Ausgabe 
22.12.1906 Erstes Blatt
 
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zwecken für den Präsidenten des Reichstages eingesetzt werden. Gera, 21. Dezember. Die Landgerichtsgemeinschaft zwischen Gera und Weimar ist wieder erneuert worden.

London, 21. Dezember. Anhängerinnen des Frauen­timmrechts machten abermals einen turbulenten Versuch, in bas Parlament einzudringen. Fünf Frauen wurden verhaftet. Madrid, 21. Dezember. Zuverlässig wird gemeldet, die Verlängerung des bisherigen Handelsabkommens zwischen Deutschland und Spanien sei anscheinend endgültig ent­schieden, der Austausch der Noten könne jeden Augenblick tattfinden.

Konftantinopel, 21. Dezember. An der bulgarischen Süd­grenze bei Hastowo fand ein Zusammenstoß zwischen tür­lischen und bulgarischen Posten statt. Vier türkische und ein bulgarischer Soldat fielen.

Deer und flotte.

Schwachbegabte als Rekruten. Auf Veranlassung des preußischen Kriegsministeriums ist angeordnet worden, daß über die aus den Hilfsschulen für schwachbegabte Kinder zur Schulentlassung kommenden Knaben, besondere Entlassungs­zeugnisse mit Zusäßen zur Beurteilung dieser Knaben in geistiger und gesundheitlicher Beziehung ausgestellt und an bie mit der Aufstellung der Listen für die Rekrutierung betraute Behörde und von da an den Zivilvorsitzenden der jeweiligen Ersaßkommission übermittelt werden. Auch ärzt­liche Atteste über solche Knaben sollen bei der Schulentlassung ausgestellt und an die erwähnten Stellen geleitet werden. Die Beugnisse sollen später Verwendung finden bei Beurteilung ber Militärtauglichkeit der Betreffenden.

Weihnachts- und Neujahrsgefchenke.

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Sitten und Unsitten aus alter und neuerer Zeit. Ein Geschenkverbot.- Freiwillige und unfreiwillige Gaben. Von Zimenzelten und Hämpli". Dienstbotenweih­nachten. Die englischen Christmasboxes. Prellerei und Zwangstrinkgelder. Wer gut schmiert- Freie Tafel für Jedermann. Der Nachtwächter gratuliert. Die Sitte, fich gegenseitig zu Weihnachten zu beschenfen und zu Neujahr Trinkgelder auszuteilen, ist uralt und sie hat im Laufe der Jahrhunderte zu den mannigfachsten Miß­bräuchen geführt. Andere Zeiten, andere Sitten. Wie z. B. über das Schenken zu Weihnacht und zu Neujahr die hohe Obrigkeit im Mittelalter dachte, erhellt aus verschiedenen alten Polizeiverordnungen; sie verbieten es ausdrücklich, wie z. B. ein Ravensberger Resfript aus dem 14. Jahrhundert: Darnach ist gesetzt, daß zu Weihnachten von dem heiligen Advent bis zu dem 12. Tag( Dreikönigstag) niemand den andern weisen( beschenken) sou; es wolle denn ein Mann seinen Leute- Priester oder seinen Ammann ehren, oder ein Bater sein Kind, oder ein Geschwister das andere, und wer fürbaß( ferner) jemand weiset, außer wer da benannt ist, der muß geben an die Stadt zu III Schilling als dick( so viel) er's tut." In Konstanz wurde ebenfalls im Jahre 1460 ein Mandat erlassen, nach dem den Paten ganz genau bestimmt wurde, wie viel sie bei der Taufe dem Kinde geben sollten, und To im och ze Wihenachten weder Ziemenzelten, Brot, Käß, Hämpli noch sust nit anders senden an Gevärd( ohne Ge= fährdung)." Ebenso bestand in Schwaben ein Verbot der Christ- und Neujahrsgeschenke. Ja, noch in der sächsischen Policey- Verordnung" vom Jahre 1661 werden diese Ge­schente sehr eingeschränkt. Den Herrschaften soll es aber unverwehret bleiben, wofern ein oder ander Herr, oder Frau einem Dienst- Bothen, so ihm oder ihr vor andern treulich gedienet, aus frehem Willen, ein leidliches zum H. Christ und zu Veranlassung fernerer fleißigen Dienste verehren wolle." Noch 1735 wird in Sachsen eingeschärft, daß das Gesinde bei fünf Taler Strafe und Verlust des Lohnes und Geschenkes leine Gaben zum Jahrmarkt oder Neujahr ausbedingen darf, ebenso wenig die sogenannten heil. Christgeschenke. Es wird aber in jeder Herrschaft Belieben gestellt, ob sie zur Weih­nachts- und Neujahrszeit ihrem Gesinde etwas geben will, oder nicht." Solche Geschenke dürfen sich jedoch nicht über 1 Reichsthaler 8 Groschen bis 2 Reichsthaler belauffen."

In England liefen die Lehrjungen oder auch Mädchen mit einer Büchse oder mit einer Schäffel von Haus zu Haus, um Almosen zur Beschaffung von gewürztem Warmbier 31: sammeln. Vor den heruntziehenden Banden war kein Mensch sicher; war es ein menschliches Wesen, so wurde er ergriffen und rücklings auf eine Stange gefeßt, während Frauen und

Mädchen in Tragkörben Plah nehmen mußten; dann ging

es im Laufschritt nach dem nächsten Gasthaus, wo die Gefangenen sich durch a drink all around" lostaufen mußten, wenn sie sich nicht groben Beleidigungen aussehen wollten. Ursprünglich eine freiwillig gegebene Unterstützung, wurde das Trinkgeld zu Neujahr von Gesellen und Lehrjungen nebst ihrem lärmenden Anhange vom schönen Geschlecht" allmählich als eine Zwangsfontribution erhoben, bis man im 18. Jahr­hundert in den Zeitungen und von den Kanzeln herab gegen die Bores" als eine unleidliche Landplage zu eisern begann. Schlächter und Bäcker sandten ihre Lehrjungen aus, um Kontributionen von ihren Kunden zu erheben, deren Dienst­boten wieder von den Lieferanten geschmiert werden mußten.

Im übrigen stammt auch die Sitte, daß am Neujahrs­tage Restaurateure, um Kundschaft anzulocken, für alle, die kommen, freie Tafel halten, aus alter Zeit. So schreibt Jules Misson, ein französischer Reisender, der England in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts besuchte:... in den Speise­Häusern ist am Neujahrstage freie Tafel für jeden Menschen; der Gast braucht für nichts von dem, was an guten Sachen auf dem Tische steht, etwas zu bezahlen; das Essen kostet heute nichts, wird ihm lächelnd bedeutet, dafür wird aber erwartet, daß er um so mehr trinke, und auf diese Weise Kommt der schlaue Wirt immer auf seine Rechnung."

Auch bei uns kommt ja die Sitte des Neujahrsgeldes immer mehr ab und die Laternenanzünder, Nachtwächter und Schornsteinfeger dürfen an vielen Orten nicht mehr in die Häuser gehen, um Gaben zu sammeln; ganz ausrotten wird man aber diesen Brauch wohl niemals fönnen. Dazu ist die Sitte boch zu alt und eingewurzelt.

Soziales Leben.

× Konflikt zwischen Reedern und Schiffsoffizieren ni Hamburg. Die Situation zwischen den Reedern und der Schiffsoffizieren hat sich verschärft. Der Verein der Kapitän und Offiziere der Handelsmarine beschloß in einer stark besuchten Versammlung, die bereits geleistete Unterschrift ihre Austrittserklärung zurückzuziehen und abzuwarten, ob di

durchführen.

Kunst und Cliffenfchaft.

R. Jut Herzen der Sahara. Der englische Vize- Resident n Kano( Nigeria), Hans Vischer, ist nach einer von Tripolis mus unternommenen abenteuerlichen Reise quer durch die Sahara am 10. Dezember in Maifoni eingetroffen. Er rreichte, quer durch die Wüste ziehend, die Oase Bilma, die etwa 1600 Kilometer von Tripolis entfernt ist. Vischer, ein jeborener Schweizer, hat diese Expedition im Auftrage der nglischen Regierung ausgeführt. Kein Europäer der jetzigen Beneration ist je so tief in das Herz der großen Wüste ein­Jedrungen.

Hus dem Gerichtsfaal.

§ Unschuldig verurteilt. Wegen schweren Sittlichkeits. berbrechens wurde im Mai 1904 ein Bauunternehmer aus Grünberg in Schlesien von der Straffammer in Glogau zu 1/2 Jahren Gefängnis und 3 Jahren Ehrverlust verurteilt, obwohl er fortgesezt seine Unschuld beteuerte. Der Ver­urteilte verbüßte die Strafe, während welcher ihm zwei Häuser subhastiert wurden. Ein Schulmädchen war furz vor der Konfirmation entbunden worden. Der Vater des Kindes sollte der Bauunternehmer sein, der auch auf die Aussage des Mädchens hin verurteilt wurde. Jezt hat es sich heraus: gestellt, daß der Stiefvater des Mädchens der Schuldige war, und daß der Bauunternehmer s. 3. auf die falsche Aussage des Mädchens hin verurteilt wurde. Der Stiefvater hat sich erhängt, als ein zweiter Versuch einen Unschuldigen für die Folgen seiner Schuld hastbar zu machen, mißlang. Der Bau­unternehmer hat nun mit Erfolg die Wiederaufnahme seines Prozesses durchgesetzt.

Cokales.

*** Wie uns mitgeteilt wird, soll Geh. Medizinal­rat Prof. Dr. Moriz, der Direktor der medizinischen Klinik unserer Landesuniversität, d m Vernehmen nach den an ihn ergangenen Ruf an die Universität Straß­burg angenommen haben. Der Fortgang Profeffors Dr. Moritz ist ein schwerer Verlust für unsere Universität.

* Der zweite sozialdemokratische Bei­seordnete. Die Stadtverordnetenversammlung in Offenbach wählte den sozialdemokratischen Stadtber­ordneten Ph. Weipert zum unbefoldeteu Beigeordneten

* Sonderzüge Aus Anlaß der bevorstehenden Festtage verkehren auf den preußisch- hessischen Staats­bahnen eine ganze Anzahl Sonderzüge. Sie sind auf den in den Bahnhöfen ausgehängten roten Fahrplänen bermerkt.

** Das Weihnachtsfest wird auch in diesem Jahre wieder von verschiedenen Vereinen gefeiert. So veranstaltet der Kriegerverein heute Abend im Gießener Festsaal eine Weihnachtsfeier, während der Eisenbahn- Fahrbeamtenverein am 2. Weih­nachtsfeiertage im Lenzschen Felsenkeller" eine Abend­unterhaltung mit Bescherung gibt. Der Gern­hardtsche Zither und Mandolinenchor hält seine Weihnachtsfeier am morgigen Sonntag im Hotel Einhorn" ab.

*** Giskonzert. Die hiesige Regiments Kapelle fonzertiert morgen Sonntag- Nachmittag von 3-5 Uhr auf der Gisbahn des Eisvereins( siehe Annocenteil)

* Die Weihnachtsferien beginnen für alle hessischen Schulen mit dem heutigen Tage. Sie dauern für die ländlichen Volsschulen 8 Tage, für die städtischen und die höheren Lehranstalten des Großherzogtums 14 Tage lang. Der Unterricht beginnt bei den ersteren Schulen am Donnerstag nach Neujahr, also am 3. Januar, bei den städtischen Volksschulen und den höheren Lehranstalten am 7. Januar.

P. Besetzlicher Vorschrift gemäß muß derjenige, der den Besitz eines Hundes aufgibt, denselben spätestens bis zum Ablauf des Kalenderjahres bei der Bürger meisterei seines Wohnorts abmelden, da er andernfalls zur Entrichtung der Hundesteuer auch für das folgende Jahr verpflichtet ist. Daher fommt es, daß gerade im Monat Dezember die Zahl der zur Ab meldung gelangenden Hunde besonders groß zu sein pflegt. Bedauerlicherweise gibt es nun viele Hunde­besize, welche sich des Hundes, dessen Besitz sie auf geben wollen, am einfachsten dadurch zu erledigen sucher, daß sie ihm die Steuermarke abnehmen und ihn sodann auf die Straße jagen und seinem Schickiale überlassen, das darin besteht, daß er vielfach erst nach tage- und nächtelangem Umberirren in der Kälte ohne Nah ung und Obdach- von dem Hundefänger einge fangen und nach Ablauf der Auslösungsfrist getötet wird. Diese mitleidlose Behandlung kann den armen Tieren erspart werden, wenn sie von dem Hundefänger bei dem Besitzer abgeholt und alsbald getötet werden.

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* Die Fahrt nach dem Karzer Einen lustigen Studentenult leisteten sich die Angehörigen der Burschenschaft Cimbria" in Würzburg und de en Ver­fehrsgäste. Vom Rektor der Universität wurde vor kurzem ein Mitglied der Cimbria" zu 3 Tagen Kaczer verdonnert. Wenige Tage später wurde nun der Schwerve brecher von seinen Komilitonen in feie lichem Aufzuge nach dem Karzec in der neuen Universität ver­bracht. Dem Zuge, der berechtigten Jubel unter der kleinen und großen Bevölkerung Würzburgs hervorrief, ging ein Mann mit riesigem Platate Bum Karzel" voran. Ihm folgten ein Wagen mit Weusit, welcher fast ununterbrochen lustige Weisen ertönen ließ, ein ver­gitterter Metzgerivageu, in dem der Delinquent, angetan mit einem großen weißen Hemd und mit gefesselten Händen, in sicherem Gewahrsam saß, dann einige Wagen mit Burschenschaftlern. Links und rechts vom Beijerl wagen" gingen Studenten in Wichs mit großen Helle­Vor dem Karzerlofal angefommen, hielt der Senio: der Cimbria" eine Abschiedsrede an den Ge­

Reeder ihre Drohung, die Vereinsmitglieder zu entlassen fangenen, die Musik spielte einen Trauermarsch, worauf der Sträfling dem Pedellen übergeben wurde.

* Grünberg, 20. Dez. Den besten Beweis firlat Wohlstand einer Gegend bilden die Kasseneinlagen der Bevölkerung. Diese Einlagen haben in den le Jahren eine namhafte Steigerung erfahren. Die a ordentlich gute Ernte, die Höhe der Viehpreie, i Milchlieferungen an die Molkereien und dgl. sind: die Wohlstandsquellen. Die Tage vor Weihna dienen den Kassengeschäften und bringen unserer: auch gegenwärtig einen regen Besuch Daß unim: Geschäfte, insonderheit die mit speziellen Weihnats artifeln, den Wohlstand der Umgegend spüren, ficher angenommen werden.

* Braunfels. In unserer Stadt ist zurzeit m Bewegung im Gange, welche auf die Erlangung Baugewerkschule abzielt.

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Friedberg. Der Kreistag beschäftigte sich für mit der geplanten Errichtung einer Wander- Hau haltungsschule für den Kreis Fiedberg. Stefa nach dem Vorbild des Kreises Gießen ins Leben treta Der Kreistag ist auch der Frage der Bestellung bm Schulärzten für den Kreis nähergetreten

* Deckenbach. Hohes Alter. Am Mittwoch de 12. d. M. fonnte Herr Heinrich Dörr, Schneidermeiste dahier, in geistiger und förperlicher Frische seinen Geburtstag feiern. Möge der Jubilar noch mands Jahr guter Gesundheit und Wohlergehens in unsere Gemeinde sich erfreuen!

* Bad- Salzhausen. Die internationale Aftien- Boh gesellschaft zu Erkel nz, hat in Bad- Salzhausen eing zirfa 23 Meter hohen, starken eisernen Bohrtura aufgestellt. Die Arbeiten sind schon soweit gedicher daß vor einigen Tagen mit der Tiefbohrung begonna wurde. Der Bohrturm steht nur 20 Meter von de Stelle entfernt, wo bor 5 Jahren eine Tiefboh un stattfand und in einer Tiefe von 370 Metern die erit und bei 415 Metern Tiefe die zweite warme Sole go funden wurde. Der Sprudel trieb damals 1 Meta über die Erdoberfläche. Jegend ein Vorkommnis lic ihn aber wieder verschwinden. Der Staatskasse ginga dadurch über 100 000 m. verloren, während der für die ganze Gezend bedeutungsvolle Aufschwung des Badeortes einen jähen Rückschlag erfuhr. Diesmal soll wenn alles flappt, auf 700 Meter Tiefe geboht werden. Auf einen Sprudel dürfte mit Sicherheit zu rechnen sein.

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Offenbach, 20. Dezember. Eisenbahnunfall Gestern Abend um 7 Ühr 7 Min. fuhr der auf Bahn hof Offenbach ausfahrende Personenzug Nr. 211 dem von Mühlheim kommenden Leerzug Nr. 8722 in die Flanke, wobei 3 Personenwagen des Veerzuges stat beschädigt wurden. Personen sind nicht verletzt.

Has dem Gerichtssaal.

Straflammer.

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Gießen, 21. Dezember 1906. Dem Handelsmann Josef Berlin von Großen Bused ging ein Strasbefehl über 3 Wt. zu, weil er auf einer Straße vor dem Markt gehandelt hat. Das Schöffengericht Gießen sprach ihn frei, aber die Straf fammer fam auf Berufung der Staatsanwaltschaft zur Verurteilung. Das Oberlandesgericht hob das Urteil auf und verwies die Sache zur nochmaligen Verhandlung an die Straffammer zurück, die wieder zur Verurteilung des Angeklagten gelangte. Die 16jährige Dienstmago Marie Nockel von Maar hat zu Lauterbach das Haus ihrer Dienstherrschaft aus Bosheit und Nachsucht an gesteckt, sodaß ein Schaden von mehreren Tausend Mart entstand. Sie wurde wegen vorsäglicher Brandstiftung zu 1 Jahr 3 Monaten Gefängnis verurteilt.- Dur das Schöffengericht Gießen wurde der Maurer Konrad Seipp 4. von Hattenrod wegen Diebstahls zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt. Er hat zu Gießen einen Hund in einen abort gelockt und ihm dort das Halsband im Wert von 3 Mt. abgenommen Seine erufung wurde verworfen; auch erhielt er wegen un gebührlichen Benehmens 24 Stunden Haft. Zwei 15jährige Jungen aus Lözer( Ostpreußen) Ruo Prophet und Johann Strafzid sind aus ihrer Heimat wo sie wegen Diebstahls verfolgt wurden, bis Stiro

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ons gewandert, wo sie bei einem Landwut Abd fanden. Bei ihrem Weg ang nahmen sie eines Anechs ühe und Kleider mit. Sie wurden wegen Diebstah zu je 6 Wochen Gefängnis becurteilt.

Eingesandt.

** Weinachts- Musik im Schaufenster Es gingen uns hente früh folgende Zeilen eines kleine AB- C Schützen zu:

Lieber Herr Rötaftör!

Als ich gestern mit Schäfers Baul bei Bachs un die Eck durch durch die Blockstraße ging nach de Schule blieben wir beide Baul un ich bei Itt manns bom Schaufenster stehen und beguckten uns dort da schenen Weihnachtsmann. Derselbe mit seinem großer weißen Bart komt aus dem Walde mit einem Schlitter auf dem viele Sachen liegen un will in das kleine Häuschen. Baul sagte zu mir das bei im der Weit nachtsmann wol nicht fomt, ich hab vorhin ene Stafe tase zerbrochen un Mama sagte nun komt der Weih nachtsmann nicht zu mir. Da uf emal hern wir dorchs Schaufenster das Lied was ich auch in der Strippe schon gelernt hab. O du frehliche o du seliche gnaden bringende Weihnachtszeit aus dem hübchen Häuschen. Wir beide ham lange daforgestanden vorm Jttman jeim Schaufenster, weil Baut sich so gefceut hat übe das scheene Haus, den großen Weihnachtemann un die vielen schenen Sachen. Lieber Rötaktör tun Sie das in die Nachrichten" abtruden, die auch Baul

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