1870 sich die Nationalfirche erzwungen. Nafürlich wirkte die Gründung des Fürstentums alsbald auch auf die Bulgaren in Macedonien. In Menge fielen sie vom Griechentum ab zum Exarchate Exarch ist der Titel des nationalen geifts lichen Hauptes der Bulgaren. Die dem Patriarchen Treugebliebenen wollten ihre Kirchen nicht hergeben; so ftest man denn von den erbitterten Kämpfen der Patriarchisten und der Evangelisten. Es handelt sich wieder einmal um einen blutigen Glaubenskampf, dem natürlich der Herr im Lande, der Türke mit Seelenruhe zuschaut: ein toter Christ ist ein guter Feind. Seit einem Jahre erhalten die Griechen in Süd- Macedonien aus Athen Waffen, Geld und Offiziere zum geordneten Kampfe gegen die Bulgaren. Sie überfallen die Dörfer und nehmen die Kirchen für das Patriarchat in Besitz. Natürlich rächen sich die Bulgaren auf gleiche Weise. Infolge einer Reihe abscheulicher Bluttaten der Griechen in macedonischen Bulgarendörfern ist die Erbitterung nun aufs äußerste gestiegen und die Bulgaren im Fürstentum haben, um die macedonischen Griechen zu strafen und abzuschrecken, gegen die Griechen im Lande gewütet, in Sofia, Warna, Birgas, besonders aber in Philippopel. In Bulgarisch- Rumelien sind die Läden der Griechen zerstört, die griechischen Kirchen besetzt und für die bulgarische Nationalkirche weggenommen worden.
Diese kirchliche und nationale Bewegung hat ihr Ende noch nicht gefunden und wir dürfen uns auf weitere ernste Vorgänge auf dem Balkan gefaßt machen: das Feuer brennt Itchterloh und der Brand wird sich noch ausbreiten.
Dr. Koernig- Saloniki.
Politifche Rundschau.
Deutfches Reich.
* In der Affäre Fischer- Tippelskirch soll nunmehr die Vernehmung des Ministers v. Podbielski unmittelbar bevorstehen. Von den Aussagen des Ministers dürfte in erster Linie die Entscheidung abhängen, ob gegen die Firma von Tippelsfirch u. Co., d. h. gegen ihre Inhaber, ein Verfahren wegen Bestechung des Majors Fischer einzuleiten ist.
* Aus Ostafrika meldet Major Johannes, daß in Upangwa nur ein Kleinkrieg zu erwarten und kein Grund zu Befürchtungen vorhanden sei.
Im Aufstandsgebiet verbleibt Hauptmann v. Kleist. Am Mohesi und Bihowara, südwestlich von Liwala, sind dagegen neue Ansammlungen von Aufständischen bemerkt worden. In Offizierstreisen glaubt man, daß der Kleinfrieg im Süden des Schutzgebietes noch ein Jahr dauern könne!
* Zu dem vom Abg. Erzberger angeschnittenen Fall Woermann" hat der in den Kolonialasfären so start engagierte Zentrumsabgeordnete sich in einem Interview geäußert. In Düsseldorf hatte Abg. Erzberger in einer Rede darauf hingewiesen, daß die Firma Wörmann& Co. in Hamburg, die die Truppentransporte nach und von Deutsch- Südwestafrika besorgt, sich dem Reiche gegenüber in einer ähnlichen Monopol stellung befinde, wie die Firma Tippelskirch& Co. in Berlin. Die Wahrheit dieser Behauptung war in der Presse bestritten worden. Herr Erzberger sagte nun in der erwähnten Unterredung, die Ableugnungen besagten gar nichts. Die Firma Woermann erhalte in der Sat exorbitante Frachtraten und sonstige Gebühren und die Kolonialverwaltung ignoriere demgegenüber die billigeren Angebote anderer Reeder.- Es läßt sich natürlich nicht rachprüfen, ob in einzelnen Fällen billigere Frachtsäze zu haben gewesen wären, aber es ist einleuchtend, daß die Kolonialverwaltung in Kriegszeiten, wie sie doch in Süd: vest afrika herrschen, nicht für jede Fehrt einen neuen Dampfer chartern konnte. Feste Vereinbarungen mußten eristieren, zumal die deutsche Handelsrecederei in erster Linie vor der ausländischen bevorzugt werder sollte. Aus Hamburg wird übrigens gemeldet, daß die Firma Woermann gegen alle Blätter, die ihr Vertrags- Verhältnis mit dem Reich ,, in beleidigende Parallele zu den bei Tippelsfirch vorgekommenen Ueberteuerungen und Unregelmäßigkeiten stellten", BeleidigungsHagen ankündigt.
Spanien.
** In den diplomatischen Kreisen Madrids beschäftigt man sich lebhaft mit den Gerüchten über die Annäherung zwischen Spanien und England. König Eduard soll vor seiner Abreise mit König Alfons von Spanien einen offiziellen Besuch Madrids mit der Königin für den Herbst und den gleichzeitigen Abschluß eines Marinebundes, der spanische Häfen der englischen Flotte zur Verfügung stellt, vereinbart baben. Es wird behauptet, Spanien biete die dauernde Ver= pachtung des Hafens von Cadix sowie eines anderen Mittelmecchafens gegen Abtretung von Gibraltar an.
Balkanftaaten.
** Die Griechenunruhen in Anchialo haben unter dem Einfluß der Behörden ihr Ende gefunden. Der griechische Bischof ist nicht verbrannt, wie anfangs verlautete; er wurde von Untersuchungsrichter in einem unversehrten Hause ents deckt und als Aufwiegler verhaftet, da er den Widerstand der griechischen Bevölkerung leitete.
Afrika.
** Zwischen den Eingeborenen Abessiniens und den Truppen des tollen Mullah haben verzweifelte Kämpfe stattgefunden. Die Armee des Sultans Osman Mahommed verlor viele Streitfräfte. Es fielen neun Blutsverwandte des Sultans und 700 Krieger. Nach langem blutigen Kampf wurde der Mullah unter schweren Verlusten zurückgeschlagen. Ein britischer Kreuzer wurde nach den abessinischen Häfen entsandt, um den Unruhen zu steuern.
Kleine politische Nachrichten.
Berlin, 15. August. Reichs- und Landtagsabgeordneter Geheimer Oberjustizrat Dr. Viktor Rintelen feiert am 17. d. M. seinen 80. Geburtstag. Seit 1848 im Staatsdienst, gehört der Jubilar dem Abgeordnetenhause seit 1883 und dem Reichstage( Bentrum) feit 1884 an.
Berlin, 15. August. David R. Francis, der Präsident der Weltausstellung in St. Louis, ist hier eingetroffen, um dem Kaiser ein Diplom der Ausstellung zu überreichen.
Berlin, 15. August. Im ersten Drittel des laufenden EtatsJahres belief sich die Einnahme an Wechselstempelsteuer auf 5 085 966,80 Mart, oder auf 325 431,90 Mark mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Fulda, 15. August. Am 28. und 29. August findet hier eine Konferenz der Bischöfe Preußens statt.
Hof und Gefellschaft.
Von einer Amerikareise des Kaisers t während des Aufenthaltes des Monarchen in Wilhelmshöhe wiederholt und in bestimmter Form die Rede gewesen. Der Kaiser betonte dem Herausgeber der„ Newyorker Staatszeitung", Mr. Herrmann Ridder, gegenüber, daß er den dringenden Wunsch hege, nach Amerika zu kommen um Land und Leute, und seinen Freund Roosevelt persönlich kennen zu lernen.
Mr. Ridder, den der Kaiser bereits zum zweiten Male zur Audienz befohlen hatte, ist auch in Kiel z. 3. vom Prinzen Heinrich empfangen worden. Der Kaiser bewies im Gespräch mit Wir. Ridder weitgehendstes Interesse für die Deutsch- Amerikaner und für die Amerikaner überhaupt. Wie erinnerlich sein dürfte, trug sich der Kaiser schon mit der Absicht, zur Weltausstellung von St. Louis nach Amerika zu kommen, doch wurde damals nichts aus diesem Projekt. Jetzt scheint es aber die bestimmte Absicht des Monarchen zu sein, Amerika einen Besuch abzustatten.
** Wie das Oberhofmarschallamt dem Bürgermeister Dr. Bender in Breslau mitteilte, wird das Kaiserpaar am 6. September in Breslau eine Begrüßung durch die städtischen Behörden entgegennehmen. Der Kaiserin wird eine Huldigung durch Breslauer junge Damen dargebracht werden. Die Ankunft in Breslau erfolgt nachmittags 5 Uhr.
*** Die feierliche Inthronisation des neuen Hildesheimer Bischofs Bertram fand im Dome zu Hildesheim in festlichster Weise statt. Kardinal Fürstbischof Dr. Kopp aus Breslau vollzog den Weiheakt unter Assistenz der Bischöfe von Osnabrück und Paderborn, während Oberpräsident Dr. Wenzel als königlicher Kommissar der Feier beiwohnte. Zahlreiche Korporationen und Vereine aus dem Bistum Hildesheim waren mit ihren Fahnen zu der Feier erschienen.
Deer und flotte.
Von der Uebung zurüd. Die aktive Schlachtfintte. die Schiffe der Aufklärungsgruppen und die Torpedoboots= flotille sind Mittwoch nachmittag von der diesjährigen Sommer- Uebungsreise nach Stiel zurückgekehrt.
Das Turbinenschiff„ Lübeck" beendet Ende August seine Probefahrten. Es wird dann als Ergänzung dem Aufflärungsgeschwader beigegeben und später als erster Turbinenkreuzer nach den Flottenmanövern in die heimische Schlachtflotte eintreten.
Abrüstungen in Italien. Die italienische Regierung will im November der Kammer die Verminderung der Armee von 12 auf 8 Armeekorps vorschlagen, da die Erhaltung der Armee in ihrer bisherigen Stärke die Staatsmittel übersteige.
Soziales Leben.
× Der Streit im Aachener Hüttenrevier nimmt seinen Fortgang. Die Drohung der Betriebsleitung des Werkes ,, Rote Erde" am 16. d. M. den Betrieb ganz einzustellen, wenn die Arbeiter ihre Kündigungen nicht in genügender Zahl zurücknehmen, hat nichts gefruchtet. Die Streifenden erklärten sich ir mehreren Versammlungen, in geheimer Abstimmung, für, ie Nichtzurücknahme der Kündigungen, sodaß nun wohl ab heute die Betriebe stilliegen werden.
X Selbsthilfe gegen die Fleischteuerung. In Sommerfeld hat der Gewerkverein der Tartilarbeiter beschlossen, einen eigenen Fleischverkauf ins Leben zu rufen, um seinen Mitgliedern und der Einwohnerschaft den Vorteil billigerer Fleischpreise zu verschaffen, da die jetzigen hohen Säge namentlich für viele Arbeiter unerschwinglich seien.
53. Deutscher Katholikentag.
( Sonder- Bericht.)
Essen, 15. August.
Im Mittelpunkt des rheinisch- westfälischen Industries Bezirks mit seinen gewaltigen Arbeitermassen, in der zur guten Hälfte katholischen Kohlen- und Kanonenstadt Essen tritt am Sonntag die 53. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands zusammen, die allem Anschein nach in bezug auf Massenbeteiligung selbst die große 50. Jubiläumsversammlung von Köln im Jahre 1903 übertreffen dürfte. Sind doch zu dem Festzug, der die Versammlung am Sonntag Nachmittag, altem Gebrauch gemäß, einleitet, nicht weniger als 350 Gesellen-, Arbeiter und Knappenvereine mit über 40000 Mitgliedern gemeldet. Anschließend an diesen Festzug sollen dann 15 große Massenversammlungen abgehalten werden. Auch Kardinal Erzbischof Dr. Fischer von Köln, der sich mit 12 Bischöfen in die zum ersten Mal aufgestellte Liste der ständigen Mitglieder der Generalversammlungen hat eintragen lassen, wird den Versammlungen beiwohnen. Von den sonstigen angemeldeten Teilnehmern fällt neben den vielen Mitgliedern der Zentrumsfraktionen des Reichstages und der Einzel- Landtage die große Zahl des katholischen Adels auf, der sich ebenfalls in die Liste der ständigen Mitglieder hat aufnehmen lassen. Die Tagung des Katholikentages selbst wird entsprechend der Lage des Festortes vorwiegend unter dem Zeichen der sozialen Frage stehen. Es sind wie in den Vorjahren, vier geschlossene und vier öffentliche Generalversammlungen vorgesehen, an die sich dann noch die große Hauptversammlung des auf Anregung Windthorsts begründeten und Hunderttausende von Mitgliedern zählenden Volksvereins für das katholische Deutschland" anschließt. Für die geschlossenen Generalversammlungen ist der großartige städtische Saalbau zur Verfügung gestellt worden, während für die öffentlichen Generalversamlungen auf einem teils von der Stadt Essen, teils von der Kruppschen Verwaltung unentgeltlich zur Verfügung gestellten Terrain ein Riesenfestzelt errichtet worden ist, das für 12 000 Personen Aufnahme bietet. Entsprechend der Tendenz des Katholikentages, ein Spiegelbild und Brennpunkt der katholischen Bewegung auf geistigem, politischem, wirtschaftlichem und sozialem Gebiet zu sein, werden neben den Generalversammlungen eine Unmenge Nebenveranstaltungen abgehalten werden. Die Anmeldungen zum Katholikentage sind bereits so zahlreich, daß das Lokalkomitee große Mühe hat, die Gäste unterzubringen. Die Hotels sind schon seit Monaten mit Beschlag belegt, sodaß der größte Teil der Teilnehmer in Bürgerquartieren untergebracht werden muß.
Nab und fern.
+ Schwere Unwetter sind im Rheinlande niedergegangen, und haben in Köln und Aachen erheblichen Schaden ans gerichtet. Das Wasser stand im Innenraum des Aachener
Münsters mehrere Fuß hoch. Bei Opladen riß eine Wind hose viele Schornsteine und einige alte Häuser um. schrecklichsten hauste das Unwetter im Orte Dorpenhof, we sämtliche Häuser abgedeckt und fast alle teilweise eingestürz find. Durch den plötzlichen Einsturz wurden zahlreiche Per jonen verlegt. Augenzeugen erflären, daß in jener Ortschaf fast tein Stein auf dem andern geblieben sei. Ein Stadttei ist wie weggeweht. Unter der Bevölkerung herrscht groß Not. Die Bewohner find vorläufig in benachbarten öffent lichen Anstalten und Krankenhäusern untergebracht.
† An schwarzen Pocken erkrankt ist in der Hedwigwunsch grube bei Borsigwerk der Galizier Michael Siegmund. Nad amtlicher Verfügung wurden die 60 Galizier derselben Grube sofort geimpft und das Schlafhaus desinfiziert. Eine Weiter verbreitung erscheint ausgeschlossen.
= Ein neuer neue Orden geftifte nicht zurüditehen,
Dienfitreuzes( croix freuz wird an eine befieht aus vier Teil einander getrennt fir Email mit blauen& verbindet das Kreuz balt fünf Klaffen: Offizier und Großfre Diejenigen verliehen, reid verdient gemach fich entfchloffen, den gemeine Verdienfte Kun YS. Welche Th Sie gemacht? Dief ben Besuchern der Studentenschaft vor Liebe" mit 34 Antr Biffer 33, dann, baben 29, Gortis Sauft" und Mar HM. Dramen Sibbofat und Litera Breise für belgisch Werte inbetracht, d
† Tod in den Flammen. Die Zuderfabrik Munster bel Cannstadt ist durch eine infolge Kurzschlusses entstandene Feuersbrunst eingeäschert worden. Zwei Arbeiter wurden tot aus den Flammen gezogen, 25 Arbeiter werden vermißt
† Auf dem Heimwege überfallen. Der Bauunternehmer Rota wurde, als er Gelder von Arnsberg zur Lohnzahlung geholt hatte, auf dem Heimwege nach Allendorf von drei Männern mit geschwärztem Gesicht angefallen und beraubt. Mit dem Raube, Taschenuhr und 2500 Mart, verschwanden die Räuber. Bis jetzt ist es der Polizei noch nicht gelungen, die Räuber, vermutlich Kroaten, zu ermitteln.
† Ein liebevoller Gatte. In Lindenau bei Leipzig ver suchte ein Eisenhobler seine Frau zu erstechen und zu er schießen. Der Schuß verfehlte sein Ziel. Bei der Verhaftung bedrohte er die Polizei mit dem Revolver. Er wurde nach heftiger Gegenwehr überwältigt.
† Wieder einmal das Messer. In Karthaus kam es auf der Straße abends zwischen den Handlungsgehilfen Wilschon und Bela einerseits und dem Hausdiener Benkowski anderers seits zu einem Wortwechsel, der bald in Tätlichkeiten aus. artete. Hierbei zog Benkowski sein Taschenmesser und stach blindlings auf seine beiden Gegner ein. Wilschon blieb sofort tot am Plage liegen, Bela wurde so schwer verletzt, daß er auf dem Transport nach dem Krankenhause in Danzig ver starb. Der Messerheld wurde verhaftet.
† Die gefährliche Benzinkutsche. Auf der Fahrt von Nyon nach Genf stieß ein von einem Herrn Sabit gelenktes Automobil, in dem außer dem Chauffeur Frau Sabit saß, mit einem andern Automobil zusammen. Herr und Frau Sabit wurden schwer verwundet. Die Insassen des andern Automobils erlitten ebenfalls Verlegungen.
† Verhafteter Erpresser. Ein in St. Blasien zur Kur weilender russischer Baron erhielt dieser Tage einen ano nymen Drohbrief, unterzeichnet von einem russischen Anarchisten" mit der Aufforderung, innerhalb einer gewissen Zeit an einem näher bezeichneten Orte die Summe von 30 000 Mart niederzulegen. Der Erpresser wurde bald darauf in der Person des Schlossers A. aus Ulm ermittelt und verhaftet.
† Eine elektrische Vollbahn in Amerika. Der Bau einer Zweigleifigen Eisenbahn von Newyork nach Chicago via Pittsburg, mit einem Kostenaufwand von dreißig Millionen Pfund Sterling, ist endgültig beschlossen worden. Die Bahn ist für vollständigen elektrischen Betrieb geplant und soll in drei Jahren vollendet sein. Sie wird um 108 Meilen kürzer sein, als die kürzeste bis jetzt vorhandene Eisenbahnverbindung zwischen Newyork und Chicago.
Bunte Tages- Chronik
Genthin, 15. August. Ein 1/2 Jahre altes Kind steckte in Abwesenheit der Mutter den Kopf in eine an der Wiege angebrachte Schleife, die sich dann so fest um den Hals des Kindes legte, daß es erstickte.
Hamburg, 15. August. Die Luftschifferin Miß Elvira Wilson, die von der Elbinsel Peute aufstieg, geriet in einen Wirbelsturm, stürzte ab und war auf der Stelle tot.
Heidelberg, 15. August. Bei einem Zusammenstoß auf der Straßenbahn nach Wiesloch wurden 6 Personen verletzt. Damnau, 15. August. Im Elhotner Walde erschlug der 30jährige Landwirt Anton Ziegler seinen greisen Vater und schleifte die Leiche an einer Kette in den nahen Teich. Der Vatermörder wurde verhaftet und ist der Tat geständig. Petersburg, 15. August. Bei einer Zugentgleisung in der Nähe von Radom wurden 5 Personen getötet und 20 verletzt.
Aus dem Gerichtsfaal.
pathetischen und e öffentliche, das priva Bar ein Gebiet ift a
** Airlie Bühler zu Schotten bafelbft; Pfarramtaka bifar in Raunheim fandidat Steiner zu Gießen; Parramts Bfarraffitenten bei der fandidat Böckner zu F filfenstelle zu Did Juni 1906 haben Gießen, Herma Eteiner von Beitlofs Münzenberg zu Dd, Safes.- Zur Wid mangelifche Pfarrf
§ Die bayerische Spieleraffäre. Am nächsten Freitag be ginnt vor dem Kriegsgericht der 3. Bayerischen Division die erste Verhandlung in der zu so trauriger Berühmtheit ge langten Spielergeschichte innerhalb bayerischer Offiziers- und Adelskreise. In Gang gebracht wurden die Enthüllungen f. 8 durch den Selbstmordversuch des Grafen Preysing in Florenz Bei dem jetzt zur Verhandlung kommenden Fall richtet sich die Anklage gegen den Leutnant Kurt Mühe vom 3. bayer. Chevaurleger- Regiment, der beschuldigt wird, vertragswidrig Erhöhungen von Wechselsummen bei in blanco akzeptierten Wechseln, sog. Blankettmißbrauch begangen zu haben. Die Gruppe von Spielern, mit der Mühe in Verbindung stand, und von der im übrigen auch die Fäden nach München zu dem dortigen adligen Herrenklub hinüberreichten, vers einigte sich zu einer förmlichen Spielhölle in Dieuze zum Hazardspiel.
§ Wegen versuchten Mordes und wiederholtem Diebstahl wurde der Pferdejunge Karl Obst aus Beckern von der Ferienstrafkammer in Dels zu 10 Jahr 1 Monat Gefängnis verurteilt. Obst hatte bei einem Einbruchsversuch einem Mädchen, daß ihn ertappte, mit einem Meffer schwere Hals wunden beigebracht, in der offenbaren Absicht, sich eines Zeugen seines Verbrechens zu entledigen.
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Vermischtes.
China im Weltpostverein. Nicht so lange wird es dauern, dann gehört auch China dem Weltpostverein an Wie Abessynien wird es dann die Ermächtigung haben, für die aus dem Ausland eingebenden Drucksachen einen Buschlag von 5 Centimes für jede Sendung zu erheben. Während China noch im Jahre 1897 nur wenige Postämter in den Vertragshäfen hatte, zählt es jetzt bereits 437 Bostämter und 1189 Postagenturen, was freilich für das ungeheure Land im Vergleich mit europat, n Einrichtungen nicht viel bes deuten will. Die chinesische Post beförderte 1901 erst 102 Millionen Sendungen in Jahr. Jetzt ist diese Zahl schon auf 76 Millionen angewachsen. Außerdem wurden 9 Millionen Briefe durch Dampfer für Rechnung der Privat dosten befördert.
Neuer Gym Eirang vom 1. Ge Gener Gymnafium Bell, der bisherige T geboren zu Rinte fiberen fubeffifchen E & ftudierte laut Do Shilologie und Geschic lehrer zu Worms und gewirkt hatte, wurde er Frideric anum zu Laub
Serbft 1899 tätig war 1899, mit Wirkung v mnasiums und der * Ais Kandidat für ihl im Bezirk Gr berrnhaag aufgefte Der Tag der Lars- la- Tour Auguft 1870 war
Bilen. Wie heldenmi zojen, dafür ist de Sahne, nicht eine Stan
Begen farter denfalls durch das E b 20. Auguft im Eu an den Nachbarbezirken haftsfahrtarten nicht Soldaten
Babe der Gießener Lahn und trieb fr Rafetiere Rühl unE und brachten wierigkeiten ans S
Uten. Nachdem d Frau ihren Angehö < Ein sehr bedo tern auf dem Gießene ländische Arbeiter, etwa 3 Meter hoh bloszulegen. Nad
, ließ der Aufseher liter fchlagen und e Ben Liefer Löcher mejenheit ging eine ne Beachtung der me Barnung daran, den E uhren unterdeffen eine
Ducic brachte in furzer er durch den farten un aht fidh dhon gelod plöbliches Bulam fen, daß seine mit idlehrende Ramerade
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Das XV. Ber isen und Nassa unter Starter Beteili aufen. Es gab ein iben wurden gute Le bebe) von G. K
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