zum Segen für das wirtschaftliche Leben Krefelds; daß bald der Tag anbrechen möge, mo, iußend auf dem Erfolge des Hafenunternehmens, ein neues großes Unternehmen eröffnet werden könne, der Kanal vom Rhein zur Schelde, von Krefeld nach Antwerpen.
Der mit allen modernen Einrichtungen versehene Hafen umfaßt einen Handelshafen mit hober senkrechter Stadenmauer, vierstödigem Lagerhaus, in das vom Rhein aus un=" mittelbar eingeladen werden fann, und Zollabfertigung ufm., nebenan einen Floßliegeplatz und hinter einer Drehbrücke einen Osthafen mit zwei Wendeplägen von 200 und 120 Meter Breite, um den sich rund 80 Hektar Gelände für gewerbliche Unternehmungen ausbreiten. Der Hafen ist mit einem Verfchubbahnhof und der Staatsbahn verbunden. Beim ersten Musbau des Hafens sind im Industriehafen allein 780 000 Quadratmeter Industriegelände mit Eisenbahnanschluß ge schaffen worden. Die Stadt hat sich aber auch für bedeutende Erweiterungen des Hafens das Gelände gesichert.
Nab und Fern.
+ Deutsche Fuhrwerks- Berufsgenossenschaft. Die Uebersiedelung der Deutschen Fuhrwerts- Berufsgenossenschaft von Dresden nach Berlin wurde dort zugleich mit deren 20jährigem Bestehen festlich begangen. Den Höhepunkt der Feierlichkeiten bildete ein Wagenzug durch die Straßen, in dem alle Wagentypen von der römischen Quadriga bis zum modernen Automobil- Omnibus vertreten waren.
† Geistig überarbeitet. Der Direttor des Physikalischen Instituts der Universität Berlin, Professor Dr. Paul Drude, hat sich in seiner Wohnung erschossen. Es besteht fein Rweifel, daß die Tat in einem Anfall von Nerven- Ueber: reizung geschehen ist, die wiederum durch allzu große geistige Inanspruchnahme hervorgerufen war. Professor Drude stand im besten Mannesalter und lebte in den glänzendsten Ver hältnissen.
† Von der Hamburger Michaeliskirche. Aus den Grabgewölben, die neben dem ausgebrannten Keller der Michaeliskirche liegen, werden jetzt die Gebeine herausgeschafft, darunter die des Erbauers Sonnin. Die Gebeine sollen später in der wiederaufgebauten Kirche beigejezt werden. In der Hamburger Bürgerschaft ist bereits ein von zahlreichen Mitgliedern unterstüßter Antrag eingebracht worden, der die Wiederaufrichtung der Kirche fördert. Auch in einem Beileida. schreiben, das der Kaiser dem Senat hat zugehen lassen, wird der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß das ehrwürdige Wahrzeichen der Stadt bald in früherer Schönheit nach dem alten Vorbilde wieder erstehen möge.
+ Tausend Mark auf Eroreifung des Eisenbahn räubers. Die Eisenbahndirettion Hannover hat 1000 M. Belohnung für die Ergreifung des Mannes ausgesetzt, der die Familie des Geh. Finanzrats Noelle während der Nacht im Ehnellzuge nach Norderney bei Rathenow feraubte.
† Schaden durch Unwetter. In der Gegend von Halle a. S. fuhr der Blizz in eine Kleemiethe, unter der sechs Personen Schuß gesucht hatten; zwei von ihnen wurden getötet, einer verlegt. Durch ein über München und Umgegend niedergegangenes Gewitter ist sehr großer Schaden angerichtet. Wolfenbruch und Hageischlag baben vielfach die Ernte vernichtet. Auch mannigfache Verkehrsstörungen entstanden durch Unterspülung der Bahnförper. Das Unwetter hat augenscheinlich im ganzen südlichen Europa gewütet. So wird aus Cuneo in Italien gemeldet, daß die Flüsse durch beftige Regengüsse über ihre Ufer getreten find. Nenn Menschen sind umgekommen. Die Truppen bes teiligten sich am Rettungswerf. Auch über die französische Mittelmeerfüfte ging ein ungewöhnlich heftiges Gewitter nieder. In Marseille wurden die Straßen überschwemmt, und in Toulon ein Stadtverordneter vom Blizz getötet. Ein Boot mit 2 Mann ist untergegangen. Viele Telegraphenstangen und Bäume wurden auf die Bahngeleise geschleudert, auch andere Verkehrsstörungen machten sich geltend.
† Tod des Mörders Heinze. Aus London kommt die Kunde, daß dort der Zuhälter Heinze gestorben ist, der einst wegen Ermordung des Nachtwächters Braun in Berlin zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt war. Nach ihm ist jene ,, lex Heinze" genannt, die im Anschluß an jenen Prozeß großen parlamentarischen Zwist entfesselte. Nach Verbüßung der Strafe hatte Heinze in London ein Handelsgeschäft angefangen.
† Vergiftung durch süße Speise. In Rathenow find in einer Familie, namens ichtsteig, 6 Personen nach dem Genuß von( rdbeer- Bonille unter Vergiftungs- Erscheinungen schwer erfrankt.
† Cholera auf den Philippinen. In Manila wütet die Cholera in bedenklicher Weise. In einer Woche kamen 116 Erkrankungen vor, davon 99 mit tödlichem Ausgange.
Hus dem Gerichtsfaal.
§ Der Diener des Fürsten Brede verurteilt. Die erste Straffammer des Landgerichts I zu Berlin hat den Diener Wilhelm Glase, der die Entwendung der Silber. gerätschaften aus den großen Berliner Hotels zur Anzeige gebracht hat, megen versuchter Erpressung, begangen durch einen Brief an den Fürsten Wrede, zu neun Monaten Gefängnis und zwei Jahren EhrverInst verurteilt.
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Die als Zeugen vernommenen Direftoren der Hotela Raiserhof und Westminster in Berlin sagten aus, dan in Ihren Hotels Silber fehle, fie haben aber darum nichts gegen bie Fürstin Wrede unternommen. Der Diener Kary befundet, baß Fürst Wrede in Geldsachen sehr genau sei, auc Automobil Pneumatite habe er über die spanische Grenze schmuggeln wollen, und daß in Basedow eine mit ,, Pelzsochen" bellarierte Kifte angekommen sei, die Silbersachen enthalten habe. Der Verteidiger Rechtsanwalt Bahn wies auf die verschiedene Behandlung hin, die die im fomfortablen Sanatorium weilende Fürstin und der schon lange in Untersuchungshaft befindliche Angeklagte erfahren haben.
§ Der Mord auf der Rayalp. Die weitere ar handlung wider das Geschwisterpaar Zeller, das des Wordez an der früheren Köchin Maier angeklagt ist, gestaltet sich tra des Geständnisses der Friederike Reller immer interefaster. da es sich jetzt um die Frage dreht, ob etwa Friederike Zllez nicht anstelle ihrer Schwester Marie einen andere:: Mer hatte, und zwar mit Rücksicht darauf, daß sämtliche Reugen. welche bei der Auffindung der Leiche zugegen waren, ühe einstimmend ihrer Meinung dahin Ausdru gaben, daß sas schwache Mädchen unmöglich allein die schwere Beiche der E, mordeten von der Mord- zur Fundstelle hinauf transportiert haben tönne.
§ Betrugsprozeß Zander. Die meitere Verhandlung beschäftigte sich mit der Erörterung des Wiederverkaufes des Gutes Schmögerle an Baumeister Mensching. Mensching erklärt um 1500 M. geschädigt worden zu sein, weil eine Sypothef, entgegen dem Vertrage, ungelöscht blieb; er habe nicht gewußt, daß das Mobiliar an Lüttig verpfändet war. Lüttig ist bereit, alles notwendige Gutsinventar dem Zeugen Menfching freizugeben.
§ Der Roman einer Krankenschwester. Die Stras fammer in Darmstadt verurteilte die frühere Krankenschwester Emma Fellien wegen Betruges zu 6 Monaten Gefängnis. Die Angeklagte batte als Krankenschwester einen jungen Offizier tennen und lieben gelerut, diesem gegenüber sich als reiche Erbin ausgegeben, und 15m ein Seiratsversprechen abgelockt. In Baden- Baden hat die Ange! lagte ihre Pensions wirtin in gleicher Weise getäuscht, inber sie vorgab, ei!: großes Vermögen zu besitzen, und die Wirtin um mehrere tausend Mark betrogen.
§ Des Muttermordes angeklagt. Der Schlächter Mar Jordy bestreitet entschieden am Tage der Tat und einige Tage vorher in der Gegend des Tatortes gewesen zu sein. Diese Angaben des Angeklagten werden jedoch durch die Zeugenaussagen, nach denen Jordy am 1. oder 2. Februar doch in Reinickendorf- Rosental war, völlig widerlegt. Jordt will einen Alibibeweis antreten, daß er am Mordtage, am 3. Februar, ganz wo anders als am Tatorte und auch am 2. Februar nicht in der Nähe der Mordstelle war. Die zahl reichen Zeugen, die auf seine Veranlassung geladen wurden, sagen nur ungenau aus, oder versagen gänzlich. Es wiri noch eine Zeugin vernommen, die sich freiwillig gemeldet ha und befundet, daß Jordy auch schon vor der Mordtat öfters größere Geldbeträge bei sich trug. Hierauf begann die Ver nehmung der medizinischen Sachverständigen.
§ Ein Homöopach der fahrlässigen Tötung ange flagt. Die Straffeminer in Elberfeld verurteilte den Natur. heilkundigen Postiansen wegen fahrlässiger Tötung zu neun Monaten Gesängerte. Satte eine Frau, die an Unterleibs= frebs litt und operirit hätte werden müssen, nicht an einen Arzt gewiesen, der durch Operation die Frau hätte evtl. retter: Fönnen, sondern ihr homöopathische Künelchen und lauwarme Bäder verschrieben. Einige Reit darauf starb die Fran.
§ Verurtelier Gisenbahnattentater. Das Schwurnericht in Gnesen verurteilte den Schneidergesellen Braun, ber etwa 20 große Steine auf Eisenbahnschienen gelegt hatte, um einen Personenzug zum Entgleisen zu bringen, zu fünf Jahren Zuchthaus.
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P. Folgende gewerbe- polizeiliche Revisionen wurden in den Monaten Mai und Juni vorgenommen: 1. Steinbrüche und Sandgräbereien in Bezug auf Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften bei dem Abbau. der in diesen Betrieben häufig vorkommenden Unfälle und bereits ergangenen Bestrafungen und widerholten Verwarnungen, wird immer noch vielfach gegen die einzuhaltenden 2. Die Unterkunftsräume der Vorschriften verstoßen. Arbeiter auf den Feldziegeleten und Einhaltung der Arbeitszeit der jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen in diesen Betrieben. Obwohl auf diesem Gebiete, trotz vorheriger polizeilicher Verwarnungen Bestrafungen eintreten müssen, so fanden sich auch in diesem Jahre wieder eine Reihe von Anständen und Uebertretungen vor. Strafanzeigen wurden erhoben.- 3. Die Beschäftigung von jugendlichen Arbeitern und Arbeiterinen in Fabriken und auf den Konfetetionswerkstätten in Bezug auf Einhaltung der Arbeitszeit. 4. Die Beschäftigung von schulpflichtigen Kindern vor und nach 8 Uhr abends, insbesondere die Verwendung solcher im Wirtsgewerbe. 5. Die Herstellung von fünftlichen Mineralwässern. 6 Die Barbier- und Frieseurstuben auf Einhaltung der Polizei- Verordnung den Gewerbebetrieb der Barbiere betr.- 7. Die Aufbewahrungs-, Arbeits- und Verkaufsräume der Mezzereien, auf Grund der Bestimmungen der Polizei- Verordnung vom 2. Januar 1891, das Schlachtwesen in der Provinzialhauptstadt Gießen betr.- 8. Den Verkauf von Süßrahmbutter in abgesezten Stücken zu einem bestimmten Sollgewicht. Vielfach ergab sich bei Nachwiegungen, daß Stücke mit einem Sollgewicht 250 g ein 9. Entnommen Mindergewicht von 5-10 g hatten. wurden eine Anzahl Lebensmittelproben.
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* In diesem Jahre finden im Großherzogtum Hessen 48 Fahnen weihfeste statt.
* Ein für Molterei Millieferanten interessanter Prozeß spielte sich vor dem Schöffengericht in Ebeleben bei Erfurt ab. Die Molterei Ober- Mehlen in Großmehlra hatte mit einer Anzahl Landwirte einen Bertrag abgeschlossen, nach dem sich diese verpflichteten, ihre Milch in die Molkerei während einer Reihe von Jahren zu fiefern. Zu diesen Landwirten gehörte auch Friedrich Kunze aus Großmehlra. Die Milch wird von der Molkerei nach der Höhe des Fettgehaltes bezahlt, und es sind die Lieferanten verpflichtet, die Milch so abzugeben, wie sie aus dem Stalle tommt. K. hat nun stets Milch geliefert, die, wie durch den Chemiker Dr. Scholvien- Mühlhausen festgestellt worden war, nur 1 Prozent Fettgehalt hatte, während normale Milch nicht unter 3,70 haben darf. Nach der Ansicht des Chemikers muß die Milch vor der Ablieferung entrahmt worden sein, und es wurde deshalb von der Molkerei gegen füglich sieben Monat Untersuchungshaft) und zehn Jahren hoben. Das Urteil lautet gegen R. auf 50 Mt. Geldstrafe K. wegen Nahrungmittelverfälschung und Betrug Klage erund Tragung der Kosten, die noch über 100 Mt. betragen.
§ Ein Bürgermeister als Defraudant. Der frühere Bürgermeister von Kappelrodeck, Hermann Haas, wurde von her Straflammer in Offenburg wegen Unterschlagungen in Höhe von rund 800 000 Mark( hauptsächlich verübt durch Spielen in Lotterien), Urfundenfälschung aus Gewinnsucht und Betruges zu acht Jahren sieben Monat Zuchthaus( ab
Ehrverlust verurteilt.
Vermischtes.
Erinnerungen an 1870. Am 23. Juli wird au dem Friedhof von Chateaurouge im Bezirk Lothringen ein Dentmal auf dem Grabe des Grenzaufsehers Mouth errichtet werden. Mouth ist das erste Opfer des Krieges 1870 ae= wesen. Er fiel am 23. Juli 1870, bei einem Zusammenstoß zwischen Grenzaufsehern und preußischen Ulanen, der im Tale der Nied stattfand. Pwei Tage später erst erfolgte der fühne Mitt des Grafen Peppelin, wobei auf französischer Seite der Chasseuroffizier Pagnier fiel, der oft fälschlich als erstes Opfer des 70er rieges bezeichnet mird.
Lokales.
7. Juli.
** Willkommen zum Sängerfeste. Wir stehen in froher Erwartung am Eingange des 26. Lahntal- Sänger Bundesfestes. Wenn diese Zeilen die geehrten Leser er reichen, dann verrinnt nur noch wenige Zeit, bis jubelnde, schmetternde Musit das Fest einführt. Saure Tage frohe Feste, sagt der Dichter, denn sauer war die Arbeit, schwer und mannigfaltig, aber sie wurde gern und mit ganzer Hingabe an die Aufgabe getan. So konnte das gewaltige Arrangement geschaffen werden. Singe, wem Gesang gegeben, lausche und erfreue sich jeder an ihm, dem auf hartem Lebensgange ein empfindsames Gemüt geblieben. Eile jeder zum Feſte des Gesanges und empfange freudig den Anteil, der ihm bereitet worden ist. Und wie reich werden die Darbietungen sein! Eine leise Ahnung zog schon gestern Abend durch uns bei der Probe der Gießener Gesangvereine, die unter Leitung des Festdirigenten Görlach in der Festhalle gehalten wurde. Noch nicht einheitlich und in einem Guß, aber doch schon die Fülle seines Wohllauts verratend, floß das Edelmetall dahin, uns zu den höchstgespannten Erwartungen berechtigend. Die Festhalle bot schon ein recht lebhaftes Bild, da troz des unausges st niedergehenden Regens sich viele Zuhörer eingefunden hatten. Man ersieht daraus deutlich, wie tief das Sängerfest in die Bevölkerung eingedrungen ist. Heute werden die letzten Dekorationsarbeiten vollendet und wenn morgen der Tag des großen Streites heraufsteigt, dann wird unsere alte Lahnstadt im Festtagskleide den zu seinen Toren einziehenden Scharen frohen Festgruß entbieten. Beschert der Himmel uns gutes Wetter, so wird nichts die Festesfreude trüben, Gießens Be völkerung wird alles daran seßen, den Tausenden von Gästen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. So rufen wir denn den Sängern und Sangesfreunden ein herzliches Willkomm zu!
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Bäckerei foll im fen. Im nächsten genommen werden. Mainz, 5. Ju t der Militärfiskus f der großen Bleid ifter und die Rom Lagebot abgelehnt, de Joueinteilung zu gro
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Die Arbeiterin D bite bei einem Leh dchen angenommen. gegangen war, ber er Herrin gehörigen ebenen Aleibungsfud fitten, zuletzt eine f reflechte Erziehun an fie herantretende ligend, fam fie mit -Wegen Diebf merin Dorothea Spa Monate Gefängnis. igerung einem Steige 10 Pfennige erworben Die Dienfimago Marga afchien in verschiedenen Bad Nauheim, wo fie fi and beherbergen ließ. Iman es mit einer S gwunden. Sie hat th Da fie von Frankfurt erfolgt wird, legte fie ie auch in die Fremde fich einem Schußma
* Eine Zusammenkunft sämtlicher Geflügelzüchterverbände Deutschlands in Halle a. d. Saale beschloß die Gründung eines Reichsverbandes zur Hebung der Geflügelzucht und zum Vogel- und Heimatschutz.
* Warnung. Einen Kirschfern verschluckt hatte ein 11jähriger Rnabe in Potsdam. Der Kirschfern setzte sich im Blinddarm fest, sodaß der Knabe unter qualvollen Leiden verstarb.
* Garbenhain, 6. Juli. Troß wiederholter Vorstellungen war es bis jeßt unserer Gemeindevertretung versagt geblieben, eine Haltestelle an der Teilstrecke Lollar- Wetzlar zu erlangen, zumal Königl. Eisenbahndirektion für eine Anlage einen namhaften Zuschuß verlangte. Ganz unerwartet günstig hat sich aber die Sache geftaltet, indem die Eisenbahnbehörde noch in letter Stunde ihre Forderung von 9000 Mt. zurückgezogen und dennoch eine Haltestelle für Personenzwar in erster Linie mit der bevorstehenden Umgestaltung und Güterverkehr genehmigte. Der gute Fortgang hängt des Bahnhofs zusammen, daneben haben wir ihn aber auch der erfolgten Zusammenlegung unserer Ländereien zu ver danken, denn erst dadurch war es möglich, einigen Wünschen der Bahnverwaltung wie die Aufhebung eines Feldweges, der Benugung des Würzberges zum Bahnhofsumbau usw. zu entsprechen.
* Weilburg. Die Verlegung der hiesigen Unteroffizierschule ist nicht unwahrscheinlich, weil die Stadt den Vorschlag des Militärfistus, Uebernahme der alten Raserne und unentgeltliche Hergabe eines Bauplazes für die neue Kaserne nicht annehmen will.
nicht den guten Erwartungen, zu denen die Imker nach den * Vom Vogelsberg, 6. Juli. Die Bienen entsprechen Aussichten des Frühjahrs berechtigt gewesen. Die wechselvolle, meist feuchtkalte Witterung hat die Honigernte sehr beeinträchtigt und auch das Schwärmen der Völler vielfach vereitelt. Der Bienenhonig dürfte hiernach wiederum ein seltenes Produkt werden.
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Hungen, 6. Jult. In den Räumen der höheren Kunstgegenständen eingerichtet. Es finden sich darunter Bürgerschule ist gegenwärtig eine Ausstellung von zahlreiche Bildwerte alter und neuer Meister. Die Ausftellung dauert bis 18. Juli. Sie ist veranstaltet vom Main- Rhein Verband für Voltsvorlesungen und verwandte Bestrebungen.
* Friedberg, 6. Juli. Auf eine Eingabe der Handelsgeantwortet, daß dem zweigeleifigen Ausbau der Strecke tammer hat der preußische Minister der öffentlichen Arbeiten selbenbergen- hanau- Dst( Bahn FriedbergHanau) demnächst näher getreten werden soll.
* Friedberg, 6. Juli. Alte Firma. Die Firma Mondigler feierte gestern das 125jährige Bestehen ihrer Kupferschmiede. Der Gründer war der Urgroßvater des iesigen Besizers. Dberbessise Bienenzüchter verein. Gleich Friedberg, 6. Juli. Am 26. d. Mts. tagt hier der zeitig ist eine Ausstellung von Bienenvölkern, Honig und Geräten.
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* Siechenhausen. Den Beweis, daß die Berbesserung der Vogelsberger Debungen und Hutweiden sehr wohl möglich und für die Gemeinden nüßlich ist, lieferte die
Sie wurde wegen der B md wegen der falsche gegenüber zu einer Woc durch die erlittene Unt Begen der falschen Ein rifprechung, da ntch bante, daß diese zwecke
Beta Bestehender Beft tehenden Gebührentar und Stellenbermittler Die Gebühr eine
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