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Der Hund ala Grhe. In Wien bat Fran Theresia Plotta ibrem Hunde Caro 12 000 ronen und ihrer Dienerin 9000 Kronen vermocht. Das Testament enthielt weiter d'e Bestimmung, die Dienerin babe für den Hund die Zinien dieses Vermögens zu verwenden, das nach dem Eingehen des Bundes ihr gehört, aber, wenn sie dem Hund etwas zu Leide täte, ihn ans ihrem Gewabriam entließe oder nicht das ganze Geld für ihn ausgeben würde, einer wohltätigen Stiftung zufällt. Caro, der damals schon 13 Jahre alt war, wurde mit zunehmendem Alter immer bissiger und verletzte seine Pflegerin zweimal nicht unbedenklich. Schließlich wußte diese fich feinen anderen Rat, als daß sie den Hund in ein Spital gab, wo er sorgfältig gepflegt wird und ein Alter von 19 Jahren erreicht hat.

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Der Git de Hungergefühls. Die Pariser Aerzte Leopold Lety und Henri de Rothschild haben mit einer Bes bandlung mit Schilddrüsenertraft an ca. 100 Kranken über­raschende Resultate erzielt. Es hat nämlich nach ihren Erfahrungen den Anschein, daß dieser Extraft, der aus dem Inbalt der tierischen Schilddrüse bereitet wird, eine besondere Wirkung zur Erregung des Hungers befißt. Diese Annahme stimmt überein mit Beobachtungen bei gewissen Erfrankungen, die mit der Schilddrüse in Zusammenhang stehen und sich durch einen franthaften Hunger auszeichnen, während anderer­seits bei Verkümmerung der Schilddrüse ein Appetitmangel eintritt, her unter Umständen eine besondere Behandlung ver­langt. Es scheint, als ob die Schilddrüse geradezu als Regulator für das Hungergefühl wirkt.

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Ferienverkehr in Berlin. Der Verkehr der Ferien­reisenden hat diesmal von Berlin aus ganz folossale Dimensionen angenommen. Am Abschlusse der vergangenen Woche sind an einem Tage weit über 150 000 Ferienreisende befördert worden. Die Mehrzahl benutzte die vom Stettiner Bahnhof abgehenden Züye, die nach den verschiedenen Orten an der Ostsee gehen.

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Der Ctoral auf dem Michaelisturm. Mit dem Zusammensturz des Hochragenden Turmes der Michaeliskirche in Hamburg ist auch die Verwirklichung eines eigenartigen Vermächtnisses unmöglich geworden. Eine vor etlichen Jahren verstorbene Hamburgerin hat nämlich den Zinsertrag eines fleinen Kapitals für die Besoldung eines Hornbläsers be= stimmt, der täglich morgens und abends von der Höhe des Michaelisturmes herab einen Choral in das geschäftige Ge­triebe der Hafenstadt blasen soll. Mancher Arbeiter in jenem Stadtviertel wird diefe seelische Erfrischung nur ungern so lange vermissen, bis der Turm aus seinen Trümmern wieder neu erstanden ist.

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Tas Schlachthaus- Buch unter Zenfur. In New­Morf erregt es beträchtliches Quffchen, daß das Buch des Journalisten Sinclair, durch das die öffentliche Aufmerkſam­feit auf die in den Chicagoer Schlachthäusern herrschenden schauder haften Zustände gelenkt wurde, von der öffentlichen Rol'sbibliothet aus dem Buchberlehr gezogen wurde. Bc= ründet wud diese Maßnahme mit gewissen anstökigen

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Die amerikanische Zigarette. In Amerika wird alles gefälscht, man macht nicht nur Cornedbeaf aus Fleisch­abfällen, und Kaffee aus trockenem Brot, Maschinenöl und Sägemehl, man fabriziert auch gesundheitsschädliche Zigaretten. Ein Kenner der Verhältnisse trug dem Hause der Lords in London vor, daß man in Amerifa den Zigarettentabat mit den schädlichsten Chemifalien, mit Kokain und Laudanum be= arbeite. Diese Tatsachen bätten dazu Veranlassung geboten, daß seit dem Jahre 1888 47 der 53 Staaten der Union Gesetze gegen die Zigarrette erlassen hätten. Die schärfsten Bestimmungen seien von den Staaten Wisconsin, Jowa. Tennessee und Indiana getroffen worden. In Indiana mache fich jeder Mann strafbar, der Zigaretten oder auch nur Zigarettenpapier mit sich trage.

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Der Islam in Japan. In türkischen Blättern wird der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß der Islam bald in Javan Staatsreligion werden wird. Der Islam werde bald mit seinem Lichte Japan überstrahlen, denn die Gefühle und Lebensprinzipien des japanischen Voltes ließen sich mit den Grundsäßen des Islams leicht vereinbaren. trinken feinen Alkohol, sondern nur reines Wasser; jeder Die Japaner Japaner, selbst der ärmste, nimmt jeden Tag ein Bad." Daher werde das Verbot des Alkohols, das der Koran vor= schreibt, von den Japanern leicht angenommen werden, ebenio die fünfmaligen, täglichen Waschungen, die der Islam befiehlt

Lokales.

12. Juli.

* Erledigt: Eine mit einem fatholischen Lehrer zu besetzende Lehrer stelle an der Gemeindeschule zu Sprend. lingen, Kreis Aizy- Uebertragen wurde dem Schul­amtsaspiranten Ringshausen aus N dda, eine Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Ditzenboch, im Kreise Offenbach; dem Schulamtsaspiranten Heinrich Rühl aus Maar, eine Lehrer­ftelle an der Gemeindeschule zu Büdesheim.

* Der Hessische Landwirtschaftsrat stellt Ende September seine Tätigkeit ein, da mit dem 1. Oftober die Hessische Landwirtschaftskammer in Wirksamkeit tritt. R. Am 16. Juli wird in Zielen zig eine von der Reichsbankstelle in Frankfurt( Doer) abhängige Reichs. bantnebenstelle mit Rasseneinrichtung und beschränkten Giroverkehr eröffnet werden.

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Verwaltungsreform. Zur Beit sind einige Mitglieder des Ausschusses für die Revision der hessischen Berwaltungsgefeße mit der Umarbeitung der Landgemeinde­ordnung beschäftigt. Hierbei sollen, vor allem bezüglich der Wahlbeanstandungen, schärfere Bestimmungen aufgenommen werden. Unter anderem soll der Kreisrat verpflichtet( nicht wie bisher berechtigt) sein, die Wahl zu beanstanden: 1. wenn erhebliche Gesezwidrigkeiten vorgekommen sind, 2. bet as 3 licher Unfähigkeit eines Gewählten, 3. wenn ihm in Bezug auf die Gewählten Vorgänge bekannt werden, die das Wahl­ergebnis in unlauterer Weise zu beeinflussen geeignet sind. Hiermit soll besonders dem Unfug des Freibiergebens bor und nach der Wahl eine strengere Veachtung geschenkt

werden. Auch über die Verwandtschaftsgrade usw. sollen genauere Bestimmungen vorgesehen werden. Ebenso sind über die Dienstbezüge der Bürgermeister, die Gemeinderats fizungen, die Protokolle und anderes praktische Vorschläge gemacht worden.

* Der 20 hessische Feuerwehrtag wurde Sonn­tag in Gernsheim abgehalten.

tt. Gabelsberger Stenographentag. Der 27. Verbandstag des Hessen- nassauischen( Main Rheingau) Verbandes Gabelsberger Stenographen hat vom 7. bis 9 Juli zu Wiesbaden unter außerordentlich großer Beteiligung stattgefunden. Aus dem in der Vertreter Versammlung er statteten Jahresbericht ergibt sich, daß der Verband aus 95 Vereinen( gegen 85 im Vorjahre) besteht, die sich auf das Großherzogtum Hessen, Hessen Waldeck, die Provinz Hessen Nassau und einen Teil der Rheinprovinz erstrecken. In den Vorstand wurden wiedergewählt: Direktor Dr. Biz­Alsfeld( 1. Vorsitzender), Eisenbahnsekretär Haupt- Cassel, Beichner Jäger- Cassel, Professor Kramer- Friedbera und Ober­lehrer Pfaff- Darmstadt. Der Vorsitzende des Wiesbadener Vereins, Herr Dr. Kranz- Busch, bewillkommnete die aus nah und fern erschienenen Kunstgenossen und warf einen Blick auf die Entwickelung der Stenographie in Wiesbaden, die schon zu Lebzeiten Gabelsbergers hier ausgeübt wurde. Die Gedanken über die deutsche Einheitsftenographie ent­wickelte der Festredner Kammerstenograph Schaible Stuttgart. In glatter Ausführung gab er einen Ueberblick über die Entwickelung der Stenographiesysteme, den wesentlichen Unter: schied der Systeme Babelsberger und Stolzen- Schrey und die verschiedenen Wege, die zu einem Einheitssystem führen fönnen. Der Verbandsvorsitzende teilte dann mit: Der am 7. und 8. Juli 1906 in Wiesbaden abgehaltene 27. Ver­bandstag des Hessen- nassauischen Verbandes Gabelsberger Stenographen hat folgende Entschließung gefaßt:" De Stenographie ist in unserer Zeit für Handel und Verkehr unentbehrlich. Ihre allseitige Verwertung wird gehindert durch die bedauernswerte Vielheit der Systeme. Alle bisher eingeschlagenen Wege zur Schaffung eines deutschen Einheits­systems haben sich als ungangbar erwiesen. Deshalb hält der Verbandstag es für dringend erwünscht, daß nach dem Vorbilde der Orthographiekonferenz vom Jahre 1901 durch eine aus Vertretern der einzelnen Regierungen des deutschen Sprachgebietes zusammengesetzte Konferenz die baldige Schaffung einer deutschen Einheitsstenographie herbeigeführt werde." Der Vorsitzende gab der Hoffnung Ausdruck, daß unserem deutschen Volke bald das große Gut einer Einheit auf stenographischem Gebiete beschert werden möchte, erst dann könne die Kurzschrift ihre Aufgabe als Kulturfaftor erfüllen.

* Ueber die Dauer von Fern- und Vorortge­sprächen sind neue Bestimmungen erlassen worden. Danach dürfen Gespräche gegen Einzelgebühre an werk­tagen vor 9 Uhr vormittags und nach 7 Uhr abends ununterbrochen bis zur Dauer von 30 Minuten fort­gesetzt werden, auch wenn andere Anmeldungen auf gewöhnliche Gespräche vorliegen, dagegen nicht, wenn dringende Verbindungen beantragt sind. In der Zeit zwischen 9 und 7 Uhr ist für eine Gesprächsdauer über 6 Minuten die dreifache Gebühr zu entrichten. Früher war die Gesprächsdauer für den Fall, daß noch andere Anmeldungen für die betreffende Leitung vorlagen, auf sechs Minuten beschränkt. Wünschte man länger zu sprechen, so hatte man ein neues Gespräch zu be= antragen, das an die Reihe kam, wenn die inzwischen eingegangenen Anmeldungen erledigt waren. Eine Unterredung von 15 Minuten, wie sie beispielsweise im Nachrichtendienst der Presse häufig vorkommt, fonnte sich also stundenlang hinziehen.

* Die Heidelbeerzeit ist wieder da. Die Heidel­beeren sind eine der gesündesten Früchte, denn sie reinigen das Blut und regeln die Verdauung. Ihr Geschmack ist nicht zu füß. Darum sind sie bei Hige besonders erfrischend. Am besten sind die Heidelbeeren, wie alle Früchte, getocht. namentlich nach Beladung des Magens mit schweren Speisen! Man sollte nicht verfäumen, die guten Eigenschaften dieser Frucht sich für den Winter durch Trocknen, Einiegen usw. zu erhalten. Heidelbeeren sind ein Reichtum von Mittel­und Nordeuropa, namentlich die deutschen Wälder liefern sie in Mengen. Die Blätter geben einen angenehmen Tee, den man gegen Griez- und Blasenstein gebraucht. Die Heidel beeren haben schließlich nur das einzige unangenehme, daß fie fich gern auf Zähnen und Lippen berewigen, wo ihre Merkmale aber bald zu entfernen gehen, wenn man die Zähne mit pulverisierter Kreide pugt und die Lippen mit etnem angefeuchteten Tuche abreibt, durch welches man vor= her den Schwefeldampf von etwa vier deutschen Zündhölzern hat ziehen lassen.

* Die Hundstage stehen bevor und mit ihnen beginnt die Zeit der Reife der Nachtschattengewächse, die in allen Teilen giftig sind. Die Früchte des Nachtschattens, der überall in Gärten, an Wegen und Hecken wächst, sind blauschwarze Beeren, die den Heidelbeeren ähnlich sehen nnd von Kindern unwissentlich für solche gehalten werden. Nicht minder gefährlich ist die dem Nachtschatten verwandte Toll­firshe. Da manches junge Leben durch den Genuß dieser giftigen Beeren in ernste Gefahr geraten ist, so empfiehlt es sih für Eltern und Lehrer, die Kinder, die während der Ferien in Feld und Bald umherschweifen, vor dem Genusse dieser Früchte eindringlich zu warnen.

* Geographie schwach. Folgendes hübsche Ge schichtchen trug fich unlängst auf einem fleinen Dörfchen in Rheinhessen zu: Es war bekannt gemacht worden, daß ver­schiedene Gemeindearbeiten auf dem Submissionsweg ver­geben werden sollten, darunter auch die Ausbesserung des Sch. Weges. In einer darauffolgenden Gemeinderatssitzung wurde jedoch beschlossen, die Ausbesserung des Sch. W gs zu unterlassen.

würdiges Mitglied des Gemeinderats und rief:" Wann dem Ganz erbost erhob sich daraufhin ein Sch. sein Weg net gemacht werd, do werd aach de Sub­missionsweg net gemacht und überhaupt bn ich noch net emol informiert, wo der leit."

Lannsbach. Bei dem ersten Bundesturnfest des Lahn.Dünsberg- Turnerbundes, das am Sonntag hier abgehalten wurde, traten 44 Turner zum Breisturnen an. Die 10 ersten Preise erhielten: 1. D. Pfeiffer- Launsbach 70%, 2. M. Greiner- Wieseck 70³/ 6, 3. V. A. Lotz Wiesed 70%, 4. P. 5. Hofmann- Wiesec 693/6. 5. P. Ph. Hörr- Launsbach, 68, 6. P. G. Weller- Wies c 67% 6, 7 P. W. Pfaff Launsbach 61%, 8. W. Schreiner ies& 62, 9. A. Hasselbach- Rodheim 613/6, 10. P. 2. Loz Wiesed 602/ B.

* Burg- Gemünden, 11. Juli. Am Sonntag fand da hier die Fahnenweihe unseres Kriegervereins statt. womit zugleich das Kriegerfest des Hassiabezirks Homberg verbunden war. Leider trat aber bei Beginn des Fest s ein Regenwetter ein, das die Feststimmung, namentlich bei den Feftjungfrauen, sehr beeinträchtigte. Alle Bezirksvereine waren durch größere Deputationen, manche sogar vollzählig, vertreten. Nach dem Festzuge und den üblichen Begrünungs­reden durch den Bezirksvorsteher, Ortspräsidenten usw. hielt Herr Pfarrer Schick die Weiherede. Später entwickelte sich bei Gesang und Tanz, nach dem der Himmel Einsehen hatte und der Regen nachließ, ein munteres Treiben auf dem Festplaß, das noch lange anbielt.

§ Stumpertenrod. Bei der Posthilfftelle ist eine Telegraphenanstalt mit öff ntlicher Sprechstelle und Unfallmeldestelle eröffnet worden.

* Nonnenrod, 11. Juli. Hier fand unter großer Bes teiligung der Umgegend die Fahnenweihe des Gesang= vereins Liederkranz statt, es waren 22 Vereine m't fast 1000 Sängern anwesend. Das Dörfchen prangte im schönsten Festschmuck.

Aus dem Hüttenberg, 11. Juli. Veteran des Lehramts. 3. Auguſt d. Is. der Lehrer Althaus in Münchholzhauser. Sein 50jähriges Dienstjubiläum feiert am Er hat seine ganze Dienstzeit in dem Dorfe zugebracht, so. daß die gesamte Einwohnerschaft bis auf die 16 ältesten Leute seine Schüler gewesen sind.

* Osterhofen. Schwer verlegt durch einen biden Baumstamm wurde der hiesige Holzhändler Müller. Er wollte auf dem Bahnhofe Stämme verfrachten, dabei rollte ein Stamm auf ihn; er trug erhebliche äußere und innere Verlegungen davon.

* Bad- Nauheim, 11. Juli. Der bei der hiesigen Bolizeiverwaltung seit langen Jahren beschäftigte Bureau­gehülfe Martin Schäfer ist nach Unterschlagung von rund 1100 Mt. amtlicher Gelder, die er sich durch Fälschungen von Quittungen verschaffte, geflüchtet. Die Behörde erleidet feinen Schaden, da die Angehörigen des S. die hinterzogene Summe decken wollen.

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Weilburg, 11. Juli. Wegen Verlegung der Unters offizier Vorschule weilten zwei Vertreter des Kriegs­ministeriums hier, um mit den städt shen Korporationen zu beraten. Wie verlautet, ist Aussicht vorhanden, daß die Schule für Weilburg erhalten bleibt; es soll von einem Neubau abgesehen, aber ein Umbau in großem Maßstabe

vorgenommen werden.

* Lauterbach, 11. Juli. Bei der Ausgrabung des Heizraumes in der hiesigen Kirche wurde festgestellt, daß der Fußboden der früheren Kirche 1,60 Meter tiefer lag, als der jetzige Fußboden. Bei einer Tiefe von 2 Metern wurden verschiedene Grabgewölbe blosgelegt, auf welchen sich funstvoll gearbeitete Grabftetne mit den Wappen derer von Riedesel, Hochfeld, Felsberg, Fahrenbach, Berleps, Wulwershausen 2c. befanden. Ferner wurden Bruchstücke einer Statue ausgegraben.

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Fulda, 11. Juli. Der Posten am Pulver­magazin Niesig steht seit Montag mit scharf geladener Schußwaffe. Wie das Garnisontommando bekannt macht, ist diese Anordnung getroffen worden, weil verschiedentlich tätliche Angriffe gegen den Posten unternommen worden sind. * Frankfurt, 11. Juli. Gestern Abend ist es der Kriminalpolizet gelungen, auf der Kaiserstraße eine gefähr liche Hochstaplerin zu verhaften. Sie ist die unter Kontrolle stehende 28 Jahre alte Helene Quidde aus Braun­schweig, die vom Amtsgericht und der Staatsanwaltschaft Hannover, sowie von Berlin und Wiesbaden aus verfolgt wird. Hier wohnte sie unter dem Namen Gräfin von der Schulenburg zwei Wochen in einem Hotel ersten Rang s am Hauptbahnhof, dann zog sie nach Wiesbaden. In mehreren Frankfurter Geschäften hatte sie sich Modewaren erschwindelt; in einem Hutgeschäft bestellte sie mehrere Hüte unter dem Namen Frau von Soden. In Berlin hat si den Sohn hochachtbarer Eltern vollständig für sich ein­genommen und ihn nach dem Auslande verschleppt. Ste soll bedeutende Geldsummen von ihm erhalten haben. Bei ihrer Vernehmung leugnete sie anfangs hartnäckig, dann ge­stand sie ein, die gesuchte Quidde zu sein. Ste ist wegen Ruppelet und Kontrollübertretung mehrfach bestraft.

* Nied, 11. Juli. Ueber den rätselhaften Leichen­fund wird berichtet, daß die Obduktion der Liche der Frau Emilie Salzbrenner ergeben hat, daß keinerlei An­zeigen für einen gewaltsamen Tod vorliegen. Die Frau fi an Herzarterienbei faltung geftorben. Der verhaftete Tag. löhner Wittich wurde infolgedessen wieder aus der Haft entlossn.

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtl che Witterung in Hessen für Freitag. der 13 Juli. Wolkig, teilweise aufheiternd, leichter Reger, fühl bis aber ds. Näheres durch die Gießener Wetterfarte.

Verantwortlich: für die Politik und den Insera e net Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beib in Gieken

Unverdaulichkeit, die Geißel der Penschheit, durch die die meisten anderen Krankheiten entstehen, wird durch Anwendung von Ferromanganin in furzer Zeit beseitigt und der normale Gefundheits­zustand wieder bergestellt. Es gibt kaum eine Familie, in der Ferro­manganin nicht ein hochgeschätztes Hausmittel ist. Preis Mf. 250 die Flasche, in Apotheken zu haben. Ferromanganin enthält: Eisen 0,5, Mangan 0,1, Zucker 18, Alkohol und Kognat 15, Reft destil. Wasser und aromat. Bestandteile.