× Vom Frauentag in Kopenhagen. Am Sonntag wurden die Berhandlungen des Frauentages ausgesetzt, es fand in der Kopenhagener Methodistenkirche ein Gottesdienst statt, in welchem Rev. Anna Shaw eine Predigt hielt. Rev. Sham erinnerte in ihrer Predigt an eine Episode im Leben der Miß Susan Anthony: an ihre Beteiligung an dem 1840 in London abgehaltenen Kongreß zur Befreiung der Sklaven und schloß mit dem Wunsche, daß endlich der Wille Gottes erfüllt werden möchte, nach dem Mann und Weib gleich berechtigt durchs Leben gehen sollen. Mit Gebet und Chor: gesang wurde jener denkwürdige Gottesdienst, bei welchem zum ersten Mal in Dänemarf eine Frau die Predigtkanzel bestiegen hatte, geschlossen. Montag wurde der Kongres geschlossen.
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Selamlik.
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- Zu den Vorgängen am Hofe des padifchabs. Das große Gebet. Armenische Bomben. Der Scheich u Islam. Yildis- Kiosk. Ein schwerkranfer Herrscher.- Kismet Die getäuschten Diplomaten und Paschas. Vor der goldenen Pforte. Die Hamidie- Moschee. Deutsche Marsch- Musik. Der Großherr naht!- Fanatische Begeisterung. Konstantinopel, 10. August.
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Alarmierende Kunde hat soeben mit Blizzesschnelle von Pera aus Konstantinopel durcheilt. Der Sultan hat den heutigen Selamlik nicht abgehalten. Das bedeutet mit dürren Worten, daß der Großherr entweder schwer frank, oder tot, oder entthront, oder in die Gewalt der Ungläubigen geraten ist. Denn nach dem Willen des Propheten muß der Beherrscher der Moslemin unter allen Umständen an jedem Freitag seinem Volk sichtbar werden, und zwar, um in einer öffentlichen Moschee der Abhaltung des großen Gebets beizuwohnen. Diese Vorschrift sorgt dafür, daß die Gläubigen Gelegenheit haben, sich zu überzeugen, daß im Reich alles in Ordnung ist. Denn der Padischah, nur er, ist das Reich; und wenn er am Leben ist und Herr seiner Person und seiner Entschlüsse, so ist nach dem Willen Mohammeds alles in allerbester Ordnung. Man nennt die Feier: den Selamlik; ,, la cérémonie du selamlik" in der Amtssprache des Pildis Kiost. Das Wort„ Selamlik" bezeichnet eigentlich die Räume im türkischen Hause, in denen der Hausherr seine Besucher empfängt. Der Selamlit" ist also der Gegensatz zum Harem", demjenigen Teile des Gebäudes, in dem sich die Frauen und Kinder aufhalten. In übertragenem Sinne wird Selamlit" auch die mit militärischer Pompentfaltung stattfindende Auffahrt des Sultans an jedem Freitag zum Gebet in der Moschee genannt.
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Der Eindruck der Zeremonie ist überwältigend und gibt dem Besucher eine leise Ahnung von dem, was der Islam trotz alledem und alledem noch immer bedeutet. Abdul Hamid ist kein Freund des Erscheinens vor einem, gleichviel wie sehr gefiebten Kreis seiner getreuen Untertanen, sofern diese nicht von ihm für seinen persönlichen Dienst ausgesucht und mit schwerer goldener Kette an ihn gefesselt sind. Er fürchtet die Bomben der Armenier, er fürchtet noch mehr den geheimnisbollen Einfluß des Scheich ul Islam, der Ulemas und der Softas seines Reichs, deren Fanatismus selbst dem Khalifen nur zu leicht ob irgend einer von ihnen für reformerisch angesehenen Regierungsmaßnahme verhängnisvoll wird. Deshalb vergräbt er sich während sechs Tagen der Woche im Yildis Kiosk, einem östlich von Pera, nahe dem Bosporus gelegenen, mit dreifacher hoher Mauer umgebenen, gegen die Außenwelt vollständig abgeschlossenen Riesenkomplex von Schlössern, Kasernen und Verwaltungsgebäuden. Er lebt hier unter dem Schutz von 50 000 Leibgarden, Syriern, Kurden, Albanesen usw., zwischen deren Befehlshabern und einzelnen Waffen er durch fluge Intrigen Todfeindschaft hervorzurufen versteht. Divide et impera!"" Teile und Herrsche!" heißt es auch hier; wenn die Kerls untereinander uneins sind, werden sie nicht gemeinsam meutern!... Aber trotz aller seiner Scheu vor der Außenwelt ist Abdul Hamid nicht mächtig genug, sich der Abhaltung des Selamlik zu entziehen. Nicht an einem einzigen Freitag, von dem heutigen abgesehen, ist er bisher dem großen Gebet" fern geblieben. Man sieht hieraus am besten, wie viel Uhr es ge= schlagen hat!
Ich weiß, daß der Sultan schwer frank ist. Ich weiß, daß Geheimrat v. Bergmann, der von Mitte Mai bis Anfang Juni hier weilte, eine Operation für notwendig erklärt, die Uebernahme einer absoluten Garantie für ihren glücklichen Ausgang dagegen vorsichtig abgelehnt hat, ,, weil über diesen Ausgang Allah längst entschieden habe." Der Türke in Abdul Hamid erinnerte sich darauf hin sehr logisch, daß, wenn selbst der deutsche Professor gegen den Willen Allahs nichts vermöge, er dessen Eisen nicht erst zu bemühen brauche, um, wenn es sein Kismet sei, am Leben zu bleiben. Verzichtete also auf die Operation, ließ sich, so lange der Berliner Medizinmann auf dringendes Zureden zum Bleiben zu bewegen war, durch ihn Erleichterung schaffen und liegt jetzt, fünf Wochen nach der Abreise v. Bergmanns, infolge seiner Abneigung gegen Messer und Narkose wie dieser es vorausgesagt todfrank darnieder!
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Das ist alles, was ich erzählen kann. Wenn ich nun auch einstweilen nichts Näheres über die Gründe zu berichten bermag, aus welchen heute der zum Selamlif aufgebotene Heerbann, die Diplomatie mit ihren Gästen, die türkischen Baschas und die deutschen Militärreformer mit ihren Damen zur gewaltigen Sensation für den Völkerwirrwarr am goldenen Horn unverrichteter Sache nach der Stadt und nach Therapia zurückkehren mußten, so will ich versuchen, einen kleinen Ersatz zu liefern. Ich will so kurz als möglich ein Bild der Beremonie des Selamlik zeichnen.
Zutritt zu erhalten ist für den nicht als Beamten oder Krieger zum Erscheinen berufenen Orientalen ganz unmöglich, für in Konstantinopel ansässige Europäer und für Fremde, seit dem letzten Attentat, das hier noch immer viel besprochen wird, sehr schwer! Es bedarf der Einführung durch die zuständige Botschaft. Diese darf aber gegenüber dem Zwanzigfachen der an sie herantretenden Gesuche für jeden Selamlik nur fünf Gäste in Vorschlag bringen. Die Diplomatie selbst erscheint vollzählig. Der Besuch des Selamliks ist nämlich formell eine Artigkeit gegenüber dem Großherrn, der sich die offizielle Welt nicht entziehen darf. Und außerdem empfängt der Sultan nach der von ihm heimlich verwünschten Zeremonie die Botschafter, die ihm persönlich irgend eine Eröffnung zu machen wünschen. Er verbindet so das Unangenehme mit dem Unvermeidlichen.
Die Diplomatie mit ihren Damen, die nichtmohammedanische türkische Generalität, sowie die von den Botschaftern eingeführten Fremden von Distinktion" versammeln sich in einem Palais unter der Mauer, unmittelbar vor dem Eingang von Wildis, vor einer dicht geschlossenen von Gold stroßenden
Pforte. Die Honneurs im palais machen sehr liebenswürdige und sehr nervöse türkische Würdenträger und Offiziere in großer Uniform. Außerdem sind zahlreiche Gentleman in schwarzem Gehrock und Fez vorhanden, die den Mund nicht auftun, aber überall ihre Augen haben. Es sind türkische Kriminalbeamte. Argwöhnisch wird man auf etwaige in der Fracktasche ver borgene explosible Projektile hin gemustert.
Die ungemein eifrigen türkischen Offiziere verschwinden ununterbrochen in einem halbdunklen Nebenraum, wo sie mit Boten, die aus der Stadt eintreffen, tuscheln. Diese Boter find wieder Beamte der politischen Polizei; fie berichten, was in den letzten Stunden über das Tun und Lassen der ungarischen Bojaren, der römischen Nobili und der mecklen burgischen Kammerherrn, die Gnade vor den Augen des Herrn Botschafter gefunden haben, zu erfahren war. Kaffe in Moffatäßchen à la turcie, ferner Kaiserliche Zigaretten von so großer Qualität, daß zu ihrer Beurteilung berufene Sach berſtändige überhaupt nicht eriſtieren, werden herumgereicht. Endlich geht es hinaus auf die Gartenterrasse vor dem Palais, von wo man Alles" sehen kann.
Man muß sich zunächst mit einem unangenehmen Eindruck abfinden. Als Fremder von Distinktion" sieht man sich auf Ellbogenweite von vier bis fünf der oben erwähnten Gentlemen in Fez umgeben. Zu ihnen gesellt sich ein furdischer oder ein anderer Bey in voller Uniform, ein Heri von verschwiemeltem Aussehen und wasserblauen Augen.
Jm Rücken die goldene Pforte des Yildis. Ringsum Höhen. Drüben der Bosporus. Droben bei leuchtendem Sonnenschein das üppig blaue Firmament. Hundert Schritt zur Rechten die vom Sultan eigens für den Selamlik gebaute Hamidié- Moschee in blendendem Weiß und gleißendem Gold, mit Minaret, zierlicher Kuppel und luxuriösem Uhrturm. Von allen Seiten marschieren Truppen auf, Infanterie und Cavallerie. Sie machen ihre Sache genau wie bei uns, nicht besser, nicht schlechter. Ihre Janitscharenmusik bringt uns Deutschen besondere Ueberraschungen.
Denfst du denn, denfst du denn, du Berliner Pflanze? Denfst du denn, ich liebe dir, weil ich mit dir danze?" Unter diesen Klängen reitet das berühmte Kavallerieregiment Ertogrul mit seinen tänzelnden schlanken Araberschimmeln an. Auch bei den anderen Truppenteilen hört man fast nur deutsche Märsche.
Silberne Fanfaren erschallen von der Wildispforte her. Sie hat sich aufgetan, der Großherr naht. Er sizzt im Rück fiz des Wagens, der ihn zur Moschee trägt. Ihm gegenüber, auf dem Vordersiz, macht sich der Seraskier, der Kriegsminister breit, ein türfischer Sir John Falstaff. Der Großherr ist ein kleiner, unansehnlicher Herr von völlig un friegerischem Aussehen.
Wenn er in Deutschland in Zivil spazieren ginge, würde man ihn möglicherweise für einen jener nüßlichen Zeitgenossen halten, die aufgetragene Kleidungsstücke" zu höchsten Preisen" fahnden. Eins allein an dem Sultan fällt als etwas Besonderes auf: sein wunderbar ausdrucksvolles, sprechendes Auge. ,, Wird etwas passieren? Werde ich glücklich vorüber kommen?
O Gott, wie lang soll dieser Unfug noch dauern?" liest man in ihm.
Das Unvergeßliche des Schauspiels ist die fanatische Begeisterung der Türken beim Anblick des Kalifen. Die Truppen präsentieren und brüllen an Stelle unseres Hurrahs ihr " Tschoh Yascha!", das dem„, in multos annos!" ,, auf viele Jahre" entspricht. Viel fennzeichnender ist die Art des Offiziersgrußes. Der Türke hebt den Staub von den Füßen dessen, den er begrüßt, führt ihn an sein Herz, füßt ihn und streut ihn auf sein Haupt. Man muß gesehen haben, mi welcher Inbrunst und Leidenschaft die türkischen Würden. träger und Offiziere bei der Fahrt des Sultans zur Moschee oder bei seiner Rückkehr dies Staubstreuen vornehmen, um eine Vorstellung zu gewinnen, was der Sultan für die mohammedanische Welt nach wie vor bedeutet.
Nah und fern.
Peregrinus.
+ Sieger im Nürnberger Schachturnier ist, wie zu er warten war, Marshall, der den ersten Preis mit 2500 Mar erhält. Zweiter Preisträger ist der Prager Meister Duras er bekommt 1500 Mark. Den dritten und vierten Preis 1000 und 700 Mark teilen Fleischmann und Schlechter. Tschigorit gewann den fünften Preis mit 500 Mark. Die folgender drei Preise von 400 bis 150 Mark erhalten Salwe, Wol und Cohn, der einzige Vertreter Berlins. Sn.- Borowski Tarrasch und Vidmar, die alle drei den gleichen Stand erreich hatten, teilen den neunten und zehnten Preis.
† Eine Tragödie auf dem Felde hat sich in Bußin be Wusterwitz abgespielt. Der Gemeindevorsteher, Molkerei befizer Krüger half dem Besitzer Fischer beim Hafermähen Das gleiche tat ein anderer junger Mann aus Bußin. Spä abends, auf dem Nachhausewege, wurden Krüger von den jungen Manne beide Beine mit der Sense durchhauen und zwar derart, daß der Unglückliche noch in der Nacht an Ver: blutung starb. Der Täter ist bereits verhaftet. Krüger wa seit zwei Jahren verheiratet, seine Frau ist seit einigen Tager Wöchnerin. Die sofort eingeleitete Untersuchung wird der Fall wohl aufklären.
† Von einem Eber umgerannt. Der Münchener Privat dozent Tromsdorff durchfuhr auf seinem Motorrad der Forstenrieder Part, als er plößlich einen großen Eber gerade auf sich zulaufen fah. Dr. Tromsdorff gelang es nicht, dem Tiere auszuweichen, vielmehr erfolgte ein so heftiger Ru sammenstoß, daß Dr. Tromsdorff im weiten Bogen vom Rat herab in den Straßengraben geschleudert wurde und dort be: wußlos liegen blieb. Das Rad wurde durch Explosion unt Entzündung des ausströmenden Benzins stark beschädigt, während der verblüffte Eber sich seitwärts in die Büsche schlug Dr. T. ist schwer verletzt.
† Im Restaurant erschossen. Der Buchdrucker Vol wurde in St. Margreten in einer Gartenwirtschaft von dem Italiener Hugo Vecchi erschossen. Der Mörder, ein bereits bestrafter Anarchist, ist verhaftet.
igel, Futtermitteln Den Bertrieb der Lofe bad und Friedberg Raiferprei 1116. Infanterie- Heg. Generale des 18. 2 Dortelweil befohlen,
† Zwei Millionen Mark Brandschaden. Ein riesiges Schadenfeuer zerstörte die große Papiermühle in Rochester ( Kent) mit Waren im Werte von über 2 Millionen Mart 500 Arbeiter sind brotlos. In der Nähe der Mühle wurden 11 große Familienhäuser ebenfalls eingeäschert, wodurch Hunderte obdachlos wurden.
Bunte Cages- Chronik
Berlin, 13. August. In der chemischen Fabrik vorm. Schering entstand gestern Nacht infolge Plagens einer Kampherblase ein gefährlicher Brand, der großen Schaden anrichtete. Drei Arbeiter fonnten nur mit genauer Not ihr Leben retten. Berlin, 13. August. In der Seifenfabrik von Rudolf Hermann sprang der Heizer Carl Schüfffe, in selbstmörderischer Absicht in einen Delbehälter und war sofort tot.
Essen, 13. August. Der wegen Ermordung seiner Ehefrau zum Tode verurteilte Bergmann Adalbert Sobolewski wurde gestern hingerichtet.
Rompagnien des 18. Fringen hatte. Die f offen und ift a 118 Armee- Rorps Ge
Meibung des Kaiferpre
age hat die Rompo n Reg. um den B Archen müffen. Eine ht thing ndim Spie
Ichenhäuser samt Familie verschwunden. Inzwischen ist festgestellt, daß Depots in der Höhe von einer halben Million Mart fehlen. Ichenhäusers Geschäftsräume wurden behördlich bersiegelt.
Fürth, 13. August. Seit Donnerstag ist der Bankier änzte Kompagnie v
Dessau, 13. August. Unter dem Verdacht, an einem 13jährigen Mädcher ein Sittlichkeitsverbrechen verübt zu haben, wurde der praktische Arzt Dr. med. Liebe- Roßlau berhaftet.
Wien, 13. August. Wegen Bigamie und Fälschung von Kreditbriefen über 70 000 Franks wird der Bankbeamte Mag Balzer steckbrieflich verfolgt.
Innsbruck, 13. Auguſt. Die Leiche des seit dem 17. Juli bermißten Touristen Wilhelm Schulzenstein aus Berlin ist am Schlauchkar in der Karwendelgruppe von einem Jäger gefunden worden.
Cartagena, 13. August. Taucher der Bergungsgesell schaften am Dampfer, Sirio" haben festgestellt, daß Teile der Ladung geraubt worden sind. Die Täter sind bisher un
bekannt.
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Paris, 13. Auguft. Das Unterseeboot, Esturgeon" erlite gliedern, wählt n infolge unvorsichtiger Behandlung im Hafen von Saigon
Havarie. Die Mannschaft konnte gerettet werden.
Die Ernte im Jahre 1906.
( Von unserem landwirtschaftlichen Mitarbeiter.) So weit sich übersehen läßt, ist in den meisten Ländern mit Getreidebau eine Mittelernte zu erwarten und Rumänien und Nordamerika erwarten sogar eine gute Weizenernte. Die Anbaufläche des Roggens ist weitaus am größten in Rußland, Dort waren über 29 Millionen Heftar mit Roggen bepflanzt, die zweite Stelle, aber in weitem Abstande, nimmt Deutsch land mit rund 6 Millionen Heftar Roggenfeldern ein. Ueber eine Million Heftar an Roggenpflanzungen sind nur noch in Desterreich, in Ungarn und in Frankreich anzutreffen. Die größte Anbaufläche an Weizen haben die Vereinigten Staaten von Amerika mit rund 20 Millionen Heftar aufzuweisen, dann folgt wiederum Rußland mit über 18 Millionen Heftar, Frankreich mit 61/2 Millionen Heftar, Italien mit 42 Milli onen Heftar, Ungarn und Spanien mit je 31/2 bis 4 Millionen Heftar. Eine Weizenanbaufläche von über 1 Million Hektar haben noch aufzuweisen: das Deutsche Reich, Desterreich und Rumänien. Bei Gersten- und Haferanbau steht wiederum Rußland mit großem Vorsprung an der Spitze. Der russischen Gerstenanbaufläche von 814 Millionen Hektar stand die Gersten anbaufläche von rund 2 Millionen Heftar in den Vereinigten Staaten gegenüber, und der russischen Haferanbaufläche von 16 Millionen Hektar, stand die Haferanbaufläche der Vereinigten Staaten mit rund 11 Millionen Heftar wiederum am nächsten. Dann fam das Deutsche Reich mit 44 Milli onen Heftar Haferanbaufläche.
Wollen wir auch noch den Kartoffelbau in die Betrachtung einziehen, so finden wir wiederum die größten Anbauflächen in Rußland, der Vorsprung gegen Deutschland ist aber hier nur ein ganz geringer, denn den rund 3,3 Millionen Heftar Kartoffelland in Rußland, standen 3,2 Millionen Heftar in Deutschland gegenüber.
Im Jahre 1904 wurde das Ergebnis der Getreideernte in der ganzen Welt auf 2824 Millionen Doppelzentner eingeschätzt gegen 2971 Millionen Doppelzentner im borhergegangenen Jahre. Jm einzelnen wurde 1904 geerntet 844 Millionen Doppelzentner Weizen, 395 Millionen Doppel gentner Roggen, 291 Millionen Doppelzentner Gerste, 488 Millionen Doppelzentner Hafer und 806 Millionen Doppelzentner Mais. Von diesen Mengen an Getreide wurden mehr als die Hälfte in den europäischen Ländern geerntet, denn auf sie entfallen 1433 Millionen, während in den außereuropäischen Ländern insgesamt 1387 geerntet
wurden.
Aus dem Gerichtsfaal.
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4000 belaufen wird. D be in Hildesheim zufan Tamerfchaft hat als Die ligte Juliwoche 190 Arantentaff Der om 18. Februar in Rrantenlaffen und Geme Befiherung, dem z. 8t. Swtember, vormittags 1 Daftadt feine erfte o Lage vor der Versam fittigung der Lungenbel be Bizungen wird da farbiger Führung befuch
§ Der Prozeß der Kammerfrau. In der Klagesache de Fräulein Milewska gegen den Kammerherrn v. Blumenthal hat das Amtsgericht zu Dresden das Verfahren wegen lichts erscheinens der Klägerin eingestellt und ihr sämtliche Kosten
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Lokales.
Salzprodukte sen. In Hessen gi mt Wimpfen. Erfteres Brivatbefiz. Außerde er Jafobi'ichen Fabrit in if in Pfungstadt g nighafen in Wimpfe
rouziert, während in F amiten Fabriten 11 277 De Eitrag der verftene ere ergab die Summe ine aus dem in den F maren Teilen des 80 pihem) Salz no Ban. Gobann ginger freie Salze und fi te Sole und Mutt
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8 Uhr mittels Automobil von Wolfsgarten nach Baireuth begeben. * Das Ehrezeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen vom Großherzog den
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Ritgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Büdingen Georg men waren. Gefan
Freimann, Wilhelm Gall, Wilhelm Scheid, Ludwig Hemming, Johs. Limpmann, Karl Harnisch, Wilhelm Schulz und Wilhelm Weber.
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Anläßlich der bevorstehenden Wahlen zur Land. wirtschaftstammer fand Sonntag in Schotten eine
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bereine geftalteten d Blungsreichen. Au
thall.
Lißberg, 13. Aug
† Die Maul- und Klauenseuche ist im russischen Kreise Versammlung des Bundes der Landwirte im Gasthaus Burnd gestern gelegent
Schtschutschin ausgebrochen. Sie herrscht namentlich in de Stadt Schtschutschin und auf dem gleichnamigen Gute. Dic Gefahr der Seucheneinschleppung nach preußischen Grenzort: schaften ist um so größer, als die Grenze eine trodene unt die Berührung einheimischen Viehes mit russischem auf der Weide kaum zu vermeiden gewesen ist. Aus Johannesburg hat sich der Kreistierarzt bereits nach den verseuchten russischer
Orten begeben, um die nötigen Feststellungen über den Umfang des Seuchenherdes zu bewirken. Strenge veterinärpolizeiliche Maßnahmen sind demnächst zu erwarten.
Traube" dorten, statt. Es wurden Bürgermeister Biehl Rainrod zum Kandidaten für die Kammer und Bürger meister Jochem Laubach und Landwirt Th. Cellarius Schotten au Mitgliedern für den Provinzialausschuß einstimmig in Vorschlag gebracht.
* Das Großb. Ministerium des Innern hat dem Ge flügel- und Vog Izuchtverein für 2ch und Umgegend die Erlaubnis erteilt, mit der am 17. September in Lich ab. zuhaltenden flügelausstellung eine Verlosung von Ge
Awischen Burschen a Monteur aus Bayer wurde dabei auf tern aus Hirzenha Denen Revolver unt Meinem Arbeiter die um Glüd an eine
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Gefängnis nad


