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Schwerer Automobil- Unfall. Ein von Berlin tommendes Automobil fuhr nachts bei dem Dorfe Gerwisch gegen einen Prellstein. Die Insassen wurden herausge­schleudert. Zwei von ihnen, ein Herr Silberstein und ein Fräulein Danfert aus Berlin erlitten Schädelbrüche, sie fanden im städtischen Krankenhause in Magdeburg Aufnahme. Ein dritter Insane und- der Chauffeur famen mit leichteren Ver­legungen davon.

+ Das zweite Opfer der Hamburger Brand­fatastrophe. Die Befürchtungen, daß der Turmwächter Beurle nicht das einzige Opfer des Brandes der Michaelis­firche war, haben sich bestätigt. Unter den Trümmern des eingeäscherten Braunschen Warenhauses ist die verfoblie Leiche des verunglückten Heizers Stellig aufgefunden worden: drei Züge der Feuerwehr sind bis jetzt unausgesetzt bei den Bergungsarbeiten tätig gewesen.

+ Ins feuchte Grab. Die Frau eines Everführers in Hamburg warf ihre beiden dreijähricen Kinder in den Ofterbeffanal, und stürzte sich dann selbst mit ihrem ältesten fünfjährigen Töchterchen in das Wasser. Sie wurden alle noch lebend ans Land gebracht. Die Mutter und die füin­jährige Tochter liegen jedoch schwer trant darnieder, während bei den beiden jüngsten Kindern feine Gefahr besteht. Die Frau soll die Tat in einem Anfalle von Schwermut begangen haben.

+ Eine Breslauer Madame Humbert. Die Witwe des Oberlehrers Ulbrich aus Breslau und deren Sohn find wegen raffinierter seit Jahren fortgesetzter Schwindeleien verhaftet worden. Frau Ulbrich soll etwa 300 000 Mart von einer Arzabl Personen aller Gesellschaftskreise unter Beihilfe ihr& Sohnes erschwindelt haben.

+ Berfehrsstörungen durch Wolkenbruch. Auf den fächsischen Eisenbahnstrecken haben mehrtägige molkenbruch­So artige Regençüsse mannigfachen Schaden verursacht. wurde zwischen Ober- Bogelsang und Pirna der Bahndamm auf 20 Meter Länge durchbrochen. Die Linie Dresden­Bodenbach war zeitweise durch herabgestürzte Gestemmasien unbefahrbar. Zwischen Schandau und Pirna waren die Telegraphenleitungen unterbrochen.

× Bieber bei Rodheim, 8. Juli. Bergverwalter Götz wurde gestern Abend gegen 6 Uhr in seinem Be­rufe auf Grube, Eleonore" in der Kellbach von einem Schlaganfall betroffen, an dessen Folgen er heute Morgen verstorben ist. Der Verblichene blickte hierselbst auf eine nahezu 40jährige Tätigkeit im Dienste der Firma Stumm zurück. Er war ein pflichttreuer, ge­wissenhafter, dabei stets gerechter Beamter gegen alle Untergebene.

Sin Lehrer at Mörder. In Dürnberg in Patern hat der 27 jährige Volksschullehrer, Müller das 7 jährige Schulmädchen Wunschelmeyer mit einem Hammer erschlagen und vorher ein noch verabscheuungswürdigeres Verbrechen an ihr verübt. Es wird angenommen, daß man in Müller auch den Täter eines vor mehreren Jahren an einer Rentners­witwe verübten Mordes, der unaufgeflärt blieb, zu suchen hat.

Talsperre in Gotha. In Gegenwart des Herzogs wurde in Gotha die Talsperre eingeweiht. Cie ist die erste in Thüringen und hat 800 000 Kubikmeter Jubalt.

Frost im Juli. Jm Göttinger Lande ist starter Frost aufgetreten. Im Harz ist die Temperatur nachts bis auf einen Grad Kälte gesunken.

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Frizlar, 8. Juli. Die bekannte Donar Heil quelle, der Sauerbrunnen bei Geismar, ist an die Fürst­liche Minerial. Aftien- Gesellschaft zu Wildungen verkauft worden. Der Preis beträgt, wie man hört, mit der Gast­wirtschaft 52 000 Mt.

Tages- Chronik. Bei einer Felddienstübung der Sale= waller Kürassiere murde ein Reiter vom Eisenbahnzuge über­fahren, er verstarb im Lazarett.

In Falkenhagen bei Prenzlau wurden zwei Männer unter einem Baume vom Blige erschlagen.

Der Schauspieler Schüttner in Frankfurt a. M. wurde megen großer Diamanten- und Goldwaren- Diebstähle verhaftet.

Lokales.

9. Juli.

Das 26. Lahntal- Sängerbundesfest zu Gießen.

Motto: Grüß dich Gott, Du Wunderblume, Einzig wurzelnd im Gemüt, Die am Bach, im Heiligtume, Die wo Deutsche sind, erblüht! Streue deine Segensdüfte Allem Volf ohn Unterschied, Seelenbauch der Himmelslüfte, Grüß dich Gott, mein deutsches Lied. Gg. Lang.

Die Signatur unseres Lebens ist falter Interessenkampf; nie haben die Gegensäge so unüberbrückbar wie heute gefiafft. In hartem, nervenzerüttender Arbeit gehen unsere Tage hin, was Wunder, das jeder ideale Schwung, jegliche Kraft, unfere Umwelt zu gestalten, uns verloren gegangen zu sein scheint. Scheint denn in Wirklichkeit liegen sie nur unter den materiellen Riesenwerten verborgen, die unsere Technik Tag um Tag aufftop it. Schlägt aber die Feierabend stunde und flammt der Abendhimmel über der Landschaft in fattem, glühendem Rot, dann fallen die Härten und Schroffen und die Harmonie des Weltalls zieht als tiefer Friede durch unsere Seele. Dann erklingen verwandte Saiten unseres Gemüts; wir strahlen unser bestes in die Umwelt hinaus und empfinden sie als einen Teil unseres Selbst. Durch nichts geschieht dies aber intensiver als durch die unkörperlichste der Künste, als durch die Musik. Wir Deutsche sind das Bolt des tiefen gemütvollen Empfindens und Gestaltens und so ist es denn gekommen, daß unsere schönen Gaue mit ihren hochragenden Eichen- und Buchen­domen die Heimstätte des Volksliedes geworden sind. Ob an steiler Bergeswand, unter wuchtigem Felsgehänge, ob an donnernd berührter Küste, wo auf Dünen und Deichen unsere Stämme trußig die deutsche Meerwacht halten, ob an den Rebenborden des Rheins oder den grünen Wiesen der Nogat, wo deutsche Recken einst ein gewaltiges Wahr­zeichen des Deutschtums setzten wohin der Fuß sich auch wendet, wo das Ohr auch horcht, überall bannt das Bolts­lieb den Wanderer. So schlicht und so bescheiden einfach und doch mit einer so bezwingenden Allgewalt tritt es uns entgegen. Aber nicht immer war sein schlichtes Gewand auch sein Ehrenkleid, manche Schwelle mußte es einstmals meiden. Erst durch die liebevolle Pflege der Gesangvereine wurden ihm alle Tore geöffnet und mit berechtigtem, gut uns anstehendem Stolze dürfen wir heute sagen: nicht wenig hat der Lahntal­Sängerbund dazu beigetragen, der in diesen Tagen in Gießen sein 26. Bundesfest feiert.

Vom Großherzoglichen Hofe. Fürst Wilhelm von Hohenzollern wird am 12. d. Mts. dem Großherzog seinen Antrittsbesuch abstatten.- Prinz Reinhard und Prinzessin Dorothea zu Solms­Hohensolms- Lich sind zu mehrtägigem Besuch auf Jagd­schloß Wolfsgarten eingetroffen.

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Finanzminister Dr. Gnauth hat einen mehr wöchigen Urlaub angetreten.

* Vom Ministerium sind die Kreisämter angewiesen worden, für die Wahlen zur Landwirtschaftskammer die erforderlichen Anordnungen zu treffen.

* Von unserer Landes- Universität. Die amtliche Darmst. 3tg." ist in der Lage, mitteilen zu fönnen, daß es dem Großh. Ministerium abermals ge­lungen ist, einen empfindlichen Verlust von unserer Landes- Universität fernzuhalten. Prof. Dr. Schwally, der verdienstvolle Sanskritist, hat sich entschlossen, den an ihn ergangenen, ebenso ehrenvollen wie verlockenden Ruf an die Universität in Algirah( Nord- Indien) ab­zulehnen.

* Die 80 Landgemeinden des Kreises Gießen er­heben an Gemeindesteuer im Rechnungsjahr 1906: 622 000 Mt. Drei Gemeinden des Kreises sind in der glücklichen Lage, infolge großen Gemeindegrundbesitzes keine Gemeindeſteuer erheben zu müssen: Albach, Bers­rod und Ettingshausen. Den höchsten Zuschlag haben Stangenrod 271%, Lindenstruth 227% und Trohe 207%. Gießen erhebt ca. 900 000 Mt. mit 116%.

** Gestern Mittag stürzte in der Neustadt in der Nähe des Geschäftshauses der Firma Frensdorf ein älterer Mann und zog sich erhebliche Verletzungen zu. ** Vom landwirtschaftlichen Wetterdienst zu Gießen werden die Wetteraussagen versuchsweise ab 9. Juli auch telegraphisch verbreitet.

Das diesjährige Dünsbergwetturnen wird am Sonntag, dem 9. September, abgehalten werden.

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Samstag, den 7. Juli.

Gäften. Die früheren Feste, welche der Lahntalsänger­bund in der alten Musenstadt Gießen feierte, standen bei der ganzen Einwohnerschaft in so guter Erinnerung, daß wir auch diesesmal mit frohem Mute an die Auf­gabe herantreten durften, wtederum ein solches Gesangs­In unserer Stadt und Volksfest zu übernehmen.

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Auch in die niedrigung, fin des Gefanges Beginn des 19 Berlin der M Männerchorgeld Friedrich 3 Berlin und einer der inti langjähriger L afademie zu Be den Gedanken, ein bisheriges Männerchorgef eintreten zu la pflegten Ginzelt Erfolg und erften Verfuch Gründung des e der den Nam

Gießen, in welcher die Pflege der Musik und des Gesangs in so hohem Maße in allen Schichten der Bevölkerung begeistert gefördert wird, wird allezeit fröhlichen Sängerscharen ein herzlicher Empfang bereitet sein. Wohl sind die Tage geschwunden, in denen einft auf deutschen Sängerfesten das hohe Lied von Deutschlands Einigungstraum erscholl. Aber dieses Lied ist kein Traum geblieben; stark und wehrhaft steht das Reich, und in seinem Frieden fönnen Kunst und Wissenschaft, Musit und Gesang zu hoher nie gefannter Blüte sich entfalten. Für die Pflege aller Künste, insbesondere für die Blüte des deutschen Männergesangs begeisterte Fürsten stehen an der Spitze des Reichs und unseres engeren hessischen Vaterlandes. Ihnen für die Förderung aller Künste unseren Dant zu erstatten, soll an diesem feftlichen Abend unsere erste gemeinsame Aufgabe sein. Lassen Sie uns vereint rufen aus vollem Herzen: Die hohen Schirmherren des deutschen Männergesangs, des deutschen Volksliedes, Seine Majestät Kaiser Wilhelm II, und Seine Königl. Hoheit Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein, sie leben hoch, hoch, hoch!

Donnernd braufte das begeistert aufgenommene Hoch durch die Halle, die Musit spielte die Nationalhymne und immer festfroher schlugen die Herzen. Die Aufgabe, die Feftrede zu halten war Kaufmar Homberger, dem 2. Borsigenden des Geschäftsführenden Ausschusses, geworden, der er sich in folgenden gut gewählten Ausführungen entledigte:

Die großen Schwungräder und fliegenden Riemen find zum Stillstande gekommen, die Menschen haben ihre Arbeitsstätten verlassen. Von den Türmen schlägt es 834 Uhr, da tündet plöglich schmetternde Musik, daß das Sängerfest begonnen. Unter flotten Klängen be­wegt der Zapfenstreich sich durch die Stadt nach dem Festplatz, den schon eine ganze Anzahl Gesangsfreunde belebt, beherrscht von dem mächtigen Torbau. Nicht lange währt es, bis das Leben auf

die Festhalle übergreift und ihre weiten, einladenden Räume füllt. Bald flutet eine festliche Menge durch sie, die Pläze sucht. Die Halle ist in guten Abmessungen gehalten und wird durch eine muschelförmige Bühne abgeschlossen. Durch alle Räumen schlingen sich in schlanken Linien­führungen Guirlanden, die durch hübsche Fahnen­Draperien wirkungsvoll unterbrochen werden. ausgezeichneter Bestandteil fügt sich auch dieses Mal der Schmuck der lebenden Bäume wieder in die Dekoration ein. Menschenhand und Natur haben in glücklichem Jneinandergreifen ein Ganzes geschaffen.

k Klein- Linden. Kanalisation. Die schon vor mehreren Jahren vom Großh. Streisamt angeordnete Kanalisation in unsern Hauptstraßen wird Ende d. M. vollendet sein. Dadurch gewinnt unsere Gemeinde und borzugsweise die breite Frankfurterstraße ein fortschritt­liches Aussehen. Die Gemeindekasse ist durch diese Straßenverbesserung allerdings etwas in Mitleidenschaft gezogen worden; allein der hygienische Vorteil überwiegt weit die materiellen Ansprüche. Die hiesige Gast. wirtschaft zur inde" ist vor einigen Tagen um den ansehnlichen Preis von 27000 Mart an einen Wirt aus dem Rheinlande übergegangen.

Als

Immer mehr ist die Menschenmasse angewachsen; an der Seite des schwarzen Rocks erscheint die Uniform und das Beigekleid, und als die Kapelle unserer 116er den flotten Fehrbelliner Reitermarsch intoniert, ist jeder Platz besetzt. Nach Beendigung des Marsches betrat der 1. Borsitzende des Geschäftsführenden Ausschusses, Stadtrat Eichenauer, die Tribüne und eröffnete die Feier mit folgender Ansprache:

Hochverehrte Festversammlung!

Zum 26. Fefte des Lahntalsängerbundes, welches zum vierten Male in den Mauern Gießens unter der Teilnahme der ganzen Bevölkerung festlich begangen wird, rufe ich Ihnen allen namens der Festleitung, ein herzliches Willkommen entgegen. Ich begrüße in deren Namen vor allem die Spizen unserer hohen Be­hörden, welche auch bei diesem Anlaß wieder in bereit­williger Weise mitgeholfen haben, unser Fest tatkräftig zu unterstützen. Wir schulden diesen Dant allen hohen Staats- und Militärbehörden, insbesondere aber der Stadtvertretung für die überaus große Bereitwilligkeit unser Feft mit allen Kräften zu fördern, und dieser Dank wird sicherlich in allen Herzen einen lebhaften Widerhall finden.

Meine zweite Begrüßung gilt dem Bundes- Vor­stande des Lahntal- Sängerbundes, und Ihnen allen meine lieben Sänger, besonders aber unseren lieben

Alt Gießen prangt im Festgeschmeide,

führte und sehr bem bon Berli Die Luft gefproche Beftra niffe deutschen Bateria beliebe Männergefang a freundschaftliche es, daß fich am Vereine aus 10 gründlicher Dur Sagungen einen gründeten, der au fattgehabten Sängerbund bereits bestehenden As fehr erfreulich daß einer der äl

Die Wimpel weh'n von Turm und Haus, Und an dem alten Mauernkleide Steckt mancher frische Blütenstrauß. Von Tannengrün ein Ehrenbogen Steigt in den Straßen hier und dort; Willkommen, die' s Euch hergezogen

Von Ost und West, von Süd und Nord! Hochansehnliche Festversammlung!

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Mit diesen poetischen Worten, die ich meinen Ausführungen voranzustellen mir erlaube, begrüßt heute die Gesamtheit der Bewohner unserer lieben Vaterstadt Gießen alle die frohen Festgäste, die von nah und fern in diesen Tagen hier zusammen­strömen, um das 26. Lahntalsänger- Bundesfest feierlich mit uns zu begehen. Nicht ein einzelner Verein, nicht blos die vier Mitglieder des Lahntal­sängerbundes, die in Gießen ihren Siz haben: " Harmonie"," Bauerscher Gesangberein"," Heiter­feit", und Gemütlichkeit" heißen die hiesigen und auswärtigen Gäste und Sangesbrüder herzlich willkommen, nein ganz Gießen vielmehr hat

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dem Lahntal- Sängerbunde einmütig die Stätte bereitet, wo er zum 26. Male sich zusammenfinden soll zur Prüfung der in den einzelnen Vereinen erzielten Fortschritte auf dem Gebiete des Männer­gesanges, sowie zur erneuten Betätigung der alt­gewohnten freundschaftlichen Beziehungen zwischen allen seinen Mitgliedern zu einander und zu den tausenden Gesangesfreunden, die in diesen Tagen hier zusammenströmen, um ohne Mitglieder des Bundes zu sein doch freudig teilzunehmen an allen Veranstaltungen. Darum grüßen Euch, Ihr Sänger und Gäste, überall an den Straßen Laubgewinde aus dem Blatt der Eiche, Frohlocken und Jubel tönen Euch aus aller Munde entgegen und freudig heißen wir Euch nicht als fremde Gäste sondern als Freunde und Brüder von ganzem Herzen willkommen.

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Was aber, hochansehnliche Festversammlung, bewirkt es, daß die Herzen derer, die sich nie persönlich gekannt, so schnell in mächtigem Afforde zusammenschlagen? Welches ist das geheimnisvolle schöne Band, das alle heute umschlingt und welches ist die Flamme, in der unseres Herzens heiligsten Gefühie glühen?

Es ist der dentsche Sang, der mit wunder­barem Zauber der Seele Saiten in kräftigen Harmonien erklingen läßt;- es ist das deutsche Lied, welches uns alle als Brüder als Glieder eines großen, schönen, mächtigen Vaterlandes eint!. Die Geschichte aller Zeiten und Völker lehrt uns den Einfluß des Gesanges auf das Ge fühlsleben des Menschen erkennen. Man redet deshalb auch mit Recht von einer Macht des Gesanges!

Im Gesange wird ein Quell der edelsten Freuden geöffnet ein Quell, der in niemals versiegender Fülle fließt.

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Und feinem, hochansehnliche Festversammlung, ist es verwehrt, sich hier zu erquicken. Nicht ist der Kunstgenuß beschränkt auf die Säle der Reichen und Vornehmen, nein, auch unter dem Dache des niedrigsten Mannes im Volte kann die Freude am Schönen wohnen, wenn man sie dort nur ein­zuführen weiß. Was nach der Arbeitslast des Tages in den Mußestunden der Sänger pflegt, das ist ein heiliges Vermächtnis jener Männer, denen ein Herz voll Liebe für das Wohl des deutschen Volkes im Busen schlug, die an der Zukunft unseres teueren Vaterlandes auch da nicht verzagten, als es die traurigsten Zeiten durchleben und fich beugen mußte vor fremder Herrschaft und Willkür.

die Bitte entgeg Wege ftets weite

zu wollen in dem Ziele der Verw bringen, die dem borschwebten. In diesem meine werten F den Sigen zu ert

ftimmung fich mi Dem deutschen Liede, ein dreifac Und hoch! hoch! Aide folgten und dann

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