Ausgabe 
13.10.1906 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Insel Guadeloupe niedergehen lassen. Der Bultan Saufrière berhält sich andauernd ruhig.

Nicht aufgeklärt. Bei Blankenberg, Regierungsbezirt Erfurt, wurde der Bäckergeselle Müller erschossen aufgefunden; neben ihm lag, von einer tödlichen Schußwunde getroffen, der Lehrling Schlawinsky. Der Vorfall ist bisher nicht aufgefärt.

Beim Diner verhaftet. Ein Artillerieleutnant befand fich im Schwarzen Adler" in Großwardein in einer größeren Gesellschaft eben bei Tafel, als zwei Offiziere im Saale er­schienen, den Oberleutnant zu sich rufen ließen und ihn auf­forderten, ihnen seinen Säbel auszuliefern. Der Oberleutnant weigerte sich und schickte sich an, seine Kameraden anzugreifen. Es gelang aber, ihn zu entwaffnen und in die Kaferne zu bringen. Es hatte sich herausgestellt, daß der Oberleutnant die Uhr eines Kameraden gestohlen und versetzt hatte! Der Bestohlene hatte Anzeige erstattet, so daß die Militärbehörde bie Verhaftung des Offiziers anordnete.

Das verhängnisvolle Schlafpulver. Das in Pforzheim bei dem Fabrikanten 3. bedienstete Mädchen wurde morgens tot aufgefunden. Es hatte Morphium, das 3. in seinem Bimmer aufbewahrte, um es als Schlafpulver zu verwenden, in solcher Menge zu sich genommen, daß der Tod erfolgen mußte. 8., der sich als Ursache des Unglücksfalles betrachtete, weil er das Pulver nicht sicher genug aufbewahrt hatte, ge= riet darüber in solche Aufregung, daß er einen Selbstmord­bersuch unternahm.

6000 Ballen Baumwolle verbrannt. Der an der West­Seite des Handelshafens in Geestemünde stehende große Schuppen, in welchem 6000 vom englischen Dampfer Turkestan aus Savannah angebrachte Ballen Baumwolle und eine Partie Del lagerten, ist Donnerstag nacht total niedergebrannt. Erst des Morgens um 6 Uhr gelang es der Feuerwehr und den Sprizendampfern des Feuers Herr zu werden. Ueber die Ursache des Entstehens des Feuers ist nichts bekannt.

Wegen betrügerischen Bankerotts verhaftet wurde der bekannte Verlagsbuchhändler Caesar Schmidt in Zürich. Der Verlag Caesar Schmidt ist weiteren Kreisen namentlich durch den Vertrieb sozialistischer und politischer Schriften bekannt geworden, in Deutschland vor allem in der Periode des Sozialistengesetzes, während welcher zahlreiche in diesem Ver­lage erschienene politische und Sensationsschriften fonfisziert wurden.

Brand im Hafen. Auf dem Kalachnikow Rai in Petersburg richtete eine Fenersbrunst enormen Schaden an. Vier Schiffe mit Korn verbrannten, von der Mannschaft er­litten viele schwere Brandwunden. Eines der Schiffe trieb mit 35 Feuerwehrleuten vom Kai ab und schlug um, wobei zwei Feuerwehrmänner ertranfen.

Ein kühner Griff in die Kasse. In Genua wurde der Delegierte des Verwaltungsrats der Sozietà Anonimia Industria Cereali wegen Veruntreuung von 300 000 Lire verhaftet. Zu den Geschädigten gehören u. a. der Credito Italiano, die Banca Commerciale, die Banque Genérale und die Banque Marquart in Paris. Das Total- Defizit beträgt eine Million.

bolle Drehung und fuhr in ruhiger Fahrt in der Richtung nach der Schweizer Grenze davon. Eine ganze Anzahl deutscher Luftschiffer- Offiziere war anwesend. Der Versuch ist bis jetzt gut verlaufen. Um halb zwei Uhr verschwand der Ballon in Nebel.

Tragisches Ende eines Brautpaares. Aus Newyork war vor einigen Tagen ein junger Mann, Frederick Cowan, mit seiner Geliebten entwichen und hatte sich mit ihr in ein Landstädchen begeben, um sich dort trauen zu lassen, da die Eltern nicht ihre Zustimmung zu der Verbindung geben wollten. Die Trauung wurde auch vollzogen und als sich das junge Paar auf dem Wege aus der Kirche befand, wurde es auf einem Felde, über das ein Fußsteig führte, bon einem Stier überfallen und getötet.

Ein Zugführer als Einbrecher. Der Zugführer Gehrke aus Osnabrüd, der wegen zahlreicher Einbruchsdiebstähle ver­haftet wurde und auch inzwischen ein umfassendes Geständnis abgelegt hat, ist zur Beobachtung seines Geisteszustandes aus die gesetzliche Dauer einer Jrrenanstalt überwiesen worden.

Stiller Teilhaber. In der Brüsseler Caisse Generale ist die Unterschlagung von etwa 400 000 Francs entdeckt worden. Gegen einen Angestellten, welcher der Tat verdächtig ist, wurde ein Haftbefehl erlassen.

Aus der Jrrenaustalt entsprungen. Der Mörder Vincke aus Herford, der seine Frau und vier Kinder ermordete und wegen Geistesstörung vom Schwurgericht freigesprochen wurde, ist aus der Jrrenanstalt Osnabrück, in der er untergebracht war, entflohen.

Eine fatale Ueberraschung. Taucher bargen von dem Wrack des bei Cartagena gesunkenen Dampfers, Sirio" den Geldschrank, worin man wichtige Papiere und größere Geld­beträge vermutet hatte. Der Geldschrank wurde jedoch völlig leer gefunden. Man beschuldigt die italienischen Matrosen, vor Verlassen des Schiffes alles geplündert zu haben.

Ueberfall auf einen Oberlandesgerichtsrat. In München wurde der pensionierte Oberlandesgerichtsrat August Müller von einem Agenten namens Schwab aus Schneeberg in Sachsen überfallen und durch Messerstiche Lebensgefährlich verletzt. Die Untat soll ein Racheaft für einen früher ver­lorenen Prozeß sein.

Die feindlichen Kassen. Die Kämpfe zwischen Weißen und Negern in Amerika dauern fort. In der Nähe von Mobile in Alabama wurden zwei Neger von 60 masfierten Männern aus einem Eisenbahnzug geholt und an den nächsten Bäumen aufgehängt. In Macon in Georgia entstand in einem Basar ein Streit zwischen Weißen und Negern, der in eine allgemeine Schießerei ausartete. Drei Männer wurden erschossen. Militär mußte auf den Schauplatz der Exzesse geschickt werden, um ein allgemeines Morden zu verhindern.

Reicher Kindersegen. Vier Kinder innerhalb eines Jahres ist der Rekord, den eine junge Mutter in London aufgestellt hat. Am 16. Oktober v. J. gab die junge Frau, die damals erst 19 Jahre zählte, einem Pärchen von Zwillingen das Leben, die sich stark und fräftig entwickelten. Am 25. September gebar sie abermals ein Zwillingspaar, so daß sie zurzeit vier Kinder hat, die noch nicht ein Jahr alt sind.

Der Liebesroman des Masseurs. Bei dem Morb- und Selbstmord in Prien am Chiemsee handelt es sich um den Masseur Karl Kraus aus München, der seine Geliebte, die 32 jährige Büglerin Centa Wurm, im Gasthaus zum Kron prinzen erschoß und sich dann selbst durch einen Schuß in di Herzgegend schwer verletzt hat. Kraus war von Wasserburg ant Inn aus wegen Zechprellerei steckbrieflich verfolgt, und ei beging den Mord und den Selbstmordversuch, als die Polizei Frühmorgens an seine Tür klopfte, um ihn abzuholen. Bunte Cages- Chronik.

Nachklänge der Sirio- Katastrophe." Taucher bargen von dem Wrack des bei Cartagena gefundenen Dampfers ,, Sirio" den Geldschrank, worin man richtige Papiere und größere Geldbeträge vermutet hatte. Zur allgemeinen Ueber­raschung wurde der Geldschrank völlig leer gefunden. Diese Tatsache wird von spanischen Blättern lebhaft fommentiert. Man beschuldigt die italienischen Matrosen, vor Verlassen des Schiffes alles geplündert zu haben.

Moderner Totentanz. Auf der Buffalo- Rennbahn in Paris wurden durch ein aus der Bahn geschleudertes Motor: rad zwei Personen getötet und mehrere schwer berletzt.

Lünen, 12. Oktober. Der Gendarmeriewachtmeister Krone hat sich gestern neben der Leiche seiner Frau, die im Wochen bett gestorben war, erschossen.

Hamburg, 12. Oktober. Für die Eröffnung des neuer Zentralbahnhofes ist nunmehr der 9. Dezember in Aussicht genommen. Man hofft, daß der Kaiser der Feier beiwohnen wird.

-

-

Groß

Babenhausen: Groß- Umstadt:

Rüsselsheim Trebur: Auguft Ruhland Trebur.- Gerau: Dr. Dehlinger- Weilerhof bei Wolfskehlen. Gries heim Gernsheim: Gh. Regierungrat Haas Darmstadt. Darmstadt: Karl Fritsch 2 Dilshofen. Offenbad Langen: Gutspächter Eduard Viehmann- Rumpenheim. Seligenstadt: Land sirt Gabriel Razor- Seligenstadt. Bürgermeister Adam Krapp- Sickenhofen. Defonomterat Jakob Walther 16. Lengfeld: Dieburg- Rhein heim: Defonomierat Heinrich Heil 2.- Habißheim. Groß Bieberau- Reichelsheim: Friz Bauer- Schmalmühle bei Fr.. Erbach- Wimpfen: Bürgermeister Johannes Fürth- Wald- Michelbach: Bürger­Bensheim Heppenheim:

Bebra, 12. Oktober. Auf dem Bahnhof Reichensachsen stieß eine Lokomotive auf den Göttingen- Frankfurter Personenzug. Ein Unteroffizier und acht Rekruten wurden leicht verletzt.

Frankfurt a. M., 12. Oftober. Beim Mittagessen ver: Tetzte der Monteur Josef plötzlich durch Revolverschüsse seine Frau schwer und tötete dann sich selbst. Das Motiv is Krankheit der Frau. Die Leute waren erst sechs Wochen verheiratet.

In dem Motorzweirad- Rennen rutschte einer der Fahrer, Pernette, an der Curve aus und stürzte. Der dicht hinter ihm folgende, zweite Fahrer Contant fonnte noch ausweichen, wurde jedoch zu hoch in die Curve getragen und rannte gegen die Barriere. Die Maschine fauste weiter, vorbei an den Zuschauern, die sich über die Barriere gebeugt hatten. Contant mit seinem Rade mähte gleich am fünf Personen nieder. Zwei Männern wurde der Schädel zertrümmert; ein Mann blieb sofort tot. Der andere verstarb auf dem Weg ins Krankenhaus. Eine junge Frau erlitt schwere, eine andere leichte Gesichtswunden. Der Urheber der Katastrophe, die das Publikum in einen fürchterlichen Schrecken versezte, fam mit leichten Shürfungen davon.

-

-

Trumbach. Schwinn Schöllenbach. meister Trautmann- Rimbach. Bürgermeister Höhn- Heppenheim.

Oldesloe, 12. Oftober. Die 14 jährige Tochter des Hof besizers Grotrian wurde nahe der Stadt ermordet, beraubt und verstümmelt aufgefunden. Es liegt Raub- und Lust mord vor. Die Täter sind unbekannt.

-

feitdem dienflunfähig

dungen in ber re Der Bogelebe

beabfichtigt die Umb für die B. teranen Bagenbbitbung; ein dus bichtet bazu in

No find wir bie Gine fürftliche Tat 6 Der Bogelsberg, er Für die B.teranen b Ber immer im Dier Soll fünftig in o Ben der Huld eines Bat fchlafen, ipazie

* Sozialdemokratischer Beigeordneter. Wie die Darmst. 8tg." amtlich bekannt gibt, hat der Groß. herzog von Hessen die von der Stadtverordneten- Versammlung zu Offenbach vollzogene Wahl des Stadtverordneten Leon= hard Eißnett zum unbesoldeten Beigeordneten daselbst be. ftätigt. Da Eßnert der sozialdemokratischen Partei ange hört, steht zu erwarten, daß seine Bestätigung als Beige. ordneter in einer der größten Städte des Großherzogtums von der Presse schon bald lebhaft erörtert werden wird.

Rom, 12. Oktober. Die Witwe des verstorbenen Minister­präsidenten Crispi wurde auf offener Straße von einem jungen Manne überfallen und ihres Handtäschchens beraubt, in welchem sich verschiedene Wertsachen befanden.

New- Yersey, 11 Oktober. Neue reiche Golderzlager wurden am Yellow- Head- Paß, den die Grand Trunk Pacific­Bahn durchschneiden wird, entdeckt, ebenso Anthracitkohlen.

Richter Lynch in Amerika. Tausende Neger, die in Newyork wohnen, vereinigten sich in verschiedenen Kirchen zum Gebet um Besserung des Verhältnisses zwischen Weißen und Schwarzen. Anlaß dazu haben die Kämpfe in den Süd­Staaten gegeben. Bischof Alexander Walters von der afri­fanischen Zionskirche, der den Aufruf zu den Gebetversanim­lungen erlassen hatte, sagte im Aufruf, daß Weiße versuchten, eine Million amerikanischer Bürger zu entrechten und zu ver­nichten. Im Süden sind wieder einige blutige Krawalle vor gefommen.

Newyork, 12. Oktober. Bei einer Kollision auf der Union­Pacific- Bahn, 200 Meilen westlich von Cheyenne Wyoming, wurden sechs Menschen getötet und viele verwundet.

Philadelphia, 12. Oktober. Einer Explosion im Penn sylvania- Tunnel unter Long- Island- City fielen drei Personen zum Opfer, sehr viele wurden verletzt. Die Aufregung unter den Arbeitern war furchtbar.

+ Graf Zeppelins neuester Aufstieg. Bei Manzell am See ist Graf Zeppelin bei günstigster Witterung mit seinem neuen Flugschiff aufgestiegen. Das Fluafchiff machte zunächst eine

Lokales.

-

* Die firchlich prositive Vereinigung für das Großherzogtum Hessen wird in Gemeinschaft mit der Evangelischen Konferenz in Baden am 17. Oftober in Heidelberg ihre diesjährige Herbstversammlung abhalten.

tt. Stadttheater Gießen. Es sei darauf hinge­wiesen, daß für das Gastspiel von Marie Charlotte Wiehe am nächsten Donnerstag bereits von heute ab bei Herrn Ernst Challier Billets im Vorverkauf zu haben sind.

Bie werden fie her der Welt, der unda Ausruhen auf dem Sie alle, die Sch

GH. Gestern Abend sprach auf Veranlassung des Kauf­männischen Vereins und des Ortsgewerbe- Vereins Gießen Prof. Ed. Engel- Berlin im Neuen Saalbau" über Die bevorstehende Eisenbahnreform." So trocken das Thema auf den ersten Blick erscheint, so bedeutungsvoll ist es für jeden, namentlich aber für Octe, die wie Gießen von den großen Weltlinien durchschnitten werden. Shon dem oberflächlichen Beobachter drängt etne merkwürdige Tat­sache sich auf: während wir im letzten Menschenalter auf allen Kulturgebieten mit Riesenschritten vorwärts geeilt sind, in manchen Zweigen das Ideal geradezu erreicht haben, sind wir im Eisenbahnwesen auf dem toten Bunft geblieben. Das Nachrichtenwesen ist auf eine solche Höhe gehoben, daß eine weitere Vervollkommnung fast ausgeschlossen erscheint. Wir schicken beispielsweise eine Postkarte für 5 Pfg. an die russische oder die Grenze der Balkanstaaten, ein Telegramm für 50 Pfg. ebensoweit. Das ist aber eben das Ideal: die Nuzbarmachung des Kulturmittels ohne wirtschaftliche Opfer. Wie weit sind wir aber von diesem Joeal noch im E.sen. bahnwesen entfernt! Da haben wir den hohen Tarif, der unser Reise bedürfnis auf das allernotwendigste beschränkt, er ist so hoch, daß er bei weiteren Strecken den Lohn mehrerer Wochen eines Arbeiters ausmacht. Wir würden sicherlich mehr reisen, wenn die Fahrt wohlfeiler wäre, ein dunkler Trieb, den wir nicht unterdrücken dürfen, sagt es uns. Denn darin besteht der Kulturfortschritt, daß er ver borgene Bedürfnisse auslöst und zu befriedigen sucht. Würde der Tarif niedriger sein, so würde der Verkehr von Mensch zu Mensch reger werden, er würde zu einer ungeahnten Aus­dehnung anwachsen. Der Tarif der preußisch- hessischen Eisen­bahngemeinschaft segt jest 2, 4, 6 und 8 Pfg. pro Kilometer

* Parlamentarisches. Der vierte( Petitions) Ausschuß beriet unter Vorsiz des Abg. Adelung den Antrag des Abg. Jout betr. das Domanialeigentum, welche ver langt, daß eine genau spez fizierte Uebersicht der als Großb. Haus- oder Staatsdomäne im Grundbuch zugeschriebenen oder ev. in Nuznießung des Staates befindlichen Immobilien dem Landtag nach beigeschlossenem Schema vorgelegt werde. Mit Rücksicht auf die Unkosten und die Echwierigkeit der Durchführung dieses Antrages überhaupt wurde derselbe abgelehnt.

.

6

Für

Die Mimen und Haben nichts mehr Und den Dichtern b Mehr feine Bufen&

Und schläft man ban Im friedlich Hillen G Sat man nimmer wei Bom beffigen Hod O Gott, du weißt, m O wolle mich fanelle Das auch ich bald fo

Jbn noch so trau AGrünberg, 12. Oft Der verftorbenen Frau Beglar, 13. Dft.

N

te laut Wegl. Anz. fer L. U. von Bism Profdorf einen Strafbe ferde unbefugt über biergegen eingelegte fir fuldig befunder und Forfipolizeigefeßes drs Cerfahrens veru Braunfels, 12. Oft. at Brounselfischen Gru pin Effen ift, nachdem M. als Vormundsc ung erteilt und na Bereinbarung sämtliche Allerhöchste Genehmigun den. Die Gruben geh Sin den Besitz der Fir die Fürftlichen Bergbear Münchholzhausen.

je nach der Klasse fest und 6, 9 und 12 fg. pro Doppel Kilometer bei Rückfahrtkarten. Das Schlimmste ist aber, daß die preußisch hessische Eisenbahngemeinschaft nicht für überall die Fahrpreise bestimmt, sondern daß es außer ihr noch ein Dußend größere und eine ganze Anzahl kleinere Eisenbahngemeinschaften, die nach Sondertarifen rechnen. Hierdurch ist ein an Anarchie grenzender Zustand geschaffen worden, der auf die Dauer nicht zu ertragen ist. Die Eisen­bahngemeinschaften haben deshalb einen gemeinschaftlichen Tarif ausgearbeitet und zwar in der Weise, daß er die Rückfahrtfarte fallen läßt und den Preis für den einfachen Kilometer auf 2, 3, 4 und 7 Pfg. festlegt. Die Sache wäre nun ganz schön und gut- die Preise sind wir ges wohnt wenn die Sache nicht ein Aber hätte: der neue Tarif belegt nämlich einen großen Teil der Schnellzüge mit Buschlag und schafft zweitens das Freigepäck ab. Es ist garnicht ersichtlich, weshalb man auf Schnellzügen teurer fahren soll, da der Schnellzug der Verwaltung am billigsten zu stehen kommt. Der Zuschlag ist also lediglich eine Ver fehrsei schwerung. Jnbezug auf das Freiaepäd ist zu be merken, daß der Reisende und sein Gepäck eine Berkehrs­einheit bilden, daß man sie daher nicht trennen darf. Der Vorteil, den der neue Tarif bringt, besteht aber darin, daß er Klarheit und damit eine Grundlage schafft, auf der weitere Verbesserungen angebahnt werden können.

*** Ueber die Landwirtschaftskammerwahlen liegen noch folgende Ergebnisse vor: Gewählt wurde zum Rammermitglied im Wahlbezirk Alsfeld- Groß- Felda: Gutsbesitzer Lutz Elpenrod. Für Lauterbach- Schlip Mühlenbesitzer Karl Boppel Pfordt. Für Schotten Laubach: Bürgermeister Viehi Rainrod. Für Herb­tein Ulrichstein: Bürgermeister Jost- Bermutshain. Geder: Bürgermeister Müller: Usenborn. Nidda Ezell: Gutsbesizer Mogt. Grund- Schwalheim. Büdingen Altenstadt: Bähr Herrnhaag. -Buzzbach: Fenchel Gistel.- Friedberg: Hensel Dortelweil. Breidenbach Dorheim: Weil Langgöns. In den anderen Provinzen wurden gewäht: Worms: reiherr bon Hey. Pfeddersheim: Gutsbesitzer Staufer Wochenheim- Osthofen: Bürgermeister Hahn­Hekloch. Guntersblum: Jakob Schmidt- Guntersblum.­Oppenheim: Bürgermeister chmidt Oppenheim. Oberolm: - Defour mierat Lichtenstein Windbäuser Hof. Ingelheim Fridrich Schuck- Bingen: D 18gerttsvorsteher Straus­Büdesheim. Wommenheim: Gürgermeister Lösch- Waldül­persheim. Alzey: Justus Pfannebecker- Flomborn. Gau Algesh m: Beigeordneter Johann Porth II.- Ober- Hilbers: Flonheim Gau Bickelheim: Philipp Keller- Stein­Bockenheim. Wörrstadt: Bürgermeister Reller: Spiesheim. Lampertheim: Jakob Friedrich Groß- Rohrheim.

beim.

-

-

-

-

-

"

lichung im Reichsanzeiger" vom 30. Sept. d. Is., in der * Die Schweinese uhe war, nach einer Veröffent Proving Startenburg in 5 Kreisen, 9 Gemeinden, 17 Ges hösten, in Oberhessen in 2 Kreisen, 4 Gemeinden, 4 Gehäften und in Rheinhessen in 2 Kreisen, 3 Gemeinden und 6 Ge­höften verbreiten.

Morfalls, der sich in di man anfänglich im Zwei len fei oder ob andere it haben. Wie der

* Ein Heldenten or entdeckt. Der Mainzer Neueste Anz." schreibt: Schon voriges Jahr hat ein den allerhöchsten Kreisen angehörender Herr in Hambach bei ppenheim einen Tenor" enteckt. Es ist ein junger Holz­macher, der gelegentlich seiner Arbeiten im Walde ein Volls­liedchen sang und dabei eine sehr gute Stimme verriet. Er studiert nun seitdem auf Kosten des Herrn in Darmstadt bet dem tüchtigsten Musik- und Gesangslehrer, und ist sichere Hoffnung vorhanden, daß der junge Mann ein geschäßter Tenorift werde.

* Vorsicht beim Telephon. Das Schöffengericht in Tüss ldorf hat den Angestellten einer Geschäfte firma, der der beim Anrufen des Fernsprechamtes eine Telephonistin durch mehrmaliges schnelles Sturbeldrehen verligte, wegen fahrlässiger Körperverlegung zu 30 Mart Geldftcafe ver­urteilt. Die Beamtin war ohnmächtig zusammengerochen;

befondere foll Jm Uebrigen Bitte der Urheber d e vor finem durch ben beffenden Lage di gehen müffen. Der braver ordentlicher Bugbad, 12. Dit. Uhr fürzte das 1/

Ewald, als die Mut

Sr. Gewer

Das Winterjemeite ralftelle für die Gew

Filt beginnt

29. Oktober

Denjenigen Handn fung unterziehen m Bollichüler oder Hos dem teilnehmen zu

Anmeldungen nim dulleitung. Gießen, den 28

er Auffiterat:

Debligenstaedt.

Betan

Bei dem am 17.

enden

Gal

nn der Bichmarkt

igen Blake wege ben. Er wird dabe

dent gewöhnlichen balten und zwar for

e nach Göbelnto

ine der Händler

eine lints wie au

Brünberg, am

Broßherzogl. B