durchgedrückte Resolution zugunsten des Generalstreits im Fall der Bedrohung des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts und schließlich die von Bebel später vorgelegten Vermittelungsvorschläge, welche die offizielle Beteiligung der Gewerkschaften bei einem von der Partei inszenierten Generalstreif zwar nicht fordern, dafür aber Wohlwollen und event. Unterstützung von diesen erwarten. Die weiter folgende Besprechung des befannten Standals in der Vorwärts- Redaktion, der mit dem Austritt der sechs Redakteure endete, verspricht pitante Enthüllungen.
Die Tagesordnung des auf eine volle Woche berechneten Parteitages umfaßt außerdem die Punkte Geschäfts- und parlamentarischer Bericht, Maifeier, Internationaler Kongres 1907, Wolfserziehung, Strafrecht, Strafprozeß, Strafvollzug, Wahl des Vorstandes und die massenhaft vorliegenden Anträge. Als eine neue Veranstaltung ist zum erstenmal sozialistische Jugendkonferenz" in Aussicht genommen, die fich an den Parteitag anschließt.
Nab und Fern.
eine
Von einer Katze zerfleischt. Die Frau eines Fabritantet in Rigdorf glitt, als sie zu dem Grünkramfeller von Schen in der Erfstraße hinabstieg, auf der schlüpfrigen Treppe aud and stürzte in den Keller. Noch bevor sie wieder aufspringen ' onnte, wurde sie von der Katze des Sch. angefallen, die ihr den Arm vollständig zerfleischte. Als sich Frau G. mehrte, jprang ihr das wütende Tier an die Brust. Nur mit Mühe gelang es, die Kaze von ihrem Opfer loszureißen. Ein Arzt leistete der schwerverletzten Frau die erste Hilfe. Die Katze wurde sofort getötet.
† Ein Mörder- Kleeblatt. In geradezu bestialischer Weise hat sich bei Falkenburg in Pommern der Schäfer des Gutes Klausdorf seiner Frau entledigt. Er ermordete die Aermste unter Hilfe seiner Mutter und Schwester und warf die Leiche In den Dorftümpel. Die drei Mörder wurden verhaftet.
† Brennendes Delwerk. In der Delfabrik GroßgerauBremen brach plößlich ein Feuer aus, das die sämtlichen, dem Holzhafen gegenüberliegenden Gebäude zerstört hat. Die bahinter gelegenen Lagerschuppen und Verwaltungsgebäude sowie die benachbarten Holzschuppen, ebenso wie mehrere andere in der Nähe befindliche Schuppen fonnten gerettet werden. Das Feuer wütet besonders in den Kellerräumen noch fort, die Feuerwehr hat jedoch schon die Gewalt darüber ge
wonnen.
† Ein unredlicher Geschäftsführer war der Kaufmann Hans Schnitzler von der Butter- und Viktualien- Engroshandlung Berta Hennes, die in zahlreichen rheinischen Städten Filialen besitzt. Er war Anfangs dieses Jahres nach Unterschlagung von 90 000 M. aus Aachen geflohen, wurde jegt in Oberwesel mittellos aufgegriffen und ins Untersuchungsgefängnis überführt.
† Verduftet. Aus Budapest ist der bekannte Sportsmann und gewesene Abgeordnete Graf Julius Csekonics, der Sohn eines der reichsten Aristokraten und Hofwürdenträgers verschwunden. Der Graf hat angeblich drei Millionen Kronen Schulden. Die Familie erklärt, ihr sei der Aufenthalt des Grafen bekannt, die Verpflichtungen betrügen nur 1/2 Millionen, wobei zumeist Wiener und Budapester Buchmacher interessiert seien.
† Eine ganze Stadt durch Explosion zerstört. Die Stadt Jellico in Tennessee( Amerika) war der Schauplatz einer furchtbaren Dynamiterplosion, die den ganzen Ort so gut wie zerstört hat. Neun Personen sind tot, fünfzig verletzt, mehr als 500 obdachlos.
Die Explosion erfolgte in einem mit Dynamit beladenen Waggon, der auf einem Nebengleise in einem von der Southernund Louisville- Nashville- Bahn gemeinsam benußten Teile des Güterbahnhofes stand. Die Wirkung der Explosion war eine entseßliche, die ganze Stadt gleicht einem Trümmerhaufen. Der angerichtete Schaden wird auf eine Million Dollars ge= schätzt. Von den benachbarten Orten sind Hülfsexpeditionen abgeparnen.
† Dem Richter entrückt. Die Aerzte haben den neun, fachen Mörder May Dittrich für geistestrank befunden. Er wird schon in den nächsten Tagen in die Frrenabteilung des Buchthauses zu Waldheim übergeführt werden.
† Die Zahl der Opfer des Taifuns von Hongkong beträgt, wie jetzt feststeht, mehr als 10000. Dem Sturm fielen außer ben im Hafen von Hongkong zerstörten Schiffen etwa sechshundert Fischerboote zum Opfer. Von dem deutschen Kanonenboot Tiger" ist in Berlin die Meldung eingegangen, daß das Schiff den Taifun glücklich überstanden und abgesehen bon einigem Materialschaden( 3 Boote verloren) keine Verluste erlitten hat. Die Niobe" ist ganz von dem Taifun verschont geblieben. Für die Hinterbliebenen der Opfer regt sich überall die öffentliche Wohltätigkeit. Der Norddeutsche Lloyd zu Bremen hat 6000 Mart gestiftet. Von der chinesischen Be= völkerung in San Franzisko sind 10 000 Dollar nach Hongkong abgesandt worden. Nachrichten aus Manila zufolge sind auch die Philippinen von einem Taifun betroffen worden. Südlich von Manila sind die Telegraphenleitungen zerstört, sodaß über die in der Provinz angerichteten Verheerungen noch feine Nachrichten zu erlangen waren. Das Arsenal in Cavite und die dort liegenden Schiffe haben Schaden ge= nommen; das Kanonenboot Arayat" ist gestrandet. Bunte Tages- Chronik.
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Lübeck, 22. September. Der hiesige Dampfer„ Elbe" schleppte den auf See hülflos angetroffenen Bremer Dampfer Rußland" ein, der eine für Petersburg bestimmte Geldsendung von 4 360 000 Mark an Bord hatte.
Wiesbaden, 22. September. Der nach hier engagierte Opernsänger Wilhelm Teller ist in Kitzbühel in Tirol an Fleischvergiftung gestorben.
München, 22. September. Heute morgen wurde auf einer Wiese in Schwabing eine Frauensperson mit durchschnittenem Halse tot aufgefunden. Es ist dies binnen drei Wochen hier schon der dritte Mord.
Palermo, 22. September. In Termini sind heute nachmittag abermals Erdstöße verspürt worden, welche bei der Bevölkerung eine Panik hervorriefen und durch welche noch mehr Häuser beschädigt wurden.
Das Erbe der Bettlerin.,
§ Berlin, 22. September.
Mit einem Fall von rücksichtslosester Erbschleicherei hatte fich das hiesige Landgericht I zu befassen. Der pensionierte Schußmann Heinrich und seine Frau waren angeklagt, die
Bettlerin" Helene Kugelmeier aus Volpershausen um die Summe von 9000 M. durch betrügerische Manipulationen 2c, geschädigt zu haben, und wurden zu je 3 Mo a en Gefäng nis und der Herausgabe der erschwindelten 9000 m. verur: teilt. Der Verhandlung lag folgender, in seinen Einzelheiten hochinteressanter Tatbestand zu Grunde:
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In Volpershausen in Westfalen lebte die Bettlerin und Orts: arme Helene Kugelmeier. Durch einen Sturz aus dem 4. Stod hatte sie einen Schaden an ihrem Geisteszustande erlitten und fristete fümmerlich ihr Leben durch Betteln, da die Gemeinde Volpershausen 1 M. sage und schreibe Eine Mart für den monatlichen Unterhalt der Armen ausgesetzt hatte. Im Grunde genommen war die Kugel meier aber nicht arm, denn ihr waren 9000 M. von ihrer in Berlin verstorbenen Schwester hinterlassen worden, deren Verwaltung man ihr, der Schwachsinnigen nicht anvertraut hatte, sondern dem Mann ihrer Schwester, dem jetzt pensionierten Schußmann Fr. Heinrich. Das Erbe ihrer Schwester betrug 18 000 Mart und sollte die eine Hälfte ihr, die andere ihrem Schwager zufallen. Heinrich fam jedoch zu der höchst egoistischen Ansicht, daß er von den 9000 Mart, die er seiner Schwägerin abgeben sollte, einen bedeutend besseren Gebrauch machen könne, als die Geistestrante und faßte den Plan, die Bettlerin um ihr Erbteil zu bringen. Durch allerlei Vorspiegelungen lockte er die Kugelmeier von Volpershausen fort und veranlaßte sie nach Berlin zu ziehen. Hier hatte die Arme ein wahres Martyrium auszustehen, sie mußte oft Hunger leiden und wurde sogar von Frau Heinrich wiederholt in arger Weise gemißhandelt.
Die Geistesschwäche der K. wurde aber noch in anderer Weise ausgebeutet. Heinrich veranlaßte die K., einen Vertrag zu unterschreiben, der den Passus enthielt, daß sich die Heinrichschen Eheleute gegen Uebergang des Vermögens an sie verpflichteten, der Geistesschwachen Kost und Logis zu geben. Sollte diese es jedoch vorziehen, das Haus der Angeflagten zu verlassen, so wären diese nur verpflichtet, an die Helene K. nur- 5 Mark monatlich zu zahlen.
Als die Kugelmeier die liebevolle" Behandlung ihrer Verwandten satt hatte, entfloh fie nach Westfalen, und hungerte und bettelte sich bis Volpershausen durch. Die Aermste hatte nicht einen Pfennig in der Tasche, denn die Heinrichschen Eheleute hatten sich den rohen Scherz geleistet ihr eine sogenannte Blüte" anstatt eines echten Tausendmarkscheines zu geben. In Volpershausen erfuhr der Vormund die ganze Affäre und erstattete gegen die H.'schen Eheleute wegen Betruges und Urkundenfälschung Anzeige. Der Staatsanwalt bezeichnete
das Vorgehen des würdigen Ehepaares als eine geradezu schändliche Erbschleicherei.
Nun haben die Erbschleicher ihren Lohn. Erstens ist ihnen die Möglichkeit, von dem Erbanteil der R. auf legalem Wege doch noch etwas zu bekommen, außer dem Bereich aller Möglichkeit gerückt, zweitens dürfen sie während ihrer dreis monatigen Gefängnishaft über das Verwerfliche ihrer Handlungsweise nachdenken und drittens müssen sie das erschwindelte Geld wieder herausgeben. Und das letztere wird sie wohl am meisten ärgern!
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Aus dem Gerichtsfaal
§ Der Breslauer Aufruhrprozeß. In der fortgesetzten Verhandlung sagen mehrere Schuyleute aus, sie hätten ge= sehen, wie der Angeklagte Schneider mit offenem Messer auf Die Polizeibeamten losgegangen sei. Schneider bestreitet das, er sei an dem Abend betrunken gewesen. Polizeikommissar Bernert hat von dem Messerangriff nichts bemerkt. Mutter und Schwester der angeklagten Hebamme Haase wollen eben. falls beobachtet haben, wie mehrere Schuyleute gemeinsam einen alten Mann angegriffen hätten. Darüber seien sie empört gewesen und die Angeklagte hätte dem Worte gegeben. Der für den Striegauer Plazz zuständige Kommissar sagt, daß sich niemand wegen erlittener Mißhandlungen beschwert hätte.
Hus fortunas Schatzkammer.
Von Arnold Rohde.
,, Am Golde hängt, nach Golde drängt doch alles." Dieser Weisheitsspruch des Dichters gewinnt wieder besondere Bedeutung durch die jetzt fast alle Tage einlaufenden Nachrichten von der Entdeckung neuer Goldfelder in Kanada. Ob es wirklich Wahrheit ist, daß dort weite und vollständig unausgebeutete Lagerstätten des edlen Metalls entdeckt wurden, mag dahingestellt bleiben man darf Meldungen aus dem Lande des Humbugs gegenüber schon etwas mißtrauisch sein. Immerhin hat Mutter Natur schon manchesmal sich unvermutet freigebig gezeigt und den habgierigen Menschenkindern Schäße von großem Werte vor die suchende Spitzhacke geworfen.
Eine der reichhaltigsten Sammlungen von Riesen- Goldflumpen enthält das Minen- Museum in Sidney( Australien.) Sie sind durchweg in der Provinz Viktoria gefunden. Das prächtigste Stück, welches als welcome Stranger Nugget ( Willkommener Fremdling) bekannt ist, wurde am 5. Februar 1869 von zwei Engländern Namens John Daeson und Richard Dates beim Durchsuchen eines Stück angeschwemmten Landes, nahe bei Dundly, und zwar fast an der Oberfläche des Bodens, gefunden. Es war etma 21 3oll lang, 10 Zoll dick und enthielt nur etwas Quarz und Eisenoxyd. Der Hauptbestandteil war massives Gold. Es waren 2286 Unzen oder, nach dem Ausschmelzen, 2248 Unzen Feingold, die auf der Bank von England auf 9534 Dollar geschäzt wurden.
Ein zweiter Welcome- Nugget fam dem ersten an Gewicht sehr nahe und brachte seinen glücklichen Findern sogar noch etwas mehr ein. Er wurde auf dem Bakery- Hügel, Ballarat, von einer Gesellschaft von 24 Mann in einer Tiefe von 180 Fuß gefunden, und war 20 Zoll lang, 12 Zoll breit und 7 Zoll dick. Er enthielt etwa 10 Pfund Quarz nebst anderem Gestein und 2218 Unzen Feingold. Er wurde für 9325 Dollar verkauft, nach London gebracht und eingeschmolzen. Er ent= hielt 23 Karat 38 Gramm feines Gold. Der Blanche BarklyKlumpen wurde 13 Fuß unter Terrain gefunden; er war 28 8oll lang und 10 Zoll breit und wog 17431 Unzen. Er wurde in London für 6905 Dollar gekauft und eingeschmolzen. Und an diese Giganten reihen sich noch eine Menge nicht ganz gleichartiger, aber doch ansehnlicher GeSellen, über die jedermann wohl gern bei Gelegenheit einmal stolpern möchte.
Der erste große in Australien entdeckte Klumpen wurde von einem ganz verständigen eingeborenen Knaben gefunden, der in Walluwa Station im Dienste des Dr. Kerr stand. Der Bursche hütete eine Heerde Schafe und bemerkte etwas Funkelndes in der Ecke eines verwitterten Quarzblockes. Gr schlug mit seinem Tomahawk ein Stüd, das er für Gold bielt. davon ab. Sofort ging er zur Hauptstation zurück und
berichtete dies seinem Herrn, Dr. Herr; er machte di ohne weiteres zum berechtigten Inhaber des ganzen Fune Dr. Kerr ließ sich das nicht zweimal sagen und jagte Windeseile auf seinem Pferde dem Felde zu. Drei B Quarz, welche einen Zentner Gold enthielten, waren aus ihrem Lager gelöst. Da Herr Dr. Kerr die Stüde fortbringen konnte, brach er sie in fleinere Teile, schwerste der beiden größeren Stücke war einer Honigr Partikelchen von frystallinischer Form. Das zweitgri Stüd war glatter und die Goldteilchen waren feſter primiert; es sab aus, als ob Wasser darauf eingewirft bit Als alle diese Stücke zur Schäzung auf der Bauf zu Bathr
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ndigt, die Borgefeb meidet das Rommando Laft: In zwei Glieder ben und die Geftionen
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oder einem Schwamin nicht unähnlich und bestand end des Marfches d
angehäuft waren, boten sie einen prächtigen Anblick. G vermochten mit ihrem Glanze", so versichert der Sym Morning Herald"," jeden Mann zu blenden, der fich mit ftoischer Ruhe wappnete."
Australien noch Klumpen von mehreren hundert Unzen
en darf. Raum aber
als es auch schon Bum legten Mal Beder auf und die Leu nor die Türen, denn im luftigen Pantle Stod und Flasche
Samstags aus dem Ma
Vor gar nicht langer Zeit fand man ebenfalls unsere Straßen, n wicht in der geringen Tiefe von 20 Fuß. Es treiben wird der legte Abschi
also, wie man sieht, noch ganz ansehnliche Klumpen auf Welt umher, und derartige Kleinigkeiten sind nicht zu b achten, zumal, wenn man nur ein 20 Fuß tiefes Loca bohren hat, um über 10 000 Mark herauszuholen.
Hoffentlich haben meine Zeilen nun nicht die Wirkur daß meine Leser gleich mit Hace und Spaten ausziehen, das Glück ungesäumt an's Tageslicht zu holen. Denn die alten Goldfelder sowohl wie für die angeblich neue deckten gilt immer noch der Spruch, daß Geld und Gut al nicht glücklich macht. Das rechte Glück und die rechte Go ader liegen jedem Menschen nahe und find leicht zu erreida
durch ehrliche Arbeit in dem vom Schicksal vorg schriebenen Berufe. Das ist die wahre Goldgräberei und Segen wirft nachhaltiger, als ein vom blinden Zufall in ta Weg geschleuderter Klumpen gleißenden Metalls.
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Vermischtes.
Erwischte Paletotmarder. In einem Haufe der dowerstraße in Berlin bemerkte ein Kriminalbeamter Burschen, die sich in verdächtiger Weise an den Wohnungs türen zu schaffen machten. Einer der beiden trug eina Paletot über dem Arm, der einen intensiven Mi geruch von Medizin, Lysol, Karbol usw. ausströmte. Sa Kriminalschußmann roch auf diesen Geruch hin die Verbreche nahm die Burschen fest und ließ dann bei den Aerzten der Nachbarschaft anfragen, ob vielleicht bei ihnen ein Baleta vermißt werde. Auf der nahen Unfallstation meldete ein r einen derartigen Verlust und erkannte den beschlagnahma Mantel als den seinigen wieder.
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Die größten Kirchen der Welt. Das ehrwürdig Münster in Köln hat in den lezten Tagen wieder Grund zu Beunruhigung gegeben. Wetter und Wind haben an ba Sandsteinblöcken ihr Zerstörungswerf geübt, und umfangreiche Reparaturen notwendig gemacht. Der Kölner Dom faßt a 30 000 Personen, steht also was Größe anbetrifft, an vierte Stelle unter den Kirchen der Welt. St. Peter in Rom fat 45 000, der Dom in Mailand 37000 und St. Paul in Rom 35 000 Personen. Ebenso groß als der Kölner Dom ist dal Münster in Ulm, kleiner St. Paul in London 25 000, die ehemalige Sophienkirche in Konstantinopel 23 000, Notredame in Paris 21 000, die neue Kathedrale in Newyork 17 000 St. Stephan in Wien 12 000, St. Markus in Venedig 7000 Notredame in Einsiedeln 6500, Spurgeons Tabernatel in London 6000.
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=" Treu" ist die Soldatenliebe. Jm ,, Niederl. Anzeiger findet sich ein Nachruf, der recht bezeichnend ist für die milita fromme Denkungsart der jungen Damen von Sonnewalde Der Nachruf" lautet:" Den lieben Soldaten, die uns während ihrer Einquartierung in unserem Ort einige so glüdli Stunden bereitet haben, rufen wir ein herzliches Lebewo und„ Auf Wiedersehen!" nach. 17 Sonnewalder Bürge töchter."
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Ein Prozeß um 70 Millionen. Vor den Newyorla Gerichten begann dieser Tage ein riesiger Erbschaftsprogs Ein verwaister Großneffe hat das Testament, welches b ganze Vermögen des vor kurzem verstorbenen Millioni Russel Sage seiner Witwe vermacht, außer unbedeutend Legaten für 25 Neffen und Nichten, durch einen hervorragend Anwalt aus dem Grunde beanstandet, weil Sage vor Jan ein anderes Testament seinen wirklichen Absichten entsprede gemacht habe und bei Abfassung des zweiten Testaments it im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte gewesen und ungehör beeinflußt worden sei. Die Verhandlung endete mit eina Ausgleich zwischen den Exekutoren von Sages Testament un den Verwandten. Statt 25 Dollar erhalten die Neffen Michten je 50 000 Dollar.
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Der Affe sehr possierlich ist.... Im Zoologis Garten im Bronse Park in Newyork wird in einem a Affenkäfige ein großer japanischer Affe gehalten, der frila in einer Feuerwehrwache seine Heimat hatte. Der Brida eines der Feuerwehrleute hatte das Tier, als es noch a jung war, von einer Seereise mitgebracht und es der Fe wehrkompagnie zum Geschenk gemacht. Anodo, so hieß Affe, war bald der Liebling der Leute, doch mußte er Allotria halber, die er trieb, dem Zoologischen Garten De geben werden. Als vor wenigen Tagen einer der Wirt Anodo in seine Stube mitgenommen hatte und ihn einen Augenblid allein ließ, bemächtigte fich Knodo Garderobenschranks und zog sich in aller Gile, wie er e bei den Sprizenleuten gesehen hatte, einen der Anzüge und begrüßte den eintretenden Wächter mit einem Freu geheul. Nur mit Mühe konnte der brave Vierhänder gebracht werden, den Anzug wieder auszuziehen, doch Direktion des Zoologischen Gartens hat Knodo eine Fee wehruniform machen lassen, die er seitdem Tag und N nicht vom Leibe läßt.
Cokales.
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23. September 1906 ** Reserve hat Ruh! Die regenschwere Septemb nacht geht in fahles Dämmerweben über. Noch liegt b Grau des Morgens über Stadt und Flur gebreitet, di auch schon die alten Leute pardon, Reservemänner aus den feuchtschimmernden Gebäuden eilen und auf b Kasernenhof ein eifriges Treiben entfalten. 8wei Jah sind sie zusammengewesen und als gute Kameraden h sie manches gemeinsam erlebt und manches einander mitgetei jeßt, wo es ans Scheiben geht, werden sie gewahr, bai eigentlich noch recht viel sich zu sagen haben. Es flute
en fie in den Wagen d und der Zug donner Die Rebel des Septem
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Der Großher hilfen bei dem Step Saedrich Deeg aus Anla e Arone zum Silbernen des Großmütigen verlieher
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In der Wormfer Herzog wird Montag ei Reife antreten. Man ver fammentanft mit dem Bar
a. Bezirksspart ordentliche Generalversamm fand am 21. 1. M. in d
ule ftatt. Der Geschäft Rengewinn von 57 321, Barmhung der Rüdlag willigung der ligen 17355 Mart verwendet und zeitgemäße Einrichtun fie vom 1. Oftober d. Je 8-1 Uhr und nachmitt Bublifum geöffnet ist und Sage an beginnt. Der Lurch die Amteniederlegu mußte eine Neuwahl de und wurden gewägit Ren
Buchhalter Eisenhau Haas als Kontrolleur. Manöver. flagene rote Partei wa und Haffenroth zurückge nordlig legteren Ortes und eine Gefadron 23 er Majors v. Wunsch, Rom
ausgestellt, die fich ei cm 20. von Blau genom Am geftrigen So
auf dem alten Friedhof längerem Leiden im Alte Landgerichtsrath i. P. Dr beftattet. Die Trauerfeie wobei Pfarrer Dr. Nau greifenden Nachruf widm errlichen Worten das sch Berdegang, feine ehrenh ilung gepaart mit M
en Sinn und seine Bohitun für Biele. An desoberhessischen Geschic Acanges als Beichen der dem Bereine ein Jahr erpricßliche Dienste hichtsforshung und
babe. Des Wirtens de finnigften der beffifchen obwohl ein Hinweis da Fredrich von Trais kobius als Dichter, if Bolf gedrungen, wegen verdient hätten; Reflame abhold und er Der Deffentlichfeit zu pr
Gang und Alang" und Mundart" finden fich f Die zu den Besten zählen Friedrich von Trais w Mensch und Dichter u sie wir aus g dem Striegsveteranen
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