Ausgabe 
22.9.1906 Erstes Blatt
 
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Politibe Rundfchau.

Deutiches Reich.

* Wiederholt sind schon die Ausführungsbestimmungen zu den neuen Steuergesehen durch amtliche Erläuterungen ge­mildert worden. Mit weiteren Aenderungen redaktioneller Art wird sich der Bundesrat alsbald nach seinem Wieder­zusammentritt beschäftigen, um vom Geseggeber nicht be­absichtigte Härten in den Steuergesezen zu beseitigen.

* Jm Reichsschazamt ist eine Vermehrung des Beamten: personals notwendig geworden als Folge der neuen Handels: berträge und der sehr zahlreichen Bestimmungen des Zoll­tarifs.

* Während man im allgemeinen die Wirkung der Fahr. fartensteuer noch nicht übersehen kann, hat die Steuer in Baden ein ganz eigenartiges Ergebnis gehabt. In den letzten Tagen vor dem Infrafttreten der Steuer hatte das Publikum seinen Bedarf an Kilometerheften auf Monate hinaus gedeckt, um möglichst lange die Steuer zu sparen. Der August wies infolgedessen gegenüber dem Vorjahre eine Mindereinnahme bon 490 000 m. auf. Man will beobachtet haben, daß zu dieser Mindereinnahme auch eine teilweise Verschiebung des Personenverkehrs von der zweiten in die Britte Klajie beige= tragen hat.

Rufeland.

** Bu der Gefahr von Meutereien tritt im Süden Rußlands die bedenklicher Bauernunruhen. Der Semstwo bon Odessa teilte dem Gouverneur offiziell mit, daß die Bauern im Gouvernement fich weigern, fernerhin noch Steuern zu bezahlen. Alle Zwangsmaßregeln find vergebens.

** Noch immer versucht die Regierung durch Maffen­berhaftungen Ruhe und Ordnung wiederherzustellen. So wurden in Riga 45 Mitglieder des Komitees des Lettenbundes und Organisatoren bewaffneter Räuberbanden verhaftet. Außer Bomben und Sprengstoffen, wurden zahlreiche Paßformulare und Urlaubsfarten, Betschafte von Bauernverwaltungen und bom Roten Kreuz, viele wichtige Dokumente und nicht weniger als 6 Wagenladungen revolutionärer Schriften und Bücher gefunden.

** Von der Kampforganisation der revolutionären Partei wurde Admiral Skrydlow gewarnt. Er solle Sewastopol berlassen, da sich noch im September dort Schreckliches ers eignen werde und sein Leben gefährdet sei. Wie verlautet, ist Admiral Strydlow schon jegt ein Gefangener seiner. Truppen.

** In Multany wurden bei der Prüfung der Papiere bon Reservisten 7 Mann der Landpolizei von Bauern getötet. Der Gehülfe des Landeskommissars wurde tödlich verwundet, weil die Polizei einen Agitator verhaftet hatte.

Belgien.

** Jn Gent nahm das Justitut für internationales Recht eine Resolution an, in der es als den Forderungen des Völkerrechts, den Forderungen von Treu und Glauben und dem gemeinsamen Interesse aller Völker entsprechend bezeichnet wurde, daß Feindseligkeiten nicht beginnen dürfen ohne vor­herige bestimmte Ankündigung in Form einer Kriegserklärung oder eines Ultimatums, und daß die Feindseligkeiten erst nach Ablauf einer gewissen Frist beginnen dürfen.

Türkei.

** Bei den Schuhmächten von Kreta protestierte die Pforte dagegen, daß sie durch ihren lezten Beschluß dem Könige von Griechenland das Recht zuerteilen, den jeweiligen Nachfolger des Oberkommissars von Kreta zu bezeichnen. Da­durch würden die von den Mächten garantierten Souveränitäts­rechte der Pforte offenfundig verlegt.

Amerika.

** Die Friedensverhandlungen zwischen den streitenden Parteien auf Kuba haben begonnen, die Kriegsrüstungen darum aber noch nicht aufgehört. Um den Präsidenten Palma zur Nachgiebigkeit zu veranlassen, marschiert der Rebellen­führer Guerra mit 5000 gut bewaffneten und mit Munition und Lebensmitteln reichlich versehenen Aufständischen nach Guanajay, das nur 20 Meilen von Havanna entfernt ist. Dort will er das Ergebnis der Friedensverhandlungen ab= warten. Roosevelt will mit Rücksicht auf die bevorstehenden Wahlen zum Kongreß ein Eingreifen der amerikanischen Truppen möglichst vermeiden.

Afrika.

** Auf der Konferenz von Algeciras waren Frankreich und Spanien mit der Bildung einer Polizeitruppe zur Auf­rechterhaltung der Ordnung beauftragt worden. Das Fehlen einer Achtung gebietenden Truppe läßt den neuesten Meldungen zufolge in Marokko alles drunter und drüber gehen und die Vers hältnisse scheinen unsicherer denn je und selbst angesehene Eingeborene find gefährdet. So ist jetzt der Polizeicher" an Vergiftungserscheinungen erfrankt. Seine Angehörigen behaupten, er sei das Opfer eines Anschlages des Sultans. Kleine politische Nachrichten.

Berlin, 21. September. In Wiener Blättern wurde be­stritten, daß von der deutschen Regierung wegen der Ermordung bes deutschen Reichsangehörigen Fabrifbesizers Busch in Riga diplomatische Schritte in Petersburg erfolgt seien. Dieser Widerruf ist durchaus unzutreffend. Es sind tatsächlich Schritte erfolgt.

Konstantinopei, 20. September. In Adalia im Vilajet Konia ist ein Bestfall tonstatiert worden.

Washington, 19. September. Mrs. Longworth, die Tochter des Präsidenten Roosevelt, wird sich demnächst mit einer Anzabl junger Damen zur Bärenjagd nach Nordminnesota begeben.

Dof und Gesellschaft.

Zn kurzem Jagdaufenthalt ist das Kaiserpaar bon Karlsruhe in Rominten eingetroffen.

Seinen Antrittsbesuch am Berliner Hofe wird der König von Norwegen Mitte Dezember abstatten. Die Königin wird voraussichtlich ihren Gemah! begleiten.

Der Haupttag der Jubiläumsfeier in Karlsruhe schloß mit einer glänzenden Festtafel nach einer Gratulationskour vor dem Großherzogspaar. Während der Tafel brachten der Kaiser und der Großherzog Trint sprüche aus. Aus Anlaß seines Chepubiläums wurden vom Großherzog zahlreiche Personen begnadigt

Der Breslauer Hufruhrprozeß.

( Vierter Tag.)

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§ Breslau, 21. September. Die Liste der Belastungszeugen, die endlos schien, ist erschöpft; heute kommen die Entlastungszeugen an die Reihe, deren Zahl ebenfalls groß ist so groß, daß fich beim Aufruf der große Schwurgerichtssaal als zu klein er­weist. Der Vorsitzende läßt deshalb die Tür des benachbarten Sigungszimmers der Geschworenen öffnen, das sich ebenfalls rasch mit Zeugen füllt.

Eine Reihe Angeflagter versucht in der nunmehr wieder beginnenden Zeugenvernehmung einen Alibibeweis da hin zu führen, daß sie zu der fraglichen Zeit die Arbeits­willigen nicht hätten beschimpfen fönnen, weil sie sich zu Hause aufgehalten haben. Die hierfür von der Verteidigung geladenen Zeugen bestätigen das, während die Arbeitswilligen bei ihrer Behauptung verbleiben.

Nach der Aussage einiger Entlastungszeugen erweist sich mancher Auftritt, der von der Anklage als Aufruhr dar­gestellt wird, als ziemlich barmlos. Am Schluß der Vor­mittagssigung ereignet sich dann noch ein recht heiteres Vor­tommnis. Eine der beiden weiblichen Angeklagten erklärte, fie tönne Nachmittag nicht mehr wiederkommen, da sie stünd­lich einem freudigen Ereignis entgegen jähe. Vorsitzender: ,, Liebe Frau, halten Sie doch noch ein bischen aus, sonst müssen wir noch einmal in aller Ausführlichkeit extra gegen Sie verhandeln." Die Angeklagte erklärte sich dann unter allgemeiner Heiterkeit bereit, Nachmittag wiederzukommen mit dem Hinweis darauf, daß die zweite weibliche Angeklagte eine Hebamme ist.

In der Nachmittagsfizung wird die Beweisaufnahme in schnellem Tempo erledigt. Morgen sollen die Plaidoyers ge halten werden. Das Urteil wird wohl erst am Dienstag ge sprochen werden.

Nab und Fern.

urch eine Flutwelle auf der Weichsel, die bei Thorn eine Höhe von drei Metern erreichte, wurden zehn Holz traften einer russischen und Bromberger Firma zerrissen, wodurch ein Schaden von annähernd 100 000 Mark entstanden ist. Einige Flößer sind dabei ertrunken.

Das zersprungene Schwungrad. In der Brauerei von Ernst Bauer in Leipzig sprang, während die Maschine im Betriebe war, plöslich das große Schwungrad in Stücke. Ein etwa zwei Zentner schweres Stück des über 50 Zentner schweren und ca. fünf Meter im Durchmesser haltenden Rades durchschlug das etwa 1/2 Meter starte Mauerwerf und flog ungefähr 18 Meter weit über die Straße bis an die Um­zäunung des alten Johannisfriedhofes. Ein anderes Stück zertrümmerte die Mauer nach dem Hofe zu und ein drittes Stück drang durch die Decke des Maschinenhauses. Der Maschinist Paul erlitt beim Abstellen der Maschine eine Ver­legung an der Hand, und ein auf der Straße vorübergehen­der Hausschlächter wurde am rechten Beine verlegt. Die Verlegungen sind zum Glück nicht gefährlich.

Von einem Hunde zerfleischt wurde in Dessau der zehnjährige Schulfrabe Möbius. Das sonst gutartige Tier war von dem Knaben durch Stockschläge gereizt worden. Es sprang an dem Knaben herauf und zerfleischte ihm durch Bisse das Gesicht, die Brust, die Arme und die Beine der= maßen, daß der unglückliche Junge schmerverlegt mittels des Unfallwagens dem Krankenhause zugeführt werden mußte.

Schweres Bauunglück. An dem Neubau der Kontinental­Kautschut- und Guttapercha- Kompagnie in Hannover stürzte gestern aus dem 3. Stockwerd ein Sandsteinblock herab, welcher das Gerüst durchschlug und 4 Maurer tötete.

Einbruch in die Königl. bayerische Münze. Ein frecher Einbruch ist in der vergangenen Nacht in München in das Ge­bäude der Königl. Münze unternommen worden. Es wurden ca. 130 000 Mart in neugeprägten Zehnmarkstücken gestohlen.

Unter dem Münzgebäude fließt ein Bach durch einen gemauerten Kanal, der gegenwärtig wegen Reinigung des Bachbettes trođen gelegt ist. Durch diesen Kanal gelangten die Diebe an eine eiserne Türe; sie erbrachen dieselbe und drangen durch den Maschinensaal in den Raum ein, in welchem dus gemünzte Geld aufbewahrt wird und entnahmen einem Holzfasten die genannte Summe. Das gestohlene Geld hat ein ganz respektables Gewicht, nämlich 50 ilogramm. - Bis jezt fehlt von den Tätern noch jede Spur.

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Sängerkrieg auf der Wartburg. Die Sieben Jahr­hundertfeier des Geburtstages der heiligen Elisabeth und des Sängerkrieges auf der Wartburg soll im Jahre 1907 durch Festzige, eine Wartburgjeier und historische Festspiele in Eisenach gefeiert werden.

Seltsamer Manöverunfall. Bei Gorsleben a. d. Unstrut drehte der Landwirt Luz, der seinem siebenjährigen Sohne ein Geschüß erklärte, das Verschlußstück; der Schuß trachte und riß dem Sohn den Oberkörper weg.

Drama in einer Irrenanstalt. In der Gora Kalwaria: Frrenanstalt in Warschau erschlug ein sonst als ungefährlich geitender Geistes franter sieben seiner Leidensgefährten mit der Art. Nachdem es gelungen war, dem Jrren die Art zu entreißen, wurde er in eine Einzelzelle geschafft. Dort fing er an, sich allmählich seiner Tat bewußt zu werden und brach in lautes Weinen und Klagen aus.

Kanal zwischen dem Baltischen und Schwarzen Meer? Das Petersburger Ministerium beschloß den Bau eines Kanals zwischen dem Baltischen und dem Schwarzen Meer in Angriff zu nehinen. Die Baukosten werden auf 75 Millionen Rubel geschätzt. Wenn dieser Plan nur nicht im Stadium des Projeftes ewig stehen bleibt, jezt ist wohl in Rußland besseres und wichtigeres zu tun.

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Nach dem Wirbelsturm. Hongkong, die von dem letzten Taifun so schwer heimgesuchte chinesische Hafenstadt, hatte gestern unter einem weiteren, wenn auch schwächeren Wirbel­sturm zu leiden. Der Sturm brach um Mitternacht los und dauerte über sechs Stunden. Britische Torpedoboote um fahren fortwährend die Insel, um Leichen aufzulesen. Der Schaden wird auf zwanzig Millionen geschäßt, über 5000 Tote sind bereits geborger. Fortwährend lausen weitere Nach= richten von Unfällen zur See ein. Der Dampfer Albatroß" mit 150 Passagieren fenterte in der Nähe des Futaumen­Passes. Nur acht Personen wurden gerettet. Der Dampier ,, Hongkong" ist gesunken; die Mannschaft wird noch vermigt. Das Dampfschiff Yingfat" fenterte; 180 Passagiere und zehn Mann der Besagung werden vermigt.

Sodjbffer in Schlesien. Infolge der letzten heftiga Regengüsse, die seit Montag anhielten, trat im Hirschberg Tal Hochwasser ein. isbesondere der Zacken trat an biebe Stellen aus den Ufern und überschwemmte weite Strede Auch die tiefer gelegenen Stadtteile von Hirschberg sind unt Wasser gesezt. Gestern hörte der Regen auf und das Waffe begann wieder zu fallen. Die obere Oder ist aufs neue zur Steigen gekommen. Bei Ratibor ist der Wasserstand gestern um 70 Zentimeter gestiegen; ein weiteres, nicht us bedeutendes Steigen ist zu erwarten. Der Scheitel der Bo welle erreichte die Neißemündung. Bei Breslau ist der Stro im Wachsen.

Räuberischer Ueberfall auf eine Post. Der zwische

Die Kosten der Thea nannte Wiener Schausp Game Gene" trug, beliefer

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den Abendstunden von fünf Räubern überfallen. Rachberede entworfenes Roftü der Postillon gefnebelt worden war, wurde der Postwageleid wurde nach

ausgeraubt. Den Tätern gelang es, unerkannt zu entkommer

Luxemburg

Das Unglückssahrzeug. In Rodingen in scheuten die Pferde eines Wagens vor einem Automobil. De Wagen stürzte einen Abhang hinunter. Der Fuhrmann und sein Sohn wurden getötet, die Frau des Fuhrmanns brab beide Beine.

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Bewahrt das Fener und das Licht" sang in de Bürgersleuten vor. Die Mahnung ist auch heute noch an Blaze, wenn auch der tutende und singende Wächter der Nach fast überall von der Bildfläche verschwunden ist und sein Am in anderer, unserer Zeit mehr angemessener Weise verwalte wird. Namentlich jetzt bei den abnehmenden und lichtärma werdenden Tagen wird die Feuersgefahr stets größer und Bericht ist im Umgang mit allen Beleuchtungsgegenständen geraten. Im Herbst und Winter mehren sich die Fälle, denen Betroleumlampen umfallen oder plazen und dadur Menschen zu Schaden bringen. Peinliche Reinlichkeit, go nügendes und rechtzeitiges Nachfüllen, Abschneiden des ven kohlten Dochtendes vor dem Anzünden find einige der zu ba achtenden Vorschriften. Daß man mit Kerzenlicht nicht in die Nähe brennbarer Gegenstände gehen darf, daß man im Bette nicht lesen, nachher einschlafen und mit der vergessenen Kerzenflamme sein Lager und unter Umständen sich selbst in Brand sezen soll, ist selbstverständlich. Bei Gasanlagen droht Ep plosionsgefahr, falls Unaufmerksamkeit und Leichtsinn einreißt Betreten wir einen Raum, in welchem sich starker Gasgerud bemerkbar macht, so dürfen wir unter feinen Umständen ein Licht anzünden. Wir haben vielmehr sofort Fenster und Türen zu öffnen und alsdann für Schließung des Haupt hahnes Sorge zu tragen. Das Ableuchten von verdächtigen Leitungen durch Laien bringt Gefahren. Der vorsichtige Hausvater dreht abends auf jeden Fall vor dem Clafen gehen den Haupthahn ab. Damit fein Unglüd geschre ahrt das Feuer und das Licht."

guten alten Zeiten der Nachtwächter den zur Ruhe gehende Regel find die Preise,

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telte einen Preis von e fiel Die drei Musfeti faringlich 200 Mart gr abgegeben werden. Gie ani billige Weise zu eta Bei einer anderen Auftio Luifpiel Die Schulreite um Berlauf famen, wur 20 Mart pro Stid und jamt 25 Mark bezai fande befand. Adzehn M find gleichfalls fein zu h ans Brolatfeide, mit e weifellos mit großem V 80 Rart veräußert wu Gilberborte bejezt, erziel bei derselben Gelegenheit fib einen Begriff von achen, wenn man beden einbrachte, während für fab das Zebnfache aufg

T Der Riesenbrand in Buenos Aires soll das Werk bös. williger Brandstiftung sein. Unter dem Verdacht, die Brand fatastrophe verschuldet zu haben, sind fünf Kontorbeamte und 70 Arbeiter verhaftet worden. Bei den Löscharbeiten wurden fünf Feuerwehrleute verlegt.

Bunte Tages- Chronik.

Hohenstein, 20. September. Durch einen Güterzug wurden hier 13 Stück Rindvieh des Besizers Riecke in Mühl banz überfahren und getötet.

Koblenz, 21. September. Ein ungenannter Menschen freund übergab der Stadt Koblenz anläßlich der goldenen Hochzeit des Großherzogspaares 10000 M. zu der städtischen Stiftung, aus der Handwerkern Mittel zuin Betrieb oder zu weiterer Ausbildung gewährt werden.

Prag, 21. September. Aus allen Teilen des Landes laufen Nachrichten ein vom Steigen der Flüsse und von Ueberschwemmungsschäden.

Budapest, 20. September. Der langgesuchte Mörder des Mühlenbesizers Knappe in Plagniß, Franz Sterniffel, wurde im Dorfe Koacs( Ungarn) verhaftet. Der Mord geschah am 9. Juli 1905.

Milkwaukee, 21. September. Der Lokomotivheizer Delvin, dem der Norddeutsche Lloyd die Erfindung einer neuen Dampfturbinenmaschine abkaufte, erhielt die Summe von 3 900 000 m. ausbezahlt.

Talka( Chile), 21. September. Hier wurde gestern ein heftiger Erdstoß verspirt, dem unebrete schwachere folgten.

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Schauspieler- Sorgen.

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- Was man auf der Bühne für Koftüme ausgibt. Frau Thalia bei der Arbeit. Prinzessinnen der Bühne. 5000 Mark für das Kleid der Frau Odilon. Königliche Pflichten. Gebrauchtes zu halben Preisen. Bom Theater zuxi Masten ball. Bescheidenes Ende aller Herrlichkeit. Alerorten, in großen und kleinen Städten, hat Frau Thalia wieder ihre Tempel geöffnet. Die bunte Welt des Scheins täuscht uns des Lebens Wirklichkeit vor. Der Mime und seine Gesellin sammeln eifrig die Kränze der Gegenwart, da ihnen bekanntlich die Nachwelt dieses beliebte Grünzeug vorzuenthalten pflegt. Leid und Freude, irdische Herrlichkeit und irdisches Elend führen uns die Künstler der weltbedeutenden Bretter unermüdlich in buntem abwechselnden Gewande vor Aber gerade das Gewand ist es, das dem Schauspieler, noch mehr der Schauspielerin oftmals bittere Sorgen bereitet. Bei Vermählungsfeiern oder anderen hervorragenden Festlichkeiten an den Höfen regierender Fürsten werden in der Prese stets die kostbaren und kostspieligen Toiletten der Damen ſehr eingehend beschrieben, und man gewinnt fast den Eindrud daß an den Höfen der größte Aufwand an Toiletten getrieben wird. Das ist aber eigentlich nicht zutreffend. Wenn wir von den Hochzeitskleidern der Königinnen und Prinzessinner absehen, geben die Prinzessinnen der Bühne viel höhere Summen für ihre Toilette aus. Die Haus-, Straßen- und Gesellschaftskostüme der Damen vom Hofe fönnen im allge meinen nicht als besonders kostspielig bezeichnet werden. Da gegen verschlingen selbst die schlichten Kostüme mancher Schau spielerinnen schon ganz hübsche Summen. Kürzlich war im einen englischen Blatte von den einfachen Kostümen zweier tonangebender Bühnenfünstlerinnen die Rede. Man erfuhr. daß ein gewöhnliches Negligee 300 bis 500 Mart toftete, während ein Straßenfostüm, welches in einem populären Luſt spiel zu verwenden war, einen Wert von 250 bis 300 Mart hatte; ein Baukleid stellte sich auf 650 Mart, während einige Empfangstoiletten im Preise von 950 bis 1300 Mart ge halten waren. Aber das sind noch verhältnismäßig niedrige

Breife.

Nach Schluß der London die 5000 Kost Ritungen aus dem Aus ein Mahdi- Kostüm in G

Sufchlag erteilt, währen damen mit je 25 Pfenn ale 50 Paar braune Le Mädchen von West- Ken Gebot von insgesamt 5 borrenden Fallen der P neen Kostümen die St ausmachen, während für Sompofition des Ganzen das Modell erst einmal gebildet und variirt, s rhaltung nur noch ein

** Der Großhe Bortrag den Staatemen Die Verhandlu

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Mein Töchterchen han fonnte mit 17 Menaten Bebrauch von Ecote mit anderen Kindern in bar bie Wirkung bei m litt feit feinem dritten M rb befter Nabiung b

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