obratllafter 65 Kronen. er time Stadt veroronete Professor Nowotny beschuldigte nun Seifert, ei wolle sich auf Kosten der Stadt bereichern, da er das Grund stüd für nur 2 Kronen 40 Heller getauft habe. Hierüber entstand erst ein Streit, dann eine Prügelei zwischen der beiden Stadtverordneten, wobei Seifert den Nowotny be schimpfte, ihn am Halse würgte und ihn mit dem Kopf geger bie Wand schlug.
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Eine gefährliche Reise hat der italienische Dampfer Nordamerika" hinter sich. Am sechsten Tage nach der Ab: fahrt von Neapel brach auf dem Schiff, das 1333 Zwischen: deck- Passagiere und gegen 100 Kajütspassagiere an Bord hatte Feuer durch Selbstentzündung in den Kohlenbunkern aus Sowie die Zwischendeckspassagiere sahen, in welcher Gefah Sie sich befanden, bemächtigte sich ihrer eine wilde Panik. Si drängten nach den Rettungsboten und versuchten, sie in die See hinunterzulassen. Mit Revolvern in der Hand warfer fich der Kapitän und die Mannschaft den Wütenden entgegen doch erst als der erste Offizier die Schlauchleitung an di Kessel hatte anschließen lassen und einen armdiden Strah tochenden Wassers in die tobende Masse entsandte, gelang es der Meuterei Herr zu werden. Dann konnte man an di Bekämpfung des Feuers gehen, das nach 24stündiger harte Arbeit gelöscht wurde. Eine italienische Frau starb infolg der Aufregung.
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Jm Dusel. In einem Libauer Zirkus wohnte eir start angetrunkener Marinekapitän der Vorstellung bei. Be reits nach wenigen Minuten neigte sich sein Oberkörper au bie Seite, die Müze rutschte ihm aufs Ohr, und ein laute Schnarchen verkündete, daß er sich im Reich der Träume be fand. Aber er wurde jäh aus seinem Schlafe erweckt. Ein Artist gab in der Arena während seiner Arbeit" ein paar Pistolenschüsse ab. Der Kapitän recte sich empor und sab mit verglasten Augen dorthin. Offenbar befürchtete er einen Anschlag auf sich oder eine Meuterei, und in dieser Ver: tennung der Lage zog er seinen Revolver und gab ebenfalls ein paar Schüsse ins Blaue ab. Im ersten Augenblick waren die Zuschauer starr; als man aber sah, daß keinerlei Unglüd angerichtet war, daß man dem Offizier die Waffe sofort abnahm und ihn dann unter den Klängen der Zirkuskapelle an die Luft setzte, gewann doch die Heiterkeit die Oberhand.
ungina im Gina. unfzehn Jahre hatte eine Restau rateurfrau in M. ein Los der preußischen Klassenlotterie ge spielt nie hatte sie etwas darauf gewonnen. Als di Frau angegangen wurde, für den Garantiefonds der Dsna brüder Kochkunstausstellung etwas zu zeichnen, erklärte sie ,, wenn mein Los diesmal gewinnt, dann steht der Gewinn der Ausstellung zur Verfügung." Wie es der Zufall mur wollte, wurde das fragliche Los tatsächlich gezogen, und zwar entfiel auf den in Betracht kommenden Anteil die recht respektable Summe von 50 000 M. Wenn die Ausstellungs. leitung nun gegen die unglückliche Glückliche" rigoros sein will, dann könnte es zu einem Rechtsstreit kommen, auf dessen Ausgang man gespannt sein kann.
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= Mit 82 Jahren heimatsmüde. In Ellis- Island, dem Einwanderer- Hafen von Newyork hat jüngst die älteste Einwanderin den Boden Ameritas betreten. Es war eine Frau Klara Bogel aus Warschau, die sich zu ihrem Sohne begab, der vor langen Jahren bereits nach Newyork gekommen war und sich dort eine gesicherte Position errungen hatte. Die alte Frau zählt zweiundachtzig Jahre und will ihren Lebensabend im Lande der Freiheit im Kreise ihrer Kinder, Enkel und Urenkel beschließen, nachdem alle sonstigen Freunde und Verwandten im alten Vaterlande ihr im Tod voraus gegangen find.
= 2on nanoteren zerrissen. ac etner soeben ver öffentlichten amtlichen Statistik fielen in Indien im Jahre 1904 nicht weniger als 24 034 Personen Raubtieren und giftigen Schlangen zum Opfer. Die Hauptzahl 21 880 starb infolge bon Schlangenbissen. Auf die Rechnung der Tiger tommen 796, Leoparden 399, Wölfe 244 und andere Raubtiere 728 Personen. Die unter dem Viehbestande angerichteten Ver Heerungen find außerordentlich hoch. Leoparden fielen 42 812, Tigern 24 037 und Schlangen gerade 10 000 Rinder zum Opfer. Die Gesamtzahl der Schlangen und Raubtieren zum Opfer gefallenen Rinder bezifferte fich auf 98 582. Getötet wurden im Laufe des Berichtsjahres 64 146 Schlangen und 16 121 Raubtiere und betrugen die hierfür von der Regierung gezahlten Prämien 146 260 Mart
Gefangener und Gefangenenwärter in einer Person ft ber im Gefängnis Nashville in Indiania einquartierte Häfts ling Turpin. T. war wegen einer in der Trunkenheit ver Abten Sachbeschädigung zu einer hohen Geldstrafe verurteilt, büßt sie aber, da er nicht bezahlen kann, mit 250 Tagen Gefängnis ab. Nun aber war niemand da, um ihn zu be wachen. denn die Stadtverwaltung hatte aus Sparsamkeits
Neubau der Frren- Anstalt zu Gießen.
Auf Grund des Ministerialerlaſſes vom 16. Juni 1893 sollen nachstehende Jede Hausfrau
Bauarbeiten für 11 Gebäude, und zwar:
Los I und II je ein Gebäude für Wachbedürftige,
Los III, IV
"
Н
"
Los V
VI
"
"
Н
"
Los VII bis X Los XI
"
"
Pflegebedürftige, Unruhige,
Landhaus III. Klasse,
ein Verwaltungsgebäude,
getrennt nach Handwerkstiteln bergeben werden.
Titel
Bezeichnung der Arbeiten nebst
Angabe der hauptsächlichsten
Massen.
1 Gebäude
L08 XI
mit
mit je
4[ Gebäude
Los VII bis X
mit je
2 Gebäude
Los V u. VI
mit je
2 Gebäude
Los III u. VI
mit je
2 Gebäude
Los I u. II
2700 qm 1050 qm 980 qm 670 qm 1060 qm
VIII
Dachdecker
arbeiten
Schieferdach mit Schalung
VIII
Spengler
Hängekandel
330 m
arbeiten
Abfallrohre
130 m
IX
Blizableiter
Leitungen von
450 m
70 m 40 m 240 m
70 m 40 m
60 m 40 m
100 m 50 m
240 m
100 m
240 m
anlagen
Kupferdraht
X
Erd- Transport
ca. 2500 cbm
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-
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Es kann auf ein oder mehrere Lose angeboten werden. Nähere Bestimmungen hierüber enthalten die Unterlagen.
Zeichnungen und Verdingungsunterlagen fönnen auf unserem Neubaubureau auf der Baustelle an der Licherstraße eingesehen und legtere( ohne Zeichnungen) dort her gegen Erstattung der Selbstkosten, soweit der Vorrat reicht, bezogen werden.
Die Angebote sind nach Losen und Titeln getrennt, in besonderen Umschlägen verschlossen und mit genau entsprechender Aufschrift( Los und Titel) versehen, porto- und bestellgeldfrei bis zum Eröffnungstermin am
15. Oktober 1906, vormittags 10 Uhr
auf unserem Amte( Stephanstraße Nr. 18) einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Beginn der Arbeiten alsbald nach Zuschlagserteilung.
Anfragen wegen nicht ausgeschriebenen Arbeiten und Gesuche um Ueberlassung des Inserates
zur Veröffentlichung können nicht beantwortet werden.
Gießen, den 27. September 1906.
Großherzogliches Hochbauamt Gießen.
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granden cen Gesangmisorener abgeschafft. Man gab also Turpin den Schlüssel zum Gefängnis, und er sperrte sich selber ein. Da man nun aber auch für seine Verpflegung sorgen mußte, so händigte man ihm täglich eine fleine Summe ein, für die er sich selbst beköstigen muß. Er schließt also sein Gefängnis auf, macht seine kleinen Einfäufe und schließt sich dann wieder ein. Turpin aber verlangt jezt von der Stadt verwaltung Gehalt, denn er ist ja nicht nur Gefangener, Sondern auch Gefangenenwärter; auch als solcher muß er bezahlt werden.
Aus dem Gerichtsfaal.
8 Landesverratsprozeß. Am 17. Oktober wird ein neuer Landesverratsprozeß beim Reichsgericht in Leipzig zur Verhandlung kommen. Die Anflage richtet sich gegen den Artilleriedepotarbeiter Manteuffel in St. Avold, der beschuldigt wird, Geſchüßverschlüſſe und Zeichnungen an den Agenten einer fremden Macht verkauft zu haben. Pfarrer
§ Divisionspfarrer Bachstein freigesprochen. Bachstein aus Münster war am 19. April d. J. auf Grund des§ 166 R. St. G. wegen Beschimpfung einer Einrichtung der katholischen Kirche vom Oberkriegsgericht in Münster nach vorhergegangenem dreimaligen Freispruch, gegen den das Reichmilitärgericht auf Zurückverweisung erkannt hatte, zu einem Tage Gefängnis verurteilt worden. In der daraus hin angestrengsten Berufung wurde Pfarrer Bachstein vom Oberkriegsgericht freigesprochen.
§ Düsteres Familienbild. Das Schwurgericht des Bers liner Landgerichts II verurteilte den Oberfellner Möbius aus Magdeburg wegen Körperverlegung mit tödlichem Ausgang zu 1 Jahr Gefängnis. Der Angeflagte hatte in der Blüchers Straße seine Ehefrau, die sich mit einem Liebhaber in Berlin aufhielt, niedergestochen.
§ Eine 16 jährige Wechselfälscherin. Recht vielver. sprechende Anlage zur Hochstaplerin zeigt die 16jährige Sargarete Antoniewicz, die erst vor menigen Tagen vom finer Landgerich! I wegen Urfundenfälja ang zu 3 Monaten inqnis verurteilt wurde. Nun stand nie, des gleichen rechens angeflagt, wieder vor der Straffammer. Das et lautete auf 9 Monate Gefängnis.
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Rr. 230
Samstag, den 6. Oktober
sische Familienz
1908


