffung von Werkzeug für die städtischen Arbeiter. 17. Gesuch der Laternenwärter um Urlaub und Stellvertretungskosten. 18. Herstellung eines Unterkunftsraumes für die Wiesenarbeiter. 19 Beschaffung eines Fahrrads für den Laternenausseher. 20. Beschaffung eines Fahr rads für das technische Bureau des Gas- und Wasserwerks. 21. Erwerb von Straßenland für die Johannesstr. 22. Kabellegung in der Hensel- und Bismarckstr. 23. Auf stellung einer Laterne am unteren Ende der Wolfsstr. 24. Versorgung der Wirtschaft beim Philosophenwald mit Licht und Wasser. 25. Voranschlag des Realgymnasiums und der Oberrealschule für 1907. 26. Vergütung für die Reinigung von Schulräumen der höheren und erweiterten Mädchenschule. 27. Schanttonzessionsgesuch von a. Dito Sick für Hammstr. 14, b. Johann Gerlicher für Kirchstraße 11.
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*** Am Samstag hielt der leiberg Verein auf der Burg seine diesjährige Generalversammlung ab. Aus den Mitteilungen und dem Rundgang durch die Burg er hellt, daß auch im verflossenen Jahre nach Kräften an der Echaltung des Baues gearbeitet worden ist. Der zweite Vorsitzende, Geh. Justizrat Dr. Schmidt, legte eine Ansicht der Burg vor ihrer Zerstörung im Jahre 1646, also in ihrer unsprünglichen Gestalt, vor.
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„ Vorwärts"-Streiche. Dem Vorwärts" sind in der letzten Zeit wiederholt durch einen groben Ver trauensbruch Briefe an den Reichsverband gegen die Sozial demokratie bezw. des lezteren an seine Mitglieder zum Abdruck zur Verfügung gestellt worden. Nun hat sich herausgestellt, daß der Kanzleibeamte Ostar Hellmann durch Vermittlung des Redakteurs R. Fischer sie der Redaktion des Vorwärts" überlieferte. Der Reichsverband übermittelt uns folgende Erklärung Hellmanns:
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Ich, Ostar Hellmann, seit 1. Februar 1906 Kanzleibeamter des Reichsverbandes gegen die Sozialdemokratie", erfläre hiermit, daß ich von verschiedenen an den Reichs: verband ger heten und von der Geschäftsstelle des Reichsverbandes an Mitglieder des Reicht verbandes gesandten Schreiben Durchshläge angefertigt und diese durch Vers m.ttlung des Redakteurs R. Fischer der Redaktion des
hörenden Sachen. No fort gefaßt und der alb von feiner Schein
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o jo fonnte die Frau bracht werden.
Deutscher Du Ruiturnfeft in Hanau anten: 275 Heftoliter bage Bier, 6770 F ein und 28 Heftoliter
int juridgeblieben Hanau im Jahre 1891
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