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Speere zwischen den Werken und Revieren aufgehoben wird, Damit auch für die im Bergbau tätigen Arbeiter die durch das Sperrsystem entzogene Freizügigkeit endlich wieder gänz­lich hergestellt und garantiert werde. Die Führer der eng­Lischen Bergarbeiter erklären, der Wunsch der deutschen Berg­Leute, sie durch Einschränkung der Kohlenförderung zu unter­Stützen, sei unerfüllbar. Der Ausführung eines solchen Be­schlusses stellten sich unüberwindliche Hindernisse entgegen.

Nab und fern.

Groß Leipzig. Die Leipziger Stadtverordneten er teilten ihre Zustimmung zur Einverleibung der Bororte Mödern, Sting, Stötterig, Probstheida, Dösen und Dölig in die Stadtgemeinde Leipzig. Insgesamt kommen dabei 35,000 Einwohner in Frage.

+230 Personen vergiftet.' Zu den Erkrankungen infolge Genusses verdorbener Wurst in dem holländischen Orte Vaals ist noch nachzutragen, daß insgesamt bereits 230 Personen, und zwar 130 in Baals selbst und annähernd 100 in der Umgegend, erkrankt sind. Die Betreffenden befinden sich an dauernd in sehr schlechter Verfassung, namentlich die weniger widerstandsfähigen Kinder. Aus der Umgegend find zahl reiche Aerzte, sowie Krankenschwestern zur Pflege der Er. Trantten nach Vaals beordert worden.

Pulverexplosion. In Schwall bei Halfenbach bewahrte Der Schachtmeister Frizt im Keller des Landwirts Schmidt einen Sad mit 25 Pfund Pulver auf, da ihm der Weg zum Pulvermagazin zu weit war. Gegen Abend wollte ein Arbeiter Pulver holen; er zündete dabei ein Streichholz an, wodurch das Pulver explodierte. Das ganze Haus wurde zerstört, der Arbeiter und eine Tochter des Landwirts erlitten schwere Verlegungen.

Mann über Bord. Der aus Osnabrüd stammende Kapitän Alexander Liesecke ist nebst dem Obersteuermann ala Führer des Bremer Schiffes Visurgis" auf hoher See aus der Fahrt von Yokohama über Bord gespült worden und ertrunken.

Familientragödie. Der Arbeiter Meyer aus Spandau unternahm einen Mordversuch gegen seine Ehefrau. Er ist dem Trunke ergeben und sorgte nicht für seine Familie, wes: halb seine arbeitsame Frau sich von ihm trennte und nebst ihren vier Kindern, die sie mitnahm, eine eigene Wohnung bezog. Er verschaffte sich neulich durch eine List Eingang in die Wohnung seiner Frau und fragte sie, ob sie ihn wieder aufnehmen würde. Sie erklärte sich hierzu bereit, wenn er fich bessern würde, bemerkte aber dazu, daß er ja auch jetzt schon wieder betrunken sei. Nach dieser Aeußerung führte Meyer mit einem bereitgehaltenen Messer einen Stoß gegen die Frau, die, in der Brust getroffen, schwerverletzt zusammen­brach. Der Täter ergriff hierauf die Flucht, wurde aber noch im Laufe des Abend verhaftet.

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Automobil- Unfälle. Der Restaurateur Rowen aus Düsseldorf überfuhr auf der Grafenberger Brücke eine Frau mit ihrem fünfjährigen Töchterchen. Die Frau war sofort tot, das Kind wurde lebensgefährlich verletzt. Ein vom Herzog von Monipensier benuttes Automobil überfuhr in Nanch einen Straßenbahnangestellten, der fast augenblicklich verstarb.

+ Unsichere Verhältnisse scheinen in Dortmund zu herrschen. Dort hat die Polizeibehörde anläßlich eines fürzlichen Raub­anfalles auf zwei alleinstehende Damen für sämtliche Häuser, in denen alleinstehende Frauen wohnen, eine schärfere polizei­liche Ueberwachung angeordnet.

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Vermischtes.

Glückliche Heringsfischer. Durch die Anwesenheit von größeren Heringsschwärmen an der Rügenschen Küste ist der Herbstheringsfang wieder sehr gut und ertragsreich geworden. In der Tromper Wieck, nicht weit von Arkona, machten die Glower und Wiecker Fischer verschiedene große Fänge, wie sie seit Jahren nicht vorgekommen sind. Dazu kommt, daß der diesjährige Herbsthering meist mittelgroß und sehr fett ist, so daß den Fischern schon ein Durchschnittspreis von 1,50 Mart für das Wall( 70 Stück) gezahlt wurde. Hoffentlich bringt ihnen der Herbst noch mehr solche Fänge; denn er ist den Fischern, welche erst vor drei Wochen in den tagelangen Nord­weststürmen zum Teil ihre ganzen Nezze verloren, wohl zu gönnen.

Der Mörder seines Vaters. In dem Dorfe Groß­rechenbach bei Wezlar geriet auf dem Heimwege ein Vater mit seinem Sohne in heftigen Streit, so daß beide schließlich Handgemein wurden und der Sohn seinen Vater in einen Bach warf. Der alte Mann fand seinen Tod in den Wellen. Der Sohn wurde verhaftet.

Feuer im Schiff! An Bord des in Marseille be­Heimateten Dampfers" Barcognia" ist, während er im Hafen bon Madeira lag, plötzlich Feuer ausgebrochen. Der Dampfer mußte wegen der Gefahr für die übrigen Schiffe aus dem Hafen bugfiert werden und gilt als verloren. An Bord be­fanden sich keine Passagiere mehr.

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Drama im Löwenkäfig. Lebensgefährlich verwundet wurde in einer Menagerie, die in Halberstadt Vorstellungen gab, der Tierbändiger. Als er zum Beginn der Vorstellung den von zwei Löwinnen und einem Löwen besetzten Käfig betrat, zeigte die eine Löwin sich widersetzlich. Als der Dompteur dem Tiere für einen Moment den Rücken zuwandte, stürzte sich die Bestie mit furchtbarer Wucht auf ihn, warf ihn mit einem Schlage zu Boden und zerfleischte ihm den rechten Arm vollständig. Während unter dem zahlreichen Publikum eine Panik ausbrach, brachten mehrere Herren die wütende Katze mit Stockschlägen von ihrem Opfer ab. Das Tier wandte sich sofort gegen seine Angreifer, und diesen Augenblick benutzte der Verwundete, um sich mit Aufbietung der letzten Kräfte aus dem Käfig zu retten. Uebrigens hat die Bestie bereits vor zwei Jahren im selben Käfig eine Dompteuse getötet.

Eine Millionenpleite. In Newyork hat das bedeutende alte Bank- und Handelshaus Ceballos& Co., das große Interessen in Kuba besitzt, Insolvenz angemeldet. Die Berbindlichkeiten werden auf 3 bis 4 Millionen Dollars geschäßt, von denen 1 Million ungedeckt bleiben dürfte. Die Ursache des Zusammenbruchs der Bankfirma liegt in einer Defraudation seitens des Partners Silveira in Havana, der vier Millionen Mark unterschlug und auf seinem eigenen Dampfer angeblich nach Newyork fuhr. Der Defraudant nahm Frau und Kinder mit.

Bunte Tages- Chronik.

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Der Erfinder des Revolvers, Joseph Shirt ist in Lancaster( Pennsylvanien) in ärmlichen Verhältnissen gestorben. Joseph Shirk war vor ungefähr fünfzig Jahren Mechaniker­gehilfe, und es fielen ihm die Mängel der einzigen bequem tragbaren Waffe jener Zeit, der Pistole, auf; es war ein ebenso teures und gebrechliches, wie für den Träger selbst gefährliches Werkzeug. Die Erkenntnis der Nachteile der Pistole führte ihn auf die Idee, eine Waffe zu schaffen, die handlicher, praktischer und wirksamer wäre. So entstand der Revolver, der seitdem seinen Siegeszug durch die Welt an­getreten hat.

Berlin, 8. Oktober. Für die am nächsten Sonntag statt. findende große internationale Luftballonwettfahrt hat der Kaiser einen Ehrenpreis gestiftet. An der Luftballonver folgung durch Automobile am kommenden Mittwoch werden außer dem Prinzen Heinrich von Preußen auch Prinz Ernst von Sachsen- Altenburg und Herzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg- Schwerin teilnehmen.

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Streikende Patienten streikende Zigeuner. Mit einem originellen Streit drohten in den letzten Tagen die Patienten des Rochusspitals in Budapest. 24 Kranke, die mit einer Wärterin unzufrieden waren, sandten dem Direktor des Spitals, Dr. Koloman Müller, eine Eingabe, in der sie forderten, daß die Wärterin aus dem betreffenden Kranken­saale entfernt werde; für den Fall, daß dieser Forderung nicht nachgekommen werden sollte, drohten die Patienten, von heute mittags an einen Hungerstreik zu veranstalten, weder Speise noch Trank zu berühren und auch Medikamente zurückzuweisen. Die Wärterin wurde daraufhin versetzt, und so der Hungerstreit abgewendet.-In Mako bei Budapest find die Zigeunerkapellen in den Ausstand getreten, weil die Wirte sie schlecht bezahlen. Die Einigkeit unter den Streikenden ist so groß, daß sie Restaurateuren, die ihnen für einzelne Veranstaltungen außerordentliche Bezahlungen bewilligen wollten, ihre Mitwirkung versagten.

Berlin, 8. Oktober. Drei Knaben fanden eine gefüllte Patrone, die sie durch Hinwerfen zur Explosion brachten. Dabei wurde der 12jährige Hans Burmeister so schwer verletzt daß er kurz darauf starb.

Neustadt im Schwarzwald, 7. Oktober. Beim Einsturz eines Neubaues der Papierfabrik von Gutter& Co. wurdi ein Acbeiter getötet, zwei schwer und mehrere leicht verletzt Freiroda, 8. Oktober. Mehrere Schulknaben erkletterter hier das Denkmal am Kirchplatz. Der Stein schlug um und zermalmte den 6 jährigen Sohn eines Gutsbesitzers in Frauen dorf, zwei andere Knaben wurden schwer verletzt.

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Aus anderen Landesteilen liegen noch folgende Meldungen vor: Bei der gestrigen Wahl eines Ver­treters der Hessischen Landwirtschaftskammer im Bezirk Vilbel wählte die Mehrheit der Vertrauensmänner den Landwirt Kalbhenn von hier, die Minderheit hatte ihre Stimmen für den Grafen Oriola abgegeben.

Traurige Statistik. Im Jahre 1905 wurde durch die Totenschau- Jury in London in 48 Fällen Verhungern als Todesursache festgestellt. Es gibt aber darüber hinaus eine Zahl von Fällen, wo andere Todesursachen angeführt werden, bei denen es sich aber doch eigentlich um Verhungern ges handelt hat. Auch sieben Säuglinge von zwölf Monaten be­finden sich auf der traurigen Lifte.

Gelsenkirchen, 8. Oktober. Seit einigen Tagen ist der bei einem hiesigen Schweinehändler angestellte Simon Pillig verschwunden, nachdem er etwa 30 000 Mark einkassiert hatte Man nimmt an, daß der Flüchtige fich nach Holland ge wandt hat.

Elberfeld, 7. Oktober. Der Bandwirker Neeb hat in einem Gebüsch sein fünfjähriges Söhnchen erhängt und sich einen Schnitt am Handgelenk beigebracht. Dann stellte er sid der Polizei.

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Im Bezirk Bad Nauheim wurde Landtags­abgeordneter Breidenbach gewählt. Jm 3. Wahl­bezirk der Proving Starkenburg wurde Geh. Nat Haas gewählt. Im 4. Wahlbezirk Darmstadt wurde Guts. befizer Karl Fritsch in Dilshofen einstimmig zum In Babenhausen wurde Abgeordneten gewählt.- Bürgermeister Krapp Sidenhofen mit allen Stimmen gewählt.

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Die neue Bandwirtschaftskammer soll bestem Ver­nehmen nach bereits zum 22. und 23. Oftober von der Regierung zu ihrer ersten Tagung zusammenberufen werden. Die Beratungen finden voraussichtlich im Sigungssaal der Zweiten Ständekammer statt, den bisher auch die evangelische hessische Landessynode für ihre Zusammenfünfte benutte. Die erste Sigung der Landwirtschaftskammer wird sich naturgemäß nur mit der Wahl des Präsidiums und der eventl. Ausschüsse befassen.

Schlaf, Püppchen, schlaf. Eine erschütternde Tragödie hat fich in Hamburg abgespielt. Ein junger Kaufmann, der seit fünf Jahren mit der Tochter eines Hamburger Indu striellen verheiratet war, konnte endlich vor kurzem das sehn­lichst erwartete Kindchen begrüßen. Indessen der Kleine wurde frant und sein Zustand war ernst. Als der Mann eines Abends vom Geschäft heimkam, drangen ihm die melancholischen Töne des Liedes Schlaf, Püppchen, schlaf!" entgegen. Er trat lautlos ins Zimmer. Neben der Leiche des Kindes lag eine Wahnsinnige, die für nichts Ohr und Auge hatte, sondern nur die Strophe Schlaf, Püppchen, schlaf", immer wieder und wieder sang, und die in einen Wutanfall verfiel, als der Gatte, den sie nicht mehr kannte, sie von der Leiche fortführen wollte.

Quedlinburg, 8. Oftober. Die am 4. d. Mts. ver anstaltete Ziehung der 33. Quedlinburger Pferdelotterie is wegen einer dabei vorgekommenen Unregelmäßigkeit für un gültig erklärt worden. Der Termin zu der neuen Ziehung wird demnächst bekannt gemacht werden.

Lokales.

* Aus Bingen orpedoboote, b r anfommen follten, Beit noch in Roln erftande wird man Heigendes Waf hr ausfeßt, auf der mas noch gefährliche * Die monatliche Großherzogtums He len nach: An Robb duft 82 t. Der g berarbeitet oder

* Barlamentarisches. Der Ausschuß für die Beratung der Verwaltungsgesetz: beschäftigte in seiner legten Sigung sich auch mit der Frage der Altbürgermeister. Bei der Mehrheit fam die Meinung zum Ausdruck, daß wohl die um die Gemeinde verdienten Bürgermeister zu einer An erkennung berechtigt seien und daß man für sie den Alt­bürgermeister- Titel afzeptieren und eventuell gefeßlich festlegen fönne, doch gehe der Wunsch nach Siz und Stimme im Gemeinderat doch wohl zu weit, vielleicht lasse sich hier ein anderer Ausweg finden. Auch die Frage der Amtsdauer wurde erörtert und machten sich mehrfach Meinungen für eine 12jährige und längere Amtsdauer geltend, da nur dann Ecsprießliches für die Gemeinde zu erwarten set, wenn der Bürgermeister sich erst besser in die Verhältnisse eingearbeitet habe. Auch der von den Referenten gemachte Vorschlag, bei den Gemeindewahlen ebenfalls Umschläge für die Wahlzettel einzuführen, fand einstimmig Beifall. Für den Vorschlag, die Wahlen auf den Sonntag zu legen, fand sich eine Mehr heit und die Annahme eines diesbezüglichen Antrages dürfte nicht ausgeschlossen sein. Der Wahlprüfungsausschuß er flärte heute die früher beanstandete Wahlmännerwah in Groß- Karben für gültig. Die Wahl des Abg. Dr. Schmitt wurde von dem Ausschuß gegen eine Stimme( Berthold) für gültig erklärt, sodaß nunmehr alle eingegangenen Protefte erledigt sind.

* Ordensverleihung. Dem Generalleutnant v. Voigt, Gouverneur von Mainz, ist der Rote Adlerorden erfter Klasse mit Eichenlaub, dem Generalmajor Grafen von Bünau, Kommandeur der 49. Infanterie Brigade( 1. Groß­herzoglich Hessische), der Rote Adlerorden zweiter Klasse mit Eichenlaub, verliehen worden.

* Bestätigt wurde der auf die zweite Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Ober- Seemen präsentierte Schul­amtsaspirant Otto estrupp aus Ruppertenrod für diese Stelle.

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Prof. Dr. Franz Staudinger, der bekannte Ethiker und Sozialpeliter, Oberlehrer am Ludwigs- Georgs­gymnafium in Darmstadt, wurde auf sein Ansuchen in den Ruhestand versetzt. Prof. Staudinger ist auf sozialpolitischem Gebiet in letzter Beit besonders bekannt geworden durch sein Eintreten für die Konsumgenossenschaften.

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* Militärisches. Versezt sind Böttger, Garn.. Verw.- Insp. in Buzbach, nach Perleberg; Bohnenkamp, Garn. Verwalt. Insp. in Braunsberg, nach Buzzbach.

m. Landwirtschaftskammerwahlen. Es liegen aus dem Kreise Gießen nunmehr die vollständigen Resultate vor. Es wurden gewählt im:

* Für die einrückenden Rekruten ist es sehr wichtig, daß sie ihre Quittungsfarten gut aufbewahren, da nach bollendetem Militärdienst jeder Versicherungspflichtige be rechtigt ist, seine Dienstzeit in der Karte fich anrechnen zu lassen. Mögen die Eltern der eintretenden Refruten mit darauf achten.

1. Wahlbezirk Gießen: Wilhelm Weil in Lang- Göns als Abgeordneter; in den Ausschuß Bürgermeister Hirz in Waßenborn und Heinrich

Gilbert 2. in Heuchelheim.

R. Am 5. November wird in Neusalz( Oder) eine von der Reichsbankstelle in Glogau abhängige Reichs­bantnebenstelle mit Kasseneinrichtung und beschränktem Giroverfehr eröffnet werden.

P. Flüchtig. Vor einigen Wochen ließ sich in Gießen ein Zahnarzt Th. Amrein nieder. Nachdem festgestellt worden war, daß er fälschlich den Doktortitel sich beigelegt, ferner daß er Diplome gefälscht, sollte gegen ihn auf Grund des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb und der Ge werbeordnung vorgegangen werden. Er war wegen gleichen Vergehens bereits mit 1/2 Jahren Gefängnis bestraft. Amrein, der Ausländer ist, entzog sich gestern Morgen seiner Verhaftung durch die Flucht. Seine Instrumente und Effetten ließ er im Stich.

II. Wahlbezirf Großen Bused: Bürger­meister Benner in Treis a. d. Lumda als Abgeordneter; in der Ausschuß Heinrich Dörr in Hattenrod und May Stard in Saasen. III. Wahlbezirk Lich Hungen: Bürgermeister Ph Köhler 6. in Langsdorf als Abgeordneter; in den Ausschuß Otto Schneider in Utphe und Dekonomierat Hoffmann in Hof- Gill. Grünberg- Homberg: IV. Wahlbezirf Grünberg Homberg: Heinr. Brauer, Landtagsabgeordneter in Ober Ofleiden als Abgeordneter; in den Ausschuß Bürgermeister Heß in Büßfeld und Gutspächter Emmel auf Warthof.

tt. Stadttheater Gießen. Da sehr zu wünschen ist, daß von dem festen Abonnement noch etwas mehr Gebrauch gemacht werde, so sei an dieser Stelle darauf hin gewiesen, daß nachträglich eintretende Abonnenten für die erledigten Abonnementsvorstellungen Gutscheine erhalten. Unter den i Bigen Uebergangsverhältnissen legt die Direktion

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Kräftigungsmittel tür Geschwächte und Rekonvaleszenten. Diejenigen, welche durch schwere Krankheiten schwach und kraftlos sind, sowie alle, die an Schwächezuständen, Gemattung und Ueberanstrengung leiden, finden in Ferromanganin ein Kräftigungsmittel allerersten Ranges. Es gibt dem Körper neue Lebenskcaft, dec Patient nimmt an träften und Gewicht zu, selbst in Erfolg geblieben sind. Männer und Frauen, die durch Fällen, wo alle anderen Mittel ohne den geringsten geschäftliche oder häusliche Anstrengungen herunter gekommen, erhalten durch Ferromanganin neue Lebens­wicklung ist Ferromanganin geradezu unentbehrlich, un kraft und robuste Gesundheit. Bei Kindern in der Ent­Strankheiten zu verhüten und eine gute Stonstitution zu sichern. Ferromanganin ist sehr wohlschmeckend und angenehm zu nehmen, was ein großer Vorzug ist gegenüber allen anderen Präparaten.( Enthält: Eisen 0,5. Mangan 0,1, Zucker 18, Alfohohl und Kognak 15, Rest dest. Wasser und aromat. Bestandteile.) Beim Ein fauf von Ferromanganin sehe man darauf, das echte Praparat zu erhalten, mit einem Mädchenkopf als Schutzmarke. Preis Mt. 2.50. In allen Apotheken zu erhalten, wo nicht vorrätig, beziehe man es von: Universitätsapotheke Zum goldn. Engel" in Gießen Engel- Apotheke Frankfurt a. M. Apothefe in larich stein( Oberhessen) und Stern- Apotheke in Stassel.

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