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* Wetzlar. In einzelnen Dcten des Kreiss Wezlar besteht noch die alte Sitte, das junge Braut resp. Ehepaar, wenn es vom Standesamt, andernorts, wenn es von der Kirche zurückkommt, zu hemmen". Zu beiden Seiten der Straße stehen nämlich Jungen und spannen über den Weg ein Seil. Der junge Mann verabreicht nun den, Hemmern" ein Geldgeschent( 50 Pig., 1 Mt. Daraufhin senkt sich das Seil. Je mehr ein Paar gehemmt wird, um so größer ist die Ehre. In den Dcten, wo man das Hemmen auf gegeben hat, sucht man den Bräutigam doch um das Hemm geld zu sprengen. Beherzte Jungen des legten Schuljahres begeben sich daher am Hochzeitstage in das Hochzeitshaus, um das Hemmgelo, so heißt es fast überall, einzustreichen. Die übrigen Kameraden teilen sich in dasselbe.( Dieser Brauch ist auch in dem Festspiel Die Hüttenberger" fest gehalten, nur das hier nicht Knaben, sondern Mädchen das

Auch der Fest hemmseil spannen. D. Red.) Weilburg, 10. Juli. Tausendjahrfeier. Prinz Eitel Friedrich wird in Vertretung des Raisers nach offizieller trüge zu stellen. Benachrichtigung seitens des Hofmarschallamtes am Morgen

mer F. in Gießen

Was den Mann,

des 19. August um 8,50 Uhr mit drei Herren in seinem Befolge hier eintreffen und bis gegen Abend hier verweilen, ilt, in den Tod somit das ganze Fest mitmachen. Außer dem üblichen Fest­trunt wird ihm auf dem Rathause eine goldere Festmedaille überreicht werden. Die Ausprägung dieser Denkmünze erfolgt mach Mitteilung des Festausschusses in Gold, Silber und

fischen Lehrer

eibt die Darmſt. Bronze. Die Medaille 3 ist auf der Vorders ite das Stadt,

machende Lhrer wird. Die drei nge( Sid 147, Lebrecfeminarien Tinge unterrichtet 177). Von den evangelisch, 202 des Großbzog men zählen 145 ußerdem bereiten ulein zu Mainz Prüfung vor.

wappen mit Umschrift, auf der Rücksite das Bild des in Welburg verstorbenen Königs Konrad I. von Franken.

* Bad Nauheim, 10. Juni. Der Staates fretär des Reichsmarineamtes, Abmiral van Tirpit, hat nach mehr­wöchentlichem Rurgebrauch unsere Badestadt wieder verlassen.

* Gedern, 9. Juli. Sonntag, den 15. Juli hält der sett diesen Winter gegründete Vogelsberger Sängerbund, dem jetzt 10 Vereine angehören, auf der Nachtweide sein erstes Bundesfest ab.

§ Altenschlirf, 10. Juli Bei der Bürgermeister­Buahl wurde Zimmermeister G. Schmidt mit 49 Stimmen 22 Gymnafial gewählt. it in den hessischen

*

Frankfurt. Im Bett verhaftet. Ein Buffet­erzehen sich zur fräulein aus der Kronprinzenstraße suchte ihre Verhaftung nadt. Derselbe badurch zu verhindern, daß sie sich entkleidete und ins Bett Unterrichtstunden legte. Damit waren aber die Krimiua beamten nicht zu­den praktischen frieden. Sie forderten das Mädchen auf, sich anzukleiden. Da sie sich wei erte, wurde sie schließlich nur mit dem Hemd anhüllt in die Gefangendroschte nach dem Polizeigefängnis Broßherzogtums erbracht. ( Kl. Br.) ermonaten eine* Mainz Die Erhöhung der Bierpreise umeliertem Ludh trägt her bereits ihre Früchte; die Wirtschaften, in denen egfragen, in der eine Preiserhöhung des Bieres stattgefunden hot, haben Hafen und Dese, gegen früher emen viel geringeren Besuch zu verzeichnen. lauer Farbe mit Auch lbernen Waffen deutend zurückgegangen. halbe Liter in die Höhe gegangen ist, ist aillenknöpfe des

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Gießen, 10. Juli. Vor dem Schöffengericht Nidda hatte sich die Ehefrau des Konrad Hofmann dorten wegen Beleidigung zu ver antworten. Sie war angeklagt, einen in ihrem Hause wohnenden Eisenbahnbeamten dadurch beleidigt zu haben, daß sie in Bezug auf ihn äußerte: Das Eisenbahnerpack hat ja gewöhnlich nichts. Der Beleidigte will diese Aeußerung gehört und sie auf sih bezogen haben. Nachdem er bei seiner vorgesetzten Behörde Antrag auf Bestrafung gestellt hatte, stellte es sich am Schöffengericht heraus, daß wahr­scheinlich die Aeußerung gar nicht so gelautet hat, weshalb Freisprechung erfolgte. Der Bahnbeamte legte als N: ben­fäger Berufung ein, aber die Straffammer bestätigte das Urteil. Drei Handwerksburshen: Karl Ellermann von Schildes he, Feißz ss: von Alagen und Gustav Gerte von Großlinichen famen bett: ind nach dem Schmitthof bei Lehr. bach, wo sie das Zimmer eines Knechtes aufbrachen und Kleider entwendeten. E. erhielt wegen Diebstahls 10 Monate Gefängnis und H. 6 Monate. G. wurde nicht für über­führt erachtet und von der Anklage des Diebstahls frzt­gesprochen. Jeder wurde nebenbei wigen Bettelns in eine durch die Unterschungshaft als verbüzt geltende paftstrafe von einer Woche genommen. Heinrich Sang von Fried berg war ang flagt, einem Shvalheimr Wrt ein: Ver­legung am Auge beigebracht zu haben. D13 Schöffenger.cht nahm Notwehr an und erkannte auf Fcetsprechung. Der Wrt focht als Nebenfläger das Uteil an, doch die Straf fammer fam, mingels anderer Feststellungen zur Bestätigung des Ucteils. Der Gärtner Jakob Bcauer von Marburg trieb sich in ebern bittelnd herum und stihl dasi bir­shiedene Frauenkletder. E: berief sich auf sinnlose Teunten. heit, doh angesi hts der Vorstcafen ist ihm nicht zu glauben. und wegen ett las 3 When Hift, die als verbüßt zu er Wegen Diebstahl im Rickfall erhielt er ein Jahr Gefingnis achten sind; auch wurde die Überweisung an die Lindes polizeibehörde zvecks Uberführung in das Acbitshus nah Verbüßung der Strafe beschlossen.

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Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den 11. Juli. Abnehmende B tang. Bu hst noh Gwitter. regen, dann Abkühlung.

Näheres durch die Gießener Wetterkarte.

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Gießen, den 10. Juli 1906.

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