Die Aussichten des Generalstreifs
find für dessen Urheber bisher nicht günstig. 8war breitei er sich in Moskau langsam aus, allein an ein völliges Belingen scheinen auch die beteiligten Kreise nicht zu glauben. Die Sozialrevolutionäre wollen nicht mittun und die Sozials demokraten sind nicht mächtig genug, um ihren Willen der Allgemeinheit der Arbeiterschaft aufzuzwingen. In Peters. burg ist die Ausstandsbewegung endgiltig fehlgeschlagen. Nicht einmal die Schriftsezer, die stramm organisiert und gut diszi iniert find, folgen den Beschlüssen des Ausschusses. Sie berrichten nach wie vor ihre Arbeit, so daß gestern, entgegen der Order der Streifleitung, fast sämtliche Zeitungen Petersburgs erscheinen konnten.
In der Provinz wird verschiedentlich versucht, politische Ausstände herbeizuführen. Der Erfolg ist bisher gering. Nur in Rostow am Don haben die Arbeiter die Arbeit wieder eingestellt, um die Schiffsmannschaften zu unterstützen. Der tägliche Mord.
Aus Odessa wird heute gemeldet, daß Montag mittag ein Polizeibeamter, der Anarchisten nachgespührt hatte, überfallen und ermordet wurde. Seine Tasche, die eine Namensliste bekannter Anarchisten enthielt, wurde ihm abgenommen. Von den Tätern wurde natürlich!- niemand verhaftet. Bombenfabrikanten in Uniform.
In einer Felsenhöhle bei Balaklawa in der Krim wurde eine vollständig eingerichtete Bombenfabrik entdeckt. 60 Personen, meist Soldaten und Matrosen, die mit der Herstellung der Bomben beschäftigt waren, wurden verhaftet und unter starter Eskorte in die Zitadelle überführt.
Ferner wird berichtet:
Petersburg, 7. August. Hier wird erzählt, daß Stolypin den Baren zu bewegen sucht, die neue Duma schon zum 1.( 13.) September einzuberufen.
Petersburg, 6. August. Die Nachricht, daß in Aronstadt 300 Anführer des Aufstandes bereits hingerichtet seien, wird halbamtlich dementiert. Jedoch wird hier nach wie vor behauptet, daß die Nachricht wahr ist.
Sebastopol, 6. August. Durch List ist es Unbekannten gelungen in das Militärgerichtsgebäude zu gelangen und 18 dicke Altenbände zu entwenden, die auf die Flottenrevolten bezug haben.
Nab und fern.
† In Fenersgluten. Jm Stettiner Speicherviertel, auf der Silberwiese, entstand in der 10. Abendstunde ein riesiger Lagerhausbrand. Die Feuerwehr konnte sowohl von der Oder wie auch von der Barniz mit Erfolg eingreifen, und es gelang ihr nach etwa zweistündiger Tätigkeit, die Gefahr zu beseitigen. Abgebrannt sind sechs große Lagerschuppen, in denen sich außer Heringen auch noch Wagen und Gerätschaften befanden.
† Eine Falschmünzerwerkstätte wurde von einem Gensdarmen im Stieringer Walde bei Saarbrücken entdeckt. An einer verborgenen Stelle sah der Beamte Rauch aufsteigen; er schlich sich hin und konnte drei Männer festnehmen, die schon längere Zeit im Verdacht der Falschmünzerei stehen. Gefunden wurden bei der Inhaftnahme sämtliche Gerätschaften zum Gießen und Prägen von Münzen.
† Die groben Exeesse in Bickendorf haben gestern ihre Fortsetzung gefunden in großen Menschenansammlungen, die ein energisches Einschreiten der Polizei notwendig machten. Annähernd 70 Personen fielen über die Schußleute her und bombardierten eine zur Hilfe heranrückende Patrouille mit Biegelsteinen. Einer der Radaubrüder blieb tot auf dem Plazze, mehrere Beamte wurden verletzt.
† Tod in den Tiefen. In der Kohlengrube von Bois de Cazier bei Marchienne stürzte infolge falscher Bedienung der Förderkorb aus einer Höhe von 835 Metern in die Tiefe des Schachtes. Neun Arbeiter büßten hierbei das Leben ein.
† Die Schuld an der" Sirio"-Katastrophe trifft einzig und allein den Kapitän, der sich eine grobe Fahrlässigkeit zu Schulden kommen ließ und mit zweien seiner Offiziere verhaftet wurde. Die Klippen in der Nähe von Hormigas, auf welche der Dampfer auffuhr, find allgemein bekannt und außerdem auch noch durch einen Leuchtturm gekennzeichnet. Nach Aussagen verschiedener Geretteter bestieg der Kapitän Des ,, Sirio" nachdem er sich unschlüssig gezeigt hatte, wie er fich verhalten sollte, ein Boot und rief: ,, Rette sich, wer fann." Das gab den Anstoß zu der allgemeinen Verwirrung. In Genua wird das Haus der Dampfschiffahrtsgesellschaft, der der Dampfer gehörte, von einer tumultuierenden Menge umlagert, Truppen mußten erst Ruhe stiften. Bis jetzt sind über 200 Leichen geborgen. Unter den Ueberlebenden des Sirio" befinden sich: 348 Italiener, 40 Spanier, 14 Araber, 10 Desterreicher, 6 Orientalen, 4 Argentinier, 4 Brasilianer, 2 Montenegriner.
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† Zusammenbruch einer Großbank in Amerika. Die Avenue State Bank" in Milwaukee hat, wie aus Chicago telegraphiert wird, ihre Zahlungen eingestellt. Die Unterbilanz beträgt 4 Millionen Mark.
Die Depositengläubiger machten in dem Bemühen ihr Geld zurückzuziehen einen Sturm auf die Bank, der einem Aufruhr nahe fam. Für 180 000 Dollars wird ein ver= schwundener Kassierer namens Hering verantwortlich gemacht. Auch andere Beamte sind nicht aufzufinden. In der Bank wurde ein Schriftstück gefunden, das besagt, daß die Geschäfte der Bank sich in bedenklicher Lage befänden.
† Panik auf einem Fährboot. In Newyork ist die Hizze nahezu unerträglich geworden, über 10 000 Menschen übernachten auf Coney Island im Freien, 20 Personen sind an Hitzschlag gestorben. Auf einer Fähre, die 300 Menschen nach Coney Island bringen sollte, entstand eine Panik, als das Fährboot Binghampion" das Fährboot„ Elmira" am Dock Hoboken anrannte, jeder lief nach dem Rettungsgürtel, viele Frauen und Kinder wurden niedergerannt. ,, BingHampton" erhielt ein Loch über der Wasserlinie, konnte aber die Passagiere landen. Eine große Anzahl Personen wurde während der Panik verletzt. Cages- Chronik.
Hamburg, 7. August. Heute Nacht ist in Tatenberg an der Elbe der dortige 72 Jahre alte Gemeindevorsteher Jansen von 4 Knechten überfallen und ermordet worden. Frau Jansen und das Dienstmädchen wurden schwer verletzt. Die Täter raubten 1200 Marf.
Meerane, 7. August. Der Fabrikbesizer Schmieder hat 50 000 Mark für eine Stiftung zum Besten von Fabrikbeamten und Arbeitern gespendet.
Halle n. S., 7. Auguft. Der 22jährige Bankbeamte Rosenstiel stahl in einem hiesigen Bankhaus Blankoschecks, die er mit 13 000 Mart fälschte. Er erhob das Geld bei der Reichsbank und flüchtete.
Northeim, 7. August. Nuch dem Genuß von Pudding ist die Familie des Gymnasialdirektors Rossener unter Vergiftungserscheinungen schwer erkrankt. Ein Entelfind des Direttors ist bereits gestorben.
Einbed, 7. August. Hier ist die mechanische Leinenweberet Krone fast vollständig niedergebrannt. Der Schaden wird auf 200 000 Marf geschätzt.
Montreal, 7. Auguft. 50 Quadratmeilen besten Waldbestandes in Britisch- Columbien stehen in Brand. Der Ver lust wird bis jetzt auf nahezu 4 Millionen Mark geschäzt.
Kunet und Wiffenfchaft.
RO. Von Sven Hedin, dem Kühnen Forscher, der seit 1905 auf einer neuen Forschungsreise durch Persien, Indien und Tibet unterwegs ist, ist in Stockholm folgendes Telegramm eingetroffen: Let, 2. August. Alles wohl; die Reise gestaltet sich vielversprechend; unsere Karawane ist groß und wohl ausgerüstet; wir haben 120 Lastträger und ausgezeichnet zuverlässige Diener."
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Schwarz und Weiß.
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Rundgang durch das Quartier der ,, fchwarzen Brüder. Rolorierte Seelen." Jm Negerquartier. Niggers Familien. leben. Falsche Witwen. Farbige Geldaristokratie. Der Neger als Opportunist. Newyork, im Jult. Newyork zählt gegenwärtig, wie dieser Tage festgestellt wurde, etwa 75 000 Neger und ist damit die zweitgrößte Negerstadt der Welt. Unbestrittenes Anrecht auf den Namen der größten Negerstadt besitzt Washington, wo 86 000 folo rierte Seelen" leben. Gleich allen Armen in der Großstadt wohnt der Newyorker Neger in Mietsfasernen. Die sogenannte untere Ostseite, berühmt und berüchtigt wegen ihrer Uebervölkerung, fennt ihn jedoch nicht; er haust vielmehr vorzugsweise in einigen Vierteln der Westseite, die äußerlich einen ebenso verwahrlosten Eindruck machen wie die verrufensten Quartiere der Italiener und der russischen Juden. Ueber die Herren der Schöpfung im Negerviertel läßt sich faum etwas Gutes sagen: Sich selbst überlassen, neigen ihrer viele zum Faulenzen und zu dem Hange, sich von der mehr oder weniger Holden Weiblichkeit ernähren zu lassen, bis so ein Tagedieb plötzlich von der wirklich besseren Hälfte den Stuhl vor die Tür gesezt bekommt. Auf Grund einer Abzählung, die fürzlich von statten ging, gaben sich nicht weniger als 18% aller hier im heiratsfähigen Alter stehenden Negerinnen und Mulattinnen für Witwen oder für geschiedene Frauen aus; bei näherem Nachfragen entpuppte die Mehrzahl dieser Witwen sich indessen als Mütter illegitimer Kinder, oder als Frauen, die von ihren Ehemännern gewissenloserweise im Stich gelassen worden sind. Aber auch in Familien, wo es nicht zum offenen Bruche fommt, lassen die ehelichen Beziehungen oft viel zu wünschen übrig, und bis zu einem gewissen Grade liefert eine Erflärung dafür die wirtschaftliche Unabhängigkeit der Frau, nicht minder als die öftere Abwesenheit des Mannes, wobei die Gegenwart eines Kostgängers dann nur zu häufig die Gelegenheit bildet, die Diebe macht.
Jedem, der während der Tagesstunden mit offenen Augen durch ein Negerviertel wandert, muß die im Vergleich zu anderen Stadtgegenden unverhältnismäßig große Anzahl müßiger Männer auf der Straße als charakteristisch für die ganze Umgebung auffallen. Im großen und ganzen mag Dieser Anblick mun nicht so schlimm sein, wie es den Anschein hat, weil eben die tägliche Arbeitszeit vieler Neger anders liegt, als bei den Arbeitern weißer Hautfarbe; dennoch bleibt die Tatsache bestehen, daß die farbige Rasse die Arbeit nicht erfunden hat, und mancher Nigger begnügt sich damit, nur gerade soviel zu schaffen, als nötig ist, um Leib und Seele zusammenzuhalten. Daß er dabei nicht auf einen grünen Zweig fommt, fümmert ihn wenig.
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Ünunterbrochen beschäftigt und in fester Stellung steht er aber da als Vertreter einer in Wahrheit dienenden Klasse: Hausknecht, Stallbursche, Fensterpuzer, furz als Mann für alles. Etwas höher rangieren die Aufwärter, Kellner und Stewards, deren Einkommen hauptsächlich in Form von Trinkgeldern sie zur Geldaristokratie ihrer Rasse stempelt. Im Verhältnis zu dem beträchtlichen Umfange des Newyorker Negertums kann die Zahl der von Farbigen für Farbige selbständig betriebenen Geschäfte und Läden kaum imponieren. Noch weniger freilich deren merfantile Bedeutung. Abgesehen von Speiseanstalten, Trintlokalen, Gast- und Kosthäusern unterster Rangstufen kommen bescheidene Handlungen vor, in denen so ziemlich alles zu haben ist, was ein Neger für den täglichen Gebrauch nötig hat. Als Geschäftsmann und Ladeninhaber gibt sich der Neger eben als Opportunist, der jede Erwerbsgelegenheit wahrnehmen muß und dem Publikum gegenüber noch nicht in der Lage ist, spezialisieren zu können. Es besteht in Newyork fein von Negern geleiteter Geschäftsbetrieb, der sich nennenswerter, geschweige denn eleganter weißer Kundschaft rühmen fönnte. Daß eine solche Auszeichnung in großen Städten des amerikanischen Nordens indessen feineswegs zu den Unmöglichkeiten zählt, beweist die für weitere Kreise befremdlich flingende Tatsache, daß der anertannte Führer der Bostoner Herrenmoden ein Mulatte ist. H. E.
Aus dem Gerichtsfaal.
§ Ein eigenartiger Versicherungsschwindel beschäftigte das Dresdener Landgericht. Ein Buschneider Richter, ein 50jähriger Mann, hatte, um sich ein angenehmes Leben zu verschaffen, sich dem Versicherungsschwindel zugewandt. Seit einer Reihe von Jahren versicherte sich Richter bei vielen Versicherungsgesellschaften gegen Unfall. Bei Gesellschaften in Berlin, Hamburg, Breslau, Leipzig, Frankfurt a. M., München, Nürnberg, Wien und Winterthur war er ein ständiger Kunde". Die bei seiner Aufnahme in die Ver= ficherung vom Vertreter der betreffenden Gesellschaft an ihn gerichteten Fragen, ob er bereits versichert sei ic. beantwortete der Versicherungskandidat stets mit einem ,, Nein" und täuschte dadurch den Beamten in gröblichster Weise. Nicht lange nach seiner Aufnahme in die Unfallversicherung meldete dann Richter einen Unfall an. Entweder hatte er sich den Arm, die Hand oder den Fuß verletzt oder irgend eine andere Vers legung erlitten, furz, er erhielt jedenfalls eine namhafte Ent schädigung, und zwar nicht von einer, sondern von mehreren Versicherungsgesellschaften. Auf diese Weise erhielt er in einigen Jahren nicht weniger als 6000 Mark ausgezahlt. Man nimmt an, daß der Betrüger fich seine Verlegungen
selbst beigebracht hat, doch konnte in dieser Hinsicht der Be weis nicht erbracht werden. Wegen der falschen Angaben gegenüber den Versicherungsgesellschaften verurteilte ihn das Gericht wegen Betruges zu 2 Jahren 6 Monaten Gefängnis Unschuldig im Gefängnis. Von der Straffammer in Bochum wurde der Schneidergeselle Schröder aus Papenburg im Wiederaufnahmeverfahren freigesprochen. Schröder war im März 1904 von derselben Straffammer, auf das einzig belastende Zeugnis eines übel beleumundeten Individuums namens Seybers, der später wegen Straßenraubes zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, wegen schweren Ein bruchsdiebstahls zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden und hatte vier Monate bereits verbüßt, als seine Unschuld an den Tag fam. Jetzt wurde gegen Schröder das Wieder aufnahmeverfahren angeordnet und gleichzeitig gegen Seybers Anflage wegen Meineids erhoben. Seybers wurde nun zu 4 Jahren Zuchthaus verurteilt. Die weitere Folge war jest die Freisprechung des Schröder im Wiederaufnahmeverfahren
Vermischtes.
- Ein verbrannter Schat. Der mutmaßliche Brand Sister in der Mailänder Ausstellung ist verhaftet Es ist ein Wächter, den ein diensthabender Feuerwehrman turz vor Ausbruch des Brandes den Pavillon verlassen sah Ob eine Fahrlässigkeit oder ein Verbrechen vorliegt, wird di eingeleitete Untersuchung ergeben. Außer diesem wurden noch mehrere Verdächtige verhaftet, darunter einer der Aus steller, der geäußert haben soll, er wäre zufrieden, wenn bie Ausstellung abbrennt. Das Feuer in der Aus stellung hat auch ein unersetzliches Kunstwerk vernichtet: Dai berühmte Modell des Mailänder Doms, ein Werk des hervor ragenden Holzschneiders Giacomo Mattarelli aus Lecco. E war eine herrliche Schnitarbeit aus Holz, die das erhabene Bauwerk in verkleinertem Maßstabe der Künstler hatte die Maße auf die 48. Kubikwurzel zurückgeführt- darstellte, Giacomo Mattarelli begann die Arbeit im Jahre 1840 und ührte sie auch nach vielen Mühen und überaus großen Opfern an Zeit und Geld im Jahre 1862 zu Ende. Mattarelli hatte 22 Jahre daran gearbeitet, ein Vermögen von über 100 000 Lire dabei aufgebraucht und bei der mühsamen Arbeit sein Augenlicht verloren. Für den Bau des Modells wurde nur allerfeinstes Holz verwendet, das Mattarelli, um den Wurmfraß zu verhüten, vorher austochte. Das Gerippe des Modells, das in 44 Jahren nicht den geringsten Schaden er litten hatte, war von Ahornholz, das Schnitzwerk von Linden holz. Mattarelli starb am 26. Januar 1863. Das vers brannte Kunstwerk war mit nur 20 000 Lire versichert, da bie Versicherungsgesellschaft ein größeres Risiko nicht hatte übernehmen wollen.
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Glänzende Schüler. Bei einer Schulprüfung in einer englischen Realschule sind von den Schülern folgende Antworten gegeben worden:„ Eine junge Kuh wird manchmal Ochse genannt. Der Vater einer Kuh heißt Ochs. Der Fleischer tötet die Kuh, um ihr Herz und ihre Leber zu bekommen. Alles, was auf einem Bauernhof lebt, heißt Rindvieh. Wenn die Kuh noch lebt, macht man Milch aus ihr; wenn sie tot ist, macht man Hammelfleisch aus ihr. Der Bauer melkt die Ziegen, um fondensierte Milch zu machen. Ein junges Pferd heißt Esel."- Wir möchten gern wissen, wie dort ein Lehrer heißt.
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** Der Großherzog hat dem Forstwart der Forstwartei Buchslag, Förster Jakob Thomas zu Forsthaus Buchschlag aus Anlaß siner Verseßung in den Ruhestand das silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Groß mütigen verliehen.
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* Die Wahlen zur hessischen Landwirt. schaftskammer. In einer seitens der Landtags fraktion des Bundes der Landwirte in Hessen in dem Con cordia- Saal zu Frankfurt a. M. abgehaltenen nicht öffentlichen Sigung von Vertrauensmännern( anwesend waren u. a. die Landtagsabgeordneten Ulmann, Sensfelder, Köhler, Bähr, Brauer, Hirschel, Breidenbach und Schmalbach) wurden zur Bs Bung sämtlicher Landwirtschaftskammerfiße mit Kandidaten Vereinbarungen getroffen mit dem Auftrage an die Fraktion, diese Beschlüss: dem Vorstande des Bundes der Landwirte zur Kenntnis zu bringen und in Verhandlungen mit denselben einzutreten. Aus den Beratungen, über die kein Bericht an die Zeitungen gegeben wurde, war nur zu erfahren, daß die Vasammlung einmütig war in der Ansicht, daß die hessische Bauernschaft auch in der Landwirtschaftskammer sich der organisierenden Kraft des Geheimrats Haas versichern möge, da es gewiß eine sehr schwierige Sache für praktische Landwirte sein würde, die erstmalige Einrichtung der Kammer zu bewirken. Infolge dieser Erwägungen will man die ung. In erster
Kandidatur des Geheimrats Haas in folgenden 3 Bezirken der Provinz Starkenburg gleichzeitig in Vorschlag bringen: 1. Griesheim Gernsheim( III. Wahlbezirk), 2. Erbad Wimpfen( XII. Wahlbezirk), 3 Lampertheim- Biblis( XV. Wahlb zirk.
Der N stor des hessischen Lehrerstandes, Lehrer Peter Raiser in Weiskirchen( Rodgau), ist im Alter von 88 Jahren verschieden.
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* Lollar, 7. 8
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*** Die Verhandlung gegen den Abg. Hirschel iften. Die Rohrl
bis Mitte September vertagt worden.
* Analphabeten. Von den 3876 Mannschaften Hessischer Staatsangehörigkeit, welche 1905 bei der 25. Dio. eingestellt wurden, war nur ein Mann obne Schulbildung. * Post verfehr. Eine Neuerung, die der letzte Welt postfongreß beschlossen hat, dürfte allseitig mit großem Beifall aufgenommen werden, es handelt sich um einen Beschluß, nach dem die linke Vorderseite der Posttarten vom 1. Dtt. 1907 ab für die Benutzung seitens des Absenders im ganzen Welt poftverkehr frei gegeben wird. Wir werden also in Zukunft ein ganz bedeutendes Stück Schreibfläche auf der Postkarte gewinnen, was namentlich für Geschäftskreise von großer Wichtigkeit ist.
* Distanzritt.
Die Kavallerieoffiziere
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18. Armeekorps veranstalteten am Freitag den alljährlichen Dauerritt um den Kaiserpreis. Es beteiligten sich 31 Offiz ere an dem Ritt, der in Darmstadt seinen Anfang
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