wohl im Hinblick auf diese Wöglichkeit hat der Kaiser an den Fürsten Philipp zu Hohenlohe Schillingsfürst, den Senior- Chef des Hauses, nach Schloß Podjebrad in Böhmen eine Depesche folgenden Inhalts gerichtet:
" Lese soeben mit Erstaunen und Entrüstung die Veröffentlichung der intimsten Privatgespräche zwischen Deinem Vater und Mir, den Abgang des Fürsten Bismard betreffend. Wie fonnte es zugehen, daß dergleichen Material der Deffentlichkeit übergeben werden konnte, ohne zuvor Meine Erlaubnis einzuholen? Ich muß dieses Vorgehen als im höchsten Grade tattlos, indiskret und völlig inopportun bezeichnen, da es unerhört ist, daß Vorgänge, die den zurzeit regierenden Souverän betreffen, ohne seine Genehmigung veröffentlicht werden."
Der Fürst ist der älteste Sohn des ehemaligen Reichslanzlers Hohenlohe. Er antwortete alsbald dem Kaiser, er habe von der Art der Veröffentlichung der Memoiren des Fürsten Chlodwig zu Hohenlohe- Schillingsfürst gar nichts gewußt. Die Lemoiren seien Eigentum seines Bruders Alexander und würden von Professor Curtius in Straßburg herausgegeben. Er selbst habe von ihrem Inhalt keine Kenntnis gehabt, habe auf die Veröffentlichung feinen Einfluß, sei aber entrüstet darüber, daß gerade dieser Teil der Memoiren jetzt veröffentlicht wurde, und müsse sagen, daß der Kaiser über diese Veröffentlichung mit Recht ungehalten sei.
Auf dem Prinzen Alexander von Hohenlohe, der ein Reichsamt als Bezirkspräsident von Ober- Elsaß bekleidet und dem Professor Curtius bleibt also die Verantwortung hängen. Dr. Curtius erklärt derdings, die Veröffentlichung der Auszüge aus dem Memoirenwert sei ohne sein und des Prinzen Alexander Vorwissen erfolgt. Immerhin werden die Herren fich nicht so leicht entschuldigen fönnen. Sie haben den für Waschküchen- Konversation schwärmenden Leuten eine Freude
bereitet.
Prinz Louis Ferdinand von Preußen.
Ein Gedenkblatt zu feinem 100jährigen Todestage. 10. Oftober 1906..
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Ein genialer Sproß des Hohenzollernhauses, Prinz Louis Ferdinand, der preußische Alcibiades", hat vor 100 Jahren auf dem Schlachtfelde von Saalfeld, erst 33 Jahre alt, den Heldentod fürs Vaterland gefunden.
Prinz Louis Ferdinand war der zweite Sohn des Prinzen August Ferdinand, des jüngsten Bruders Friedrich des Großen. Er wurde zu Berlin am 18. November 1772 geboren. Schon in seiner Jugend zeichnete er sich durch Mut, Herzlichkeit und Güte aus. Als er 17 Jahre alt in das Heer eintrat, befestigte sich dieser Sinn noch mehr. Jeder Gemeine war ihm ein Kamerad. Daß er Rang und Stand als etwas Zufälliges ansehe und bor allem den ,, Menschen" achten wollte, bezeigte er durch Wort und Tat. Den Verwundeten bewies er die größte Fürsorge. Als in einem Gefechte die Desterreicher einen Verwundeten, der nach Hilfe schrie, zurückließen, schritt der Prinz selbst fühn durch den Kugelregen, rettete ihn aus dem feindlichen Feuer und brachte ihn glücklich in Sicherheit. Diese Tat machte im ganzen Heere Aufsehen, mit Begeisterung nannte man seinen Namen. Eine unglaubliche Kühnheit, eine Verachtung jeder Gefahr zeichnete ihn aus. Er war in hohem Grade geistreich, von feiner Lebensbildung, voll Wizz, Belesenheit und Talenten mancher Art, unter anderen für die Musik, denn er konnte auf dem Klaviere als ein Meister gelten. Die Musiker und Virtuosen wollten sein Urteil, suchten seinen Schutz. Der erste Unterricht war infolge der vielen Hoffestlichkeiten, denen die Prinzen beiwohnen mußten, infolge der Lebhaftigkeit des Prinzen Louis, der den Lehrstunden so oft als möglich entsprang, von geringem Erfolge gekrönt. Desto eifriger war er später bemüht, das Versäumte nachzuholen. Unermüdlich arbeitete er an seiner eigenen Ausbildung, gewöhnlich 8 Stunden des Tages.
metter unterhalb an der Saale siano, zu Hülfe fommen werde und da er die französische Armee geringer zahlreich hielt, in Wirklichkeit waren es 30 000 Mann, ließ er sich, um das weitere Vordringen im Saaletale zu hindern, in einen Kampf ein, der, nachdem sich die Preußen fünf Stunden ang wader gehalten, zu ihren Ungunsten sich entschied. ie Reiterei konnte die feindlichen Massen nicht hemmen, die zusammengeschossenen Bataillone mußten weichen, die erhofft Unterstüßung fam nicht. Der Prinz wollte nicht zurück, auf einer Wiese ordnete er versprengte Jäger zu neuen Kampfe, aber ein Getümmel von fliehenden Reitern und Fußvolk rip ihn mit fort. Um nicht gefangen zu werden, mußte er über einen Zaun sezen, aber sein Pferd blieb mit einem Fuß hängen, ein feindlicher Reiter sprengte heran und hieb den Prinzen in den Hinterkopf, der Prinz verteidigte sich durch einen Säbelhieb, da empfing er durch einen französischen Husarenwachtmeister zwei tödliche Wunden in die Brust, er sant vom Pferde und am Ufer eines kleinen Baches gab er seinen Geist auf. Seine Leiche wurde von den Franzosen nach Saalfeld gebracht, und daselbst in der Fürstengruft beigesetzt, später wurde sie nach Berlin übergeführt und dort im Dome am 21. März 1811 feierlich bestattet. Seine Schwester, die Fürstin Radziwill, ließ 1823 an dem Orte, wo der geliebte Bruder fiel, bei Wölsdorf, ein funstvolles Denkmal errichten. General Clausewitz sagt in seiner trefflichen Charakteristik des Brinzen: Er fand den Tod, weil er wie Talbot von der Erde, die zum Schlachtfelde diente, wie von seinem Schilde nicht lassen wollte und dies ist der letzte und unumstößliche Beweis seiner gerechten Ansprüche auf Ruhm und Größe." A. B.
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Nab und fern.
† Massenvergiftung durch verdorbene Wurst oder schlechtes Wasser. In dem Aachen benachbarten holländischen Grenzorte Vaals sind 30 Familien, insgesamt etwa 100 Personen, an Vergiftungserscheinungen schwer erkrankt. Man vermutet Vergiftung durch Wurst oder verseuchtes Wasser. Die Kinder sind besonders stark betroffen. Aus Aachen sind zur Feststellung der Ursache Aerzte hinzugezogen worden.
Vor allem beseelte ihn glühende Vaterlandsliebe und bewunderungswürdige Tapferkeit. Welche Freude hatte er, als die Ereignisse den Krieg 1806, den das vorsichtige Ministerium Haugwig in letzter Stunde noch vermeiden wollte, herbeiführten. In hervorragender Weise zeichnete er sich bei der Belagerung von Mainz 1793 aus; viele einzelne Stämpfe um die Zahlbacher Höhen und Weisenau bestand er glücklich, da sollte eine kleine Schanze, die den Fortschritten der Belagere. sehr hinderlich war, mit Sturm genommen werden. Prinz Louis erbat sich die Gunst, diesen Angriff zu befehligen. Die Schanze war gut verteidigt, besonders auch durch Reiterei, die auf günstigem Boden vorsprengte. Prinz Louis erhielt daher Reiterei und Fußvolt, ließ durch jene die feindlichen Reiter zurückwerfen, und er selbst an der Spize der Grenadiere von Manstein sturmte die Schanze, er war der erste, der sie erstieg, mit gefälltem Bajonett folgten seine Grenadiere, die sein Beispiel begeisterte. Dabei wurde der Prinz durch eine Kartätschenkugel am Bein verwundet. Auf einem Kahn wurde er nach Mannheim verbracht, wo er bei der ihm eigenen unruhigen Beweglichkeit nur langsam genas, König Friedrich Wilhelm II. beglückwünschte die Eltern zu ihrem Sohne. Ebenso focht er mit besonderer Auss zeichnung im Jahre 1794 bei Edesheim in der Pfalz, wo er mit sechs Kompagnien das Treffen entschied und in den letzten Kämpfen bei Kaiserslautern. Nach dem mit Frankreich unterzeichneten Frieden lebte er bei seinem Regimente in Magdeburg, dieser Aufenthalt wurde jedoch vielfach durch seine Reisen nach Berlin und nach Desterreich unterbrochen. In dem Kreise, der den Prinzen umgab, tauchte der Gedanke auf, dem Uebergewicht Frankreichs einen Bund Preußens und Lesterreichs entgegenzusehen. Der Plan eines mitteleuropäischen Bündnisses ist damals von dem Prinzen mit Feuer ergriffen und zu verwirklichen erstrebt worden. Leider mißlangen seine Bestrebungen, hauptsächlich durch die Befürchtungen Friedrich Wilhelm II. und seiner Ratgeber durch den Abschluß einer Alianz mit Cesterreich angesichts der drohenden Haltung Rußlands den festländischen Krieg zu beschleunigen. Der für franzosenfreundlich geltende Minister Haugwizz hatte Ende Januar 1806 den König zum Abschlusse eines Vertrags mit Frankreich und zur Demobilisierung der Armee veranlaßt. Grollend da.über zog sich der Prinz ganz zurück und suchte durch Jagdvergnügungen Berstreuung. Eine Crenzverletzung durch die Franzosen bei Ansbach gab die Veranlassung, daß das preußische Heer im August wieder in die Waffen gerufen wurde. Die Aussicht auf den Kampf und namentlich auf einen Offensivfrieg hob seine Stimmung; die Unsicherheit in der Leitung der Armee erfüllte ihn mit Besorgnis. Nicht ohne Todesahnung nahm er Abschied von den Seinen. Gegen die in das Saaletal heranrückende französische Armee war ihm die Vorhut der preußisch- sächsischen Truppen, etwa 7000 Mann, anvertraut. Da er der festen Ansicht war, daß das Korps Hohenlohe, das
† Erdbeben in Schweden. In der Gemeinde Nordingra wurde in der Nacht zum Sonntag eine heftige, von unterirdischem, donnerähnlichem Getöse begleitete Erderschütterung verspürt, die sich in der Richtung von Westen nach Osten bewegte und von starkem Wind und Regen begleitet war.
† Deutsche Eisenbahn für Siam. Das Angebot einer deutschen Gesellschaft auf Lieferung von Eisenbahnmaterial im Werte von 19 532 Pfund Sterling ist angenommen worden, desgleichen das Angebot einer englischen Gesellschaft im Werte von 37 266 und einer belgischen Gesellschaft im Werte von 10 980 Pfund Sterling.
† Wertvolle Ex libris- Sammlung. Der fürzlich in München verstorbene Graf Emich von Leiningen- Westerburg hat eine wertvolle, über 20 000 Stück umfassende, bis ins Jahr 1270 zurückreichende Ex libris- Sammlung, die als die größte des Kontinents gilt, dem germanischen Museum in Nürnberg zu dessen 50 jährigem Jubiläum testamentarisch zum Geschenk gemacht.
† Geldschrankknacker an der Arbeit. In das Abzahlungsgeschäft von Grätz in der Münzstraße in Berlin ist ein verwegener Einbruch verübt worden. Die Diebe sprengten die eiserne Haustüre sowie die Korridor- und Stubentüren und machten sich dann daran, den Geldschrank zu erbrechen. Der Schrank leistete ihren guten Werkzeugen nicht lange Widerstand. Sie erbeuteten 800 Mork in bar und Juwelen, deren Wert auf 30 000 Mart angegeben wird. Von den Dieben fehlt bisher jede Spur.
† Liebesdrama. Der Buchhalter Trespe aus Kassel erschoß sich aus verschmähter Liebe zu einer Verkäuferin, nachdem er versucht hatte, das Mädchen zu erdolchen, es aber nur unbedeutend verletzt hatte.
Bunte Cages- Chronik.
Berlin, 9. Oktober. Das Schwurgericht am Landgericht III verhandelte gegen die Frau Berger, die ihr einjähriges Kind vergiftete und ihre vierjährige Tochter zu töten versuchte. Frau Berger wurde freigesprochen.
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wurde der rühmlichst befannte Heldendarsteller des Frant furter Schauspielhauses, Richard Kirch, gewonnen. Jm Laufe des Winters veranstaltet der Verein ferner eine Jbsen- Gedächtnisfeier, bestehend aus Vortrag und Rezitationen, sowie einer Aufführung der Frau vom Meer", als welche Anmeldungen Frene Triesch Berlin gaftieren wird. zur Mitgliedschaft des Vereins werden noch von Herrn Challier, Neuenweg, entgegengenommen, jedoch baldigst er beten, da die Verlosung der Sperrsize in Kürze vor genommen wird. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 5 t., er wird aber bei Entnahme eines Abonnements auf die 6 Vorstellungen wieder gut geschrieben. Die Mitglieder haben ferner Preisermäßigung bei den Stadt- Theater Abonnements und auch bei den Tageskarten der TheaterVereins Vorstellungen.
Leipzig, 9. Oftober. In der Maschinenfabrik von Karl Krause wurde der an einer Bohrmaschine beschäftigte Eisenbohrer Glauch vom Getriebe der Maschine erfaßt und in die Höhe gehoben. Hierbei wurde ihm ein Arm vollständig aus dem Leibe gerissen. Kurz nach seiner Einbringung ins Krankenhaus erlag er der schweren Verlegung.
Weimar, 9. Oftober. Der Inhaber der Karlsmühle Eberhard Niere ist gestern abend unter Mitnahme vieler Wertsachen verschwunden.
Krenzburg D.-S., 9. Oktober. Heute mittag bald nach 12 Uhr brach im Silo der hiesigen Genossenschaftsmühle Großreuer aus, das sich schnell auf das ganze Etablissement ausdehnte. Auch die katholische Kirche ist bei dem herrschenden Ostwinde in Gefahr.
Lemberg, 9. Oktober. Bei der Station Laser entgleiste der Chabowfa- Zakopaner Personenzug. Vier Personen wurden schwer, sechzehn leichter verletzt.
Paris, 9. Oktober. Ein junger Amerikaner von 23 Jahren, namens William Siert, tötete sich gestern aus Schmerz darüber, daß die Amerikaner das Vanderbiltrennen verloren haben.
Lokales.
*** Die vom Bürgerverein Gießen auf den morgigen Donnerstag anberaumte öffentliche Bürgerver: sammlung ist wegen Verhinderung des Referenten bis zur nächsten Woche verschoben worden.
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B. Das Volkstümliche Konzert" des Bernhardtschen 8ither, und Mandolinen. Chors hat dieselbe Anziehung ausgeübt, wie die vorher. gehenden. Der Saal des„ Hotel Einhorn" war gefüllt von Mufitliebenden, die den Darbietungen mit Interesse folgten. Der Verein hat sich bekanntlich die Pflege des Zitherspiels und der verwandten Jnstrumente auf höherer Grundlage zur Aufgabe gemacht und strebt diesem Ziele unter der bewährten Leitung seines Dirigenten Herin Wigand Gernhardt mit großem Eifer entgegen. Dementsprechend bewegten sich die Vorträge nicht in den landläufigen leichteren Tänzen und Ländlern 2c., sondern suchten sich tonzertmäßig zu ge stalten unter Bewältigung schwieriger, mehr orchestraler Aufgaben, soweit sie sich für Bither eigneten. En hübscher Marsch Grenadiermarsch aus der Zeit Friedrichs des Großen" von Quanz, vom ganzen Chor, unter Verwendung sämtlicher Instrumente, mit großer Verve vorgetragen, bildete die Einleitung. Diesem folgten Blau Blümlein", Tonstück für Schlagzither von Joh. Pugh und das gern gehörte Lied von Becker, Das Kirchlein". Denselben Beifall fanden die Gavotte" von Gluck, Nachtgesang" von W. Gernhardt ( Männerchor mit Bitherbegleitung), sowie die von Damen und Herren gesungenen Tirolerlieder" mußten ihrer beifälligen Aufnahme wegen wiederholt werden. Angenehme Abwechslung bot das neuerdings eingeführte ungarische Instrument 8ymbal", dessen gewaltige Afforde vereint mit Violine und Mandoline, die Zuhörer in höchster Stimmung hielt. Ungeteilter Beifall wurde den Vortragenden zu teil, welche wiederholt mit Zugaben quittieren mußten. Das gleiche gilt dem Solisten für Verraphon" dissen nasses Instrument die Anwesenden entzückte. Den Schluß bildete der obengenannte Marsch von Quanz, welcher auf allgemeinen Wunsch eingeschaltet wurde. Alles in allem kann das Konzert als wohlgelungen bezeichnet werden. Der Erfolg wird hoffentlich ein Ansporn zu neuem Schaffen sein.
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* Post Personalien. Versetzt sind: die OberPostpraktikanten Lient von Bad Nauheim nach Schwerin und Scheske von Berlin nach Bad Nauheim; die OberBostassistenten Heinrich Fischer von Gießen nach Offenbach; der Bostassistent Leißring von Könige- Wufterhausen nach Gießen. Angenommen sind: als Postgehilfe: Hinrich Wahi in Ortenberg; als Telegraphens gehilfin: Wilhelmine Martloff in Friedberg.
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** Eine in Großen- Linden abgehaltene Vertrauens männer- Versammlung des Bezirks Gießen beschloß, in die Landwirtschaftskammer Weil- Lang- Göns und in den Ausschuß für die Provinz Gilbert Heuchelheim und Hirz- Wagenborn- Steinberg zu wählen.
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* Die Seife wird teurer. In Gießen fand eine sehr gut besuchte Versammlung der Seifenfabrikanten von Hessen, Hessen- Nasseu und dem Rheinland statt, die beschloß, infolge der ganz enormen Preissteigerung der Rohmaterialien eine Erhöhung der Preise für Kern und Schmierseifen vor. zunehmen. Diese einstweilen festgesetzten Preise sind jedoch, wie aus beteiligten Kreisen mitgeteilt wird, nur als ein Uebergang zu noch höheren zu betrachten, da sie der heutigen Marktlage noch lange nicht entsprechen. Es wird daher nächstens eine weitere Verteuerung eintreten.
s. Der Theaterverein Gießen beginnt seine Vorstellungen am Freitag, dem 26 d. M. mit einer zum Gedächtnis Heinrich Laubes stattfindenden Aufführung des „ Grafen von Essex". Als Vertreter der Titelrolle
* Nach dem Jahresbericht des evangelischen Bundes, zählt der Bund gegenwärtig 1506 Zweigvereine mit 300 000 Ritgliedern. Die Zahl der ersten hat seit dem vorigen Jahre um nahezu 400, die der Mitglieber um über 40 000 zugenommen.
§ Der Ausbau der Bahn Marburg- Drei hausen nach Station Mücke soll nunmehr beschlossene Sache sein.
-e- Die Hauptversammlung des hessischen Landes verbands des Deutschen Flottenvereins findet Sonntag, den 14. Oftober im Saale des Festspielhauses zu Worms statt. Die Verhandlungen beginnen vormittags 11 Uhr mit folgender Tagesordnung: 1. Jahresbericht des Vorstandes. 2. Rechnungsablage und Entlastung des Schaßmeisters. 3. Vortrag des Voranschlags für 1906. 4. Bericht über die Hauptversammlung in Hambura. 5. Schülerfahrten, Lehrerfahrten, Gesellschaftsfahrten. 6. See- Wohlfahrtspflege des Deutschen Flottenvereins. 7. Bor trag des Generalleutnants z. D. Korwan über„ Unsere Lage na Annahme der Flottenvorlage."
riebenen Arten von 11. Januar 1907 1 bungswide beziehe glide, im Privatbef
* Der Buchbruckertarif. Im Hotel Drexel zu Frankfurt fand Sonntag eine Versammlung der tarifireuen Buchdrucker Prinzipale des Kreises 3 statt, zu dem Frant furt, Darmstadt, Mainz, Worms, Gießen, Kassel und Um gegend gehören. Sowohl aus dem Referat des Prinzipal vertreters E. Mahlau wie aus der Diskussion ging hervor, daß die Buchdrucker- Prinzipale von einem sozialpolitischen Geiste erfüllt sind, der mancher Unternehmergruppe zum Vor bild dienen fann. Mehrmals wurde betont, daß man fich aus dem Gerede über den sozialdemokratischen Charakter ber Buchdrucker- Gewerkschaft nichts mache.( Unseres Wissens fann von einem solchen Charakter überhaupt nicht die Rede sein, da das Statut des Buchdrucker- Verbandes ausdrücklich jede politische und religiöse Frage ausschließt. D. Red). Es sei anzuerkennen, daß jeder selbstbewußte Arbeiter einer Organisation beitreten müsse. Die Dinge hätten sich so ent wickelt, daß der Buchdruckerverband der allein maßgebende sei, und damit habe man sich einfach abzufinden. * Großzügige Pläne, Wasser, Licht und Kraft womöglich für die ganze Provinz Oberhessen zu beschaffen, bezwickt ein vom Provinzialausschuß dem Provinzialtag unterbreiteter Antrag. Nach diesem Antrage ist durch Anlage eines Wasserwerks bei Inheiden die Versorgung eines großen Teiles der Kreise Friedberg, Büdingen und Gießen, durch Anlage eines Elektrizitätswerts bei Lißberg die Abgabe von elektrischem Licht und Kraft an die Ge
elerer Perfonenbefö folde Erhebunge
norben
Jm große 500, 400, 300, und
Eger
Som Lande. D le sommerlich schö den nächsten Tagen bojährigen reichen Frigen bezüglich der et surud.
kr. Klein- Linden. 28.000 Mt. in den Be gegangene Wirtschaft
En übernommen worder fe bat den Sparta Son Sinsberg, Dindberg hat es diesma nte gegeben. In d in Bogenladungen Entionen Abendstern B- Lollar. Es loh um das Abpflück * Homberg, 9.
Ainy nbach, 9. D
Sandpiter Kaufman ige Gegend erst b
e wieder abgeben,
den sein soll. Für de ec gemeinscha
haufen gepachtet
O mt. jährlich bez
O Mt. und der M rden.
*
Hohenfolms, 9.
, die zur Bernic hrt hat, ist unser
Fürstlichen Guta Sornivius von injhaftliche Schlaf in der 22jährig on im Bette lag, rate Hornibing fich a
ritiche, von dene balbiger ärztlicher blutung. Der La Mündholzhauf bebauerlicher Vorad
e ereignet. Der 18 A bon der Arbeit f ten und batte feiner
Hochfeines
Salonpiant
uefter Ronftruttion, in odern, fast neu, ist mit ein billig abzugeben. fragen unter.70
Prima
Speisekarto
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J. Hank
Biegen, Schlogga


