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Ein neuer französischer Orden. Jetzt, wo so viele eue Orden gestiftet werden, will und darf Frankreich auch nicht zurückſtehen, und so hat man die Stiftung eines Verdienstkreuzes( croix de mérite) beschlossen. Das Verdienstfreuz wird an einem Hellblauen Moiréband getragen und besteht aus vier Teilen, die durch filberne Strahlenbündel von einander getrennt sind; die vier Teile selbst find aus weißem Email mit blauen Streifen. Eine Krone aus grünen Blättern berbindet das Kreuz mit dem Bande. Der neue Orden ents hält fünf Klassen: Ritter, Offizier, Kommandeur, GroßOffizier und Großkreuz. Er wird in erster Linie an alle biejenigen verliehen, die sich auf kolonialem Gebiet um Frankreich verdient gemacht haben, auch an Ausländer. Mar hat sich entschlossen, dem Orden noch eine sechste Klasse für all gemeine Verdienste unter dem Namen mérite civil zuzufügen.
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Kunst und Wiffenfchaft.
YS. Welche Theaterstücke haben den meisten Eindrud auf Sie gemacht? Diese Frage wurde im letzten Wintersemester den Besuchern der Arbeiterunterrichts furse der Berliner Studentenschaft vorgelegt. An der Spize steht ,, Rabale und Liebe" mit 34 Antworten, es folgt Wilhelm Tell" mit der Biffer 33, dann ,, Die Räuber" mit 31, Hauptmanns ,, Weber" haben 29, Gortis Nachtasyl" hat 23 Verehrer, es folgen " Faust" und„ Maria Stuart" mit je 14 Stimmen.
HM. Dramen ohne Ehebruch." Der belgische Senator, Advokat und Literat Edmond Picard hat 25 000 Franken als Preise für belgische Dramatiker ausgeschrieben. Es tommen Werte inbetracht, die die Phänomene des Lebens in ihren pathetischen und erhabenen Offenbarungen schildern, das öffentliche, das private, das historische und das soziale Leben". Mar ein Gebiet ist ausgefchlofen, das Ghebruchanroblem.
Lokales.
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erlegt, daß ** Airchliches. Ernannt wurden: Pfarrassistent in Danzig be Bühler zu Schotten( zweite Pfarrftelle) zum Pfarrberwalter baselbst; Pfarramtskandidat Römer zu Schotten zum PfarrDer Fahrt bo vifar in Raunheim, Detanat Groß- Gerau; Pfarramts Sabit gelentes fanbibat Steiner zu Schwanheim zum Pfarrassistenten in rau Sabit sa Gießen; Parramtskandidat Hoffmann zu Gießen zum Serr und Ffarraffitenten bei dem Kirchspiel Reichenbach; Pfarramtsen des anden landidat Böckner zu Heuchelheim zum Verwalter der PfarrDie Schlußprüfung gehilfenstelle zu Deckenbach. Blafien zur im Juni 1906 haben bestanden: Otto Hofmann von Planig ge einen ano zu Gießen, Hermann, Römer zu Schotten, Hermann em ruffiche Steiner von Beitlofs zu Schwanheim, Karl Wahl von einer gewiſe Münzenberg zu d, Adolf Weck von Inheiden zu OberSumme Twurde bal Rauses. Zur Widerbeseßung wird ausgeschrieben:
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Ulm ermittelt die evangelische Pfarrstelle zu rebenau.
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* Neuer Gymnasial- Direktor. Der mit Wirkung vom 1. September ds. Js. zum Direktor des Gießener Gymnasiums ernannte Professor Dr. Wilhelm Hensell, der bisherige Direktor des Gymnasiums zu Offenbach, ist geboren zu Rinteln, in der in Westfalen liegenden früheren furhessischen Entlave; er steht im 52. Lebensjahre. Er studierte laut Darmst. 3tg." in Marburg klassische Philologie und Geschichte. Nachdem er als Gymnasial lehrer zu Worms und Darmstadt( am Nenen Gymnasium) gewirkt hatte, wurde er Ostern 1897 an das Gymnasium Frideric anum zu Laubach verseßt, wo er as Direktor bis Herbst 1899 tätig war. Von hier wurde er am 31. Juli 1899, mit Wirkung vom 6. August, zum Direktor des Gymnasiums und der Realschule zu Offenbach ernannt.
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* Ais Kandidat für die Landwirtschaftstammerammenstoß aahl im Bezirk Gedern- Ortenberg wurde Gutspächter ersonen verles Bar- Herrnhaag aufgestellt. Ide erschlug de eisen Bater un hen Teich. De geftändig. gentgleifung
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Der Tag der Schlacht von Vionville ar- la- Tour jährt sich heute zum 36. male. Am 16. Auguft 1870 war ein gewaltiges Ringen auf beiden Seiten. Wie heldenmütig gefämpft wurde auch von den Franzosen, dafür ist der beste Beweis, daß auch nicht eine fahme, nicht eine Standarte, nicht ein Geschütz erobert wurde. * Wegen starker Inanspruchnahme der Betriebsmittel jedenfalls durch das Weilburger Fest) werden am 18., 19. und 20. Auguft im Eisenbahndirektionsbezirk Frankfurt und in den Nachbarbezirken Fahrpreisermäßigungen für Gesellhaftsfahrkarten nicht gewährt.
*** Soldatenmut. Vorgestern stürzte sich in der Nähe der Gießener Militärschwimmanstalt eine Frau in die Lahn und trieb ftromabwärts. Sofort sprangen die Rusketiere Rühl und Steiner von der 11. Kompagnie mach und brachten die Bewnẞtlose unter erheblichen wierigkeiten ans Land, wo sie Wiederbelebungsversuche conste Aten. Nachdem das Leben zurückgekehrt war, wurde Frau ihren Angehörigen wieder übergeben.
Ein sehr bedauerliger Unfall ereignete fich stern auf dem Gießener Braunsteinbergwerf. Drei in Dieuze usländische Arbeiter, Kroater, arbeiteten im Tagebau an Einer etwa 3 Meter hohen Tonwand, um darunter befindliches
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bloszulegen. Nachdem der Stoß sentrecht betgebauen ar, ließ der Aufseher in den unteren Teil desselben Bohrher schlagen und entfernte sich, um Dynamit zum Abfießen dieser Löcher zu holen. Während seiner furzen bwesenheit ging einer der Leute mit Namen Emil Ducic ane Beachtung der mehrmals vom Aufseher ausgesprochenen Barnung daran, den Stoß zu unterhauen, seine Kameraden fahren unterdessen einen mit Ton beladenen Wagen fort. Ducic brachte in furzer Zeit durch diese Arbeit den Tonstoß, de durch den starken und anhaltenden Regen der vergangenen Blacht sich schon gelockert hatte, ins Wanten und wurde Burch plögliches Zusammenbrechen desselben so schwer ge offen, daß seine mit dem inzwischen entleerten Wagen zuückkehrende Kameraden ihn tot vorfanden. ** Das XV. Verbands- Schießen des Gaues dessen und Nassau zu Haiger( 12.- 14. August) unter starter Beteiligung der Schützen von nah und fern laufen. Es gab einen scharfen Kampf, denn auf allen heiben wurden gute Leistungen vollbracht. Die besten Schüsse urben abgegeben auf die Festscheibe, Herborn", 300 Meter Feldscheibe) von G. Kaufmann- Gießen( Besteck, 12
Gabeln und 12 Messer, gestiftet vom Schützenverein Neunfirchen.) Festscheibe" Biedenkopf", 175 Meter( Standscheibe) von Schmidt- Gießen( Bowle. geftiftet vom SchüßenVerein Herborn). Festsheibe Hessen- Nassau", 100 Meter ( Auflegeftand) Gouvorsitzender Seibert Weglar( Standuhr im Werte von 170 t, gestiftet von Ehrenschüßenmeister Eduard Klingel- Haiger).
* Contra Bieraufschlag. Mit dem 1. Sept. soll laut Buzzb. 8tg." auch in Butzbach das Bier teurer werden. Der halbe Liter soll auf 15 Pfg. heraufgef t und ein neu einzuführendes Vierzehntelglas mit 12 Bfg. verkauft werden; Dreizehntel foften wie seither 10 Pfg. Eine Anzahl dortiger Wirte sind entschieden gegen diese Er. höhung und haben Lieferungsverträge mit einer ringfreten Weglarer Brauerei abgeschlossen.
XVon 44 deutschen Gesellschaften wurden im Jahre 1905 insgesamt 163 070 eigentliche Lebensvers sicherungen über 772 064 059 Mt. neu abgeschlossen. In Abgang tamen dagegen 80 225 Versicherungen über 335 170 858 mt. darunter 26 016 über 104 811 217 Mt. durch den Tod und 7580 über 42 419 253 Mt. durch Zahlbarwerden bei Lebzeiten der Versicherten. Der Gesamtbestand eigentlicher Lebensversicherungen am Schlusse des ligen Jahres erhöhte sich um 82 845 Policen und 436 893 201 t. Summe auf 1829 006 Versicherungen über 8 159 520 778 Mt. Hieran waren die bedeutendsten Anstalten mit folgenden Summen beteiligt:
Gotha. Stuttgart Vittoria
Mite Leipziger Stettiner Germania Karlsruhe..
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gegr. 1827 mit 892194 025 f. 727 974 633
1853
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1861
709 806 880
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1830
708 982 600
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1857
664018765
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1864
556070344
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Summa 4259 056 247 kt.
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Auf diese sechs Anstalten entfiel demnach die gute Hälfte ( 52,2%) des gesamten Lebensversicherungsbestandes der 44 Von letteren betreiben 23 darunter beGesellschaften. sonders Viktorta und Friedrich Wilhelm außerdem die fleine( Voifs und Sterbekasse) Versicherung mit geringen Summen, zumeist ohne ärztliche Untersuchung und mit wöchentlicher Prämienzahlung: hierin wurden 865 172 Verſicherungen über 161 680 625 Mt. neu abgeschlossen, und am Schlusse des Berichtsjahres bestanden 5 320713 Versicherungen über 941 141 194 Rt.( durchschnittlich 177 Mf.) Von den 44 Gesellschafften betreiben sodann 41 auch die Bersicherung nur auf den Lebensfall( Alters-, Aussteuer-, Militärdienstversicheruna): hierin wurden 36 882 Versicherungen über 65 788 965 Mt. abgeschlossen und Ende 1905 Sestanden 556 424 Versicherungen über 887 585 097 Mt. Der Gesamtbestand an Kapitalversicherungen bezifferte sich somit bei den 44 deutschen Lebensversicherungsanstalten Ende 1905 auf 9 988 247 069 Mt. Summe.
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Reitpferde im eigentlichen Sinne des Wortes zum Privatgebrauch gibt es in Hessen doch sehr wenig; denn es wurden im verflossenen Jahre in Summa nuc 80 Mt. Steuer von Reitpferden erhoben und zwar allein aus dem Kreise Erbach. Ohne Zweifel rühren diese nur von dem Grafen von Erbach her. Es müssen nämlich in Hessen nur diejenigen Pferde versteuert werden, die bei Brivaten ausschließlich zum Reiten Verwendung finden, weil Pferde, die auch an Luxuswagen gebraucht werden, gewissermaßen schon durch die Steuer der Luxuswagen versteuert sind.
X Lüzellinden, 15. August. Es hat auch in diesem Jahre wieder eine stattliche Fruchternte gegeben, sodaß Jahre wieder eine ftattliche Fruchternte gegeben, sodaß die vorhandenen Scheunen und Futterställe sie wohl nicht aufzunehmen vermögen. Lüzellinden heißt in alten Urkunden Sichelingslinden( Sichelinges- Linda). Man tann dieses Wort ableiten entweder von dem Mannsnamen Sichelingus oder was wahrscheinlicher ist, von sigelis, d. h. Korn, mithin würde Sichelingslinden heißen soviel als Kornlinden. Diese Vermutung gewinnt um so mehr Raum, weil noch bis jetzt in der ganzen Umgegend ein Gebund Korn ,, Sichling" genannt wird, während für Weizen, Gerste und Hafer 2c. der Ausdruck Garbe allgemein ist. Lüzellinden war schon im Mittelalter wegen seines guten Roggens berühmt und diesen Ruf hat es auch bis hente behauptet.
Rodheim a. d. Bieber, 15. Auguft. Einen wahrhaft erfreulichen Anblick gewährt die Obstbaumpflanzung an der Kreisstraße Rodheim- Gießen. Während in früheren Jahren dtese nur teilweise bepflanzt war und die wenigen Obstbäume oft ein früppelhaftes Aussehen zeigten, fann man iegt eine wahre Musterpflanzung seher. Dabei scheint selbst jebes jüngere Bäumchen seinen Tribut liefern zu wollen, denn die Bäume sind wirklich zu zählen, die diesmal keine Früchte tragen.
* Trais- Münzenberg, 14. Auguft. Bahngelände. Gestern wurden hier durch den Rechner der Gelände: ErwerbsKommission der Buzbach- Licher Eisenbahn, Herrn Weickhardt, die Kaufgelder für das in unserer Gemarkung liegende Gelände dieser Bahn im Betrage von 21 996,37 Mt. ausbezahlt. 222 Unterschriften mußten bei dieser Auszahlung zahlt. 222 Unterschriften mußten bei dieser Auszahlung ortsgerichtlich beglaubigt werden, weil sehr viele Grundstücke * och nicht auf dem Namen eines Eigentümers stehen.
* Haiger, 15. August. Auf der Jagd verunglückte gestern wormittag der Direktor der Minervahütte, H. Michel. Beim Passieren eines steilen Abhanges rutschte M. allem Anscheine nach aus, das Jagdgewehr entlud sich und zerschmetterte ihm den Hinterkopf. Die fast unfenntliche Leiche wurde gestern Abend erst von Epaziergängern gefunden.
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Zeilbach, 15. Auguft. Der hiesige Kriegerverein btelt am vergangenen Sonntage sein erstes Preisschießen, verbunden mit Konzert und Tanzbeluftigung, ab. Die Beteiligung an demselben war recht groß. Sofort nach Beendigung des Schießens fand die Preisverteilung statt. Es erhielt den 1. Preis Heinrich Stein, Groß- Felda, 2. August Schneider, Dresden, 3. Heinrich Eckstein, Eifa, 4. Wilhelm Joft, Stumpertenrod, 5. Johann Schott, Ober
Dimen, 6. Louis Geisel, Zeilbach, 7. Karl Becht, OberOhmen, 8. Johs. Seipp, Zeilbach, 9. Friedrich Seim, Ermenrod, 10. Georg Kemmer, Zeilbach, 11. Otto Lind, Groß- Felda, 12. Heinrich Steinbrecher, Groß Felda, 13. Heinrich Merschrod, Beilbach, 14. Heinrich Schwing, Burg- Gemünden, 15. Adolf Rühl, Groß- Felda, 16. Karl Momberger, Klein- Felda.
* Schotten, 15. Auguft. Die Grundsteinlegung zu dem Bismarckturm auf dem Taufstein soll im nächsten Monat erfolgen.
* Nidda, 15. Auguft. Die Obst aussichten sind, was Birnen und Zwetschen oetrifft, gute; Aepfel dagegen gibt es nur ein geringes Quantum, dazu sind sie durch bielen Regen rissia und fleckig.
* Butzbach, 15. Auguft. Schwerer Unglüdsfall. Gestern Nachmittag stürzte der 59jährige Dachdecker Joh. H. Heyd 1. von dem Dache eines Aufseherwohngebäudes an der hiesigen Bellenstrafanstalt so unglücklich ab, daß er sofort tot war.
* Bad Salzschlirf, 15. August. Die mit einem Kostenaufwand von einer halben Million neu hergestellten Anlagen am Bonifaziusbrunnen sind nunmehr vollendet. Die Einweihung der neuen Brunnenhalle findet am 18. Auguft statt.
* Lauterbach, 15. Auguft. Vom 11. bis 14. Oftober wird hier eine Obstausstellung für die Kreis: Alsfeld und Lauterbach abgehalten werden.
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Seligenstadt, 15. Aug. Zum Lustmord. Ein gestern in Bellhausen zugereifter Mann behauptete hartnäckig, den Mörder der Frieda Weyh genau zu fennen. Er habe mit ihm in Roßdorf während der vorlegten Nacht die Schlafstelle geteilt, wobei ihm der Verbrecher die Bluttat anbertraut habe. Man brachte den Mann in das Amts: gericht Seligenstadt, wo er seine Behauptungen wiederholen sollte. Dort aber stellte sich heraus, daß man es mit einem schwachsinnigen Menschen zu tun hatte. Die bis jetzt in der Mordoffäre vorgenommenen Verhaftungen mußten sämtlich wieder aufgehoben werden.
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Mainz, 15 Auguft. An der Truppenschau vor dem Kaiser auf dem Großen Sande am 22. August werden die R gimenter der Garnisonen Mainz, Biebrich, Wiesbaden, Offenbach, Darmstadt und( voraussichtlich teilweise) Frankfurt und Hanau teilnehmen. Zunächst findet ein Exerzieren der Kavallerieregimenter statt, es folgt ein Gefecht und zum Schluß der Parademarsch. Nach Beendigung des Vorbeimarsches reiten der Kaiser und der Großherzog an der Spiße der Fahnenkompagnie durch die Spalier bildenden Truppen nach dem Großherzoglichen Schloß, wo gefrühstückt wird.
* Mainz. Ein eigenartiger Schlupfwinkel für lichtscheues Gesindel wurde hier ermittelt. Als unsere Feld. schüßen vor einigen Tagen eine Razzia in den Festungswerken in der Nähe des Fort Karl" unternahmen gewahrten sie plöglich, daß ein Bündel Reisig, das auf dem Boden lag, sich bewegte, bald darauf hob sich das Reisig in die Höhe und ein männlicher Kopf wurde sichtbar, der aber sofort wieder verschwand, als sich ihm die Feldschützen näherten. Die nähere Untersuchung ergab, daß eine Deffnung, die bei einer Sprengung entstanden war, in einen Minengang des Fort Karl führte und daß man durch diesen Gang hunderte von Metern unter der Erde in verschiedene Forts fonnte. eindringen Durch ortskundige Militärpersonen wurde sofort eine Absuchung des unterirdischen Ganges vorgenommen, es fonnte aber niemand aufgefunden werden. Daß aber in diesen Gängen Personen sich befunden haben, wurde durch Fußabdrücke in dem feuchten Boden und durch andere Umstände festgestellt. Auf einer Tafel, die in dem
ange hing, stand geschrieben:" Diebstahl, Einbruch, Buchihaus!" Diese Worte müssen erst fürzlich auf die Tafel geschrieben worden sein. Es soll demnächst eine gründliche Revision der Minengänge veranstaltet werden.
* Mainz, 15. August. Die hiest je sozialdemokratische Partei beschäftigt sich mit der Frage der Errichtung eines Arbeiter Sekretariats. Die Kosten dafür sind mit 6400 Mt. veranschlagt.
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Freitag, den 17. Auguft. Bettweise heiter, meist trocken, Temperatur wenig verändert; mäßige westliche Winde.
( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.)
Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 2.
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2 landw. Arbeiter, 1 landw. Magd, 6 Bauschlosser, 2 Schmiede, 1 Elektromonteur, 6 Schreiner, 1 Lackterer, 3 Glaser, 1 Anstreicher, Erdarbeiter, 1 Küchenbursche, 1 Küchenmagd, 1 Kutscher, 2 Dienstmädchen, 3 Lauffrauen, 2 Laufmädchen.
Lehrlinge: 2 Schlosser, 1 Elektromonteur, 1 Schreiner, 1 Stellner gegen Vergütung.
Es suchen Arbeit:
1 Maschinist oder Heizer, 1 Buchbinder, 1 Schreiner, 2 Wasch- und Buzfrauen, i Flickfrau, 1 Installateur, 1 Auslaufer, 1 Lagerarbeiter, 1 Kaufmann, 1 Fahrbursche, 1 tassierer- oder Bureaudiener.
Verantwortlich: für die Politik und den Inseratente! Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen.
Kein Mittel
Neuralgie, Gesichtsschmerzen. bringt so schnelle Linderung und Heilung als Dr. Rays Nerbol. Einige Löffel voll genügen, um Erfolg zu erzielen. Enthält: Kaliforn. Haferertrakt 50, Fenchel 20, Anis 20, Pomeranzen 20, Baldrianertraft 20, Slyzerin 30, Zucker 30, Bromfalium, Bromnatrium, Bromammonium je 10) zu haben in Apotheken.
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