Einzelbild herunterladen

ist, von diesen im Hotel besucht und in das Haus des Generals zu Mittag eingeladen. Als sie mit den Kaulbarsschen Damen das Hotel verließ, entfiel ihrem Strickbeutel eine Bombe, die aber nicht explodierte. Gleich darauf zog sie aus ihrer Tasche einen Revolver und erschoß sich, nachdem sie erklärt hatte, sie sei aus Petersburg gefommen, um das auf den Tod des Generals Kaulbars lautende Urteil der Peters­burger Kampforganisation auszuführen. General Kaulbars ist somit dem sichern Tode entgangen.

Ferner liegen folgende Meldungen vor:

Petersburg, 11. Auguft. Hier hat sich ein aus Polizeioffizieren und Polizisten bestehender Geheimbund gebildet, welcher den Zwed verfolgt, jeden von Revolutionären verübten Mord auf gleiche Weise zu rächen.

Petersburg, 11. August. Allgemein wird ein kaiserliches Mani­fest erwartet, worin die Uebergabe von Apanagegütern an die Agrarbank zum billigen Verkauf an die Bauern verfügt wird.

Petersburg, 12. August. Nach einer neuen Lesart soll der Priester Gapon i. 3t. nicht von Revolutionären, sondern von einem Nebenbuhler aus Eifersucht ermordet worden sein. Der Mörder halte sich in London verborgen.

Warschau, 11. August. Hier wurde ein Komplott entdeckt, welches Befreiung aller politischen Gefangenen, nötigenfalls mit Gewalt, bezweckte. Mehrere kompromittierte Polizeibeanite wurden verhaftet.

Tiflis, 11. August. Der Direktor der hiesigen Straßenbahn­gesellschaft, dem schon wiederholt Todesandrohungen zugegangen waren, ist ermordet worden.

Moskau, 11. August. Graf Heyden erklärt heute öffentlich, daß sein und seiner Freunde Eintritt in das Kabinett Stolypin darum gescheitert sei, weil der Ministerpräsident ihre Forderungen nicht angenommen hat; es gelang nicht, die Regierung zu überzeugen, daß der Plan, die neuen Kandidaten zu bureaukratischen Ministern zu machen, keinen Sinn habe.

Soziales Leben.

XDer Tischlerstreik in Lübeck ist noch nicht beendet. Dbwohl die streifenden Tischlergesellen die Arbeit be bingungslos aufnehmen wollten, lehnten die Arbeitgeber die Wiedereinstellung vor Abschluß eines langfristigen Tarifes und Anerkennung des Innungsarbeitsnachweises ab.

× Friede in der ungarischen Mühlenindustrie. Zwischen dem Mühlenverbande und den Arbeitern ist es in Ungarn zu einer Einigung gekommen. Die letzteren haben die von den Arbeitgebern vorgeschlagenen Aenderungen angenommen und die Arbeit wieder aufgenommen.

Nab und Fern.

+ Bienenzucht- Ausstellung. In Cöln wurde die Jubi läums- Ausstellung des Bienenzüchtervereins Cöln und Um gegend durch den Oberregierungsrat Fink namens des Re gierungspräsidenten feierlich eröffnet. Die Ausstellung ist aus allen Teilen des Rheinlands zahlreich beschickt. Der Regierungs. bertreter erklärte, die Regierung werde auch fernerhin den Bestrebungen des Bienenzuchtvereins ihre vollste Unterstützung angedeihen lassen.

Schreckensstunden in den Bergen. Drei Berliner, Dr. Zeller, Leutnant Erler und Oberleutnant d. 2. La Duiante, die einen Aufstieg auf das Weißhorn über den Schalligrat unternommen hatten, mußten von Dienstag bis Freitag furchtbare Stunden durchmachen.

"

Einer der Teilnehmer, Dr. Zeller berichtet über den Verlauf wie folgt: Wir hatten am Dienstag den Schalligrat bis zum Großen Gendarm" erklommen; hier wurde der Aufstieg schwieriger, und am Abend versicherten wir uns mit einem Seile am Felsen. Erler kletterte den Großen Gendarm" hinauf, plötzlich riß ihm der Griff aus und er stürzte 50 Meter am Seile ab. Wir glaubten ihn tot, doch hatte er nur ein Bein gebrochen und keine inneren Ver­legungen davongetragen. Am nächsten Tage bemerkten wir eine Karawane, die das Weißhorn erstieg, und konnten ihr ein Notsignal geben. Am Donnerstag brach ein heftiges Gewitter los, so daß die Hilfskarawane, die bereits ziemlich hoch gekommen war, wegen Sturm nicht weiter konnte und uns erst am Freitag früh erreichte, nachdem wir fürchterliche Stunden durchgemacht hatten.

Bergleute und Polizeibeamte. In Wattenscheidt kam es zwischen vier Polizeibeamten und ebensoviel polnischen Bergleuten zu einem schweren Zusammenstoß. Ein Berg­mann wurde durch einen Revolverschuß eines Beamten tödlich, ein anderer durch einen Säbelhieb schwer verletzt.

Der Mörder seiner Braut. In Kassel erschien vor­gestern früh der neunzehnjährige Kaufmann Löngemann auf einem Polizeirevier und teilte mit, daß er seine Braut auf deren ausdrücklichen Wunsch durch einen Revolverschuß ge­tötet habe; er bezeichnete auch die Stelle, an der man die Leiche finden werde. Die Polizei begab sich an den be­treffenden Ort und fand dort die 18jährige Verkäuferin Simmersbach in ihrem Blute, aber noch am Leben. Er be­hauptet, er habe sich das Leben nehmen wollen, aber im letzten Augenblick, beim Zusammenfinken des Mädchens, den Mut verloren.

Das Unglück im Weserfort. Ueber den Unglücksfall, der sich bei dem Scharfschießen im Weserfort Brinkamahof I ereignete, wird noch berichtet, daß die Kartusche beim Ein­führen in das Rohr explodierte, in dem noch glimmende Rückstände von dem vorher abgegebenen Schusse gelegen haben müssen.

Diese hat der Geschützführer nicht bemerkt, weil der Geschüßstand in Pulverdampf gehüllt war. Der Einjährig­Freiwillige Liebaum hatte gerade den Arm erhoben zum Zeichen, daß der Verschluß geschlossen werden könne, als die Katastrophe eintrat. Dem Einjährigen wurden die Arme und der Kopf abgerissen. Ferner ist der Matrosenartillerist Seyffarth tot, andere Leute erlitten Brandwunden; ein Mann hat beide Augen verloren.

Ein neuer Bauschwindel. In Viersen wurden von einer Firma Hoff& Co. Baugelder in Annoncen angeboten. Die Bank" hatte viel Zuspruch, da sie die Kapitalien sehr billig hergeben wollte. Vorher verlangte sie eine Tagierung des Gebäudes oder Grundstücks durch einen Fachmann", und dann kam der Bescheid, daß das Geld nicht gegeben werden könne, daß dagegen für die Tarierung 25 bis 35 M. zu zahlen seien. Auf diese Weise betrieb die Bank" ohne jedes Kapital ein lukratives Geschäft. Jetzt ſizen allerdings die Geschäftsleute" hinter Schloß und Riegel.

Diebstahl von Kriegsmaterial. In Vincennes bei Paris hat eine wohl organisierte Diebesbande, die aus Zivil- und Militärpersonen besteht, seit längerer Zeit Kriegsmaterial und Proviant, sowie wertvolle Modelle gestohlen, so daß bei den Diebstählen auch das Delikt des Landesverrats in Frage kommen dürfte.

Spuren von Johann Orth? Wieder soll der frühere Erzherzog Johann Salvator, der einst mit dem Schiff ,, Margherita" in See ging und seitdem verschollen ist, gesehen worden sein. Diesmal ist es ein französischer Schriftsteller, der den Habsburger als Viehzüchter in Argentinien auf ſeiner Farm getroffen haben will. Der Betreffende leugnete ent= schieden, mit Johann Orth" identisch zu sein, doch behauptet der Franzose, in dessen Umgebung befänden sich auch zwei Mann von der Besazung des Schiffes Margherita".

Aufgeschoben oder aufgehoben? Ein von Spitzbergen zurückgekehrter Freund des Nordpolarluftschiffers Wellmann teilt mit, daß Wellmann die geplante Ballonfahrt nach dem Nordpol in diesem Jahre nicht mehr unternehmen werde, da die Vorbereitungen zu spät begonnen worden seien, um zum gewünschten Zeitpunkt zur Abfahrt bereit sein zu können.

Schwere Eisenbahnkatastrophe. Auf der Eisenbahnlinie Fort Worth- Denwer City find zwei Wagen eines Zuges, darunter ein Schlafwagen, die 20 Fuß hohe Böschung hin­unter gestürzt. 55 Personen wurden verletzt.

Die Unfälle auf amerikanischen Eisenbahnen nehmen täg­lich an Zahl und Schwere zu. Wann wird die Regierung endlich einmal Schritte tun, um für die Sicherheit des Eisen­bahnverkehrs Sorge zu tragen; die Bummelwirtschaft auf den Trustbahnen ist doch schon längst bekannt.

Chinesische Seeräuber. Troy aller Wachsamkeit der Kriegsschiffe tauchen die Seeräuber in den chinesischen Ge­wässern immer wieder auf. Neuerdings wurde ein englischer Dampfer in der Nähe von Wuchow überfallen. Ein Mann wurde getötet, drei wurden verwundet. Die Räuber ent­tamen mit 500 Taëls und einer Kiste Opium.

Auf Grund geraten ist beim Einfahren in den Hafen von Ponta Delgada der von Marseille nach Newyork bestimmte Dampfer Brooklyn". Das Schiff, das 330 Auswanderer an Bord" hat, konnte nur mit großer Mühe wieder flott gemacht werden.

Bunte Tages- Chronik

Karlsruhe, 12. August. Wie die B. Pr." bestätigt, wird zum Jubiläum des Großherzogpaares für bestimmte Strafkategorien eine Amnestie vorbereitet.

München, 12. August. Ministerpräsident Freiherr von Pode wils soll sich nach einer Zeitungsmeldung mit Rücktrittsgedanken getragen haben. Diese Nachricht entbehrt jeder Begründung.

Hus dem Gerichtsfaal.

§ Ein 13 jähriger Brandstifter. Die Straffammer in Detmold verurteilte einen 13 jährigen Schulknaben zu 1 Jahr 3 Monaten Gefängnis. Der Junge war als Hirte auf einem Gute nebenbei beschäftigt, und hat die Tat wegen schlechter Behandlung begangen.

=

-

§ Nachspiel zum Breslauer Krawall. Wegen der April Krawalle in Breslau war gegen 125 Personen die Vorunters suchung eingeleitet worden, davon mußten jetzt 65 außer Verfolgung gesetzt werden. Die anderen Angeklagten werden sich Ende August vor der Strafkammer zu verantworten haben, und zwar wegen Gewerbevergehen. Ein würdiges" Ehepaar. Wer Sorgen hat, hat auch Likör, dieser Wahrspruch kann auf das Ehepaar Ahrend aus Diedenhofen angewandt werden. Wenn der Mann nüchtern war, dann hatte die bessere Hälfte" einen Mords­rausch". und umgekehrt. Neulich lag sie" finnlos betrunken im Straßengraben, da kam ,, er" und schaffte sie im Schub­farren ins ,, traute Heim". Am nächsten Tage erwies" sie" ihrem Gatten den gleichen Liebesdienst, sie schaffte den ,, Ueber­vollen" per Kinderwagen nach Hause.

§ Wegen Pistolen- Duells verurteilt. In Halle Hatte der Referendar Welsch den Studenten der Landwirtschaft Hauff im Pistolenduell schwer verwundet. Er wurde zu acht, sein Gegner zu sechs Monaten Festung verurteilt.

Vermischtes.

= Verein der Wilddiebe. In Lüttich existieren mehrere Wilddiebsvereine, die über ein großartiges, nach den neuesten Systemen gearbeitetes Jagdmaterial verfügen. Wenn die Waffen der Herren Wilddiebe schlecht geworden sind, werden aus der Vereinsfasse neue angeschafft. Die Kasse zahlt auch die Geldstrafen, die den Mitgliedern der edlen Wilddiebszunft auferlegt werden, und sorgt für den Unterhalt der Familien der eingesperrten Genossen. Einem Gerücht zufolge sollen jetzt die Waldwilderer die Absicht haben, sich mit den Wasser­wilderern zu vereinigen, um einen großen Bund der Wild­diebe zu bilden. Wer weiß ob's wahr ist!

Ein internationaler Scheckfälscher ist in Hamburg auf­getaucht, wo er sich in einem Hotel als Redakteur des New Hort Herald", Edward Bally, einquartierte. Er erklärte, daß er mit dem nächsten Dampfer nach Newyork zurückfahren wolle, und gab dem Portier einen Scheck der International Provinzial Bank of England London Wi Strand über 50 Pfund Sterling. Er ließ sich darauf 500 M. auszahlen, bat, man möge ihm zwei Logenfarten für das Neue Operettentheater besorgen, und erklärte, sich den Rest des Geldes später auszahlen lassen zu wollen. Seit dieser Zeit hat man von dem Reisenden nichts mehr gehört und gesehen. Der Scheck ist, wie sich herausgestellt hat, falsch. Die Behörde glaubt, daß der Schwindler, ein sehr gewandt und sicher auf­tretender, etwa 30 Jahre alter Mensch, ähnliche Schwindeleien bei den Krönungsfeierlichkeiten in Norwegen verübt hat.

=

lung ihrer Gehälter Die Jagd im

find 100 Jahre verflossen, seit Hessen Darmstadt zum Groß

herzogtum erhoben wurde. Die damaligen Zeitläufte warer friegerische, von denen die Landgrafschaft durchaus nicht ver

** Hessen 100 Jahre Großherzogtum. Heut 0. und das H

Rinifterium hat die F

Bachteln, mit

schont blieb. Für das kleine Hessenland von ehedem hatte einberge, in den der Luneviller Friede und der Reichsdeputations hauptbeschluinbeffen, mit Ausna bon 1803 insofern eine günstige Folge als ihm zur Ent den 20. Auguft feft

schädigung für den Verlust der linksrheinischen Besitzunger und einiger an Baden und Nassau- Usingen abgetretener Länderstrecken das Herzogtum Westfalen und eine Reihe

Bistums Worms usw., zugeteilt wurden, sodaß sich Hessens

am 12. Juli 1806 hatte sich neben 15 anderen deutschen

demselben anschließen müssen mit der Verpflichtung, dem Bundesheere 4000 Mann von jeder Waffengattung zu stellen.

btc bei der all

gezeit am 31. Auguft

Surusmager

endbeim 960, Diebur

laing 1600, Algety 60

+ Abendstern,

5. Rodheim a. d. E

Uebung

furmainzisher Hemter, Gernsheim, Lorsch, Bensheim, Dieburgen im berfloffenen die Abtei Seligenstadt, Hirschhorn, Vilbel, die Reste desumme verteilt fich auf Besitz um ca. 70 Quadratmetlen mit rund 125 000 in Heppenheim 240, Offenb wohnern vermehrte. Bei der Gründung des Rheinbundes übingen 520, Friedber Staaten, wie Bayern, Württemberg, Baden, auch See 1300 M Dafür erhielt Landgraf Ludwig X, der spätere Großherzog ubtbereiu für Ludwig I., neben der Anerkennung seiner Stellung als utigen Sonntag- 9 souveräner Großherzog noch die Landgrafschaft Homburg, ill hierfelbft eine das Burggrafentum Friedberg, die Solmsschen Besizungenbetracht, daß die e in der Wetterau usw. mit insgesamt 122 000 Seelen. Noch tal gute Fortschritte r im Jahre 1806 mußte der neue Großherzog auch die Kehr. Segend bereits mehr seite der Medaille tennen lernen und vertragsgemäß an dem alte über eine im Krieg gegen Preußen teilnehmen. Im Jahre 1809 zog dann acplante Aanindhenau Hessen mit Napoleon gegen Desterreich zu Felde und 1812 für Sonntag, den gab es sein Truppenkontingent wieder für den Feldzug gegen Bender zu Rodheim a Rußland ab, doch schloß sich der Großherzog unmittelbar redenft mit diefer Au nach der zweitägigen Schlacht bei Hanau, der letten von cues Boltafeft zu berl Napoleon in Deutschland geschlagenen, in dem Vertrag zu Dörn gheim bei Hanau am 2. November 1813 den Ver unfer großes Dorf bündeten an, mit denen dann die Hessen auch in Frankieich Fuerwehr wird an auch an den Kämpfen bei Straßburg teilnahmen. Auf dem Wiener Kongreß 1815 mußte der Großherzog Westfalen wieber an Preußen abtreten und mehrere süblich gelegene Aemter an Bayern, wofür er aber Rheinhessen und besonders die auf dem linken Ufer gelegenen ehemals geistlichen und pfälzischen Gebiete mit Mainz, Worms usw. erhielt. In Rücksicht darauf nahm Ludwig I. am 7. Juli 1816 auch den Titel Großherzog von Hessen und bei Rhein" an. ** Der Großherzog empfing am 11. August den Geheimen Medizinalrat Professor Dr. Moritz und den Brofessor Jesionet von Gießen; zum Vortrag den sie in zwei Scheunen un Staatsminister Ewald. he angrenzenden Stallgeb Die Offenlegung der Wählerlisten für die Wahlen Fan flanden. Dank zur Landwirtschaftskammer werden von dem Fehr und der angre Ministerium für die Beit vom 16.- 22. Auguft anberaumt; bie en hochelheim und N Wahlen selbst sollen im September stattfinden. Bumm Herd beschränkt. Kandidaten des Bezirks Gießen ist Landtagsabgeordneter tet werden. Beide E und Bürgermeister Leun Großen- Linden in Aussicht ge hilt, niedergebrannt. Ilbeshausen. Hein stygt auf dem Grundstüc bhaufen ein Schlachtho umgen find bei der Gr Schotten. Der E danten Dampfkarussells feines Starussels nnte, wurde von eine admit solcher Gewalt au

25 Kilogramm" Freigebäck" erhält laut Aufschrift auf einer Fahrkarte von Hohenelbe nach Berlin, jeder Reisende auf allen deutschen Bahnstrecken. Da aber 50 Pfund Gebäd erheblich mehr kosten als das Fahrgeld mancher Eisenbahn= strecke, so dürfte diese schöne Neuerung wesentlich zur Hebung des Bahnverkehrs beitragen. Nun sage man noch, daß unser Eisenbahnminister nicht für seine Passagiere, wie ein Vater für seine Kinder, sorgt! Dann natürlich, lassen wir uns die Fahrkartensteuer sehr gern gefallen.

=

Im Lande der unbegrenzten Möglichkeiten und zwar in Chikago gibt es ein Haus, das einen eigenen Postbezirk bildet. Das Haus ist zwar" nur" 17 Stockwerfe hoch, dafür aber von beträchtlicher Länge und enthält nicht weniger wie 1200 Kontore, die in der Geschäftszeit von 6000 Menschen bevölkert werden. Die in diesem Postdistrikt arbeitenden Briefträger arbeiten niemals unter freiem Himmel. Obgleich dieser Distrikt räumlich der kleinste ist, hat er doch einen größeren Verkehr als die meisten anderen Distrikte. Durch­schnittlich werden im Gebäude täglich 25 000 Postsachen aus­getragen. Ginge der Verkehr zwischen den Stockwerfen nicht mit Elevatoren von statten, so wären die Briefträger zu be­dauern. Aber so sind sie besser daran als ihre anderen Kollegen. Im Winter bewegen sie sich auf geheizten Korridoren und im Sommer wandern sie im Schatten und entgehen den Glutstrahlen der Sonne, die in Chikago mitunter uner­träglich find.

*

nommen worden.

* Der Konsul der Schweizerischen Eidgenossenschaft in Frankfurt a. M. Friedrich Wilhelm Schuster- Sabl ist zur Ausübung tonfularischer Funktionen im Großherzogtum Hessen zugelassen werden.

*

on

δι

Mitglieder. Der 1. einer. Bender und der Raffauſchen Bra s Ausbildung zu abftein i. E. ein Interesse der hohen loos zu widmen gedenkt

Seiren der Gemeindevertre

ung zuteil würde. Bornholzbanjen

* Hessische Regiments- Jubiläen. Das hess. Feldartillerie- Regiment Nr. 25 beginng Samstag in Darmstadt die Feier seines 100jährigen Bestehens, ebenso das Dragoner Regiment Nr. 23 san Jubiläum als Garderegiment. ** Louis Kümme I, ein geborener Lollarer, derort tot war. beftens bekannte Biston- Virtuose am Damstädter Hoftheater befindet sich z. 8t. wieder auf Gastreisen. Lezhin hat er ein 4tägiges Gastspiel in Interlaten( Schweiz) gegeben und dort durch seine wundervoll vorgetragenen Melodien den Beifall einer hocharistokratischen Dame aus England gefunden Dieselbe belohnte Kümmels Kunst noch dadurch besonders, daß sie ihm einen wertvollen Brillantenring verehrte.

Buzbach. Wie b Buzbach am ciges Stiftu

KAK

n Wetterau Lahngau- Sängerbund. Gestern fand in der Moos'schen Wirtschaft zu Krofdorf der 4. Vertretertag statt. Einige Aenderungen zu den aufge stellten Sagungen wurden genehmigt. Am 23. September wird der Bund seine erste Busammenkunft auf der Baden burg haben. Die zum Schluß stattgefundene Aussprache über Wett- resp. Preisgefänge zeigte, daß man auch hier E ganz entschieden dagegen Front macht. Eine vernünftige Wertung ist ganz am Blaze, wohl aber muß das sog Jagen nach Geld- und Wertpreise ganz entschieden mißbilligt werden. Der Bund wird es sich zur Aufgabe machen für seine Vereine entsprechende Vorschriften zu geben.

-t- Zur Fahrkartensteuer. Der Verein der Deutschen Kaufleute Berlin( unabhängige Organisation für Handlungsgehilfen und Gehilfinnen) hat an den Bundesrat folgende Eingabe gerichtet:" Der Bundesrat wolle beschließen dem Stande der Handlungsgehilfen soweit dessen Jahres einkommen den Betrag von 2000 Mt. nicht übersteigt, die felbe Vergünstigung inbezug auf Besteuerung ihrer Straßen

Bargewin. Jed. Los gewinnt

Yermögen u.

Gewinn

drch Beitritt zu amtl. an­

Bn. Verein! Kein Risiko

Gesetzl.staatl. angeordnet

mona

bezw. Stadtbahnabonnementstarten zu gewähren, wie fie vom Line Mark Das Gesuch wurde mit dem ale Mill. Hauptgewinne

1. Auguſt cr. den Arbeitern, welche mechanische Lahnarbet verrichten zugebilligt wurde."

Streng reell! genüg

Hinweis darauf begründet, daß wenn bei diesem Erlaß nur inster Treffer höher wi

die Höhe des betreffenden Jahreseinkommen maßgebend ge

Ankauf! Beitritt tägl.

Prospekt durch alleinige

wesen sei, dieser Grund beim Stande der Hanlungsgehilfe AmabmestelleChr.Humme ebenso Berücksichtigung verdient, da die wirtschaftliche Lage Minchen, Römerstrasse 3-

derselben im Durchschnitt keinesfalls besser sei als die unsere heutigen Lohnarbeiterklasse.

Bom Bierkrieg. Die Frankfurter Wirte haben

1 Millionen Mt. gesammelt zur Gründung einer Genossen

schaftsbrauerei, um nicht den Brauereien die erhöhten Bier urz im Gebrauch ge

preise zahlen zu müssen.

* Gehalt der Volksschullehrer. Die Volts schullehrer unseres Großherzogtums sind zurzeit in eine Gehaltsbewegung eingetreten. Die Mainzer Lehrerschaft hat in einer an die Stadtverordnetenversammlung gerichteten Eingabe eine Neuregelung ihrer Gehaltsbezüge nach dem Muster der Städte Mannheim Wiesbaden, Würzburg usw. beantragt. Die Lardlehrer dagegen erstreben eine Neu

Rotomobil

Campfmaschin

18 PS. fait neu, p

fort zu verfaufen.

Max Weissbäck

Biegen, Südanlage 2