Schluß des Kaifermanövers 1906.
Sonderbericht unseres militärischen Mitarbeiters.) Neumarkt, 14. September.
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Der letzte Tag des großen Feldzuges im Frieden brachte noch einmal sehr interessante Momente. Die zurückgeschlagene cote Armee sollte erneut in einer Stellung östlich von Neumarkt Widerstand leisten. Der tommandierende General wählte hierzu etwa 4-5 Kilometer östlich die Linie Breslauer Eisenbahn Bischdorf- Hausdorf- Gossendorf- Rockschütz. Diese Stellung birgt einige übersichtgewährende Höhen und mag wohl in dem hier nach Osten immer flacher werdenden Gelände bie einzige sein, die nach Westen hin, wo unbedecktes Feld borherrscht, die Anmärsche gut beobachten läßt. Die zur Verfügung stehenden drei Divisionen wurden entsprechend berteilt. Die Haubitzen- Abteilung nahm Stellung dicht östlich Lampersdorf. Die Kavallerie- Division B stand in der linken Flanke bei Krinitsch.
Das letzte Gefecht.
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Die vereinigten Korps 3 und 5 setzten um 7 Uhr zum Angriffsvormarsch aus ihren Nachtstellungen an. Während bie blaue Kavallerie- Division sich mit dem Erkunden des rechten roten Flügels und Rückens beschäftigte und sich das bei so ziemlich verlor denn bis zum Gefechtsschluß sah man nichts mehr von ihr marschierte die Jufanterie wie zur Umfassung der roten Flügel vor. Es waren lange Märsche zurückzulegen auf bodenlos gewordenen Wegen, noch bodenloseren Sturzädern bei Bindfadenregen. Dazu kam, baß eine ungemütliche Nacht hinter den Truppen lag und daß, wenn um 7 Uhr der Vormarsch beginnt, man spätestens um 5 Uhr Morgens, richtiger Nachts, schon die Zelte über seinem Scheitel abbauen muß, der Tatendrang ist nach solchen erquickenden Nächten nie besonders groß. Sowie die Anmarschlinien von Blau bei Rot erkannt wurden, fing die Artillerie an zu arbeiten. Die rote Kavallerie- Division fam zweimal zur Attacke auf die vorstoßenden Teile der 9. Division, aber zweimal ohne Erfolg. Inzwischen war das Wetter so schlecht geworden, daß der Kaiser die beginnende Entwickelung der blauen Armee nicht ganz auslaufen ließ, sondern am Spätnachmittage den Feindseligkeiten ein Ende bereitete.
Spionage im Manöver.
Ziemliches Aufsehen erregte die Kunde von der Festnahme eines angeblichen Spions im Manövergelände. Tatsächlich soll ein Mann verhaftet worden sein, der Skizzen und Aufzeichnungen machte. Es handelte sich um einen ehe= maligen österreichischen Offizier namens Paul Hartmann. Der Verhaftete wurde dem Untersuchungsrichter vorgeführt.
Schon seit zwei Tagen wurde er von Kriminalbeamten ber Berliner politischen Polizei im Manövergelände beobachtet, two er sich meist in der Nähe des Kaisers aufgehalten hat. Bei der Durchsuchung seines Rimmers im Hotel Lindenruh zu Liegnitz wurden zahlreiche Pläne und Zeichnungen, sowie eine große Summe österreichischen und französischen Geldes borgefunden. Wie es heißt, ist dem Kaiser sofort Bericht über die Angelegenheit erstattet worden.
Heimkehr.
Nachdem das Endgefecht eingestellt war, hielt der Kaifer tm 42 Uhr die Schlußbesprechung ab und verabschiedete sich benn von seinen Gästen, um nach Breslau zu fahren. Die Truppen marschierten teils nach den Verladestationen, teils gingen fie in Unterkunft über oder marschierten sofort nach ben Standorten ab. Binnen sieben Stunden wurde die mit ber Bahn abzuführende Infanterie 51 000 Mann und 2000 ferde, in 50 Sonderzügen befördert. Dann folgte heute och etwas Kavallerie und Artillerie von der Garde. Die Standorte Liegnig, Breslau, Jauer wurden per Fußmarsch Erreicht.
Früher ging der Abtransport der Truppen am letzten Manövertage zu einer ganz bestimmten Stunde und in bestimmter Truppenfolge vor sich. Es war da nur zu natürlich, daß schon der ganze letzte Abschnitt der Gefechtshandlung unter dem Banne des Gedankens stand, sich möglichst nicht zu weit vom Abtransportort zu entfernen. Das ist diesmal anders gewesen, die Truppen hatten ohne Rücksicht auf die Heim br, die Operationen durchzuführen, wie sie sich aus der Gefeotslage entwickelten. Diese neue dem kriegsmäßigen Seilsufe des Manöverschlusses dienende Maßnahme hat üigans zu der irrtümlichen Auffassung Anlaß gegeben, daß de Saisermanöver verlängert werde. In der Tat handelte es sich nur um eine vielleicht für den einen oder anderen uppenteil eintretende eintägige Verschiebung des Heimkehrtages.
Ebenso wichtig wie die Hin- und Abbeförderung vom Manöverterrain ist die Verpflegungsfrage. Wer das Gespinst bon Verwaltungsarbeiten nicht aus eigener Tätigkeit oder wenigstens praktisch erprobter Anschauung fennt, macht sich feinen Begriff von der Größe des Apparates, von der Genauigkeit der Vorarbeiten, aber auch wohl nicht von der Wirkung dieses Apparates, wenn ihn nicht sein eigener Magen einmal ein etwaiges Versagen der Verpflegungsmaschine empfinden läßt. Der Sieg liegt in den Beinen, sagte der Marschall von Sachsen einst; die Beine aber, so kann man getrost hinzusetzen, stehen unter dem Befehl des Magens. Der beste Soldat versagt, wenn das Koppel zum Schmacht. riemen wird. Bei den schlesischen Kaisermanövern aber hat alles geklappt und so darf man mit dem Verlauf wohl zu Frieden sein. Postel, Hauptmann a. D.
Soziales Leben.
X Beendeter Streik. Der Streit der Former und Bleßereiarbeiter in den Gießereien der Bezirke Hagen und chwelm wurde durch beiderseitiges Entgegenkommen, in neunKündigen Verhandlungen zwischen dem Arbeitgeberverein der Preise Hagen und Schwelm und dem Metallarbeiterverband, sowie dem Hirsch- Dunckerschen Gewerkverein beigelegt. Die Arbeit wurde bereits wieder aufgenommen.
X Drohende General- Aussperrung im Bangewerbe. Die außerordentliche Generalversammlung des deutschen Arbeit, geberverbandes zu Köln a. Rh. beschloß die Generalaussperrung aller im Baugewerbe Beschäftigten, mit Ausnahme der arbeitswilligen unorganisierten und christlich- organisierten Schreinereirbeiter, stattfinden zu lassen, wenn bis zum 19. September Die Streitigkeiten im Dachdecker- und Glasergewerbe nicht beendet sind.
X Deffentliche Gesundheitspflege. Zwei Fragen von großer Bedeutung für die Volksgesundheit waren Gegenstand der Beratungen des augenblicklich in Augsburg tagenden Vereins für öffentliche Gesundheitspflege. Die Notwendigkeit der Errichtung von Walderholungsstätten und Genesungs
heimen, in denen Refonvaleszenten ihre volle Gesundung ers warten könnten, liegt so flar auf der Hand, daß sie nicht erst zu beweisen ist. Die Erholungsstätten haben nur Tagesbes trieb und müssen daher in möglichster Nähe der großen Städte liegen. Sie entlasten die Krankenhäuser namentlich bon zahlreichen Schwindsüchtigen und Lungenkranken. Die Bekämpfung des Staubes im Hause und auf der Straße war die zweite Frage. Besonders gefährlich ist der Staub, wenn er Krankheitsstoffe enthält. Es muß daher peinlich dafür gesorgt werden, das Auswurfsstoffe von Kranken unschädlich gemacht werden. Die Belehrung über zweckmäßige Säuberung von Wohnungen sollte schon in der Schule beginnen. Auf der Straße muß Staubaufwirbelung( namentlich auch durch die Schleppen der Damen!) vermieden werden. Alle Reinigungsarbeiten im Haus und auf den Straßen werden am zweckmäßigsten auf nassem Wege bewirkt.
Nab und fern.
+ Eisenbahnattentate. Ruchlose Bubenhände haben, wie die Untersuchung ergeben hat, das Beckuner Eisenbahnunglüd herbeigeführt. Auf dieselbe Art und Weise, durch Umstellen einer sonst stets geschlossenen Weiche, wurde auch auf der Strecke Lippstadt- Wartenstein nahe bei Ervitte ein Zug zum Entgleisen gebracht. Die Behörde fahndet eifrig nach dem Täter, und ist auf seine Dingfestmachung eine Belohnung ausgesetzt.
† Internationaler Hochstapler. Die Altonaer Kriminalpolizei verhaftete einen internationalen Hochstapler namens Canfield, der als Hauptmann in der englischen Armee gedient haben will. In seinem Besitz wurden Papiere gefunden, die auf den Namen eines Generalmajors Macdonald- Newjort lauten. Aus den Papieren ist ferner ersichtlich, daß Canfield in Straßburg, Havre und Marseille gewesen ist. Die Behörde glaubt, Canfield sei identisch mit einem gewissen Kaufmann Calvert, der nach Unterschlagung bedeutender Summen aus England flüchtete.
† Massenvergiftung durch schlechtes Fleisch. In der Stadt Kielce erfranften 150 Soldaten unter dysenterie- ähnlichen Erscheinungen. Man vermutet, daß die Erkrankung von einer Vergiftung infolge Genusses von schlechtem Fleisch herrührt.
† Billiges Briefporto für Frankreich und Belgien. Eine Herabsetzung der Brieftare zwischen Belgien und Frankreich wird voraussichtlich in kurzem eintreten. Zwischen den Handelskammern beider Länder sind Verhandlungen im Gange, das Briefporto von 25 auf 15 Cts. zu ermäßigen, und es ist fein Zweifel, daß sie zum Ziele führen werden.
† Für 80 000 Franks Juwelen gestohlen. Der noch
jugendliche Angestellte des Pariser Juweliers Beck, namens Blatt entwendete seinem Chef Schmuckgegenstände im Werte von 80 000 Franks. Blatt wurde jedoch bald verhaftet und zwar in dem Moment, als er eine kostbare Uhr veräußern wollte. Es stellte sich heraus, daß sein wirklicher Name Robert Braun ist. Er erklärte, den Diebstahl nur begangen zu haben, um einer Wiener Tänzerin Geschente machen zu können. - Gin Schulanfsatz über das Anto. Ein Quintaner eines großstädtischen Gymnasiums leistet sich folgende Styl blüten in einem Aufsaz über das Auto. Das Automobil ist das neueste Fahrzeug der heutigen Gegenwart. Es wird mit Benzin oder Elektrizität gespeist, wodurch der Geruch und die Fortbewegung entstehen. Es hat ein oder mehr Zylinder, aber nicht so welche wie Hüte und Lampen. Das Automobil Ist ein Sport für reiche Leute, deshalb wollten wir uns auch eins anschaffen, wohingegen es aber bei uns noch zwei Schatten Seiten hat, den Vater wegen das teure Geld, die Mutter wegen der Gefahr damit. Wenn ein Automobil tommt, ertönt das Signal der Hupe, doch kann man dann mehrstens auch schon tot gefahren sein, wenns einen trifft. Wenn sie aber ein Wettrennen machen, dann nennen sie das Herkommer- Cohnkurrenz, weil sie so schnell herkommen,( Au!) oder wenn sie Reifenkonfekt haben, weil sie dann überhaupt nicht herkommen. Hinten haben die Automobile ein Schild mit Nummern und Buchstaben, was aber keinen Zweck hat, indem man nich weiß worum, weil da immer Schmutz anspritzt. Wenn man losfahren will, so dreht man vorn wie bei einer Orgel, statt der Töne fängt es dann an zu stinken und läuft davon. Wenn sie durch die Straßen fahren passen die Schußleute schön auf. damit den Automobilen nichta noffiert.
† Jm Delirium. In Schmalkalden mißhandelte in einem Anfall von Säuferwahnsinn die 39 jährige Gemüsehändlerin Werner ihre alten Eltern. Als auf deren Geschrei die Nachbarn herbeieilten, stürzte sich die Werner aus einer Dachluke auf die Straße.
+ Folgenschwere Zugentgleisung. Bei Petropawlowsk entgleiste ein Eisenbahnzug; die Lokomotive stürzte den Eisenbahndamm hinunter. Bei dem Unfall sind, wie uns telegraphiert wird, sieben Personen ums Leben gekommen; die Zahl der Verwundeten ist unbekannt.
Cokales.
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** Aus Anlaß des Ablebens des Prinzen Albrecht vm Preußen ist am Darmstädter Hofe eine Hoftrauer bm acht Tagen bis einschließlich 21. September angeordn worden.
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Erledigt ist die mit e nem evangelischen Lehre zu besezende zweite Lehrerftelle an der Gemeindeschu zu Ranstadt.
* Die Wahlen zur Landwirtschaftsfamme finden zum Teil noch, wie die amtliche Darmst. 8tg" e fährt, in diesem Monat statt. Die Vertrauensmännen die Wahlen der Mitglieder der Landwirtschaftskammer an 11. Oftober 1. Js. stattfinden.
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riftifh gebildeten B dungsgeleg vom 9. J it den Inhabern der Daß der Grundgebalt poftgehalt auf 3400 in dreijährigen Fri
wahlen sollen nämlich am Donnerstag, dem 27. September en Bulagen je 200
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undefteuer. Im des legten Etatsjahre on 337 607 Mart. C Steuerfrei waren 10 mäßig Herden hüten iren Beruf oder ein Gen
fammer wurden aufgestellt Gute pächter Emmel von Warb hof bei Grünberg und Bürgermeister Jost Bermutsham * Die Gerichtsferien erreichen mit heutigem Tag ihr Ende. Von jetzt ab werden bei den Gerichten sämtlic Rechtssachen wieder in der üblichen Weise und ohne Unter brechung erledigt.
** Der zum Norwegischen Vizekonsul für das Große Enfommen von wen herzogtum Hessen mit dem Amtssig in Mainz ernannte Kauf. 66 beffischen Gemeinden w
mann Heinrich ist zur Ausübung konsularischer Funktionen im Großherzogtum zugelassen worden.
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** Wie uns von wohlunterrichteter Seite mitgeteilt wird, ah Mt. pro Hund und
Gießen, Buzbach inden erheben fünf, drei Befamtertrag der Gemeind Die Gepadträger bahnen follen fünftig Bord gelangt eine B rung. Im Dienft fin ehriebene Kleidung zu tro be Sine Erhöhung fi geftellt. Infolge de
ist Pfarrer Dr. Naumann auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste vom 1. November ab pensioniert worden. Nur ungern sieht man Pfarrer Naumann, der in seiner langen und reich. gesegneten Tätigkeit so manchem als Seelsorger und treuer Ratgeber zur Seite gestanden, aus seinem Amte scheiden, das er stets voller Gewissenhaftigkeit und Liebe wahrgenommen. Auch für soziale Fürsorge ist er eingetreten, so steht er u. a. der Klein- Klinder Bewahranstalt eifrig fördernd zur Seite. Hoffen wir, daß das Leiden, das ihn ergriffen, sich mildere, da mit noch ein langer sonniger Lebensabend ihm leuchte.
** Lebensretter. Der Bauaufseheraspirant Jalobju machenden Konzeffi Gunder in Darmstadt hat am 29. Mai 1906 wiederum erg arbeiterfreifen nichts einen Menschen vom Tode des Ertrinkens gerettet. Als ung für eine weitere Anerkennung hierfür ist ihm vom Großherzog wiederhalt die preise vorhanden sein. mit einer die Jahreszahl 1906 tragenden Spange versehen ist. le jurid bleiben?
tt. Stadttheater Gießen. Daß der rüftig fortschreitende Neubau nicht das ganze Interesse des Theater
publikums absorbiert, beweisen die vielen Anfragen, die bie Direktion des Stadttheaters über Spielplan und Mitglieder der nun bald beginnenden letzten Spielzeit im alten Hauſe
teurer wird
Die Obst ernte beträgt 130 Doppelzentner,
beiden) 700 dz, Ririgen Gemartung Schiffenber em 25 dz, Pflaumen( 3
knife 1 dz. Beitungsbezug b Darauf hingewiesen, daß
erhält. Es sei darum vorerst mitgeteilt, daß die Spielzeit Dienstag, den 2. Oftober mit einer Aufführung von Schillers Braut von Messina" eröffnet wird. Dekorationen und Kostüme zu dieser Aufführung sind vollständig neu angefertigt. Von Mitgliedern des vergangenen Jahres soweit erste Fächerlich 25. des letzten Mo
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in Betracht stehen, werden wiederkommen.
Die Damen Donecker und Schellenberg, sowie die Herren Reimer, Goll, Lippert und Herscher, außerdem ist Herr Gronert wieder engagiert worden, der bereits vor 3 Jahren dem Verbande des Stadttheaters angehörte und bereits damals als startes tomisches Talent auffiel. Ueber die neu engagierten Mitglieder wird nächstens Näheres mitgeteilt werden.
* Der Rechner Werner Neeb von Udenhausen ist aus der Hoft entlassen worden, nachdem Neeb gegen den ablehnenden Beschluß der Straffammer Gießen Beschwerde geführt und das Oberlandesgericht Darmstadt in Stattgebung der Beschwerde Entscheidung dahin getroffen hatte, daß ein das Fortbestehen der Haft rechtfertigender Grund nicht mehr als gegeben erachtet werden fönne und deshalb der Haft befehl aufzuheben sei.
*** Viehmarkt zu Gießen. Bei dem am 10. und 11. September stattgefundenen Markte waren aufgetrieben 1151 Stück Rindvich, 350 Schweine, 212 Pferde und 34 Fohlen. Der nächste Markt findet am 25. und 26. Sept. statt; am letzteren Tag auch Kränermarkt.
** Die Stellung der Volksschullehrer ist insofern eigena tig, als sie vom Staate ausgebildet, angestellt und
Die Bevölkerung der Eine freudige Ueberraschung.
† Ein Drama in den Bergen. Die Bevölkerung der Stadt Chamonix wurde vorgestern Augenzeuge eines schrecklichen Dramas, das sich auf dem Dome du Gouter abspielte. Man beobachtete lange Zeit einen alleingehenden Bergsteiger, der nach der Grandsmuletshuette hinabzusteigen versuchte; um drei Uhr nachmittags verließen ihn die Kräfte, und er route einige hundert Meter hinab, um schließlich in einer Gletscherspalte des Tacomazgletschers zu verschwinden. Es ist eine Rettungstolonne abgegangen; man glaubt, der Verunglückte sei ein Deutscher.
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+ Erdbeben in Italien. In mehreren Gemeinden der Umgebung von Palermo werden Erdstöße verspürt, die Einwohner kampieren im Freien. Auch in ganz Sizilien wurden heftige Erdstöße wahrgenommen. In Belmonte trugen Einwohner die Statue der heiligen Rosalie feierlich durch die Straßen. In Termini meuterten die weiblichen Sträflinge, und es gelang nur mit großer Mühe, sie zu beruhigen. Aus Termini sind über 10 000 Personen geflohen. Zahlreiche Häuser sind beschädigt. In Bancina drohen alle Häuser einzustürzen. Die Hilfe der Behörden wurde erbeten; vor allem sollen Truppen gesandt werden, um eine Plünderung der verlassenen Wohnungen zu verhindern. Alle Läden sind geschlossen; es mangelt bereits an Brot. Man befürchtet den Ausbruch des Stromboli.
Bunte Tages- Chronik.
Berlin, 14. September. Nach dem Genuß von Hummer mayonaise erkrankten zwei Frauen schwer; eine davon starb an Fischvergiftung.
Naugard, 14. September. Zwei Brunnenarbeiter wurden in Neufanger bei einem Brunnenbau durch Erdmassen verschüttet und getötet.
Kattowitz, 14. September. Vom elektrischen Starkstrom getötet wurde der Arbeiter Bartadi in Friedenshütte, der infolge einer Wette an den Leitungsdraht gegriffen hatte.
höchst besorgniserregenden Zustande, als sie, selbst er Das Söhnchen von Frau Godehusen war in einem franft, zwecks Luftveränderung verreisen mußte. ihrer Rückkehr, acht Wochen später, fand sie den kleinen frisch und kräftig zu Hause vor.
Bet
Bremen, Breedenstraße 18, den 29. Nov. 1905. Mein Junge Heinrich magerte mit 7 Monaten erschredend ab, fonnte faum etwas zu sich nehmen, da er die Milch nicht mehr bertrug, schrie immerzu und fam so ab, daß er mit 3 Jahren nur noch 9% Pfund wog. Wir durften ihn faum anfassen, da er so schwach und wund am ganzen Körper war. Ich zögerte erft, Scotts Emulfion, die ich schon so viel hatte loben hören, anzuwenden, ba ich dachte, das Kind wäre noch zu klein dazu, machte aber doch einen Versuch, und das war die Rettung des Kindes. Innerhalb furjer Zeit erholte sich der Kleine zusehends, bekam wieder Appetit, nahm an Körpergewicht so zu, daß er jest mehr als das doppelte wiegt und ist am Körper glatt wie ein Aal. Seit einigen Tagen steht er schon allein am Stuhl, und es lacht einem das Herz im Leibe, wenn man sieht, wie er rote Baden bekommt, und wie vergnügt der Junge ist. Meine Frau, die wegen Krankheit 8 Wochen weg war, fonnte gar nicht begreifen, woher der Kleine auf einmal so groß und kräftig geworden war. ( gez. Georg Godehusen.
Scotts Emulsion, welche hergestellt ist aus den besten und reinsten Rohmaterialien, die in einem be sonderen Verfahren vorzüglich verarbeitet sind, besigt eine außerordentlich hohe Nährkraft und bewirkt eine überraschend günstige Entwickelung der Kinder.
Scotts Emulsion wird von uns ausschließlich im großen verkauft, und zwar nie lose nach Gewicht oder Maß, sondern nur in versiegelten Originalflaschen in karton mit unserer Schußmarte( der Fischer mit dem Dorsch). Scott& Bowne, G. m. b.., Frankfurt a. M.
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sowie das die Brie gleitung über die erho die Vorteile, die die G bringen in die Augen, gelmäßige Fortbezug der
oft und das Barten an luffe besonders start in Benn also der Poste bi Boftquittung zeigt, fa
Klein- Linden, 15. G ute Abend frin 25 jä Deutschen Eiche."
Biejed, 14. Sept. Schulfäle enthält, f Dutenhofen. Pfarr enerweiterungsbau unerr Anlaß der Vollendun Ceben worden.
Laubach, 12 Sept. Frenleitung Lautere& Hart sig in Hanno A Friedberg, 14. Sept rint am 1. Oft. ihre dies bonbon nimmt in der Wet Friedberg, 14. Sept ber. In Nieder- Eschb
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