Appetit
meg
Appetit ift, efundheit trantbeit, m g hat, der bis man ein wiederbringt
ingen, den 22. eines Lungenlei men Verfuch mit Mittel hat mir h daß sich meine eingeftellt batte petit und regelm efid aufegense,
en.
( gez.) Albert
Emulfion l Deritellung aus
Lebertrans Ceile find nur
feit der Gm
Zubereitung
der bolle M
zugute, und fter Zeit an
und Lebenste
im großen verle
fiegelten Original
orig). Scott&
n 150,0, prime G
Statron 2,0,
O Alfebol 11,0.
je 2 Tropfen.
ise
mber 1906. ogr.( 4 Pfd.) G
Chrift Bieset g Dern II., Gr Süßmuth, St
Singer, Allenbor Beigel, Lang- G Weber, Heub Jacoby, Alten Post, Wiesed Stumpf, Garbe Trautmann, Steinmüller w 18 teinmüller, Gr Spamer, Reid 6 Appel, Krofdo
ein, Klein- Linde Binz, Allendori ogr.( 6 Pfd.) G abel, Wiesed. Poft, Wiesed Süßmuth, St Christel Wieled Jacoby, Alten Trautmann,
ogr.( 2 Pfb.) R Beiß Grününgen Binfer, Allendorf inz, Allendorf& Appel, Krofbor ogr.( 4 Pfd.) Schimmel, Rinje 5 Appel, Kroider Bing, Allender Singer, Allendorf Weber, Heub Hensel, Gr- Re Spamer, Reiffi Stumpf, Garbe
Weiß, Grüning ein, Klein- Linda Der Brotval ben Preise, en Bädern.
Gieken.
irme
un. Sin
er Auspahl reifen.
Kante, fowie
eine unerreidt
aften Breifen
ftets bie erfien
anche zu bringen
mfabri
Selterswe
Der Ros
-bis
18
85
1.6
Bfund bill
bf., Gi
27.
tr. 298.
bition u. Superpobith: Gießen, Seltersweg 83. Seenpean neses.
Mittwoch, den 19. Dezember 1906
Gießener
15. Jahrgang
6.
Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( tag) und die Gießener Setfenblasen( wöchentlich).
Neuelle Nachrichten
( Gishener Fageblaff)
Anabhängige Tageszeitung
( Gießener Zeitung)
fin Dherbeffen und die Suoise Marburg und Meglar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Ente alle all madungen der Geah. Bagermeisterei Gießen, des ohh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheffen.
Die Reichstagswahlen.
Wer darf wählen?
Wähler für die deutsche Reichstagswahl ist laut Gesetz jeder Deutsche, der das 25. Lebensjche zurückgelegt hat, in dem Bundesstaat, in dem er einen Wohnhfiz hat. Ausgeschlossen vom Wahlrecht find: 1. Personen die unter Kuratel stehen, 2. solche, bie fich im Konkurs zustande befinden, 3. solche, die Armenunterstützung aus öffentlichen oder Gemeinde mitteln beziehen oder im letzten der Wahl vorange= gangenen Jahre bezogen haben, 4. solche, denen die ftaatsbürgerlichen Rechte entzogen find. Wer das Wahlcucht in einem Wahlbezirk ausüben will, muß zur Zeit der Wahl in diesem seinen Wohnsiz haben, und darf mur an einem Orte sein wahlrecht ausüben. Die Wählerlisten find spätestens vier Wochen vor dem Wahl termin( 25. Januar) zu jedermanns Einsicht aufzulegen. Das ist also der 28. Dezember. Einsprechen gegen die Bisten sind hier binnen acht Tagen nach Beginn der Auslagen bei der zuständigen Behörde anzubringen, die sie binnen vierzehn Tagen zu erledigen hat. Nur wer in der Wahlliste steht, fann sich an der Wahl beteiltgen.
Hessen und Hessen- Nassau.
Gießen. Der bisherige Abgeordnete, Kommerzien rat Heyligenstaed, soll nach auswärtigen Blättermeldungen mandatsmüde sein, sodaß diesmal die Freisinnigen den Kandidaten stellen dürften. Diese Nachricht trifft jedoch nicht zu. Wenn auch die Sozialdemokraten, wie schon 1903, hinsichtlich der Stimmenzahl die erste Stelle einnehmen, werden sie in der Stichwahl wieder in der Minderheit bleiben. Ihr Kandidat ist Redakteur Vetters. Alsfeld- Lauterbach- Schotten. Als Kandidat des Bundes der Landwirte werden Dr. Roefice- Görsdorf und LuckePattershausen genannt.
Friedberg- Büdingen. Neben Graf Dr ola wird der Sozialdemokrat Busold kandidieren.
Schwanheim. Der Wahlkampf im Wahlkreise Homburg- Ufingen- Idstein ist bereits durch eine Zentrumswählerversammlunn dahier eröffnet worden, in welcher Landrichter Itschert, der bisherige Abgeordnete des Kreises, eingehend die politische Lage und die Stellung des Zentrums dazu erörterte. Ausgehend von der in boriger Woche erfolgten Auflösung des Reichstags suchte der Referent das Verhalten der Zentrumspartei zu rechtfertigen. Nicht der Kanzler und nicht der Kaiser seien die Männer, welche die Krisis heraufgeführt hätten, sondern die treibende Feder seien die Nationalliberalen mit dem evangelischen Bund und dem Herrn Denburg.
Die Sozialdemokraten werden für den Wahlkreis Darmstadt- Groß- Gerau voraussichtlich den bisherigen Abgeordneten Berthold wieder aufstellen.
Worms. Wie die„ Wormser Volkszeitnng" meldet, werden die vereinigten Liberalen in Worms nicht Freiherrn von Heyl, sondern einen eigenen Kandidaten aufstellen.
Bensheim. Haas ist ein Konkurrent in reaktionärer Politik erstanden. Für die sogenannte Wirtschaftliche Vereinigung( und als Mittelständler) kandidiert der Buchhändler Rippert- Hagen.
Bingen. Im Wahlkreise Bingen- Alzey stellt die Zentrumspartei den Landtagsobgeordneten v. BrentanoOffenbach wieder auf. Kandidat der freifinnigen Volkspartet ist der bisherige Vertreter des Wahlkreises Reinh. Schmidt- Elberfeld.
Wezlar. Der Vorstand der hiesigen Nationalliberalen beröffentlicht einen Wahlaufruf, in dem das gemeinfame Vorgehen aller bürgerlichen Parteien gegen Zentrum Mud Sozialdemokratie gefordert wird unter BeiseiteSegung jeglicher parteilicher Sonder- Interessen. Als Standidat tritt Reichstagsabgeordneter Krämer auf.
Marburg. In zahlreich besuchter Vertrauensmännerversammlung wurde von Gerlach wieder als Kandidat nominiert.
* Frankfurt. Die Liberalen haben den Landtagsabgeordneten Fund als Kandidaten in Aussicht genommen. Norddeutschland.
Trier. Hier kandidieren der Hüttenbesizer de Wendel und Dr. Max Jaunez.
Herborn. Ein eigener nationalliberaler Kandidat soll aufgestellt werden. Die Christlich- Sozialen nominierten Burkhardt wieder.
Saarbrüden. Von der nationalliberalen Partei wird der bisherige Abgeordnete Justizrat Bolt aus Saarbrücken aufgestellt.
Eltville. Das Zentrum hat Dr. phil. Wahl als Kandidaten für unseren Wahlkreis in Aussicht ge=
Siegen. Im Wahlkreise Siegen- Wittgenstein stellt die christlich soziale Partei den bisherigen Abgeordneten Stöder wieder auf.
Leipzig. Der alldeutsche Professor Safe wurde im Wahlkreise Oschatz- Wurzen aufgestellt. Die freifinntge Bolfspartei stellt einen Gegenkandidaten.
Oldenburg. Im zweiten oldenburgischen Wahlkreise stellen die Bürge lichen den freifinnigen Abg. Albert Traeger wieder auf gegen Hug Bant von der Sozialdemokratie. Lübeck. Die vereinigten bürgerlichen Parteien stellten als Kandidaten den nationalsozialen Oberpostassistenten Klein auf.
Süddeutschland.
In Nürnberg war Montag der beyerischer SiebenerBlockausschuß( Unterausschuß) zur Beratung der Landtagswahlarbeit versammelt. Man beschloß, die Land. tagswahlarbeit hinter die Reichstagswahlarbeit zurück zustellen. Wie man hört, ist nicht daran zu zweifeln, daß der Block in ganz Bayern auch für die Reichstagswahlen fest zusammenhält. Bei den Reichstagswahlen sollen alle Gehässigkeiten und Schroffheiten vermieden werden. In Würzburg läßt sich wahrscheinlich Professor Quidde aufstellen, da ihm das Mandat angeboten wurde. Von der Sozialdemokratie wurde der Landtagsabg. Franz Schmitt in Pasing aufgestellt.
Im 2. bad. Reichstagswahlkreis DonaueschingenBillingen stellt das Zentrum wieder Gutsbesiger DuffuerFurtwangen auf.
Freiburg i. Br. Der bisherige Zentrumsabgeordnete Marbe wird nicht mehr kandidieren.
Krenzuach. Die natiolliberale Partei stellt wieder den bisherigen Vertreter Paasche auf.
Straßburg. Die liberale elsaß- lothringische Landes. partei beschloe, gemeinsam mit den Demokraten zu gehen.
* Berlin. Da bei dem ernsten Kampf der Parteien in der politischen Arena auch der„ Clown" nicht fehle, erscheint jetzt auch der Herr von Kein Tschirne auf dem Plan, um mit seinen Getreuen aktiv in den Wahlfampf einzugreifen. In Massen wurde am Montag früh eine Art" Wahlaufruf" verbreitet, dessen fonfufer Inhalt ergibt, daß die Bücklersche Schutzgarde ihren früheren Namen„ Bückler Vereinigung" in„ AntisemitenBiga" umgeändert hat und nun in ernfier politischer Arbeit unsere ver otteten Zustände reformieren" will uſw. Die offizielle Proklamierung des Dreschgrafen zum Reichstagsabgeordneten erfolgte am Montag. Abend. In der Versammlungseinladung heißt es unter anderem: Jüdinnen, Juden und Hunden ist der Eintritt ver
boten!"
Ein Kolonialkapitel.
Von einem bekannten Politiker wird der Deutscher Reform- Korrespondenz" geschrieben:
Ob wir Kolonien notwendig brauchen oder ob wir ihre entraten- können, darüber können die Meinungen recht weit auseinandergehen. Deutschland war groß und start ohr Kolonien, Deutschland kann groß und start sein mit Kolonien. Um unsere Industrie zu beschäftigen, dazu sind unsere Kolonien, zur Zeit wenigstens, taum geeignet. Sie taugen ebensowenig, unseren etwaigen Ueberschuß an Menschen aufzunehmen. Es ist überhaupt fraglich, ob wir Ueberschuß an Menschen haben. Trotzdem unsere Bevölkerungszunahme jährlich sich auf etwa 900 000 beziffert, haben wir nicht Arbeiter genug, müssen wir Land- und Erd- und Bergarbeiter zu Zehntausenden aus dem Ausland heranholen. Freilich steht nicht fest, ob dieses Verhältnis andauernd das nämliche sein wird; aber das andere steht unbedingt fest, daß die Kolonien, die win haben, nicht imstande wären, jährlich Zehntausende von deutschen Auswanderern aufzunehmen. Denn unsere Kolonien Find keine Ansiedlungskolonien; vielleicht werden sie es in einer späteren Zeit einmal werden. Was den wirtschaftlichen Wert unserer Kolonien betrifft, so find wir garnicht geneigt, ihn für die Gegenwart sehr hoch anzuschlagen. Zunächs kosten sie Geld, und für absehbare Zeit werden sie Geld fosten. Vermutung spricht dafür, daß dies einmal anders sein wird. Es ist sogar keine übertriebene Erwartung, daß dieser Wert einmal sehr groß sein wird. Doch zunächst fann von einem irgendwie ins Gewicht fallenden wirtschaftlichen Gewinn aus unseren Kolonien nicht die Rede sein.
Man sieht, daß wir bei der Schilderung des reellen Wertes unserer Kolonien durchaus nicht nach der oйnftiaen
Seite ubertreiben. unsere Schagung von den Schäßen, die wir etwa aus den Kolonien ziehen könnten, ist sehr vorsichtig und sehr bescheiden.
Kommen wir nun zu der politischen Bewertung der Kolonien. Kolonien sind eine Notwendigkeit für den Staat, der Welthandel treibt, der eine Welthandelsflotte hat und demgemäß darauf angewiesen ist, eine Welthandelsflotte zu schützen. Das kann man nicht ohne Kriegsschiffe, und die Kriegsschiffe find jeder selbständigen Disposition beraubt, wenn sie nicht Kohlenstationen haben, auf die sie unbedingt rechnen können, die ihnen unter allen Umständen offen stehen. Ein modernes Kriegsschiff fann keine sehr lange Zeit ununterbrochen in Fahrt bleiben, weil es seinen Vorrat an Kohlen aufzehrt und ihn erneuern muß. England hat in rllen Weltteilen Kolonien und außerhalb dieser Kolonien immer noch Kohlenstationen. Wenn unsere Schiffe in fernen Meeren sollen freuzen können, so müssen sie die Möglichkeit haben, und nicht bloß die Möglichkeit, sondern die Sicherheit, außerhalb der deutschen Häfen Kohlen zu finden, und in der Entnahme von Kohlen nicht behindert zu sein. Wenn wir daran denken, irgendwann einmal eine große Flotte zu haben, die Deutschland würdig repräsentiert, ohne deswegen mit den ersten Seemächten zu rivalisieren, so find Kolonien entbehrlich. Wir bedürfen der Kolonien für die Kriegsschiffe und wir bedürfen der Kriegsschiffe für unseren Welthandel. Unsere Handelsflotte ist zu wertvoll, als daß wir sie ohne Sicherung lassen dürften, und für diese Sicherung müssen wir selbstverständlich eine Versicherungsprämie zahlen. Die Versicherungsprämie liegt zum Teil in unserem Flottenetat, zum andern Teil in unserem Kolonialetat. Der Kolonialetat stellt die geringere Aufwendnng dar. Diese ist zugleich wirtschaftlich eher vertretbar insofern, als man doch nicht in Abrede stellen kann, daß die Kolonien irgendwann einmal ihre Kosten decken und sogar einen Ueberschuß liefern werden.
83.
m
ht
It
ie
ür
et.
st
er
ent
una
ng
Auch bei dieser Darstellung glauben wir nichts übertrieben und uns feiner Schönfärberei schuldig gemacht zu haben. Wir haben nüchtern die Tatsachen hingestellt, deren Logik wir uns nicht entziehen dürfen und auch nicht entziehen fönnen.
Nun kommt aber noch ein wesentliches Moment: Es ist gar nicht mehr in Frage, daß wir Kolonien erwerben wollen, sondern wir besigen die Kolonien, und die Frage geht Sahin, ob wir sie mit Ehren aufgeben können. Die Frage, ob wir es auf uns nehmen dürfen, vor den Hottentotten zurückzuweichen, von den Hottentotten uns aus Afrika hinausjagen zu lassen, diese Frage braucht man bloß zu stellen, und die Antwort ergibt sich von selbst. Deutschlands Prestige würde unendliche Einbuße erleiden, würde einen gar nicht wenn wir nach zweigutzumachenden Schaden haben, jährigem Feldzug uns außerstande erklärten, den Aufstand in Südwestafrifa zu überwinden. Das ist keine Parteifrage. Man kann, um ein Beispiel anzuführen, ein echter und gerechter Zentrumsmann sein, und doch die Erhaltung der Kolonien als eine Notwendigkeit betrachten, der man auch mit großen materiellen Opfern sich fügt. Der Reichstagspräsident Graf Ballestrem ist ganz gewiß durch und durch Zentrumsmann, und ec hat für die Regierungsvorlage, für den von den Verbündeten Regierungen geforderten KolonialNachtragsetat gestimmt. Wenn das Graf Ballestrem fann, der von dem Zentrum für die höchste parlamentarische Ehrenstelle seit elf Jahren immer wieder in Vorschlag gebracht wurde, so kann das jeder andere Zentrumsmann auch, ohne baß er deshalb fürchten muß, gegen die Anschauungen seiner Partei zu verstoßen. Man konnte durchaus verschiedener Meinung sein, als es sich um die Frage handelte, ob wir Kolonien erwerben sollen. Es ist aber unter feinem Gesichtspunft eine Frage, ob wir die Kolonien auch behaupten müssen, nachdem wir sie einmal haben, ob es uns gestattet ist, Opfer für ihre Behauptung zu scheuen. Keinem einzigen Staat, ber je Kolonialpolitik getrieben, find Opfer für seine Kolonien und trübe Erfahrungen erspart geblieben. Wir haben keinen Anspruch darauf, die unangenehmen Erfahrungen nicht zu machen, die andere vor uns gemacht haben und andere nach ans machen werden. Jetzt ist die Ehre des Reiches engagiert, and da gibt es fein Baftieren.
Sieben Prozent Bankdiskont.
Die Reichsbank hat gestern den Diskontsatz auf sieben Prozent, den Lombardzinsfuß auf acht Prozent erhöht und damit einen Stand erreicht, der seit Bestehen des Institutes nur einmal, im Dezember 1899, bei der Preußischen Bank nur während des Krieges 1870/71, dagewesen ist.
Ein ernstes Mahnwort.
Als im Oktober d. J. der Bantdiskont die bemerkenswerte Höhe von sechs Prozent erreicht hatte, wurde von der Reichsbant selbst ausdrücklich betont, daß diese Maßnahme der Erhöhung nicht nur ein Eingehen auf die Geldverhältnisse bedeuten solle, sondern eine Mahnung an die Börse, an die Industrie und die Bankwelt, die Spannung nicht zu weit zu treiben. Auch diese Warnung ist ungehört verhallt, wie die vorhergehenden, und die heutige Situation gleicht erschreckend der vor fieben Jahren, als der Diskont ebenfalls auf sieben Prozent hennigesetzt werden mußte. Damals ging der Anstoß von
BEAD
m.


